{"id":10395,"date":"2005-03-07T19:49:25","date_gmt":"2005-03-07T18:49:25","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10395"},"modified":"2025-05-15T09:39:39","modified_gmt":"2025-05-15T07:39:39","slug":"genesis-22-1-13-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/genesis-22-1-13-3\/","title":{"rendered":"Genesis 22, 1-13"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3>Judika | 13. M\u00e4rz 2005 | Genesis 22,1\u201313 | Reinhold Mokrosch |<\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>diese Erz\u00e4hlung l\u00e4sst mich schreien, protestieren oder sprachlos werden. Ich h\u00e4tte Neigung, meinen Talar wieder auszuziehen und mich zu weigern zu predigen. Hat Friedrich Nietzsche doch recht mit seinem Vorwurf, dass der biblische Gott ein \u00fcberh\u00f6hter orientalischer Despot sei, der blinden Gehorsam verlange und uns je nach seiner Laune qu\u00e4lt oder liebt? Was f\u00fcr ein Despot ist das, der Mord befiehlt? Wie Herodes, der den Kindermord zu Bethlehem befahl! Wie Pharao, der den Kindermord in \u00c4gypten befahl! Wie Hitler, der den Kindermord in Deutschland befahl! Diese Tyrannenbilder werden jetzt auf Gott \u00fcbertragen?!<\/p>\n<p>\u201eLieber kein Gott als solch ein Gott\u201c, sagte eine 14 J\u00e4hrige nach dem Verlesen dieses Textes im Konfirmandenunterricht. Recht hat sie! Freilich wei\u00df ich als Theologe, dass die Vergleiche mit Herodes, Pharao und Hitler hinken. Bei Abraham ging es um einen Einzel- und keinen Massenmord. Und au\u00dferdem wollten die Autoren der Abraham-Erz\u00e4hlung zum Ausdruck bringen: Gott hat das Recht, das Leben, das er geschenkt hat, auch wieder zur\u00fcckzufordern \u2013 und wenn es noch so grausam ist. Ja, ich wei\u00df, dass der Vergleich hinkt. Aber jetzt schreie ich erst recht: Wieso fordert Gott Leben wieder zur\u00fcck? Welch ein Despot ist dieser Sch\u00f6pfergott!<\/p>\n<p>Ich bin k\u00fcrzlich mit meinem Sohn diskutierend durch den Wald spazieren gegangen. Stelle ich mir vor, ich h\u00e4tte das Messer z\u00fccken, ihn ermorden und Gott opfern sollen, so erstarrt mir das Blut. Nein danke! Lieber keinen als solch einen Gott!<\/p>\n<p>Allerdings bin ich mir bewusst, dass manchen Menschen angesichts des Todes die Aussage, dass Leben ein Leihgeschenk sei, welches Gott jederzeit zur\u00fccknehmen k\u00f6nne, f\u00fcr viele Trost bedeuten kann. Vor Jahren hatte ich einen 8j\u00e4hrigen Jungen zu beerdigen. Er war sonntags mit den Eltern auf Fahrradtour gewesen. Auf dem R\u00fcckweg k\u00fcrzte er den Weg ab und fuhr \u00fcber die gro\u00dfe Hauptstra\u00dfe. Sein letzter Satz, den er den Eltern zurief, lautete: \u201eIch bin eher zuhause!\u201c Er wurde \u00fcberfahren. F\u00fcr die Eltern war dieser Satz ein Trost: \u201eIch bin eher zuhause.\u201c Auch ich predigte \u00fcber diesen Ausruf bei der Bestattung. Aber ich stand nicht dahinter. Ich ballte die Faust im Talar und klagte Gott innerlich an. Nach einem Jahr sagte mir der Vater: \u201eGott hat ihn wieder zu sich genommen. Er war uns nur als Leihgabe anvertraut.\u201c Dieser Gedanke hatte den Vater getr\u00f6stet. Ja, der Gedanke des geliehenen und von Gott zur\u00fcckgeholten Lebens kann ein Trost sein. Aber im Fall von Abraham leuchtet mir das nicht ein. Abraham soll Isaak t\u00f6ten. Warum?<\/p>\n<p>Was mich an der Erz\u00e4hlung besonders verwundert, ist das Schweigen Abrahams. Warum protestiert er nicht? Warum wendet er sich von solchem Gott nicht einfach ab? Jona ist vor Gott davongelaufen, weil ihm Gottes Auftrag unzumutbar erschien. Jesaja und Jeremia haben sich geweigert. Hiob hat gnadenlos protestiert, Gott angeklagt und ihm den Prozess gemacht. Und Abraham, dem Gott weitaus Schlimmeres als Jona, Jesaja, Jeremia und Hiob zumutet, schweigt und gehorcht ohne jeden Protest? Er f\u00fcgt sich in Gottes grausamen Willen.<\/p>\n<p>Seine Situation ist ausweglos: Vollzieht er Gottes Pr\u00fcfungsbefehl und ermordet seinen Sohn, so hat er Gottes Verhei\u00dfung auf ein gro\u00dfes Volk selbst zunichte gemacht. Widersetzt er sich aber Gott, so wird Gott vermutlich seine Verhei\u00dfung wieder zunichte machen. Abraham ertr\u00e4gt das Dunkel der Nacht, die diesmal ohne Sterne und Licht ist. Hatte Gott ihm noch kurz zuvor an den unz\u00e4hligen Sternen eine unz\u00e4hlige Nachkommenschaft verhei\u00dfen, so war jetzt die Nacht tief schwarz. Wie die Leidensmystiker des Mittelalters Johannes vom Kreuz oder Teresa von Avila, die alles Leid von Gott schweigend hingenommen haben, vollzieht er schweigend, fast gef\u00fchlslos den Befehl Gottes. Man k\u00f6nnte meinen, es sei das Gef\u00fchl totaler Gottverlassenheit. Aber das ist es ja gerade nicht, denn Gott ist auf grausamste Weise anwesend und nicht abwesend f\u00fcr Abraham.<\/p>\n<p>Wie kann ich, um alles in der Welt, \u00fcber diese grauenhafte Erz\u00e4hlung predigen? Warum ist gerade dieser Text f\u00fcr unseren Sonntag heute als Predigttext ausgew\u00e4hlt? Wir haben gerade die furchtbaren Naturkatastrophen in S\u00fcd-Ost-Asien hinter uns, angesichts derer wir noch immer fassungslos fragen: \u201eWie konnte Gott das zulassen?\u201c Und nun m\u00fcssen wir uns heute mit einer solchen von Gott befohlenen Grausamkeit befassen.<\/p>\n<p>Ja, es gibt historische Erkl\u00e4rungen, welche uns diesen Text verst\u00e4ndlicher machen. Ich m\u00f6chte Ihnen, liebe Gottesdienstbesucher, f\u00fcnf solcher Erkl\u00e4rungsversuche nahe bringen und bitten, sich 2700 Jahre in den Vorderen Orient mit seinen vielen G\u00f6ttern, Opferriten und g\u00f6ttlichen Erscheinungen zur\u00fcckzuversetzen. Vorauszusetzen ist, dass es sich bei unserer Abraham-Erz\u00e4hlung um eine Legende handelt. Genauso wie \u201eH\u00e4nsel und Gretel\u201c und \u201eRotk\u00e4ppchen\u201c nicht passiert sind, so gibt es auch keinen Beleg f\u00fcr einen Realvollzug dieser Legende. Ja, es ist noch nicht einmal gesichert, ob Abraham und Isaak historische oder symbolische Personen gewesen sind. Aber das macht die Sache freilich nicht leichter. Warum hat der Glaube diese Erz\u00e4hlung weitererz\u00e4hlt?<\/p>\n<p>Eine <em>1. Erkl\u00e4rung<\/em> lautet: Die Erz\u00e4hlung begr\u00fcndet, dass Israel, anders als die Kanaan\u00e4er, Menschenopfer durch Tieropfer ersetzt haben. Diese Legende soll an den Ursprung dieser Abl\u00f6sung erinnern und damit den Vorrang der hebr\u00e4ischen vor der kanaan\u00e4ischen Religion begr\u00fcnden. \u2013 Ist uns die Erz\u00e4hlung damit verst\u00e4ndlicher geworden? Religionsgeschichtlich ja, nicht aber in theologischer Hinsicht. Die despotische Grausamkeit Gottes verliert doch nichts von ihrem schrecklichen Charakter. Warum steht die Geschichte in der Bibel? Und warum wird sie als Predigttext vorgeschlagen?<\/p>\n<p>Die <em>2. Erkl\u00e4rung<\/em> wiederholt den Gedanken der Leihgabe des Lebens: Die Menschen waren fr\u00fcher, vor 2700 Jahren der Ansicht, dass Gott jederzeit das Recht habe, das Leben, das er geschenkt h\u00e4tte, wieder zur\u00fcckzunehmen. Weil Abraham das auch so glaubte, h\u00e4tte er schweigend, gl\u00e4ubig und gehorsam Gottes Willen ausgef\u00fchrt. \u2013 Diese Vorstellung ist uns heute nat\u00fcrlich total fremd. Lieber keine Lebens-Leihgabe als eine so despotische Zur\u00fccknahme derselben.<\/p>\n<p>Eine <em>3. Erkl\u00e4rung <\/em>lautet: Die Legende sei eine Pr\u00fcfungs-Geschichte gewesen, die Israel sich zu Herzen nehmen sollte. Israel befinde sich, so meinten wohl die Autoren, oft in einem \u00e4hnlichem ausweglosem Konflikt wie Abraham. Und da sollte es sich an Abraham ein Beispiel nehmen. Abraham glaubte unersch\u00fctterlich, dass Gott trotz aller Widrigkeiten seine Verhei\u00dfungen und Versprechen halten werde. Er wurde deshalb ja auch von Kierkegaard als \u201eRitter des Glaubens\u201c und von Luther als \u201eVater des Glaubens\u201c bezeichnet. \u2013 Macht uns diese Erkl\u00e4rung die Erz\u00e4hlung verst\u00e4ndlicher? Ich habe Schwierigkeiten, Abraham als \u201eRitter und Vater des Glaubens\u201c zu verstehen. Ich habe weiterhin mit einer schweigenden Pflichterf\u00fcllung und mit Gottes despotischem Befehl Schwierigkeiten. Und ich frage mich, warum Israel zur Darstellung einer Pr\u00fcfungsgeschichte einen so grausamen Stoff gew\u00e4hlt hat.<\/p>\n<p>Die <em>4. Erkl\u00e4rung<\/em> sieht den Sinn der Erz\u00e4hlung in der Verk\u00fcndigungsaussage, dass Gott immer rettet. Auch wenn man den Eindruck hat, dass Gott unbeteiligt zuschaut oder uns gar selbst ins Elend f\u00fchrt, so sollten wir an dieser Erz\u00e4hlung mit den dunklen Seiten Gottes verstehen lernen, dass Gott uns letztlich immer nur retten wird. Er tut das auf nat\u00fcrliche oder \u00fcbernat\u00fcrliche Weise. \u2013 Kann uns diese Erkl\u00e4rung die Erz\u00e4hlung n\u00e4her bringen? Ich bin noch immer skeptisch. Muss Gott als Verursacher von Mord und Leid dargestellt werden, um anschlie\u00dfend als Retter aufzutreten? Das ist doch absurd!<\/p>\n<p>Diese Absurdit\u00e4t wird auch durch eine sp\u00e4tj\u00fcdische \u00dcberlieferung bekr\u00e4ftigt: In der Geschichte ist ja von Sara, der Mutter Isaaks, \u00fcberhaupt keine Rede. Diese L\u00fccke f\u00fcllt eine sp\u00e4tj\u00fcdische \u00dcberlieferung. Als Sara von ihrem Sohn Isaak die Ereignisse im Land Moria erfahren hatte, also nach der Rettung durch Gott, habe sie sechsmal laut aufgeschrieen und sei dann tot umgefallen. Offensichtlich hat Sara die Rettungstat Gottes \u00fcberhaupt nicht imponiert. Sie sei trotz der Rettungstat unter der Grausamkeit der Ereignisse vielmehr tot zusammengebrochen.<\/p>\n<p>Eine <em>5. Erkl\u00e4rung<\/em> argumentiert vom Neuen Testament her: Das Opfer Abrahams, so lautet diese Erkl\u00e4rung, wollte zeigen, dass die heidnischen Menschenopfer \u00fcberholt seien. Das Opfer Christi am Kreuz aber mache klar, dass auch alle anderen Opfer, seien es Tieropfer oder sonst etwas, \u00fcberholt seien durch die Hingabe des Sohnes Gottes durch Gott selbst. Gott ist ja selbst anstelle Abrahams mit seinem Sohn den Weg gegangen, nicht nach Morija, sondern nach Golhatha. Dort lie\u00df er die Hinrichtung Jesu zu. Kein Widder kam als Opferersatz. Kein Engel intervenierte. Jesus starb schreiend. Seit diesem Ereignis sind alle menschlichen Opfer unn\u00f6tig und \u00fcberholt. Gott hat sich f\u00fcr die Menschen selbst geopfert und darin seine grenzenlose Liebe dokumentiert. Deshalb gehe uns, so argumentiert diese Erkl\u00e4rung, die Abraham-Geschichte \u00fcberhaupt nichts an; denn wir kennen nur den sich selbst opfernden, liebenden Gott und nicht den opferverlangenden fordernden Gott.<\/p>\n<p>Eine <em>6. Erkl\u00e4rung <\/em>hat noch Eugen Drewermann mit seiner tiefenpsychologischen Interpretation vorgelegt: Gottes Stimme sei Abrahams eigene Zweitstimme. Und Isaak sei das Fremde, der Schatten in Abraham. Abraham wollte seinen Schatten loswerden und von sich abspalten. Deshalb befahl er sich selbst mit seiner Zweitstimme: Opfere diese Schattenseite an dir! \u2013 Nat\u00fcrlich kann man so interpretieren. Aber man erreicht damit nicht die Intension der urspr\u00fcnglichen Verfasser.<\/p>\n<p>Stehe ich vor einem Scherbenhaufen? Finde ich wirklich keinen Weg, um diese Erz\u00e4hlung zu verstehen? Ich m\u00f6chte uns allen vorschlagen, in dieser Erz\u00e4hlung Gott nicht als Person, sondern als Geist vorzustellen. Bitte denken Sie nicht immer an die 1. Person, sondern auch an die 3. Person der Trinit\u00e4t. Und zwar erscheint hier Gott als der Geist des Dunklen und des Unbegreiflichen, der Abraham umgab und den wir heute t\u00e4glich nachempfinden k\u00f6nnen. Dann w\u00fcrde der Text, spreche ich in der 3. Person der Trinit\u00e4t, lauten: \u201eDas Dunkle und Unbegreifliche (das Abraham stets umgriff), sprach zu Abraham: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn &#8230;.\u201c Nach diesem Verst\u00e4ndnis befand sich Abraham, weil er sich stets vom Geist des Dunklen und Unbegreiflichen umfangen f\u00fchlte, <em>schon lange <\/em>in einer Anfechtungs- und Leidsituation, l\u00e4ngst bevor er diese Anrede von Gott erhielt. Er geriet nicht erst durch den Befehl eines despotischen, personalen Gottes in solches Leid. Vielmehr erlebte er jetzt konkret, was er schon immer als Leid empfunden hatte, n\u00e4mlich dass er mit Gottes Willen einen Leidensweg gehen m\u00fcsse. Er f\u00fchlte sich schon lange im Leid und empfand jetzt, dass solches Leid sogar von Gott gewollt sei. Er erkl\u00e4rte sein Leiden mit Gottes Willen als \u00fcbereinstimmend. Das ist m.E. Leidensmystik.<\/p>\n<p>Das besondere an dieser Leidensmystik Abrahams ist es nun aber, dass er in seinem Leid nicht verzweifelt, sondern hinter Gott als Geist des Dunklen und Unbegreiflichen auch Gott als Geist des Hellen, Liebenden und Erl\u00f6senden erkennt.<\/p>\n<p>Abrahams Leidensmystik erinnert mich sehr stark an die Leidensmystik eines Juden im Warschauer Ghetto, der trotz seines grauenhaften Leids an eine Mauer geschrieben hatte:<\/p>\n<p align=\"center\"><em>\u201eIch glaube an die Sonne, auch wenn ich sie nicht sehe!<br \/>\n<\/em><em>Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht sp\u00fcre!<br \/>\n<\/em><em>Ich glaube an Gerechtigkeit, auch wenn ich nur Ungerechtigkeit sehe!<br \/>\n<\/em><em>Ich vertraue auf Gott, auch wenn ich ihn nicht begreife! <\/em><\/p>\n<p>Der Leidensmystiker ist zum Leiden bereit, weil er gegen allen Anschein an Gottes Rettung und Erl\u00f6sung vom Leid glaubt. F\u00fcr uns Christen, die wir Christus erlebt haben, ist das leichter als f\u00fcr Abraham. Umso mehr k\u00f6nnte Abraham als Leidensmystiker mit seinem unersch\u00fctterlichen Vertrauen auf Gottes Hilfe trotz grausamster, sogar von Gott gewirkter Wirklichkeit f\u00fcr uns zu einem Vorbild werden?!<\/p>\n<p>Ich schlie\u00dfe mit dem Gebet eines Rabbi am Ende seines leidvollen Lebens:<\/p>\n<p>\u201eDu dunkler, unbegreiflicher Gott hast alles getan, damit ich dir nicht mehr vertraue, sondern an dir verzweifele. Es ist dir nicht gelungen. Ich sterbe, wie ich gelebt habe: Im Vertrauen auf deine Liebe und Rettung!\u201c<\/p>\n<p>Gottes Frieden, der h\u00f6her ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Prof.. Dr. Reinhold Mokrosch<br \/>\nInstitut f\u00fcr Ev.Theologie der Univ. Osnabr\u00fcck<br \/>\n<a href=\"mailto:Reinhold.Mokrosch@uni-osnabrueck.de\">Reinhold.Mokrosch@uni-osnabrueck.de<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Judika | 13. M\u00e4rz 2005 | Genesis 22,1\u201313 | Reinhold Mokrosch | Liebe Gemeinde, diese Erz\u00e4hlung l\u00e4sst mich schreien, protestieren oder sprachlos werden. Ich h\u00e4tte Neigung, meinen Talar wieder auszuziehen und mich zu weigern zu predigen. 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