{"id":11207,"date":"2021-02-07T19:48:58","date_gmt":"2021-02-07T19:48:58","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=11207"},"modified":"2023-02-07T20:52:19","modified_gmt":"2023-02-07T19:52:19","slug":"jeremia-23-16-29-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jeremia-23-16-29-5\/","title":{"rendered":"Jeremia 23, 16-29"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><b><span style=\"color: #000099;\">1. Sonntag nach Trinitatis, 18. Juni 2006<br \/>\nPredigt zu Jeremia 23, 16-29, verfasst von Friedrich Schleinzer<\/span><\/b><\/h3>\n<hr \/>\n<p><em>23,16 So spricht der HERR Zebaoth<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"> (1) <\/a>: H\u00f6rt nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie betr\u00fcgen euch; denn sie verk\u00fcnden euch Gesichte aus ihrem Herzen und nicht aus dem Mund des HERRN. <\/em><br \/>\n<em>23,17 Sie sagen denen, die des HERRN Wort verachten: Es wird euch wohlgehen -, und allen, die nach ihrem verstockten Herzen wandeln, sagen sie: Es wird kein Unheil \u00fcber euch kommen. <\/em><br \/>\n<em>23,18 Denn wer hat im Rat des HERRN gestanden, da\u00df er sein Wort gesehen und geh\u00f6rt h\u00e4tte ? Wer hat auf sein Wort gelauscht und geh\u00f6rt? <\/em><br \/>\n<em>23,19 Siehe, ein Sturmwind des HERRN, sein Grimm, ist hervorgebrochen, ein wirbelnder Sturmwind; auf den Kopf der Gottlosen wirbelt er herab. <\/em><br \/>\n<em>23,20 Nicht wendet sich der Zorn des HERRN, bis er getan und bis er ausgef\u00fchrt hat die Pl\u00e4ne seines Herzens. Am Ende der Tage werdet ihr das voll verstehen. <\/em><br \/>\n<em>23,21 Ich habe die Propheten nicht gesandt, und doch sind sie gelaufen. Ich habe nicht zu ihnen geredet, und doch haben sie geweissagt. <\/em><br \/>\n<em>23,22 Denn wenn sie in meinem Rat gestanden h\u00e4tten, so h\u00e4tten sie meine Worte meinem Volk gepredigt, um es von seinem b\u00f6sen Wandel und von seinem b\u00f6sen Tun zu bekehren. <\/em><br \/>\n<em>23,23 Bin ich nur ein Gott aus der N\u00e4he, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott aus der Ferne ? <\/em><br \/>\n<em>23,24 Meinst du, da\u00df sich jemand so heimlich verbergen k\u00f6nne, da\u00df ich ihn nicht sehe? spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erf\u00fcllt? spricht der HERR. <\/em><br \/>\n<em>23,25 Ich h\u00f6re es wohl, was die Propheten reden, die L\u00fcge weissagen in meinem Namen und sprechen: Mir hat getr\u00e4umt, mir hat getr\u00e4umt. <\/em><br \/>\n<em>23,26 Wie lange noch? Haben die Propheten etwa im Sinn &#8211; sie, die L\u00fcge weissagen und Propheten des Truges ihres Herzens sind -, <\/em><br \/>\n<em>23,27 und wollen, da\u00df mein Volk meinen Namen vergesse \u00fcber ihren Tr\u00e4umen, die einer dem andern erz\u00e4hlt, wie auch ihre V\u00e4ter meinen Namen verga\u00dfen \u00fcber dem Baal? <\/em><br \/>\n<em>23,28 Ein Prophet, der Tr\u00e4ume hat, der erz\u00e4hle Tr\u00e4ume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen? spricht der HERR. <\/em><br \/>\n<em>23,29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmei\u00dft?<\/em><\/p>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong><\/p>\n<p>Der Text d\u00fcrfte nachexilisch sein ( also nach Edikt von Kyros 538 v.Chr.). Die Unterscheidung stellte sich wahrscheinlicherst den \u00dcberlebenden der Katastrophe und ihren Nachfahren.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"> (2) <\/a><\/p>\n<p>V 16-29 gibt eine \u201e\u00bbPsychologie des Prophetseins\u00ab\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"> (3) <\/a>, eine Beschreibung der Vorg\u00e4nge im Propheten, seien sie wahre oder falsche. \u201eDas mit der Botenformel er\u00f6ffnete Mahnwort warnt nicht n\u00e4her genannte Personen\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"> (4) <\/a>, die auf Prophetenworte h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Epistel weist 6mal das Wort JHWHs, \u201eso spricht der Herr\u201c ( Spruch des Herrn [E\u00dc]) auf.<\/p>\n<p>V 16: Wir werden in eine Thronrede JHWHs durch einen Anwesenden hineingenommen. Es geht um eine sehr ernste Angelegenheit. Propheten, falsche wie echte, die sich auf das Wort Gottes berufen bzw. verk\u00fcnden, sie verachten das Wort Gottes und reden nach ihrem eigenen Herzen. &#8211; \u201e\u2019Traumpredigten\u2019 (Luther\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"> (5) <\/a>.<\/p>\n<p>V 17: Trotzdem manche das Wort Gottes verachten verk\u00fcnden<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"> (6) <\/a> sie sicheres Heil ( Schalom) und denen, die nach ihrer Herzenslust leben, kein Unheil ( existentielles) wird euch treffen. \u2013 <strong> V 17 und 22 enthalten den Ma\u00dfstab f\u00fcr wahre Rede\/Prophetie<\/strong>!<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"> (7) <\/a> ( vgl. Jer 5,12; 13,10; 16,12; 18,12<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"> (8) <\/a>)<\/p>\n<p>V 18: Verweist auf die Thronrede in V 16. Dort wird verk\u00fcndet. Davon spricht der Herr, berichtet der Anwesende. \u2013 Die Kritik der falschen rede richtet sich auf die Relevanz, die der Prophetie der falschen Propheten fehlt. \u2013 egoistische Schw\u00e4tzer, gewissenlose Politiker; solche die Sand in die Augen streuen, die Umst\u00e4nde sch\u00f6nen um die Menschen in Sicherheit zu wiegen. Menschen Fehlorientierung. ( vgl. Ps 35,7<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"> (9) <\/a>)<\/p>\n<p>V 19: Der Allm\u00e4chtige setzt die Naturgewalten, die m\u00e4chtigste Erfahrung der Menschen, gegen die Frevler ( Gegensatz zum Gerechter<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"> (10) <\/a>) ein.<\/p>\n<p>V 20: Am Ende der Tage trifft auf das eigene Ende zu. Der Zorn Gottes trifft die, die das Leben verunm\u00f6glichen, weil Gott Leben schenkt und dies in F\u00fclle.<\/p>\n<p>V 21f: Nicht ausgesandt : laufen dennoch; nicht zu ihnen gesprochen : trotzdem weissagen sie. Die falschen Propheten werden blo\u00dfgestellt. \u2013 es ist nur ihre eigene \u201eBetriebsamkeit\u201c<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"> (11) <\/a>.<\/p>\n<p>W\u00fcrden sie teilgenommen haben an seinen Ratsversammlungen, dann k\u00f6nnten sie das <strong> Volk<\/strong> zur <strong> UMKEHR<\/strong> bewegen, schlechten Wegen u. b\u00f6ten Taten. Das Volk geht in die Irre und kehrt nicht um, weil falsche Propheten sie verleiten und bes\u00e4nftigen mit ihrem Geschw\u00e4tz. Dabei w\u00e4re es m\u00f6glich das Wahre zu erkennen, lieben den N\u00e4chsten und halten die Gesetze ( vgl. Joh 13,34f; 14,21<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"> (12) <\/a>)<\/p>\n<p>V 23: So spricht der Herr, ER ist nahe, jedoch nicht verf\u00fcgbar bzw. instrumentalisierbar. Ferner sind seine Wege und Gedanken gegen\u00fcber unseren und damit auch unserer Liebe. ( vgl. Dtjes 55,8-11<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"> (13) <\/a>).<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"> (14) <\/a> Der Herr ist denen nahe, die ihn anrufen und die seinen Willen tun ( Ps 145,18; Ps 34,19; 119,151<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"> (15) <\/a>).<\/p>\n<p>V 24 Ein Erkl\u00e4rung des V 23. So spricht der Herr (JHWH) sagt mit Himmel\/Erde aus, da\u00df er die Welt\/Kosmos ausf\u00fcllt und auch gar nichts passieren kann, ohne da\u00df er es wei\u00df; so spricht der Herr. Die Allgegenwart, die schon anfangs mit Zebaoth angesprochen wird, wird hier nochmals erw\u00e4hnt. \u2013 Keiner kann sich verstecken ( vgl. Ps 139,7-12<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"> (16) <\/a>). JHWH durchdringt die ganze Sch\u00f6pfung und im Kol hei\u00dft es: alles ist in Christus erschaffen ( vgl. Kol 1,16-20<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"> (17) <\/a>).<\/p>\n<p>V 25f: Im Namen JHWHs l\u00fcgen sie und betr\u00fcgen durch Selbsterdachtes.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"> (18) <\/a> F\u00fcr uns bleibt der Aufruf: \u201e\u2019Pr\u00fcfet die Geister\u2019!\u201c<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"> (19) <\/a><\/p>\n<p>V 27: Die falschen Propheten verk\u00fcnden nur ihre eigenen Tr\u00e4ume.<br \/>\nWer hingegen JHWHs Wort hat w\u00fcrde Wort Gottes verk\u00fcnden.<br \/>\nGottes Wort ist Feuer und die falsche Rede der Propheten ist wie Stroh.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Predigtanregung<\/strong><\/p>\n<p>Die falschen Propheten haben heute Konjunktur, die verk\u00fcnden ihre eigenen Tr\u00e4ume. Sie verbinden sich zu einem undurchschaubaren Moloch, mit dem Ziel, das eigene Denken und Hinh\u00f6ren der Menschen zu \u00fcbert\u00f6nen, damit sie die Gesellschaft zu ihrem Vorteil politisch und \u00f6konomisch manipulieren k\u00f6nnen, indem sie ihr eine heile Welt vorgaukeln, damit das Geld rollt, das andere anh\u00e4ufen, w\u00e4hrend die Zahl der Lazeruse steigt. Jugendliche, Frauen und M\u00e4nner verlieren unschuldig ihre Arbeit, weil anderswo Menschen in anderen Verh\u00e4ltnissen vom scheinbar guten Lohn bet\u00f6rt werden, um \u00fcber kurz oder lang wieder auf der Stra\u00dfe zu stehen und dann \u00e4rmer sind als zuvor, weil anderswo der Raub an der Arbeitskraft von neuem praktiziert wird, denn der Mensch wird nicht mehr als Mensch, sondern nur mehr als Kostenfaktor gesehen. Nur die, die das alles ersinnen, sie haben f\u00fcr sich das gute Leben in Sondervertr\u00e4gen auf Kosten anderer verbrieft. Es werden Konsumtempel aus dem Boden gestampft, eine Spa\u00df- und Konsumgesellschaft kreiert, der das Heute als Ewigkeit verkauft wird. Traumurlaube verhei\u00dfen Gl\u00fcck, der Walkman \u00fcbert\u00f6nt jede Frage des Herzens, der Animateur hat f\u00fcr den Event zu sorgen, der Mensch darf nicht zur Besinnung kommen. Bei Wellness und Gourmetgen\u00fcssen verkapselt sich die einzelne Seele in Selbstzufriedenheit, unf\u00e4hig die Lazeruse noch wahrzunehmen.<\/p>\n<p>Aber auch auf religi\u00f6sen Gebiet ist das Wort \u00bbS\u00fcnde\u00ab verp\u00f6nt, wird psychologisch weggeredet, bis allerorten Unschuld gl\u00e4nzt. Das Wort Gottes wird nur als Wohlf\u00fchldroge akzeptiert, Gott zum Softi gemacht, der keinen mehr beunruhigt und sich jeder so in Abrahams Scho\u00df geborgen wei\u00df, weil man ja sein Christentum, den Glauben verbrieft im Taufschein in der Tasche hat.<\/p>\n<p>Die Lesung holt uns aus unserer Tr\u00e4umerei und Selbstgewi\u00dfheit heraus. Wir sind aufgerufen zu h\u00f6ren, was der allgewaltige Herr uns zu sagen hat. Wir sind an seinen Thron gerufen.<\/p>\n<p>Prophetische Rede ist nur wahr, wenn sie, die Not des anderen zum Inhalt hat und zum Teilen ermuntert, die Barmherzigkeit aufruft, die wir letztlich am Ende unserer Tage f\u00fcr uns vom Herrn erwarten. Die Welt ist nicht da, um es sich gut gehen zu lassen, sondern mit dem anderen zusammen ein lebenswertes Leben zu f\u00fchren. Kommen wir alleine ans Ziel unserer Tage, haben wir die Lazeruse, die es \u00fcberall gibt \u00fcbersehen und so unser Heil verfehlt, weil wir im anderen Christus nicht erkannt haben, da uns das eigene Gl\u00fcck auf Erden wichtiger war. &#8211; Das wahre Gl\u00fcck ist untrennbar mit dem Heil verbunden. &#8211; Wenn wir andere gl\u00fccklich machen, indem wir ihre Wunden an Leib und Seele nach Kr\u00e4ften zu heil versuchen, wie der Samariter, dann geben wir Kunde von unserem Gl\u00fcck, das uns tr\u00e4gt. Dies ist der Glaube in der Nachfolge an den Auferstandenen, unseren Herrn, Jesus Christus, der in seinem Leben den Menschen nachgegangen ist und sie heilte an Leib und Seele und so die Liebe des Vaters zu uns Menschen offenbar gemacht hat.<\/p>\n<p>Gotteswort brennt wie Feuer, es macht unruhig meine Seele, es l\u00e4\u00dft mich suchen den Herrn und sein Wort leben, das Liebe ist, womit ich f\u00fcr andere das Reich Gottes erfahrbar mache. &#8211; Diese Liebe ist Ausweis unseres Glaubens. &#8211; Die Welt wird uns erkennen als Christin und Christ und nur dann bleiben wir der Stachel im Fleisch der falschen Propheten, weil die wahre Liebe den\/die andere(n) sucht und nicht ruht, bis er\/sie gl\u00fccklich ist, womit wir die Welt zum Guten ver\u00e4ndert haben, weil wir Gott durch uns wirken haben lassen. Die Selbstsucht nach dem eigenen Gl\u00fcck versperrt nicht nur das eigene Heil, sondern macht uns schuldig am anderen. Gelebte Liebe im Glauben l\u00e4\u00dft uns keinen Mangel an einem Gut haben, weil wir in der Liebe mit Christus verbunden sind. \u2013 Gott allein gen\u00fcgt. \u2013 Dann d\u00fcrfen wir im Glauben hoffen, da\u00df wir am Ende der Tage in Christus geborgen sind, weil wir heute schon mit Christus leben.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(1) St\u00e4rke und Machtf\u00fclle kommt in diesem milit\u00e4rischen Ausdruck zur Geltung. \u201eDer Allgewaltige\u201c!; vgl. Reiterer, F. V., Stubhann, M. (Hg.), Die Bibel von A-Z. Das aktuelle Lexikon zur Bibel, Augsburg 1985, 779.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><\/a> (2) Werner, Wolfgang, Das Buch Jeremia. Kapitel 1-25 (SKK.AT 19\/1), Stuttgart 1997, 204.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\"><\/a> (3) Schneider, D., Der Prophet Jeremia (WStB), Wuppertal 1977, 165.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\"><\/a> (4)Wanke, Gunther, Jeremia 1. Jeremia 1,1-25,14 (ZBK), Z\u00fcrich 1995, 213.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\"><\/a> (5)Lamparter, Helmut, Prophet wider Willen. Der Prophet Jeremia (BAT 20), Stuttgart 1964, 213.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\"><\/a> (6)Das hier stehende Partizip gibt Dauer an. Best\u00e4ndig falsche Prophetie!; vgl. Fischer, Georg, Jeremia 1-25 (HThKAT), Freiburg\/Basel\/Wien, 695.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\"><\/a> (7)Vgl. Wanke, 214.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\"><\/a> (8)[E\u00dc] <strong>Jer 5,12<\/strong> \u201eSie haben den Herrn verleugnet und gesagt: Er ist ein Nichts! Kein Unheil kommt \u00fcber uns, weder Schwert noch Hunger werden wir sp\u00fcren.\u201c &#8230; <strong>13,10<\/strong> \u201eDieses b\u00f6se Volk weigert sich, auf meine Worte zu h\u00f6ren, es folgt dem Trieb seines Herzens und l\u00e4uft anderen G\u00f6ttern nach, um ihnen zu dienen und sie anzubeten; es soll daher wie dieser G\u00fcrtel werden, der zu nichts mehr zu gebrauchen ist.\u201c &#8230; <strong>16:12<\/strong> \u201eIhr selbst aber habt es noch schlimmer getrieben als eure V\u00e4ter. Seht, jeder von euch folgt dem Trieb seines b\u00f6sen Herzens, ohne auf mich zu h\u00f6ren.\u201c &#8230; <strong>18,12<\/strong> \u201eAber sie werden sagen: Vergebliche M\u00fche! Wir wollen unseren eigenen Pl\u00e4nen folgen, und jeder von uns will nach dem Trieb seines b\u00f6sen Herzens handeln.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\"><\/a> (9) [E\u00dc] Ps 35,7 \u201eDenn sie haben mir ohne Grund ein Netz gelegt, mir ohne Grund eine Grube gegraben.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\"><\/a> (10) Bewu\u00dfte Emp\u00f6rung gegen Gott und sein Gesetz, was zur Folge hat, da\u00df Leben verunm\u00f6glicht wird. Frevler sind auch die, welche von Gott abfallen. Wer glaubt wird den Willen des Vaters tun. Gutes tun ist ein Indiz f\u00fcr Gl\u00e4ubige.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\"><\/a> (11) Weiser, 206.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\"><\/a> (12) Joh 13,34f \u201e<strong> 34<\/strong> Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. <strong> 35<\/strong> Daran werden alle erkennen, da\u00df ihr meine J\u00fcnger seid: wenn ihr einander liebt.\u201c &#8230; <strong>14,21<\/strong> \u201eWer meine Gebote hat und sie h\u00e4lt, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\"><\/a> (13) [E\u00dc] Dtjes 55,8 \u201e<strong> 8<\/strong> Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege &#8211; Spruch des Herrn. <strong> 9<\/strong> So hoch der Himmel \u00fcber der Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege \u00fcber eure Wege und meine Gedanken \u00fcber eure Gedanken. <strong> 10<\/strong> Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel f\u00e4llt und nicht dorthin zur\u00fcckkehrt, sondern die Erde tr\u00e4nkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem S\u00e4mann Samen gibt und Brot zum Essen, <strong> 11<\/strong> so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verl\u00e4\u00dft: Es kehrt nicht leer zu mir zur\u00fcck, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\"><\/a> (14) Nahe und ferne sind atl auch Worte, die zeitliche Dimensionen beschreiben; vgl. Wanke, 215.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\"><\/a> (15) [E\u00dc] <strong>Pss 34,19<\/strong> \u201eNahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen, er hilft denen auf, die zerknirscht sind.\u201c &#8230; <strong>119,151<\/strong> \u201eDoch du bist nahe, Herr, und alle deine Gebote sind Wahrheit.\u201c &#8230; <strong>145,18<\/strong> \u201eDer Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe, allen, die zu ihm aufrichtig rufen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\"><\/a><em> (16) \u201eHuldigung an den Allwissenden\u201c<\/em> [E\u00dc] Ps 139 \u201e<strong> 7<\/strong> Wohin k\u00f6nnte ich fliehen vor deinem Geist, wohin mich vor deinem Angesicht fl\u00fcchten? <strong> 8<\/strong> Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort; bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen. <strong> 9<\/strong> Nehme ich die Fl\u00fcgel des Morgenrots und lasse mich nieder am \u00e4u\u00dfersten Meer, <strong> 10<\/strong> auch dort wird deine Hand mich ergreifen und deine Rechte mich fassen. <strong> 11<\/strong> W\u00fcrde ich sagen: \u00abFinsternis soll mich bedecken, \/ statt Licht soll Nacht mich umgeben\u00bb, <strong> 12<\/strong> auch die Finsternis w\u00e4re f\u00fcr dich nicht finster, die Nacht w\u00fcrde leuchten wie der Tag, die Finsternis w\u00e4re wie Licht.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\"><\/a> (17) [E\u00dc] Kol 1,16-20 \u201e<strong> 16<\/strong> Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, M\u00e4chte und Gewalten; alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen. <strong> 17<\/strong> Er ist vor aller Sch\u00f6pfung, in ihm hat alles Bestand. <strong> 18<\/strong> Er ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche. Er ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten; so hat er in allem den Vorrang. <strong> 19<\/strong> Denn Gott wollte mit seiner ganzen F\u00fclle in ihm wohnen, <strong> 20<\/strong> um durch ihn alles zu vers\u00f6hnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus f\u00fchren, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\"><\/a> (18) Dagegen sagt Paulus von sich: [E\u00dc] 1 Kor 2,9f \u201e 9 Nein, wir verk\u00fcndigen, wie es in der Schrift hei\u00dft, was kein Auge gesehen und kein Ohr geh\u00f6rt hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Gro\u00dfe, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. <strong> 10<\/strong> Denn uns hat es Gott enth\u00fcllt durch den Geist. Der Geist ergr\u00fcndet n\u00e4mlich alles, auch die Tiefen Gottes.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\"><\/a> (19) Weiser, Artur, Das Buch Jeremia (ATD 20\/21), G\u00f6ttingen 51966, 205.<\/p>\n<div>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\"><span class=\"196211609-06062006\"><strong>Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schleinzer<br \/>\n<\/strong><\/span><\/span><strong>Salzburg<br \/>\n<a href=\"mailto:Friedrich.Schleinzer@sbg.ac.at\">Friedrich.Schleinzer@sbg.ac.at<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Sonntag nach Trinitatis, 18. Juni 2006 Predigt zu Jeremia 23, 16-29, verfasst von Friedrich Schleinzer 23,16 So spricht der HERR Zebaoth (1) : H\u00f6rt nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! 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