Regula Gasser

Dr. phil. Regula Gasser

Doktorandin Praktische Theologie
SNF-Projekt "Interprofessionelle Zusammenarbeit in Spiritual Care"
bei Prof. Dr. Ralph Kunz

Kurzbiographie

  • Diplomierte Pflegefachfrau mit Höherer Fachausbildung in Onkologiepflege. Pflegerische Tätigkeit mit Schwerpunkt in der Onkologie- und Palliativpflege (1991-2006)
  • Studium und Promotion in Klinischer Psychologie an der Universität Zürich (2002-2010)
  • Masterstudium in Theologie (Abschluss: Januar 2014)
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Zürich (2008-2012)
  • seit Juli 2013: Doktorandin in Praktischer Theologie
  • seit Februar 2014: Beauftragte für Palliative Care und stellvertretende Abteilungsleiterin Seelsorge in der Evang.-Ref. Landeskirche des Kantons Zürich
  • ab 1. Juni 2014: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Neumünster

Forschungsschwerpunkte

  • kritische Lebensereignisse (critical life-events)
  • interprofessionelle Zusammenarbeit von medizinischen Fachpersonen, Therapeuten und Seelsorgern in der Begleitung von Patienten mit chronischen und unheilbaren Erkrankungen
  • Bedeutung von Religion und religiösen Praktiken in der Krisenbewältigung
  • spirituelle Begleitung am Lebensende
  • Schwerpunkt interprofessionelle und internationale Zusammenarbeit/Netzwerke

Aktuelles Projekt

Spiritual Care versteht sich als gemeinsame Sorge aller Gesundheitsberufe für die spirituellen Bedürfnisse schwer- und chronisch kranker Menschen in allen Lebensphasen. Wie das Bundesamt für Gesundheit BAG in den Nationalen Leitlinien für Palliative Care (2010) festhält, leistet die spirituelle Begleitung einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der subjektiven Lebensqualität und zur Wahrung der Personenwürde angesichts von Krankheit, Leiden und Tod. Sie tut dies, indem sie Bezug nimmt auf die Biografie und das persönliche Werte- und Glaubenssystem. Wie unsere Vorstudien gezeigt haben, besteht nicht nur in der Palliative Care, sondern auch in den Akutspitälern ein Interesse, Spiritual Care für Patienten/innen anderer medizinischer Fachbereiche nutzbar machen.

Obwohl es bereits verschiedene spirituelle Assessmentmanuale gibt, können diese bislang keine Aussagen zur interprofessionellen Zusammenarbeit machen. Dies ist unter anderem dadurch zu erklären, dass die Definition von Spiritualität nach wie vor schwierig ist, da der Begriff je nach Kultur, Weltanschauung und Religion unterschiedlich verwendet wird. Aufgrund mangelnder Grundlagenforschung, können aktuell weder Aussagen über Zuständigkeitsbereiche und Organisation der interprofessionellen Zusammenarbeit in Spiritual Care noch über deren Qualität gemacht werden. An diesen Bedarf knüpft unser Forschungsprojekt mit Teilprojekten in verschiedenen Akutspitälern der Schweiz an.

Publikationen

09/2013  Gasser, R. (2013). Die Bedeutung von Vertrauen in der Seelsorge. In: Vertrauen interdisziplinär. Hermeneutische Blätter 1/2 2013. Institut für Hermeneutik und Religionsphilosophie, Theologische Fakultät, Universität Zürich.
10/2011   Gasser, R. (2011). Konfliktlösung in der Sterbebegleitung. Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften. ISBN-978-3-8381-0007-4
10/2010 Gasser, R. (2010). Sterbende Patienten begleiten. Eine Herausforderung für Fachpersonen und Angehörige. Dissertation an der Universität Zürich.
02/2007  Gasser, R. & Pfeifer, S. (2007). Psychodynamik des religiösen Wahnerlebens. Lizen-tiatsarbeit an der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit der Psychiatrischen Klinik Sonnenhalde in Riehen.