{"id":10255,"date":"2004-12-07T19:49:20","date_gmt":"2004-12-07T18:49:20","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10255"},"modified":"2025-05-12T14:47:55","modified_gmt":"2025-05-12T12:47:55","slug":"johannes-8-12-16-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-8-12-16-3\/","title":{"rendered":"Johannes 8, 12-16"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><span style=\"color: #000099;\">2. Weihnachtstag | 26. Dezember 2004 |\u00a0<\/span><span style=\"color: #000099;\">Johannes 8, 12-16 | Reinhard Weber |<\/span><\/h3>\n<p>Joh 8:12 Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wir das Licht des Lebens haben.<br \/>\nJoh 8:13 Da sprachen die Pharis\u00e4er zu ihm: Du zeugst von dir selbst; dein Zeugnis ist nicht wahr.<br \/>\nJoh 8:14 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: So ich von mir selbst zeugen w\u00fcrde, so ist mein Zeugnis wahr; denn ich wei\u00df, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wi\u00dft nicht, woher ich komme und wohin ich gehe.<br \/>\nJoh 8:15 Ihr richtet nach dem Fleisch; ich richte niemand.<br \/>\nJoh 8:16 So ich aber richte, so ist mein Gericht recht; denn ich bin nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat.<\/p>\n<p>Das ist eine Provokation! Dieser Text ist eine Provokation, und er ist damals auch so empfunden worden, wie sich an der Reaktion der Pharis\u00e4er zeigt. Die haben durchaus verstanden, worum es hier geht, denn sie waren nicht auf den Kopf gefallen und hatten f\u00fcr derlei Dinge einen feinen Riecher, zumal wenn es um Gegner ging. Da ist man besonders aufmerksam und sensibel.<\/p>\n<p>Es ist ja \u00fcberhaupt die Eigenart Jesu gewesen zu provozieren, nein, eine lebendige Provokation zu sein! In persona sozusagen. Er stellte n\u00e4mlich seine Mitmenschen in die Entscheidung, sogar seine eigene Familie! In die Entscheidung \u00fcber seine Sache, sein Gottesbewu\u00dftsein, seinen Gott, der mit ihm zunehmend identisch geworden war. Wir wissen ja, da\u00df die, seine Angeh\u00f6rigen, ihn f\u00fcr verr\u00fcckt erkl\u00e4rt haben, f\u00fcr meschugge, ein bi\u00dfchen \u00fcberzwerg, und ihn am liebsten zuhause eingesperrt h\u00e4tten. Er fiel aus allen \u00fcblichen Kategorien und Rollenzuweisungen heraus, er befriedigte nicht die \u00fcblichen b\u00fcrgerlichen Erwartungen: keine Familie, nicht einmal verheiratet, keinen anst\u00e4ndigen b\u00fcrgerlichen Beruf, kein Haus, keinen festen Wohnsitz, ein Obdachloser sozusagen, angewiesen auf das Wohlwollen von Fremden oder Sympathisanten, zog er als einkunftsloser Wanderprediger mit einer ziemlich abstrus erscheinenden Botschaft durch die Gegend, sammelte allerhand zwielichtige Leute um sich herum, pflegte gegen\u00fcber Frauen einen f\u00fcr damalge Verh\u00e4ltnisse \u00e4u\u00dferst freien und ungew\u00f6hnlichen Umgang und tat sich schlie\u00dflich auch noch als Exorzist und Thaumaturg hervor.<\/p>\n<p>Man kann es durchaus nachvollziehen, da\u00df sie ihn haben einfangen wollen, damit er nicht weiter Aufsehen errege und die Familie in einen schlechten Geruch bringe und bei den Nachbarn, Verwandten und Bekannten unm\u00f6glich mache. \u201eDrau\u00dfen sind deine Br\u00fcder und Schwestern und wollen dich holen, du sollst zu ihnen kommen\u201c, so hei\u00dft es, er aber erkl\u00e4rt seine Zuh\u00f6rer, die seiner Botschaft lauschen, zu seinen Br\u00fcdern und Schwestern. Ja, die Familie, die mu\u00df mit einem solchen Menschen Probleme haben. Da l\u00e4uft nicht alles in den gewohnten Bahnen, der ist nicht mit normalen Ma\u00dfst\u00e4ben zu messen; aber die normalen Menschen haben keine anderen. Jesus war und ist eine lebende Provokation f\u00fcr die B\u00fcrger aller Zeiten, die nichts anderes als B\u00fcrger sein wollen. Und die Pharis\u00e4er wollten ja auch B\u00fcrger sein, auch B\u00fcrger des Himmelreiches, das sie sich in Entsprechung zu ihrer weltlichen B\u00fcrgerschaft vorstellten mit den irdischen Normen. So machen wir es ja normalerweise auch. Wir konstruieren das Himmelreich in Analogie zu den menschlichen Weltreichen, nur alles etwas \u00fcberh\u00f6ht und idealisiert.<\/p>\n<p>Jesus sprengt diesen Zusammenhang auf, es tut sich ein Ri\u00df zwischen der B\u00fcrgerschaft im Reich der Welt und im Reich Gottes auf. Wenn nun das Gottesreich auf die Welt herunterkommt, wie das ja an Weihnachten geschieht, dann mu\u00df es zum Eklat kommen, zur Spaltung, zur Entscheidung.<\/p>\n<p>Entweder wird man dann J\u00fcnger und Nachfolger Jesu oder Gegner und Opponent: \u201eWer nicht mit mir ist, der ist gegen mich.\u201c Kein Drittes, keine desinteressierte Gleichg\u00fcltigkeit war da m\u00f6glich: \u201eEure Rede sei ja, ja, nein, nein, was dar\u00fcber ist, das ist von \u00dcbel!\u201c Keine Neutralit\u00e4t, keine d\u00e9sinvolture, kein Sich-Heraushalten konnte es da geben, keine vornehme Zur\u00fcckhaltung, keine Nonchalance, man kann keinen Standpunkt daneben oder dar\u00fcber einnehmen. Das haben die Pharis\u00e4er auch gesehen, und sie haben es erkannt, sie haben ihn ernst genommen. Wenn jemand herkommt und behauptet von sich, er sei das Licht der Welt, was ja ein Gottespr\u00e4dikat war (Israels Gott Jahwe war ja das \u201eLicht der V\u00f6lker\u201c), dann war das eine unglaubliche Anma\u00dfung, ein durch und durch ungedeckter Scheck, ein fast blasphemischer Anspruch, an dem man nur Ansto\u00df nehmen konnte, ebenso wie daran, da\u00df ein Krippenkind armer Leute der Herrscher und Heiland der Welt sein soll. Was soll da Eindeutigkeit und unhintergehbar radikale Entscheidungshaftigkeit!?<\/p>\n<p>Denn, wie ist es: Ist nicht das Leben prinzipiell ein Kompromi\u00df! Und die in der politisch korrekten \u00d6ffentlichkeit von uns so hochgesch\u00e4tzte Demokratie &#8211; basiert sie nicht durchg\u00e4ngig auf Kompromissen, auf Halbheiten und Halbherzigkeiten?! So hei\u00dft es doch! Wollen wir denn einen Gottes- oder ein F\u00fchrerstaat?! Wir wollen doch nicht zur mittelalterlichen Inquisition zur\u00fcck und auch in keine islamistische Theokratie wie im Iran oder anderswo mit Meinungsverfolgung und Gesinnungs-KZs, mit Fatwas gegen Andersdenkende. Das hatten wir doch und wissen, was es bedeutet. Was soll also dieser Radikalismus!? Ist Kompromi\u00dff\u00e4higkeit nicht ein Zeichen der Reife?!<\/p>\n<p>Ja, das ist wohl alles richtig auf der Ebene unseres weltlichen, politischen und sozialen Lebens, in den gef\u00fcgten gesellschaftlichen Ordnungen, die unser Zusammenleben tragen, vollziehen und garantieren.<\/p>\n<p>Aber ein anderes ist es in Fragen des Heils, d.h. wo es um ewiges Leben oder ewige Verdammnis geht, um Gottesn\u00e4he oder Gottesfremde, um unser Verh\u00e4ltnis zum Lebensgrund, um die Fundamente unseres Daseins: da kann es keine Kompromisse geben, da m\u00fcssen wir radikal sein, um an die Wurzel zu kommen. Und an die Wurzeln m\u00fcssen wir da, wenn wir an die Ausgangsbedingungen des Lebens kommen wollen, da wo es seine Kraft sch\u00f6pft und seinen Segen oder Unsegen empf\u00e4ngt, seine Richtung erh\u00e4lt. Da gibt es nicht dieses und jenes, da kann es nur eines geben, nur ein Entweder-Oder. F\u00fcr diese Dimension steht Jesus. F\u00fcr Licht oder Dunkelheit. Es ist die Dimension der Herkunft und Bestimmtheit des Lebens, die Eindeutigkeit verlangt. So dualistisch hat es der Johannesevangelist jedenfalls gesehen.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: die Entscheidung des Arztes ist gefordert bei Katastrophen oder im Krieg, bei Ungl\u00fccksf\u00e4llen und \u00e4hnlichen Ereignissen, wer von den Verletzten zuerst oder \u00fcberhaupt noch in Notlage behandelt wird, wenn nicht gen\u00fcgend Rettungsmittel f\u00fcr alle gleichzeitig zur Verf\u00fcgung stehen; dann mu\u00df ausgesiebt werden, der dorthin, der dahin. Da mu\u00df der Arzt dann Priorit\u00e4ten setzen, \u00fcber Leben und Tod vielleicht entscheiden. Und das wird auch im Studium gelernt und ge\u00fcbt f\u00fcr Notf\u00e4lle. Hier ist manchmal kein Kompromi\u00df m\u00f6glich; es geht nicht beides zugleich, sondern nur dies oder jenes, der oder die: \u201eIn Gefahr und gr\u00f6\u00dfter Not bringt der Mittelweg den Tod.\u201c W\u00fcrde man alles gleichzeitig machen wollen, w\u00fcrde man vielleicht gar keinen retten. Mutter oder Kind. Das sind Entscheidungen! Das klingt fruchtbar und sittlich \u00e4u\u00dferst bedr\u00e4ngend, wenn nicht \u00fcberfordernd, es erinnert an schlimmste Praktiken; wir sind uns dessen alle bewu\u00dft und wissen darum; und dennoch gibt es diese Situationen, in ihnen f\u00e4llt man auch dann Entscheidungen, wenn man keine f\u00e4llt und sich entzieht.<\/p>\n<p>Darum handelt es sich bei Jesus, die Frage von Heil oder Unheil, Leben oder Tod. Darum ist er in dieser Sache ganz kompromi\u00dflos. An der Stellung zu ihm fallen Entscheidungen: ist er der irdische Repr\u00e4sentant Gottes und seiner ewigen Wahrheit oder ist er ein L\u00fcgner?<\/p>\n<p>Weshalb Jesus zu Tode gekommen ist, das liegt sicher auch in seiner Kompromi\u00dflosigkeit in den g\u00f6ttlichen Dingen des Lebens. \u201eIch bin nicht gekommen Frieden zu bringen, sondern das Schwert.\u201c Der Weihnachtsfriede kann und darf also kein fauler Friede sein, der auf einem faulen Kompromi\u00df beruht. Sonst erreichen wir die Dimension gar nicht, um die es hier geht.<\/p>\n<p>Es ist ja ersichtlich: das Kommen Jesu teilt die Weltgeschichte in zwei Teile: die vorchristliche Zeit endet mit dem Erscheinen Jesu im Jahr \u201eNull\u201c: da ist die Weltwende angesiedelt, die Zeitrechnung ist danach ausgerichtet. Wir kommen nie wieder dahinter zur\u00fcck. Das ist die geschichtliche Einmaligkeit, Singularit\u00e4t. Auch eine Entscheidung! Wir k\u00f6nnen nie wieder ganz Heiden werden, auch wenn wir uns heute gegen Christus entscheiden. Dann sind wir eben Gegner, Feinde Christi, aber jedenfalls nicht mehr unbedarft, nicht mehr naiv, unwissend, kindlich.<\/p>\n<p>Weihnachten ist also ein Entscheidungsdatum. Da hat sich etwas entschieden, f\u00fcr die Menschheit und ihre Geschichte, f\u00fcr den einzelnen in den gro\u00dfen wie kleinen Zusammenh\u00e4ngen seines Erdendaseins, und nicht zuletzt f\u00fcr Gott selbst: Gott hat eine Entscheidung gef\u00e4llt, auch \u00fcber sich selbst! Menschwerdung! Johannes 1, der Wochenspruch: Das Wort ward Fleisch! Das ist eine geschichtliche Entscheidung: sie ist kontingent! Sie war nicht notwendig, sie kommt vielmehr aus Gottes Freiheit, sie ist ein freier Entschlu\u00df, aber der ist ein f\u00fcr allemal gef\u00e4llt, man kann ihn nicht wieder zur\u00fccknehmen, er gilt, er ist mitgeteilt, damals, und er wird heute immer noch mitgeteilt, jedes Jahr an Weihnachten: Gott will sein ewiges und unendliches Leben mit einem endlichen, sterblichen Gesch\u00f6pf teilen, mit uns Kreaturen aus Staub und Geist. Das ist die Weihnachtsbotschaft! Gott kommt zur Welt, zu seiner Welt, und darin kommt er zu sich. Es ist entschieden.<\/p>\n<p>Indem Gott sich f\u00fcr uns entschieden hat, hat er sich aber zugleich in einer ganz bestimmten Weise f\u00fcr sich entschieden. Das ist Liebe, diesen Vorgang nennt man Liebe. Wir haben kein anderes angemessenes Wort daf\u00fcr, nur dieses so oft gemi\u00dfbrauchte. Man mu\u00df dieses Menschenwort, wenn man es denn als Gotteswort erfassen will, von dem hier im Evangelium beschriebenen Vorgang aus denken. Und das, was in ihm zum Ausdruck kommt, ist ja auch das innerste Wesen der Liebe: Da\u00df sie sich f\u00fcr den anderen entscheidet und zu ihm \u201eJa\u201c sagt, aber es so sagt, da\u00df sie darin zugleich sich selbst entspricht, da\u00df sie also darin zugleich zu sich selbst \u201eJa\u201c sagt, sich f\u00fcr sich selbst entscheidet und zu sich selbst. Nur dann kann man einen anderen wahrhaft lieben, wenn man in dieser Liebe zu ihm als einem Anderen zugleich sich selbst lieben und bejahen kann. Da\u00df das eine Ja das andere immer schon in sich schlie\u00dft, impliziert, mitsagt und eben darin jene h\u00f6here wie tiefere Einheit zum Ausdruck bringt und erzeugt, welche die Liebe ausmacht, da\u00df sie es eben n\u00e4mlich vermag, zwei in eins zu machen, sie zu vereinen, ohne sie zu vereinerleien, das <em>Unter<\/em>schiedene nicht mehr <em>ge<\/em>schieden sein zu lassen, sondern so zu vereinen, da\u00df es zu einer in sich selbst unterschiedenen Einheit wird und gerade damit lebendiges Leben, also Trennungen zu \u00fcberwinden, um Unterscheidungen recht leben zu lassen, das Eigene zu wahren, ohne das Fremde zu verneinen, sondern sich selbst und den anderen unter einem neuen, gr\u00f6\u00dferen Begriff zusammenzufassen, in ein \u00fcbergreifendes Drittes zu integrieren, darin wird das Ph\u00e4nomen \u201eLiebe\u201c anschaulich und konkret. Das dem anderen zugesprochene Ja mu\u00df und soll also zur\u00fcckt\u00f6nen in Richtung auf das eigene Ich, damit dieses zum Selbst werde. Da\u00df sich eines im anderen finde und so aus dem Zusammenschlu\u00df die Einigkeit eines neuen Seins sich geb\u00e4re.<\/p>\n<p>Weihnachten wird Gott geboren, wird Gott zur Welt geboren. Aber er wird als Mensch geboren, als das, was er nur so ist, da\u00df er es zugleich nicht ist, sondern davon unterschieden. Gott wird Mensch uns Menschen zugute, aber in uns Menschen findet Gott auch sein g\u00f6ttliches Wesen als Liebe, hat er sein Selbstbewu\u00dftsein als Gott des Menschen. Seine Menschengeburt ist zugleich seine Selbstgeburt. Der Vater gebiert sich in seinem Sohn, und insofern er daf\u00fcr die Jungfrau Maria nutzt, wird diese zur Gottesgeb\u00e4rerin. Weihnachten ist also nicht nur ein Geschehen an der Welt, sondern auch ein Geschehen in Gott. Hier findet Gott zu seinem Wesen, indem er zu sich so Ja spricht, da\u00df darin Jesus als das Licht der Welt erkenntlich wird und d.h.: da\u00df darin Gott sich als der Gott der Menschen definiert, als der menschensuchende Gott, der nicht mehr anders Gott sein will als so, da\u00df er in und mit seinem Gottsein zugleich in und beim Menschen ist, da\u00df er mithin sein g\u00f6ttliches Leben nicht mehr f\u00fcr sich allein haben will, sondern es willens und bereit ist, mit seinem Gesch\u00f6pf zu teilen, es also nur noch so zu besitzen, da\u00df er es in der Einheit von Vater, Sohn und Geist und d.h. als der mitteilsame, der lebendige, der Dreieine, der in sich selbst unterschiedene, der die Gegens\u00e4tze in sich einbegreifende, der barmherzige, der liebende, der unter das Lebens- und Todesgeschick des Gesch\u00f6pfes tretende Gott besitzt. Das ist das Weihnachtsevangelium von dem g\u00f6ttlichen Geschenk an die Menschheit. Und das g\u00f6ttliche Weihnachtsgeschenk ist Gott selbst. Sein Kommen vom Himmel herab auf die Erde.<\/p>\n<p>Eine Bewegung von oben nach unten also. Wir aber streben immer umgekehrt von unten nach oben. Zum Licht hin, aus der Dunkelheit weg; Gott aber kommt vom Licht her in die Dunkelheit. Das ist die gegenl\u00e4ufige Richtung. Wir tendieren von der Finsternis in das Licht wie die Pflanzen; dort suchen wir das Leben. Das ist organisch und normal. Wir sind Sonnenanbeter. Die Millionen Mallorca-Fahrer im mitteleurop\u00e4ischen Winter legen davon ein beredtes Zeugnis ab. Und die h\u00f6chste Selbstmordrate liegt deshalb auch am Polarkreis in Lappland. Da geht die Sonne jetzt praktisch gar nicht mehr auf. Mal eine halbe Stunde am Tag l\u00e4\u00dft sie sich gerade man so am Horizont blicken, das ist aber auch schon alles. \u00dcber 23 Stunden Dunkelheit. Und wie w\u00fcrden wir es jetzt ohne elektrisches Licht aushalten. Wenn wir uns abends schon am halb f\u00fcnf ins Bett legen m\u00fc\u00dften f\u00fcr 15 gut Stunden.<\/p>\n<p>Wir sind lichthungrige Dunkelwesen! Angeblich galten ja auch Goethes letzte Worte dem Begehren nach \u201emehr Licht\u201c. Wir haben ja selbst in uns keines.<\/p>\n<p>Gott aber geht mit seinem Licht in die Dunkelheit. Seine Strahlen kommen wie die Strahlen der Sonne heute morgen in die Welt, das ist sein Weihnachtslicht, welches er \u00fcber der Welt, \u00fcber denen, die in Finsternis und Schatten des Todes wohnen, angez\u00fcndet hat. Aus der F\u00fclle des Lichtes kommend geht er zu uns in unsere schattenhafte Zeit, wir aber aus der F\u00fclle des n\u00e4chtigen Dunkels kommend k\u00f6nnen seinem Licht entgegengehen, aus dem Dunkel des gelebten Augenblicks, von dem Ernst Bloch gesprochen hat. Da ist ein heller Schein, der sich in unseren Kerzen spiegelt, auf unserem Angesicht spiegeln soll. \u201eGottes Licht geht da herein, gibt der Welt ein neuen Schein\u201c, so singt es der Liederdichter. Gott hat sich daf\u00fcr entschieden, ein Gott mit uns, ein Gott f\u00fcr uns zu sein. Das ist seine Entscheidung, und an der h\u00e4lt er fest.<\/p>\n<p>Aber nun noch einmal zur\u00fcck: Jetzt stellen sie sich vor: da kommt einer unseresgleichen daher und behauptet: ich bin das Licht der Welt&#8230;.<\/p>\n<p>Das ist schon skandal\u00f6s, anst\u00f6\u00dfig, arrogant, verr\u00fcckt, bescheuert, nicht ganz dicht&#8230;. Und dann verlangt er noch: Ja oder nein: Glaube oder Unglaube; der spinnt. So haben sie auch damals gesagt, seine Familie: er ist von Sinnen. Und ihn dann schlie\u00dflich aus der Welt herausgedr\u00e4ngt, das Licht auszul\u00f6schen und Gottes Entscheidung nicht ernst zu nehmen versucht. Sie wollten lieber auch einen kompromi\u00dflerischen Gott, einen Gott nach b\u00fcrgerlichen Ma\u00dfst\u00e4ben, moralisch genormt, Mittelma\u00df eben, mit dem man einigerma\u00dfen angenehm leben kann. Tue recht und scheue niemand. Ich gebe, damit du gibst &#8230;<\/p>\n<p>Jesus aber will den Glauben an sich als Repr\u00e4sentant und Akteur des menschensuchenden Gottes, kompromi\u00dflos, entschieden bis zur letzten Konsequenz.<\/p>\n<p>Aber doch nicht als dezisionistischen Akt, als \u201eFri\u00df Vogel oder stirb\u201c! Wo also liegt das Kriterium, wenn er doch kein sacrificium intellectus, kein Opfer des Verstandes will? Es ist der gr\u00f6\u00dfte Unsinn, den es gibt, wenn es immer wieder hei\u00dft, den Verstand m\u00fcsse man an der Kirchent\u00fcr abgeben, in der Kirche s\u00e4\u00dfen nur die Dummen und die Naiven, die Leichtgl\u00e4ubigen, die sich jeden Humbug, den die Pfarrer erz\u00e4hlen, aufbinden lassen, die Unkritischen, die nicht ganz helle sind. Das ist ein leider ganz und gar hartn\u00e4ckiges Vorurteil, gegen das man immer wieder wie gegen Windm\u00fchlenfl\u00fcgel ank\u00e4mpfen mu\u00df, so hat es sich in den Gehirnen der Vielen festgefressen. Eine bequeme Seuche. Da mu\u00df man Seuchenbek\u00e4mpfer sein. Es ist die Auffassung eine Seuche, der Glaube bringe den Menschen um seinen Verstand, die Priester w\u00fcrden die Gl\u00e4ubigen verdummen und h\u00e4tten ein Interesse daran, die breite Masse unm\u00fcndig zu halten. Diese schrecklichen Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse und b\u00f6swilligen Verleumdungen halten sich leider wie ein z\u00e4hes \u00dcbel vor allem unter denen, die nichts von der Sache verstehen und nie oder nur an Weihnachten einmal eine Kirche betreten haben. Also, ich werde es nachher an der Kirchent\u00fcr kontrollieren, ob da jemand seinen Verstand abgegeben hat, und wehe ich finde einen da herumliegen! Wenn es um Verdunklung ginge, dann w\u00fcrde Jesus bestimmt nicht sagen, ich bin das Licht der Welt.<\/p>\n<p>Also was hei\u00dft das: ich bin das Licht der Welt.<\/p>\n<p>Licht! Erleuchtung! Klarheit! Durchsichtigkeit! Wir sind uns gew\u00f6hnlich ja selbst am besten verborgen, was haben wir da alles im Keller liegen, wo wir am liebsten gar nicht mehr hinsehen! \u201eDenn sie wissen nicht, was sie tun\u201c. Richtig.<\/p>\n<p>Aber daf\u00fcr gibt es ja heutzutage die Psychoanalyse, die psychologische Selbsterforschung. In Amerika hat jeder seinen Psychiater, seinen Seelenklempner, es geh\u00f6rt dort zum guten Ton; es geht gar nicht mehr ohne. Das ist der moderne Ersatz des Geistlichen, des Seelsorgers. Was aber ist das Ziel? Selbsterkenntnis! Sich selber kennenlernen und seine Handlungen: Warum so? Warum bin ich so, wie bin ich so geworden? Kann ich nicht anders sein? Ich will mich \u00e4ndern! Sonst werde ich krank! Warum habe ich mich da so verhalten? Wie komme ich mir auf die Spur? Warum bin ich so ungl\u00fccklich? Warum passiert mir immer das gleiche Malheur? Warum hakt es in meinen Beziehungen? Usw. usw.<\/p>\n<p>Und dazu gibt es nun den R\u00fcckgang in den eigenen Grund, in die eigene Kindheit vor allem, vielleicht sogar noch in vorgeburtliche Zeit. Aufkl\u00e4ren der Herkunft, der Urspr\u00fcnge soll erreicht werden. Die Traumata sollen erkannt und gel\u00f6st werden. Was haben die Eltern in der Erziehung falsch gemacht, wo liegen fr\u00fchkindliche Erlebnisse und Pr\u00e4gungen begraben, die mich heute noch beeinflussen und bestimmen? Alles dies ist wichtig f\u00fcr die Deutung meiner Gegenwart und deren Erkenntnis. Dann, wenn ich etwas wei\u00df, kann ich bewu\u00dft damit umgehen, kann es ver\u00e4ndern, sonst bestimmt es mich unbewu\u00dft. Deshalb ist das erste Ziel der Psychoanalyse die Bewu\u00dftmachung, die Aufdeckung der \u00fcber mein Erwachsenenleben Gewalt aus\u00fcbenden fr\u00fchen Erfahrungen. Durch Wiederholung, durch Wieder-hoch-Holen soll das Trauma bearbeitet werden, Wiedererleben als Therapie. Erst dann kann eine L\u00f6sung und Befreiung erfolgen, wenn der Zwang in seinem urspr\u00fcnglichen Zustandekommen erfa\u00dft und erkannt ist. \u201eWo Es war, soll Ich werden\u201c, hat Freud, der Vater der Psychoanalyse, diesen Vorgang und sein Ziel genannt.<\/p>\n<p>Z.B. bei Phobien. Einer kann keinen Fahrstuhl betreten. Er bekommt Angstzust\u00e4nde. Klaustrophobie. Man geht zur\u00fcck und findet vielleicht: als Kind wurde er oft zur Strafe im dunkeln, finsteren, abgeschlossenen Keller eingesperrt. Dieses wiedergewonnene Wissen erm\u00f6glicht, sich von dem Trauma zu distanzieren und seine Relativit\u00e4t zu durchschauen.<\/p>\n<p>Sich selber \u00fcber sich klar werden durch Eintauchen in die eigenen pr\u00e4genden Ursp\u00fcnge und durch diese Klarheit aus dem Verlies der eigenen \u00c4ngste und Pr\u00e4gungen, aus dem Gef\u00e4ngnis seines Gewordenseins herausfinden! Selbstdistanz entwickeln, und die St\u00f6rungen bearbeiten, aus ihrer Zwanghaftigkeit herauswachsen &#8211; das ist das Ziel der Psychoanalyse.<\/p>\n<p>Jesus sagt: ich bin das Licht der Welt: in ihm also wird die Welt in ihrem Sosein von ihrem Grund her erhellt: Gott ist der Grund der Welt. Jesus nimmt ihn nun, diesen Grund, in einer ganz bestimmten Weise in Anspruch. Von ihm her sich verstehen lernen, hei\u00dft eintauchen in die Urspr\u00fcnge. Religion in diesem Sinne, christlicher Glaube, ist also ein Aufkl\u00e4rungsprojekt, nicht Verdummung. Religio \u2013 R\u00fcckbindung, R\u00fcckerinnerung, Anamnesis. Das Wissen \u00fcber sich selbst wird aus den letzten Urspr\u00fcngen des Seins gewonnen. Jesus geht zur\u00fcck auf Gott den Sch\u00f6pfer, welcher der Neusch\u00f6pfer ist, zu dem sich Gott selber bestimmt hat, indem er Jesus als seinen Sohn bestimmte. Und diese doppelte Bestimmung macht Weihnachten aus. Die Welt wird hell in diesem Schein und die Herzen auch. Es umleuchtete sie die Klarheit des Herrn, hei\u00dft es von den Hirten in der Weihnachtsgeschichte. F\u00fcr die armen und ungebildeten, als dumm geltenden Hirten gilt das. Die Welt ist in g\u00f6ttliches Licht getaucht. Jesus kommt in die Welt als deren Licht. Er erleuchtet die Welt von ihrem Ursprung her. Weihnachten geht der Welt ein neues Licht auf.<\/p>\n<p>Wenn das so ist, dann geht es also um das Sich-selber-Verstehen des Menschen: ein neues Selbstverst\u00e4ndnis wird dem Menschen durch das Werden der Weihnacht angeboten. Wir verstehen uns immer nur aus dem Verf\u00fcgbaren, aus den eigenen Werken, aus unserem Leisten. Aus dem, was wir aus uns gemacht haben, wie wir geworden sind. Das sind aber nicht wirklich und letztlich wir, wie nicht ganz und ausschlie\u00dflich, sondern nur als Empfangene und Empfangende k\u00f6nnen wir uns verstehen, -die sich von woanders her empfangen haben, die sich nicht in erster Linie selber machen, ja deren Machen, wo es recht ist, noch ein Empfangen ist. Um Wesen und Sein geht es zu Weihnachten statt um Werke. Nur davon soll die Schenkerei ja eigentlich k\u00fcnden, als symbolische Weitergabe des eigenen Beschenktseins. Jesus bietet uns eine neue M\u00f6glichkeit an, uns selber in der Welt zu verstehen.<\/p>\n<p>Seine Nachfolge soll ein Hellwerden sein, nicht mehr wandeln in der Finsternis, umleuchtet sein von der Klarheit des Herrn, das Licht des Lebens haben, Aufgekl\u00e4rtsein \u00fcber sich selbst und \u00fcber Gott und die Welt. Sehend werden, erleuchtet sein. Nicht selber scheinen wollen, sondern sich erleuchten lassen. \u201eWer selber scheinen will, wird nicht erleuchtet\u201c, sagt ein \u00f6stliches Wort.<\/p>\n<p>Dann und nur dann kann man auch die Welt erleuchten mit dem erhaltenen Licht, kann es weitergeben und sein Zeuge sein.<\/p>\n<p>Selber hell werden von den eigenen Urspr\u00fcngen in Gott her, hei\u00dft aber konkret zu Weihnachten, die Gewi\u00dfheit der Gotteskindschaft haben. Kein Kind des Teufels mehr sein. Kein Kind der S\u00fcnde und des Scheiterns. Sich als Kind Gottes wissen. Der Umgang mit dem Nazarener macht dessen gewi\u00df. Er zeigt mir, wo ich hingeh\u00f6re. Auf welche Seite. Nachfolge ist ein Lebensweg. Dieser Weg ist: nach dem Licht suchen, welches das Leben erleuchtet, und sich von ihm finden lassen, ihm, das dem Leben eine Richtung gibt und es tr\u00e4gt. Ausgerichtetwerden. Dann die Fackel \u00fcbernehmen und anderen voranleuchten!<\/p>\n<p>Man kann es klar erkennen: Jesus selber ist der erste Psychoanalytiker gewesen; er wu\u00dfte um die Bedeutung der Herk\u00fcnftigkeit, und er sagt es auf die ablehnende Reaktion der Pharis\u00e4er hin: ich wei\u00df, woher ich gekommen bin, ich kenne meinen Grund und mein Grund kennt mich, ich bin ein Gekannter, ja, ich bin eins mit meinem Grund. Ihr schaut nur auf den \u00e4u\u00dferen Augenschein, auf das Fleisch, und bleibt damit blind, unsichtig. Aber ihr m\u00fc\u00dft durch diesen Augenschein hindurchgreifen auf den herk\u00fcnftigen Grund. Dieses Hindurchgreifen ist Glaube! Und diese Herkunft ist immer auch Zukunft (Heidegger)! Von Gott her sein, d.h. stets auch: auf ihn, zu ihm hin sein!<\/p>\n<p>Weihnachten hat sich Gott als der Grund der Welt bestimmt, bei uns zu sein: seither ist das Absolute bei uns und l\u00e4\u00dft uns anteilhaben an seinem g\u00f6ttlichen Leben, indem es als dieses Leben zu uns gekommen ist. Das ist der Ursprung und das Ziel des Christseins: Wissen, da\u00df Gott zu uns gekommen und nun bei uns ist. Und damit: sich tr\u00f6sten lassen in den Dunkelheiten dieser Welt, indem man dem Zeugnis des Zeugen Jesus glaubt, als dem Zeugnis des Sohnes vom Vater. Da\u00df dieser Vater ein wirklicher Vater ist! Der auf seine Machtaus\u00fcbung zugunsten des Kindes verzichtet und sich ihm herzlich zuneigt. Der sich f\u00fcr das Kind seiner Gottheit entleert, der sein Herz opfert, der sich an diese Liebe preisgibt. Und der in dieser opferbereiten Liebe doch mit sich identisch bleibt, sich darin treu bleiben kann, ja sich in ihr erkennt und selber empf\u00e4ngt als Gott, als Gottmensch. Das ist das unbegreifliche Geheimnis! Wie das gehen kann? Aber es ist gegangen! Die Einheit von Heiligkeit und Barmherzigkeit. Das fassen wir nicht. Aber wir d\u00fcrfen in diese uns so fremde Sohnesgewi\u00dfheit eintauchen und darin der eigenen ewigen Bestimmung gewi\u00df werden. Das ist Weihnachten, das ist Glaube; es ist Gewi\u00dfmachung dieses Vaters durch das Kommen des Sohnes. Woher ich gekommen bin und wohin ich gehe? Von Gott, in Gott, zu Gott. So habe ich Klarheit \u00fcber mich selbst, wenn ich mich so verstehe. Dazu aber bedarf es des Verstandes, denn Verstand kommt von Verstehen. Wo der Verstand so versteht, da\u00df er mit dieser frohen Botschaft ins unvordenkliche Einverstehen kommt, da hat er sich kompromi\u00dflos entschieden, indem er \u00fcber sich entscheiden sein l\u00e4\u00dft, da geschieht, woran der Glaube glaubt, die Verwandlung der Lebensfinsternisse in das g\u00f6ttliche Licht, die Realisierung der Einheit mit dem dreieinen Gott! Da ist es wahrhaft Weihnachten geworden.<\/p>\n<p><strong> Amen.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>PD Dr. Reinhard Weber<br \/>\nStud.-Pfr. in Marburg<br \/>\n<a href=\"mailto:PD.Dr.Weber@gmx.de\">PD.Dr.Weber@gmx.de<\/a> <\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Weihnachtstag | 26. Dezember 2004 |\u00a0Johannes 8, 12-16 | Reinhard Weber | Joh 8:12 Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wir das Licht des Lebens haben. Joh 8:13 Da sprachen die Pharis\u00e4er zu ihm: Du [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6674,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[39,122,1,727,157,120,853,544,114,121,233,349,3,109,1544],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-10255","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-johannes","category-adv_weihn_neujahr","category-aktuelle","category-archiv","category-beitragende","category-bes_gelegenheiten","category-bibel","category-christfest-ii","category-deut","category-festtage","category-kapitel-08-chapter-08","category-kasus","category-nt","category-predigten","category-reinhard-weber"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10255","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10255"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10255\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24020,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10255\/revisions\/24020"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10255"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10255"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10255"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=10255"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=10255"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=10255"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=10255"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}