{"id":10319,"date":"2005-02-07T19:49:17","date_gmt":"2005-02-07T18:49:17","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10319"},"modified":"2025-05-14T08:25:56","modified_gmt":"2025-05-14T06:25:56","slug":"lukas-1038-42-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-1038-42-4\/","title":{"rendered":"Lukas 10,38-42"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><span style=\"color: #000099;\">Gereimte Predigt | <\/span><span style=\"color: #000099;\">Estomihi | 6. Februar 2005 | Lukas 10,38-42 | Hansj\u00f6rg Biener |<\/span><\/h3>\n<p>Und wieder ist\u2019s ein weitres Jahr, \/ dass ich hier stehe reimend da.<br \/>\nAls Thema soll uns heut erbauen \/ ein Bibeltext, in dem zwei Frauen<br \/>\nund Jesus in der Mitte stehn. \/ So lasst uns nun den Text durchgehn:<\/p>\n<p><em>\u201cJesus kam in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Marta, die nahm ihn auf. Und sie hatte eine Schwester, die hie\u00df Maria; die setzte sich dem Herrn zu F\u00fc\u00dfen und h\u00f6rte seiner Rede zu. Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, da\u00df mich meine Schwester l\u00e4\u00dft allein dienen? Sage ihr doch, da\u00df sie mir helfen soll! Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viele Sorge und M\u00fche. Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erw\u00e4hlt; das soll nicht von ihr genommen werden.\u201d<\/em> (Lukas 10,38-42)<\/p>\n<p><strong>Marta und Maria<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Es war vor vielen hundert Jahren: \/ Der Heiland und die J\u00fcnger waren<br \/>\nin einem Dorfe Israels zu Gast \/ und machten bei der Marta Rast.<br \/>\nDie Marta ist sofort entschwunden. &#8211; \/ Maria hat man leicht gefunden.<br \/>\nSie nahm zu Jesu F\u00fc\u00dfen Platz \/ und h\u00f6rt ihm zu, lauscht Satz f\u00fcr Satz,<br \/>\nwie er von einem Gott berichtet, \/ der Menschenleben neu ausrichtet.<br \/>\nMaria h\u00f6rt dem Jesus zu. \/ Die Marta findet keine Ruh.<br \/>\nSie will die Wanderer erfrischen \/ und ihnen Speis und Trank auftischen.<br \/>\nDoch f\u00fcr den Gast fehlt ihr die Zeit \/ vor Eifer und Gesch\u00e4ftigkeit.<br \/>\nF\u00fcr ihre Schwester wird\u2019s nicht heiter, \/ denn die Geschichte geht ja weiter,<br \/>\nweil Marta lautstark sich beklagt \/ und \u00e4rgerlich zu Jesus sagt:<br \/>\n\u201cSchau dir doch mal Maria an, \/ wie die hier einfach sitzen kann.<br \/>\nIch muss als Hausfrau flei\u00dfig eilen. \/ Sie will die Zeit bei dir verweilen.<br \/>\nFindest du das denn wirklich gut, \/ dass sie mir keinen Handschlag tut?\u201d<br \/>\nZur Klage findet Marta Zeit, \/ warum die Schwester grade heut<br \/>\nihr nicht beim Kochen helfen will. \/ \u201cDabei ist doch zu tun so viel.<br \/>\nFragt euch doch mal, was ihr gleich esst! \/ Wenn ich nicht koch, gibt\u2019s auch kein Fest!\u201d<br \/>\nDoch Jesus l\u00e4sst das so nicht gelten. \/ Wenn Jesus kommt, dann trennen Welten<br \/>\ndie Zeit, in der man hetzt und rennt, \/ von dem, was Jesus ein Fest nennt.<br \/>\nEr ist kein Gast wie andre G\u00e4ste. \/ Wo er ist, da sind Gottesfeste.<br \/>\nGanz wie man es von Jesus kennt, \/ setzt er den eigenen Akzent,<br \/>\nlobt Martas Engagement als echt &#8211; \/ und gibt Maria trotzdem Recht.<br \/>\nSie setzt sich mit zu Jesus hin, \/ und sein Besuch macht damit Sinn.<br \/>\nSie hat das bessre Teil erw\u00e4hlt, \/ h\u00f6rt Jesus zu, wenn er erz\u00e4hlt,<br \/>\nwie Gott selbst zu den Menschen kommt \/ und welche Antwort Menschen frommt.<br \/>\nDie Worte Jesu sind ihr wichtig, \/ und Jesus findet das ganz richtig.<br \/>\nWer Jesus zuh\u00f6rt, kommt zum Leben, \/ darum half er Maria eben.<\/p>\n<p><strong>Unter Frauen<br \/>\n<\/strong><br \/>\nWas wir hier sehen zwischen Schwestern, \/ ist kein Erlebnis blo\u00df von gestern.<br \/>\nDenn manchmal, das ist gut bekannt, \/ sind \u00e4ltre Schwestern dominant.<br \/>\nSie wissen, k\u00f6nnen so viel mehr. \/ Dann leidet manche kleine sehr<br \/>\nund wird nicht gro\u00df, sondern bleibt klein. \/ Das kann f\u00fcr sie nicht hilfreich sein.<br \/>\nDoch auch die kleinen Schwestern machen \/ mit ihren gro\u00dfen manchmal Sachen,<br \/>\ndass, so wie diese Schwestern sind, \/ sie besser w\u00e4rn ein Einzelkind.<br \/>\nUnd manchmal ist das zwischen Schwestern \/ wie an High Noon in einem Western.<br \/>\nBis jede findet ihren Platz, \/ gibt es zuhause lang Rabatz.<br \/>\nMan wirft sich vieles an die Ohren, \/ ist ja durch Zufall nur geboren<br \/>\nin das gemeinsam Elternhaus, \/ doch damit sind dann auch schon aus<br \/>\ndie schwesterlich Gemeinsamkeiten, \/ und immer wieder muss man streiten.<br \/>\nWenn eine macht die andre ein, \/ soll das wohl \u201cSchwesterlichkeit\u201d sein?<br \/>\nEs dauert, bis sie Frieden schlie\u00dfen \/ und je ihr Eigenes genie\u00dfen.<br \/>\nDas setzt sich auch noch sp\u00e4ter fort, \/ wenn eine Frau sucht ihren Ort.<br \/>\nDenn immer wieder sind es Frauen, \/ die einer Frau den Weg verbauen<br \/>\nzum selbstbewussten, guten Leben, \/ weil sie ihr keine Chance geben.<br \/>\nEs wird gel\u00e4stert, was frau kann, \/ noch mehr, als man sich traut als Mann.<br \/>\nEin Lieblingsthema: die Figur. \/ Und auch auf manche andre Tour<br \/>\ntun sie sich gerne kritisieren, \/ und die, die\u2019s trifft, wird resignieren.<br \/>\nWo zwischen Frauen wird gezickt, \/ von au\u00dfen man es kaum durchblickt.<br \/>\nAm Arbeitsplatz in den Betrieben \/ wird Frauenpower hintertrieben.<br \/>\nDie Arbeit dann nicht mehr behagt, \/ wenn man sich Bissigkeiten sagt.<br \/>\nWo Frauen machen\u2019s Frauen schwer, \/ ist\u2019s mit Erfolgen nicht weit her,<br \/>\nbis ganz zuletzt doch an den Spitzen \/ der Unternehmen M\u00e4nner sitzen.<br \/>\nDas alles ist, bei Licht besehn, &#8211; \/ nicht so sch\u00f6n.<\/p>\n<p><strong>Frauen und M\u00e4nner<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDoch gibt\u2019s noch anderes auf Erden, \/ was Frauen kann gef\u00e4hrlich werden.<br \/>\nEs ist noch lange nicht Geschichte, \/ was ich von M\u00e4nnern hier berichte.<br \/>\nDenn weltweit ist es in den K\u00f6pfen: \/ Der Ort der Frau ist bei den T\u00f6pfen,<br \/>\nim Bett und dann auch bei den Kindern, \/ am Acker und dann auch bei Rindern,<br \/>\nbei Ziegen, Schweinen und bei Schafen. \/ Wo M\u00e4nner ihren Rausch ausschlafen<br \/>\nund von der Freizeit sich erholen, \/ als Herr im Haus die Frau versohlen,<br \/>\nwenn sie ihn fragt um Haushaltsgeld, \/ das er nicht mehr in H\u00e4nden h\u00e4lt,<br \/>\nda sind von Kindesbeinen an \/ die Frauen sehr viel schlechter dran.<br \/>\nUnd mag\u2019s in Deutschland besser sein, \/ nicht jeder Lohn kommt auch herein<br \/>\nf\u00fcr Mutter-, Hausfrau-, Ehem\u00fchen, \/ wenn sie die Kinder gut erziehen,<br \/>\nwenn sie das Kind im Manne hegen, \/ wenn sie Soldatenwunden pflegen.<br \/>\nSie bauten H\u00e4user aus den Tr\u00fcmmern. \/ Sie tapezieren, malern, zimmern.<br \/>\nSie kochen, waschen, r\u00e4umen, putzen. \/ Das ganze Haus hat davon Nutzen.<br \/>\nSie meistern viele Lebenslagen \/ und sind oft tapfer, muss man sagen.<br \/>\nSie bleiben bei den alten Kranken. \/ Wird irgendjemand daf\u00fcr danken?<br \/>\nF\u00fcr Frauen hier und aller Welt \/ gibt es daf\u00fcr kaum bares Geld.<br \/>\nUm Gotteslohn sie vieles tun, \/ bis einmal ihre H\u00e4nde ruhn.<br \/>\nWenn einem so viel Gutes wird beschert, \/ ist das nicht eine Rente wert?<br \/>\nAls zweites Unrecht sind direkt \/ die Frauen oft ein Sex-Objekt.<br \/>\nEs scheint, als sei der tiefe Ausschnitt \/ f\u00fcr jede Frau das beste Outfit.<br \/>\nSie bringen M\u00e4nner in Gefahr? \/ Nein! Umgekehrt ist\u2019s noch mehr wahr.<br \/>\nSie sind verf\u00fchrbar, sagt der Mann, \/ und schaut, was er erreichen kann.<br \/>\nDie M\u00e4nner sich gern selbst bel\u00fcgen. \/ Die Frauen sollen sich schnell f\u00fcgen,<br \/>\ndoch all zu oft sind M\u00e4nnertr\u00e4ume \/ nicht realistisch, sondern Sch\u00e4ume.<br \/>\nDer Frau Gef\u00fchle z\u00e4hlen kaum \/ f\u00fcr manchen \u00fcblen M\u00e4nnertraum.<br \/>\nDass er nur wollte und sie nicht, \/ erkl\u00e4rt ihm sp\u00e4ter das Gericht.<\/p>\n<p><strong>Frauen und Gottesm\u00e4nner<br \/>\n<\/strong><br \/>\nWenn M\u00e4nner etwas Falsches glauben, \/ kann ihnen den Verstand das rauben.<br \/>\nDazu passt auch, Sie ahnen\u2019s schon, \/ das Thema \u201cFrau und Religion\u201d.<br \/>\nManch Kirchenmann wollt Frauen \u00fcbel, \/ berief sich dabei auf die Bibel.<br \/>\n\u201cSie brachte S\u00fcnde in die Welt\u201d, \/ sagt, wer von Frauen nicht viel h\u00e4lt,<br \/>\nund fragt nicht, ob auch alles stimmt, \/ weil er zu wenig Zeit sich nimmt,<br \/>\ndie Genesis genau zu lesen. \/ Es sind schon alle zwei gewesen.<br \/>\nEs waren alle beide Schuld, \/ als sie verloren Gottes Huld.<br \/>\nMan muss die Bibel gut betrachten \/ und ganz besonders darauf achten,<br \/>\nwas Gott denn mit den Menschen macht. \/ Gott straft. &#8211; Gewiss. &#8211; Doch gibt er acht,<br \/>\ndass sie auch dann noch leben k\u00f6nnen, \/ und das k\u00f6nnt Mann ein Vorbild nennen.<br \/>\nManch Kirchenvater warf mit Dreck, \/ nahm Frauen Gottes Antlitz weg,<br \/>\ndas Gott auch Frauen hat gegeben, \/ als er rief \u201cMann und Frau\u201d ins Leben.<br \/>\nSo muss man wirklich dazu sagen: \/ Die Kirche hat an Schuld zu tragen,<br \/>\nvermischte h\u00e4ufig Gott und Mann, \/ obwohl man\u2019s nicht begr\u00fcnden kann.<br \/>\nVielleicht hat das als schlichten Grund: \/ Der Z\u00f6libat ist nicht gesund.<br \/>\nMan m\u00fcsst die Bibel besser lesen, \/ weil Gott selbst gab der Frau ihr Wesen.<br \/>\nIn ihr m\u00fcsst ihr auch Gott erkennen \/ und d\u00fcrft sie nicht nur \u201cs\u00fcndig\u201d nennen.<br \/>\nWer Frauen etwas besser kennt, \/ auch ihre gro\u00dfen Taten nennt<br \/>\nund wird nicht nur Maria ehren \/ und von Legenden Heilger zehren.<br \/>\nGesegnet sind die Pfarrer heute, \/ sind es zwei gute Eheleute.<br \/>\nHistorisch pr\u00e4gend: K\u00e4the Luther, \/ die wurde seiner Kinder Mutter.<br \/>\nDas offne Pfarrhaus war ihr Werk \/ und, dass sie Martin Luther st\u00e4rk<br \/>\nf\u00fcr Predigten und gro\u00dfe Taten. \/ Im Hintergrund hat sie beraten.<br \/>\nAls Vorbild wurde K\u00e4the wichtig. \/ So eine Pfarrfrau war stets richtig.<br \/>\nZwar hatte meist ihr Mann das Sagen, \/ doch viele M\u00fchn hat sie getragen.<br \/>\nIn vielen, vielen Gen\u2019rationen \/ wollt man der Pfarrfrau dies kaum lohnen.<\/p>\n<p><strong>Neue Frauen<br \/>\n<\/strong><br \/>\nSind Frauenrollen fest verteilt \/ und Frauen richtig eingekeilt<br \/>\nmit dem, was sie zu tuen h\u00e4tten, \/ macht das nicht Spa\u00df. Das k\u00f6nnt Ihr wetten.<br \/>\nEs macht uns allen doch Verdruss, \/ wenn man sich so bewegen muss,<br \/>\nwie andere es uns vorschreiben \/ und uns in ihrem Laufrad treiben.<br \/>\nWer Frauenleben ernst betrachtet, \/ schon bisher ihre Leistung achtet.<br \/>\nDoch Evas T\u00f6chter werden weise \/ und gehen selber auf die Reise<br \/>\nzum selbstbestimmten guten Leben, \/ und Gott wird seinen Segen geben,<br \/>\nwenn sie jetzt selber f\u00fcr sich kl\u00e4ren, \/ was ihre richtgen Rollen w\u00e4ren.<br \/>\nFrau muss nicht tun, was andre denken. \/ Sie kann ihr Leben selber lenken,<br \/>\nmit Lebensmut und Gottvertrauen \/ und Flei\u00df am eignen Leben bauen.<br \/>\nSie pochen auf ihr Recht zur Freiheit \/ und achten auch auf ihre Freizeit,<br \/>\nverdienen sich ihr eignes Geld, \/ stehn selbstbewusst in ihrer Welt,<br \/>\nso dass sie klar und deutlich spricht: \/ \u201cDas will ich, und das andre nicht.\u201d<br \/>\nEs gilt dann auch f\u00fcr Partnerfragen, \/ dass Frauen ihre Meinung sagen.<br \/>\nDie eine hat nur einen Mann \/ und freut sich Zeit des Lebens dran.<br \/>\nNur manchmal ist ihr Herzensk\u00f6nig, \/ wenn sie vergleicht, ein bi\u00dfchen wenig.<br \/>\nDie andre wei\u00df sich viel umschw\u00e4rmt, \/ wenn sie des Nachts so viele w\u00e4rmt.<br \/>\nEs ist die Vielfalt, die sie freut, \/ doch hat sie auch viel Liebesleid.<br \/>\nDie dritte spricht: Ich brauche keinen. \/ Ich bin mit mir auch so im Reinen.<br \/>\nIndem frau eigne Wege geht, \/ formt sie auch die Identit\u00e4t.<br \/>\nIn Lebens- und in Glaubensfragen \/ l\u00e4sst frau sich l\u00e4ngst nicht alles sagen.<br \/>\nSo gibt es immer \u00f6fter Frauen, \/ die Kirchenm\u00e4nnern nicht weit trauen.<br \/>\nSie geben nicht mehr einfach Ruh \/ und h\u00f6ren dem Katheder zu,<br \/>\nvon dem man Kirchenglaub doziert \/ und \u00fcbers Leben r\u00e4sonniert.<br \/>\nBevor sie noch mal Knie beugen, \/ muss Kirchenmann sie \u00fcberzeugen.<br \/>\nund ihr Vertrauen neu erwerben, \/ sonst wird die Kirche einfach sterben.<\/p>\n<p><strong>Fazit mit Verhei\u00dfung<\/strong><\/p>\n<p>Doch sind zum H\u00f6ren sie bereit \/ und nehmen f\u00fcrs Gespr\u00e4ch sich Zeit,<br \/>\nwenn man nicht blo\u00df dogmatisiert \/ und nicht Allwissenheit vorf\u00fchrt.<br \/>\nEin jeder Weg ist chancenreich, \/ zugleich zeigt uns dann der Vergleich:<br \/>\nWie immer ist die Lebensweise, \/ ein jeder Weg hat seine Preise.<br \/>\nDie Frau, die dieses hat bemerkt, \/ fragt auch, was sie denn nun best\u00e4rkt,<br \/>\nauf ihrer Suche nach dem Leben, \/ wird Gott auch eine Chance geben.<br \/>\nDie Bibel kann da hilfreich sein, \/ drum schauen wir noch mal hinein.<br \/>\nWenn wir zur\u00fcckgehn zur Geschichte, \/ mein ich, w\u00e4r\u2019s gut, wenn man sich richte<br \/>\nnach beiden Frauen aus der Bibel, \/ denn beide machen\u2019s gar nicht \u00fcbel.<br \/>\nMaria und auch Marta haben \/ ja je auf ihre Weise Gaben,<br \/>\ndenn schauen wir genauer hin, \/ hat eins wie\u2018s andre Last und Sinn.<br \/>\nAn Marta lobt die Pr\u00e4gekraft, \/ die viel in ihrem Leben schafft,<br \/>\ndie viel bewegt in wenig Zeit, \/ zu jeder guten Tat bereit.<br \/>\nDoch st\u00f6rt es manchmal sehr im Leben, \/ kann man sich keine Auszeit geben.<br \/>\nMan muss den Augenblick erkennen, \/ und darf dann nicht umher mehr rennen,<br \/>\nwie Marta das bei Jesus tat. \/ Viel besser es Maria hat.<br \/>\nMaria konnte sich hinsetzen \/ und den Moment f\u00fcr sich selbst sch\u00e4tzen.<br \/>\nDer war, als Jesus kam, gekommen. \/ F\u00fcr ihn hat sie sich Zeit genommen.<br \/>\nEs kommt viel auf den Zeitpunkt an, \/ doch wer wei\u00df schon: Was ist jetzt dran.<br \/>\nWir sind\u2019s gewohnt, herum zu hetzen. \/ Wer kann sich da zu Jesus setzen?<br \/>\nDoch wer jetzt sp\u00fcrt, es ist so weit, \/ das hier ist meine Jesus-Zeit,<br \/>\nder soll nicht mehr wie Marta walten, \/ es vielmehr wie Maria halten.<br \/>\nSie h\u00f6rte Jesu Worten zu \/ und fand f\u00fcr ihre Seele Ruh.<br \/>\nWer sich erkennt als Gottes \u201cSchatz\u201d, \/ der findet auch den eignen Platz<br \/>\nin dieser Welt. Man wird es sehen, \/ und kann bewusst durchs Leben gehn.<br \/>\nMan achtet auf Gemeinschaftssinn \/ und f\u00fchrt auch andre dazu hin,<br \/>\ndass man sich selbst und andre achtet \/ und auf das Potential betrachtet,<br \/>\ngut zu leben und dem Leben \/ einen tiefen Sinn zu geben.<br \/>\nAmen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Dr. Hansj\u00f6rg Biener<br \/>\nNeulichtenhofstr. 7<br \/>\nDE-90461 N\u00fcrnberg<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.biener-media.de\">www.biener-media.de<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gereimte Predigt | Estomihi | 6. Februar 2005 | Lukas 10,38-42 | Hansj\u00f6rg Biener | Und wieder ist\u2019s ein weitres Jahr, \/ dass ich hier stehe reimend da. 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