{"id":10962,"date":"2021-02-07T19:48:55","date_gmt":"2021-02-07T19:48:55","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10962"},"modified":"2023-02-23T14:32:42","modified_gmt":"2023-02-23T13:32:42","slug":"epheser-115-16-20-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/epheser-115-16-20-21\/","title":{"rendered":"Epheser 1,15-16.20-21"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3 style=\"text-align: left;\" align=\"center\">Predigt zu Epheser 1,15-16.20-21, von\u00a0Dr. Johannes Block<\/h3>\n<hr \/>\n<p align=\"center\">I.<\/p>\n<p>Herzensangelegenheiten sind immer eine schwierige Sache. Das gilt schon rein \u00e4u\u00dferlich, wenn man etwa an Herzerkrankungen denkt. So ist eine Operation am offenen Herzen ein gewagtes Unternehmen. W\u00e4hrend das menschliche Zentralorgan schl\u00e4gt und pumpt, m\u00fcssen die \u00c4rzte am OP-Tisch Millimeterarbeit leisten. Alles steht buchst\u00e4blich auf Messers Schneide.<\/p>\n<p>Eine vergleichbare Operation vollzieht sich in unserem Predigtwort. Auch hier liegt ein Herz offen zutage. Es ist das Herz des Glaubens, die Herzkammer der Kirche, die im Predigtwort sich \u00f6ffnet. H\u00f6ren wir nochmals in den Anfang hinein:<\/p>\n<p><em> Nachdem ich geh\u00f6rt habe von dem Glauben bei euch und von eurer Liebe, h\u00f6re ich nicht auf zu danken f\u00fcr euch und gedenke euer in meinem Gebet. <\/em><\/p>\n<p>Das Herz des Glaubens und die Herzkammer der Kirche \u2013 das ist das Gebet. Eine Kirche kann vieles besitzen: geschm\u00fcckte Alt\u00e4re und renovierte Orgeln, Kinderg\u00e4rten und Friedh\u00f6fe, lebendige Arbeitskreise und gut besuchte Konzerte. Die eigentliche Kirche aber kommt erst zu sich selbst als <em>betende<\/em> Kirche. Im Gebet hat sie ihr Wesen, hat sie ihr Herz gefunden. Martin Luther fa\u00dft es knapp und plakativ zusammen: \u201cN\u00e4chst dem Predigtamt ist das Gebet das h\u00f6chste Amt in der Christenheit\u201c.<\/p>\n<p>Und was der Kirche billig ist, soll der Theologie recht sein. Seit alters gibt es die \u00dcberzeugung, da\u00df das Gebet auch eine Keimzelle der theologischen Wissenschaft ist. <em>Lex orandi<\/em> &#8211;<em> lex credendi<\/em>, lautet eine tradierte Formel aus dem Mittelalter: <em>auf da\u00df das Gesetz des Betens das Gesetz des Glaubens bestimme<\/em>. Hier scheinen zwei Herzkammern miteinander zu arbeiten: das Gebet und die Dogmatik, der Gottesdienst und die Theologie.<br \/>\nBereits der so genannte erste christliche Theologe, der Apostel Paulus, verfa\u00dft seine vielf\u00e4ltigen Briefe gewisserma\u00dfen mit \u201cDoppel-Herz\u201c. Er ist liturgischer Theologe und theologischer Liturg. In seinen S\u00e4tzen sind Belehrung und Lobpreis, Theologie und Doxologie miteinander verwoben. Auch im Blick auf das Predigtwort l\u00e4\u00dft sich der Einflu\u00df des Apostels Paulus entdecken. So ist das gesamte erste Kapitel des Epheserbriefes als ein Loblied und Gebet komponiert. Und inmitten des Briefes, am Ende eines Gedankenganges, findet sich ebenfalls eine jubelnde Doxologie (Eph 3,20-21) :<\/p>\n<p><em> Dem aber, der \u00fcberschwenglich tun kann \u00fcber alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. <\/em><\/p>\n<p align=\"center\">II.<\/p>\n<p>Wir haben gesehen: Das Predigtwort vollzieht so etwas wie eine Operation am offenen Herzen der Kirche: an ihrem Lobpreis und Gebet. Wie an einem OP-Tisch ist auch diese theologische Operation nicht ohne Risiko. Denn unser Predigen und unser H\u00f6ren kann gelingen, es kann aber auch scheitern! Es hat etwas von unw\u00e4gbarer Millimeterarbeit, ob sich etwas von dem \u00fcbertr\u00e4gt, was im Herzen der Kirche schl\u00e4gt. Da\u00df man etwas vom Pulsschlag des Glaubens sp\u00fcren, da\u00df \u00fcberschwengliche Kraft, Macht und St\u00e4rke &#8211; wie es im Predigtwort hei\u00dft &#8211; in uns wirksam wird (Eph 1,19) , all das h\u00e4ngt an Gottes freier Epiphanie. Hier ist jede Operation und jede Predigt ohne Garantie.<\/p>\n<p>Nun hat sich eine Grenze gezeigt &#8211; eine Grenze zwischen den operativen M\u00f6glichkeiten des Menschen und der freien Epiphanie Gottes. Und irgendwie auf dieser Grenze h\u00e4lt sich das Predigtwort mit seinem Gebet und Lobpreis auf. Im Gebet scheint sich die menschliche mit der g\u00f6ttlichen Herzkammer zu verstricken und zu verschwistern.<\/p>\n<p>Auf diesen fr\u00f6hlicher Wechsel im Herzen m\u00f6chte ich jetzt gemeinsam mit Ihnen blicken. Das Predigtwort ist gleichsam der operierende Chefarzt, der zeigt, wie das Herz der Kirche schl\u00e4gt und pumpt und wie die beiden Herzkammern arbeiten. All das ist, wie gesagt, nicht ohne Risiko. Es gibt keine Garantie, ob sich das betende Herz der Kirche \u00f6ffnet. Es gibt kein Rezept daf\u00fcr, da\u00df \u00fcberschwengliche Kraft, Macht und St\u00e4rke in uns wirksam wird. So kann man in diese Operation nur gebannt und gespannt gehen &#8211; vielleicht mit einem Gebet auf den Lippen, w\u00e4hrend man \u00fcber die Schwelle in den OP-Saal gefahren wird.<\/p>\n<p>Aber immerhin gibt es eine zeitliche Entwarnung. Denn jetzt steht uns keine doppelst\u00fcndige Operation bevor, sondern nur ein kleiner Eingriff in drei Schritten. Es geht um den Geist, um den Dank und um die F\u00fcrbitte &#8211; gleichsam als den Blutflu\u00df im betenden Herzen der Kirche.<\/p>\n<p align=\"center\">III.<\/p>\n<p>Am Anfang steht das Gebet aus dem Geist heraus. Im Predigtwort hei\u00dft es:<br \/>\n<em>Ich gedenke euer in meinem Gebet, da\u00df der Gott unseres Herrn Jesus Christus euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen. <\/em><\/p>\n<p>Beten ist ein kirchliches und menschliches Tun. Man kann es wie ein Handwerk lernen, sagt der langj\u00e4hrige Benediktinerm\u00f6nch Fulbert Steffensky. Man kann die Sprache, die Zeiten und die Geb\u00e4rden des Betens lernen. Aber das Ineinanderflie\u00dfen aller Elemente h\u00e4ngt an der Gabe des Geistes. Der Geist ist die Quelle, der alles in Bewegung versetzt und flie\u00dfen l\u00e4\u00dft. <em>Der Geist hilft unserer Schwachheit auf<\/em>, sagt der Apostel Paulus (R\u00f6m 8,26) . Auf einmal werden einem die Zunge und die Gedanken gef\u00fchrt. Niemand wird ausgeschlossen: weder verschrobene noch sprachlose Menschen. Niemand bekommt ein Vorrecht: weder sprach- noch redegewandte Zeitgenossen. <em>Der Geist weht, wo er will<\/em><em> (Joh 3,8)<\/em> . Und auf einmal kann Einfaches und selbst Einf\u00e4ltiges zum gro\u00dfen Gebet werden. Eine Geschichte nach Leo Tolstoi erz\u00e4hlt davon:<\/p>\n<p><em> Drei russische M\u00f6nche lebten auf einer fernen, einsamen Insel. Niemand hatte sie bisher dort besucht, bis sich eines Tages ihr Bischof entschloss, eine Visitation abzuhalten. Als er dann bei ihnen zu Gast war, stellte er fest, dass sie noch nicht einmal das Gebet des Herrn kannten. So lehrte er sie mit aller Geduld das Vaterunser, reiste dann zufrieden mit seinem Erfolg wieder ab. <\/em><\/p>\n<p><em> Als das Schiff von der Insel abgelegt hatte, sah der Bischof erstaunt, wie die drei M\u00f6nche \u00fcber das Wasser hinter dem Schiff herliefen und laut riefen: \u201cHeiliger Vater, wir haben das Gebet vergessen, das du uns gelehrt hast!\u201c Der Bischof war ganz \u00fcberw\u00e4ltigt von ihrem Glauben und fragte zur\u00fcck: \u201cLiebe Br\u00fcder, wie betet ihr denn?\u201c Sie antworteten: \u201cAlso wir sagen nur: Lieber Gott, wir sind zu dritt, und du bist zu dritt, erbarme dich unser!\u201c Der Bischof war von ihrer Heiligkeit und Einfalt so ergriffen, dass er sie mit seinem Friedenswunsch auf ihre Insel zur\u00fccksandte. <\/em><\/p>\n<p>Es ist ein St\u00fcck heilige Einfalt, die aus dieser russischen Geschichte spricht: <em>Lieber Gott, wir sind zu dritt, und du bist zu dritt, erbarme dich unser!<\/em> Vielleicht bedarf jedes Gebet einer gewissen heiligen Naivit\u00e4t, einer kindlichen Hingabe. Wo man nichts hat und doch alles erwartet, dort scheint sich der Heilige Geist wohlzuf\u00fchlen.<\/p>\n<p>Aber es ist an dieser Stelle gewi\u00df besser, wenn man nicht weiter in Geheimnissen bohrt. Ich freue mich vielmehr darauf, wo, wann und wie ein heiliger Wind die Zunge und die Gedanken l\u00f6st. Mit gespannter Erwartung kann man sich dann dem Leben stellen &#8211; und vielleicht auch dem ein oder anderen Risiko. Von daher stelle ich mich weiterhin dem Predigtrisiko am Sonntag, indem ich den zweiten, kleinen Eingriff auf dem theologischen OP-Tisch vorantreibe.<\/p>\n<p align=\"center\">IV.<\/p>\n<p>In einem zweiten Schritt geht es um das Gebet aus dem Dank heraus. H\u00f6ren wir wiederum in das Predigtwort hinein:<\/p>\n<p><em> Nachdem ich geh\u00f6rt habe von dem Glauben bei euch und von eurer Liebe, h\u00f6re ich nicht auf zu danken f\u00fcr euch und gedenke euer in meinem Gebet. <\/em><\/p>\n<p>Die Dankbarkeit bildet mit das unverzichtbare Blut im betenden Herzen der Kirche. Gewi\u00df: <em>Not lehrt beten<\/em>, hei\u00dft es im Volksmund. Aber N\u00f6te, Krisen und Katastrophen sind nur eine Seite des Betens. Da\u00df man die H\u00e4nde vor lauter Freude und Dankbarkeit falten k\u00f6nnte, das rutscht einem immer wieder durch die Roste des Alltags. Was ist einmalig sch\u00f6n in meinem Leben? Wof\u00fcr bin ich dankbar? Diese Meditation geh\u00f6rt mit zum Handwerkszeug des Betens. Unverkrampft und unverstellt spricht sich die Dankbarkeit in einem kleinen Kindergebet aus (Max Bollinger) :<\/p>\n<p><em> Was mir gef\u00e4llt auf dieser Welt,<br \/>\nlieber Gott, erhalte es mir.<br \/>\nMit Vater Kuchen backen, mit Mutter R\u00e4tsel knacken,<br \/>\nKarussell fahren, Geheimnisse wahren,<br \/>\nMuscheln z\u00e4hlen, Farben w\u00e4hlen,<br \/>\nan Geschichten denken, das Fahrrad lenken,<br \/>\nbeim Spiel verweilen, die Freude teilen.<br \/>\nWas mir gef\u00e4llt auf dieser Welt,<br \/>\nlieber Gott, daf\u00fcr danke ich dir. <\/em><\/p>\n<p>Unverkrampft dankbar: so wirkt dieses Kindergebet auf mich. Aber es ist weitaus schwieriger, in der Berufs- und Alltagswelt Dankbarkeit zu zeigen. Denn wer dankbar ist, der ist scheinbar nicht ausgelastet; wer sich dankbar zeigt, der ist scheinbar zufrieden ohne weiteren Leistungswillen; wer dankbar ist, der denkt scheinbar nicht an die drohenden Gesch\u00e4ftskurven des kommenden Tages. Vielleicht zeigt sich heute die Dankbarkeit deshalb so schmalbr\u00fcstig, weil sie immer auch den Geruch kindlicher Naivit\u00e4t an sich tr\u00e4gt. Und kindliche Naivit\u00e4t ist erst einmal kein guter Ratgeber angesichts der bundesdeutschen Haushaltslage, angesichts der Arbeitsmarktsituation, angesichts der Sparprogramme in Schulen, Bibliotheken und Instituten. Wer hier Dankbarkeit zeigen w\u00fcrde, w\u00e4re schon aus dem Spiel, wenn es um die Verteilung des Haushalts geht. Es ist politisch und taktisch unklug, in Verhandlungen mit Dankbarkeit den Hut zu ziehen.<\/p>\n<p>Aber mit in\u2019s Gebet darf man die Dankbarkeit nehmen! Es sei laut und deutlich oder still und leise. Hier ist zu sagen m\u00f6glich, was im B\u00fcro und auf der Stra\u00dfe nicht angesagt ist: da\u00df man dankbar ist f\u00fcr eine Regierung, die rund um die Uhr plant und arbeitet; da\u00df man dankbar ist f\u00fcr eine Stadtverwaltung, die auf vielen Baustellen gleichzeitig tanzt; da\u00df man dankbar ist f\u00fcr ein Landeskirchenamt, das mit weniger Geld immer mehr W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen hat. Ungewohnt ist es mit der Dankbarkeit. Im Gebet l\u00e4\u00dft sie sich entdecken und pflegen &#8211; laut und deutlich oder still und leise.<\/p>\n<p align=\"center\">V.<\/p>\n<p>Nehmen wir nun unseren dritten Eingriff auf dem theologischen OP-Tisch vor. Ich blicke zum Schlu\u00df auf das Gebet aus der F\u00fcrbitte heraus. H\u00f6ren wir ein letztes Mal in das Predigtwort hinein:<\/p>\n<p>Der Gott unseres Herrn Jesus Christus gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes ist und wie \u00fcberschwenglich gro\u00df seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner St\u00e4rke bei uns wirksam wurde, mit der er in Christus gewirkt hat. Durch sie hat er ihn von den Toten auferweckt.<\/p>\n<p>Der Brief an die Epheser verkneift sich die F\u00fcrbitte nicht. Eigentlich ist das erstaunlich. Denn seine Adressaten scheinen eine ideale Gemeinde zu sein. Gleich zu Anfang wird f\u00fcr ihren Glauben und f\u00fcr ihre Liebe gedankt (Eph 1,15) . Was will man mehr! Hier scheint im Glauben die Gottesbeziehung und in der Liebe die Menschenbeziehung lebendig zu sein. Dennoch h\u00e4lt der Briefschreiber an der F\u00fcrbitte fest. Wird hier das Haar in der Suppe gesucht? Hat man denn nie seine geistliche Ruhe?<\/p>\n<p>Wahrscheinlich liegt genau darin die Gefahr f\u00fcr eine Kirche ohne F\u00fcrbitte: da\u00df sie im eigenen Saft schmort; da\u00df sie mit sich g\u00e4nzlich zufrieden &#8211; oder umgekehrt: g\u00e4nzlich unzufrieden ist. In jedem Fall bleibt sie nur bei sich in der Gegenwart stehen. Sie dreht sich mit positiven oder mit negativen Gef\u00fchlen um sich selbst. Und aus diesem Selbstbezug befreit die F\u00fcrbitte. Das Predigtwort treibt die Idealgemeinde in Ephesus wieder zum Aufbruch. Es reicht nicht, mit den \u00e4u\u00dferlichen Augen auf die eigene Gemeinde zu blicken: wie man in Kirchen aus Stein den Gottesdienst feiert und wie man in festen H\u00e4usern seinen N\u00e4chsten aufsucht. Der Briefschreiber bittet um geistliche Augen &#8211; um <em>erleuchtete Augen des Herzens<\/em>, wie er an die Epheser schreibt.<br \/>\nEs ist also immer wieder ein Aufbruch n\u00f6tig &#8211; ein geistlicher Aufbruch aus den sch\u00f6nen Mauern der Kirche, auch aus den bew\u00e4hrten Mauern der Fr\u00f6mmigkeit, selbst aus den klugen Mauern der Theologie. Denn erst mit den geistlichen Augen des Herzens l\u00e4\u00dft sich eine Welt ohne Mauern entdecken: ein Reich voller Hoffnung, ein Reich voller \u00fcberschwenglicher Kraft, Macht und St\u00e4rke. Wir werden uns die Augen reiben, weil es eine Kraft, Macht und St\u00e4rke ist, die selbst in den Toten m\u00e4chtig ist.<\/p>\n<p>Vielleicht ist es auch an dieser Stelle besser, wenn man nicht weiter in m\u00e4chtigen Geheimnissen bohrt. Vielleicht sollte man auf der Grenze zu einer Welt ohne Mauern ein Gebet auf den Lippen haben. Das Predigtwort h\u00e4lt F\u00fcrbitte und springt damit weit \u00fcber alte Grenzen hinaus.<br \/>\nGewi\u00df, all das l\u00e4\u00dft sich nicht einfach machen und erzwingen. Es bleibt ein gewagtes Unternehmen wie eine Operation am offenen Herzen. Aber manchmal sp\u00fcrt man etwas vom Pulsschlag des Glaubens, von \u00fcberschwenglicher Kraft, Macht und St\u00e4rke. Pl\u00f6tzlich und unverhofft kann das an dem Platz geschehen, an den man in diese Welt gestellt ist. Dann steht man gewisserma\u00dfen <em>anbetend<\/em> da. Davon erz\u00e4hlt eine letzte und abschlie\u00dfende Geschichte. Sie erz\u00e4hlt von einem anbetenden Moment &#8211; wie es einem Bauer widererfuhr mitten auf seinem allt\u00e4glichen Ackerfeld.<\/p>\n<p><em> Ein Pfarrer wanderte einmal durch die Felder, auf denen das Getreide reifte. Da begegnete er einem Bauern, der in der gl\u00fchenden Sonne ohne Hut ging. Auf die Empfehlung des Pfarrers, den Hut doch aufzusetzen, entgegnete der Bauer: \u201cWenn ich durch meine reifenden Felder gehe, setze ich den Hut nicht auf, weil man Dankbarkeit haben mu\u00df vor dem geheimnisvollen Walten und Wirken Gottes, das sich da still vollzieht\u201c<\/em> .<\/p>\n<hr \/>\n<p align=\"left\"><strong>Dr. Johannes Block<br \/>\nUniversitaet Leipzig, Institut fuer Praktische Theologie<br \/>\nOtto-Schill-Str.2<br \/>\n04109 Leipzig<br \/>\nTel: 0341-9735460 Fax: 0341-9735469<br \/>\nInternet:<a href=\"http:\/\/www.uni-leipzig.de\/%7Eprtheol\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> www.uni-leipzig.de\/~prtheol<\/a><br \/>\n<a href=\"mailto:block@uni-leipzig.de\">block@uni-leipzig.de<\/a> <\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt zu Epheser 1,15-16.20-21, von\u00a0Dr. Johannes Block I. Herzensangelegenheiten sind immer eine schwierige Sache. Das gilt schon rein \u00e4u\u00dferlich, wenn man etwa an Herzerkrankungen denkt. 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