{"id":10272,"date":"2005-01-07T19:49:21","date_gmt":"2005-01-07T18:49:21","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10272"},"modified":"2025-05-13T08:42:32","modified_gmt":"2025-05-13T06:42:32","slug":"lukas-2232","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-2232\/","title":{"rendered":"Lukas 22,32"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><b><span style=\"color: #000099;\">Predigt \u00fcber die Jahreslosung | <\/span><\/b><b><span style=\"color: #000099;\">Neujahrstag | 1. Januar 2005 | Lukas 22,32 | D\u00f6rte Gebhard |<\/span><\/b><\/h3>\n<p>Lied vor der Predigt: EG 182, 1-4.7<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\n\u201eSuchet zuerst Gottes Reich in dieser Welt &#8230;\u201c \u2013 Das singt sich so sch\u00f6n, aber was suchen wir genau?<br \/>\n\u201eKlopft an, und euch wird die T\u00fcre aufgetan &#8230;\u201c \u2013 Aber wo?<br \/>\n\u201eLa\u00dft Gottes Licht durch euch scheinen in der Welt &#8230;\u201c \u2013 Aber wie?<br \/>\nDas Lied klingt leicht, aber konkret ist es nicht. Oder doch?<br \/>\n\u201eBetet, und ihr sollt es nicht vergeblich tun &#8230;\u201c<br \/>\nAn das Gebet k\u00f6nnen wir uns halten. Wenn ich bete, suche ich nach dem Reich Gottes in dieser Welt. Wenn ich bete, klopfe ich an viele T\u00fcren gleichzeitig: bei mir selbst, bei anderen, bei Gott.<br \/>\nDas Lied besteht aus vielen, sch\u00f6nen Wortbildern und das Gebet ist des R\u00e4tsels L\u00f6sung.<br \/>\nBeten ist <em>die<\/em> Empfehlung f\u00fcr das neue Jahr, denn die Jahreslosung f\u00fcr 2005 steht bei Lukas im 22. Kapitel: <em>Ich aber habe f\u00fcr dich gebeten, da\u00df dein Glaube nicht aufh\u00f6re.<\/em> (Lk 22,32)<\/p>\n<p>Das Jahr 2005 und das Beten passen aber noch lange nicht zusammen!<br \/>\nBeten ist gegenw\u00e4rtig relativ tabu. Eigentlich kann man sich nicht vorstellen, da\u00df in unserer Medienwelt \u00fcberhaupt noch irgendetwas unbeobachtet und unkommentiert bleibt und nicht im allgemeinen Blickfeld ist. Alles scheint \u00f6ffentlich stattzufinden. Offensichtlich mu\u00df es aber doch immer irgendetwas Verborgenes und Privates geben. Statt der Sexualit\u00e4t sind heutzutage religi\u00f6se Praktiken einigerma\u00dfen geheimnisumwittert.<\/p>\n<p>Es mu\u00df wirklich nicht alles hinausposaunt werden, wir erfahren ohnehin mehr, als wir je wissen wollten. Wenn aber gar nicht mehr vom Gebet gesprochen wird, wei\u00df auch niemand mehr, was er denn beten soll.<\/p>\n<p>Die Evangelische Kirche in Deutschland befragt regelm\u00e4\u00dfig Menschen nach Gott und der Welt: ob man sich bem\u00fcht, ein anst\u00e4ndiger Mensch zu sein und wie oft man in die Kirche geht; ob die Kirche politisch sein mu\u00df und sich mehr um Alte, Kranke, Ostdeutsche, Frauen, Ausl\u00e4nder, Kinder, Arbeitslose oder um bessere Gottesdienste k\u00fcmmern soll; kurz nach allem, was in Kirche und Gesellschaft strittig ist, und das ist bekanntlich fast alles. Aber die evangelische Kirche fragt niemanden nach dem Beten, nicht was, nicht wie, nicht f\u00fcr wen, nicht wozu. Das scheint tabu.<br \/>\nDennoch ist die gegenw\u00e4rtige Gebetspraxis nicht g\u00e4nzlich verborgen, sondern in ihrer F\u00fclle \u00f6ffentlich pr\u00e4sent: nicht nur im Internet auf den Seiten der Kirchen und Gemeinden, sondern auch in den ausliegenden G\u00e4steb\u00fcchern von Krankenhauskapellen, Autobahnkirchen, von touristisch attraktiven Gottesh\u00e4usern, an Wall\u00adfahrtsorten und in Gipfelb\u00fcchern h\u00f6herer Berge. Bei diesen Gebetb\u00fcchern der Gegenwart bereue ich stets, da\u00df ich nicht mehr Zeit zum Lesen und Studieren habe.<\/p>\n<p>Die \u00fcberbordende F\u00fclle von Klage, Leid und Verzweiflung, aber auch von Gl\u00fcck, Dank und Jubel steht dem biblischen Psalter in nichts nach. In diesen Offenbarungen des Pers\u00f6nlichen liest man von allen erdenklichen Anfechtungen, von verlorenem Glauben und verzweifeltem Hoffen, Rechthaberisches, scheinbar aufgekl\u00e4rte Aufm\u00fcpfigkeit gegen Gott und von entt\u00e4uschter Liebe. Keine Angst, kein Argument gegen Gott bleibt unausgesprochen und all das steht unmittelbar neben der Erfahrung von Hilfe, Beistand und Rettung aus der Not, \u2013 wie im biblischen Psalter, wo die gegens\u00e4tzlichsten Erfahrungen oft nur einen Vers weit auseinander stehen.<\/p>\n<p>In diesen Gebetb\u00fcchern der Gegenwart fallen drei Betende besonders auf, die fast \u00fcberall anzutreffen sind: die Sp\u00f6tter, die Kritiker und die Verzagten.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">(*)<\/a><\/p>\n<p>Von Spott und Hohn, der \u00fcber friedliche Christenmenschen in der Gegenwart ausgegossen wird, sprechen wir vielleicht noch seltener als vom Gebet. Daher m\u00f6chte ich mit diesem Ph\u00e4nomen beginnen.<br \/>\nZwischen den Bitten zu Gott lese ich immer wieder Verh\u00f6hnungen des Christentums, H\u00e4me gegen alles, was ein Sp\u00f6tter f\u00fcr christlich oder kirchlich oder fromm h\u00e4lt.<br \/>\nSie kennen vielleicht auch bestimmte Reaktionen, wenn sie erz\u00e4hlen, da\u00df sie sonntags in die Kirche gehen: Da gibt es unwissende Gleichg\u00fcltigkeit, getarnt als vornehme Zur\u00fcckhaltung, leicht \u00fcberheblich: \u201eDas hab\u2019 ich normalerweise nicht n\u00f6tig.\u201c oder g\u00f6nnerhaft-absch\u00e4tziges Geschw\u00e4tz: \u201eWer\u2019s halt braucht, mu\u00df da wohl hin &#8230;\u201c<br \/>\nWeil solche dummen Spr\u00fcche immer schmerzen, will ich Ihnen und mir weitere <em>aktuelle<\/em> Beispiele ersparen.<\/p>\n<p>Spott \u00fcber Gott und seine Getreuen ist aber sehr, sehr alt. Schon die Beter der Psalmen klagen Gott dieses Leid:<br \/>\n<em>Du machst uns zur Schmach bei unsern Nachbarn, zu Spott und Hohn bei denen, die um uns her sind.<br \/>\nDu machst uns zum Sprichwort unter den Heiden, l\u00e4\u00dft die V\u00f6lker den Kopf \u00fcber uns sch\u00fctteln.<br \/>\nT\u00e4glich ist meine Schmach mir vor Augen, und mein Antlitz ist voller Scham, weil ich sie h\u00f6hnen und l\u00e4stern h\u00f6re und mu\u00df die Feinde und die Rachgierigen sehen. (Ps 44, 14-17)<br \/>\n<\/em><br \/>\nAuch die neutestamentlichen Geschichten sind voller Berichte \u00fcber spottende, h\u00f6hnende Zaung\u00e4ste. Gem\u00e4\u00df den Evangelisten war Jesus immer wieder \u00fcbelster H\u00e4me ausgesetzt. Jesus mu\u00dfte erfahren, da\u00df ein Prophet nichts gilt in seiner Vaterstadt. Jedenfalls wurde er versto\u00dfen, nachdem er in Nazareth in der Synagoge gepredigt hatte &#8211; \u00fcber Gottes Liebe und ein Jahr der Gnade. Irgendwer spottet immer, bis fast zuletzt, am Kreuz: <em>Er hat andern geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserw\u00e4hlte Gottes. Es verspotteten ihn auch die Soldaten, traten herzu und brachten ihm Essig und sprachen: Bist du der Juden K\u00f6nig, so hilf dir selber!<\/em> (Lk 23,35f) Das Kreuz wird beschriftet: <em>Dies ist der Juden K\u00f6nig. <\/em>(Lk 23, 38) und <em>einer der \u00dcbelt\u00e4ter, die am Kreuz hingen, l\u00e4sterte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns!<\/em> (Lk 23, 39)<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nein Sp\u00f6tter schreibt selten allein in den Gebetb\u00fcchern der Gegenwart. Eifrig ist stets auch ein Kritiker an Gott und der Welt am Werk, ein sehr abgekl\u00e4rter und vermeintlich aufgekl\u00e4rter Mensch, der f\u00fcr alles gute Gr\u00fcnde hat, vor allem gegen Gott. Menschliches Leid bietet ihm den Anla\u00df f\u00fcr Argumentationen, warum denn kein Gott sein kann. F\u00fcr alle Gebete gilt dann logischerweise:<br \/>\nWenn Gott allm\u00e4chtig sein soll, dann kann ihn doch ein menschliches Gebet nicht bewegen. Dann <em>darf<\/em> man Gott auch gar nichts bitten, das widerspr\u00e4che seiner Allmacht. Beten, so glaubt der Kritiker, n\u00fctzt allenfalls einem selbst. Es gibt sehr egoistische Gr\u00fcnde f\u00fcr ein Gebet \u2013 und am wenigsten scheint dazu ein Gott vonn\u00f6ten zu sein. \u201eEs erhebt das Gem\u00fct.\u201c oder auch: \u201eIch werde mir selbst beim Beten dar\u00fcber klar, was <em>ich will<\/em> und was <em>ich<\/em> tun mu\u00df, um es zu erreichen.\u201c<\/p>\n<p>Der Sp\u00f6tter und der Kritiker haben meist noch einen Dritten im Bunde: den Verzagten, Entt\u00e4uschten, der einstimmt in den Chor der Klage \u00fcber das Gebet: \u201eWas soll es denn noch, wenn es eh\u2019 nichts bringt!\u201c Eine 15j\u00e4hrige schreibt: \u201eGott. Du wei\u00dft genauso gut wie ich, da\u00df ich schon seit langem nicht mehr richtig an dich glaube!\u201c Immer und immer wieder habe sie gebetet, aber, so schreibt sie weiter, \u201ees kam nichts! Einfach gar nichts! Daher kann ich nicht mehr an Dich glauben.\u201c<br \/>\nSie glaubt nicht mehr an Gott, aber sie ist mit ihm noch immer per Du, setzt voraus, da\u00df er sie kennt und um sie wei\u00df, nur, da\u00df er sich nicht zu erkennen gibt. Wie Hiob, der den Mut beh\u00e4lt, mit Gott zu hadern bis zuletzt.<br \/>\nDiese Spannung von hoffnungslosem Dennoch-auf-Gott-vertrauen h\u00e4lt nur ein Gebet aus.<br \/>\nEin Gebet und Gott halten aus, was Sp\u00f6tter, Kritiker und Verzagte aus ihm machen. Trotz allem l\u00e4\u00dft Gott sich bitten, beten Menschen und ist schon lange f\u00fcr uns alle gebetet:<br \/>\nJesus sagt zu Petrus: <em>Ich aber habe f\u00fcr dich gebeten, da\u00df dein Glaube nicht aufh\u00f6re.<\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nPetrus ist \u2013 zun\u00e4chst einmal \u2013 nicht der Typ f\u00fcr so eine F\u00fcrbitte Jesu. Sie klingt wohl beim ersten H\u00f6ren g\u00e4ngelnd und bevormundend in seinen Ohren. Er kann schlie\u00dflich selbst beten, sogar ein richtiges Bekenntnis zu Christus, seinem Herrn, ablegen, w\u00e4hrend andere Leute noch glauben, sein Herr sei der wiedergekehrte Elia oder ein anderer Prophet.<br \/>\nHeute w\u00e4re Petrus ein Mensch mit dem Motto: \u201eSelbst ist der Mann.\u201c und entsprechend \u201eIch bin eine emanzipierte Frau!\u201c Wenn ich etwas will, mu\u00df ich mir eben M\u00fche geben, es erarbeiten, konsequent sein zu mir selbst &#8211; und was die Parolen derer sind, die an sich selbst glauben m\u00f6chten und nicht denken wollen, da\u00df sich so doch nicht alles im Leben erreichen l\u00e4\u00dft. Auf keinen Fall m\u00f6chte ich irgendwen um etwas bitten. Schon gar nicht mu\u00df ein anderer f\u00fcr mich bitten. Petrus l\u00e4\u00dft Jesus nur knapp ausreden und br\u00fcstet sich: <em>Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gef\u00e4ngnis und in den Tod zu gehen. (Lk 22,33)<br \/>\n<\/em>Ein F\u00fcrbittegebet scheint v\u00f6llig fehl am Platze zu sein.<\/p>\n<p>Auf den zweiten Blick ist die Jahreslosung aber genau f\u00fcr solche Menschen wie Petrus passend. Jesus l\u00e4\u00dft Petrus seine Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit. Er bevormundet ihn nicht. Er schreibt ihm nicht vor, was er zu beten hat. Er gibt keine weisen Ratschl\u00e4ge, sondern er hofft und betet f\u00fcr sein Gottvertrauen, weil er die Momente kennt, in denen der Glaube verloren geht.<br \/>\n<em>Ich aber habe f\u00fcr dich gebeten, da\u00df dein Glaube nicht aufh\u00f6re. <\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nPetrus erlebt sehr bald nach dem F\u00fcrbittegebet Jesu den Augenblick, in dem der Glaube aufh\u00f6rt. Es geht weder ins Gef\u00e4ngnis noch in den Tod. Petrus, der tapfere Held, erleidet den Spott einer Magd. Sie l\u00e4stert etwas und ein paar andere, die am selben Feuer sitzen, machen auch noch eine h\u00e4mische Bemerkung.<br \/>\nEin Glaubensbekenntnis bringt Petrus nicht hervor, er verleugnet seinen Herrn. Dabei ist die Situation ungef\u00e4hrlich; Frauen hatten damals kein Zeugenrecht, es konnte ihm nichts weiter passieren.<\/p>\n<p>Der Glaube an Gott stirbt selten beim Sterben, der Glaube h\u00f6rt eher auf bei Hohn und H\u00e4me. Es ist schrecklich, als Kind ausgelacht und geh\u00e4nselt zu werden. Ist es nicht auch grauenvoll, wenn sogenannte Erwachsene einander heimlich und milde bel\u00e4cheln oder so gar l\u00e4stern \u00fcber den Glauben, den sie haben?<br \/>\nJesus erz\u00e4hlt Petrus von seiner F\u00fcrbitte, als dieser selbstbewu\u00dft und kritisch gegen jeden scheinbaren Paternalismus ist. Aber er sagt es f\u00fcr diesen ganz anderen, f\u00fcr diesen elenden Augenblick, f\u00fcr Petrus, den Verh\u00f6hnten und Verspotteten, der allein ist mit sich.<br \/>\nGottvertrauen ist etwas, was Petrus immer gern h\u00e4tte, was aber als Besitz nicht zu haben ist; Glaube ist etwas Fragiles, das immer wieder zerschlagen werden kann und immer wieder neu zusammengef\u00fcgt werden mu\u00df.<br \/>\nPetrus, so ist \u00fcberliefert, weint bitterlich nach dem Hahnenschrei, er ist nun ganz verzagt.<br \/>\nJesu F\u00fcrbitte, da\u00df der Glaube nicht aufh\u00f6re, gilt nicht nur dem Kritiker und dem Verspotteten, sie gilt Petrus in jeder Lebenslage, dem Verzagten und von sich und Gott Entt\u00e4uschten erst recht.<br \/>\nPetrus ist verzweifelt, weil er nur an die Prophezeiung denkt, da\u00df er verleugnen wird. Aber <em>davor<\/em> hat Jesus schon f\u00fcr ihn gebetet.<\/p>\n<p>Wenn wir selbst nicht mehr beten, nicht mehr beten wollen oder k\u00f6nnen, wenn kein Mensch mehr f\u00fcr uns betet, dann ist uns gesagt: Christus ist unser F\u00fcrsprecher, er hat lange schon f\u00fcr uns gebetet.<br \/>\n<em>Der Geist hilft unserer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sichs\u2019s geb\u00fchrt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen. (R\u00f6m 8,26)<br \/>\n<\/em><br \/>\nDie G\u00fcte Gottes bricht die H\u00e4rte der Realit\u00e4t auf. Jesus deprimiert Petrus nicht weiter: \u201eIch habe es kommen sehen &#8230;\u201c, er gew\u00e4hrt auch nicht herablassend eine zweite Chance, sondern er tr\u00f6stet Petrus mit der Wurzel f\u00fcr einen wachsenden, reifenden Glauben, mit einer F\u00fcrbitte.<br \/>\n<em><br \/>\n<\/em>Liebe Gemeinde,<br \/>\nlohnt es sich zu beten? So fragen aus verschiedenen Gr\u00fcnden der Kritiker, der Sp\u00f6tter und der Verzagte. \u2013 Ja, es lohnt sich zu beten f\u00fcr solche wie Petrus, f\u00fcr selbstbewu\u00dfte Kritiker jeder Bitte, f\u00fcr Sp\u00f6tter, auch wenn es schwerf\u00e4llt, f\u00fcr Opfer von Hohn und H\u00e4me sowieso und f\u00fcr Verzagte und Entt\u00e4uschte erst recht. Es lohnt sich zu beten f\u00fcr alle und auch f\u00fcr uns. Es lohnt sich immer wieder zu beten wie Jesus: da\u00df der Glaube nicht aufh\u00f6re in unserer alten Welt.<br \/>\nEs lohnt sich zu beten f\u00fcr ein gutes, <em>neues<\/em> Jahr, das wir einander heute w\u00fcnschen. Ein Jahr w\u00e4re wirklich neu, wenn es weniger Gr\u00fcnde g\u00e4be, mit dem Glauben aufzuh\u00f6ren. Ein Jahr w\u00e4re wahrhaftig neu, in dem Kritiker und Sp\u00f6tter und Verzagte wieder mit dem Beten anfangen w\u00fcrden.<br \/>\nUnd wenn das neue Jahr 2005 bald genauso alt aussieht wie die letzten Jahre?<br \/>\nWenn uns selbst das Beten vergeht? Dann verlassen wir uns auf Jesus Christus, der gesagt hat: <em>Ich aber habe f\u00fcr dich gebeten, da\u00df dein Glaube nicht aufh\u00f6re. <\/em><\/p>\n<p>Der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als all unsere Vernunft, st\u00e4rke und bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.<\/p>\n<p>Lied nach der Predigt: EG 378<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Dr. D\u00f6rte Gebhard<\/strong><br \/>\n<a href=\"mailto:doerte.gebhard@web.de\"><strong>doerte.gebhard@web.de<\/strong><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>(*) Vgl. Schneider-Flume, Gunda: Grundkurs Dogmatik, G\u00f6ttingen 2004, 197 und Huber, Wolfgang: Jahreslosung 2005, in: GPM 59 (2004), 68-74.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt \u00fcber die Jahreslosung | Neujahrstag | 1. 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