Grusswort der Präsidentin der Gleichstellungskommission der UZH

Wissenschaft und Forschung sind Disziplinen, die Frauen und Männer gleichermassen begeistern und ihnen eine berufliche Heimat bieten. Dies spiegelt sich namentlich in der grossen Zahl der an der UZH eingeschriebenen Studierenden wider und der nahezu ausgewogenen Verteilung nach dem Geschlecht. Der Anteil der Studentinnen liegt aktuell bei ca. 57%, bei den Doktorierenden beträgt der Frauenanteil 51%. Im Bereich der Habilitationen und bei den Professuren besteht dagegen noch ein zahlenmässiges Ungleichgewicht der Geschlechter. Derzeit forschen und lehren an der UZH 72 ordentliche und ausserordentliche Professorinnen sowie 16 Assistenzprofessorinnen (AP) (Stichtag 31.7.2010). Sie stellen insgesamt 15,5% (inklusive AP 17%) des Kollegiums. Damit sind wir auf gutem Wege, uns dem vom Bundesprogramm Chancengleichheit angestrebten Ziel, den Professorinnenanteil von 7% (Stand 1998) auf 14% (Stand 2006) bis 2016 auf 25% zu erhöhen.

Hervorragende Forschung, beeindruckende Lehre und perfektes Hochschulmanagement sind Ausdruck von Fährigkeiten und Eigenschaften, die Frauen ebenso wie Männer aufweisen können. Diese Erkenntnis hat sich schrittweise durchgesetzt. Die Professorin ist in den letzten Jahrzehnten von der Ausnahmeerscheinung zur Selbstverständlichkeit geworden. Das grosse Engagement unserer jetzigen und ehemaligen Kolleginnen hat massgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen. Die vielfältige Expertise und die Tatkraft der Professorinnen zeigten, wie tatsächliche Gleichstellung von Frau und Mann erfolgreich gelebt werden kann und setzten damit Massstäbe gerade auch für Universitäten und Hochschulen. 

In diesem Sinne freuen wir uns sehr, Ihnen geehrte Leserinnen und Leser, die an der UZH forschenden und lehrenden Professorinnen vorstellen zu dürfen. 

Prof. Dr. Brigitte Tag
Präsidentin der Gleichstellungskommission der UZH