{"id":10142,"date":"2021-02-07T19:49:29","date_gmt":"2021-02-07T19:49:29","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10142"},"modified":"2022-10-27T13:06:23","modified_gmt":"2022-10-27T11:06:23","slug":"roemer-8-18-25-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/roemer-8-18-25-2\/","title":{"rendered":"R\u00f6mer 8, 18-25"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>worauf warten wir? Die Frage ist doppeldeutig und richtet sich zun\u00e4chst auf das, <em>worauf<\/em> wir warten, was uns in Anspruch nimmt, worauf wir uns einstellen. &#8211; Worauf warten wir? Das ist aber auch das ungeduldige Signal zum Aufbruch: Was h\u00e4lt uns auf? Wann geht es endlich los?<\/p>\n<p>Das Ende Kirchenjahres mit seiner Erinnerung an Verg\u00e4nglichkeit, Tod und Gericht l\u00e4sst uns beides fragen: Worauf warten wir? Und: Was ist unsere zeitliche Perspektive? Anders gesagt: Wie geht es weiter jenseits der Melancholie von Werden und Vergehen? Was ist unsere Zukunft? Ist sie eine Fortschreibung dessen, was heute ist und gestern war? Oder ist unsere Zukunft gerade die Korrektur derartiger Fortschreibungen dadurch, dass wir unser Leben begreifen in der Gegenwart Gottes und es seiner F\u00fchrung anvertrauen? Dass wir mit neuem Atem, mit neuer Perspektive und mit neuer Leidenschaft uns wiederfinden in der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes? Fortschreibung der Gegenwart f\u00fchrt nicht aus der Verg\u00e4nglichkeit heraus. Die Zukunft erschlie\u00dft sich dem, der Gottes Verhei\u00dfung traut.<\/p>\n<p>Paulus beschreibt solche Verhei\u00dfung: Dass die Herrlichkeit an uns offenbar werden soll. Er sagt nicht, was das ist: Herrlichkeit. Aber soviel ist doch klar: Sie hat etwas zu tun mit der Auferstehung des Gekreuzigten und wir sollen mit hineingenommen werden in diese Auferstehungsherrlichkeit.<\/p>\n<p>Damit niemand ins Tr\u00e4umen kommt: Es ist ein harter Weg dahin und manchem vergeht die Lust an solcher Herrlichkeit. Darum stellt Paulus an den Anfang eine k\u00fchne These: dass die Leiden dieser Zeit nicht ins Gewicht fallen gegen\u00fcber der k\u00fcnftigen Herrlichkeit! Aber: Kann es das denn \u00fcberhaupt geben, eine Herrlichkeit, angesichts derer unser Leid bedeutungslos ist? Nimmt, wer so redet, menschliches Leid eigentlich ernst und relativiert es nicht vielmehr zur Belanglosigkeit?<\/p>\n<p>Dass also all die Lebenslast, an der wir oft so schwer zu tragen haben, nicht der Rede wert ist angesichts einer Herrlichkeit, auf die wir warten.<\/p>\n<p>Wenn eine Ehe kaputtgeht und die junge Frau nun zusehen muss, wie sie klar kommt mit ihrem Leben und mit der Erziehung der Kinder; oder wenn die Pers\u00f6nlichkeit eines Menschen, mit dem ich Jahrzehnte meines Lebens geteilt habe, ganz allm\u00e4hlich verf\u00e4llt, das Ged\u00e4chtnis aussetzt, die Orientierung verloren geht; und die eigene Hilflosigkeit dem allen gegen\u00fcber \u2013 das wiegt doch schwer, das hat doch sein Gewicht jetzt und in diesem Augenblick. Und es l\u00e4sst uns vielleicht sogar gerade, weil es so zerst\u00f6rerisch ist, auf Erl\u00f6sung warten, auf eine bessere Zeit, wenn das alles nicht mehr sein wird: Tr\u00e4nen und Leid und Schmerz. (Offbg 21, 3 f.) Ja, wir tragen in uns diese Hoffnung, dieses Warten auf Erl\u00f6sung, auf eine Herrlichkeit eben, die keine Last mehr kennt. Aber wenn man mitten drinsteckt in den tausend Ausweglosigkeiten \u2013 hat man dann \u00fcberhaupt ein Auge daf\u00fcr und liegt anderes da nicht viel n\u00e4her?<\/p>\n<p>Wer wollte es wagen, den, der seinen Arbeitsplatz verloren hat, damit zu tr\u00f6sten, dass das gar nicht so schwer wiegt angesichts einer Zukunftsverhei\u00dfung, die allerdings jenseits unserer Zeit liegt? Menschen, die einen Angeh\u00f6rigen verloren haben bei einem Verkehrs- oder Arbeitsunfall, bei einem Ungl\u00fcck wie damals bei Eschede, als der Zug mehr als 100 Menschen in den Tod riss, oder beim Untergang der Estonia, als 800 Menschen in der Ostsee ertranken, oder in den gro\u00dfen Kriegen des 20. Jahrhunderts, in den Konzentrationslagern, in Hungersn\u00f6ten und Flutkatastrophen \u2013 soll man denen, die um verlorene Menschen trauern, sagen: Macht nichts, freu du dich der zuk\u00fcnftigen Herrlichkeit?<\/p>\n<p>Paulus hat diese Art Leiden nicht gemeint. Er meinte das, was er erlitt im Dienst des Evangeliums, als Missionar, weil er Christus predigte. Es war sein Bekenntnis zu dem Gekreuzigten, das ihm Anteil gab am Leiden Christi. Und er wusste: Genauso w\u00fcrde er teilhaben an der Auferstehungsherrlichkeit.<\/p>\n<p>Aber was Paulus sagt, gilt weit \u00fcber seine besondere Leidenserfahrung hinaus: Dass wir \u00fcberhaupt auf menschliches Leid eingehen und dass wir Menschen in ihrem Leid tr\u00f6sten k\u00f6nnen, h\u00e4ngt zusammen mit unserer Gewissheit oder jedenfalls der Ahnung, dass diese Zeit und ihr Verh\u00e4ngnis begrenzt sind und dass sie abgel\u00f6st werden durch eine neue Wirklichkeit, die in unserer Hoffnung gegenw\u00e4rtig ist. Paulus nennt das die Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Alles, was ist und was war, wird in den Schatten stellt, in seiner Vorl\u00e4ufigkeit entlarvt, ein Traum wom\u00f6glich zuerst nur, eine Vision, unbestimmt noch und ohne klare Konturen und Farben, aber trotz allem: Verhei\u00dfung, Gottes Verhei\u00dfung, und sie ist verbunden mit dem Namen Jesu Christi, ortsfest gemacht in dieser Welt durch sein Kreuz, verborgene Herrlichkeit, gewiss, aber darum nicht unwirklich, sondern dem Glauben bereits offenbar und darum gegenw\u00e4rtig. Dass wir tr\u00f6sten k\u00f6nnen, dass wir Hoffnung wecken k\u00f6nnen, h\u00e4ngt zusammen damit, dass wir fest darauf vertrauen, dass es au\u00dfer dieser Erfahrung von Leid und Schmerz und Tod eine andere Wirklichkeit gibt, die uns aufnimmt, in der wir geborgen und aufgehoben sind. Wo wir erkennen, was vorl\u00e4ufig ist und was Bestand hat, und wir warten auf das Best\u00e4ndige.<\/p>\n<p>Wissen, worauf wir warten, das gibt unserem Leben Richtung und Ziel; und es gibt ihm die Kraft, aufzubrechen aus M\u00fcdigkeit und Depression und dem Ruf zu folgen, der in dem Geschehen von Kreuz und Auferstehung Jesu an uns ergangen ist. Heraus aus der Beschr\u00e4nkung durch Trauer und Schmerz und den Horizont entdecken, wenn der anbrechende Tag den Himmel freigibt. Loskommen von der Fixierung auf alles M\u00f6gliche und das Eine suchen, das unser Herz weit macht: Gottes Liebe, die st\u00e4rker ist als der Tod. Das, worauf wir warten, ist mehr als das, worunter wir leiden.<\/p>\n<p>Darauf kommt es also an: Hoffnung, die aus dem Glauben lebt, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, und im Glauben teilzuhaben an der Kraft, die daraus erw\u00e4chst. Christen partizipieren im Glauben an der Dynamik der neuen Sch\u00f6pfung Gottes in Jesus Christus. Nicht der Tod, sondern das Leben ist das Ziel der Wege Gottes, nicht Verfall, sondern ein neuer Leib, nicht Verg\u00e4nglichkeit, sondern Herrlichkeit, nicht Unterwerfung unter die Eigengesetzlichkeit dieser Welt und ihre Zw\u00e4nge, sondern die herrliche Freiheit der Kinder Gottes. Glaube ist wie der Flug des Adlers: er steigt hoch auf und zieht seine Kreise zwischen Himmel und Erde und sein Blick auf die Erde ist der Blick vom Himmel herab. Der Glaube ver\u00e4ndert die Blickrichtung, die Perspektive: Er sieht das Leben unter Gottes Verhei\u00dfung. Also nicht auf gut Gl\u00fcck, sondern mit Gottes Ja: Ich will dich in Ewigkeit. Und darum, nur darum gilt der Satz: Dieser Zeit Leiden sind nichts angesichts der Herrlichkeit, der wir entgegen gehen und die wir im Glauben bereits ber\u00fchrt haben. Was f\u00fcr eine Aussicht f\u00fcr die M\u00fchseligen und Beladenen (Mt 11, 28): Die mit Tr\u00e4nen s\u00e4en, werden mit Freuden ernten. (Ps 126, 5)<\/p>\n<p>In diese Bewegung hin zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes nimmt Paulus nun die ganze Sch\u00f6pfung mit hinein. Ungew\u00f6hnlich: Kann denn die Kreatur hoffen und glauben und kann sie begreifen, worauf sie hofft? Aber darauf kommt es wohl gar nicht an. Sie ist, um es in der biblischen Tradition zu sagen, mit uns Menschen und um unseretwillen mit hineingezogen in die Vertreibung aus dem Paradies und hat mitzutragen an den Folgen menschlichen Ungehorsams gegen Gott. Nicht nur, dass wir die Sch\u00f6pfung, die uns von Gott anvertraut wurde, \u00fcber ihre Kraft ausbeuten und ihr Gesicht entstellen. Sondern sie ist auch unruhig in sich selbst, zerst\u00f6rerisch, vernichtend: Die St\u00fcrme, die in diesem Jahr in ungeahnter Heftigkeit ganze Regionen verw\u00fcstet und viele Menschen das Leben gekostet haben, Erdbeben, die ihnen folgten. Die Sch\u00f6pfung \u00e4chzt und st\u00f6hnt; sie seufzt und \u00e4ngstet sich, wie Paulus sagt.<\/p>\n<p>Und sie ist eingeschlossen in das Warten auf Erl\u00f6sung. Weil sie mit unterworfen ist der Verg\u00e4nglichkeit, ist sie auch mit eingeschlossen in das Warten auf Erl\u00f6sung und sie wartet auf die herrliche Freiheit der Kinder Gottes.<\/p>\n<p>Auch das ein k\u00fchner Satz, eine Behauptung und ziemlich fremd, wo es doch eigentlich immer nur um das Verh\u00e4ltnis des <em>Menschen<\/em> zu Gott geht. Paulus sagt: Nehmt die Sch\u00f6pfung mit, sie geh\u00f6rt zu euch. Wir sagen heute noch gezielter: Ihr seid selbst ein St\u00fcck der Sch\u00f6pfung Gottes und k\u00f6nnt ohne sie nicht vor Gott treten. Weil der Umgang des Menschen mit der \u00fcbrigen Sch\u00f6pfung erst dann geheilt werden kann, wenn das Verh\u00e4ltnis des Menschen zu Gott geheilt ist, darum wartet die ganze Sch\u00f6pfung mit ausgestrecktem Herzen auf die Befreiung der Kinder Gottes von der Knechtschaft der Verg\u00e4nglichkeit.<\/p>\n<p>Jesaja, der Prophet, beschreibt in einer Vision, in einem Bild, solchen umfassenden Frieden: <em>Ein kleiner Knabe wird K\u00e4lber und junge L\u00f6wen und Mastvieh miteinander treiben. K\u00fche und B\u00e4ren werden zusammen weiden, dass ihre Jungen beieinander liegen, und L\u00f6wen werden Stroh fressen wie Rinder. Und ein S\u00e4ugling wird spielen am Loch der Otter, und ein entw\u00f6hntes Kind wird seine Hand stecken in die H\u00f6hle der Natter.<\/em> (Jes 11, 6 ff.)<\/p>\n<p>Gut, dass es solche Bilder gibt in unseren Herzen und dass sie immer wieder entstehen in unseren K\u00f6pfen. Weil sie deutlich machen: Nicht Selbstzerst\u00f6rung ist das angesagte Ende dieser Welt, der katastrophale Untergang mit Pauken und Trompeten sozusagen. Sondern ihre Vollendung in einem Friedensreich, R\u00fcckkehr ins Paradies, wenn man so will, Leben in der Einheit mit Gott durch Christus. <em>Das Land wird voll Erkenntnis des Herrn sein, wie Wasser das Meer bedeckt,<\/em> sagt Jesaja, und Paulus spricht davon, dass <em>die ganze Sch\u00f6pfung frei werden wird von der Knechtschaft der Verg\u00e4nglichkeit und sie wird mit uns die herrliche Freiheit der Kinder Gottes feiern.<\/em><\/p>\n<p>Paulus war in seinen Vorstellungen und Erwartungen ganz davon bestimmt, dass die Wiederkunft Christi und damit die Offenbarung der Herrlichkeit Gottes vor aller Welt unmittelbar bevorstand; wahrscheinlich hat er zu seinen Lebzeiten damit gerechnet. Das hat ihn in seiner Mission genau so gepr\u00e4gt wie in seiner Ethik und in seinen Vorstellungen von der Zukunft der Welt. Auch dass er das Seufzen und St\u00f6hnen der Kreatur vernimmt, geh\u00f6rt dazu: Die Gestalt der Erde soll erneuert werden, (Ps 104, 30) und sie liegt jetzt da wie in Geburtswehen.<\/p>\n<p>Auch Paulus selbst ist ergriffen von diesem Prozess der endzeitlichen Verwandlung. Die Leiden, von denen er spricht, sind Leiden um Christi willen in Erwartung seiner Erscheinung am Ende der Zeit. Das bestimmt seine Leidenschaft, sein Feuer: Der Herr kommt! Und alle M\u00fchsal des Wartens auf ihn wird nebens\u00e4chlich, weil das Ende absehbar geworden ist.<\/p>\n<p>Und nun h\u00f6ren wir diesen Text ganz ohne Naherwartung; die Zeit steht nicht still, sondern sie scheint sich auszudehnen ins Unendliche, die Sch\u00f6pfung \u00e4chzt und st\u00f6hnt wie eh und je und sie bleibt uns unterworfen, ausgebeutet und maltr\u00e4tiert, hier und da ein Reservat f\u00fcr bedrohte Arten, aber das best\u00e4tigt nur die beklagenswerte Situation.<\/p>\n<p>Wo sollen wir hin mit unserer Hoffnung, mit unseren Erwartungen, mit unseren Visionen? Ein Nahziel, wie Paulus es vor Augen hatte, kennen wir ja nicht. Wohin sollen wir uns ausstrecken, unser Warten ausdehnen?<\/p>\n<p>H\u00f6ren wir noch einmal auf Paulus selbst: Er erz\u00e4hlt von seiner Hoffnung und davon, dass seine Hoffnung seinen Umgang mit der Gegenwart bestimmt. Weil er fest auf die Herrlichkeit setzt, die offenbar werden soll, kann er die Bedr\u00e4ngungen der Gegenwart hinter sich lassen, sie sind ohne Bedeutung.<\/p>\n<p>Auf uns bezogen: Was sagen wir den Menschen heute? Stimmen wir ein in das allgemeine Klagen, das sich \u00fcbrigens erstaunlich und auch erschreckend gleich geblieben ist, wenn man einige Lebensjahrzehnte \u00fcberblickt \u2013 stimmen wir da mit ein wie in einen Abgesang auf eine Welt, in der zu leben sich nicht lohnt: weil die Politiker schlechte Politik machen, weil die Leute r\u00fccksichtslos und egoistisch geworden sind, weil mit der Globalisierung gewohnte und \u00fcbersichtliche Lebensr\u00e4ume weggebrochen sind, weil unsere in Jahrhunderten gewachsene Kultur zerbr\u00f6selt, weil die Welt und das Leben in ihr ohne Aussicht sind?<\/p>\n<p>Oder haben wir eine Verhei\u00dfung, eine Hoffnung f\u00fcr diese Welt und tragen sie in sie hinein? Weil nichts so heilsam und zukunftstr\u00e4chtig ist wie die Hoffnung, die in mir lebendig ist. Es geht gar nicht um den Traum von einer besseren Welt \u2013 den w\u00fcnsche ich manchen Leuten auch \u2013 es geht auch nicht um eine Art Selbsterl\u00f6sung \u2013 obwohl ich mich manchmal frage, wo eigentlich wirkliche und ehrliche Anstrengungen wahrzunehmen sind, nicht Schauk\u00e4mpfe (!), um Wege aus der Misere zu ebnen.<\/p>\n<p>Ich glaube, dass letztlich immer jene Hoffnungen verhei\u00dfungsvoll sind, die sich nicht in innerweltlichen Prognosen und optimistischem Selbstbewusstsein ersch\u00f6pfen, sondern die uns zuwachsen aus unserem Glauben an Kreuz und Auferstehung Jesu \u2013 nicht einfach Gottvertrauen, sondern Vertrauen, das seinen Grund hat in dem Willen Gottes zum Leben: der Christus vom Tode erweckt und der uns in ihm das Leben versprochen hat. Dass wir nicht verzweifeln an dieser Welt und ihrer Unf\u00e4higkeit, ihre Probleme zu l\u00f6sen. Sondern dass wir festhalten an der Verhei\u00dfung der zuk\u00fcnftigen Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll.<\/p>\n<p>Unser Leben steht unter Gottes Verhei\u00dfung. Das ist entscheidend. Wir sind nicht ausgeliefert an die Zuf\u00e4lligkeiten und Unberechenbarkeiten eines namenlosen Schicksals. Wir haben eine Verhei\u00dfung, einen Lebenshorizont, dessen Linie Gott gezogen hat Das muss gar nicht glanzvoll sein, ein Hoffnungsschimmer vielleicht am Anfang nur. Aber das ist der Dienst der Christen an der noch nicht erl\u00f6sten Welt, dass wir in ihr Zeugnis geben von der Gewissheit, die in uns ist, von der Perspektive, der wir folgen. Wir m\u00fcssen nicht die Augen verschlie\u00dfen vor den Leiden dieser Zeit, m\u00fcssen sie nicht verdr\u00e4ngen aus unserem Bewusstsein. Aber dass wir auch Halt geben und dass wir sagen, was uns tr\u00e4gt. Wir haben doch diesen Schatz der Hoffnung auf eine neue Welt, wo Gerechtigkeit wohnt. Lasst uns den einsetzen gegen allen Kleinmut und alle Zukunftsangst. Wirklich schlimm ist es bestellt um eine Generation, in der keiner mehr eine Hoffnung beschreibt. Christen wissen in einer Welt voll verg\u00e4nglicher Herrlichkeiten, die aufstrahlen und wieder verblassen: Die Herrlichkeit Gottes in Jesus Christus hat vielleicht wenig Glanz, aber sie bleibt. Und deshalb ist sie unsere Zukunft.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p><strong>Friedrich-Otto Scharbau<br \/>\n<a href=\"mailto:F.O.Scharbau@t-online.de\"> F.O.Scharbau@t-online.de<\/a> <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Gemeinde, worauf warten wir? Die Frage ist doppeldeutig und richtet sich zun\u00e4chst auf das, worauf wir warten, was uns in Anspruch nimmt, worauf wir uns einstellen. &#8211; Worauf warten wir? Das ist aber auch das ungeduldige Signal zum Aufbruch: Was h\u00e4lt uns auf? Wann geht es endlich los? Das Ende Kirchenjahres mit seiner Erinnerung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":8543,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41,1,727,114,121,447,349,3,109,918,589],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-10142","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-roemer","category-aktuelle","category-archiv","category-deut","category-festtage","category-kapitel-08-chapter-08-roemer","category-kasus","category-nt","category-predigten","category-volkstrauertag","category-vorl-so-des-kirchenjahres"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10142","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10142"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10142\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14460,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10142\/revisions\/14460"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8543"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10142"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10142"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10142"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=10142"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=10142"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=10142"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=10142"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}