Beten als verleiblichtes Verstehen

Abgeschlossen: SNF-Forschungsprojekt „Beten als verleiblichtes Verstehen. Hermeneutische Zugänge zum Ereignis des Gebets“

Das am Institut für Hermeneutik und Religionsphilosophie und der Professur für Spiritual Care angesiedelte Forschungsprojekt lässt sich von der Vermutung leiten, dass sich im Gebet die Möglichkeiten und Grenzen religiösen Verstehens in paradigmatischer Weise zeigen und exemplarisch untersuchen lassen. Gerade auch in den säkularen Welten heutiger Gesundheitsinstitutionen sind vielfältige Gebetspraktiken zu beobachten. Sie stehen in einem oft merkwürdigen Verhältnis zu den therapeutischen und palliativen Behandlungen, die sie begleiten. Beten antwortet auf den Widersinn von Krankheit, Behinderung, Tod und finaler Trennung. Zugleich erschließen sich in Gebetsvollzügen auf leibsinnliche Art und Weise neue Sichtweisen auf das eigene Leben und Erfahrungen von Trost und Behütetsein. Mit Blick auf die Herausforderungen von Spiritual Care und klinischer Seelsorge möchte die Tagung einen systematisch-theologischen Beitrag in praktischer Absicht leisten und eine genauere Wahrnehmung der oft verkannten Vielfalt an Gebetsphänomenen fördern.

Forschungsteam:

  • Prof. Dr. Ingolf U. Dalferth, Danforth Professor of Philosophy of Religion an der Claremont Graduate University
  • Prof. Dr. Simon Peng-Keller, Professur für Spiritual Care, Universität Zürich
  • Dr. Thomas Fries, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Spiritual Care, Universität Zürich

Forschungstagung 1.-2. Juli 2016 an der Universität Zürich „Diesseits und jenseits leiblichen Verstehens. Beten im Kontext von Spiritual Care“

Die Tagung wird in Kooperation mit dem Center for the Academic Study of Christian Spirituality der Universität Zürich durchgeführt.

Tagungsprogramm (PDF, 118 KB)