{"id":11013,"date":"2021-02-07T19:49:07","date_gmt":"2021-02-07T19:49:07","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=11013"},"modified":"2023-02-02T09:16:07","modified_gmt":"2023-02-02T08:16:07","slug":"lukas-22-31-34-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-22-31-34-3\/","title":{"rendered":"Lukas 22, 31-34"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><b><span style=\"color: #000099;\">Invokavit, 5. M\u00e4rz 2006<br \/>\nPredigt zu Lukas 22, 31-34, verfasst von Christiane Neukirch <\/span><\/b><\/h3>\n<hr \/>\n<p><strong>Vorbemerkung: <\/strong>Diese Predigt ist f\u00fcr einen Geh\u00f6rlosengottesdienst verfasst. Sie ist daher sowohl elementar aufgebaut als auch elementar formuliert, da Geh\u00f6rlose in einer ganz eigenen Sprachwelt leben.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p><strong> Liebe braucht Zeichen. <\/strong><\/p>\n<p>Ein junger Mann steht in einem Blumengesch\u00e4ft. Welche Blumen gefallen seinem Schatz am besten? Er \u00fcberlegt gut und w\u00e4hlt rote Rosen. Er kauft einen sch\u00f6nen, gro\u00dfen Strau\u00df. Mit den Rosen m\u00f6chte er zeigen: ich liebe dich!<\/p>\n<p>Ein junges Paar geht zum Standesamt. Heute ist ihr Hochzeitstag. Der Standesbeamte wird sie fragen: wollt ihr miteinander verheiratet sein? In der Kirche wird der Pastor fragen: wollt ihr treu zusammenbleiben bis zum Ende von eurem Leben? Sie werden \u201eJa\u201c sagen. Sie wollen einander zeigen: so sehr liebe ich dich!<\/p>\n<p>Jesus und Petrus stehen beisammen. Jesus spricht von der schweren Zeit, die kommt: er wird leiden m\u00fcssen und seine J\u00fcnger auch. Wird die Treue von den J\u00fcngern zu Jesus halten? Petrus m\u00f6chte Jesus st\u00e4rken und tr\u00f6sten und sagt: Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gef\u00e4ngnis und in den Tod zu gehen! Petrus m\u00f6chte Jesus zeigen: so sehr liebe ich dich!<\/p>\n<p><strong> Liebe braucht Zeichen. Aber die Zeichen allein sind nicht genug. Ohne Vertrauen beim anderen helfen die Zeichen nicht. <\/strong><\/p>\n<p>Zum Beispiel der Rosenstrau\u00df von dem jungen Mann: der junge Mann hat immer wieder schlimmen Streit mit seinem Schatz. Die junge Frau wird den Rosenstrau\u00df nicht nehmen. Sie wird denken: er liebt mich doch nicht richtig! Der n\u00e4chste Streit kommt bestimmt! Sie hat kein Vertrauen mehr zu ihm. Sie denkt: er schenkt ihr die Blumen, weil er nicht allein sein will. Nicht, weil er sie liebt.<\/p>\n<p>Und das Brautpaar in der Kirche \u2013 beide sagen Ja und versprechen Treue. Aber viele Ehepaare trennen sich sp\u00e4ter doch. Treue versprechen ist leicht. Treu bleiben kann schwer sein! Treue brechen &#8211; das geht schnell. Dann ist das Vertrauen zerst\u00f6rt und neue Versprechungen und Entschuldigungen helfen nicht mehr.<\/p>\n<p>Und Petrus mit seinem Versprechen an Jesus \u2013 Jesus kann nicht darauf vertrauen. Jesus wei\u00df genau: Petrus ist ein Mensch wie alle Menschen und Jesus wei\u00df: Liebe und Treue sind schwer f\u00fcr Menschen. Die Liebe kann gro\u00df sein, aber die Angst kann viel gr\u00f6\u00dfer sein. Jesus sagt zu Petrus: in dieser Nacht bis der Hahn kr\u00e4ht wirst Du dreimal sagen, du kennst mich nicht! Wir alle kennen die Geschichte \u2013 wie Leute Petrus in der Nacht dreimal fragen: bist du nicht auch einer von den J\u00fcngern von Jesus? Und wie Petrus dreimal sagt: ich kenne Jesus \u00fcberhaupt nicht! Und dann kr\u00e4ht der Hahn und Petrus weint.<\/p>\n<p><strong> Vertrauen braucht einen guten Grund. <\/strong> Wir Menschen entt\u00e4uschen einander oft. Die Liebe von Menschen ist oft nicht stark genug. Aber die Liebe von Gott ist stark genug. <strong>Jesus vertraut auf Gott.<\/strong> Jesus bittet Gott, <strong>er<\/strong> soll Petrus Glauben schenken. Glauben, der bleibt, der nicht schwach wird. Liebe zu ihm, zu Jesus. Jesus vertraut darauf: Gott wird seine Bitte annehmen. Gott kann uns Liebe ins Herz geben, die ist stark und bleibt! Wir sehen das an Petrus. In der Nacht vor dem Tod von Jesus ist Petrus schwach, aber am Ostermorgen begegnet ihm der auferstandene Jesus. Da werden der Glaube und die Liebe von Petrus stark. Er wird ein wichtiger Apostel. Er wird die anderen st\u00e4rken und er wird f\u00fcr Jesus sterben.<\/p>\n<p>Bis heute gibt es Menschen, die leben und sterben mit der Kraft von Gott \u2013 wir haben vor kurzem an Bonhoeffer gedacht, er ist auch ein Beispiel daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Wir wollen Gott bitten, dass er uns solches Vertrauen auf ihn gibt, solche Liebe zu ihm. Die k\u00f6nnen wir uns nicht selber machen.<\/p>\n<p><strong> Mit Vertrauen und Liebe zu ihm k\u00f6nnen wir auch das Zeichen erkennen, das er uns f\u00fcr seine Liebe gegeben hat: <\/strong> das Kreuz. Sein Sterben am Kreuz f\u00fcr uns. Gott soll uns bitte geben, dass wir verstehen: Niemand hat gr\u00f6\u00dfere Liebe als der, der sein Leben gibt f\u00fcr seine Freunde. So hat es Jesus selbst gesagt und getan.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Lieder:<\/strong><br \/>\nVertrauen wagen<br \/>\nDu hast uns, Herr, gerufen<br \/>\nLass mich dein sein und bleiben<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Christiane Neukirch<br \/>\nGeh\u00f6rlosenpfarramt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers<br \/>\n<a href=\"mailto:christiane.neukirch@evlka.de\">christiane.neukirch@evlka.de<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Invokavit, 5. M\u00e4rz 2006 Predigt zu Lukas 22, 31-34, verfasst von Christiane Neukirch Vorbemerkung: Diese Predigt ist f\u00fcr einen Geh\u00f6rlosengottesdienst verfasst. Sie ist daher sowohl elementar aufgebaut als auch elementar formuliert, da Geh\u00f6rlose in einer ganz eigenen Sprachwelt leben. Liebe Gemeinde! Liebe braucht Zeichen. 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