{"id":10244,"date":"2004-12-07T19:49:21","date_gmt":"2004-12-07T18:49:21","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10244"},"modified":"2025-05-12T14:18:26","modified_gmt":"2025-05-12T12:18:26","slug":"micha-51-4a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/micha-51-4a\/","title":{"rendered":"Micha 5,1-4a"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><strong><b><span style=\"color: #000099;\">Christfest I | 25. Dezember 2004 |\u00a0<\/span><\/b><b><span style=\"color: #000099;\">Micha 5, 1-4a | Jan Szarek | <\/span><\/b><\/strong><\/h3>\n<p><strong>Micha 5, 1-4a.<\/strong><em> Du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den St\u00e4dten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. Indes l\u00e4\u00dft er sie plagen bis auf die Zeit, da\u00df die, welche geb\u00e4ren soll, geboren hat. Da wird dann der Rest seiner Br\u00fcder wiederkommen zu den S\u00f6hnen Israels. Er aber wird auftreten und weiden in der Kraft des Herrn und in der Macht des Namens des Herrn, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist. , er wird der Friede sein.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Nach langer Zeit ist im Januar 2000 mein Wunsch, das Heilige Land zu besuchen, in Erf\u00fcllung gegangen. Ich konnte mit einer Reisegruppe aus Polen 10 Tage in Israel verbringen. Wir haben in Bethlehem gewohnt und von da viele Ausfl\u00fcge gemacht.<br \/>\nAlles was in den letzten Jahren \u00fcber Bethlehem in den Medien zu lesen und zu h\u00f6ren war, konnten wir an Ort und Stelle beobachten. Krieg, Besatzung, Stacheldraht, Not und Tod haben wir mit den eigenen Augen fast jeden Tag gesehen.<\/p>\n<p>Alle diese schrecklichen Bilder passen nicht in unsere sch\u00f6ne Weihnachtszeit, aber so schaut unsere t\u00e4gliche Welt aus. Das war schon zu Zeiten des Propheten Micha nicht anders. Das Land und Bethlehem wurden zwischen den Weltm\u00e4chten zerrieben.<br \/>\nVon dem K\u00f6nigreich Israel ist nur eine kleine Insel \u2013 das S\u00fcdreich zur\u00fcckgeblieben und das sollte auch bald untergehen. Bethlehem, das 7,5 km von Jerusalem entfernt gelegene St\u00e4dtchen, hatte in dieser Zeit keine strategische und politische Bedeutung.<br \/>\nAber gerade diese kleine Siedlung in Juda war der Geburtsort des K\u00f6nig David. Der Prophet spricht hier von einem neuen K\u00f6nig:<br \/>\n<strong>\u201eAus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist\u201c. (<\/strong>Micha 1,1.)Diese Worte haben die Hohenpriester bezogen auf den Messias, den K\u00f6nig, der sein Volk erretten w\u00fcrde.<br \/>\nAuf diesen neuen Spross aus dem David Stamm, den Messias, wartete seit 700 Jahren vor den Tagen Micha, dass Volk Israel. Unter ihnen auch Simeon, Hanna und viele andere warteten auf die Erl\u00f6sung Jerusalems.<\/p>\n<p>Lange mussten alle warten, dass die Weissagung des Propheten Micha sich erf\u00fcllte, bis die Zeit kam und Lukas konnte berichten. \u201e<strong>Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie geb\u00e4ren sollte\u201c(Luk.2,6.).<br \/>\n<\/strong>Still und verborgen wird in Bethlehem ein Kind aus davidschen K\u00f6niggeschlecht geboren. Jesus Christus wurde in Bethlehem in Juda geboren. Dieses \u201cgottverlassene Nest\u201c hat Gott zum Geburtsort seines eigenen Sohnes erw\u00e4hlt, nicht Jerusalem oder Rom, ganz im Schatten der gewaltigen Metropolen. Ja, Gott hat eine merkw\u00fcrdige Vorliebe f\u00fcr das Kleine, f\u00fcr das Geringe, f\u00fcr die Verachteten, f\u00fcr die, die man \u00fcbersieht und von denen man nichts erwartet.<br \/>\nDieses hilflose Menschenkind entspringt unmittelbar dem Herzen Gottes. Es verk\u00f6rpert die erbarmende Liebe Gottes. Es steigt wie ein guter Hirte in die Schluchten der Welt um die Verlorenen heimzutragen. Jesus kam zu uns als der gute Hirte. Micha gebraucht das Bild vom guten Hirten, wenn er sagt: \u201e <strong>Er wird auftreten und weiden&#8230;\u201c. <\/strong>Jesus hat sein Leben f\u00fcr uns eingesetzt (Joh.10.11). Er hat uns durch seinen Tod befreit von den M\u00e4chten, die unser Leben zerst\u00f6ren wollen.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Weinachten ist ein Fest der Freude und wir haben noch in den Ohren das Engelswort: \u201e <strong>Siehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude\u201c.<br \/>\n<\/strong>Die T\u00fcr zur Freude steht offen, wir brauchen nicht mehr zu warten. Jesus Christus ist gekommen. Weinachten ist ein Weg zu uns, zu dir.<br \/>\nDie T\u00fcr zu Gott steht offen. Jetzt wartet Gott auf uns, dass wir kommen.<\/p>\n<p>Wir haben guten Grund zu Freude, weil Gott einen neuen Anfang gemacht hat. Womit? Dass Er uns den Friedensf\u00fcrst gegeben hat. Jesus Christus ist unser Friede, so bezeugt der Ap. Paulus. Er hat Frieden f\u00fcr uns geschaffen am Kreuz (Eph 2,15.), bei ihm gibt es Vergebung f\u00fcr alle Schuld, er hat weggenommen, was uns von Gott trennte. Frieden ist ein Zustand, in dem wir mit Gott verbunden sind, ihn als Bundesgenossen haben.<br \/>\nDas prophetische Wort sagt uns: Der Friede, den wir uns w\u00fcnschen, ist nicht eine Utopie, von der wir vergeblich tr\u00e4umen, sondern der Friede ist auf Erden! Ein Anfang ist gemacht, der Friedenherrscher, der Friedef\u00fcrst ist gekommen! Er m\u00f6chte auch in unseren Herzen Frieden schaffen, uns mit dem himmlischen Vater vers\u00f6hnen. Nur der Friedef\u00fcrst kann unseren Konflikt mit Gott bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Viele Menschen haben schon die Erfahrung gemacht, dass Christus uns auf dem Weg der Nachfolge ver\u00e4ndert, so dass wir zu Friedensstiftern werden. In einer Zeit voller Unruhen, Konflikten und Kriegen ist friedensf\u00f6rderndes Verhalten der Christen n\u00f6tig. Aber ohne Frieden mit Gott gibt es keinen dauerhaften Frieden unter den Menschen.<br \/>\nWir wissen auch, dass ein weltumspannender Friede, den sich unz\u00e4hlige Menschen w\u00fcnschen, nicht allein von uns Menschen machbar ist. Aber wir haben Grund zur Freude und zur Hoffnung, weil der Friede das letzte Wort ist. Frieden und Freude sind Kennzeichen des Reiches Gottes (R\u00f6m. 14.17). Diesen dauerhaften Frieden, der keine Grenzen kennt wird uns Christus bringen, wenn er wiederkommt.<\/p>\n<p>Gottes Zusagen durch den Propheten Micha gleichen einem Weihnachtspaket, das Gott uns schickt, das wir auspacken d\u00fcrfen. Seine Geschenke sollen wir fr\u00f6hlich in unseren Alltag mitnehmen. Mitten in Unfrieden, mitten im Hass und mitten im Krieg hat er, der Friede ist, seine Herrschaft angetreten, und dieser Friede hat das letzte Wort.<br \/>\nAmen .<br \/>\n(Zu dieser Predigt kann man auch das polnische Lied:\u201c Unfriede herrscht auf Erden..\u201c im EG Nr. 617 von Z. Jasnota 1977 gebrauchen)<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Dr. Jan Szarek<br \/>\nAltbischof der Ev.-Augsburgischen Kirche<br \/>\nin Polen<br \/>\n<a href=\"mailto:j.szarek@luteranie.pl\">j.szarek@luteranie.pl<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christfest I | 25. Dezember 2004 |\u00a0Micha 5, 1-4a | Jan Szarek | Micha 5, 1-4a. Du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den St\u00e4dten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. 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