{"id":10165,"date":"2021-02-07T19:49:40","date_gmt":"2021-02-07T19:49:40","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10165"},"modified":"2022-10-05T15:26:37","modified_gmt":"2022-10-05T13:26:37","slug":"eine-predigt-luthers-als-grundlage-fuer-eine-neue-predigt-%c2%96-geht-das-darf-das-wird-luthers-wort-damit-nicht-dem-der-bibel-gleichgestellt-und-bekommt-kanonischen-rang-vor-einiger-zeit-hoerte-ic","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/eine-predigt-luthers-als-grundlage-fuer-eine-neue-predigt-%c2%96-geht-das-darf-das-wird-luthers-wort-damit-nicht-dem-der-bibel-gleichgestellt-und-bekommt-kanonischen-rang-vor-einiger-zeit-hoerte-ic\/","title":{"rendered":"Eine Predigt Luthers als Grundlage f\u00fcr eine neue Predigt \u0096 geht das, darf das? Wird Luthers Wort damit nicht dem der Bibel gleichgestellt und bekommt kanonischen Rang? Vor einiger Zeit h\u00f6rte ich ein theologisches Referat, in dem der Referent zwar flei\u00df\u00edg Luther, aber nicht ein einziges mal die Bibel zitierte. Luther als Dauer-Papst?  Andererseits: Luthers Predigth\u00f6rerinnen und \u0096h\u00f6rer waren Menschen, wie Sie und ich und all die anderen es heute sind. Und wie sie es zu biblischen Zeiten wohl auch waren: Gut und b\u00f6se, \u00fcberm\u00fctig und \u00e4ngstlich, von der Gesellschaft ebenso beeinflu\u00dft wie vom je eigenen Lebenslauf. Warum also nicht eine Predigt Luthers als Anregung f\u00fcr eine neue!"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h5>Vorbemerkung<\/h5>\n<p>Eine Predigt Luthers als Grundlage f\u00fcr eine neue Predigt \u0096 geht<br \/>\ndas, darf das? Wird Luthers Wort damit nicht dem der Bibel gleichgestellt<br \/>\nund bekommt kanonischen Rang? Vor einiger Zeit h\u00f6rte ich ein theologisches<br \/>\nReferat, in dem der Referent zwar flei\u00df\u00edg Luther, aber nicht<br \/>\nein einziges mal die Bibel zitierte. Luther als Dauer-Papst?<\/p>\n<p>Andererseits: Luthers Predigth\u00f6rerinnen und \u0096h\u00f6rer waren Menschen,<br \/>\nwie Sie und ich und all die anderen es heute sind. Und wie sie es zu<br \/>\nbiblischen Zeiten wohl auch waren: Gut und b\u00f6se, \u00fcberm\u00fctig<br \/>\nund \u00e4ngstlich, von der Gesellschaft ebenso beeinflu\u00dft wie<br \/>\nvom je eigenen Lebenslauf. Warum also nicht eine Predigt Luthers als<br \/>\nAnregung f\u00fcr eine neue!<\/p>\n<p>An der Invokavit-Predigt Luthers f\u00e4llt mir auf, dass sie in ihrem<br \/>\nersten Teil den Aufbau des Heidelberger Katechismus vorausnimmt: Von<br \/>\ndes Menschen Elend \u0096 Von der Erl\u00f6sung \u0096 Von der Dankbarkeit. Letztere<br \/>\nbesteht nach dem Heidelberger wie in Luthers Invokavit-Predigt u. a.<br \/>\nin \u0084guten Werken.\u0093 Dazu geh\u00f6rt nach Luther auch R\u00fccksicht auf<br \/>\ndie von Paulus im R\u00f6merbrief so genannten \u0084Schwachen,\u0093 eine R\u00fccksicht,<br \/>\ndie zu Konflikten mit Vertretern der \u0084reinen Lehre\u0093 f\u00fchren kann.<br \/>\nSeelsorge kontra Dogmatik. Der Konflikt ist nicht neu \u0096 und wird nicht<br \/>\nalt. Wieviel Freiheiten d\u00fcrfen wir, k\u00f6nnen wir uns um der Menschen<br \/>\nWillen nehmen \u0096 und wer oder was darf \u00fcberhaupt ein zwingendes \u0084Muss\u0093 sagen?<br \/>\nVerwenden doch selbst die Gebote ein \u0084Du sollst\u0093 bzw. \u0084Du wirst\u0093&#8230;<\/p>\n<h5>Frei nehmen und sein lassen<\/h5>\n<h5><em>Predigt zu Luthers Invokavit-Predigt <\/em><\/h5>\n<p>Nach seiner Kur ging der Pastor durch den Ort, um sich seiner Gemeinde<br \/>\nzu zeigen. Die Menschen sollten sehen, dass er nach vier Wochen wieder<br \/>\nda war. Noch nie hatte er die Gemeinde so lange allein gelassen, war<br \/>\nh\u00f6chstens mal f\u00fcr eine Woche weggefahren und hatte den gr\u00f6\u00dften<br \/>\nTeil seines Urlaubs verfallen lassen. Doch dann hatte sein Arzt ihn vor<br \/>\ndie Entscheidung gestellt, entweder eine Kur zu machen oder in K\u00fcrze<br \/>\nnicht mehr arbeitsf\u00e4hig zu sein. \u0084Wer sich selbst kaputt macht,<br \/>\nkann keinem mehr n\u00fctzen,\u0093 hatte der Arzt ihm gesagt.<\/p>\n<p>Schlechten Gewissens war er schlie\u00dflich gefahren, zusammen mit<br \/>\nseiner Frau. Auch sie engagierte sich \u0096 neben ihrem Beruf als Lehrerin \u0096 stark<br \/>\nin der Gemeinde. \u0084Sie beide opfern sich auf f\u00fcr unsere Gemeinde,\u0093 hatte<br \/>\nein \u00c4ltester bei ihrer Silberhochzeit gelobt, und beide hatten sich \u00fcber<br \/>\ndieses Lob sehr gefreut. Doch jetzt, nach der Kur, verstanden sie es<br \/>\neher als Warnung.<\/p>\n<p>In den ersten Tagen der Kur war es beiden schlecht gegangen: Da war<br \/>\nniemand, um den sie sich k\u00fcmmern, nichts, was sie organisieren mu\u00dften.<br \/>\nDer Tagesablauf war vorstrukturiert, sie wurden versorgt. Doch es fiel<br \/>\nihnen schwer, das anzunehmen. Und sie f\u00fchlten sich allein. Seit<br \/>\ndie Kinder aus dem Haus waren, war die Gemeinde, waren deren Menschen<br \/>\nihr gemeinsames Thema gewesen. Wor\u00fcber konnten sie nun miteinander<br \/>\nreden?<\/p>\n<p>Allm\u00e4hlich hatten sie sich eingestanden, dass die Kur ihnen gut<br \/>\ntat, hatten die Anwendungen, die Versorgung als Wohltaten zu akzeptieren<br \/>\ngelernt. Hatten in gleichem Ma\u00dfe ihr schlechtes Gewissen verloren,<br \/>\nf\u00fcr das eigene Wohlergehen die Gemeinde allein gelassen zu haben.<\/p>\n<p>Nun waren sie also zur\u00fcck, gest\u00e4rkt an Leib und Seele, auch<br \/>\nin ihrem Verh\u00e4ltnis zueinander, und er spazierte durch den Ort,<br \/>\num sich seiner Gemeinde zu zeigen. Die Menschen auf der Stra\u00dfe<br \/>\ngr\u00fc\u00dfte freundlich, und wo er eine Gardine sich bewegen sah,<br \/>\nwinkte er einen Gru\u00df zum Fenster.<\/p>\n<p>Hinter ihm klingelte ein Fahrrad, er drehte sich um \u0096 einer der Gemeinde\u00e4ltesten<br \/>\nstieg vom Rad. \u0084Haben Sie schon gesehen, was wir gemacht haben?\u0093 fragte<br \/>\nder mit Stolz in der Stimme und der Erwartung von Dank und Anerkennung. \u0084Ich<br \/>\nwei\u00df nicht, was denn?\u0093 fragte der Pastor, w\u00e4hrend sie sich<br \/>\ndie H\u00e4nde sch\u00fcttelten. Er sch\u00e4tzte diesen \u00c4ltesten<br \/>\nwegen seiner Einsatzbereitschaft, die gelegentlich allerdings auch etwas<br \/>\nsehr forsch sein konnte. \u0084Wir haben endlich die Gedenktafel aus der Kirche<br \/>\nentfernt. Haben ja lange genug dar\u00fcber geredet und nun auch gehandelt.<br \/>\nDas freut Sie doch, Herr Pastor?\u0093 Seine Stimme klang nicht mehr ganz<br \/>\nso selbstsicher, denn der Pastor sah ihn schweigend an, bis er schlie\u00dflich<br \/>\nfragte: \u0084Und wie reagiert die Gemeinde?\u0093<\/p>\n<p>Da g\u00e4be es, erfuhr der Pastor, viel Zustimmung. Der Krieg sei schlie\u00dflich \u00fcber<br \/>\nf\u00fcnfzig Jahre her, auf jedem Friedhof w\u00e4re l\u00e4ngst jedes<br \/>\nGrab eingeebnet und der Stein entfernt worden. \u0084Das Presbyterium war<br \/>\nvoll daf\u00fcr,\u0093 sagte der \u00c4lteste, \u0084bis auf einen, Sie wissen<br \/>\nschon, wer. Doch nun muss ich weiter, die Kleine vom Kindergarten holen.<br \/>\nWir sehen uns Sonntag!\u0093 Und weg war er.<\/p>\n<p>Der Pastor ging noch etwas weiter, nahm dann aber den Weg zur Kirche.<br \/>\nWas das Presbyterium in seiner Abwesenheit mit der Tafel gemacht hatte, \u00fcberlegte<br \/>\ner, war vollkommen richtig. Aber war es auch gut? Oft hatten sie die<br \/>\nFrage diskutiert, auch im Gemeindeblatt aufgerufen, mit zu diskutieren.<br \/>\nNur wenige hatten sich gegen die Entfernung der Tafel ausgesprochen.<br \/>\nDiese wenigen aber hatten den Pastor bewogen, die Tafel noch h\u00e4ngen<br \/>\nzu lassen. Keinem der Bef\u00fcrworter des Vorhabens war sie ein \u00c4rgernis,<br \/>\nlediglich ein Relikt aus vergangenen Zeiten und ohne k\u00fcnstlerischen<br \/>\nWert. Den Gegnern des Plans aber war das Entfernen der Tafel mit Sicherheit<br \/>\nein Anlass sich zu emp\u00f6ren, und sie w\u00fcrden ihre Emp\u00f6rung<br \/>\nlautstark \u00e4u\u00dfern. So richtig er das Handeln des Presbyteriums<br \/>\nauch fand: Es war wohl nicht gut gewesen. Man h\u00e4tte den Andersdenkenden<br \/>\nZeit lassen sollen, sich an den Gedanken zu gew\u00f6hnen, vielleicht<br \/>\nsogar den Sch\u00fctzenverein in seinem Vorhaben unterst\u00fctzen, das<br \/>\nheruntergekommene \u0084Kriegerdenkmal\u0093 zu restaurieren \u0096 das ging sogar bis<br \/>\n1870\/71 zur\u00fcck, enthielt aber auch die Namen der im letzten \u0096 hoffentlich<br \/>\nletzten \u0096 Krieg Umgekommenen. So h\u00e4tte man die jetzt gewi\u00df entstandenen<br \/>\nVerletzungen vermieden, zumindest verringert.<\/p>\n<p>Er war an der Kirche angekommen, die T\u00fcr war offen, die K\u00fcsterin<br \/>\nsaugte zertretene Blumen aus dem Kokosl\u00e4ufer. \u0084Gab es eine Hochzeit?\u0093 fragte<br \/>\nder Pastor. Die K\u00fcsterin erschrak heftig, erholte sich rasch, begr\u00fc\u00dfte<br \/>\nihn und beantwortete seine Frage sehr detailliert. Doch er h\u00f6rte<br \/>\nkaum zu, sondern sah auf die frisch gewei\u00dfte Stelle, wo einmal<br \/>\ndie Tafel hing. Die frische Farbe w\u00fcrde noch lange an die Tafel<br \/>\nerinnern und bei einigen Gemeindegliedern Schmerzen verursachen. Auch<br \/>\nbei ihm, wie er \u00fcberrascht feststellte. Zwar hatte er immer und<br \/>\ngrunds\u00e4tzlich das Entfernen der Tafel bef\u00fcrwortet, doch nun<br \/>\nfehlte sie ihm wie ein vertrautes Bild an der Wand.<\/p>\n<p>\u0084Sieht schlimm aus,\u0093 sagte die K\u00fcsterin, zeigte mit ihrem spitzen<br \/>\nKinn Richtung Farbfleck und berichtete von Leuten, die die Kirche \u0084nie<br \/>\nmehr\u0093 betreten wollten, sogar mit Austritt gedroht hatten. \u0084Mu\u00df man<br \/>\ndie Leute denn so vor den Kopf sto\u00dfen?\u0093 \u0096 \u0084Das Presbyterium ist<br \/>\nin seinen Entscheidungen frei,\u0093 antwortete der Pastor salomonisch und<br \/>\nbekam zu h\u00f6ren, dass Freiheit immer auch die Freiheit der Andersdenkenden<br \/>\nsei. Das habe sie, erz\u00e4hlte die K\u00fcsterin, fr\u00fcher einmal<br \/>\nbei den \u0084Falken\u0093 gelernt, und das gelte ja wohl erst recht in der Gemeinde. \u0084Und<br \/>\nSie haben einmal \u00fcber Starke und Schwache gepredigt, und dass die<br \/>\nStarken auf die Schwachen R\u00fccksicht nehmen und Geduld mit ihnen<br \/>\nhaben sollen.\u0093<\/p>\n<p>Der Pastor kam wieder auf die Hochzeit zu sprechen, dann verabschiedete<br \/>\ner sich. Auf dem Weg nach Hause \u00fcberlegte er, ob er am kommenden<br \/>\nSonntag \u00fcber diesen Abschnitt aus dem R\u00f6merbrief predigen solle,<br \/>\nentschied sich aber dagegen. Damit w\u00fcrde er den vorhandenen Konflikt<br \/>\nwohl eher verst\u00e4rken, und das wollte er vermeiden. Dann kam ihm<br \/>\neine Idee: Mit der Einladung zur n\u00e4chsten Presbyteriumssitzung wollte<br \/>\ner die erste Invokavit-Predigt Luthers verschicken. Luther ging darin<br \/>\nauf die Abschaffung der Messe ein, die die Wittenberger w\u00e4hrend<br \/>\neiner l\u00e4ngeren Abwesenheit Luthers durchgesetzt hatten. Luther,<br \/>\nein klarer Gegner der Messe und erkl\u00e4rter Feind des Messopfers,<br \/>\nerwies sich darin als seelsorgerlicher Anwalt derer, denen diese Gottesdienstform<br \/>\nlieb war. Das Presbyterium kannte solche dezenten Hinweise von seinem<br \/>\nPastor, darum w\u00fcrden sie den Text wohl verstehen.<\/p>\n<p>Der Gedanke gefiel ihm, und beschwingt schritt er heimw\u00e4rts. Seine<br \/>\nFrau empfing ihn mit zwei Kinokarten f\u00fcr den Abend; sie hatten sich<br \/>\nvorgenommen, wenigstens einmal in der Woche sich etwas Sch\u00f6nes zu<br \/>\ng\u00f6nnen. \u0084Freiheit von den Zw\u00e4ngen,\u0093 hatte der Pastor das genannt,<br \/>\nin Erinnerung an ein Buch, \u00fcber das er als Student einmal eine Seminararbeit<br \/>\ngeschrieben hatte. Von wem es war und was darin stand, wu\u00dfte er<br \/>\nnicht mehr, aber der Titel war ihm in der Kur wieder eingefallen. Von<br \/>\ndieser Freiheit wollten er und seine Frau nun Gebrauch machen, und sei<br \/>\nes mit Kinobesuchen. Amen<\/p>\n<p>Gebet : Guter Gott, oft leiden wir unter einem zwingenden Mu\u00df,<br \/>\ndas uns treibt und nicht zur Ruhe, nicht zu uns selbst, nicht zu dir<br \/>\nkommen l\u00e4\u00dft und das uns kaputt macht. Manchmal sehen wir nicht,<br \/>\ndass wir selbst uns zwingen und unter Druck setzen, weil wir Freisein<br \/>\nschwer aushalten. Oder weil wir uns wichtiger nehmen als wir sind, uns<br \/>\nf\u00fcr unentbehrlich halten und gern den Ruhm genie\u00dfen, uns f\u00fcr<br \/>\netwas oder jemanden aufzuopfern. Wir bitten dich um Mut, uns von solchen<br \/>\nZw\u00e4ngen zu befreien und auch uns selbst Gutes zu tun.<\/p>\n<p>Und manchmal, guter Gott, setzen wir mit Eifer durch, was uns richtig<br \/>\nerscheint. In unserem Eifer vergessen wir dann bisweilen jene Menschen,<br \/>\ndie anders denken, anders empfinden als wir. Da kann es passieren, dass<br \/>\nwir diese Menschen kr\u00e4nken und verletzen, und anstatt sie f\u00fcr<br \/>\ndas Richtige zu gewinnen, bringen wir sie auf Abstand. Wo wir das getan<br \/>\nhaben, bitten wir diese Menschen und dich um Vergebung. Schenke du uns<br \/>\nGeduld mit Menschen, die aus unserer Sicht schw\u00e4cher als wir selbst<br \/>\nsind, dass wir ihnen Gutes tun.<\/p>\n<p>Denn, guter Gott, als Menschen sind wir alle von Tod und S\u00fcnde<br \/>\nbedroht. Du aber hast uns erl\u00f6st, und daf\u00fcr k\u00f6nnen wir<br \/>\ndir mit unserem Leben danken.<\/p>\n<p>Ges\u00e4nge : Wenn meine S\u00fcnd mich kr\u00e4nken, EG 82; Holz auf<br \/>\nJesu Schulter, EG 97; Das ist mir lieb, EG 292; Hilf, Herr meines Lebens,<br \/>\nEG 419<\/p>\n<p><strong>Paul Kluge, Pastor i. R.<br \/>\nMagdeburg<br \/>\n<a href=\"mailto:Paul.Kluge@t-online.de\">Paul.Kluge@t-online.de<\/a> <\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung Eine Predigt Luthers als Grundlage f\u00fcr eine neue Predigt \u0096 geht das, darf das? Wird Luthers Wort damit nicht dem der Bibel gleichgestellt und bekommt kanonischen Rang? Vor einiger Zeit h\u00f6rte ich ein theologisches Referat, in dem der Referent zwar flei\u00df\u00edg Luther, aber nicht ein einziges mal die Bibel zitierte. Luther als Dauer-Papst? 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