{"id":10391,"date":"2005-03-07T19:49:18","date_gmt":"2005-03-07T18:49:18","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10391"},"modified":"2025-05-15T09:30:25","modified_gmt":"2025-05-15T07:30:25","slug":"genesis-22-1-19-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/genesis-22-1-19-2\/","title":{"rendered":"Genesis 22, 1-19"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><span style=\"color: #000099;\">Judika | 13. M\u00e4rz 2005 | Genesis 22, 1-19 | Gerhard Prell |<\/span><\/h3>\n<p><em>Nach diesen Geschichten (a) versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich.<\/em><br \/>\n<em>(2)Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du liebhast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde.<\/em><br \/>\n<em>(3)Da stand Abraham fr\u00fch am Morgen auf und g\u00fcrtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, von dem ihm Gott gesagt hatte.<\/em><br \/>\n<em>(4)Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf und sah die St\u00e4tte von ferne<\/em><br \/>\n<em>(5)und sprach zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel. Ich und der Knabe wollen dorthin gehen, und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen.<\/em><br \/>\n<em>(6)Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak. Er aber nahm das Feuer und das Messer in seine Hand; und gingen die beiden miteinander.<\/em><br \/>\n<em>(7)Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer?<\/em><br \/>\n<em>(8)Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen die beiden miteinander.<\/em><br \/>\n<em>(9)Und als sie an die St\u00e4tte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz<\/em><br \/>\n<em>(10)und reckte seine Hand aus und fa\u00dfte das Messer, da\u00df er seinen Sohn schlachtete. (a)<\/em><br \/>\n<em>(11)Da rief ihn der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.<\/em><br \/>\n<em>(12)Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun wei\u00df ich, da\u00df du Gott f\u00fcrchtest und (a) hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.<\/em><br \/>\n<em>(13)Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich in der Hecke mit seinen H\u00f6rnern h\u00e4ngen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt.<\/em><br \/>\n<em>(14)Und Abraham nannte die St\u00e4tte (a) \u00bbDer HERR sieht\u00ab. Daher man noch heute sagt: Auf dem Berge, da der HERR sieht.<\/em><br \/>\n<em>(15)Und der Engel des HERRN rief Abraham abermals vom Himmel her<\/em><br \/>\n<em>(16)und sprach: (a) Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR: Weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont,<\/em><br \/>\n<em>(17)will ich (a) dein Geschlecht segnen und mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres, und deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde besitzen;<\/em><br \/>\n<em>(18)und durch (a) dein Geschlecht sollen alle V\u00f6lker auf Erden gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorcht hast.<\/em><br \/>\n<em>(19)So kehrte Abraham zur\u00fcck zu seinen Knechten. Und sie machten sich auf und zogen miteinander nach Beerscheba, und Abraham blieb daselbst.<\/em><\/p>\n<p>\u201eMein Gott, des is ja greislich!\u201d &#8211; rief meine Frau, als ich ihr auf ihre Frage, was denn am Sonntag f\u00fcr ein Predigttext dran sei, antwortete: \u201eDie Geschichte von Isaaks Opferung.\u201d<br \/>\nUnd mit ihrer Reaktion hat sie recht. Diese Geschichte ist mehr als \u201egreislich\u201d, liebe Gemeinde. Sie ist eine der abscheulichsten Geschichten der Bibel.<br \/>\nAls ich noch zur Schule ging, stand sie noch im Lehrplan der 3.Klasse. Inzwischen ist sie daraus gestrichen worden. Grund genug eigentlich, sie auch aus der Ordnung der Predigttexte zu streichen und \u00fcber einen anderen Text zu predigen.<\/p>\n<p>Aber unter uns sitzen Menschen, die noch regelm\u00e4\u00dfig in der Bibel lesen und an dieser Geschichte nicht vorbeikommen. Menschen sitzen unter uns, die ihre Kindheit verleben mu\u00dften in einer Zeit, die vor 60 Jahren zu Ende ging und zu der die ganze Hebr\u00e4ische Bibel l\u00e4cherlich und ver\u00e4chtlich gemacht wurde und als abqualifiziert wurde das Produkt einer \u201etypisch j\u00fcdischen\u201d Gottesvorstellung.<br \/>\nAls eine Sammlung von \u201eGeschichten \u00fcber Viehdiebe und Zuh\u00e4lter\u201d haben das sogenannte Alte Testament Menschen bezeichnet, die selber viel schlimmeres gewesen sind als Viehdiebe und Zuh\u00e4lter, n\u00e4mlich Massenm\u00f6rder, die millionenfache Menschenopfer gefordert und dargebracht haben, auf dem sogenannten \u201eFeld der Ehre\u201d, auf den Schlachtfeldern in Ru\u00dfland, Frankreich und Afrika, im Atlantischen Ozean und in den Gaskammern und Krematorien von Auschwitz, Majdanek und Triblinka. Und sind die Zeugnisse unserer j\u00fcngsten Geschichte nicht tausendmal \u201egreislicher\u201d als diese alte Geschichte?<\/p>\n<p>Man redet ja gemeinhin von Isaaks Opferung &#8211; obwohl ja eigentlich in dieser Geschichte von Anfang an alles darauf hinausl\u00e4uft, da\u00df Isaak nicht geopfert wird.Ja, j\u00fcdische wie christliche Forscher der Hebr\u00e4ischen Bibel haben uns gezeigt, da\u00df diese Geschichte von der Verschonung Isaaks &#8211; wie man wohl richtiger sagen m\u00fc\u00dfte &#8211; entstanden ist in der Auseinandersetzung mit der heidnischen Umwelt des Volkes Israel. Dort, in den alten kanaan\u00e4ischen Naturreligionen, hat es zu Abrahams Zeiten \u00fcberall und auf Schritt und Tritt das Menschenopfer gegeben. Das ist durch arch\u00e4ologische Funde nachgewiesen. Meistens geschahen diese Opfer in der Gestalt des Bauopfers. Beim Bau eines Hauses wurde ein Kind &#8211; meist das erstgeborene m\u00e4nnliche &#8211; in das Fundament eingemauert. Oder es wurden im Zusammenhang mit einem Gel\u00fcbde Kinder geopfert.<\/p>\n<p>Bei den Propheten h\u00f6ren wir, da\u00df auch die Israeliten immer wieder in die Versuchung geraten sind, die Unsitte des Kinderopfers von den heidnischen Kanaan\u00e4ern in ihrer Umwelt zu \u00fcbernehmen:<br \/>\n<em>Die S\u00f6hne Judas haben die H\u00f6he des Tophet gebaut, um ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter zu verbrennen, was ich ihnen niemals geboten habe &#8211; spricht der Herr. (Jer. 7,31)<br \/>\n<\/em>Damit spricht es der Prophet Jeremia \u00fcberdeutlich aus: Menschenopfer sollen nicht sein in Israel. Sie sollen nicht sein im Volke des wahren und lebendigen Gottes. Gott k\u00f6nnte sie wohl fordern. Aber er hat gesagt, da\u00df er dieses Opfer nicht will.Gott findet dieses Opfer selber \u201egreislich\u201d. Er verschont die Menschen aus Gnade und nimmt statt dessen das Opfer von Ziegen, K\u00e4lbern und Schafen an.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, uns mag es schaudern, wenn wir von Zeiten h\u00f6ren, in denen Menschen ihre Kinder irgendwelchen gr\u00e4\u00dflichen Heideng\u00f6tzen geopfert haben. Aber sind wir in unserem angeblich christlichen Abendland so viel humaner, aufgekl\u00e4rter, vern\u00fcnftiger geworden als es die Menschen zu der Zeit waren, in der diese alte Geschichte entstand? M\u00fcssen wir uns angesichts unserer j\u00fcngsten Geschichte und angesichts unserer Gegenwart nicht fragen, ob unser Abendland \u00fcberhaupt die Bezeichnung \u201echristlich\u201d verdient; ob wir als Volk Gottes nicht vielmehr als Minderheit in einer heidnischen Umwelt und Gesellschaft leben wie eh und je?<br \/>\nUnd mag die Umwelt, mag die Gesellschaft noch so heidnisch sein, in der eine Glaubensgruppe als Minderheit leben mu\u00df &#8211; es scheint eine soziologische Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit zu geben, da\u00df stets die Sitten und Br\u00e4uche der Mehrheit von der Minderheit \u00fcbernommen werden &#8211; m\u00f6gen sie noch so unmenschlich und noch so grausam und noch so sinnlos, kurz: noch so falsch sein.<br \/>\n\u201eDas machen doch schlie\u00dflich alle\u201d, hei\u00dft es dann. Und: \u201eWas kann man als Einzelner denn schon dagegen tun?\u201d<br \/>\nAn die Stelle der alten heidnischen G\u00f6tter sind lediglich menschliche Ideologien und Organisationen getreten, die ihre Opfer fordern:<br \/>\nIn der Franz\u00f6sischen Revolution wurden der G\u00f6ttin \u201eVernunft\u201d so viele Menschenopfer dargebracht, da\u00df man ihnen nicht mehr einzeln die K\u00f6pfe abschlagen konnte, sondern als \u201eOpferdarbringungs-maschine\u201d die Guillotine erfunden hat.<br \/>\nOder denken wir an die Opfer der russischen Revolution. Oder an die Opfer dessen, was man Imperialismus und Kolonialismus nennt.<br \/>\nUnd hat es nicht gerade in der Generation meiner Gro\u00dfeltern Menschenopfer zu Millionen gegeben, die mit nichtssagenden Beschwichtigungen und Entschuldigungen bereitwillig dargebracht wurden? Wie viele \u00c4ltere sind heute hier in der Kirche, die Angeh\u00f6rige auf dem \u201eSchlachtfeld\u201d verloren haben, das man das \u201eFeld der Ehre\u201d nannte? Und die Namen wie vieler menschlicher Opfer stehen heute in Jad WaSchem zu lesen?<br \/>\nWieviele, wenn auch unblutige, Opfer in der Gestalt von Millionen von Arbeitslosen und von abgeholzten Regenw\u00e4ldern fordert das, was die Wirtschaftskonzerne nicht ohne Zynismus \u201eGlobalisierung\u201d nennen?<br \/>\nWelcher heidnischen Verfremdung des Gottes Abrahams sind die islamistischen Selbstmordattent\u00e4ter aufgesessen, die sich selbst und m\u00f6glichst viele unschuldige Todesopfer zur vermeintlichen Ehre Gottes darbringen?<br \/>\nUnd wird es heute nicht auch bei uns wieder den Eltern von wehrpflichtigen jungen M\u00e4nnern abverlangt, da\u00df sie bereit sein sollen, ihre Kinder bei v\u00f6lkerrechtlich h\u00f6chst fragw\u00fcrdigen NATO &#8211; Eins\u00e4tzen in aller Welt zu opfern? Wie christlich ist der Druck der angeblich so christlichen Vereinigten Staaten und ihres angeblich so christlichen Pr\u00e4sidenten auf die \u00fcbrigen NATO-B\u00fcndnispartner, damit diese ihrer \u201einternationalen Verantwortung\u201c nachkommen?<\/p>\n<p>Sein Leben oder das Leben seiner Kinder opfern &#8211; im Gehorsam gegen Gott?<br \/>\nOder ist an dieser Geschichte nur dies anst\u00f6\u00dfig, da\u00df ein Vater seinen eigenen Sohn eigenh\u00e4ndig t\u00f6ten soll? Soll man nur zu seinen eigenen Kindern freundlich sein? Sind Kurden, Perser, Irakis keine Menschenbr\u00fcder und &#8211; so sagen seit alters her die drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam &#8211; keine Kinder Abrahams?<br \/>\nGeht es uns nichts an, wenn anderswo Menschen unseren wirtschaftlichen Interessen geopfert werden?<br \/>\nWerden nicht auch uns in absehbarer Zeit Opfer abverlangt? So da\u00df wir erkennen m\u00fcssen: Wir k\u00f6nnen nicht immer mehr und mehr haben wollen, wir m\u00fcssen das Hergeben, das Loslassen lernen. In dieser Welt leben wir. Und in dieser Welt lohnt es sich, \u00fcber die alte Geschichte nachzudenken; \u00fcber die Versuchung und den Gehorsam des Abraham, \u00fcber die Verschonung des Isaak vor dem geopfert &#8211; Werden.<\/p>\n<p>Abraham, der Mann Gottes, begegnet uns als Mensch, der den Ruf Gottes geh\u00f6rt hat und ihm gefolgt ist. Er hat zum Erstaunen aller den sch\u00fctzenden Bereich der alten Heimat und der Sippe verlassen und ist dem Ruf Gottes gefolgt in ein weites, unbekanntes Land, hinein in eine Zukunft, die dunkel und ungewi\u00df vor ihm lag. Er hat ein Wort, eine Verhei\u00dfung bekommen, da\u00df Gott ihn segnen und seinen Nachkommen zum Heil der ganzen Welt eine Zukunft er\u00f6ffnen werde. Aber Jahre sind vergangen, und Abraham hat nichts von der Erf\u00fcllung des Versprechens gesehen. Er war darauf angewiesen, gegen allen Augenschein an dem Wort Gottes festzuhalten. Schlie\u00dflich bekommt er mit seiner Frau Sara einen Sohn, den Isaak. Endlich ist Land in Sicht &#8211; so m\u00f6chte man sagen. Und nun wir alles wieder in Frage gestellt:<br \/>\n<em>Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich.<br \/>\nUnd er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du liebhast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde.<br \/>\n<\/em>Es handelt sich hier um eine Versuchung und Pr\u00fcfung, die nicht einfach zu vergleichen ist mit den Pr\u00fcfungen und Versuchungen, die wir zu bestehen haben. Freilich, auch wir haben unsere Versuchungen und bitten im Vaterunser nicht umsonst: \u201eF\u00fchre uns nicht in Versuchung!\u201d.<br \/>\nDer Reformator Calvin spricht von Versuchungen von links und rechts, die uns bedrohen;<br \/>\nVon links &#8211; so sagt er &#8211; da stehen Armut, Schmach, Verachtung, Tr\u00fcbsal und dergleichen mehr. Von ihrer Bitterkeit und Not wird der Mensch dann gequ\u00e4lt. Und er verliert den Mut, wirft Zuversicht und Hoffnung weg und entfremdet sich schlie\u00dflich ganz und gar von Gott. Dies ist die Versuchung des Hiob, der durch Leid, Ungl\u00fcck, Armut und Krankheit versucht wurde &#8211; und dem es dennoch geschenkt war, die Pr\u00fcfung zu bestehen.<br \/>\nEs gibt nach Calvin auch die Versuchung von rechts: Da sind Reichtum, Macht und Ehre, die durch ihren Glanz und Erfolg den Blick des Menschen verblenden, da\u00df er sich schlie\u00dflich von T\u00e4uschungen fangen l\u00e4\u00dft &#8211; und Gott vergi\u00dft. Die Versuchung besteht also gerade darin, da\u00df es dem Menschen gut geht, da\u00df er Wohlstand, Reichtum und Gl\u00fcck erh\u00e4lt und diese Pr\u00fcfung vielleicht nicht besteht.<\/p>\n<p>Es ist auch eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr den Glauben, da\u00df man sich auf dem, was man erreicht hat, ausruhen will, sich sicher f\u00fchlt und meint, jetzt sei alles geschafft. Solcher Glaube zerbricht, wenn er gefordert wird.<br \/>\nWar der christliche Glaube im Abendland nicht immer wieder in der Gefahr der falschen Sicherheit? Wo die Umwelt in ihrem Heidentum nicht mehr erkannt wird, wo man das Heidnische und Gottlose der Gesellschaft, in der man lebt, nicht mehr wahrhaben will, da schl\u00fcpft das Heidentum unbemerkt in<br \/>\ndas Gewand des Glaubens. Und selbst gottlose Ideologien und staatstragende Lehren geben sich christlich und fordern ihre zutiefst heidnischen und gottlosen Opfer &#8211; verlogenerweise auch noch im Namen Gottes, dem solche Opfer ein Greuel sind. Gott, der in seiner Freiheit zwar Opfer fordern k\u00f6nnte, aber nicht fordern will, wird so verfremdet, bis er einem fremd wird.<br \/>\nGott ist frei. Und er kann auch anders, als er in seinem offenbaren Willen kundtut. So weit sagt es auch der Glaube. Aber die Grenze zum Heidentum und zur Gottlosigkeit wird da \u00fcberschritten, wo der Mensch in falscher, wenn auch tiefer Fr\u00f6mmigkeit meint, es g\u00e4be noch einen anderen Willen Gottes als den von ihm offenbarten, wo der Mensch meint, Gott w\u00fcrde von ihm noch anderes fordern als er in seinen Geboten und seinen Verhei\u00dfungen kundtut. Das war die Versuchung, der selbst ber\u00fchmte Theologen wie Werner Elert erlegen sind.<br \/>\nDas war die Versuchung Abrahams. Und diese Versuchung beunruhigt seinen Glauben und sein Gottvertrauen zutiefst, so da\u00df Luther sagt: \u201eIch h\u00e4tte nicht Zuschauer, geschweige denn Handelnder und Opfernder sein k\u00f6nnen.\u201d<\/p>\n<p>Aber Gott l\u00e4\u00dft auch den Menschen in der Versuchung nicht los, in die er ihn geraten l\u00e4\u00dft.<br \/>\nUnd so l\u00e4uft in dieser grausigen Geschichte von Anfang an alles darauf hinaus, da\u00df Isaak nicht geopfert wird.<br \/>\nDie Geschichte beginnt damit, da\u00df Gott den Abraham bei seinem Namen anspricht, und das ist sehr tr\u00f6stlich.<br \/>\nOhne diese Anrede Gottes an Abraham und ohne die Gewi\u00dfheit des alten Mannes, da\u00df er diesem Gott geh\u00f6rt, der ihn so viele Jahre lang treu gef\u00fchrt und bewahrt hat, w\u00e4re hier alles nur schreckliche Grausamkeit und m\u00fc\u00dfte den Abraham vernichten.<br \/>\nBei Isaak geht es ja nicht allein um die Liebe eines Vaters zu seinem Kind. Isaak ist f\u00fcr Abraham das sichtbare Zeichen daf\u00fcr, da\u00df sein Leben einen Sinn hat, da\u00df er nicht umsonst alles verlassen und nicht umsonst alle Strapazen, Gefahren und Dem\u00fctigungen auf sich genommen hat. Isaak ist der Tr\u00e4ger der Verhei\u00dfung. Und das alles soll Abraham nun preisgeben?<br \/>\n<strong><br \/>\n<\/strong>All das, was ihm den Sinn seines Lebens zu garantieren schien, soll er drangeben? Indem Abraham den Isaak opfern soll, mu\u00df er sich selber opfern. Ja, Gott selbst scheint alles zunichte zu machen, so wie ein T\u00f6pfer den Ton auf seiner Scheibe wieder zu einem formlosen Klumpen machen kann, wenn ihm das Gef\u00e4\u00df, das daraus werden sollte, nicht gef\u00e4llt.<br \/>\nDem Abraham ist Gott fremd geworden. Er sieht nichts mehr. Er wei\u00df nichts mehr, er versteht nichts mehr. Er wei\u00df nur: er mu\u00df da hindurch, auch wenn er nicht sieht, wohin er geht. Abraham ist am Rande, an der Grenze. Die Welt um ihn herum verschwimmt im Dunkel.<br \/>\nAber selbst in dieser D\u00fcsternis und Finsternis h\u00e4lt er sich an Gott. Selbst da flackert schwach beinahe unbemerkbar immer wieder Hoffnung auf. Selbst da geht ihm der Glaube an den Gott nicht verloren, der ihm einst seinen Willen offenbart hat in seiner Verhei\u00dfung: <em>ich will dich sehr fruchtbar machen und will aus dir V\u00f6lker machen, und auch K\u00f6nige sollen von dir kommen.<br \/>\n(7)Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinen Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht, da\u00df es ein ewiger Bund sei, so da\u00df ich dein und deiner Nachkommen Gott bin. <\/em>In unserer Geschichte wird dies schon sehr bald deutlich, dieses Gottvertrauen allem Augenschein zum Trotz. Wir h\u00f6ren:<\/p>\n<p><em>Da stand Abraham fr\u00fch am Morgen auf und g\u00fcrtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, von dem ihm Gott gesagt hatte.<br \/>\n(4)Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf und sah die St\u00e4tte von ferne<br \/>\n(5)und sprach zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel. Ich und der Knabe wollen dorthin gehen, und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen.<br \/>\n<\/em>Wie kommt Abraham dazu, in der Wir &#8211; Form zu reden? Wie kann er sagen: Wenn <strong>wir<\/strong> angebetet haben, wollen <strong>wir <\/strong>wieder zu euch kommen? &#8211; wo er doch den Knaben zum Opfer bringen soll? Sind ihm w\u00e4hrend der drei Tage, wo er mit seinen Knechten und Isaak unterwegs war, Zweifel gekommen? Wenn, dann w\u00e4ren es gute Zweifel. Zweifel w\u00e4ren das, die aus tiefem Gottvertrauen kommen. Zweifel, die ihren Ursprung in Gottes Verhei\u00dfung selber haben und die ihn Gott wieder entdecken helfen, so, wie er ihm vertraut ist aus fr\u00fcheren Tagen. Gesunde Zweifel an der heidnischen und gottlosen Verfremdung Gottes. Zweifel, die den Grund seines Gehorsams erraten lassen: Gott kann nicht wider Gott sein. Und was Gott verhei\u00dfen hat, das nimmt er nicht zur\u00fcck. Und Isaak ist der Tr\u00e4ger der Verhei\u00dfung einer Nachkommenschaft, die zahlreich wie die Sterne am Himmel sein soll.<\/p>\n<p>So erfahren wir auch nichts von dem tiefen Aufgew\u00fchltsein und Umgetriebensein des Abraham. Und nichts von der Angst des Isaak. Es gibt nur Hinweise auf die F\u00fcrsorge des Vaters. Er selbst tr\u00e4gt die gef\u00e4hrlichen Gegenst\u00e4nde, das Messer und den Feuerbrand, damit der Sohn sich nicht verletzen kann.<br \/>\nUnd welche Antwort gibt der Vater, als der Sohn ihn fragt: <em>Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer? &#8211; Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. <\/em>Das hei\u00dft zwar zun\u00e4chst nur: ich sehe nichts. Ich wei\u00df nichts. In mir ist alles dunkel. Aber es hei\u00dft auch: Gott sieht &#8211; und darauf kann ich mich verlassen. Gott wird seine Verhei\u00dfung nicht einfach widerrufen, wiewohl er die Freiheit hat, es zu tun. Und abermals sp\u00fcren wir den Zweifel, der aus dem Vertrauen in den Gott kommt, der seine Verhei\u00dfung gegeben hat.<\/p>\n<p>Was hier sichtbar wird, ist das Wesen des Glaubens: das Vertrauen in den Gott, der sich offenbart hat in seinen Verhei\u00dfungen, das Vertrauen gegen allen Augenschein. Nur, wer dem Wort vertraut, das Gott gegeben hat und es mit ihm wagt, wird auch die Gewi\u00dfheit des Glaubens erfahren. Und der Glaube des Abraham wird beschrieben als ein Festhalten, als das Vertrauen in Gottes Treue &#8211; gegen allen Augenschein. \u201eWei\u00df ich den Weg auch nicht, du wei\u00dft ihn wohl.\u201d<br \/>\nWenn uns Gott fremd wird, wenn gleich die ganze Welt um uns herum uns einen fremden Gott predigt, der Opfer fordert, fromme Leistungen bis hin zur Selbstaufgabe &#8211; dann werden wir ermuntert, uns an Gottes Wort zu halten, das uns sagt: Gott sieht uns. Gott kennt uns. Und er wei\u00df was uns not tut. Und seine Verhei\u00dfungen reuen ihn nicht. Schaut euch diesen Abraham an! Da seht ihr keinen religi\u00f6sen Helden, keinen frommen \u00dcbermenschen. Ein Ausleger sagt von ihm:<br \/>\n<strong><br \/>\n<\/strong>\u201eDer Gesamteindruck ist der eines Menschen, der lassen mu\u00df. Er mu\u00df sein Vaterhaus lassen, er mu\u00df seine Anspr\u00fcche lassen. Er mu\u00df seinen Versuch der Lebenssicherung lassen. Er mu\u00df seinen Sohn lassen. Wer etwas in unseren Begriffen \u00fcber sein Lebenswerk, \u00fcber seine Leistung, seinen Beirag, seine Bedeutung sagen und schreiben will, steht mit leeren H\u00e4nden da. Abraham ist einer, der hergeben mu\u00df, und gerade damit ist er ein indirektes Zeugnis f\u00fcr die majest\u00e4tische Wirklichkeit Gottes, der in seinem Leben sein Werk tut.<br \/>\nEs kommt nicht darauf an, da\u00df wir durch besondere und auff\u00e4llige Leistungen aus der Masse herausragen, da\u00df wir einmal in den Geschichtsb\u00fcchern erw\u00e4hnt werden. Es kommt darauf an, da\u00df wir unser Leben dem Ruf Gottes zuordnen. Dieser Ruf macht unser Leben wesentlich.\u201d (Claus Westermann)<\/p>\n<p>Ein Letztes:<br \/>\nWas ist der tiefste Grund daf\u00fcr, da\u00df Abraham sich gezwungen sieht, seinen Sohn zu opfern?<br \/>\nUnd da\u00df schon ganz am Anfang dieser Geschichte deutlich wird, da\u00df dieser doch verschont wird und weiterleben darf als einer, der schon auf dem Opferaltar gelegen hat, der Gott geh\u00f6rt?<br \/>\nDa\u00df er weiterleben darf als der Erst &#8211; und Einziggeborene Sohn seines Vaters, als die Erstgeburt, die des HERRN ist?<br \/>\n<strong><br \/>\n<\/strong>Ich mu\u00df gestehen, da\u00df ich aus der Abraham &#8211; Geschichte selbst keine abgerundete Antwort habe. Denn diese Geschichte &#8211; so \u201egreislich\u201d sie ist &#8211; ist faszinierend in ihrer Vielschichtigkeit:<br \/>\nZum einen schildert sie auf drastische Weise und in einer gro\u00dfen Dramatik, da\u00df Gott keine Menschenopfer haben will; ja, da\u00df er sie verhindert, selbst &#8211; oder besser: gerade &#8211; da, wo sie aus einer tiefen Fr\u00f6mmigkeit und Ergebenheit dargebracht werden sollen. Denn selbst die tiefste Fr\u00f6mmigkeit kann gottlos sein.<br \/>\nUnd so verabscheut Gott den Kadavergehorsam, in dem junge Menschen ihr Leben auf den Schlachtfeldern dieser Erde dahin gegeben haben und noch immer dahin geben.<br \/>\nZum andern wird deutlich, da\u00df Gott wohl das Recht hat, alles und das H\u00f6chste von uns zu fordern &#8211; hat er es doch schlie\u00dflich zuvor gegeben. Es wird deutlich, da\u00df im extremsten Fall aller F\u00e4lle auch die engsten Beziehungen zu unseren Kindern und Angeh\u00f6rigen uns nicht abbringen d\u00fcrfen von unserem Vertrauen und von der Hingabe an Gott. Aber es wird auch deutlich, da\u00df Gott uns von diesen extremen F\u00e4llen gn\u00e4dig verschonen will.<br \/>\nUnd es wird schlie\u00dflich drittens deutlich, da\u00df Gott selbst f\u00fcr das Opfer sorgt, das an die Stelle des Menschen tritt, der eigentlich Gott \u00fcbergeben und dargebracht werden m\u00fc\u00dfte.<br \/>\nUnd hier weist die Geschichte der hebr\u00e4ischen Bibel hin\u00fcber in die griechische:<br \/>\nDrei Tage ist Abraham gewandert, bis er in die Gegend kam, in die er kommen mu\u00dfte. Es war die Gegend, zu der hin sp\u00e4ter ein anderer gewandert ist.<br \/>\nIn dieser Gegend ist Abraham auf einen Berg gestiegen, um seinen einzig geborenen Sohn zu opfern. Es k\u00f6nnte derselbe Berg gewesen sein, auf dem sp\u00e4ter ein anderer einzig geborener Sohn am Kreuz geopfert wurde.<br \/>\nAbraham hat seinem Sohn das Holz aufgelegt, damit er es auf den Berg hinauftr\u00fcge. Sp\u00e4ter hat Christus auch das Holz auf den Berg hinaufgetragen, das Holz, an dem er geopfert wurde, den Kreuzesbalken.<br \/>\nAbraham hat den Isaak nicht opfern m\u00fcssen. Er hat ein Lamm erhalten. Da hat eine Stellvertretung stattgefunden, und Isaak durfte leben. Und sp\u00e4ter hat Gott seinen einzig geborenen Sohn geopfert. Paulus sagt: Als unser Passahlamm ist Christus an unserer Statt gestorben, als das Lamm der Verschonung, damit wir nicht die Plagen ertragen m\u00fcssen, die unsere gottlose und heidnische Umwelt treffen als Folge ihres Heidentums und ihrer Gottlosigkeit. Damit wir befreit werden von den gottlosen Bindungen dieser Welt, die Opfer verlangt, damit wir befreit werden zu freiem und Dankbarem Dienst an unseren Mitgesch\u00f6pfen.<br \/>\n<strong><br \/>\n<\/strong>Er wurde geopfert und hat sich geopfert, damit wir keine Opfer mehr darbringen m\u00fcssen. Damit wir leben d\u00fcrfen. Freilich leben als solche, die schon auf dem Opferaltar gelegen haben, die aber dann den Freispruch empfingen und verschont wurden, die das neue Leben geschenkt bekommen haben.<br \/>\nUnd seither verlangt Gott keine anderen Opfer mehr von den Menschen als ihren Dank. Keine Tiere, keine Mitgesch\u00f6pfe, schon gar keine Menschen. Nein, es hei\u00dft im Kirchenlied:<br \/>\nLasset uns singen, dem Sch\u00f6pfer bringen<br \/>\nG\u00fcter und Gaben, was wir nur haben,<br \/>\nalles sei Gotte zum Opfer gesetzt.<br \/>\nDie besten G\u00fcter sind unsre Gem\u00fcter,<br \/>\ndankbare Lieder sind Weihrauch und Widder,<br \/>\nan welchen er sich am meisten erg\u00f6tzt.<br \/>\nAbraham hat vom Opfertod Jesu nichts gewu\u00dft. Aber er hat dieses Zeichen aufgerichtet und unter dem Trost dieses Zeichens gelebt.<br \/>\nWir d\u00fcrfen leben unter dem Trost des Kreuzes, unter dem Trost des Gekreuzigten.<br \/>\nEr hat an unserer Stelle die Folgen getragen, die unsere Welt mit ihrer Gottlosigkeit und ihrem Heidentum, mit ihrem immer neuen Verlangen nach Opfern und Leistungen auf sich zieht.<br \/>\nUnd durch seine Auferstehung ist uns verhei\u00dfen, da\u00df Gott die \u201egreislichen\u201d Geschichten dieser Welt, die alten und die neuen, dennoch gut hinausf\u00fchren wird. Denn er hat sich ein Opfer ersehen, damit die Opfer ein Ende haben. Damit wir leben als die, die Gott verschont hat und aufbewahrt f\u00fcr seine neue Sch\u00f6pfung in Christus.<\/p>\n<p>AMEN.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Gerhard Prell<br \/>\nPfarrer in Bad Endorf, Obb.<br \/>\n<a href=\"mailto:G.Prell@gmx.de\">G.Prell@gmx.de <\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Judika | 13. M\u00e4rz 2005 | Genesis 22, 1-19 | Gerhard Prell | Nach diesen Geschichten (a) versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. 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