{"id":10989,"date":"2021-02-07T19:48:58","date_gmt":"2021-02-07T19:48:58","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=10989"},"modified":"2023-02-08T12:37:16","modified_gmt":"2023-02-08T11:37:16","slug":"jeremia-9-22-23-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jeremia-9-22-23-3\/","title":{"rendered":"Jeremia 9, 22-23"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><b><span style=\"color: #000099;\">Septuagesimae, 12. Februar 2006<br \/>\nPredigt zu Jeremia 9, 22-23, verfasst von Ulrich Braun <\/span><\/b><\/h3>\n<p><strong>Weisheit, Rat, Verstand und Zucht<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;So spricht der Herr: Ein Weiser r\u00fchme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker r\u00fchme sich nicht seiner St\u00e4rke, ein Reicher r\u00fchme sich nicht seines Reichtums. Sondern wer sich r\u00fchmen will, der r\u00fchme sich dessen, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der Herr bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit \u00fcbt auf Erden; denn solches gef\u00e4llt mir, spricht der Herr.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Texte wie dieser verf\u00fchren zu kurzen Schl\u00fcssen. Wenn man sich weder seiner Weisheit, noch seiner St\u00e4rke r\u00fchmen soll, und seines Reichtums schon gleich gar nicht, dann m\u00fcssen das wohl recht verachtenswerte G\u00fcter sein \u2013 k\u00f6nnte man denken. Und so hat sich \u00fcber die Zeiten aus den solcherma\u00dfen samt Kindergehalt ausgesch\u00fctteten B\u00e4dern eine Unterstr\u00f6mung der Religion entwickelt, \u00fcber die hier ein offenes Wort gewagt sein will.<\/p>\n<p>Gemeint ist die Verachtung von Weisheit und St\u00e4rke und die ausgepr\u00e4gte Schm\u00e4hung des Reichtums. Von einer gesunden Zur\u00fcckhaltung gegen\u00fcber allen fl\u00fcchtigen, begrenzten, eben verg\u00e4nglichen G\u00fctern wird freilich noch zu reden sein. Aber zun\u00e4chst soll es um einen anti-intellektuellen Affekt gehen, der sich als Kurzschluss aus Texten wie diesem \u00fcber die Zeiten ergeben hat.<\/p>\n<p>Dazu ein Beispiel: Vor etwa einem Jahr habe ich die Trauerfeier f\u00fcr einen Professor der Astrophysik besucht. Er war zuletzt in einem Wohnstift gepflegt worden, hatte seine Frau lange \u00fcberlebt und war nun kinderlos und ohne nahe Verwandte verstorben. Da er sehr alt geworden war, gab es in der Trauergemeinde niemanden aus seiner Generation. Wie es schien, waren diejenigen, die gekommen waren, allesamt Vertreter von Einrichtungen, Vereinen und der Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Ich selbst war mit einer Theologie-Studentin, die in unserer Gemeinde ein Praktikum machte, einigerma\u00dfen wahllos in die Trauerfeier geraten, kannte also den Verstorbenen auch nicht. Dem Pfarrer, der die Trauerfeier hielt, ging es nicht anders. Er war \u00fcberdies als Superintendent im Ruhestand nur Vertreter des zust\u00e4ndigen Gemeindepfarrers.<\/p>\n<p>Die M\u00fchsal, unter diesen Umst\u00e4nden \u00fcberhaupt zuverl\u00e4ssige Nachrichten \u00fcber das Leben des Verblichenen zu gewinnen, lie\u00df er am Anfang seiner Trauerrede durchblicken. Dann aber hatte er sein Thema gefunden: die mutma\u00dfliche Gelehrsamkeit des Mannes einerseits und deren letztendliche Nutzlosigkeit andererseits. Was k\u00f6nne man nicht alles \u00fcber den Kosmos erforschen, fragte der Prediger. Die Betonung der S\u00e4tze lie\u00df indes keinen Zweifel dar\u00fcber zu, was von solchen Erkenntnissen zu halten ist.<\/p>\n<p>Stattdessen malten Psalmverse das Bild alternativer und unverg\u00e4nglicher Weisheit. Davon war die Rede, dass es Erkenntnis gebe, die zu hoch und zu wunderbar sei, sie zu begreifen (Psalm 139, 6), die aber gleichwohl die wahre Weisheit sei und auf irgendeine Weise auch zur Verf\u00fcgung st\u00fcnde.<\/p>\n<p>Wie diese Weisheit und Erkenntnis nun genau zur Verf\u00fcgung steht? Nun, da muss mir etwas von der Trauerrede entgangen sein. Vielleicht hatte ich schon angefangen, mich zu fragen, ob denn der Verstorbene aus seiner Gelehrsamkeit irgendwelche \u00fcberzogenen Anspr\u00fcche abgeleitet hatte. Anhaltspunkte daf\u00fcr gab es f\u00fcr den Prediger wohl nicht. Au\u00dfer eben einem prinzipiellen Vorbehalt gegen ein Wissenssystem, das seiner Methodik gem\u00e4\u00df von der Frage nach Gott absieht.<\/p>\n<p>Dass die moderne Wissenschaft von dieser Frage absieht, hei\u00dft nun keineswegs, dass sie sich gegen die Religion richtet oder auch nur richten k\u00f6nnte. Sie stellt die Frage eben nicht. Also wird sie auch nicht beanspruchen, sie zu beantworten.<\/p>\n<p>In Konflikt geraten beide, Wissenschaft und Religion dann und immer dann, wenn an dieser relativ scharfen methodischen Demarkationslinie Grenzscharm\u00fctzel ausbrechen. Wie zum Beispiel in der Debatte um Evolutionstheorie versus intelligent design. Dort wird von solchen, die die Evolutionstheorie als Angriff auf die Religion empfinden, die Annahme in Stellung gebracht, hinter der Entwicklung der Arten, des Lebens insgesamt und \u00fcberhaupt des ganzen Universums m\u00fcsse ein ordnender und lenkender Verstand, kurz: der Sch\u00f6pfer, stehen.<\/p>\n<p>Als wissenschaftliche Hypothese ist die Annahme durchaus interessant. Es lie\u00dfe sich damit \u00fcberlegen, ob es eine Richtung, ein Prinzip und m\u00f6glicherweise ein Ziel der Entwicklung des Lebens gibt. Ob man bei der Arbeit mit einer solchen Hypothese tats\u00e4chlich beim j\u00fcdisch-christlichen Sch\u00f6pfergott landen w\u00fcrde, bliebe abzuwarten. Dort, wo man von Anfang an nur den Gedanken an den Sch\u00f6pfergott zul\u00e4sst, wird man sich allerdings vom Anspruch der Wissenschaftlichkeit dieser Hypothese verabschieden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite, n\u00e4mlich der Seite der Naturwissenschaft, gibt es solche Grenzverletzungen freilich ebenso. Nicht wenige haben Darwins Vorstellung von der Entwicklung der Arten f\u00fcr einen Angriff oder gar eine Widerlegung der Religion gehalten. Darwin selbst war eine solche Vorstellung \u00fcbrigens ganz fremd.<\/p>\n<p>Als eine Widerlegung des Sch\u00f6pfungsglaubens kann die Vorstellung nur dann genommen werden, wenn man zugleich den Anspruch an die biblischen Sch\u00f6pfungsberichte h\u00e4tte, ein naturwissenschaftlich zutreffendes Bild zu vermitteln \u2013 wohlgemerkt eines, dass dem Wissensstand unserer Tage entspricht.<\/p>\n<p>Nun, Kurzschl\u00fcsse lauern offenbar \u00fcberall und unterlaufen vermutlich einem jeden von uns hier und da. Und damit zur\u00fcck zum Ausgangspunkt. Wir wollten ja nicht von einem speziellen Konflikt mit speziellen kulturhistorischen \u2013 und da zumeist amerikanischen \u2013 Wurzeln sprechen, sondern von einer Unterstr\u00f6mung der Religion, zu deren Illustration die Trauerrede f\u00fcr einen verblichenen Astrophysiker hatte herhalten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Eine Szene zu diesem Thema bietet auch Daniel Kehlmann in seinem Roman \u201eDie Vermessung der Welt\u201c. Das Buch handelt von Karl Friedrich Gau\u00df, dem G\u00f6ttinger Mathematiker, und Alexander von Humboldt, dem weitgereisten Forscher und Entdecker. Darin treffen wir Gau\u00df als Sch\u00fcler in einem Internat an, wo sich folgendes Gespr\u00e4ch ergibt:<\/p>\n<p>Beim Mittagessen fragte ihn der Pastor, wie es in der Schule gehe.<br \/>\nLeidlich antwortete er.<br \/>\nDer Pastor fragte, ob ihm das Lernen schwer falle.<br \/>\nEr zog die Nase hoch und sch\u00fcttelte den Kopf.<br \/>\nH\u00fcte dich, sagte der Pastor.<br \/>\nGau\u00df sah \u00fcberrascht auf.<br \/>\nDer Pastor blickte ihn streng an. Stolz sei eine Tods\u00fcnde!<br \/>\nGau\u00df nickte.<br \/>\nDas solle er nie vergessen, sagte der Pastor. Sein Leben lang nicht. Wie klug man auch sei, man habe dem\u00fctig zu bleiben.<br \/>\nWarum?<br \/>\nDer Pastor bat um Verzeihung. Er habe wohl falsch verstanden.<br \/>\nNichts, sagte Gau\u00df, gar nichts.<br \/>\nDoch, sagte der Pastor, er wolle das h\u00f6ren.<br \/>\nEr meine es rein theologisch, sagte Gau\u00df. Gott habe einen geschaffen, wie man sei, dann aber solle man sich st\u00e4ndig bei ihm daf\u00fcr entschuldigen. Logisch sei das nicht.<br \/>\n(Daniel Kehlmann, Die Vermessung der Welt, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2005)<\/p>\n<p>Logisch ist das auch nicht, aber vielleicht Ausdruck jener Unterstr\u00f6mung, \u00fcber die wir eingangs sprachen. Wissen, eigene St\u00e4rke und gar Reichtum gelten darin als verd\u00e4chtig. Ob sie in diesen Verdacht auch durch eigene Schuld geraten sind, kann hier dahingestellt bleiben. Ganz von der Hand zu weisen ist der Gedanke nicht. St\u00e4rke und Reichtum machen gewiss leicht \u00fcberm\u00fctig. Aber wirkliche Weisheit wird auch immer um die Grenzen des Machbaren wissen und wissen wollen.<\/p>\n<p>Anderer Ort als bei Gau\u00df, auch andere Zeit. Eine h\u00e4matologisch-onkologische Station einer Universit\u00e4tsklinik. Auf den Stationen hier liegen nahezu ausschlie\u00dflich Menschen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen. Viele von ihnen w\u00fcrden, w\u00e4ren sie auf gleiche Weise vor zehn oder gar zwanzig Jahren erkrankt, schon nicht mehr am Leben. Das Wissen \u00fcber die Funktionsweise der Zellen, die aus dem Knochenmark kommen, die Blutbildung und in gewisser Weise auch das Immunsystem steuern hat sich in diesen Jahren um ein Vielfaches vermehrt.<\/p>\n<p>Etliche von denen, die hier liegen k\u00f6nnen heute geheilt werden. F\u00fcr viele kann man immerhin noch einige Zeit gewinnen. Und f\u00fcr manche ist der Zeitpunkt gekommen, da man medizinisch nahezu nichts mehr f\u00fcr sie tun kann.<\/p>\n<p>Den rechten Zeitpunkt daf\u00fcr zu finden, sich als Arzt aus einer aggressiven Therapie zur\u00fcck zu ziehen, sich und gegebenenfalls auch dem Patienten gegen\u00fcber einzugestehen, dass man mit seiner Weisheit am Ende ist, ist nicht leicht. Aber es ist unter den \u00c4rzten nicht einer, der das nicht w\u00fcsste, dass dieser Moment kommt, im Klinikalltag und eines Tages auch einmal f\u00fcr jeden von uns.<\/p>\n<p>Was sagt das \u00fcber die medizinische Kunst? Dass sie Grenzen hat, ganz ohne Zweifel. Aber was bedeutet das f\u00fcr die Betrachtung dieser Kunst und Wissenschaft? Doch wohl nicht, dass sie ver\u00e4chtlich w\u00e4re, sondern eben begrenzt. Und das gilt wohl f\u00fcr so ziemlich alles, was wir zustande bringen k\u00f6nnen. Irgendwann ist es zuende. Wie stark und gesund wir uns auch jetzt f\u00fchlen m\u00f6gen: es kann damit so schnell vorbei sein, und irgendwann wird es auch vorbei sein.<\/p>\n<p>Mit dem Reichtum verh\u00e4lt es sich nicht anders. Es k\u00f6nnen Situationen eintreten, da ein Verm\u00f6gen schneller dahinschmilzt, als man es glauben m\u00f6chte. Oder es treten Situationen ein, in denen einem ein vorhandenes Verm\u00f6gen nichts mehr n\u00fctzt. Auf h\u00e4matologisch-onkologischen Stationen k\u00f6nnen alle drei Niederg\u00e4nge ineinander flie\u00dfen.<\/p>\n<p>Wer sein Selbstbild allein aus Weisheit, Kraft und Reichtum gewinnt, dem bleibt dann freilich nichts mehr. So gesehen ist es ein Gebot der Klugheit, allem Endlichen mit diesem Bewusstsein zu begegnen \u2013 eben dass es endlich ist nicht, dass Weisheit, Kraft oder Wohlstand ver\u00e4chtlich zu machen sind. Schon gar nicht, dass ihr jeweiliges Gegenteil als irgendwie erstrebenswert zu gelten h\u00e4tte: geistige und k\u00f6rperliche Schwachheit sind M\u00e4ngel, die zu bedauern und \u2013 wo durch eigenes Verschulden entstanden \u2013 sogar zu tadeln sind. Und Armut ist ein h\u00f6chst unerfreulicher Zustand, der als purer Mangel nat\u00fcrlich noch keine Gottesn\u00e4he herstellt.<\/p>\n<p>Diesem Kurzschluss hat der Prophet Jeremia vor gut zweieinhalb Jahrtausenden wohl kaum das Wort reden wollen. Mitten im gro\u00dfen \u2013 oder sich mindestens andeutenden \u2013Zusammenbruch des Weltsystems im vorderen Orient und des Staates Juda im Besonderen stand deutlich genug vor Augen wie unerfreulich das alles ist. Macht und Einfluss sind schnell dahin, Verm\u00f6genswerte in ungeahntem Ausma\u00df k\u00f6nnen mir nichts, dir nichts zerst\u00f6rt sein. Im allgemeinen Chaos ist man mit seiner Weisheit bald am Ende.<\/p>\n<p>Nichts lag jedoch ferner als Armut, Machtlosigkeit oder gar Dumpfheit pl\u00f6tzlich f\u00fcr erstrebenswerte G\u00fcter zu halten. Stattdessen geht es um die Seelenkr\u00e4fte, denen auch in einer solchen Situation der Zustrom nicht gekappt ist. Und da macht Jeremia in der bedr\u00e4ngenden Erfahrung, dass es gr\u00f6\u00dfere M\u00e4chte gibt als mich, darauf aufmerksam, dass eine wiederum noch gr\u00f6\u00dfere Macht auf meiner Seite sein kann \u2013 oder gar in mir selbst entdeckt sein will: Gott zu kennen.<\/p>\n<p>Und wie der Sch\u00f6pfer aus dem Chaos eine Welt erschaffen hat, so sollen die, die Jeremias Rede erreicht, diese Sch\u00f6pferkraft in sich entdecken k\u00f6nnen. Dem Chaos des Zusammenbruchs ein St\u00fcck Lebensgarten abtrotzen. So wie es unsere Eltern und Gro\u00dfeltern nach dem Krieg getan haben.<\/p>\n<p>Nach dem 13. Februar 1945, vor einundsechzig Jahren also, haben Dresdnerinnen und Dresdner versucht, die ihren wiederzufinden. Und wenn sie einen gefunden hatten, der noch lebte, dann suchte man sich in dem, was noch stand, ein Fleckchen zum wohnen. G\u00e4rten wurden zwischen den Tr\u00fcmmergrundst\u00fccken angelegt, wo man das N\u00f6tigste im Fr\u00fchjahr zu pflanzen begann, damit man f\u00fcr sich und die Seinen zu essen hatte.<\/p>\n<p>Wer konnte hatte eine Ziege oder ein Schwein hinterm Haus. Bald wurden um die Ruine der Frauenkirche herum und auf dem enttr\u00fcmmerten Neumarkt Schafe geweidet. Und gleichzeitig begannen andere, die Ruine der Frauenkirche zu sichern. Wenigstens die Reste wollten sie vor dem Verschwinden bewahren und haben damit einen der Grundsteine daf\u00fcr gelegt, dass die Kirche nun wieder hat aufgebaut werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit Wissen und Klugheit, z\u00e4her St\u00e4rke und nicht zuletzt unter Einsatz ihrer Verm\u00f6gen haben alte und neue Dresdner und Menschen in aller Welt am Ende den Wiederaufbau der zerst\u00f6rten Frauenkirche bewerkstelligt. In ihren Mauern ist sozusagen die Erfahrung gespeichert, dass Zusammenbruch, Schw\u00e4che und Armut keine Endstation bedeuten. Wer so darnieder ist, der muss es nicht auf immer bleiben. Wer aber Kraft und Verm\u00f6gen hat, der kann die begl\u00fcckende Erfahrung machen, es damit dem Sch\u00f6pfer nachzutun und dem Chaos G\u00e4rten des Lebens abzutrotzen. Klugheit und Wissen kann man zu dem Unternehmen gar nicht genug aufbieten.<\/p>\n<p>Das ist doch wohl auch der Hauptw\u00e4rmestrom der j\u00fcdisch-christlichen Religion: dass der Sch\u00f6pfer seinen Gesch\u00f6pfen dieses Verm\u00f6gen vermacht hat, klug zu werden, Einfluss zu gewinnen und Welt zu gestalten. Und wo es gelingt, einander nicht aus den Augen zu verlieren und recht und Gerechtigkeit als ebensolche Aufgaben der Gestaltung zu begreifen, da ist auch an dem Wohlstand, der daraus entsteht nichts auszusetzen. Es kann vielmehr begl\u00fcckend sein, ihn auch wiederum einzusetzen. F\u00fcr die Dresdner Frauenkirche haben es viele getan. An diesem Bild der Weisheit, der St\u00e4rke und des Reichtums h\u00e4tte vielleicht auch Jeremia seine Freude gehabt.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p><strong>Ulrich Braun, Pastor<br \/>\nderzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Projekt Medizin- und Bioethik am Universit\u00e4tsklinikum in Dresden<br \/>\n<a href=\"mailto:Ulrich.Braun@uniklinikum-dresden.de\">Ulrich.Braun@uniklinikum-dresden.de<\/a> <\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Septuagesimae, 12. Februar 2006 Predigt zu Jeremia 9, 22-23, verfasst von Ulrich Braun Weisheit, Rat, Verstand und Zucht &#8222;So spricht der Herr: Ein Weiser r\u00fchme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker r\u00fchme sich nicht seiner St\u00e4rke, ein Reicher r\u00fchme sich nicht seines Reichtums. 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