{"id":10293,"date":"2005-01-07T19:49:13","date_gmt":"2005-01-07T18:49:13","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10293"},"modified":"2025-05-13T10:38:08","modified_gmt":"2025-05-13T08:38:08","slug":"liturgischer-entwurf-fuer-einen-gedenkgottesdienst-anlaesslich-der-flutkatastrophe-2005","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/liturgischer-entwurf-fuer-einen-gedenkgottesdienst-anlaesslich-der-flutkatastrophe-2005\/","title":{"rendered":"Liturgischer Entwurf f\u00fcr einen Gedenkgottesdienst anl\u00e4\u00dflich der Flutkatastrophe 2005"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><b><span style=\"color: #000099;\">Liturgischer Entwurf f\u00fcr einen Gedenkgottesdienst <strong> anl\u00e4\u00dflich der Flutkatastrophe<\/strong>\u00a0| <\/span><\/b><b><span style=\"color: #000099;\">Januar 2005 | Paul Kluge |<\/span><\/b><\/h3>\n<p><strong>Orgelvorspiel<\/strong><\/p>\n<p>Derer, die unter den Folgen der Flutkatastrophe im S\u00fcden Asiens leiden, wollen wir gedenken. Was da geschehen ist, k\u00f6nnen wir nicht fassen. Weil aber der dreieinige Gott unsere Zuversicht und St\u00e4rke ist, beginnen wir diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.<br \/>\n<em>Gemeinde: Amen. <\/em><\/p>\n<p>Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,<br \/>\n<em>Gemeinde: der Himmel und Erde gemacht hat,<br \/>\n<\/em>der Bund und Treue h\u00e4lt ewiglich,<br \/>\n<em>Gemeinde: und der nicht preisgibt das Werk seiner H\u00e4nde. Amen <\/em><\/p>\n<p><strong>Gesang<\/strong> EG Nr. 518, Mitten wir im Leben sind, Strophen 1 bis 3<\/p>\n<p><strong>Eingangsgebet<\/strong>:<br \/>\nGott des Himmels und der Erde, wir haben uns vor dir versammelt, weil wir das Geschehene nicht fassen k\u00f6nnen. Zu gro\u00df ist die Zahl der Toten, unvorstellbar die Zahl derer, die unter den Folgen der Flut leiden und durch die Katastrophe in bitterste Armut gefallen sind. Unser Gef\u00fchl von Sicherheit ist ins Wanken geraten; was Best\u00e4ndig erschien, hat sich als Verg\u00e4nglich erwiesen; manches Vertrauen in die Zukunft ist ersch\u00fcttert. Wir suchen neue Hoffnung und neue St\u00e4rke durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen<\/p>\n<p><strong>Gesang<\/strong> EG RWL Nr. 649, Strophe 1 (Mel.: Befiehl du deine Wege)<\/p>\n<p>Wer kann dich, Herr, verstehen, wer deinem Lichte nahn?<br \/>\nWer kann den Ausgang sehen von deiner F\u00fchrung Bahn?<br \/>\nDu l\u00f6sest, was wir binden, du st\u00fcrzest, was wir baun.<br \/>\nWir k\u00f6nnens nicht ergr\u00fcnden, wir k\u00f6nnen nur vertraun.<\/p>\n<p><strong>Lesung<\/strong> aus Psalm 107:<\/p>\n<p>&#8222;Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich&#8220; &#8211; so sollen sagen, die erl\u00f6st sind durch den Herrn, die er aus der Not erl\u00f6st hat,<\/p>\n<p><em>die hungrig und durstig waren und deren Seele verschmachtete, die dann zum Herrn riefen in ihrer Not, und er errettete sie aus ihren \u00c4ngsten und f\u00fchrte sie den richtigen Weg, da\u00df sie kamen zur Stadt, in der sie wohnen konnten: <\/em><\/p>\n<p>Die sollen dem Herrn danken f\u00fcr seine G\u00fcte und f\u00fcr seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut, da\u00df er s\u00e4ttigt die durstige Seele und die Hungrigen f\u00fcllt mit Gutem.<\/p>\n<p><em>Die des Herrn Werke erfahren haben auf dem Meer, wenn er sprach und einen Sturmwind erregte, der die Wellen erhob, und sie gen Himmel fuhren und in den Abgrund sanken, <\/em><\/p>\n<p>da\u00df ihre Seele vor Angst verzagte, da\u00df sie taumelten und wankten wie ein Trunkener und wu\u00dften keinen Rat mehr,<\/p>\n<p><em>die dann zum Herrn schrien in ihrer Not, und er f\u00fchrte sie aus ihren \u00c4ngsten und stillte das Ungewitter, da\u00df die Wellen sich legten und sie froh wurden, da\u00df es still geworden war und er sie zum erw\u00fcnschten Lande brachte: <\/em><\/p>\n<p>Die sollen dem Herrn danken f\u00fcr seine G\u00fcte und f\u00fcr seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut. Amen<\/p>\n<p><strong>Gesang<\/strong> EG ERK Reimpsalm 69 :<\/p>\n<p>1. Herr, rette mich, das Wasser steigt und steigt,<br \/>\nund immer h\u00f6her t\u00fcrmen sich die Wogen.<br \/>\nDa ist kein Halt, ich werd hinabgezogen,<br \/>\ndem Abgrund zu, wo jede Stimme schweigt.<br \/>\nIch schrie zu dir die ganze, lange Nacht.<br \/>\nNach dir, mein Gott, nach dir rief meine Seele.<br \/>\nVergeblich habe ich geweint, gewacht.<br \/>\nMein Gott ist fern, sieht nicht, wie ich mich qu\u00e4le.<\/p>\n<p>5. Mein Lied erhebt dich, Helfer in der Not.<br \/>\nNimm meinen Dank, dein Name ist mein Leben.<br \/>\nDu warst mein Schutz, du hast mir Kraft gegeben,<br \/>\nja, deine Macht erweckte mich vom Tod.<br \/>\nNun kommt, ihr Menschen, die sein Geist bewegt!<br \/>\nIhr Himmel, kommt! Ich rufe euch, ihr Meere!<br \/>\nDu Erde, komm, und was auf dir sich regt:<br \/>\nDer Herr ist Gott! Gebt unserm Herrn die Ehre!<\/p>\n<p><strong>Predigt<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gesang<\/strong> EG NB 639 (Melodie: Wenn wir in h\u00f6chsten N\u00f6ten sein)<\/p>\n<ol>\n<li>Herr, wenn das Wasser uns bedroht und in Gefahr uns bringt und Not,<br \/>\nso bitten wir durch Jesus Christ, da\u00df du uns hilfst und gn\u00e4dig bist.<\/li>\n<li>Der Sturmwind saust und braust daher, gewaltig tobt und sch\u00e4umt das Meer.<br \/>\nDas Wasser steigt auf gro\u00dfe H\u00f6h&#8216; kommt auf uns zu bei voller See.<\/li>\n<li>So wehre du der Sturmgewalt, gebiete ihr mit Macht ein Halt.<br \/>\nBewahr uns vor dem nassen Grab und wende alles Ungl\u00fcck ab.<\/li>\n<li>Gedenke, Herr, an deinen Bund! La\u00df \u00fcber deinem Erdenrund,<br \/>\nwenn Flut und Wellenschlag vergehn, den Regenbogen leuchtend stehn.<\/li>\n<li>Wir stimmen dir den Lobpreis an, dir, der vorm Tod erretten kann.<br \/>\nErh\u00f6re uns, Christ Kyrie, du Herr des Sturmes und der See.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Gebet<\/strong>: (Nach jedem Absatz ein gesungenes Kyrie aus EG 178.1 bis 178.14)<\/p>\n<p>Gott, Sch\u00f6pfer der Welt, du hast den Himmel und die Erde geschaffen, das Meer und alles, was darin ist. Die Sch\u00f6pfung und alle Gesch\u00f6pfe sind wie Ton in der Hand eines T\u00f6pfers. Oft freuen wir uns an deiner Sch\u00f6pfermacht, und bisweilen macht sie uns Angst. Dann n\u00e4mlich, wenn sie uns unsere Ohnmacht zeigt und dass wir deiner Macht ausgeliefert sind. In unserer Angst rufen wir zu dir: &#8230;<\/p>\n<p>Gott, Herr der Welt, du hast uns Menschen berufen, deine Sch\u00f6pfung zu bewahren und zu erhalten. Dem stehen unsere eigens\u00fcchtigen Interessen oft entgegen und wir greifen in das Werk deiner Sch\u00f6pfung ein, gef\u00e4hrden und zerst\u00f6ren, was zu unserem Besten gedacht ist. Dadurch gef\u00e4hrden und zerst\u00f6ren wir uns selbst. Wir brauchen mehr Vertrauen auf deine Weisheit. In unserem Mi\u00dftrauen rufen zu dir: &#8230;<\/p>\n<p>Gott, Herr \u00fcber Leben und Tod, du hast eine unvorstellbar gro\u00dfe Zahl von Menschen aus ihrem Leben gerissen, alte und junge, reiche und arme, kranke und gesunde. Mit Erschrecken haben wir erkannt, wie nahe uns der Tod sein kann. Das kann uns dankbar f\u00fcr unser Leben machen. Doch wir empfinden Anteilnahme bei unseren Gedanken an die Angeh\u00f6rigen der Verstorbenen. Lass sie in ihrer Trauer Menschen haben, die sie tr\u00f6sten, die ihnen deinen Trost bringen. In unserer Anteilnahme rufen wir zu dir: &#8230;<\/p>\n<p>Gott, Retter der Welt, du willst, dass allen Menschen geholfen werde. Die Not im Katastrophengebiet ist so gro\u00df, wir k\u00f6nnen sie uns nicht vorstellen. Wecke und erhalte du unsere Bereitschaft zu helfen. Viele Helferinnen und Helfer sind in den betroffenen Gebieten im Einsatz. Sie brauchen St\u00e4rkung und Beistand, brauchen besonderen Schutz. Und sie verdienen unsere Unterst\u00fctzung, denn sie helfen an unserer Statt. In unserer Verbundenheit mit ihnen rufen wir zu dir: &#8230;<\/p>\n<p>Gott, unser Vater, es sind so viele, auch widerspr\u00fcchliche Gedanken und Gef\u00fchle, die uns im Zusammenhang mit der Katastrophe bewegen. Wir bringen sie vor dich und beten gemeinsam:<\/p>\n<p>Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser t\u00e4gliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und f\u00fchre uns nicht in Versuchung, sondern erl\u00f6se uns von dem B\u00f6sen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen<\/p>\n<p><strong>Gesang<\/strong> Nr. 420, Brich mit dem Hungrigen dein Brot, Strophen 1 bis 5<\/p>\n<p><strong>Bitte um Segen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Orgelnachspiel<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Paul Kluge, Pastor em.<br \/>\nGro\u00dfer Werder 17<br \/>\n39114 Magdeburg<br \/>\n<a href=\"mailto:Paul.Kluge@t-online.de\">Paul.Kluge@t-online.de<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liturgischer Entwurf f\u00fcr einen Gedenkgottesdienst anl\u00e4\u00dflich der Flutkatastrophe\u00a0| Januar 2005 | Paul Kluge | Orgelvorspiel Derer, die unter den Folgen der Flutkatastrophe im S\u00fcden Asiens leiden, wollen wir gedenken. Was da geschehen ist, k\u00f6nnen wir nicht fassen. 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