{"id":10124,"date":"2021-02-07T19:49:32","date_gmt":"2021-02-07T19:49:32","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10124"},"modified":"2022-10-22T15:17:47","modified_gmt":"2022-10-22T13:17:47","slug":"1-thessalonicher-4-1-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-thessalonicher-4-1-8\/","title":{"rendered":"1. Thessalonicher 4, 1-8"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<p><strong>Von Liebe, Lust und Leidenschaft<br \/>\noder: Heiligung und gef\u00e4hrdete Freiheit<\/strong><\/p>\n<p>Predigttext: 1. Thessalonicher 4, 1-8<\/p>\n<p><em>Weiter, liebe Br\u00fcder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus \u2013 da ihr von uns empfangen habt, wie ihr leben sollt, um Gott zu gefallen, was ihr ja auch tut &#8211; , dass ihr darin immer vollkommener werdet. Denn ihr wisst, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus. <\/em><\/p>\n<p><em>Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung., dass ihr meidet die Unzucht und jeder von euch seine eigene Frau zu gewinnen suche in Heiligkeit und Ehrerbietung, nicht in gieriger Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen. Niemand gehe zu weit und \u00fcbervorteile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist ein Richter \u00fcber alles, wie wir euch schon fr\u00fcher gesagt und bezeugt haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit, sondern zur Heiligung. Wer das nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen Heiligen Geist in euch gibt. <\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Man muss kein ausgesprochener Pessimist sein, um nach diesem Text eine freudlose Predigt zu erwarten \u2013 und gegebenenfalls ein freudloses Leben. Jedenfalls genie\u00dfen christliche Vorstellungen von Sexualit\u00e4t und Moral unter den Zeitgenossen einen hinreichend schlechten Ruf. Sie seien leib- und lustfeindlich und h\u00e4tten auf ihre Weise \u00fcber die Jahrhunderte hinweg mannigfachen Verklemmt- und Verschrobenheiten Vorschub geleistet, hei\u00dft es. Und wer wollte das leugnen?<\/p>\n<p>Soweit ist alles erwartungsgem\u00e4\u00df. Schmallippig und missvergn\u00fcgt kommen die Schl\u00fcsselbegriffe wie \u201eUnzucht\u201c, \u201egierige Lust\u201c und \u201eUnreinheit\u201c daher. Als Kontrastmittel ist vor dem inneren Auge schnell das Bild einer sp\u00e4tantiken Hafenstadt entworfen. Sex als Dienstleistung und Tauschware im Hafenviertel geh\u00f6rt dort ebenso zum Alltag wie Lust und Ekstase zu immerhin einigen der religi\u00f6sen oder pseudoreligi\u00f6sen Kulte der Stadt. Irgendwie so mag es gewesen sein. Unseren schmutzigen Phantasien sind da keine Grenzen gesetzt \u2013 um uns freilich sogleich schaudernd von ihnen abzuwenden.<\/p>\n<p>Sex, Gewalt und Gier sind einfache und starke Reize, unbeherrschbar in gleich mehrfacher Hinsicht, zugleich aber hochwirksame Mittel im Kampf um Aufmerksamkeit, Auflagen und Einschaltquoten. So wirksam sind sie, dass nicht viel gefehlt h\u00e4tte, und ich h\u00e4tte sie ihnen der L\u00e4nge und der Breite nach noch weiter entfaltet, um dabei um ein Haar den Begriff zu unterschlagen, der in der Mitte unseres Textabschnitts steht: die Heiligung.<\/p>\n<p>Nun wird die Heiligung im Kontrast zu jenen schw\u00fcl-verruchten Bereichen, sozusagen den Rotlichtbezirken des Lebens entfaltet. Ganz werden wir also nicht umhin kommen, uns mit jenen Horizonten zu befassen. Auch die an Pr\u00fcderie nicht arme Wirkungsgeschichte solcher Verse wird ihr Recht verlangen. Aber eines wollen wir doch schon jetzt zu Protokoll nehmen, dass n\u00e4mlich die Heiligung nicht mit der Ablehnung von Sexualit\u00e4t gleichgesetzt wird. Aufgrund der magnetischen Eigenschaften von Sex and Crime k\u00f6nnte man nur allzu leicht an diesen Begriffen h\u00e4ngen bleiben. Den Grundgegensatz entfaltet unser Text aber zwischen der Heiligung, zu der Mensch durch Gott bestimmt ist, und jeder Form von Gier \u2013 sexueller wie materieller. Besessenheit k\u00f6nnte man sie auch nennen, die Lebensgeschichten besch\u00e4digt und die eigene Seele verkommen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><strong><em>Liebe, Lust und Z\u00e4rtlichkeit <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Eine aufgeschlossene Haltung gegen\u00fcber Liebe, Lust und Z\u00e4rtlichkeit ist f\u00fcr den modernen Zeitgenossen unerl\u00e4sslich. Es nimmt daher kaum Wunder, dass es unterdessen ein eifriges Bem\u00fchen um Zeichen solcher Aufgeschlossenheit innerhalb der christlichen Religion gibt. Zu diesem Zwecke kann man sich mit Nachdruck gegen den anti-erotischen Impetus der fr\u00fchchristlichen Briefliteratur stemmen. Man kann das offenherzige Hohelied bem\u00fchen oder die Begegnungen Jesu mit den Frauen auf die Momente von Intimit\u00e4t und Z\u00e4rtlichkeit hin betrachten. Oder man mobilisiert die religi\u00f6sen Dimensionen des Eros und die erotischen Dimensionen der Religion \u00fcberhaupt und bringt sie gegen den verklemmten Paulus und seine zur Neurose neigende Wirkungsgeschichte in Stellung.<\/p>\n<p>Solche Rede \u00fcber die Erotik ist nun selbst nicht immer frei von Peinlichkeit \u2013 was m\u00f6glicherweise in der Gattung der Rede \u00fcber die Erotik selber liegt. Man erinnere sich nur an die Aufkl\u00e4rungsfilme eines Oswald Kolle am Ende der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Heute laufen sie, wenn \u00fcberhaupt, nur noch in Studentenkinos, und zwar zur allgemeinen Belustigung.<\/p>\n<p>Die Rede von der Erotik wandelt eben auf schmalem Grad zwischen Verklemmtheit und Pornographie, immer mit einem Bein in der Peinlichkeit. Deshalb erweist sich der Drahtseilakt, der geschmackvollen Rede dar\u00fcber, so oft als wahrhaft vergebliche Liebesm\u00fch. Mag das Neue Testament auf seine Weise als eine Liebesschule gelten. Eine Art Kamasutra wird es auch durch solche neuen Leseversuche nicht.<\/p>\n<p>Das zeitgen\u00f6ssische Bem\u00fchen, Liebe, Lust und Leidenschaft auch in der Religion zu ihren Rechten zu verhelfen, f\u00f6rdern gewiss viel Sch\u00f6nes und Richtiges zutage. Zugleich sind sie aber auch Teil einer eigent\u00fcmlichen Bewegung. Sozusagen im Gegenschlag gegen die nahezu sprichw\u00f6rtliche Leib- und Lustfeindlichkeit der christlichen Tradition ist das Pendel l\u00e4ngst schon weit zur anderen Seite ausgeschlagen.<\/p>\n<p>Wir werden nicht zu viel behaupten, wenn wir eine Erotisierung und Sexualisierung der allgemeinen Gl\u00fccksvorstellung beschreiben. Nicht nur Duschgels, Haar- und Rasierwasser, bei denen man leicht oder gar nicht bekleideten Werbetr\u00e4ger noch plausibel finden mag, auch Mineralwasser, Automobile, Uhren, Zigaretten, Erfrischungsgetr\u00e4nke, Speiseeis und Schokoriegel k\u00f6nnen sich am Markt offenbar nur behaupten, wenn mit ihrem Erwerb zugleich sexuelle Erf\u00fcllung verhei\u00dfen wird.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend also auf der einen Seite noch die Pr\u00fcderie christlicher Moralvorstellungen wahlweise beklagt oder bel\u00e4chelt wird, k\u00f6nnte sich l\u00e4ngst eine neue gesellschaftliche Neurose verbreitet haben: die Fixierung der allgemeinen Gl\u00fccksvorstellung auf sexuelle Erf\u00fcllung.<\/p>\n<p><strong><em>Das Freiheitsproblem <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Um mich nicht vollends als Prediger einer neuen Pr\u00fcderie in Verruf zu bringen, wollen wir die Sache hier nicht weiter ausmalen. Es geht aber darum, den bedenkenswerten Kern der paulinischen \u00dcberlegungen einmal jenseits dieses Pr\u00fcderie-Verdachts zu beschreiben. Vielleicht kommen wir der Sache n\u00e4her, wenn wir St. Paulus mit einem moderneren Zeitgenossen ins Gespr\u00e4ch bringen: mit Sigmund Freud.<\/p>\n<p>Beide, so weit sie zeitlich und sachlich auch sonst auseinander liegen m\u00f6gen, haben sich auf je ihre Weise mit dem R\u00e4tsel besch\u00e4ftigt, das wir Menschen uns vielfach selber sind. Paulus hatte dieses R\u00e4tsel im R\u00f6merbrief beschrieben: <em>Das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das B\u00f6se, das ich nicht will, das tue ich (R\u00f6m 7, 19)<\/em>. Sigmund Freud verfolgt die R\u00e4tselstruktur des Menschen mit den Mitteln der Psychoanalyse. Es g\u00e4be eben, stellt er dar, nicht nur die uns bewussten und bewusst steuerbaren Elemente unseres Selbst, sondern auch die unterbewussten, die verborgenen Strebungen und Leidenschaften, die \u00fcblicherweise durch erlernte und anerzogene Regelmechanismen im Zaume gehalten werden.<\/p>\n<p>Zwischen diesen drei Ebenen des freud\u2019schen Menschenmodells gibt es nun vielfache Wechselwirkungen und eine empfindliche Balance. Es gibt das bewusste Ich, das \u00dcber-Ich, den Ort der halbbewussten Regelmechanismen, und das Unterbewusstsein, den Ort, an den die Triebe und Leidenschaften verwiesen sind, die \u00fcblicherweise durch die kulturell vermittelten Moralvorstellungen des \u00dcber-Ich so famos kontrolliert werden, dass sie gar nie \u2013 oder nur in kulturell ertr\u00e4glicher Form \u2013 zutage treten.<\/p>\n<p>Freud hat seine Aufkl\u00e4rung \u00fcber das menschliche Selbst als dritte gro\u00dfe Kr\u00e4nkung des menschlichen Selbstbewusstseins beschrieben. Von Kopernikus, Kepler und Galileo sei der Mensch aus der Mitte des Universums vertrieben worden, weil sein Planet sich fortan um die Sonne drehen sollte. Darwin habe dem Menschen seine Mittelpunktstellung in der Sch\u00f6pfung streitig gemacht, indem er ihn in die Entwicklung der Arten einsortierte und ihm damit eine peinliche Ahnenreihe von behaarten Verwandten mit furchtbar fliehender Stirn verpasste. Er selbst, Freud, habe gezeigt, dass wir nicht einmal Herr im eigenen Hause seien, sondern teils aus unterbewussten Antrieben leben, teils von zun\u00e4chst fremden Regelmechanismen, die im \u00dcber-Ich auch nur scheinbar unsere eigenen werden.<\/p>\n<p>In Bezug auf die Erotik lernen wir von Freud gleich mehrerlei. N\u00e4mlich dass sie, wo sie verdr\u00e4ngt, verleugnet und gleichsam abgeklemmt wird, durch die kuriosesten Ventile zu entweichen sucht. Vor allem aber erfahren wir, dass die Sexualit\u00e4t stets der kulturellen Eingliederung also auch der Kontrolle in meinem Selbst bedarf. Wo die Triebsteuerung versagt, brechen Leidenschaften auf die zerst\u00f6rerischste Weise durch.<\/p>\n<p>Im Modell, das Paulus vom Menschen entwirft, gibt es die nat\u00fcrlichen Anteile, die sich \u2013 einmal entfesselt \u2013 in Gier, Unzucht und wilder Lust entladen k\u00f6nnen, und die geistliche Existenz, die der Mensch als Gottesgeschenk empf\u00e4ngt. Freud kann dazu kritisch anmerken, dass nat\u00fcrliche Antriebe des Menschen wie etwa die Sexualit\u00e4t dadurch moralisch abgewertet und in Gegensatz zur g\u00f6ttlichen Idee vom guten Menschen gesetzt werden. Wo das zu einer Verdr\u00e4ngung f\u00fchrt, sind schlimme Folgen f\u00fcr die seelische Gesundheit zu erwarten.<\/p>\n<p>Andererseits redet Freud nicht einer vollkommenen Befreiung der Triebe aus ihrem K\u00e4fig das Wort. Denn die Triebe, die wir mit unseren peinlichen Verwandten aus dem Tierreich teilen, bedeuten selbst keineswegs Freiheit. Als Leidenschaften suchen sie sogar gewisserma\u00dfen die Herrschaft \u00fcber uns und unsere Lebensvollz\u00fcge zu erlangen.<\/p>\n<p>Nur weil etwas nat\u00fcrlich ist, ist es noch nicht gut. Diese \u00dcberzeugung d\u00fcrften Sigmund Freud und Paulus miteinander teilen. Nach Freud ist es die Aufgabe der Balance zwischen Triebstruktur und Triebsteuerung, die im bewussten Selbst gelingen kann. Bei Paulus finden wir den Begriff der Heiligung. Er erinnert seine Adressaten und spricht ihnen von neuem zu, dass sie geistliche Wesen sind. Was nun nicht bedeutet, dass sie wider ihre Natur leben m\u00fcssten. Aber zum Leben als geistliche Kinder des Lichts geh\u00f6rt eben auch, um die Selbstgef\u00e4hrdungen durch die eigene Natur zu wissen. Nicht, weil Gott euch einst bestrafen wird, sollt ihr euch derjenigen Leidenschaften enthalten, die andere sch\u00e4digen und eure Seele verkommen lassen, sondern weil ihr vor euch selbst dann schlecht dastehen werden.<\/p>\n<p><strong><em>Schluss <\/em><\/strong><\/p>\n<p>So w\u00fcrde ich den Kern der paulinischen Gedanken noch einmal jenseits des Pr\u00fcderie- und Verklemmtheitsverdachts formulieren: Ihr habt nicht einfach eine nat\u00fcrliche Natur, die euch essen l\u00e4sst, wenn ihr hungrig seid, schlafen, wenn ihr m\u00fcde seid, und die durch eure Triebe daf\u00fcr sorgt, dass eure Art nicht ausstirbt. Ihr habt zugleich eine geistliche Natur, die euch sp\u00fcren l\u00e4sst, was gerecht ist und was ungerecht, und die euch im tiefsten Innern nicht erlaubt, einfach zu nehmen, was ihr im Moment begehrt.<\/p>\n<p>Eure geistigen und geistlichen F\u00e4higkeiten haben eine Umwelt geschaffen, in der eure beiden Naturen, die nat\u00fcrliche und die geistliche, nicht einfach und fortdauernd im Frieden leben k\u00f6nnen \u2013 weil n\u00e4mlich das rechte Ma\u00df f\u00fcr die Dinge euch nicht schon aus der Natur entgegen kommt. Ihr m\u00fcsst es selbst erst finden m\u00fcsst.<\/p>\n<p>Das ist die Aufgabe der Freiheit. Ihre Sache kann schnell verloren sein, wo ihr euch an Gier und Lust und Leidenschaft verliert. Sex wird zur Dienstleistung und zur Tauschware in Hafen- und Rotlichtvierteln. Rausch und Ekstase befriedigen die Sehnsucht nach gelungenen Augenblicken noch eh man sich\u2019s versieht. Und je \u00f6fter sie diese Sehnsucht befriedigen, desto mehr befriedigen sie sie nicht.<\/p>\n<p>Paulus ist gewiss zu Recht daf\u00fcr gescholten worden, dass er aus lauter Furcht vor dem Ausbruch der Leidenschaften eher Verklemmt- und Verschrobenheiten Vorschub geleistet hat. Unter den Bedingungen der vollkommenen Erotisierung der allgemeinen Gl\u00fccksvorstellung kann aber eine Besinnung auf die geistig-geistliche Welt n\u00fctzlich sein, in der er allererst das Wesen des Menschlichen findet.<\/p>\n<p>Wozu sollen uns diese Betrachtungen f\u00fchren? Gewiss nicht zu schmallippig-missvergn\u00fcgter Enthaltsamkeit. Aber vielleicht, und wenn es ganz gut geht, zu einer inneren Freiheit, die Liebe, Lust und Z\u00e4rtlichkeit genie\u00dfen l\u00e4sst, wo sie uns menschenfreundlich und heilsam begegnen, die uns aber zugleich damit rechnen l\u00e4sst, dass es ein gelungenes Leben jenseits sexueller und materieller Kraftprotzerei gibt, dass es Momente des Gl\u00fccks auch im Verzicht auf einen m\u00f6glichen Genuss gibt, dass es Menschen gibt, deren Liebe wir manchen Verzicht auch schuldig sind, dass auch die, die ohne Partnerin und Partner sind und es vielleicht auch bleiben m\u00fcssen, Momente der Erf\u00fcllung kennen sollen und dass jedes Menschenkind ein geistliches Wesen von unendlichem Wert ist.<\/p>\n<p>Wie soll ich mir ein solcherma\u00dfen gelungenes Leben vorstellen? Das l\u00e4sst sich freilich nicht allgemein und schon gar nicht abschlie\u00dfend sagen. Aber es m\u00fcsste doch ein Leben sein, das ich in Freiheit leben und in W\u00fcrde zu Ende bringen kann. Eins, bei dem ich nicht das Gef\u00fchl habe, Entscheidendes verpasst zu haben, und das ich, wenn ich es zu Ende gelebt haben werde, einigerma\u00dfen guten Gewissens wieder abgeben kann.<\/p>\n<p>Vielleicht ist es gut, die Zeilen des Paulus noch einmal zu h\u00f6ren, jenseits des Verdachts, es sollte dort alles verboten werden, was Genuss verspricht und Spa\u00df macht, aber in der Hoffnung, dass der Kern der Heiligung die aus Gott kommende Freiheit der Menschenkinder ist:<\/p>\n<p><em>Weiter, liebe Br\u00fcder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus \u2013 da ihr von uns empfangen habt, wie ihr leben sollt, um Gott zu gefallen, was ihr ja auch tut &#8211; , dass ihr darin immer vollkommener werdet. Denn ihr wisst, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus. <\/em><\/p>\n<p><em>Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung., dass ihr meidet die Unzucht und jeder von euch seine eigene Frau zu gewinnen suche in Heiligkeit und Ehrerbietung, nicht in gieriger Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen. Niemand gehe zu weit und \u00fcbervorteile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist ein Richter \u00fcber alles, wie wir euch schon fr\u00fcher gesagt und bezeugt haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit, sondern zur Heiligung. Wer das nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen Heiligen Geist in euch gibt. <\/em><\/p>\n<p>Gar so freudlos wie zun\u00e4chst bef\u00fcrchtet muss das Leben nicht sein, das aus diesem Geist entsteht.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p><strong>Ulrich Braun,<br \/>\nPastor in G\u00f6ttingen-Nikolausberg<br \/>\nEmail: <a href=\"mailto:ulrich.braun@nikolausberg.de\">ulrich.braun@nikolausberg.de<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Liebe, Lust und Leidenschaft oder: Heiligung und gef\u00e4hrdete Freiheit Predigttext: 1. Thessalonicher 4, 1-8 Weiter, liebe Br\u00fcder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus \u2013 da ihr von uns empfangen habt, wie ihr leben sollt, um Gott zu gefallen, was ihr ja auch tut &#8211; , dass ihr darin immer vollkommener werdet. 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