{"id":10099,"date":"2021-02-07T19:49:31","date_gmt":"2021-02-07T19:49:31","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10099"},"modified":"2022-10-24T11:18:42","modified_gmt":"2022-10-24T09:18:42","slug":"was-ist-das-evangelium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/was-ist-das-evangelium\/","title":{"rendered":"Was ist das Evangelium?"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<p>Will man ganz kurz sagen, was das christliche Evangelium ist, dann m\u00fc\u00dfte man wohl etwa so sagen: Das Evangelium ist die Verk\u00fcndigung der Liebe Gottes f\u00fcr S\u00fcnder. Oder direkt an den einzelnen: Du bist schuldig und dir ist vergeben. Deine S\u00fcnden sind dir vergeben, und so wirst du wieder zum Leben erweckt.<\/p>\n<p>Das ist Jahrhunderte lang, seit Jesus hier unter Z\u00f6llnern und S\u00fcndern ging, die \u00fcberw\u00e4ltigende und freimachende Botschaft gewesen, die den Menschen das Leben zur\u00fcckgab, das sie ansonsten verloren und verwirkt hatten.<\/p>\n<p>Aber wenn wir die Worte heute h\u00f6ren, dann f\u00e4llt es uns oft schwer, die Befreiung und die Kraft zu sp\u00fcren, die fr\u00fcher in ihnen lag.<\/p>\n<p>Das Evangelium als Vergebung Gottes, die Liebe Gottes f\u00fcr S\u00fcnder. Der moderne Mensch denkt nicht: Das ist ja unglaublich, da\u00df es Vergebung f\u00fcr mich gibt. Der moderne Mensch wird eher fragen: Was soll das nun wieder? Was habe ich falsch gemacht, da\u00df mir vergeben werden mu\u00df? Ich habe vielleicht manchmal Fehler gemacht, ok, aber Vergebung brauche ich eigentlich nicht. Wir haben heute weitgehend den Sinn f\u00fcr S\u00fcnde und Schuld als Realit\u00e4t in unserem Leben verloren.<\/p>\n<p>Warum haben wir das? Daf\u00fcr gibt es nat\u00fcrlich mehrere Gr\u00fcnde. Ich m\u00f6chte zwei nennen.<br \/>\nDer eine Grund ist der, da\u00df wir im Laufe des 20. Jahrhunderts immer mehr f\u00e4hig wurden, hinter die Beweggr\u00fcnde des einzelnen Menschen zu schauen. Wir wissen sehr viel, wie soziale und psychische Gegebenheiten aus der Kindheit und sp\u00e4ter uns beeinflussen und zu dem machen, was wir sind. Und damit liegt es auch oft nahe, unser Verhalten und unser Tun wegzuerkl\u00e4ren oder zu entschuldigen. Er kann nichts daf\u00fcr, sagen wir, bei der Kindheit und all dem, was er durchgemacht hat. Und es ist nat\u00fcrlich auch gut, da\u00df wir Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr haben, da\u00df die Umwelt uns pr\u00e4gt, und da\u00df wir deshalb einen Menschen nicht ohne Weiteres verurteilen, sondern ihn verteidigen.<\/p>\n<p>Das Problem ist: Wenn wir nicht von der Verantwortung und Schuld des einzelnen reden, dann verliert der einzelne seine W\u00fcrde. Dann sind wir eigentlich nicht mehr richtige Menschen, die sich f\u00fcr oder gegen etwas entscheiden k\u00f6nnen und Verantwortung \u00fcbernehmen f\u00fcr die Entscheidungen, die wir treffen. Dann sind wir Opfer der Verh\u00e4ltnisse und keine freien Menschen mit Willen, Gewissen, Schuld und einem Bewu\u00dftsein davon, da\u00df es etwas gibt, das wir sollen. Schuld und menschliche W\u00fcrde geh\u00f6ren also zusammen.<\/p>\n<p>Ein sehr deutliches Beispiel daf\u00fcr kann man in dem norwegischen Buch von Paul Leer-Salvesen sehen. &#8222;Nach dem Mord&#8220; hei\u00dft das Buch und es enth\u00e4lt eine Reihe von Interviews mit Gefangenen, die einen Mord begangen haben. Fast alle Gefangenen sind unter schrecklichen Verh\u00e4ltnissen aufgewachsen, Verh\u00e4ltnissen, die in einem gewissen Ma\u00dfe ihre Untaten erkl\u00e4ren k\u00f6nnten. Aber keiner von ihnen will das eingestehen. Sie halten vielmehr an ihrer Verantwortung, ihrer Schuld fest. Das ist nicht zu entschuldigen, sagen sie, und das Schlimmste, was sie sich vorstellen k\u00f6nnen, ist, da\u00df ihnen in einer Untersuchung ihres Geisteszustandes die Verantwortung f\u00fcr das genommen wird, was sie getan haben. Und das gibt zu denken: Selbst mit einer noch so schrecklichen Vergangenheit wie der, die diese Gefangenen gehabt haben, ist es doch so, da\u00df sie trotz allem ihre W\u00fcrde in der Verantwortung, in der Schuld haben. Nimmt man die Schuld von ihnen, sind sie nichts mehr.<\/p>\n<p>Ein Gefangener dr\u00fcckt sich so aus: &#8222;Es war <em>nicht<\/em> die Schuld meines Vaters oder meiner Mutter, da\u00df es passierte. <em>Ich<\/em> habe mich betrunken, <em>ich<\/em> habe das Messer in die Tasche gesteckt. Und wenn mein Sohn gro\u00df genug ist, werde ich ihm erz\u00e4hlen, was ich getan habe, und von dem Umfeld, in dem ich aufgewachsen bin, und da\u00df das alles sehr schlimm war. Ihm soll es ganz anders ergehen, mit festen Rahmen und Normen. Und mit viel Liebe.&#8220;<\/p>\n<p>Es ist die Schulderkenntnis, die einen solchen Menschen weiterbringt in seinem Leben, nicht indem er sich aus der Verantwortung stiehlt &#8211; auch wenn man wirklich meinen k\u00f6nnte, da\u00df es daf\u00fcr gute Gr\u00fcnde gegeben h\u00e4tte. Die Schuld, die Verantwortung, ist f\u00fcr ihn ein Zeichen daf\u00fcr, da\u00df er trotz allem ein Mensch ist und nichts weniger als das.<\/p>\n<p>Dennoch gibt es heute viele Menschen, die lieber anderen die Schuld geben, der Gesellschaft, der Schule, den Krankenh\u00e4usern und den \u00c4rzten, ihren Eltern, die ihnen nicht die Kindheit gegeben haben, von der sie getr\u00e4umt hatten &#8211; lieber das als schuldig selbst das Leben anzunehmen, das sie faktisch gelebt haben.<\/p>\n<p>Das letztere h\u00e4ngt f\u00fcr mich mit einem anderen wichtigen Grund daf\u00fcr zusammen, da\u00df wir nicht mehr von S\u00fcnde und Schuld in unserem Leben reden wollen. Dieser andere Grund ist der, da\u00df wir nicht mehr uns selbst in erster Linie als B\u00fcrger in einer Gesellschaft sehen, mit Aufgaben und Pflichten, die wir zu \u00fcbernehmen haben, sondern als Verbraucher mit Rechten und Anspr\u00fcchen.<\/p>\n<p>Ich glaube in der Tat, da\u00df sich in den letzten 40 Jahren eine bemerkenswerte Ver\u00e4nderung in unserer Selbstwahrnehmung vollzogen hat. Aus B\u00fcrgern sind Verbraucher geworden. Das macht einen entscheidenden Unterschied.<\/p>\n<p>Der B\u00fcrger sieht sich selbst als Teil eines gr\u00f6\u00dferen Zusammenhanges, dem er sich verpflichtet f\u00fchlt. Der B\u00fcrger wei\u00df deshalb auch, da\u00df es etwas gibt, das er der Gesellschaft schuldig ist. Wenn es not tut, mu\u00df er der Gesellschaft einen Dienst tun. Er ist den Alten in der Familie verpflichtet, f\u00fcr all das, was sie ihm gegeben haben. Er schuldet ihnen deshalb ein w\u00fcrdiges und gutes Alter. Seinen Kindern schuldet er eine gute Kindheit, die ein Gef\u00fchl vermittelt f\u00fcr das, was wahres Leben und wahre Gemeinschaft ist, damit die Kinder gute und verantwortungsvolle B\u00fcrger sein k\u00f6nnen. Er ist verpflichtet, anderen Menschen Respekt entgegenzubringen, und er wei\u00df, da\u00df er die Aufgabe hat, wie auch immer denen zu helfen, die seine Hilfe brauchen.<\/p>\n<p>Der B\u00fcrger ist nicht selbst Mittelpunkt seines Daseins, er versteht sich als Teil eines gro\u00dfen und sinnvollen Ganzen, dem er viel verdankt und dem er sich verpflichtet f\u00fchlt. Ganz anders verh\u00e4lt es sich mit dem Verbraucher. Er f\u00fchlt keine Verpflichtung, sondern hat eine Welt, die offen vor ihm liegt, eine Welt, die er kaufen oder gewinnen kann, erleben oder verbrauchen. Ja, das Dasein ist in Wirklichkeit f\u00fcr ihn wie ein gro\u00dfer Supermarkt, wo es nur darum geht, das zu w\u00e4hlen, wozu man Lust hat, was meistens alles bedeutet. Nat\u00fcrlich m\u00f6chte er fast alle Waren ausprobieren, die auf den Regalen des Daseins ausliegen. Und wenn da etwas ist, was er nicht kaufen oder bekommen kann, dann wei\u00df der Verbraucher sehr wohl, da\u00df der Kunde im Zentrum stehen soll, und dann hat man immer die M\u00f6glichkeit, sich zu beschweren oder auf seinem Recht zu bestehen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich mu\u00df der Verbraucher auch etwas beitragen. Er mu\u00df arbeiten und Geld verdienen, viel Geld, um sich all das leisten zu k\u00f6nnen, was er gerne erleben, kaufen und sehen will. Das Ziel aber ist stets sein eigenes Leben. Es geht darum, optimale M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Lebensentfaltung und Lebensgenu\u00df herzustellen. Unausdenklich, wenn da etwas w\u00e4re, das einem entgangen ist. Eine gewisse Ungeduld, ein gewisser Verzicht oder auch nur ein bi\u00dfchen Demut &#8211; das ist nicht Sache des Verbrauchers. Er soll ja einen gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Teil der Gl\u00fcckseligkeit des Daseins erobern.<\/p>\n<p>Da liegen, k\u00f6nnt ihr h\u00f6ren, Welten zwischen dem B\u00fcrger und dem Verbraucher &#8211; auch wenn nat\u00fcrlich niemand von uns der souver\u00e4ne g\u00e4nzlich unverpflichteter Verbraucher ist, den ich hier geschildert habe. Wir sind ja alle B\u00fcrger und Verbraucher. Aber es hat sich etwas ver\u00e4ndert. Wir f\u00fchlen uns nicht mehr wie fr\u00fcher einem gesellschaftlichen oder famili\u00e4ren Ganzen verpflich\u00adtet. Es geht um mein Leben und meine M\u00f6glichkeiten und nicht um das, was ich soll. Ich habe Anspr\u00fcche und Rechte, auf denen ich bestehen kann. Aber wir haben weitgehend den Sinn daf\u00fcr verloren, da\u00df wir mit Engagement und pers\u00f6nlichem Einsatz verpflichtet sind, einer gr\u00f6\u00dferen Sache zu dienen, einem gr\u00f6\u00dferen Ganzen als uns selbst. Und damit haben wir auch den Sinn daf\u00fcr verloren, da\u00df wir verantwortlich sind, Schuldner, S\u00fcnder, die an sich selbst denken, statt dort zu sein, wo sie gebraucht werden.<\/p>\n<p>Warum bin ich schuldig, warum bin ich ein S\u00fcnder, fragen wir, und was soll ich dann eigentlich mit der Vergebung, von der das christliche Evangelium spricht?<\/p>\n<p>Ich glaube, mann sollte es ganz konkret sehen. Das Bewu\u00dftsein, schuldig zu sein, ein S\u00fcnder zu sein, ist ja kein Gef\u00fchl, in dem wir schwelgen sollen auf Kosten einer nat\u00fcrlichen Freude \u00fcber uns selbst und unser Leben. Wir kennen von fr\u00fcher die Form von Christentum, in dem man in einer aus meiner Sicht ganz abartigen und krankhaften Weise auf seine eigenen Schw\u00e4chen oder S\u00fcnden fixiert ist. Nein: Wenn wir sagen, wir sind Schuldner, S\u00fcnder, dann ist das eine ganz realistische Beschreibung dessen, was wir sind. Wir sind Schuldner in bezug auf vieles, wir sind immer schon verpflichtet &#8211; und wir sind dennoch meist mit uns selbst besch\u00e4ftigt. Wir sind nicht vollkommen, wir vergeuden Lebensm\u00f6glichkeiten, wir entscheiden uns f\u00fcr das eine und nicht das andere, wir lassen Menschen im Stich und k\u00f6nnen das nicht wieder gut machen. Als S\u00fcnder, als Schuldner stehen wir dazu, da\u00df wir die unvolkommenen Menschen sind, die wir nun einmal sind.<\/p>\n<p>Und ebenso sollen wir die Vergebung und die Liebe Gottes nicht als etwas allzu Luftiges und Gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfiges auffassen, in dem wir schwelgen k\u00f6nnen. Im Gegenteil, die Liebe Gottes zu S\u00fcndern zeigt sich in den Evangelien in etwas ganz Konkretem. Es handelt sich nicht blo\u00df um einen himmlischen Freibrief: Du bist trotz allem ok, oder wie man es nun ausdr\u00fccken will. Nein Jesus sitzt zu Tische und i\u00dft mit Z\u00f6llnern und S\u00fcndern, die ja in der damaligen Gesellschaft ausgesto\u00dfen waren nicht nur aus der gutes Gesellschaft, sondern aus jedem verantwortlichen Lebenszusammenhang. Man rechnete nicht mit ihnen. Jesus aber bezog sie in eine Gemeinschaft ein, er gab ihnen eine Aufgabe. Deine S\u00fcnden sind dir vergeben, sagt er, gehe hin und s\u00fcndige nicht mehr. Kehre zur\u00fcck in den Zusammenhang, aus dem du kommst, dort sollst du leben, deinen Beitrag leisten, dich selbst geben.<\/p>\n<p>Dasselbe sagt der Engel zu den Frauen am Grabe: Ihr sollt nicht trauern, nicht hier am Grab verweilen, sondern zur\u00fcck nach Galil\u00e4a gehen. Dort findet ihr den Sinn, dort begegnet ihr eurem Herrn.<\/p>\n<p>Oder auch Jesus sagt, wie heute zum Z\u00f6llner Levi: Folge mir nach! Wir sollen nicht immer da bleiben, wo wir sind, manchmal m\u00fcssen wir aufbrechen, uns bewegen, um Sinn und Zusammenhang in unserem Leben zu finden.<\/p>\n<p>Das Entscheidende ist, da\u00df Jesus Menschen mit in einen Lebenszusammenhang, eine Gemeinschaft hineinnimmt, aus der sie versto\u00dfen waren. Dort sollt ihr sein, zeigt er, als die Menschen, die S\u00fcnder, die ihr seid. &#8222;Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern S\u00fcnder&#8220;, sagt Jesus auch. Die Gerechten sind die, die sich selbst genug sind und die sich nicht bewu\u00dft sind, jemandem etwas schuldig zu sein. Ein S\u00fcnder wei\u00df, da\u00df er in vieler Hinsicht den Sinn verfehlt hat, aber da\u00df es entscheidend ist, da\u00df es einen Sinn gibt, einen Zusammenhang, der noch immer etwas von ihm will.<\/p>\n<p>So ruft Jesus S\u00fcnder zur\u00fcck ins Leben, in die Freuden und Schwierigkeiten, die Aufgaben und Pflichten, die uns dort erwarten. So konkret ist das.<\/p>\n<p>S\u00fcnde kann uns trennen vom Sinn des Lebens, des Lebens, das uns Gott gegeben hat. Aber in der Vergebung schl\u00e4gt Gott eine Br\u00fccke \u00fcber diese Kluft der Trennung, damit wir wieder in das Land des Lebens gehen k\u00f6nnen. Vergebung ist also nicht nur eine luftige Gl\u00fcckseligkeit. Das bedeutet: Es gibt Wichtigeres als deine S\u00fcnde. Es gibt etwas, was du sollst. Eine Liebe, die dich fordert, ein Leben, an dem du teilhaben sollst.<\/p>\n<p>So ruft Gott uns Tag f\u00fcr Tag. Wir vergeuden zwar gute M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Leben, wir sind so mit uns selbst besch\u00e4ftigt und dem, was uns geh\u00f6rt, da\u00df wir uns von dem Zusammenhang isolieren, in den wir geh\u00f6ren. Aber jeden Tag, an dem wir aufstehen, hat Gott die Br\u00fccke zum Leben geschlagen, damit wir wieder ins Festland des Lebens gehen und einander begegnen k\u00f6nnen, uns auf all das werfen k\u00f6nnen, was da nun einmal zu tun ist. Aber das erfordert nat\u00fcrlich, da\u00df wir den Weg auch be\u00adschreiten, die Vergebung Gottes annehmen und damit das Leben auf uns nehmen, das wir so gut, wie wir es k\u00f6nnen, leben sollen.<\/p>\n<p>Wir werden also zum Leben berufen. Ich denke daran, da\u00df der Ausdruck Berufung ja ein alter b\u00fcrgerlicher Ausdruck ist, den wir kaum noch verwenden. Heute haben wir eine Arbeit, weil wir sie m\u00f6gen oder weil wir gerne Geld verdienen m\u00f6chten. Aber wir sehen sie nicht als Berufung. Fr\u00fcher war eine Berufung nicht nur mit der Arbeit des Pfarrers, Lehrers, der Krankenschwester verbunden, es war \u00fcberhaupt eine Berufung in den Dingen, mit denen wir zu tun hatten. Ein Wissen darum da\u00df hier etwas da war, dessen ich mich annehmen mu\u00dfte. Und es war nicht so, da\u00df das eine Werk mehr z\u00e4hlte als das andere, es ging nicht darum, gro\u00dfe und augenf\u00e4llige Projekte in Angriff zu nehmen. Sondern es ging darum, ernst und mit der eigenen Person das zu tun, was gerade erforderlich war.<\/p>\n<p>So ruft Gott uns ins Leben, als die unvollkommenen S\u00fcnder, die wir sind. Wir sind keine ganzen Menschen, wenn wir uns selbst blo\u00df als Verbraucher sehen, die an den Gen\u00fcssen und G\u00fctern des Daseins teilhaben sollen. Aber Gott ruft uns zu einem Leben in Liebe, Pflicht, Verantwortung, Schuld &#8211; und darin liegt seine Vergebung: Da\u00df wir das stets und trotz unserer selbst d\u00fcrfen. Amen.<\/p>\n<p align=\"left\"><strong>Pfarrer Erik H\u00f8egh-Andersen<br \/>\n<\/strong><strong>Prins Valdemarsvej 40<br \/>\n<\/strong><strong>DK-2820 Gentofte<br \/>\n<\/strong><strong>Tel. ++ 45 &#8211; 39 65 43 87<br \/>\n<\/strong><strong>e-mail:<a href=\"mailto:erha@km.dk\"> erha@km.dk <\/a><\/strong><\/p>\n<p align=\"left\">\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Will man ganz kurz sagen, was das christliche Evangelium ist, dann m\u00fc\u00dfte man wohl etwa so sagen: Das Evangelium ist die Verk\u00fcndigung der Liebe Gottes f\u00fcr S\u00fcnder. Oder direkt an den einzelnen: Du bist schuldig und dir ist vergeben. Deine S\u00fcnden sind dir vergeben, und so wirst du wieder zum Leben erweckt. 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