{"id":10243,"date":"2004-12-07T19:49:20","date_gmt":"2004-12-07T18:49:20","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10243"},"modified":"2025-05-12T14:16:51","modified_gmt":"2025-05-12T12:16:51","slug":"micha-5-1-4a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/micha-5-1-4a\/","title":{"rendered":"Micha 5, 1-4a"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><strong><b><span style=\"color: #000099;\">1. Weihnachtstag | 25. Dezember 2004 | <\/span><\/b><b><span style=\"color: #000099;\">Micha 5, 1-4a | Elisabet Mester |<\/span><\/b><\/strong><\/h3>\n<p><strong>Liedvorschl\u00e4ge: <\/strong><\/p>\n<p>Gelobet seist du EG 23, 1.3.4.6<br \/>\nEs ist ein Ros EG 30<br \/>\nVor der Predigt: Zu Bethlehem geboren EG 32 oder O Bethlehem, du kleine EG 55<br \/>\nNach der Predigt: Fr\u00f6hlich soll mein Herze EG 36 oder Der Heiland ist geboren EG 49<br \/>\nNach den Abk\u00fcndigungen: Ich steh an deiner EG 37 i. A.<br \/>\nZuletzt: Brich an, du sch\u00f6nes Morgenlicht EG 33, oder, wenn die Tradition es gebietet: O du fr\u00f6hliche EG 44<\/p>\n<p><strong> Lesungen: <\/strong><\/p>\n<p>Micha 5, 1-4a (Predigttext),<br \/>\nMatth\u00e4us (1, 18-25 und) 2, 1-6<br \/>\n(wenn es sein mu\u00df) Lukas 2 i. A.<\/p>\n<p><strong> Bittruf:<\/strong><\/p>\n<p>Was sollen wir dir bringen an deinem Geburtstag, du g\u00f6ttliches Kind?<br \/>\nWir haben geschaut und gesucht und nicht gefunden, was wir dir geben k\u00f6nnten.<br \/>\nKein Geschenk, das zu dir passen k\u00f6nnte &#8211; keins als unser armes Herz, das sich sehnt nach dir, lieber Herr Jesus, und das sich w\u00fcnscht, von dir beschenkt zu werden.<br \/>\nKyrie&#8230;<\/p>\n<p><strong> Gnadenwort:<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erw\u00e4hlt, weil ihr gr\u00f6\u00dfer w\u00e4ret als alle V\u00f6lker &#8211; denn du bist das kleinste unter allen V\u00f6lkern -, sondern weil er euch geliebt hat.&#8220; (Deut 7,7f)<br \/>\nEhre sei Gott in der H\u00f6he&#8230;<\/p>\n<p><strong> Kollektengebet:<\/strong><\/p>\n<p>Zu dir kommen wir mit allem, was uns bewegt:<br \/>\nmit unserer Unruhe und unserer Sehnsucht nach Frieden,<br \/>\nmit unserem Wunsch zu schenken und auch der Bitte,<br \/>\nda\u00df du uns beschenken m\u00f6gest heute am Weihnachtstag,<br \/>\ndu Kind in der Krippe, du menschgewordener Gott.<br \/>\nDir sei Ehre in Ewigkeit. Amen.<\/p>\n<p><strong> F\u00fcrbittengebet:<\/strong><\/p>\n<p>Klein bist du geworden uns zuliebe,<br \/>\ndu Gotteskind.<br \/>\nAls Menschenkind bist du geboren<br \/>\nin Bethlehem und auch in uns.<br \/>\nWir danken dir daf\u00fcr und bitten dich heute:<br \/>\nF\u00fchr uns hinein in das Geheimnis des Lebens.<br \/>\nLa\u00df uns empfinden, wie sch\u00f6n es ist, wenn etwas klein beginnt.<br \/>\nSchenk uns die Freude am Wachsen und Werden,<br \/>\nund la\u00df uns auch erleben, wie unser Glaube w\u00e4chst.<br \/>\nDa\u00df unser Herz sich aufmacht f\u00fcr dich.<br \/>\nDa\u00df unsere Hand sich auftut f\u00fcr deine Menschen.<br \/>\nDir, Kind von Bethlehem, sei Ehre in Ewigkeit.<\/p>\n<p><strong> Predigttext:<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Und du, Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den St\u00e4dten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang und Anfang von Ewigkeit her gewesen ist. Indes l\u00e4\u00dft er sie plagen bis auf die Zeit, da\u00df die, welche geb\u00e4ren soll, geboren hat. Da wird dann der Rest seiner Br\u00fcder wiederkommen zu den S\u00f6hnen Israel. er aber wird auftreten und weiden in der Kraft des Herrn und in der Macht des Namens des HERRN, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist. Und er wird der Friede sein.&#8220;<\/p>\n<p>Micha 5, 1-4a<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong> Predigt: <\/strong><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>gestern abend haben wir alle Geschenke bekommen. Das ist eine tolle Sache, nicht nur f\u00fcr die Kinder. Auch Jugendliche und Erwachsene sind Jahr f\u00fcr Jahr gespannt darauf, was ihnen ihre Lieben auf den Gabentisch legen werden. Manchmal sind es so gro\u00dfe Dinge, da\u00df sie gar nicht eingepackt werden k\u00f6nnen. Manchmal sind sie so klein, da\u00df man sie<\/p>\n<p>unter dem Tannenbaum erst suchen mu\u00df, bis man sie sieht. Meine Geschwister und ich waren als Kind der \u00dcberzeugung, da\u00df harte P\u00e4ckchen fast immer besser sind als weiche: weiche enthalten n\u00e4mlich oftmals Dinge, die man ohnehin braucht; zum Beispiel Kleidungsst\u00fccke. (\u201eSOS\u201c, sagte mein Vater immer, wenn er folgendes bekam: Schlips, Oberhemd, Socken. Und \u201eSOS-Geschenke\u201c waren nicht beliebt.) Harte Pakete dagegen sind echte Geschenke: B\u00fccher und Spiele zum Beispiel. Sehr kleine P\u00e4ckchen sind \u00fcbrigens das Spannendste. Ist das besonders wertvoll, was sich darin verbirgt \u2013 ist es etwa ein Juwel? Wenn es das nicht ist, dann ist es allerdings wirklich klein, das Geschenk. Ich habe einmal in einem ganz kleinen Paket einen neuen Wohnungsschl\u00fcssel bekommen. Weil ich meinen schon wieder verloren hatte. Nun ja, von dieser Gabe war ich an Weihnachten nicht gerade begeistert. Klein mag es sein, das Geschenk, aber zu klein sollte es nicht sein.<\/p>\n<p>So ist die Stadt Bethlehem denn auch, wie im Evangelium nach Matth\u00e4us betont wird, (2, 6) &#8222;<em>keineswegs<\/em>&#8220; die kleinste unter den St\u00e4dten in Juda, <em>mitnichten<\/em>. Wie w\u00e4re es sonst m\u00f6glich, da\u00df der F\u00fcrst, der das Volk Israel weiden soll, dorther k\u00e4me? &#8211; Ausgerechnet Bethlehem, k\u00f6nnten wir sagen. Und das zu Recht. Denn es <em>ist <\/em>klein, dies Bethlehem.<\/p>\n<p>&#8222;Du, Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den St\u00e4dten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. (&#8230;) Und er wird der Friede sein.&#8220; So hei\u00dft es im Prophetenbuch Micha.<\/p>\n<p>Bethlehem ist klein. Es ist eben nicht Jerusalem. Nichts Gro\u00dfartiges, beileibe nicht. Keine Metropole, sondern h\u00f6chstens ein gro\u00dfes Dorf. Bis heute ist das so geblieben.<\/p>\n<p>Und doch hat der Prophet Micha sich ganz gewi\u00df nicht dar\u00fcber gewundert, als er das ank\u00fcndigte: da\u00df ausgerechnet aus diesem staubigen und f\u00fcr manche vielleicht sogar sch\u00e4big erscheinenden Bethlehem der lang ersehnte Friedensbringer kommen wird (Jes. 9,5). Der K\u00f6nig David war ja auch aus Bethlehem gekommen. Er war der kleinste aus der Reihe seiner Br\u00fcder gewesen, und es hatte wirklich niemand damit gerechnet, da\u00df gerade er zum K\u00f6nig gesalbt werden sollte. Man mu\u00dfte ihn auch eigens herholen lassen, von den Schafherden, die er h\u00fctete, drau\u00dfen auf dem Feld von Bethlehem. Er war &#8211; das ist nichts Dolles &#8211; ein Hirte gewesen. Er hatte dunkle Haut. Und er schien manchem viel zu klein zu sein f\u00fcr diese gro\u00dfe W\u00fcrde: K\u00f6nig von Israel zu sein. Seinem Volk Frieden zu bringen.<\/p>\n<p>Die g\u00f6ttliche Weisheit hat aber genau das im Programm. Der Friede f\u00e4ngt klein an. Winzig klein. Ein Funke nur, der aufblitzt. Ein kleiner Lichtblick. Es beginnt alles, was Gott in seiner Weisheit tut, sehr klein.<\/p>\n<p>Mit einem F\u00fcnkchen Licht beginnt der Sch\u00f6pfer die Sch\u00f6pfung, in gro\u00dfer Weisheit.<\/p>\n<p>Ich habe einmal als Kind auf einem Bauernhof in \u00d6sterreich beobachtet, wie die Gro\u00dfmutter der Familie morgens aus einem roten P\u00fcnktchen, das sie in der Ofenasche fand, das Herdfeuer wieder entfachte. Behutsam sch\u00fcrte sie die Glut im K\u00fcchenofen, dann legte sie trockenes Heu und kleine St\u00fcckchen Rinde dazu, schlie\u00dflich Sp\u00e4ne und zuletzt \u00c4ste. Es dauerte nicht lange, da loderte es hell und warm. Jetzt konnte sie Wasser aufsetzen.<\/p>\n<p>Damals habe ich mir vorgestellt, da\u00df Gott bei seiner Sch\u00f6pfung \u00e4hnlich vorgegangen ist. Da\u00df er ganz vorsichtig ein kleines bi\u00dfchen Licht und Leben angehaucht und mit Nahrung versorgt, es sorgsam gehegt hat, bis es wachsen und Raum greifen konnte. Wie ein Funke, der angefacht und zum Leuchten gebracht wird, wie eine ganz kleine Flamme, die vorsichtig z\u00fcngelt und dann an Kraft gewinnt, so f\u00e4ngt alles an, was Gott beginnt. Der Atem des Lebens, den die Sch\u00f6pferkraft darein bl\u00e4st, l\u00e4\u00dft Kleines gr\u00f6\u00dfer werden, l\u00e4\u00dft Lebendiges aufkeimen und wachsen.<\/p>\n<p>Die Weisheit Gottes, sie ist es, die das, was gro\u00df werden soll, klein beginnen l\u00e4\u00dft. Sie hat ihre gro\u00dfe Freude am zarten Beginn, am Aufkeimen und Wachsen. Sie ist verliebt in kleine Anf\u00e4nge. Gro\u00dfe Auftritte gefallen ihr nicht. Sie liebt es dagegen sehr, etwas werden und sich entwickeln zu sehen. Sie tanzt und spielt in diesem wunderbaren Geschehen, das Kleines gedeihen l\u00e4\u00dft, und nimmt an der Sch\u00f6pfung mit ihrem Tanz immerfort teil. Denn die Weisheit war von Anbeginn dabei, als Gott die Welt schuf (Spr. Sal. 8, 22-36). &#8222;Da war ich als sein Liebling bei ihm&#8220;, so sagt sie von sich selbst im Buch der Spr\u00fcche Salomos; &#8222;Ich war seine Lust t\u00e4glich und spielte vor ihm allezeit; ich spielte auf seinem Erdkreis und hatte meine Lust an den Menschenkindern.&#8220;<\/p>\n<p>Die Weisheit verk\u00f6rpert so das lebendige Prinzip, sie kennt den Anfang des Lebens, weil sie vom ersten Tag an Gott begleitet und beraten hat als seine &#8222;Werkmeister&#8220;in, wie Martin Luther \u00fcbersetzt hat. Sie wei\u00df, da\u00df das, was nicht klein anfangen will, auch nicht gro\u00df werden kann. &#8222;Alles mu\u00df klein beginnen&#8220;, so singen die Kinder im Kindergottesdienst (Text von Gerhard Sch\u00f6ne: Alles muss klein beginnen, lass etwas Zeit verrinnen. Es muss nur Kraft gewinnen und endlich ist es gro\u00df. ).<\/p>\n<p>Das klingt einfach, aber es ist ein gro\u00dfes Geheimnis, und es ist das Geheimnis von Weihnachten. Es f\u00e4ngt das wirklich Gro\u00dfe immer unscheinbar an, im Verborgenen. Der K\u00f6nig Israels wird nicht in Jerusalem geboren, wie doch jeder halbwegs Kundige gedacht h\u00e4tte. Nein, er kommt in Bethlehem zur Welt. Nicht in einem Palast, sondern in einer Unterkunft f\u00fcr Tiere tut er seinen ersten Atemzug. Von ganz kleinen Leuten: von einem M\u00e4dchen, das nicht verheiratet ist, und seinem Freund, dem Zimmermann, wird der K\u00f6nig als Kind willkommen gehei\u00dfen. Ja, ein Kind ist dieser gro\u00dfe Friedef\u00fcrst. Ich bin erleichtert, Jahr f\u00fcr Jahr, wenn ich im Evangelium h\u00f6re, da\u00df Maria Windeln f\u00fcr ihn hatte. Immerhin ein Lichtblick.<\/p>\n<p>&#8222;Du, Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den St\u00e4dten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei&#8220;. Ephrata &#8211; so hie\u00df Bethlehem fr\u00fcher. Lange vor der Zeit des Procheten Micha wurde in diesem Ephrata Israels Stamm-Mutter Rachel begraben, nachdem sie dort ihr j\u00fcngstes Kind geboren hatte. Und das ist Ephrata eben: Es steht f\u00fcr die junge Saat, die aufkeimt aus der reifen Frucht. Der S\u00e4ugling Benjamin, dem Rachel hier das Leben schenkte, steht als ein Pfand f\u00fcr eben diese Hoffnung. Ein kleines Kind. Ein neuer Anfang. So wird es hier, in Bethlehem Ephrata, wieder beginnen. Von vorn. Ganz klein. Unendlich kostbar. Heilig.<\/p>\n<p>Ja. Deshalb beginnt es auch bei uns in diesen Weihnachtstagen wieder ganz von vorn.<\/p>\n<p>Wir werden klein in dieser heiligen Zeit. Wie Kinder fangen wir an, winzig kleine \u00dcberraschungen vorzubereiten und uns unerh\u00f6rt neue Geschenke f\u00fcr unsere Freunde zu \u00fcberlegen. Wir haben Geheimnisse und suchen Verstecke f\u00fcr sie. Wir h\u00f6ren Musik, die wir sonst nicht anh\u00f6ren w\u00fcrden, und wenn keiner dabei ist, singen wir heimlich mit. Kleine Lichter z\u00fcnden wir an und schm\u00fccken unser Haus mit kleinen bunten Dingen. Dann warten gespannt auf das, was passieren wird. Denn es soll ja etwas geschehen. Wenn wir uns nicht scheuen, wieder klein zu sein, auch offen zu sein und vielleicht sogar verletzlich, dann wird es geschehen, ganz gewi\u00df. Wir beugen uns hinab und sehen dahin, wo wir sonst nicht hinschauen. In einen Stall gucken wir, zu den Tieren, und in einen Futtertrog, in dem &#8211; ein Menschenkind liegt.<\/p>\n<p>Wir recken uns auch hinauf und schauen in den Sternenhimmel, wo unz\u00e4hlige winzig kleine Lichtp\u00fcnktchen leuchten, die uns davon erz\u00e4hlen, wie alles einmal angefangen hat. Und wie es noch heute beginnt. Bei den Kindheitsgef\u00fchlen, die tief im Herzen schlummern, bis wir uns in dieser Zeit trauen, sie zu wecken und das zu empfinden: wie spannend es ist, auf etwas Wunderbares zu warten. Wie geheimnisvoll sich dieses Wunder vollzieht, wir sp\u00fcren es aufkeimen und k\u00f6nnen doch niemals ganz verstehen, wo es beginnt und wie das geschieht. Das liegt wohl daran, da\u00df es ganz klein anf\u00e4ngt, ganz im Verborgenen. Auch in uns geht es behutsam an, und wir bekommen dabei eine Sehnsucht danach, es wachsen zu lassen in uns, dies Weihnachtswunder. Freunde zu besuchen, bei denen wir lange nicht mehr gewesen sind, oder Gerichte zu backen und zu kochen, die es lange nicht mehr gegeben hat bei uns. Briefe und Gru\u00dfkarten zu schreiben an Bekannte, die schon seit Monaten nichts mehr von uns geh\u00f6rt haben, oder einen alten Streit beizulegen und jemandem zu verzeihen, gegen den wir lange Zeit einen Groll gehegt haben. Wir bekommen Lust, endlich wieder am E\u00dftisch zu sitzen, zu basteln und zu spielen, oder wir schicken Geld in Gegenden der Welt, wo sie es bitter n\u00f6tig haben, die Menschen. Es f\u00e4llt uns auf, da\u00df sie dort ganz arm sind, wie das Kind in der Krippe, das in Bethlehem geboren wurde, und das jetzt in unseren Herzen von Neuem beginnt, Raum zu greifen.<\/p>\n<p>Denn so ein Menschenherz, das ist dem gro\u00dfen Gott durchaus nicht zu klein. Obwohl es ja nicht gro\u00df ist. Wer wissen will, welche Ma\u00dfe sein eigenes Herz hat, kann die Hand zur Faust ballen und sie betrachten. So gro\u00df ist es, ziemlich genau. Man sollte gar nicht meinen, da\u00df das Jesuskind da Platz findet. Aber nun ist es ja &#8211; Gott sei Dank! &#8211; klein, das Kind. Und die Faust kann sich auch \u00f6ffnen und sich w\u00f6lben wie eine Schale oder wie eine Wiege, in die etwas hineinpa\u00dft. Das Herz kann das ebenso tun. Es kann sich aufmachen und das Kind von Bethlehem aufnehmen. Denn das Herz ist mitnichten das Kleinste, was wir haben. Es kann gro\u00dfm\u00fctig sein und sich bewegen, auf Gott kann es sich zu bewegen, und auch auf unsere Mitmenschen hin. Es kann das nicht gleich sofort und vielleicht nicht ganz richtig, aber es \u00fcbt sich darin, wenn wir das wollen. Wenn wir wollen, f\u00e4ngt es damit an. Ganz klein, und doch nicht kleinlich, sondern freudig und voller Zuversicht. Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Elisabet Mester<br \/>\nAnna-von-Borries-Stra\u00dfe 1-7<br \/>\n30625 Hannover<br \/>\nTel. 0511\/5354-119<br \/>\n<a href=\"mailto:mester@annastift.de\">mester@annastift.de<\/a><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Weihnachtstag | 25. 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