{"id":11029,"date":"2021-02-07T19:48:54","date_gmt":"2021-02-07T19:48:54","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=11029"},"modified":"2023-02-23T15:14:16","modified_gmt":"2023-02-23T14:14:16","slug":"1-petrus-113-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-petrus-113-21\/","title":{"rendered":"1. Petrus 1,13-21"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><strong>Predigt zu 1. Petrus 1,13-21, verfasst vo<span style=\"font-size: 18px;\">n <\/span><\/strong><span style=\"font-size: 16px;\"><strong><span style=\"font-family: Arial; font-size: 18px;\">Pfarrer Michael Nitzke<\/span><span style=\"font-family: Arial;\"><br \/>\n<\/span><\/strong><\/span><\/h3>\n<hr \/>\n<p><em>13 Darum umg\u00fcrtet die Lenden eures Gem\u00fcts, seid n\u00fcchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi.<\/em><br \/>\n<em>14 Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, denen ihr fr\u00fcher in der Zeit eurer Unwissenheit dientet; 15 sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.<\/em><br \/>\n<em>16 Denn es steht geschrieben (3.Mose 19,2): \u00bbIhr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.\u00ab<\/em><br \/>\n<em>17 Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so f\u00fchrt euer Leben, solange ihr hier in der Fremde weilt, in Gottesfurcht;<\/em><br \/>\n<em>18 denn <strong>ihr wisst, dass ihr nicht mit verg\u00e4nglichem Silber oder Gold erl\u00f6st seid von eurem nichtigen Wandel nach der V\u00e4ter Weise,<br \/>\n<\/strong>19<strong>sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.<br \/>\n<\/strong>20 Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt wurde, aber offenbart am Ende der Zeiten um euretwillen, <\/em><br \/>\n<em>21 die ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn auferweckt hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, damit ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt.<\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>\u201eWo Kirche drauf steht, muss auch Kirche drin sein!\u201c, auf diesen einfachen Nenner bringt eine Pressemeldung unserer Landeskirche in Westfalen die Lage unserer Kirche heute.<\/p>\n<p>Wie ist diese Lage heute zu beschreiben? Wie immer nat\u00fcrlich sehr diffus, wie die evangelische Kirche seit jeher war: viele verschiedene Meinungen, viele verschiedene Fr\u00f6mmigkeitsstrukturen, und die professionellen Vertreter versuchen den Laden zusammenzuhalten. Diese etwas saloppe Ausdrucksweise passt genau zu der kirchlichen Schlagzeile. \u201eWo Kirche drauf steht, muss auch Kirche drin sein.\u201c<\/p>\n<p>Wer so schreibt, l\u00e4sst ja erkennen, dass er durchaus die Gefahr sieht, Kirche sei eine Mogelpackung. Sie wissen schon, das sind die Waren die im Einkaufskorb einen riesigen Raum einnehmen! Aber wenn man den Deckel aufmacht, erblickt man nur viel Luft, und das Produkt ist irgendwo hinter dem Verpackungsmaterial versteckt. Die Macher solcher Packungen kann man daf\u00fcr nicht belangen, denn nat\u00fcrlich steht irgendwo drauf, wie viel Gramm von der kostbaren Ware denn nun in dieser volumin\u00f6sen Packung sind. Aber das \u00e4ndert nichts daran, dass eine Mogelpackung mehr scheinen als sein will.<\/p>\n<p>Nun wie ist das mit der Kirche? Steht sie tats\u00e4chlich in der Gefahr, sich zu einer solchen Mogelpackung zu entwickeln? Au\u00dfen eine imposante Erscheinung aber innen nichts drin?<\/p>\n<p>Zur Zeit erleben wir, dass die Kirche sich sehr mit sich selbst besch\u00e4ftigt. So sehr, dass das Eigentliche manchmal in den Hintergrund geraten k\u00f6nnte. Bleiben wir mal bei der Welt des Supermarktes. Wenn Sie zum Beispiel eine Fertig-Suppe kaufen, dann muss man die klein gedruckte Gewichtsangabe sehr genau studieren. Da kommt es nicht nur darauf an, dass da einfach 250 Gramm Suppe drin sind, da gibt es auch das viel sagende W\u00f6rtchen \u201eFleischeinwaage\u201c. Diese Angabe beschreibt, wie viel von dem eigentlich Interessanten darin ist. Es ist ein Unterschied, ob in einem Viertel Liter Suppe 50 Gramm oder 100 Gramm Fleisch drin sind, denn sonst k\u00f6nnte ich mir auch einen Br\u00fchw\u00fcrfel kaufen, Wasser habe ich ja zu Hause genug.<\/p>\n<p>Es kommt also darauf an, <em>was<\/em> drin ist und nicht nur wie viel.<br \/>\n\u201eWo Kirche drauf steht, muss auch Kirche drin sein!\u201c<\/p>\n<p>Was denken Menschen heute, wenn sie mit etwas in Ber\u00fchrung kommen, wo Kirche drauf steht. Wenn ich bis vor ein paar Jahren nach meinem Beruf gefragt wurde und wahrheitsgetreu \u201ePfarrer\u201c antwortete, dann hat manchen das Gewissen geplagt, weil er so lange nicht mehr in der Kirche war, andere haben ihre positiven Erlebnisse oder ihre Probleme mit der Kirche geschildert. Oder sie haben dar\u00fcber diskutiert, ob man in der heutigen Zeit noch an Gott glauben kann.<\/p>\n<p>Vorige Woche bin ich auch von jemanden, der mich bisher nicht kannte, nach meinem Beruf gefragt worden, und als ich ihn nannte, kam nicht die mir bisher bekannten Reaktionen, sondern die besorgte Frage: \u201eWerden denn bei Ihnen auch so viele Kirchen abgerissen?\u201c<br \/>\nDieses Bild vermittelt unsere kirchliche Arbeit zur Zeit: ein Bild des Abbaus, des R\u00fcckzugs, des Schrumpfens.<\/p>\n<p>Als kirchlicher Vertreter antworte ich nat\u00fcrlich, dass dies ein gesamtgesellschaftliches Problem, sei, dass wir halt alle weniger werden und da unseren Geb\u00e4udebestand anpassen m\u00fcssen. Eine korrekte Antwort, nicht umsonst sitzt man in so manchem Gremium, in dem einem die politisch korrekten Antworten in Fleisch und Blut \u00fcbergehen.<\/p>\n<p>Doch wenn dies die erste Reaktion ist, wenn ich meinen Beruf nenne, dann zeigt mir das zweierlei. Einerseits ist es die Frage, ob wir der \u00d6ffentlichkeit nicht ein anderes Bild vermitteln m\u00fcssten als nur das von einer schrumpfenden Organisation. Andererseits, zeigt mir die Reaktion aber auch eine echte Sorge um die Kirche als Ganzes. Wer so fragt, ist nicht schadenfroh, sondern sorgt sich darum, ob die Inhalte denn noch ihre n\u00f6tigen Verpackungen haben.<\/p>\n<p>Auch in unserer Gemeinde wird ja diskutiert, in welchen Strukturen und mit welchen Gemeindeh\u00e4usern wir in die Zukunft gehen. Keine Angst ich will jetzt nicht die Predigt f\u00fcr diese Diskussion missbrauchen. Ich will nur deutlich machen, dass ich mich selbst nicht hinstellen kann, und \u00fcber die schlimme Lagen reden kann, als h\u00e4tte ich damit nichts zu tun.<\/p>\n<p>Manchmal hilft es, \u00fcber den Tellerrand zu schauen, und mal zu sehen, wie es die anderen machen. Doch auch beim Blick in die katholische Kirchenzeitung erblicke ich nicht nur Erbauliches. Auch da geht es um Kirchenabrisse. Doch der entsprechende Artikel spricht von einem Hoffnungsschimmer, der auch schon anderswo publiziert wurde. Die Landesregierung will helfen und nach L\u00f6sungen suchen, damit Kirchenabrisse vermieden werden k\u00f6nnen. Denn, so hei\u00dft es, Kirchen seien ja schlie\u00dflich auch \u00fcber den Gottesdienstbesuch hinaus von Bedeutung, ein kulturelles Denkmal, ein Ort b\u00fcrgerlichen Selbstbewusstseins, und was da noch so an politischen Schlagworten kommt. Wie gesagt ein Hoffnungsschimmer, dass uns die Politik nicht mit der Situation ganz alleine l\u00e4sst. Aber irgendwas erinnert mich sofort wieder an die kirchliche Schlagzeile aus dem evangelischen Presseamt. \u201eWo Kirche drauf steht, muss auch Kirche drin sein!\u201c<\/p>\n<p>Ja, eine Kirche geh\u00f6rt zum Stadtbild, sie ist kulturell von Bedeutung, aber sie ist doch zu erst einmal Versammlungsst\u00e4tte der Gemeinde des Herrn.<br \/>\nWenn b\u00fcrgerliches Selbstbewusstsein daf\u00fcr sorgt, dass Kirchen erhalten werden, dann frage ich mich, \u201eWo ist das christliche Selbstbewusstsein?\u201c<\/p>\n<p>Wie schaffen wir es, dass in dem Kirchengeb\u00e4ude auch wirklich Kirche drin ist? Wie bekomme ich es hin, dass das historische Geb\u00e4ude am besten Platz in der Stadt nicht nur noch ein Museum ist, und somit eine Mogelpackung, in der die Fleischeinwaage nicht stimmt?<\/p>\n<p>Da hilft dann wieder ein Blick in die Grundlagen, damit man eben nicht nur in den Trott verf\u00e4llt, \u00fcber die eigenen Probleme zu reden und das Eigentliche zu vernachl\u00e4ssigen.<br \/>\nIn unserem Predigttext haben wir geh\u00f6rt: <strong>ihr wisst, dass ihr nicht mit verg\u00e4nglichem Silber oder Gold erl\u00f6st seid \u2026 sondern mit dem teuren Blut Christi. <\/strong>Und Paulus kann es sogar noch deutlicher ausdr\u00fccken als der erste Petrusbrief, wenn er sagt. \u201eIhr seid teuer erkauft.\u201c (1. Kor 7,23)<\/p>\n<p>Es mag \u00fcberraschen, dass auch in der Bibel Ausdr\u00fccke aus der Gesch\u00e4ftswelt gebraucht werden, wenn \u00fcber das Wesen der Gemeinde gesprochen wird. Aber das macht den Vergleich mit der heutigen und der damaligen Situation leichter. Und die Bibel ist sogar noch drastischer mit ihren Worten als unser zahmes Gerede von Mogelpackungen oder korrekten Produktbeschreibungen.<\/p>\n<p>Der Petrusbrief vergleicht das Erl\u00f6sungswerk Jesus Christi wirklich mit einer Zahlung von L\u00f6segeld. Aber alles Gold und Silber kann nicht die W\u00e4hrung aufwiegen, die der Sohn Gottes gezahlt hat. Er hat mit seinem eigenen Blut bezahlt. Das ist wertvoller als Gold und Silber. Die beiden Edelmetalle stehen seit Jahrtausenden f\u00fcr best\u00e4ndige Werte. Und auch heutzutage steigt der Goldpreis, weil man den Wertpapieren doch nicht mehr so richtig \u00fcber den Weg traut. Gold und Silber, da wei\u00df man, was man hat. Aber die Bibel wei\u00df oft davon zu berichten, das auch diese Symbole des Reichtums verg\u00e4nglich sind. Ob Gold wirklich rostet, wie Jakobus sagt (Jak 5,3), sei dahingestellt, aber zumindest ist es insofern verg\u00e4nglich, als es einem zwischen den Fingern zerrinnen kann. Man denke da nur an das M\u00e4rchen vom Hans im Gl\u00fcck, der den Goldklumpen, den er f\u00fcr sieben Jahre harter Arbeit bekommen hatte so oft eintauscht, bis er am Ende nur einen Stein hatte. Und als dieser dann in den Brunnen fiel, war der Lohn f\u00fcr sieben Jahre Arbeit einfach vergangen, ja so ist Gold verg\u00e4nglich. Doch das M\u00e4rchen der Gebr\u00fcder Grimm, weist uns ja schon den richtigen Weg: Als der schwere Stein, der nach so vielen Tauschvorg\u00e4ngen nur noch vom Gold \u00fcbrig bleib, schlie\u00dflich auf dem Grund des Brunnens lag, da schlie\u00dfen die Erz\u00e4hler mit den Worten: <em>\u201eMit leichtem Herzen und frei von aller Last sprang er nun fort, bis er daheim bei seiner Mutter war.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ja, Gold kann belastend sein, und wenn es fort ist, kann man sich befreit f\u00fchlen. Doch die Menschen lie\u00dfen sich zu allen Zeiten von seinem Glanz blenden. Aber es gibt mehr zwischen Himmel und Erde als Edelmetall, Kontost\u00e4nde und Betriebskostenabrechungen f\u00fcr kirchliche Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Es gibt Inhalte, aber die sind zu allen Zeiten schwierig zu vermitteln gewesen. So ist der Predigttext aus dem ersten Petrusbrief eigentlich nichts anderes als der Ruf unserer Zeit, \u201eWo Kirche drauf steht, muss auch Kirche drin sein!\u201c<br \/>\nWenn ihr euch Christen nennt, dann m\u00fcsst ihr auch Christen sein und als Christen zu erkennen sein!<br \/>\nDieser Ruf schallt den Adressaten des ersten Petrusbriefes entgegen.<\/p>\n<p><em>Ihr sollt \u201eheilig sein in eurem ganzen Wandel\u201c, \u201ef\u00fchrt euer Leben \u2026 in Gottesfurcht\u201c, \u201eund setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade\u201c, \u201edenn <strong>ihr wisst, dass ihr nicht mit verg\u00e4nglichem Silber oder Gold erl\u00f6st seid \u2026 sondern mit dem teuren Blut Christi.\u201c <\/strong><\/em><\/p>\n<p>Wahrscheinlich muss man dies zu allen Zeiten den Christen wieder ins Bewusstsein rufen. Auch die ersten Christen damals, waren nicht alles Wunderknaben, die automatisch alles richtig machten, auch sie brauchten einen Ansto\u00df von au\u00dfen. Das mag uns tr\u00f6sten, darf uns aber nicht beruhigen.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen versuchen aus ihren Erfahrungen zu lernen. Wir d\u00fcrfen weder in Panik verfallen noch in Lethargie erstarren, wenn wir unsere heutige Situation verbessern wollen. Aber der genaue Blick in unsere christlichen Grundlagen hilft dabei. Welchen Ratschlag gib der erste Petrusbrief hier? H\u00f6ren wir den Text am Anfang:<br \/>\n<em>13 \u2026 seid n\u00fcchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi.<br \/>\n<\/em>Seid n\u00fcchtern hei\u00dft es da. N\u00fcchtern, das ist nicht nur das Gegenteil von betrunken, sondern das hei\u00dft ganz einfach \u201eklar, realistisch, sachlich\u201c.<br \/>\nLasst euch nicht verr\u00fcckt machen, tut das Naheliegende. Benutzt euren Verstand. F\u00fcr die Urchristen hie\u00df das damals, \u201enehmt, was euch angeboten wird\u201c. Und was ist dieses Angebot? Die Offenbarung Jesus Christi, die Liebe des Sohnes Gottes, der mit seinem Blut gezeigt hat, wie wertvoll ihm die Menschen sind. Sie sind mit Gold nicht aufzuwiegen, aber mit seinem Blut hat er sie freigekauft.<\/p>\n<p>Er, Jesus Christus, der sich mit keiner S\u00fcnde befleckt hat, der weder vor Gott noch den Menschen schuldig geworden ist, der hat sein Leben gegeben, damit die Menschen leben k\u00f6nnen, frei von Angst, frei von Schuld, frei von der Sucht nach mehr. Sie haben alles, was brauchen sie mehr?<\/p>\n<p>Sie brauchen den Mut, von diesen Gaben auch Gebrauch zu machen. Sie brauchen den Antrieb, aus ihren Verstecken zu kommen und sich offen zu ihrem Glauben zu bekennen. Sie brauchen die Phantasie, davon immer wieder zu reden.<br \/>\nWenn ihr euch Christen nennt, dann m\u00fcsst ihr auch Christen sein.<br \/>\n\u201eWo Kirche drauf steht, muss auch Kirche drin sein!\u201c Machen wir also wieder den Sprung zur\u00fcck von der biblischen Zeit in die unsrige. Wir brauchen heute den selben Mut wie die Christen damals, wir m\u00fcssen wieder mehr vom Glauben reden, dann lernen wir auch mit der Tatsache zu leben, dass Gold und Silber verg\u00e4nglich sind.<\/p>\n<p>\u201eWo Kirche drauf steht, muss auch Kirche drin sein!\u201c dies ist eben doch nicht nur irgendeine Schlagzeile, sondern der Satz stammt von Axel Noak, dem evangelischen Bischof aus Magdeburg. Er war Anfang des Monats eingeladen zu einem Aktionstag der westf\u00e4lischen Kirche in Soest. \u201eProViele\u201c hie\u00df die Aktion. Und dieses Wort muss man eigentlich geschrieben sehen. Es ist ein Wortspiel, da geht es nicht nur um das Profil, die Seitenansichten von Gesichtern, oder die besondere Pr\u00e4gung von Organisationen, nein \u201eProViele\u201c wird mit \u201ev\u201c und \u201eie\u201c geschrieben, das hei\u00dft also \u201ef\u00fcr Viele\u201c, f\u00fcr zahlreiche.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\"> (*) <\/a><\/p>\n<p>Aber die Leute vom westf\u00e4lischen Amt f\u00fcr missionarische Dienste, wussten nat\u00fcrlich, was sie mit diesem Wort aussagen wollen. Nur wenn ich Profil zeige, kann ich viele ansprechen. Nur wenn wir nicht gesichtslos sind, wird man uns als Christen erkennen. Und nur wenn wir als Christen erkennbar sind, dann werden sich auch andere f\u00fcr unseren Glauben interessieren.<br \/>\nUnd nur dann wenn wir wirklich vom Glauben gepr\u00e4gt sind, dann ist auch in dem Geb\u00e4ude, wo au\u00dfen Kirche dran steht, auch innen wirklich Kirche drin.<\/p>\n<p>\u201eSch\u00f6ne Worte!\u201c, mag nun mancher sagen, \u201eAber die Betriebskostenabrechnung wird davon allein nicht bezahlt!\u201c<br \/>\nDas stimmt, die Kirche wird sich sicherlich in ihren Strukturen ver\u00e4ndern m\u00fcssen. Manche bezeichnen diesen Prozess gerne mit dem Wort \u201egesundschrumpfen\u201c.<br \/>\nWichtig ist, dass wir erkennen, dass das Wort zwei Komponenten hat. Das Schrumpfen ist nicht allein Sinn und Zweck dieses Prozesses, es kommt auf die Gesundung an.<\/p>\n<p>Zur Gesundung geh\u00f6rt eine wissenschaftlich fundierte Therapie und ein gutes St\u00fcck Hoffnung. Wichtig ist, dass wir die nicht vergessen, wichtig dass wir nicht auf Gold und Silber vertrauen, sondern auf Christus, der uns diese Hoffnung geschenkt hat. So wollen wir n\u00fcchtern sein wie die ersten Christen, wollen auf die Hoffnung des Glaubens vertrauen und diesen Glauben leben mit all unseren Sinnen, dann werden wir manches loslassen k\u00f6nnen und daf\u00fcr vieles gewinnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>So gehen wir denn n\u00fcchtern und mit offenen Augen durchs Leben, wie es der Name des heutigen Sonntag verhei\u00dft: \u201e <strong> Okuli<\/strong> mei semper ad Dominum,&#8230;\u201c &#8211; \u201eMeine <strong>Augen<\/strong> sehen stets auf den Herrn, denn der Herr wird meine F\u00fc\u00dfe aus dem Netz ziehen.\u201c (Ps 25, 15)<\/p>\n<p align=\"left\">Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Pfarrer Michael Nitzke<br \/>\nEv. Kirchengemeinde Kirchh\u00f6rde<br \/>\nDahmsfeldstr. 44<br \/>\n44229 Dortmund<br \/>\nTel.: 0231 \/ 737157<br \/>\n<a title=\"http:\/\/www.kirchhoer.de\" href=\"http:\/\/www.kirchhoer.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.kirchhoer.de<\/a><br \/>\n<a title=\"http:\/\/www.nitzke.de\/pfarrer\" href=\"http:\/\/www.nitzke.de\/pfarrer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.nitzke.de\/pfarrer<\/a><\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p align=\"left\">Der genannte Bericht findet sich im Internet unter: <a href=\"http:\/\/www.ekvw.de\/Nachrichten.153+M5fbeec6f456.0.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> http:\/\/www.ekvw.de\/Nachrichten.153+M5fbeec6f456.0.html<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt zu 1. Petrus 1,13-21, verfasst von Pfarrer Michael Nitzke 13 Darum umg\u00fcrtet die Lenden eures Gem\u00fcts, seid n\u00fcchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi. 14 Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, denen ihr fr\u00fcher in der Zeit eurer Unwissenheit dientet; [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11844,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[54,1,727,157,853,114,332,1287,3,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-11029","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-1-petrus","category-aktuelle","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-kapitel-01-chapter-01-1-petrus","category-michael-nitzke","category-nt","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11029","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11029"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11029\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17098,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11029\/revisions\/17098"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11844"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11029"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11029"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11029"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=11029"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=11029"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=11029"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=11029"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}