{"id":11078,"date":"2021-02-07T19:48:56","date_gmt":"2021-02-07T19:48:56","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=11078"},"modified":"2023-02-09T11:22:10","modified_gmt":"2023-02-09T10:22:10","slug":"lukas-22-14-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-22-14-20\/","title":{"rendered":"Lukas 22, 14-20"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><b><span style=\"color: #000099;\">Gr\u00fcndonnerstag, 13. April 2006<br \/>\nPredigt zu Lukas 22, 14-20, verfasst von Elisabet Mester<\/span><\/b><\/h3>\n<hr \/>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>das Abendmahl, von dem wir geh\u00f6rt haben, ist nicht einfach ein Abendbrot. Es ist ein letztes Essen, eine Henkersmahlzeit.<\/p>\n<p>Jemand, der zum Tode verurteilt ist, darf eine letzte Mahlzeit zu sich nehmen. Er darf sich dazu aussuchen, was es geben soll.<\/p>\n<p>Jesus hat sich als letztes Mahl das traditionelle Passah-Essen ausgesucht. Er feierte diese Mahlzeit mit seinen J\u00fcngern. \u201eUnd als die Stunde kam, setzte er sich nieder und die Apostel mit ihm. Und er sprach zu ihnen: mich hat herzlich verlangt, dieses Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide.\u201c (Lukas 22, 14f)<\/p>\n<p>Normalerweise isst ein zum Tod Verurteilter sein letztes Essen allein. Nur Menschen, die als Gruppe ihr Todesurteil entgegennehmen und zusammen hingerichtet werden sollen, k\u00f6nnten eine gemeinsame Henkersmahlzeit f\u00fcr sich erbitten.<\/p>\n<p>Ich habe Ihnen ein Bild mitgebracht,<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Belagerung_von_Calais_%281346%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Belagerung_von_Calais_%281346%29<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sfoc.org\/english\/dialogue01\/img\/pic_032.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.sfoc.org\/english\/dialogue01\/img\/pic_032.jpg<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/home.vrweb.de\/f.hellenschmidt\/bildgal\/rodin\/rodin15.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/home.vrweb.de\/f.hellenschmidt\/bildgal\/rodin\/rodin15.jpg<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.ot48.de\/History\/burghers2.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.ot48.de\/History\/burghers2.jpg<\/a><\/p>\n<p>das eine solche Gruppe zeigt. Es ist die Photographie einer Skulptur. Der K\u00fcnstler Auguste Rodin hat sie aus Bronze gefertigt. Sie zeigt 6 \u201eB\u00fcrger von Calais\u201c, zur Erinnerung an das Ende der Belagerung der franz\u00f6sischen Stadt im Jahr 1348.<\/p>\n<p>Was in Nordfrankreich geschah w\u00e4hrend dieses Kriegs, wissen wir recht genau, denn ein Zeitzeuge hat es notiert. In seiner Chronik kann es bis heute nachgelesen werden. Er hei\u00dft Jean Froissart und beschreibt in seiner Schrift kurz und knapp und sehr korrekt, wie der englische K\u00f6nig Edward mit seinen Truppen in der Normandie landete, um seinen Anspruch auf die franz\u00f6sische Krone durchzusetzen. Er belagerte die Mauern der Hafenstadt Calais &#8211; eine reiche Handelsstadt mit einer Burg, m\u00e4chtig und stark befestigt. Einnehmen lie\u00df sie sich kaum, weshalb Edward beschloss, dieses Volk von stolzen Kaufleuten auszuhungern. Er gedachte die Stadt, die ihm wegen ihres f\u00fcr England g\u00fcnstig gelegenen Hafens sehr wichtig war, auf diese Weise auch unzerst\u00f6rt \u00fcbernehmen. Calais hielt seiner Belagerung eine sehr lange Zeit stand, obwohl die Vorr\u00e4te sich verbrauchten, die Nahrungsmittel immer knapper wurden und schlie\u00dflich Hunger herrschte. Wahrscheinlich hofften die B\u00fcrger von Calais auf ein Eingreifen ihres K\u00f6nig, Philippe des 6. von Frankreich. Nach zwei Jahren traf er endlich mit seinen Soldaten vor dem Belagerungsring ein, griff aber die englischen Truppen nicht an. Er versuchte mit K\u00f6nig Edward um die Stadt zu verhandeln. Als dabei kein Ergebnis zu erzielen war, zog er mit seinen Leuten unverrichteter Dinge ab und \u00fcberlie\u00df die B\u00fcrger von Calais ihrem Schicksal.<\/p>\n<p>Nun gab es keine Hoffnung mehr f\u00fcr sie &#8211; der Gouverneur der Stadt musste t\u00e4tig werden, um seine Einwohner zu retten. Er bot den Belagerern an, die Stadt und die dazu geh\u00f6rende Festung kampflos zu \u00fcbergeben, wenn sie daf\u00fcr das Leben der Menschen schonten, die dort wohnten. K\u00f6nig Edward ging darauf nicht ein.<\/p>\n<p>Er verlangte eine bedingungslose Kapitulation und war nicht bereit, irgendwelche Garantien f\u00fcr die Unversehrtheit der B\u00fcrger abzugeben. So hielt die Belagerung weiter an, bis der englische K\u00f6nig schlie\u00dflich ein neues Angebot unterbreitete: Sechs der gew\u00e4hlten Senatoren sollten, nur mit einem B\u00fc\u00dferhemd bekleidet und mit fertig gekn\u00fcpften Galgenstricken um den Hals, aus der Stadt heraus zu ihm kommen und ihm feierlich die Schl\u00fcssel zum Tor \u00fcberreichen. Diese sechs wollte er dann hinrichten lassen, als Genugtuung f\u00fcr seine bei der Belagerung der Stadt umgekommenen Soldaten. Die anderen w\u00e4ren daf\u00fcr dann frei.<\/p>\n<p>Hier auf dem Bild sehen wir sie so, wie der Bildhauer Rodin sie dargestellt hat: Sechs M\u00e4nner, ehrenwerte B\u00fcrger und geachtete Senatoren von Calais, die sich freiwillig gemeldet haben und nun aufbrechen zu ihrem letzten Gang. Sie verlassen ihre Stadt, die so lange belagerte und mutig gehaltene, unter vielen Opfern verteidigte und jetzt an den Feind preisgegebene.<\/p>\n<p>Eine Plastik aus Bronze, ein echtes Heldendenkmal haben wir hier, doch ohne jede heldenhafte Pose. Gro\u00dfe Geb\u00e4rden sehen wir aber in dieser Skulptur: Gesten der Entt\u00e4uschung, der Absage an alle Hoffnung, Bewegungen des Abschieds, Momente des endg\u00fcltigen Verzichts.<\/p>\n<p>Sechs ganz unterschiedliche Menschen, die aufbrechen, um ihr Leben preiszugeben und dadurch viele andere zu retten. Jeder nimmt sich, seine Vergangenheit und seine j\u00e4h beendete Zukunft hinaus aus seiner Vaterstadt, damit die anderen, die dort wohnen, am Leben bleiben sollen. Fr\u00f6stelnd machen sie sich auf den Weg, nur mit einem Hemd bekleidet, wie es der englische K\u00f6nig in seiner Grausamkeit verlangte, eine Genugtuung soll ihr Leben sein f\u00fcr die Gefallenen der feindlichen Seite, ein Liebesopfer f\u00fcr die Verbleibenden der eigenen.<\/p>\n<p>In der Mitte sehen wir einen alten Mann mit langen Haaren und einem Bart \u2013 gewiss ein vornehmer B\u00fcrger seiner Stadt, wie die anderen auch. Seine Arme h\u00e4ngen hach vorne, als w\u00e4ren seine Schultergelenke locker geworden. Er kippt mit dem Oberk\u00f6rper nach vorn, als h\u00e4tte der bittere Abschied ihn auf eine bestimmte Weise m\u00fcde, ja m\u00fcrbe gemacht.<\/p>\n<p>Wir erkennen an ihm den schleppenden Schritt des pl\u00f6tzlich Gealterten, den abgenutzten Schritt dessen, der f\u00fcr sich nichts mehr zu erwarten hat. Ein Ausdruck tiefer Ersch\u00f6pfung zieht sich von seinem Gesicht \u00fcber den Bart bis hin zu den F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Rechts neben dem Greis sehen wir einen j\u00fcngeren Mann, wahrscheinlich den Gouverneur der Stadt. Er tr\u00e4gt den Schl\u00fcssel, der an den K\u00f6nig von England \u00fcbergeben werden soll. Mit beiden H\u00e4nden h\u00e4lt er ihn, den Zugang zum Tor seiner Stadt. Noch ist es seine Stadt, das gro\u00dfe und m\u00e4chtige Calais mitsamt seinen halb verhungerten Einwohnern. Die Kn\u00f6chel seiner H\u00e4nde treten hervor, wir k\u00f6nnen sehen und sp\u00fcren, wie seine Finger sich in den Schl\u00fcssel hineingraben, w\u00e4hrend sich sein Mund zu einem Strich zusammenpresst vor lauter Bitterkeit. Was f\u00fcr ein dem\u00fctigender Akt muss es f\u00fcr ihn sein, die ihm anvertrauten B\u00fcrger mit einer so schmachvollen \u00dcbung zu retten!<\/p>\n<p>Voller Zorn ist sein Blick. So macht er sich auf seinen Weg.<\/p>\n<p>Rechts hinter ihm erkennen wir einen, der seinen Kopf in beiden H\u00e4nden h\u00e4lt. Als wollte er sich sammeln, noch einen Augenblick innehalten, bevor er sich ein Herz fasst und den ersten Schritt tut aus dem Stadttor hinaus, so sehen wir ihn, den gesenkten Kopf umklammert. Noch einen Moment allein sein und sich fassen k\u00f6nnen, nur diesen einen Augenblick, diesen Atemzug noch&#8230;<\/p>\n<p>Hinten links auf dem Bild sehen wir zwei Br\u00fcder, von denen der Chronist Froissart berichtet. Der eine wendet sich zur\u00fcck zu seiner Heimatstadt, als wollte er ein letztes Adieu an seine Lieben richten, bevor er seinen schweren Gang antritt. Wir erkennen seinen angewinkelten rechten Arm, den er hebt, w\u00e4hrend er zur\u00fcckschaut. Neben ihm sein Bruder spricht ihn an und mahnt ihn zum Aufbruch. Komm, es wird Zeit, das k\u00f6nnen wir an seinem Gesicht und seiner Hand ablesen.<\/p>\n<p>Vorne links sehen wir einen, der zu kreisen scheint. Er steht nicht, sondern wendet sich. Schon losgegangen ist er, und doch geht sein Oberk\u00f6rper noch einmal zur\u00fcck. Kehrt er sich den Weinenden zu, die auf dem Marktplatz stehen und ihm den Abschied geben, oder sendet er seinen letzten Gru\u00df an Calais? Er wendet sich zur\u00fcck \u2013 zu sich selbst.<\/p>\n<p>Zu dem, was er war, was sein Wesen ausgemacht hat und was er jetzt ist, in dieser Sekunde des Aufbruchs, in der er sein Leben verschenkt an seine Freunde. Sein rechter Arm hebt sich, seine Hand \u00f6ffnet sich, als lie\u00dfe er einen kleinen Vogel los und schenkte ihm die Freiheit.<\/p>\n<p>So verabschiedet er sich von seinem Gl\u00fcck \u2013 von dem Gl\u00fcck, das er hatte und dem, das jetzt nicht mehr kommen wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist das ein ganz besonderes Denkmal, das Rodin geschaffen hat. Es stellt nicht einen siegreichen Helden dar, sondern eine Gruppe von gescheiterten Menschen. Es zeigt sie, die vielen, die durch nichts Besonderes miteinander verbunden sind \u2013 wie planlos stehen sie hier nebeneinander auf einem Sockel, der so flach ist, dass er keiner ist. Mitten auf dem Marktplatz von Calais sollten sie stehen, so hatte der K\u00fcnstler es sich gew\u00fcnscht, kaum gr\u00f6\u00dfer als wir und auf jeden Fall ohne ein hohes Podest. Damit wir verstehen: sie sind unter uns, ein Teil von unserem Leben, diese B\u00fcrger von Calais.<\/p>\n<p>Sie sind wie wir, so unterschiedlich und so gleich, so menschlich auch.<\/p>\n<p>Was ihnen gemein ist, das ist das B\u00fc\u00dfergewand und der Strick um den Hals. Ihr Leben wist verwirkt. Es verbindet sie in dieser Sekunde die Tracht der zum Tode Verurteilten. Sechs freiwillig aus der Menge der angesehenen B\u00fcrger herausgetretene Geiseln; Menschen mit gro\u00dfen Gesten und gro\u00dfer Not und &#8211; ganz wie wir. Nach ihrer Henkersmahlzeit machen sie sich gemeinsam auf den Weg.<\/p>\n<p>In der Chronik steht zu lesen, wie rau der K\u00f6nig der Engl\u00e4nder sie in Empfang nahm, in Gegenwart des Scharfrichters, der schon f\u00fcr sie bereit stand. Nur die Bitten seiner Frau, schreibt Froissart, die laut und eindringlich f\u00fcr das Leben dieser M\u00e4nner eintrat, waren zu h\u00f6ren, als er die sechs Geiseln in Empfang nahm. \u201eEr h\u00f6rte auf seine Gemahlin\u201c \u2014 sagt der Chronist, \u201eweil sie sehr schwanger war.\u201c<\/p>\n<p>Die M\u00e4nner blieben also am Leben. Mehr enth\u00e4lt der Bericht nicht.<\/p>\n<p>Wer seine Henkersmahlzeit zu sich nimmt, kann nicht damit rechnen, dass unter seinem Galgen eine hoch schwangere K\u00f6nigin stehen und um sein Leben flehen wird. Er schluckt die Bissen in dem Bewusstsein, dem Tod geweiht zu sein und nach diesem Mahl nichts mehr zu essen.<\/p>\n<p>\u201eMich hat herzlich verlangt, dieses Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide\u201c, sagt Jesus zu seinen Freunden. \u201eDenn ich sage euch, dass ich es nicht mehr essen werde, bis es erf\u00fcllt wird im Reich Gottes.\u201c<\/p>\n<p>Beim letzten Abendmahl am Gr\u00fcndonnerstag wei\u00df Jesus also von seinem bevorstehenden Tod. Er nimmt mit dieser Mahlzeit Abschied von den Freunden, die mit ihm durchs Land gezogen sind und ihn begleitet haben auf dem Weg bis nach Jerusalem.<\/p>\n<p>Ist es ein Henkersmahl, das er da einnimmt? Oder wusste Jesus auch, dass er auferstehen und gerettet werden wird?<\/p>\n<p>Eigentlich verh\u00e4lt er sich ganz normal bei diesem traditionellen Essen, von dem er sagt, dass er sich sehr danach gesehnt hat, es mit seinen J\u00fcngern einzunehmen. Er nimmt, genau, wie es der Brauch verlangt, den Teller mit den drei flachen Wei\u00dfbroten und greift sich die mittlere heraus. Dieses mittlere St\u00fcck \u2013 man nennt es Afikoman \u2013 wird \u00fcblicherweise in ein Leintuch gewickelt und dann im Haus versteckt. Das geh\u00f6rt zum Ritual des Passamahls. Am Ende der Mahlzeit wird dies St\u00fcck Wei\u00dfbrot von den Kindern gesucht, gefunden und ausgewickelt. Sie sollen es dann zur\u00fcckgeben. Meistens lassen sie es sich teuer ausl\u00f6sen gegen Geschenke, die die Erwachsenen ihnen daf\u00fcr geben sollen. Die Gaben f\u00fcr die Kinder liegen nat\u00fcrlich l\u00e4ngst bereit. Alle wissen ja, nach welcher Ordnung das Mahl verl\u00e4uft. Das Suchen des verschwundenen Afikomans und das Verteilen der Ostergeschenke ist ein gepr\u00e4gter Brauch.<\/p>\n<p>Hier aber, bei diesem traditionellen Passa-Essen von Jesus und seinen Freunden, ist manches etwas anders. Jesus bricht die mittlere Mazze entzwei, bevor er sie in das Leinentuch wickelt. \u201eDas ist mein Leib\u201c, sagt er dazu, \u201eder f\u00fcr euch gegeben wird.\u201c Dann wird das St\u00fcck Brot weg getan, wie der Brauch es verlangt.<\/p>\n<p>Wie sollten die J\u00fcnger das verstehen? Ich denke, sie haben es wohl erst sp\u00e4ter verstanden, nach Ostern, als sie anfingen zu begreifen, dass Jesus von der Toten auferstanden war. Er selbst, sein toter K\u00f6rper, war ja in ein Leintuch gewickelt worden, genau wie der Afikoman. Und er war aus diesem Tuch befreit und wieder hervorgeholt worden, ganz nach der Ordnung des Passa. Gott hatte ihn gesucht, gefunden und aus dem Totentuch heraus geholt. Er hat ihn aber nicht gegen wertvolle Geschenke eingetauscht, bevor er ihn an uns zur\u00fcckgab. Im Gegenteil. Er hat uns damit ein gro\u00dfes Geschenk gemacht. Wenn wir das Abendmahl feiern, erinnern wir uns nicht nur daran, dass Jesus ein letztes Mal mit seinen J\u00fcngern gegessen hat. Wir vergegenw\u00e4rtigen uns dessen, dass er selbst sich in diesem letzten Mahl f\u00fcr uns gegeben hat, um unser Leben auszul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Er konnte nicht wissen, dass neben seinem Galgen jemand stehen und laut f\u00fcr sein Leben eintreten w\u00fcrde. Gehofft hat er wohl, dass Gottes Liebe st\u00e4rker sein wird als sein bitterer Tod.<\/p>\n<p>Sie ist st\u00e4rker. Das feiern wir beim Abendmahl: den Durchbruch dieser Liebe. Es ist auch f\u00fcr uns ene Feier des Passa, des \u00dcbergangs, wie wir dies Wort \u00fcbersetzen k\u00f6nnen. Ein \u00dcbergang von der Knechtschaft in die Freiheit, ein machtvoller \u00dcbergang vom Tod zu neuem Leben wird hier gefeiert im Namen Gottes, des gro\u00dfen Befreiers. Das St\u00fcck Brot, gebrochen und in den Tod gegeben, begraben und im Gestein verloren &#8211; Jesus, der sein Leben f\u00fcr uns gab, ist lebendig in unserer Mitte, damit wir leben sollen. Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Elisabet Mester<br \/>\nAnna-von-Borries-Stra\u00dfe 5<br \/>\n30625 Hannover<br \/>\nTel.: 0511\/5354119<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:mester@annastift.de\">mester@annastift.de<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcndonnerstag, 13. April 2006 Predigt zu Lukas 22, 14-20, verfasst von Elisabet Mester Liebe Gemeinde, das Abendmahl, von dem wir geh\u00f6rt haben, ist nicht einfach ein Abendbrot. Es ist ein letztes Essen, eine Henkersmahlzeit. Jemand, der zum Tode verurteilt ist, darf eine letzte Mahlzeit zu sich nehmen. 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