{"id":10167,"date":"2021-02-07T19:49:37","date_gmt":"2021-02-07T19:49:37","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10167"},"modified":"2022-10-06T10:38:17","modified_gmt":"2022-10-06T08:38:17","slug":"predigt-zu-luthers-invokavit-predigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigt-zu-luthers-invokavit-predigt\/","title":{"rendered":"Predigt zu Luthers Invokavit-Predigt"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<p>Die folgende Predigt ist f\u00fcr das Lesen mit verteilten Rollen vorgesehen.<br \/>\nEs sind mindestens zwei Sprecher erforderlich.<br \/>\nDie Predigt zitiert Teile aus der Originalpredigt \u0084Am Montag nach Invocavit\u0093 von<br \/>\nMartin Luther wortgetreu \u0096 inklusive der widerspenstigen und zum Teil uneinheitlichen<br \/>\nSchreibweise &#8211; nach der Weimarer Ausgabe von 1905 (unv.Neuabdr.1966), Band 10,<br \/>\nAbt.III, Seiten 13-20. Man kann die Zitate in der urspr\u00fcnglichen Sprache<br \/>\nvortragen. Man kann sie in modernes Hochdeutsch bringen. Man kann sie gar nur<br \/>\nsinngem\u00e4\u00df und vereinfacht wiedergeben. Die Predigerin, der Prediger<br \/>\nwird selbst entscheiden, ob und welche homiletischen Vorarbeiten die Situation,<br \/>\nin der die Predigt zu Geh\u00f6r gebracht werden soll, noch erfordert.<\/p>\n<p>Sprecher 1:<br \/>\nReminiscere, so lautet der Name des heutigen Sonntags: \u0084Gedenke!\u0093<br \/>\nDieser Ruf stammt aus dem 25.Psam: Gedenke, Herr an deine Barmherzigkeit und<br \/>\nan deine G\u00fcte.<br \/>\nAuch wir wollen heute morgen gedenken. Uns ein Ereignis vergegenw\u00e4rtigen,<br \/>\ndas grob gerechnet 500 Jahre zur\u00fcckliegt.<br \/>\nEin kleiner M\u00f6nch namens Martin Luther hatte es gewagt, sich gegen die<br \/>\nIdeologien und religi\u00f6sen Betriebsl\u00fcgen einer Maschinerie zu stellen,<br \/>\ndie halb Europa im Griff hielt: Des heiligen r\u00f6mischen Reiches und seiner<br \/>\nKirche.<br \/>\nDie Folge waren nicht\u00f6ffentliche und \u00f6ffentliche Verh\u00f6re vor<br \/>\nkirchlichen Stellen, am Ende gar ein Verh\u00f6r vor der h\u00f6chsten Instanz<br \/>\ndes Reiches, dem Reichtsag in Worms.<br \/>\nDer Mann aus Wittenberg lie\u00df sich nicht einsch\u00fcchtern. So wurde<br \/>\ner schlie\u00dflich mit der Reichsacht belegt, was einem Todesurteil gleichkam.<br \/>\nUm ihn und vielleicht auch die eigene Herrschaft zu sch\u00fctzen, zog ihn<br \/>\nsein Landesherr, der Kurf\u00fcrst Friedrich f\u00fcr einige Monate aus dem<br \/>\nVerkehr. Doch w\u00e4hrend Luther auf der Wartburg das neue Testament \u00fcbersetzte,<br \/>\nverbreiteten sich seine Ideen wie ein Lauffeuer. \u00dcberall in Deutschland<br \/>\nschossen Reformbewegungen aus dem Boden, die zun\u00e4chst auf religi\u00f6se,<br \/>\ndann aber auch auf soziale Neuerungen zielten, auf eine gerechte Verteilung<br \/>\nvon Macht und Reichtum.<\/p>\n<p>Sprecher 2:<br \/>\nAuch die Stimmung in Wittenberg, der kleinen Stadt im F\u00fcrstentum Sachsen<br \/>\nwar, wenn man so sagen will, vorrevolution\u00e4r. Aufgeregte Diskussionen,<br \/>\ngeharnischte Reden, hei\u00dfe K\u00f6pfe, Forderungen und Resolutionen, &#8211;<br \/>\ndie Unruhe mag sich auf gleiche Weise ge\u00e4u\u00dfert haben, wie sie es<br \/>\nheute tut. Man mu\u00dfte doch endlich ernstmachen mit den Erkenntnissen Martin<br \/>\nLuthers. Man mu\u00dfte doch endlich umsetzen, was der eigene Glaube als richtig<br \/>\nerkannt hatte! Allen voran die heilige Messe abschaffen, die der Reformator<br \/>\nselbst als s\u00fcndig und sonderbar gebrandmarkt hatte. Der neue Glaube wollte<br \/>\nsich Ausdruck verleihen, und dazu brauchte er eine gottesdienstliche Feier,<br \/>\ndie seinen \u00dcberzeugungen nicht widersprach. Also weg mit der Messe, abgeschafft,<br \/>\ndie alten Z\u00f6pfe abgeschnitten ohne Wenn und Aber! Irgendwann mu\u00dfte<br \/>\nsich doch etwas bewegen!<br \/>\nWie nahe sie uns sind, die Wittenberger Luther-Freunde. Und wie ungern sie<br \/>\ndie Worte ihres Vordenkers geh\u00f6rt haben werden. Der n\u00e4mlich hatte<br \/>\nam Sonntag Invokavit des Jahres 1522 die Wartburg verlassen, um die Stimmung<br \/>\nzu d\u00e4mpfen. An sieben aufeinanderfolgenden Tagen hielt er in der Stadtkirche<br \/>\nzu Wittenberg seine sp\u00e4ter ber\u00fchmt gewordenen Invokavit-Predigten.<br \/>\nWir wollen heute den Reformatoren mit der zweiten, der Montagspredigt, zu Wort<br \/>\nkommen lassen. Ihn ins Gespr\u00e4ch bringen mit den Fragen, die seine Weggef\u00e4hrten<br \/>\ndamals gehabt haben m\u00f6gen &#8211; und wir heute noch haben.<\/p>\n<p>Sprecher 1:<br \/>\n\u0084Lieben Freunde, Ir habt gestern geh\u00f6rt, \u0085 wie das gantze Christliche leben<br \/>\nund Wesen sey gleuben und lieben.\u0093 (S.13)<br \/>\nDie Liebe aber handelt so, \u0084dass sie nicht zwinget noch allzu strenge feret\u0093.<br \/>\n(S.14)<br \/>\nDa\u00df die Messe auf die bisherige Weise gehalten \u0084s\u00fcndlich ist\u0093, und \u0084sollten<br \/>\nabgethan sein\u0093 (S.14), das soll man \u0084predigen, \u0085 schreiben und verk\u00fcndigen\u0085\u0093,<br \/>\ndoch \u0084niemand sol man mit den Haren davon reissen, sondern man soll es Gott<br \/>\nheim geben und sein wort allen wircken lassen one unser zuthun oder wercke.\u0093 (S.14)<\/p>\n<p>Sprecher 2:<br \/>\nOb es bei der Predigt in der Wittenberger Stadtkirche Zwischenrufe gegeben<br \/>\nhat? Kaum anzunehmen, dass Luthers Weggef\u00e4hrten \u0096scharfe und kritische<br \/>\nGeister waren darunter &#8211; den Worten des Reformators ergeben gelauscht haben.<\/p>\n<p>Gott walten lassen, sch\u00f6n und gut, lieber Martinus, doch hat er<br \/>\nuns H\u00e4nde gegeben, und was er hier auf Erden vollbringen will tut<br \/>\ner nicht anders als durch Menschenhand. Auch hat er uns die Vernunft<br \/>\ngegeben, die unsere H\u00e4nde lenkt. Und das, was die Vernunft als die<br \/>\nWahrheit erkennt, mu\u00df der Mensch doch durch sein Handeln Gestalt<br \/>\nwerden lassen. Wie von Anfang an Adam und Eva, die den Auftrag erhalten<br \/>\nhaben, den Garten Gottes zu bebauen und zu bewahren, so sollen wir die<br \/>\nKirche und alles was zum Glauben geh\u00f6rt nach bestem Wissen pflegen,<br \/>\ninstand halten und wenn n\u00f6tig umbauen.<\/p>\n<p>Sprecher 1:<br \/>\nEs sind nicht in erster Linie Vernunft und Erkenntnis, die das menschliche<br \/>\nHandeln leiten. Nach dem Willen Gottes und nach den Worten des Evangeliums<br \/>\nist es vielmehr die Liebe.<br \/>\n\u0084Der Glaub ist gericht gegen Gott, die Liebe aber gegen dem Menschen un Nehsten.\u0093 (S.13)<br \/>\nUnd die Liebe soll niemanden zwingen und in \u00e4u\u00dferlichen Dingen \u0084nicht<br \/>\ngestrenge faren und dieselbigen Messen mit gewalt abreissen.\u0093 Denn wenn wir in<br \/>\nden Fehler verfallen und den \u0084missbrauch der Messen mit gewalt ablegen, so sind<br \/>\nir viel, die \u0085 wissen \u0085 nicht wie sie dran sind, obs recht oder unrecht sei. \u0085 und<br \/>\nhaben davon ein unruhiges Gewissen.\u0093 (S.15)<br \/>\n\u0084Die Liebe erfodderts, das du Mitleiden habst mit den Schwachen, bis sie auch<br \/>\nim Glauben zunehmen und stercker werden.\u0093 (S.17) Ich m\u00f6ge \u0084auch f\u00fcr<br \/>\nsie gebeten haben\u0093 (S.18)<\/p>\n<p>Sprecher 2:<br \/>\nMit den Schwachen mitleiden, sch\u00f6n und gut.<br \/>\nF\u00fcr sie beten auch.<br \/>\nAber warum sollen die, die noch nicht so weit sind, \u00fcber das Leben derer<br \/>\nbestimmen, die sich schon l\u00e4ngst von den falschen \u00dcberlieferungen<br \/>\nder Vergangenheit gel\u00f6st haben?<br \/>\nWenn man bei jeder Ver\u00e4nderung, bei jedem Schritt in die Zukunft auf die<br \/>\nFu\u00dfkranken warten wollte, die Bedenkentr\u00e4ger und Zauderer, was w\u00fcrde<br \/>\nsich dann \u00fcberhaupt bewegen? Gen\u00fcgt es nicht, wenn eine Mehrheit<br \/>\nden Entschluss fasst, neues zu wagen? Gen\u00fcgt manchmal nicht sogar eine<br \/>\nqualifizierte, will sagen gebildete und interessierte Minderheit?<\/p>\n<p>Sprecher 1:<br \/>\n\u0084Was kann dirs schaden, wenn du mit \u0085 solch eussserlichen dingen gedult tregest,<br \/>\nhastu doch deinen Glauben rein und starck zu Gott.\u0093 (S.17)<br \/>\nUnd: \u0084Solange noch nicht aller Menschen \u0084gem\u00fct und hertz dabey sind, da<br \/>\nlas es Gott walten, da bitt ich dich umb, denn du richtest nichts guts an.\u0093 (S.17) \u0084Wenn<br \/>\nnu aber darnach aller mut und sinn zusamen stimmet und \u0085 eins werden, so das<br \/>\nkeine Schwachheit mehr vorhanden ist, da thue man denn abe, was nicht recht<br \/>\nist.\u0093 (S.17)<br \/>\nDazu mu\u00df man aber zuerst \u0084der Leute hertz\u0093 fangen, \u0084welches denn geschiet,<br \/>\nwenn ich Gottes wort treibe, predige das Euangelion, verk\u00fcnige \u0085\u0093 (S.16) \u0084\u0085 denn<br \/>\nmit dem wort nimet Gott das Hertz ein, wenn das Hertz eingenomen ist, so hastu<br \/>\nden Menschen schon gewonnen\u0093, und am Ende werden die Dinge fallen, die fallen<br \/>\nsollen (S.16).<br \/>\n\u0084Also wirckete Gott mit seinem wort mehr denn wenn du und ich und die gantze<br \/>\nWelt alle gewalt auff einen hauffen schmeltzeten\u0085\u0093 (S.16)<\/p>\n<p>Sprecher 2:<br \/>\nGewalt lehnen wir auch ab, Martinus. Und doch ist es n\u00f6tig, da\u00df wir<br \/>\nVerantwortung \u00fcbernehmen und uns nicht scheuen, die Macht in beide H\u00e4nde<br \/>\nzu nehmen. Wer das tut, kann nat\u00fcrlich seinen Glauben nicht so rein bewahren,<br \/>\nwie du es dir w\u00fcnschst. Wer Verantwortung \u00fcbernimmt, wird sich zwangsl\u00e4ufig<br \/>\ndie H\u00e4nde schmutzig machen.<\/p>\n<p>Sprecher 1:<br \/>\n\u0084Mit \u0085 st\u00fcrmen und gewalt werdet irs nicht hinausf\u00fcren, das werdet<br \/>\nir sehen.\u0093 (S.17)<br \/>\n\u0084Nemet ein Exempel an mir. Ich bin dem Bapst, dem Ablas und allen Papisten entgegen<br \/>\ngestanden, Aber mit keiner gewalt, &#8230;, sondern Gottes wort allein habe ich getrieben,<br \/>\n&#8230;, sonst hab ich nichts dazu getan.\u0093 (S.18)<br \/>\n\u0084Ich hab nichts gethan, das Wort hat es alles gehandelt und au\u00dfgericht.\u0093 \u0085 \u0084Das<br \/>\nhat, &#8230;, wenn ich wittenbergisch bier mit meynem Philipo und Am\u00dfdorff<br \/>\ngetruncken hab, also vil gethan, das das Bapstum also schwach worden ist, das<br \/>\nim noch nye keyn F\u00fcrst noch Keyser so vil abgebrochen hat.\u0093 (S.18f)<\/p>\n<p>Sprecher 2:<br \/>\nVor dir, Martin, haben andere Reformatoren ebenso klar und deutlich das Wort<br \/>\ngef\u00fchrt. Und die sind auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden. Es ist<br \/>\neine Ausnahmesituation der Geschichte, eine F\u00fcgung, da\u00df das Wort<br \/>\nausgerechnet zu unserer Zeit so schnell durch alle Lande l\u00e4uft. Vielleicht<br \/>\nweil mans auf einfache Weise vervielf\u00e4ltigen kann indem mans mit Bleilettern<br \/>\ndruckt. Aber nicht lange, da werden sich Papst und Kaiser dieses Mediums bem\u00e4chtigen<br \/>\nund verbieten zu schreiben und zu drucken, was nicht ihrer Lehre entspricht.<br \/>\nDann kommt es wieder so, da\u00df man ein freies Wort nirgends mehr wird wagen<br \/>\nd\u00fcrfen.<br \/>\nNein: Wir m\u00fcssen Verantwortung \u00fcbernehmen. Wir m\u00fcssen die Macht,<br \/>\ndie wir haben, nutzen und Fakten schaffen. Wenn wir es nicht tun, tun es andere<br \/>\nund wir werden von der Geschichte \u00fcberrollt.<\/p>\n<p>\u0084\u0085Wo ir also verharret und euch nicht wollet lencken lassen, so wisset,<br \/>\ndas ich nicht will bei euch stehen.\u0093 (S.17)<br \/>\nSondern ich werde \u0084alles, was ich geschrieben und gepredigt hab, widerruffen.<br \/>\n(S.17)<br \/>\nSumma summarum \u0085 zwingen und dringen mit gewalt will ich niemand, denn der<br \/>\nGlaub wil willig und ungen\u00f6tiget sein und one zwang angenomen werden.<\/p>\n<p>Sprecher 1:<br \/>\nVon da an gingen sie getrennte Wege, Martin Luther und die radikaleren Reformatoren,<br \/>\ndie sp\u00e4ter so genannten \u0084Schwarmgeister\u0093, Widert\u00e4ufer, \u0084Propheten\u0093.<br \/>\nDie meisten von ihnen hatten vor Augen, aus Kirche mit ihren Ideen und F\u00e4higkeiten<br \/>\nein Reich Gottes zu bauen.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr uns ist die Anfechtung gro\u00df, nicht allein auf Gottes<br \/>\nWort zu bauen.<br \/>\nWie schwer f\u00e4llt es uns, den Dingen ihren Lauf zu lassen.<br \/>\nWie gro\u00df ist die Versuchung, Entscheidungen herbei zu f\u00fchren, auf<br \/>\nden Gang der Dinge einzuwirken, das Geschehen selbst in die Hand zu nehmen<br \/>\nund in unserem Sinne zu beeinflussen.<br \/>\nWenn die Diagnose auf Krebs lautet.<br \/>\nWenn die Tochter mit zw\u00f6lf in die Disco will.<br \/>\nWenn zwei Menschen akzeptieren m\u00fcssen, sie passen nicht zu einander.<br \/>\nWenn im Betrieb einer den Hut nehmen muss, damit der andere bleiben kann:<br \/>\nImmer m\u00f6chte ich das Gesetz des Handelns in H\u00e4nden behalten.<\/p>\n<p>Sprecher 2:<br \/>\nDenn ich m\u00f6chte am Ende nicht von der Entwicklung \u00fcberrollt werden.<br \/>\nKeiner m\u00f6chte ins Abseits geraten, auf der Seite der Verlierer stehen.<br \/>\nNat\u00fcrlich mu\u00df etwas geschehen. Aber wir m\u00f6chten nicht, da\u00df etwas<br \/>\nan uns, mit uns geschieht. Was an uns und mit uns geschieht, m\u00f6chten wir<br \/>\nselbst entscheiden. Wir f\u00fcrchten uns davor, da\u00df andere Menschen<br \/>\noder Ereignisse \u0084etwas mit uns machen\u0093. Gar etwas, worunter wir zu leiden h\u00e4tten.<br \/>\nEs ist die Angst vor dem Leiden. Die Angst davor, etwas hinnehmen zu m\u00fcssen<br \/>\nund zur Passivit\u00e4t, gar zur Passion verurteilt zu sein, die uns zur Aktion,<br \/>\nzur Aktivit\u00e4t dr\u00e4ngt.<br \/>\nEs ist die Bereitschaft zum Leiden, notfalls zum Martyrium, die Martin Luthers<br \/>\nGlauben so fest, die seine Worte so furchtlos und wirkungsvoll macht.<\/p>\n<p>Sprecher 1:<br \/>\nSo fragt sich, wer damals eigentliche die Starken waren \u0096 und wer die Schwachen.<br \/>\nDie Zupackenden? Die mit durchaus guten Argumenten dem Lauf der Geschichte<br \/>\nnachhelfen wolten?<br \/>\nMartin Luther jedenfalls hat in seinem Glauben, durch die F\u00e4higkeit, die<br \/>\nentscheidenden Dinge auf Gott hin loszulassen, ein spannendes, reiches, geradezu<br \/>\nrasantes Leben f\u00fchren k\u00f6nnen. Voller Aufgaben, \u00fcbertragener<br \/>\nVerantwortung und Erf\u00fcllung.<br \/>\nIch sehe das mit Staunen.<br \/>\nUnd w\u00fcnsche mir und uns und bitte Gott, da\u00df er uns dort, wo es darauf<br \/>\nankommt, auch etwas von diesem gro\u00dfen Vertrauen schenkt.<br \/>\nAmen.<\/p>\n<p><strong>Ulrich Haag, Aachen<a href=\"mailto:haag@ekir.de\"><br \/>\nhaag@ekir.de<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die folgende Predigt ist f\u00fcr das Lesen mit verteilten Rollen vorgesehen. Es sind mindestens zwei Sprecher erforderlich. 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