Sterbenarrative

Abgeschlossen: SNF-Forschungsprojekt zu „Sterbenarrativen“ – Vertiefungsprojekt im Rahmen des NFP 67-Projekts „Hermeneutik des Vertrauens am Lebensende – Imaginatives Erleben und symbolische Kommunikation in Todesnähe“

Die Lebensendforschung hat die Bedeutung des Erzählens am Lebensende seit Langem erkannt. Dennoch sind die Eigentümlichkeiten von Sterbenarrativen bislang nur punktuell in den Blick gekommen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Narrative von Sterbenden sind wissenschaftlich schwer zugänglich. Sie treten zudem oft in fragmentarischen und „gebrochenen“ Formen auf und sind deshalb leicht zu überhören. Zugleich ist es populärer denn ja, vom eigenen und fremden Sterben zu erzählen. Oft sind es unheilbar Erkrankte, die erzählend von ihrem nahen Lebensende berichten und es auf diese Weise gestalten. Doch auch Hinterbliebene und professionelle Begleiter/innen erzählen vom Sterben. Was zeichnet dieses Erzählen aus? Was bestimmt seine Semantik und Pragmatik? Was unterscheidet Sterbeerzählungen von breiter angelegten biographischen Narrationen und insbesondere von Krankheitserzählungen?

Forschungsteam:

  • Prof. em. Dr. Pierre Bühler, Institut für Hermeneutik und Religionsphilosophie, Universität Zürich
  • Prof. Dr. Simon Peng-Keller, Professur für Spiritual Care, Universität Zürich
  • Prof. em. Dr. Brigitte Boothe, Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse, Universität Zürich
  • Prof. Dr. Ralph Kunz, Lehrstuhl für Praktische Theologie, Universität Zürich
  • Dr. des Andreas Mauz, Institut für Hermeneutik und Religionsphilosophie, Universität Zürich
  • Dr. phil. I. Franzisca Pilgram-Frühauf, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Spiritual Care, Universität Zürich
  • Susanne Altoè, Lic. theol., Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Spiritual Care

Kooperationspartner:

Interdisziplinäre Forschungstagung„Sterbenarrative. Hermeneutische Erkundungen des Erzählens am/vom Lebensende“

21.-22. Januar 2016 an der Universität Zürich

Flyer "Sterbenarrative"