{"id":10866,"date":"2021-02-07T19:48:53","date_gmt":"2021-02-07T19:48:53","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10866"},"modified":"2023-03-03T22:33:07","modified_gmt":"2023-03-03T21:33:07","slug":"2-korinther-1-18-22-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/2-korinther-1-18-22-7\/","title":{"rendered":"2. Korinther 1, 18-22"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3 style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><b><span style=\"color: #000099;\">4. Sonntag im Advent, 18. Dezember 2005<br \/>\nPredigt \u00fcber 2. Korinther 1, 18-22, verfasst von Friedrich Schleinzer<\/span><\/b><\/h3>\n<hr \/>\n<p align=\"center\"><strong>Gedanken zum 2. Korinther 1, 18-22<br \/>\nWeihnachten ist das \u201eJa\u201c Gottes zu den Menschen <\/strong><\/p>\n<p>Paulus hat seinen Korinthern den Besuch angek\u00fcndigt, war aber dann nicht gekommen. Ist er unzuverl\u00e4ssig? Ganz entschieden weist Paulus diesen Vorwurf zur\u00fcck, er f\u00fchlt sich pers\u00f6nlich sehr getroffen und f\u00fchlt nat\u00fcrlich auch seine apostolische Wirksamkeit bedroht. Ist der Glaubensbote in seiner eigenen Sache unzuverl\u00e4ssig, wie sollte man dann \u00fcberhaupt seiner Botschaft trauen? Die Apostel Jesu Christi und wir alle sind gemeint, k\u00f6nnen nicht zwiesp\u00e4ltig sein, ja sagen und nein meinen, denn wie der Herr so der Knecht.<\/p>\n<p>Paulus ist in seiner ganzen Verk\u00fcndigung der Tr\u00e4ger des Christus-Ja, was genauso f\u00fcr Silvanus und Thimoteus gilt. Wenn Paulus nicht kommen kann, aufgrund ge\u00e4nderter Reisepl\u00e4ne, dann erfolgt seine Verk\u00fcndigung schriftlich. Er schreibt an die Korinther und bleibt keine Klarstellung schuldig.<\/p>\n<p>Das Grundwort dieses Textes ist das \u201eJa\u201c Gottes zur Welt und zu den Menschen. Gott hat durch Jesus Christus zu uns sein \u201eJa\u201c gesagt und dies wird noch durch den Heiligen Geist bezeugt, den wir alle in der Taufe empfangen haben. Also sind wir alle, die Christen in Korinth, als auch wir Christen heute zu einer Einheit im dreifaltigen Gott verbunden, daher k\u00f6nnen wir voller Optimismus sein. Die Folge dieses Bewusstseins ist aber, danach zu leben und zu bekennen \u2013 im feierlichen Amen \u2013 das wir rufen.<\/p>\n<p>Immer mehr Menschen suchen heute nach klaren und tragenden Lebensinhalten, mit denen ihr Leben sinnvoll und wertvoll wird. Wir alle kennen die Probleme menschlichen Daseins und leiden auch unter diesen bedr\u00fcckenden Zust\u00e4nden. In diesen Situationen f\u00fchlen wir uns oft hilflos und machtlos. Alles scheint ohne tieferen Sinn und ohne ein wirkliches Ziel immer weiterzulaufen. Egoismus und Selbstherrlichkeit der Menschen sind oft f\u00fchrende Kr\u00e4fte, doch damit stellt sich der tiefe Seelenfrieden bei den Menschen nicht ein. Der Apostel Paulus schreibt an die Korinther in seinem 2. Brief, dass Gott treu ist. Sein Wille kennt kein Wanken, keine Zweideutigkeit. Diese Treue von Gott her m\u00f6ge auch f\u00fcr uns wie ein Anker sein, mit dem wir immer verbunden bleiben. Die Treue zu Gott verhei\u00dft uns innerliches Wachstum und ein tieferes Verstehen der Geheimnisse Gottes.<\/p>\n<p>Der V\u00f6lkerapostel bekr\u00e4ftigt, dass in Christus das \u201eJa\u201c Gottes verwirklicht ist. Was ist mit diesem \u201eJa\u201c Gottes gemeint? \u2013 Ich glaube, dass damit gesagt wird, dass Christus wirklich der Messias ist, der von Gott gesandte Retter der Menschheit. (Der Hoheitstitel \u201eGottes Sohn Jesus Christus\u201c begegnet uns bei Paulus sonst nicht mehr, Klauck) Dieses \u201eJa\u201c ist die Bekr\u00e4ftigung f\u00fcr Christus und f\u00fcr uns, die wir durch die Taufe ihm schon \u00e4hnlich geworden sind. So kann durch unsere Treue zu Christus unser Leben zu einem klaren \u201eJa\u201c f\u00fcr Gott werden. Dieses \u201eJa\u201c wird durch eine immer authentischere und christlichere Lebensweise gest\u00e4rkt und findet ein positives Echo bei unseren Mitmenschen. (Wir kennen viele Beispiele aus der Kirchengeschichte und unserer Umgebung wo Menschen ihr \u201eJa\u201c zu Gott bedingungslos lebten und leben!)<\/p>\n<p>Wir alle sind durch die Gnade Gottes imstande Menschen Liebe und Vertrauen, Zeit und Ohr zu schenken, ohne dabei selber auf der Strecke zu bleiben. Unser Seelenfrieden wird immer gr\u00f6\u00dfer und tiefer, je mehr wir in Christus das Gute tun und seine Liebe weiterschenken.<\/p>\n<p>Gott hat Ja gesagt zu uns Menschen und zur Welt \u2013 bedingungslos und eindeutig, ein f\u00fcr alle Mal. Da Gott uns mit seinem Ja beschenkt hat \u201edas Wort ward Fleisch und wohnt unter uns\u201c beschenken wir uns an Weihnachten, wobei das liebende Ja zum anderen in der Annahme und Begegnung nicht nur ein punktuelles, weihnachtliches bleiben sollte.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Prof. Dr. Friedrich Schleinzer<br \/>\nFachbereich Praktische Theologie<br \/>\nUniversit\u00e4tsplatz 1<br \/>\nA-5020 Salzburg<br \/>\nTel.: ++43(0)662\/8044-2753<br \/>\nFax: ++43(0)662\/8044-178<br \/>\nE-Mail c\/o <a href=\"mailto:eva.bartosch@sbg.ac.at\">eva.bartosch@sbg.ac.at<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>4. Sonntag im Advent, 18. Dezember 2005 Predigt \u00fcber 2. 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