{"id":10050,"date":"2021-02-07T19:49:31","date_gmt":"2021-02-07T19:49:31","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10050"},"modified":"2022-10-24T11:32:08","modified_gmt":"2022-10-24T09:32:08","slug":"apostelgeschichte-9-1-20-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/apostelgeschichte-9-1-20-4\/","title":{"rendered":"Apostelgeschichte 9, 1-20"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"550\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><center><a name=\"top\"><\/a><b><a href=\"http:\/\/www.predigten.uni-goettingen.de\/\">G\u00f6ttinger<br \/>\nPredigten im Internet<\/a><\/b><\/p>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.predigten.uni-goettingen.de\/\">hg. von U.<br \/>\nNembach und J. Neukirch<\/a><\/b><\/center><\/p>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td height=\"86\"><center><b><span style=\"color: #000099;\">12. Sonntag nach Trinitatis, 29. August<br \/>\n2004<\/span><\/b><\/p>\n<p><b><span style=\"color: #000099;\">Predigt \u00fcber Apostelgeschichte 9, 1-20,<br \/>\nverfa\u00dft von Hans-Gottlieb Wesenick<\/span><\/b><b><span style=\"color: #000099;\"><br \/>\n<\/span><\/b><\/center><\/p>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"TOP\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Neulich geriet ich zuf\u00e4llig mal wieder an Fotos von meiner Taufe.<br \/>\nDamals war ich gerade vier Wochen alt. Meine Urgro\u00dfmutter h\u00e4lt<br \/>\nein kleines Wesen, das in ein langes Taufkleid geh\u00fcllt ist, auf dem<br \/>\nArm. Auf einem anderen Bild sind meine Eltern und Gro\u00dfeltern zu sehen,<br \/>\nund auf dem dritten sieht man alle Taufg\u00e4ste vor ihrer Abreise versammelt.<br \/>\nIch selbst habe nat\u00fcrlich gar keine Erinnerungen daran. Doch meine<br \/>\nEltern haben mir oft davon erz\u00e4hlt. Da\u00df ich getauft wurde, das<br \/>\nhaben also meine Eltern f\u00fcr mich entschieden, so wie das wohl stets<br \/>\nEltern stellvertretend f\u00fcr ihre Kinder tun.<\/p>\n<p>Und das hei\u00dft: bei der Taufe der meisten von uns ist etwas geschehen,<br \/>\ndas andere Menschen verantwortet haben. F\u00fcr uns selbst hat es jedoch<br \/>\nnachhaltige Folgen gehabt. Die Taufe, die Zugeh\u00f6rigkeit zur christlichen<br \/>\nKirche, stand am Anfang. Sie hat unser Leben beeinflu\u00dft und uns sicherlich<br \/>\nin mancherlei Hinsicht gepr\u00e4gt. Sp\u00e4ter kamen andere Erfahrungen<br \/>\nund Eindr\u00fccke hinzu. Vielleicht war es der Kindergottesdienst, vielleicht<br \/>\nwaren es biblische Geschichten, die uns da erz\u00e4hlt wurden oder die<br \/>\nwir aus Bilderb\u00fcchern kennenlernten. Vielleicht geh\u00f6rten dazu<br \/>\ndie t\u00e4glichen Morgen- und Abendandachten in der Familie, der Religionsunterricht<br \/>\nin der Schule oder der Konfirmandenunterricht. Vielleicht besuchten wir<br \/>\ngern eine Jugendgruppe, oder es beeindruckten uns Gottesdienste, Abend\u00admahlsfeiern,<br \/>\nWeihnachtsfeste, auch Lieder und bestimmte biblische Texte, die Gebote<br \/>\n&#8211; kurz: unsere Vorstellungen vom Leben sind mehr oder wenig nachhaltig<br \/>\nbewu\u00dft und unbewu\u00dft mitgepr\u00e4gt worden von den Inhalten<br \/>\nund Ausformungen unseres christlichen Glaubens und von christlich-kirchlicher<br \/>\nSitte, wie wir sie so oder so erlebt haben.<\/p>\n<p>Dem Apostel Paulus ist es ganz anders ergangen. Er ist aufgewachsen<br \/>\nin den Traditionen des j\u00fcdischen Volkes, seines vom Alten Testament<br \/>\nher gepr\u00e4gten Glaubens an den einen Gott, neben dem es keine anderen<br \/>\nG\u00f6tter gibt. Und Paulus hat sich leidenschaftlich f\u00fcr diesen<br \/>\nGlauben eingesetzt bis dahin, da\u00df er die Anh\u00e4nger des neuen<br \/>\nWeges<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><\/a><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">(1)<\/a>,<br \/>\nn\u00e4mlich des Glaubens an den gekreuzigten und auferstandenen Jesus<br \/>\nChristus, unerbittlich und hart verfolgte. Doch eines Tages geschah ihm<br \/>\netwas, was sein Leben v\u00f6llig ver\u00e4nderte. Sie kennen sicherlich<br \/>\ndie Geschichte von seinem Damaskuserlebnis. Lukas berichtet sie uns in<br \/>\nseiner Apostelgeschichte gleich dreimal<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><\/a><a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">(2)<\/a>,<br \/>\nweil sie f\u00fcr ihn und seine Kirche ganz besonders wichtig war. Diese<br \/>\nGeschichte ist heute Predigttext. Ich lese den Abschnitt Apg. 9, 1-22,<br \/>\nden Lukas selber erz\u00e4hlt. Sp\u00e4ter wiederholt er die Geschichte<br \/>\nnoch zweimal, legt sie nun aber dem Apostel Paulus in den Mund.<\/p>\n<p><b>Lesung von Apg. 9,1-20\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, das war also gewisserma\u00dfen das Ende einer Dienstreise<br \/>\n&#8211; und der Anfang einer neuen, n\u00e4mlich die Berufung zum Apostel<br \/>\nund Missionar: <i>&#8222;Dieser ist mein auserw\u00e4hltes Werkzeug,<br \/>\nda\u00df er meinen Namen trage vor Heiden und vor K\u00f6nige und vor<br \/>\ndas Volk Israel.&#8220; <\/i>Eine sch\u00f6ne Geschichte ist das, von<br \/>\nLukas lebendig erz\u00e4hlt. Wir k\u00f6nnen uns gut hineindenken und uns<br \/>\nalles lebhaft vorstellen, auch wenn uns im einzelnen wiederum vieles unbegreiflich<br \/>\nerscheint.<\/p>\n<p>Paulus selbst redet in seinen eigenen Schriften von diesem f\u00fcr<br \/>\nihn umst\u00fcrzenden Ereignis sehr viel zur\u00fcckhaltender. Darum bleibt<br \/>\nmanches ungekl\u00e4rt, aber das soll uns jetzt nicht beschweren. Denn<br \/>\ndas Ergebnis ist klar: Paulus lie\u00df sich taufen auf den Namen des<br \/>\nHerrn Jesus Christus, dessen Anh\u00e4nger er bis dahin unerbittlich verfolgt<br \/>\nhatte.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens nennt er selbst sich in seinen Briefen stets &#8222;Paulus&#8220;;<br \/>\ndas ist sein Name als r\u00f6mischer Staatsb\u00fcrger, und er hat wohl<br \/>\nnie einen anderen Namen getragen. Allein in der Apostelgeschichte des Lukas<br \/>\nwird sein hebr\u00e4ischer Name &#8222;Saulus&#8220; gebraucht,<br \/>\nund daraus ist dann die Rede geworden, &#8222;Saulus&#8220; habe<br \/>\nsich zum &#8222;Paulus&#8220; bekehrt. Was er jedoch erlebte, war<br \/>\nvor allem sein Ostererlebnis: ihm ist der gekreuzigte und auferstandene<br \/>\nChristus erschienen und hat ihn f\u00fcr sich in Dienst genommen, in seinen<br \/>\nDienst berufen und damit seinem Leben von Grund auf eine Wende gegeben.<\/p>\n<p>In zwei Schritten vollzog sich diese Abkehr von seinem bisherigen Leben<br \/>\nund Glauben. Das Ereignis vor Damaskus zwang ihn zun\u00e4chst einmal zum<br \/>\nAnhalten, zur v\u00f6lligen Neuorientierung. <i>&#8222;Er konnte drei<br \/>\nTage nicht sehen und a\u00df nicht und trank nicht,&#8220; <\/i>hei\u00dft<br \/>\nes da. Umwerfend in jeder Hinsicht mu\u00df dies Ereignis f\u00fcr ihn<br \/>\ngewesen sein. Drei Tage und N\u00e4chte hat er mit sich selber und seiner<br \/>\nVergangenheit gek\u00e4mpft; dann war ihm klar, wer er in Wirklichkeit<br \/>\nist: <i>&#8222;Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur,<br \/>\n<\/i>ein neuer Mensch; <i>das Alte ist vergangen; siehe, Neues ist geworden.&#8220;<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><\/a><\/i><a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">(3)<\/a><\/p>\n<p>Der zweite Schritt, den er danach tat, wurde bewirkt durch Hananias,<br \/>\neinen Christen in Damaskus, der ihm von Gott gesandt wurde. Trotz aller<br \/>\nnur zu verst\u00e4ndlichen Vorbehalte und \u00c4ngste wagte sich dieser<br \/>\nMann zu ihm und redete ihn an: <i>&#8222;Lieber Bruder Saul, der Herr<br \/>\nhat mich gesandt, &#8230; da\u00df du wieder sehend und mit dem heiligen Geist<br \/>\nerf\u00fcllt werdest.&#8220;<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><\/a><\/i><a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">(4)<\/a><br \/>\nDa kam also einer aus der christlichen Gemeinde zu ihm und sprach ihn als<br \/>\n&#8222;Bruder&#8220; an, obwohl er doch allen Grund hatte, diesem<br \/>\ngef\u00e4hrlichen Mann mit tiefstem Mi\u00dftrauen aus dem Wege zu bleiben.<br \/>\nDoch wo Gott seine Hand im Spiel hat, da spielen Vorbehalte keine Rolle<br \/>\nmehr. Menschen k\u00f6nnen sich da grundlegend \u00e4ndern. Und wenn dabei<br \/>\ndann andere diesem Menschen etwas zutrauen, dann kann die christliche Gemeinde<br \/>\nganz neue und wichtige Erfahrungen vermitteln. Paulus jedenfalls trennte<br \/>\nsich vollends von seinem alten Weg nach dieser unerwarteten Erfahrung,<br \/>\nauch als zweifelhafte Person br\u00fcderlich angenommen worden zu sein.<br \/>\nEntschlossen beschritt er den neuen Weg und lie\u00df sich taufen.<\/p>\n<p>Da\u00df Paulus sich taufen lie\u00df, ist gewi\u00df keine selbstverst\u00e4ndliche<br \/>\nFolge seines Erlebnisses. Er wurzelte bisher ja ganz und gar im Judentum,<br \/>\nund deshalb war es f\u00fcr ihn bis dahin undenkbar, Jesus Christus als<br \/>\nden Sohn Gottes, den Messias anzuerkennen und seinem Evangelium zu glauben.<br \/>\nAber nach jener umst\u00fcrzenden Erfahrung konnte er nicht mehr anders:<br \/>\nGott selbst hatte ihm die Augen ge\u00f6ffnet. Jetzt mu\u00dfte er das<br \/>\nalles mit anderen Augen sehen, und jetzt waren auch die Konsequenzen f\u00fcr<br \/>\nihn unausweichlich. Dabei verstand er sich weiterhin ganz und gar als Jude<br \/>\nund hielt fest an den Glaubenstraditionen seines Volkes. Doch verstand<br \/>\ner sie nun ganz und gar im Blick auf den gekreuzigten und auferstandenen<br \/>\nHerrn Christus, den Sohn Gottes.<\/p>\n<p>Soll man diesen Mann beneiden um seine Erfahrung? Gewi\u00df, solche<br \/>\neindeutige Klarheit ist beneidenswert, aber sein daraus folgender Lebensweg<br \/>\nist alles andere als das. Sicher ist freilich: die Entscheidung, die ihm<br \/>\nabgerungen wurde, ist ihm immer bewu\u00dft geblieben, lebenslang. Schon<br \/>\num seiner Glaubw\u00fcrdigkeit willen mu\u00dfte er oft davon erz\u00e4hlen.<br \/>\nUnd ich denke, da\u00df es ihm in den schweren Zeiten seines Lebens, im<br \/>\nGef\u00e4ngnis oder bei einer \u00f6ffentlichen Bestrafung oder auf seinen<br \/>\ngef\u00e4hrlichen Reisen, geholfen hat, da\u00df er sich an diese Entscheidung<br \/>\nin Damaskus erinnern konnte. In allen Zweifeln war ihm bewu\u00dft: Gott<br \/>\nhat mich berufen <i>als sein auserw\u00e4hltes Werkzeug. <\/i>Er <i>mu\u00dfte<\/i><br \/>\nseinen Weg darum so gehen. Sein Ja zu diesem Dienst am Worte Gottes war<br \/>\nunl\u00f6sbar verbunden mit der unausl\u00f6schlichen Erinnerung an das,<br \/>\nwas ihm widerfahren war.<\/p>\n<p>Meistens ganz anders als bei Paulus, liebe Gemeinde, ist unser Weg zum<br \/>\nChrist-Sein verlaufen. Wir haben den Zugang dazu gleichsam nur<br \/>\nim Nachgang gefunden, ganz abgesehen davon, da\u00df die meisten von uns<br \/>\nja auch gar keine pers\u00f6nlichen Erinnerungen an ihre Taufe haben. Wie<br \/>\nein fertiges Haus sind christlicher Glaube und christliches Leben schon<br \/>\nvor uns dagewesen, sind uns \u00fcberliefert von Eltern, Gro\u00dfeltern,<br \/>\nPaten, von Lehrern, von Pastoren und so in mancherlei Gestalt und Form<br \/>\nvon uns aufgenommen worden in unserer vom Christentum gepr\u00e4gten Welt.<br \/>\nWir haben es oft nicht leicht, uns in diesem Haus einzurichten und wirklich<br \/>\ndarin zu Hause zu sein. Andere haben es gebaut, und oft ist es so weitr\u00e4umig<br \/>\nund vielgestaltig, da\u00df vieles darin uns fremd bleibt. Klarheit m\u00fcssen<br \/>\nwir selbst uns erarbeiten und erbitten, m\u00fcssen die vielseitige &#8222;Hausordnung&#8220;<br \/>\nverstehen lernen, um zu erfahren: welche Rolle kann ich denn nun in diesem<br \/>\n&#8222;Haus der Glaubens&#8220; \u00fcbernehmen und ausf\u00fcllen?<\/p>\n<p>Klarheit dar\u00fcber wird uns zuteil, wenn wir uns gemeinsam mit den<br \/>\nanderen &#8222;Hausbewohnern&#8220;, aber auch allein um die &#8222;Ordnung&#8220;<br \/>\nm\u00fchen, die Gottes Wort in diesem &#8222;Haus&#8220; geschaffen<br \/>\nhat. Solche Suche nach Klarheit, nach Deutlichkeit und Orientierung ist<br \/>\nnun aber wirklich nicht nur Sache jedes einzelnen, sondern viele andere<br \/>\nsuchen auch. In der &#8222;Weitr\u00e4umigkeit&#8220; der Kirche<br \/>\nleben viele Menschen, die andere Erfahrungen machen als ich, die mir aber<br \/>\nn\u00fctzlich sind. Und es sind Menschen da, denen meine Erfahrungen hilfreich<br \/>\nsein k\u00f6nnen. Deshalb hilft es zur Klarheit, wenn wir miteinander reden,<br \/>\nuns austauschen und uns auch immer wieder gemeinsam am Tisch des Hausherrn<br \/>\neinfinden.<\/p>\n<p>Die Vielfalt der kirchlichen Traditionen, auch der au\u00dfer-evangelischen,<br \/>\nmag manchem verwirrend erscheinen. Oft genug haben wir M\u00fche, sie zu<br \/>\nverstehen, und noch mehr M\u00fche, in dieser Vielfalt einen eigenen Standpunkt<br \/>\nzu finden und zu erkennen, was wirklich wichtig ist, wo letztlich christlich-evangelische<br \/>\nWahrheit auf dem Spiel steht.<\/p>\n<p>Aber diese Vielfalt stellt doch auch einen Reichtum dar. Den &#8222;anderen<br \/>\nHausgenossen&#8220; gegen\u00fcber mu\u00df man sich nicht profilieren<br \/>\nund abgrenzen, indem man sich betont und \u00e4ngstlich an den eigenen<br \/>\nErfahrungen und Traditionen festklammert. Gewi\u00df, um die eigene Identit\u00e4t<br \/>\nzu wissen und zu sch\u00e4tzen, was man damit hat, das ist hilfreich und<br \/>\nwichtig. Aber bleibend am Leben ist doch letztlich der Teil, den ich dazu<br \/>\nbeitragen kann, da\u00df Gottes Herrschaft weitergeht, da\u00df das &#8222;Haus<br \/>\ndes Glaubens&#8220; bewohnbar bleibt, einladend wird und stets offene<br \/>\nT\u00fcren hat und so auch w\u00e4chst und erweitert wird. Die Taufe hat<br \/>\njeden von uns aus einem Fremdling zum &#8222;Hausgenossen&#8220;<br \/>\ngemacht. Aber da\u00df ich in diesem Hause nun nicht isoliert f\u00fcr<br \/>\nmich allein bleibe, das liegt zum gro\u00dfen Teil in meiner eigenen Verantwortung.<\/p>\n<p>Der Apostel Paulus hat eine eindeutige Erfahrung gemacht. Gott ist ihm<br \/>\nbegegnet, und von da an ist ihm der Weg klar geworden, den er zu gehen<br \/>\nhatte. Wir haben solche Erfahrungen f\u00fcr gew\u00f6hnlich nicht. Doch<br \/>\nuns steht ein anderer Weg offen, uns dessen zu vergewissern, da\u00df<br \/>\nwir, um dem Epheserbrief<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><\/a><a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">(5)<\/a><br \/>\nzu sagen, <i>&#8222;nicht mehr G\u00e4ste und Fremdlinge sind, sondern<br \/>\nMitb\u00fcrger der Heiligen und Gottes Hausgenossen&#8220;<\/i>: In<br \/>\nseinem Wort ist Gott uns nahe, wo immer wir darauf h\u00f6ren. Da werden<br \/>\nwir erinnert. Da wird uns Mut gemacht. Auch wir sind berufen zum Dienst<br \/>\nder Vers\u00f6hnung in der Welt und in der Umgebung, in der wir leben und<br \/>\narbeiten. Denn seit unserer Taufe tragen wir ja den Namen Jesu Christi.<br \/>\nAmen.<\/p>\n<p>1\u00a0<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a>Apg. 9, 2<\/p>\n<p>2\u00a0<a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><\/a>Apg. 9, 1-22;<br \/>\n22, 3-16; 26, 9-18<\/p>\n<p>3\u00a0<a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\"><\/a>2. Kor. 5, 17<\/p>\n<p>4\u00a0<a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\"><\/a>Apg. 9, 20<\/p>\n<p>5\u00a0<a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\"><\/a>Eph. 2, 19<\/p>\n<p><b>Hans-Gottlieb Wesenick, Pastor i. R.\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>Stauffenbergring 33, 37075 G\u00f6ttingen\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>Tel. 0551\/2099705\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>Email: <a href=\"mailto:H.-G.Wesenick@t-online.de\">H.-G.Wesenick@t-online.de<\/a><\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\">(zur\u00fcck zum Seitenanfang)<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><script language=\"javascript\"><![CDATA[\n<!--\ndocument.write(\"<IMG WIDTH=\"1\" HEIGHT=\"1\" \");\ndocument.write(\"SRC=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/count.pl?j=2&#038;bn=neukirch\");\ndocument.write(\"&#038;f=040829-1.html\");\ndocument.write(\"&#038;r=r1\");\nif(document.referrer.toLowerCase().indexOf('http:\/\/www.predigten.uni-goettingen.de\/')<0) { document.write(\"&#038;w=\"+escape(document.referrer)); } document.write(\"\">\");\n\/\/ -->\n]]><\/script><\/p>\n<p><noscript><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"count.pl\" height=\"1\" width=\"1\"\/><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; G\u00f6ttinger Predigten im Internet hg. von U. 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