{"id":10143,"date":"2021-02-07T19:49:43","date_gmt":"2021-02-07T19:49:43","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10143"},"modified":"2022-10-03T07:45:20","modified_gmt":"2022-10-03T05:45:20","slug":"roemer-8-18-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/roemer-8-18-25\/","title":{"rendered":"R\u00f6mer 8, 18- 25"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<p>Predigttext R\u00f6mer 8, 18- 25<br \/>\nDenn ich bin \u00fcberzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegen\u00fcber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. Denn das \u00e4ngstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder Gottes offenbar werden. Die Sch\u00f6pfung ist ja unterworfen der Verg\u00e4nglichkeit &#8211; ohne ihren Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat, &#8211; doch auf Hoffnung; denn auch die Sch\u00f6pfung wird frei werden von der Knechtschaft der Verg\u00e4nglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.<br \/>\nDenn wir wissen, dass die ganze Sch\u00f6pfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und sich \u00e4ngstet. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erl\u00f6sung unseres Leibes. Denn wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.<\/p>\n<p>Vorbemerkung<br \/>\nIn Deutschland nennen wir den heutigen Sonntag <strong>Volkstrauertag. <\/strong>Wir gedenken der Toten des Krieges und der Gewaltherrschaft. Der Volksbund hatte nach dem Ende des Ersten Weltkrieges angeregt, einen nationalen Trauertag einzurichten. Die erste Gedenkstunde im Reichstag fand 1922 statt und 1926 entschied man sich den Volkstrauertagregelm\u00e4\u00dfig am 5. Sonntag vor Ostern, Reminiscere, zu begehen.\u00a0 Nach der Macht\u00fcbernahme durch die Nationalsozialisten, wurde1933 aus dem Volkstrauertag der &#8222;<strong>Heldengedenktag<\/strong>&#8222;. Im Mittelpunkt stand nun die Verherrlichung der &#8222;Helden&#8220; und nicht mehr die Trauer um die Gefallenen.<br \/>\nIm Jahre 1948 gelang es dem Volksbund die Tradition des Volkstrauertages in alter Form wieder aufzunehmen. Die erste zentrale Veranstaltung wurde zwei Jahre sp\u00e4ter im Plenarsaal des Bundestages in Bonn abgehalten. Um sich von der Tradition des &#8222;Heldengedenktages&#8220; abzusetzen, wurde 1952 beschlossen, den Volkstrauertag k\u00fcnftig am 2. Sonntag vor dem 1. Advent zu begehen.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<br \/>\nAm heutigen Volkstrauertag wollen wir \u00fcber den Bibeltext R\u00f6mer 8, 18- 25 nachdenken. Die Lutherbibel \u00fcberschreibt diesen Abschnitt aus dem R\u00f6merbrief: <em>Hoffnung f\u00fcr die Sch\u00f6pfung und Gewissheit des Heils<\/em>.<\/p>\n<p><strong> Volkstrauertag.<\/strong> Bei mir, dem 1937 Geborenen, kommen bei diesem Wort fr\u00fcheste Erinnerungen aus meiner Jugend auf, die sich so tief in mein Ged\u00e4chtnis eingebrannt haben, dass ich sie nie mehr vergessen kann. Der Aufmarsch am Kriegerdenkmal vor der Kirche. Die Heldenfeier mit Fahnen und Trompeten. Wir Kinder waren sehr beeindruckt. Wir waren stolz auf unsere V\u00e4ter und Verwandten, die im Krieg ihr Leben f\u00fcr Volk und Vaterland einsetzten. Mein 1940 verstorbener Vater war nicht unter diesen \u201dHelden\u201c. Daf\u00fcr meine Vettern. Mein Onkel und meine Tante waren stolz, dass sie einen Sohn auf dem Heldenaltar geopfert hatten. Aber ich werde auch nicht vergessen, dass meine Tante beim Tod ihres dritten Sohnes Hitler verfluchte. Sie war in der Tiefe ihrer Seele verletzt, dass ihre drei S\u00f6hne missbraucht worden waren. Gerade der J\u00fcngste war 17 Jahre alt.<br \/>\nSeither bin ich unheilbar skeptisch gegen\u00fcber jeder Form von Heldenverehrung. Ich h\u00f6re dann immer den Ruf der Toten: \u00bbH\u00f6rt auf mit dem Unfrieden, mit dem Hass, mit der Habgier mit dem Morden\u00ab.<\/p>\n<p>1. Unser Predigttext geht in diese Richtung: \u201dDenn wir wissen, dass die ganze Sch\u00f6pfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und sich \u00e4ngstet\u201c. Daran hat sich bis heute nichts ge\u00e4ndert. Der Apostel spricht von den \u00bbLeiden dieser Zeit\u00ab. Er spricht an keiner Stelle davon, dass die Leiden irgendwann mal in unserer irdischen Zeit aufh\u00f6ren w\u00fcrden.<br \/>\nAber genau so klar beschreibt der Apostel auch die Sehnsucht der nach Befreiung von Leid, Schmerz und Tod. Er glaubt fest daran, dass es eine <strong><em>neue <\/em><\/strong>Sch\u00f6pfung geben wird! Jesus Christus ist f\u00fchr ihn Garant daf\u00fcr, dass wir durch den Tod hindurchgehen und wieder auferstehen werden. Durch seine Auferstehung haben wir einen Blick auf die zuk\u00fcnftige Welt geworfen, die nicht mehr seufzt, nicht mehr trauert und nicht mehr verg\u00e4nglich ist.<br \/>\nIch kenne diesen Schmerz. Als ich am Grabe meines t\u00f6dlich verungl\u00fcckten \u00e4ltesten Sohnes stand, konnte ich nur noch seufzen. Andere Menschen aus der Gemeinde halfen mir, wieder langsam im Glauben zu wachsen. Deshalb sch\u00e4tze ich die Gemeinde der Leidenden und die Kirche.<\/p>\n<p>2. Eine Kirche kann sprechen<br \/>\nDie alte Kirche, in der ich die letzten zehn Jahre predigte, liegt inmitten des Friedhofs. Ich muss zuerst vorbei am Grab ohne Namen f\u00fcr den gefallenen Soldaten. Das Innere der Kirche ist wie ein Schiff, ein Schiff das sich Gemeinde nennt. Es ist ein bergendes Schiff. Ich erfahre den Kirchenraum als St\u00e4tte der Bewahrung so wie Noah seine Leute und die Tiere in der Arche bergen und wie Jesus seinen J\u00fcngern auf dem schwankenden Boot auf st\u00fcrmischer See die Angst nehmen konnte. Der Altarraum ist die Mitte. Das Zentrum meines Glaubens. Am Ende meines Blickes steht der Gekreuzigte. Dar\u00fcber der Auferstandene, der die Welt in seinen H\u00e4nden h\u00e4lt. Das Licht, Zeichen f\u00fcr Hoffnung kommt von Osten. Ich orientiere mich an der Geschichte von Kreuz und Auferstehung. Dieses Bild hat sich ebenfalls tief in meine Seele eingegraben. Am Ende steht nicht die Resignation und der Tod, sondern das Leben.<\/p>\n<p>\u201dIch bin gewiss, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegen\u00fcber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll\u201c, schreibt der Apostel , denn er wei\u00df: \u201dDie Sch\u00f6pfung ist unterworfen der Verg\u00e4nglichkeit\u201c. Seufzen vermag dem Schmerz f\u00fcr einen Augenblick Erleichterung zu verschaffen. Sehnen dr\u00fcckt aus, dass der Apostel Ver\u00e4nderung und Besserung w\u00fcnscht f\u00fcr die ganze Sch\u00f6pfung, nicht nur ein Leben nach dem Tod.<br \/>\nPaulus will wie Jesus Menschen gewinnen f\u00fcr das Reich Gottes. Die Botschaft von der anbrechenden Gottesherrschaft will nicht nur unsere K\u00f6pfe erreichen, sie gilt dem ganzen Menschen mit Kopf und Herz und Hand. &#8222;Gott ist kein Gott von Toten, sondern von Lebenden, f\u00fcr ihn sind alle lebendig.&#8220;<br \/>\nGlauben wir das? Sp\u00fcren wir das? Leben wir danach?<\/p>\n<p>Im November scheint uns die Realit\u00e4t des Todes besonders bewusst zu werden. Die Tage werden dunkler, \u201dBl\u00e4tter fallen wie von weit\u201c &#8211; die Natur wird trister. Kirchliche und weltliche Gedenktage r\u00fccken den Tod in den Blickpunkt. Als Christen d\u00fcrfen wir wissen, dass uns der Glaube an den Gott des Lebens geschenkt ist.<br \/>\nDer kluge Mensch wei\u00df: Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen. Martin Luther nimmt darauf Bezug, wenn er sagt: &#8222;Christ, dreh&#8217;s um: Mitten im Tod bist du vom Leben umfangen!&#8220; Mitten im Leben haben wir als Christen eine Hoffnung:<\/p>\n<p><em> \u201d Denn wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.\u201c<br \/>\n<\/em> Es gibt ein <strong>Wachsen<\/strong> im Leiden und ein Wachsen in der Hoffnung. So wird der Mensch zum Menschen. Das ist meine Lebenserfahrung. Diese Erfahrung machten auch viele andere Menschen.<\/p>\n<p><strong> 3. Arie Brouwer<\/strong> erfuhr acht Tage vor Weihnachten 1992, dass der Tumor, den man ihm entfernt hatte, b\u00f6sartig war. Am n\u00e4chsten Sonntag h\u00e4tte er den Gottesdienst halten sollen. Stattdessen wartete er auf einen Operationstermin. Er schrieb auf, wie es ihm ums Herz war. Was urspr\u00fcnglich als eine Therapie gedacht war, wurde immer mehr zu einem abschlie\u00dfenden letzten Willen des Betroffenen, mit dem der fr\u00fchere Generalsekret\u00e4r des Reformierten Weltbundes in Amerika und des stellvertretenden Sekret\u00e4rs des \u00d6kumenischen Rates der Kirchen, seinen Freunden in aller Welt mitteilen wollte, wie es ihm ums Herz stand in den letzten Wochen seines Lebens. Er nannte es sein <strong>Testament<\/strong>.<\/p>\n<p>Sein Testament \u00fcberschrieb er: \u201d\u00dcberwindung der Todesangst.\u201c Er beschreibt seine Schmerzen, sein Weinen und wie schwer es ihm fiel, sich auf den Tod vorzubereiten. Der Krebs, das schrecklichste Wort f\u00fcr alle Amerikaner, war nun in seinem eigenen K\u00f6rper. Er wusste, dass am Ende der Tod stehen wird.<br \/>\nEin Gemeindeglied schenkte ihm die \u201aStatue des auferstandenen Christus in Rio de Janiero. \u201eDas\u201c, so schrieb er, \u201ehatte ich w\u00e4hrend meiner eigenen Operation und in den schweren Stunden meines Lebens, in allern\u00e4chster N\u00e4he bei mir.\u201c<\/p>\n<p>Sein j\u00fcngster Sohn, Vater seiner neun Monate alten Enkeltochter, sagte: \u201dVater, ich hoffe noch immer, dass du Rahels Examensfeier miterleben darfst.\u201c<br \/>\nEr erinnerte sich an die Worten des Propheten Habakuk: \u201dWir warten auf den Herrn, mehr noch als solche, die auf die ersten Zeichen der Morgenwache warten.\u201c<\/p>\n<p>Gegen die Schmerzen gab es Medizin. Schlimmer war die Erkenntnis, dass dies wohl das letzte Weihnachten sein. Die gr\u00f6\u00dfte Hilfe erfuhr er von den Gliedern der Gemeinde, die erleben mussten, dass ihr gerade gew\u00e4hlter Pfarrer den Dienst gar nicht antreten konnte, weil diese schreckliche Krankheit es verhinderte. \u201dIch erlebte die wahre Gemeinschaft der Liebe Christi durch diese Menschen,\u201c schreibt er in seinem Testament und f\u00e4hrt fort: \u201dDrau\u00dfen ist es nebelig, aber nicht nur drau\u00dfen, sondern auch tief in meinem Herzen ist ein tiefer Nebel (&#8230;) Ich denke \u00fcber die Liturgie, \u00fcber die Gebete und \u00fcber den Predigttext nach, die ich dann, wenn ich in einigen Wochen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werde, in der Kirche zu halten habe. Aber dann kam die Warum- Frage, verbunden mit der Frage nach dem Willen Gottes.<\/p>\n<p>Sein j\u00fcngster Sohn konnte nicht verstehen, warum Gott das alles hat zulassen k\u00f6nnen. \u201dDu und Mama, haben ihr ganzes Leben lang versucht, sich f\u00fcr andere Menschen einzusetzen und daf\u00fcr zu sorgen, dass es den Menschen besser geht. Warum musst gerade du nun dieses Schwere durchmachen, wo man doch gerade heute und jetzt dich am allermeisten braucht? Das ist eine sehr merkw\u00fcrdige Art Gottes, das zur\u00fcckzuzahlen, was du Gutes getan hast.\u201c<\/p>\n<p>Viele Wochen besch\u00e4ftigte sich der Vater mit diesem Thema. Er begann ganz neu die Bibel zu lesen. \u201dMich bewegt die Frage, was der Ausdruck <strong>\u201dallm\u00e4chtiger Gott\u201c<\/strong> eigentlich bedeutet.\u201c Am Ende fand er heraus, dass im Neuen Testament nur zehnmal von der Allmacht Gottes gesprochen wird und dass neun davon in der Offenbarung vorkommen. Beim genauen Hinsehen fand ich, dass alle diese Stellen mit dem letzten Triumph Gottes am Ende der Geschichte zu tun haben, wenn Gottes Liebe und Gerechtigkeit und sein Friede und sein Wohlsein siegen wird.<\/p>\n<p>Bei der Betrachtung alter orthodoxer Ikonen fiel ihm auf, dass die Ikone \u201ddas Fenster zum himmlischen K\u00f6nigreich\u201c genannt wird. \u201dUrpl\u00f6tzlich ist mir klar geworden, dass <em>transzendieren<\/em> bedeutet <em>die Grenze \u00fcbersteigen. Es<\/em> muss in Verbindung gebracht werden mit dem Wort <em>transfigurieren, die Gestalt und Erscheinung ver\u00e4ndern. <\/em>Ich habe das erst begriffen, als ich wusste, dass in mir selbst der Tod bereits Platz ergriffen hat.(&#8230;) Nun begriff ich, dass meine irdische Gestalt und Erscheinung Denn wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.<\/p>\n<p>Am meisten besch\u00e4ftigte Arie Brouwer in dieser Zeit die Frage, was <strong>\u201e\u00fcberwinden\u201c<\/strong> bedeutet. \u201dDas f\u00fchrte mich zu R\u00f6mer 8: 35-39: Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? Tr\u00fcbsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Bl\u00f6\u00dfe oder F\u00e4hrlichkeit oder Schwert? (&#8230;) Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch F\u00fcrstent\u00fcmer noch Gewalten, weder Gegenw\u00e4rtiges noch Zuk\u00fcnftiges, weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.\u201c Er kam zum Ergebnis, dass \u00dcberwindung in der Bibel eine v\u00f6llig neue Verbindung mit dem Wohlsein bedeutet. \u201dIch wei\u00df auch nicht, welche endg\u00fcltige Form diese \u00dcberwindung des Todes haben wird. Eines aber wei\u00df ich, dass durch die Liebe Gottes in Christus Jesus, unserem Herrn, ich mehr als nur ein Sieger sein werde, und dass das wahr ist, obwohl ich kaum wissen kann, wie dieser Kampf ausgehen wird. Ich wei\u00df nicht, wie es am Ende mit meinem Sterben aussehen wird, welche Form die Krankheit am Ende annehmen wird.\u201c<\/p>\n<p>\u201dMein Lieblingstext in der Bibel.\u201c schreibt Arie Brouwer, \u201dwar Habakuk\u201c, den Luther mit \u201dHerzer\u201c \u00fcbersetzt. Kernspruch dieses Propheten und Beters ist: \u201dDer Gerechte wird seines Glaubens leben (&#8230;) Aber ich will mich freuen des Herrn und fr\u00f6hlich sein in Gott, meinem Heil. Denn der Herr ist meine Kraft, er wird meine F\u00fc\u00dfe machen wie Hirschf\u00fc\u00dfe und wird mich auf meine H\u00f6hen f\u00fchren, vorzusingen auf meinem Saitenspiel\u201c (Hab. 3, 17-19).<\/p>\n<p>Arie Brouwer bekennt, dass er am Ende seine Krankheit gelernt habe, \u201edass Gott auf mich wartet, und dass er seine Hand \u00fcber mir h\u00e4lt. Dass er mich aufhebt, wenn ich falle, und dass er neben mir geht, wenn ich leide, dass der Tod nicht das Ende ist und nicht das letzte Wort. Ich bin nicht voll Zorn und Bitternis.\u201c<\/p>\n<p>Am Ende seines Lebens machte er die Erfahrung, dass es ein Wachstum in Glaube, Hoffnung, Liebe gibt. \u201dIch habe soviel Liebe erfahren von Menschen um mich herum. Das gab mir immer wieder Kraft und macht mich sehr dem\u00fctig, einmal, weil ich gelernt habe, dass die Liebe \u00fcber alles hinweggeht, was ich je erreicht habe, und zweitens, weil ich wohl nicht so viel Liebe zu geben vermag, wie ich empfangen habe. Angesichts des Sterbens, bin ich gewachsen im Glauben, in der Hoffnung, in der Liebe und in der Gnade.\u201c<\/p>\n<p>Zwei Monate sp\u00e4ter, am 7. Oktober 1993, starb Arie Brouwer.<\/p>\n<p>Wie Arie Brouwer bin ich \u00fcberzeugt: \u201d dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegen\u00fcber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.\u201c<br \/>\nAmen<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Karl W. Rennstich<br \/>\nLerchenstrasse 17<br \/>\nD-72762 Reutlingen<br \/>\nGermany<br \/>\nTel: +49-(0)7121-372651<br \/>\nMobile: +49-(0)174-595-5914<br \/>\nEmail: <a href=\"mailto:kwrennstich@gmx.de\">kwrennstich@gmx.de<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigttext R\u00f6mer 8, 18- 25 Denn ich bin \u00fcberzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegen\u00fcber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. Denn das \u00e4ngstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder Gottes offenbar werden. 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