{"id":10609,"date":"2005-07-07T19:49:26","date_gmt":"2005-07-07T17:49:26","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10609"},"modified":"2025-07-10T11:18:39","modified_gmt":"2025-07-10T09:18:39","slug":"jesaja-21-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jesaja-21-5\/","title":{"rendered":"Jesaja 2,1-5"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><b><span style=\"color: #000099;\">8. Sonntag nach Trinitatis | 17. Juli 2005 | Jesaja 2,1-5 | Hellmut M\u00f6nnich |<\/span><\/b><\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>haben Sie das auch schon in der Schule gelernt? Es war &#8211; glaube ich &#8211; in Klasse 9. Gedichte sollten besprochen werden. Unsere Deutschlehrerin las uns das Gedicht \u201eMondnacht\u201c von Eichendorf vor, langsam und \u2013 so kam es mir vor \u2013 als ob sie ein Musikst\u00fcck vortr\u00fcge:<\/p>\n<p align=\"center\">Es war, als h\u00e4tt\u2019 der Himmel<br \/>\ndie Erde still gek\u00fcsst,<br \/>\ndass sie im Bl\u00fctenschimmer<br \/>\nvon ihm nun tr\u00e4umen m\u00fcsst\u2019.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir zuh\u00f6rten und mich die Stimmung des Gedichtes einfing, h\u00f6rte ich hinter mir Master &#8211; so hie\u00df mein Klassenkamerad mit Spitznamen &#8211; vor sich hin murmeln: \u201eWas ist das f\u00fcr\u2019n Quatsch! \u201aGek\u00fcsst\u2019. Wie kann der Himmel k\u00fcssen? Die Erde k\u00fcssen?\u201c Und als dann von vorn die Zeile<\/p>\n<p align=\"center\">Und meine Seele spannte<br \/>\nweit ihre Fl\u00fcgel aus, &#8230;<\/p>\n<p>zu h\u00f6ren war, h\u00f6rte ich hinter mir leise: \u201eIch wusste gar nicht, dass meine Seele Fl\u00fcgel hat.\u201c<\/p>\n<p>Charly war besser als wir alle in Mathematik, auch in Physik. Aber jetzt in Deutsch fiel es ihm schwer, sich auf die Sprache des Gedichtes einzulassen. Ich wei\u00df nicht, warum er sich so str\u00e4ubte.<\/p>\n<p>Jedenfalls haben wir damals gelernt, wie viel sich mit Sprache ausdr\u00fccken l\u00e4sst, ja, dass sich mit Sprache &#8211; u.a. mit bildhafter Sprache &#8211; einfach mehr \u00fcber uns Menschen und unsere Welt sagen und verstehen l\u00e4sst als mit noch so genauen Daten nachpr\u00fcfbarer Experimente. Ich habe auch nicht vergessen, dass uns die Lehrerin beim Besprechen dieses Gedichtes die Augen daf\u00fcr ge\u00f6ffnet hat, dass nicht nur in poetischer Sprache sondern sogar in unserer Alltagssprache manches in Bildern ausgedr\u00fcckt wird, und wir doch unmittelbar verstehen, was gemeint ist. \u201eEs regnet Bindf\u00e4den.\u201c Wer wollte hinlaufen, um Bindf\u00e4den aufzusammeln? \u201eHeinrich der L\u00f6we.\u201c \u201eAlbrecht der B\u00e4r.\u201c Wer versteht nicht, was gemeint ist? Nicht zuletzt in der Bibel \u2013 sagte uns unsere Deutschlehrerin schlie\u00dflich\u2013 wird immer wieder in Bildern gesprochen. Sie hat das nicht ausgef\u00fchrt. Ich habe das nicht vergessen. Diese Deutschstunde in meiner Schulzeit stand mir mit einmal vor Augen, als ich den f\u00fcr den Gottesdienst heute vorgeschlagenen Predigttext durchlas.<\/p>\n<p>Im hebr\u00e4ischen Urtext ist der vorgeschlagenen Predigtabschnitt n\u00e4mlich poetisch formuliert, er ist eine prophetische Vision aus dem Jesaja-Buch. Ich will die vorgelesene Vision erst einmal mit eigenen Worten zusammenfassen damit leichter verst\u00e4ndlich wird, was in der hebr\u00e4ischen Bibel poetisch ausgedr\u00fcckt ist:<\/p>\n<p align=\"center\">Es kommt der Tag<br \/>\nan dem der Berg mit dem Thron Gottes \u00fcberragende Bedeutung hat!<\/p>\n<p align=\"center\">\u00a0Dann wird alle Welt dorthin ziehen und sagen:<br \/>\n\u201eLasst uns zum Gottesberg, zu Gott pilgern,<br \/>\ndamit er uns seine Weise zu leben lehre<br \/>\nund wir dementsprechend leben.\u201c<\/p>\n<p align=\"center\">Und dann wird Gott als Schiedsrichter Recht sprechen zwischen den V\u00f6lkern.<br \/>\nUnd dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden<br \/>\nund ihre Spie\u00dfe zu Winzermessern.<\/p>\n<p align=\"center\">Ein Sp\u00e4terer hat f\u00fcr die Leser seiner Zeit am Ende der Vision hinzugef\u00fcgt:<br \/>\n\u201eLasst (auch) uns leben im Licht Gottes!\u201c &#8211;<\/p>\n<p align=\"left\">Vielleicht haben Sie eben bei der Stelle mit den Schwertern und Pflugscharen und den Spie\u00dfen und Winzermessern wie ich gedacht: Das kenne ich! und sich vielleicht auch an die unblutige Revolution 1989 erinnert, die zur Wiedervereinigung f\u00fchrte. Und mancher wei\u00df auch, dass die Plaketten und Aufn\u00e4her mit dem Schwerter-Pflugscharen-Bild in der DDR verboten worden waren \u2013 und ahnt, wie dieses Wort aus einer alttestamentlichen Prophetenvision \u00fcber die Jahrtausende bis in unsere Gegenwart spricht und gewirkt hat! Ich bin heute noch voller Bewunderung f\u00fcr die mutig und friedlich demonstrierenden Menschen damals in der DDR. Aber darum soll es jetzt nicht gehen. Vielmehr wollen wir uns mit der Prophetenvision selbst befassen um zu verstehen, was sie sagt und was sie uns heute sagen kann.<\/p>\n<p>Bevor wir genauer hinsehen, muss uns allerdings deutlich sein, dass die Vision eine Voraussetzung hat, die wir zwar nicht hier, die wir aber in den Psalmen lesen und die zum Verstehen grundlegend ist: Mit der Voraussetzung meine ich das Bekenntnis zu Gott als dem Herrn unserer Welt!<\/p>\n<p>Sicher halten wir heute ebenso wie die Leser damals vieles f\u00fcr wichtig \u2013 letzten Endes aber ist das alles zweitrangig gegen\u00fcber Gott als dem Entscheidenden. Davon bin ich \u00fcberzeugt. In den Psalmen wird das beispielsweise so ausgedr\u00fcckt: <strong>\u201eJahwe ist<\/strong><strong> K\u00f6nig\u201c<\/strong>. Gott ist hier gemeint, der unverwechselbare Gott des Gottesvolkes und eben auch unser Gott, den Jesus Vater nannte. Durch die Zeiten ist die Bedeutung Gottes immer wieder bestritten worden: F\u00fchlten sich damals die Menschen selbst in Israel nicht immer wieder von anderen M\u00e4chten und G\u00f6ttern angezogen? Waren die G\u00f6tter der benachbarten siegreichen Gro\u00dfreiche nicht die m\u00e4chtigen und entscheidenden G\u00f6tter? Und heute: Wie wichtig ist Gott uns, Gott, von dem unsere Bibel im Alten und Neuen Testament spricht? Martin Luther schrieb einmal (im Gro\u00dfen Katechismus): <strong>Woran du nun, sage ich, dein Herz h\u00e4ngst und (worauf du dich) verl\u00e4ssest, das ist eigentlich dein Gott. <\/strong>Welche \u201eG\u00f6tter\u201c haben wir heute?<\/p>\n<p>Unausgesprochen wei\u00dfder Prophet unserer Vision, was die Psalmen aussprechen: Angesicht anderer M\u00e4chte und \u201eG\u00f6tter\u201c geht es entscheidend um Gott, um Israels Gott, der auch Jesu und unser Gott ist.<\/p>\n<p>Gleich zu Beginn der Vision wird vom Tempelberg in Jerusalem gesprochen. Der Prophet verstand und wusste den Gottesberg , den Zion, ebenso wie beispielsweise die Psalmen als den Ort, an dem Gott zu finden ist, an dem er gegenw\u00e4rtig ist, sozusagen \u201ewohnt\u201c. Wir Christen glauben das anders, wir glauben, dass Gottes Gegenwart nicht an diesen Ort gebunden ist &#8211; und seit zweitausend Jahren schon glauben wir das mit den Juden zusammen. Gott, der Unsichtbare, ist da, wo wir uns ihm zuwenden, wenn wir uns ihm \u00f6ffnen \u2013 an jedem Ort der Welt und in jeder Station unseres Lebens.<\/p>\n<p>Die Aussage in der Vision, dass der Gottesberg Zion alle Berge \u00fcberragen wird, muss man nicht als kaum vorstellbares Wunder verstehen \u2013 gemeint ist die erwartete und dann un\u00fcbersehbare Herrschaft Gottes in der Welt. Vielleicht hat sich der Prophet beim Ausformulieren gescheut, von der Gr\u00f6\u00dfe Gottes wie von einem Menschen zu sprechen, als er die erwartete und geschaute Bedeutung ausdr\u00fccken wollte. Mir f\u00e4llt ein: wir nennen den gar nicht gro\u00dfw\u00fcchsigen K\u00f6nig Friedrich II. Friedrich den Gro\u00dfen und dr\u00fccken damit seine Bedeutung bildhaft aus. Kurz: der Prophet sieht den Tag kommen, an dem Gott und seine Bedeutung un\u00fcbersehbar ist!<\/p>\n<p>Der Prophet sieht Gott aber nun nicht wie bewegungslos sondern sieht ihn handeln, sieht, dass Gott richten wird. Vielleicht m\u00fcsste treffender betont werden: Dass <strong>Gott <\/strong>dannrichten wird.<\/p>\n<p>Im Psalm 96,10 ist zu lesen: \u201e<strong>Er &#8211; n\u00e4mlich Gott &#8211; richtet die V\u00f6lker gerecht\u201c <\/strong> und wenige Verse weiter: <strong>\u201eEr richtet den Erdkreis gerecht und die V\u00f6lker nach seiner Treue\u201c<\/strong>. Wir Christen verstehen das so, dass Gott bei seinem Richten das Gesicht Christi haben wird. Richtig verstehen wir das Richten Gottes erst, wenn wir die ungez\u00e4hlten furchtbar erlebten Richtspr\u00fcche von der Verurteilung Jesu zum Kreuzestod, den Feuertod-Urteilen der Kirche in den Hexenprozessen bis hin zu den Urteilen in der Hitler- und in der Stalinzeit und schlimmen Urteilen seitdem dagegenhalten. Gott wird anders richten! Und wenn es in unserer Vision weiter hei\u00dft:<\/p>\n<p align=\"center\">Und er wird Recht sprechen zwischen den V\u00f6lkern<br \/>\nund Schiedsrichter sein zwischen den Nationen<\/p>\n<p>dann muss uns bewusst sein, dass wir beim Wort \u201erichten\u201c vielleicht gar zu schnell ans Strafrecht denken. Schon die Bibel wei\u00df, dass die Aufgabe des Richters nicht in erster Linie Schuld festzustellen und zu verurteilen ist, sondern viel wichtiger verworrene Rechtslage zu kl\u00e4ren und Frieden f\u00fcr alle Beteiligten zu erm\u00f6glichen. In dieser Weise wird Gott richten, und eben deshalb wird sich alle Welt an Gott wenden. Um den weltweiten und den alles unfassenden Frieden geht es hier! Das schaut und erkennt der Prophet und schreibt es auf und sagt es.<\/p>\n<p>Und dann sieht der Visionsprophet noch mehr und schreibt es auf:<\/p>\n<p align=\"center\">Da werden die V\u00f6lker zu ihm ziehen und sagen:<br \/>\n\u201eLasst uns zum &#8230; Haus Gottes pilgern,<br \/>\ndamit er uns seine Weise zu leben lehre<br \/>\nund wir dementsprechend leben.\u201c<\/p>\n<p>Alle Welt wird sich dann f\u00fcr ihren Lebensalltag an Gott orientieren, in seinem Wort und nicht anderswo den Ma\u00dfstab und die Richtung finden, um im von Gott gewollten, alles umfassenden Frieden zusammenzuleben. Und wenn die V\u00f6lker, wenn alle Menschen derart orientiert leben und das hei\u00dft auch handeln, &#8211; dann k\u00f6nnen sogar Waffen zu Arbeitsger\u00e4ten umgearbeitet werden, Schwerter zu Pflugscharen, Spie\u00dfe zu Winzermessern oder Sicheln, wie die Lutherbibel \u00fcbersetzt .-<\/p>\n<p>Vielleicht hat sich eben mancher zur\u00fcckgelehnt und gedacht: Das ist ja ein unglaubliches Visionsbild! Krieg; R\u00fcstung; Milit\u00e4r \u2013 das alles wird es einmal nicht mehr geben? Hatten nicht manche nach dem Ende des furchtbare zweiten Weltkrieges gemeint, dies sei der letzte Krieg gewesen? Hat sich seitdem nicht gezeigt, dass solche Vorstellungen unrealistisch sind, dass alles sch\u00f6ne Reden vom Frieden eher in die Abteilung \u201eSonntagsreden\u201c geh\u00f6rt? Angesichts des erschreckend B\u00f6sen, zu dem Menschen im eben vergangenen Jahrhundert f\u00e4hig waren, B\u00f6sem, das in seiner Furchtbarkeit und zugleich Banalit\u00e4t nicht zu verstehen geschweige denn angemessen zu beschreiben ist? Angesichts des B\u00f6sen, zu dem Menschen schon vor Jahrtausenden und ebenso noch heute in der Lage sind, eine friedliche Welt zu erhoffen: ist das nicht kindliche Tr\u00e4umerei?<\/p>\n<p>Ja! werden viele mehr oder weniger laut sagen oder denken und \u00fcberzeugt sein, dass Frieden zu erwarten, also zu erwarten, dass Menschen friedlich sein werden, unrealistisch ist.<\/p>\n<p>Mit unserem Visionstext will ich widersprechen. Denn ich bin \u00fcberzeugt und glaube: das ist keine kindliche, unrealistische Tr\u00e4umerei. Ich glaube vielmehr, dass nur im Vertrauen auf Gott sich das Hoffnungsbild der Vision ernst nehmen l\u00e4sst und dass nur im Vertrauen auf Gott geh\u00f6rt und ins Handeln umgesetzt werden kann, was als Aufforderung an den Visionswortlaut angef\u00fcgt wurde<strong>: Lasst uns leben in Gottes Licht!<br \/>\n<\/strong>Was ist damit gemeint?<\/p>\n<p>Gemeint ist zun\u00e4chst das an Gott orientierte allt\u00e4glich zu meisternde Leben. Genauer aber geht es um ein allt\u00e4glich um Frieden bem\u00fchtes Leben. D.h., der Nachtrag <strong>lasst uns leben in Gottes Licht \u2013 <\/strong>oder leichter verst\u00e4ndlich ausgedr\u00fcckt: \u201eLasst uns aktiv friedlich leben und zwar so, wie Gott es will\u201c &#8211; l\u00e4sst uns Leser der Vision nicht in die Zukunft und auch nicht in eine Traumwelt fliehen. Wir werden vielmehr ins Heute geholt, in die Realit\u00e4t des Alttags. Heute und hier, unter den Umst\u00e4nden, in denen wir leben, gilt es, sich um den von Gott gewollten, alles umfassenden Frieden zu m\u00fchen.<\/p>\n<p>Versucht man, diese Aufgabe ins Konkrete hinein zu buchstabieren, wird es schwierig. Um die uns zugemutete Aufgabe beispielhaft zu bedenken: zum Leben nach Gottes Willen geh\u00f6rt etwa soziale Gerechtigkeit. Gegenspieler ist der menschliche Hang zum Egoismus wie es simpel das Sprichwort \u201eSelbst essen macht fett\u201c sagt oder \u201eMir sitzt das Hemd n\u00e4her als der Rock\u201c.<\/p>\n<p>Denke ich, der ich Christ bin, hinreichend und dem Willen Gottes entsprechend an die Menschen um mich herum? Das ist die Frage. Jeder mag f\u00fcr sich antworten und die Frage mit einer konkreten Situation in Beziehung bringen. Z.B. mit Arbeitslosigkeit, mit zunehmender Armut in Deutschland, Problemen der Altersversorgung. Es geht um Parteinahme f\u00fcr die Schwachen und Verletzlichen \u2013 die Aufgabe hat unendlich viele Gesichter! Und zwar nicht nur in meiner N\u00e4he, nicht nur in Deutschland sondern unendlich viel schlimmer in vielen Regionen der Welt. Wer w\u00fcsste das nicht?<\/p>\n<p>Und wer w\u00fcsste nicht, dass entsprechendes Handeln schwer sind? Die Sachverhalte sind kompliziert, die Zw\u00e4nge subtil, die Ohnmachtserfahrungen riesengro\u00df formulierte ein Predigtlehrer.Und wie steht es mit den Fragen und entsprechendem Handeln in unserem Staat, in der Politik? Wie steht es mit der Politik gegen\u00fcber der sog. Dritten Welt? Wie ist es bestellt mit Parteinehmen f\u00fcr elend lebende V\u00f6lker, die von Seiten der Industrienationen, z.B. Deutschland, auf kooperative Solidarit\u00e4t und Humanit\u00e4t, auf Hilfe zum Leben angewiesen sind?<\/p>\n<p>In der Tat: Handeln nach Gottes Willen ist oft \u00fcberaus kompliziert &#8211; aber wegzusehen, sich zu dispensieren widerspricht der Aufforderung unseres Gottes. Erinnern wir uns: \u201eLiebe deinen N\u00e4chsten wie dich selbst\u201c?<\/p>\n<p>Vielleicht ist schon l\u00e4ngst jemandem hier eingefallen, dass auch Jesus Frieden nicht nur gelebt, sondern in den Seligpreisungen formuliert hat: <strong>Selig die Frieden machen? <\/strong>Das ist keine fromm klingende Feststellung sondern das ist eine Aufforderung.<\/p>\n<p>Ein Ausleger unserer Vision schrieb: Man kann den Vokabeln Recht, Friede usw. mit Freuden zustimmen und dabei den gegenw\u00e4rtigen Wandel im Licht verweigern. Die christliche Hoffnung f\u00fchrt sich selber ad absurdum, wenn sie ihre Zukunftsprojektionen als hehres Ziel auf den Lippen f\u00fchrt, zugleich aber auf dem Weg dorthin Intoleranz, Unfriede, Gewalttat und Aggressivit\u00e4t das Feld behalten.<\/p>\n<p>Dass Friede so hoch gesch\u00e4tzt wird, wurzelt in unserer Sehnsucht, die hinauskommen m\u00f6chte \u00fcber den Zustand, in dem der Mensch dem Menschen ein Wolf ist. Und deshalb meint Friede im Sinn des biblischen, hebr\u00e4ischen Wortes Schalom etwas Allumfassendes, den Zustand des Zusammenlebens, in welchem es allen im tiefsten Sinn des Wortes wohl geht. Daf\u00fcr zu leben sind wir gefordert von Gott! <strong>Lasst uns leben im Licht Gottes! <\/strong><\/p>\n<p><strong>Lasst uns zu leben versuchen, wie Gott es will! <\/strong> Im Alltag, im allt\u00e4glichen Leben, dem Frieden eine Spur bahnend.<\/p>\n<p><strong> \u00a0<\/strong>Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p align=\"left\"><strong>Hellmut M\u00f6nnich<br \/>\n<a href=\"mailto:hi.moennich@freenet.de\">hi.moennich@freenet.de <\/a> <\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>8. Sonntag nach Trinitatis | 17. Juli 2005 | Jesaja 2,1-5 | Hellmut M\u00f6nnich | Liebe Gemeinde, haben Sie das auch schon in der Schule gelernt? Es war &#8211; glaube ich &#8211; in Klasse 9. Gedichte sollten besprochen werden. 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