{"id":11288,"date":"2021-02-07T19:49:02","date_gmt":"2021-02-07T19:49:02","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=11288"},"modified":"2023-02-06T08:50:31","modified_gmt":"2023-02-06T07:50:31","slug":"jeremia-1-4-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jeremia-1-4-10\/","title":{"rendered":"Jeremia 1, 4-10"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><b><span style=\"color: #000099;\">9. Sonntag nach Trinitatis, 13. August 2006<br \/>\nPredigt zu Jeremia 1, 4-10, verfasst von Thomas und Margarete Oesterle<\/span><\/b><\/h3>\n<p>Der heutige Predigttext erz\u00e4hlt die Berufung des Jeremia zum Propheten. Wir h\u00f6ren Jeremia 1,4-10:<br \/>\n<em>Und des Herrn Wort geschah zu mir: Ich habe dich gekannt, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und ich habe dich ausgesondert, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und ich habe dich bestellt zum Propheten f\u00fcr die V\u00f6lker.<br \/>\n<\/em><em> Ich aber sprach: Ach, Herr, Herr, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung.<br \/>\nDer Herr sprach aber zu mir: Sage nicht: &#8222;Ich bin zu jung, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. F\u00fcrchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der Herr.<br \/>\nUnd der Herr streckte seine Hand aus und r\u00fchrte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. Siehe, ich setze dich heute \u00fcber V\u00f6lker und K\u00f6nigreiche, dass du ausrei\u00dfen und einrei\u00dfen, zerst\u00f6ren und verderben sollst und bauen und pflanzen.<\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nda geschieht etwas Umst\u00fcrzendes. Ein Mensch wird herausgerufen aus seinem bisherigen Leben. Alle Pl\u00e4ne und Lebensentw\u00fcrfe sind pl\u00f6tzlich hinf\u00e4llig, weil Gott mit seinem Wort in radikaler Weise in dieses Leben eingreift. Franz Werfel beschreibt es in seinem gro\u00dfartigen Jeremia-Roman so: \u201eInnen und au\u00dfen, wie ein sich deckender Gleichklang, ert\u00f6nt das dreimal unab\u00e4nderliche \u201eIch habe\u201c. Fremd, nicht zu fassen fremd ist die Botschaft die es bringt.\u201c Und dieser Mensch &#8211; der junger Mann Jeremia kann sich diesem Zugriff nicht entziehen.<br \/>\n&#8222;Und des Herren Wort geschah zu mir&#8220; &#8211; zun\u00e4chst scheint alles wie immer. Der Blick wandert \u00fcber die vertraute Umgebung, \u00fcber die vertrauten Gegenst\u00e4nde. Alle sind an ihrem Platz. Der Tisch. Der Stuhl davor. Der Krug mit Wasser. Das Fenster. Das Ohr h\u00f6rt die gewohnten Ger\u00e4usche. Die H\u00e4nde gehen der gewohnten Besch\u00e4ftigung nach, die Gedanken gehen in die gewohnte Richtung. Alles ist wie immer.<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich ist eben nichts mehr wie gewohnt. Das Vertraute wird fremd und das Selbstverst\u00e4ndliche h\u00f6rt auf selbstverst\u00e4ndlich zu sein. Und es wird, das ist sicher, auch nicht wieder so werden wie vorher. Was ist geschehen?<br \/>\nJeremia, der Priestersohn aus dem Dorf Anathoth im Lande Benjamin, beschreibt das umst\u00fcrzende Ereignis sp\u00e4ter sehr zur\u00fcckhaltend. Er sagt es mit Worten, die immer wieder gebraucht worden sind, um etwas zu beschreiben, was sich im Grunde nicht beschreiben l\u00e4sst: &#8222;Und des Herren Wort geschah zu mir&#8220;. Hinter dieser feststehende Wendung verbirgt sich etwas sehr ergreifendes. Jeremia bekennt: \u201eUnausweichlich hat mich das Wort, hat mich Gott selbst, erreicht. Er hat mit Namen genannt, was ich bin, &#8211; ein vom Mutterleib an Herausgerufener &#8211; und aufgedeckt, was ich von mir nicht wissen wollte. Er hat mich gerufen. Ich wusste: Ich bin gemeint. Er hat f\u00fcr mich einen unausweichlichen Auftrag. Ich wusste: Ich bin gefordert, obwohl ich noch gar nicht \u00fcberschauen kann, was das bedeutet: Mit seinem Wort hat Gott in unbedingter Weise nach mir gegriffen. Und dieser Zugriff Gottes macht Angst.\u201c<br \/>\nZurecht hat Jeremia Angst, denn er wei\u00df diese Berufung, dieser Zugriff bedeutet f\u00fcr ihn der Aufbruch in ein ungesichertes Leben, in eine ungewisse Zukunft. Der Ruf Gottes sendet den jungen Mann aus einem kleinen Dorf in die Hauptstadt nach Jerusalem. Diese \u00e4u\u00dfere Entfernung entspricht die innere Entfremdung zur Heimat und zur Herkunftsgruppe. Denn er, der Priestersohn, wird genau diese Priester im Namen Gottes hart angreifen m\u00fcssen. Das bringt ihm Anfeindungen und Verleumdungen ein. Und dabei ist Jeremia alles andere als ein hartgesottener Bursche, der das wegstecken k\u00f6nnte; vielmehr hat er eine weiche, zartf\u00fchlende Natur. Er wird durch diese Berufung zeitlebens ein Ersch\u00fctterter, ein von der Krise Gesch\u00fcttelter bleiben. Unter dem Druck seiner schweren Aufgabe nahm er sich manchmal vor: &#8222;Wohlan, ich will Gottes nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen&#8220;. Aber er kam nicht an gegen diesen Auftrag herausgerufen zu sein, gegen diesen Zwang, unter den er geraten war. &#8222;Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer&#8220; \u2013 so beschreibt er das. Er der zarte, junge Mann musste sich im Namen Gottes gegen die herrschende Meinung stellen, gegen die Heuchelei in Staat und Religion.<\/p>\n<p>Jeremia hat das im glaubenden Vertrauen und von Gott gehalten durchstehen k\u00f6nnen. Er hatte ja keinen Beweis f\u00fcr seine Berufung, nicht einmal den zweifelnden Fragen seines eigenen Herzens gegen\u00fcber, ob den diese Stimme wirklich Gottes Stimme gewesen sei und nicht nur die Stimme seines eigenen Herzens, eine anma\u00dfende Selbstt\u00e4uschung. Auch der \u00e4u\u00dfere Erfolg wurde ihm nicht zum Beweis; denn er hatte keinen und ist am Schluss ein gescheiterter Mensch gewesen: Spott hat er geerntet, den Untergang seines Volkes musste er mit ansehen, als Vaterlandsverr\u00e4ter wurde er beschimpft und in die Jauchegrube geworfen, und von einem Haufen \u00dcberlebender wurde er gegen seinen Willen auf der Flucht mit nach \u00c4gypten geschleppt, wo er schlie\u00dflich get\u00f6tet wurde.<br \/>\nManchmal, wenn meine Kirche wie im EKD-Impulspapier \u201eKirche der Freiheit\u201c vollmundig ein \u201ewachsen gegen den Trend\u201c ank\u00fcndigt, von einer \u201eKonzentration auf die zukunftstr\u00e4chtige Felder der kirchlichen Arbeit\u201c spricht, dann h\u00e4tte ich gute Lust darauf einfach mit dem Schicksal des Jeremia zu antworten. Wer hat denn behauptet, dass \u201eprophetischer Protest\u201c &#8211; der hoffentlich auch weiterhin ein Grundzug christlicher Verk\u00fcndigung sein wird &#8211; Mehrheiten sammelt, Wachstumsraten erzeugt und auf freudige Zustimmung st\u00f6\u00dft? Die hebr\u00e4ische Bibel zumindest nicht!<br \/>\nDas Lebensschicksal des Jeremia mag besonders gravierend sein und doch gibt es im Laufe der Kirchengeschichte immer wieder Lebensl\u00e4ufe, die zumindest phasenweise \u00e4hnliches erz\u00e4hlen k\u00f6nnen wie Jeremia. Herausgerufene Menschen werden von der Mehrheit oft mit Leid, Not und Angst bedr\u00e4ngt und streben nicht nach ihren Posten (und das ist doch sp\u00fcrbar anders wie die \u00c4mtervergabe, die heute in der Kirche praktiziert wird, die ist abh\u00e4ngig von Personalentwicklung erneuerter Visitation und \u00c4hnlichem). Man denke an den heiligen Martin. Martin von Tour versteckte sich der Legende nach in einem G\u00e4nsestall, als man ihn zum Bischof machen wollte, aber leider verrieten ihn die schnatternden G\u00e4nse und die Menschen zerrten den Widerstrebenden auf den Bischofsthron. Oder man denke an den am Martinstag geborenen Martin Luther, der immer wieder zweifelte und angefochten war dar\u00fcber, ob sein reformatorische Wende denn richtig gewesen ist. Oder man erinnere sich im Bonhoefferjahr an Dietrich Bonhoeffer der bekennt: &#8222;Du hast mich heimgesucht bei Nacht&#8220;. Der, den wir in diesem Jahr verehren und feiern, war ebenfalls bei den Kirchenleitungen seiner Zeit wenig geachtet. Und nach dem Krieg mussten \u00fcber 20 Jahre vergehen, ehe man sich \u201ebei Kirchens\u201c traute, diesen von den Nazis verurteilten Theologen anders denn als einen Verbrecher anzusehen und auch mal ein Gemeindezentrum nach ihm zu benennen. Die Geschichte der Kirche kennt viele Berufungsgeschichten, die auch Leidensgeschichten waren. Auch die Christen im Sudan, in Indonesien, oder ganz aktuell im Libanon k\u00f6nnten davon erz\u00e4hlen. Und wenn wir in die hebr\u00e4ische Bibel hineinschauen, dann entdecken wir da nicht nur den leidenden Jeremia, sondern auch einen Mose, der gegen seinen Willen berufen wird, und einen Jona, der vor dieser Aufgabe auf und davon rennt und Gott doch nicht entfliehen kann.<br \/>\nDa kann man schon fragen: \u201eGott, hast du nicht selbst gesagt, dass du Gedanken des Friedens und nicht des Leides mit uns hast? Du bist doch unser Vater! Muss es denn wirklich sein, dass Menschen in deinem Dienst so unter Druck geraten? Muss es denn wirklich sein, dass Menschen, die zu dir halten, daf\u00fcr von Schicksalsschl\u00e4gen getroffen werden? Ich denke zur\u00fcck an jene alleinerziehende Mutter mit zwei halbw\u00fcchsigen Kindern, kirchliche Mitarbeiterin in unserer Kinderkirche und Schwester unserer Diakoniestation. Ein Mensch der auf seine Weise eine starke Zeugin f\u00fcr dich war. Sie stirbt pl\u00f6tzlich und v\u00f6llig unerwartet an einer Embolie, mitten aus dem Leben heraus. Dabei h\u00e4tten ihre Patienten sie noch gebraucht, unsere Gemeinde und nat\u00fcrlich und vor allem ihre Kinder. Dass du Gott deine Gl\u00e4ubigen durch ein solches Geschehen irre an dir werden l\u00e4sst und sie durch ein dunkles Tal f\u00fchrst, dass du sie heimsuchst bei Nacht &#8211; muss das wirklich so sein Gott?\u201c<\/p>\n<p>Muss das sein &#8211; so reagierten auch die J\u00fcnger Jesu, als er ihnen nahe bringen wollte, dass er nach Jerusalem geht um dort zu leiden und zu sterben. Muss das sein? Wenn es m\u00f6glich ist, so lass diesen Kelch an mir vor\u00fcber gehen, so reagiert dann auch Jesus selbst als er im Garten Gethsemane betet. Er, der die Geschichte des Jeremias sicher vor Augen hatte, als er vom \u00d6lberg auf Jerusalem hin\u00fcbersah und mit gro\u00dfer Trauer sagte: &#8222;Jerusalem, Jerusalem, die du t\u00f6test die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind.&#8220; Jesus, der unmittelbar darauf verhaftet, verh\u00f6hnt, zerschlagen und auf martervolle Weise am Kreuz ums Leben gebracht wurde. Jesus wird durch die Macht seines Auftrags und begleitet von dem hellen Licht einer gro\u00dfen Verhei\u00dfungen, immer tiefer ins Dunkel gef\u00fchrt, bis es schlie\u00dflich ganz aus zu sein scheint mit ihm. Darin ist Jesu irdische Existenz immer auch eine prophetische Existenz und die Alten haben schon recht gehabt, wenn sie eines der \u00c4mter Christi immer als prophetisches Amt beschreiben haben. Es scheint von daher eine Regel zu sein, dass die Anfechtungen keinem erspart bleiben, die Frage nach dem Warum, der Zweifel, die Angst sein Liebstes hergeben zu m\u00fcssen, die Not kein Ziel zu sehen und die Verhei\u00dfungen nur mitten in ihrem Gegenteil glauben zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDie ganze Gemeinde vor und nach der Zeit Jesu ist mit diesem menschgewordenen Herrn zusammengeschlossen durch die Teilnahme an seinem Weg, dem Weg des Gottesknechtes, der selbst das tiefste Dunkel nicht scheut und ins Dunkel hineingeht mit nichts als einer Verhei\u00dfung, deren Erf\u00fcllung bis heute noch nicht gesehen wird. Die Verhei\u00dfung kann nur geglaubt werden, ihr kann nur vertraut werden in einem Zutrauen, das sich ganz an den h\u00e4ngt, der die Verhei\u00dfung gegeben hat.<\/p>\n<p>Gibt es aber Zeichen daf\u00fcr, dass die Stimme, die Jeremia ruft und ihm auch den Weg ins Leiden zumutet, nicht eine Stimme der Verf\u00fchrung ist, vor der man am besten davonl\u00e4uft ?<br \/>\nEin Zeichen daf\u00fcr ist die von au\u00dfen gesehen kaum verstehbare Gewissheit, die diesen Jeremia erf\u00fcllt. So bitter er unter seinem Auftrag litt, er ist trotz allem Schweren, das ihm mit seinem Auftrag aufgeladen wurde, offenbar nie vom Zweifel \u00fcberwunden worden. Da war stets ein St\u00fcck Gewissheit \u00fcbrig, dass es ein guter Herr ist, der ihn gerufen hat. Jeremia schien das bleibende Vertrauen zu haben, dass er nicht als Objekt eines \u00fcberm\u00e4chtigen G\u00f6tzen f\u00fcr dessen Ziele geopfert wird, sondern dass der Herr, der ihn in seinen Dienst rief, es gut mit ihm meint. Also, gerade auf einem solchen Weg wie dem des Jeremia, muss den Gerufenen ein waches Gottvertrauen begleiten, ein Vertrauen dass nicht Zweifel und Fragen unterdr\u00fcckt, sondern beides zul\u00e4sst und sich trotzdem gehalten wei\u00df.<\/p>\n<p>Ein weiteres Zeichen ist die eigenst\u00e4ndige Macht dieses Wortes, das Jeremia in den Mund gelegt bekommt. Gott gibt dem Propheten ja nicht mehr \u00dcberzeugungsmittel als seinen eigenen Mund, seine eigene Stimme und das Versprechen, dass durch sein Menschenwort hindurch der Gott, der ihn gerufen hat auch seine Botschaft zu den Menschen bringt. Mit nichts anderem wird der Bote ausger\u00fcstet, &#8211; \u201esine vi sed verbo\u201c werden die Reformatoren dazu sp\u00e4ter sagen &#8211; das scheint l\u00e4cherlich und zun\u00e4chst auch zum Scheitern verurteilt. Dann aber erweist das Wort seine eigenst\u00e4ndige Kraft. Die erweist sich dadurch, dass Diejenigen, denen die Botschaft gilt, nicht einfach zur Tagesordnung \u00fcbergehen k\u00f6nnen. Ihr brutaler Widerstand und ihre heftige Abwehr zeigt, wie zielgenau der Angriff ist, dem die Priester und M\u00e4chtigen in Israel hier ausgesetzt sind. Und als sie schlie\u00dflich diesen Boten Jeremia totgeschlagen haben, da ist seine von Gott kommende Botschaft immer noch nicht tot und widerlegt: im Gegenteil, sie hat Wenige erreicht, die sich um Jeremia sammelten und seine Reden aufschrieben. Und damit nicht genug. Nein, gerade in dem Israel, das sich so heftig gegen Jeremia gewehrt hat, sa\u00df der Stachel seines Auftretens so tief, dass man die Worte dieses Staatsfeindes, dieses Gescheiterten sorgsam aufbewahrte. Am Ende wurde das was Jeremia im Namen des Herrn gesagt hatte, in die Sammlung der heiligen Schriften Israels aufgenommen hat. Aufgenommen als Worte, die nie verklingen d\u00fcrfen, die nie veralten, die f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen noch ebenso wichtig sind und deren Erf\u00fcllung noch kommen wird.<\/p>\n<p>Trotz alle dem bleibt am Ende die Frage, was wir als einfache Christen in unserem Alltag mit einer so gewaltigen Berufungsgeschichte anfangen k\u00f6nnen? W\u00fcnschen wir uns nicht eher ein ruhigere und undramatischere Gottesbegegnung? W\u00fcrden wir unseren Glauben nicht lieber in kleinerer M\u00fcnze erleben? Das ist verst\u00e4ndlich und es ist ja auch so, dass kein Christ bewusst solche extremen Lebenswendungen suchen sollte, wie sie im Jeremiabuch dargestellt sind. Aber eines sollte auch heute noch passieren: N\u00e4mlich dass Gottes Wort uns Menschen erfasst, dass es uns in Bewegung setzt, und der Glaube an die Verhei\u00dfungen Gottes w\u00e4chst. Dass Menschen, wie es ein gro\u00dfer Theologe einmal sagte, \u201eergriffen werden von etwas, das sie unbedingt angeht.\u201c<br \/>\nDiese Kraft des Rufes Gottes soll auch uns auch heute noch packen. Sie soll uns auch in finsteren Tagen einen Halt geben. Der Ruf Gottes bleibt bei uns, auch an Tagen in denen wir nur dumpf nach einem Warum fragen k\u00f6nnen, keinen Sinn sehen, keinen Glauben mehr haben und hoffnungslos im Dunkeln tappen. Vielleicht hilft uns Gottes Ruf dann das folgende Bekenntnis nachzusprechen:<br \/>\nDie Nacht wird nicht ewig dauern.<br \/>\nEs wird nicht finster bleiben.<br \/>\nDie Tage, von denen wir sagen,<br \/>\nsie gefallen uns nicht,<br \/>\nwerden nicht die letzten Tage sein.<br \/>\nWir schauen durch sie hindurch<br \/>\nvorw\u00e4rts auf ein Licht,<br \/>\nzu dem wir jetzt schon geh\u00f6ren<br \/>\nund das uns nicht loslassen wird.<br \/>\nDas ist unser Bekenntnis.<br \/>\nAMEN<\/p>\n<p><strong>Pfarrer Thomas Oesterle und Pfarrerin Margarete Oesterle, Schorndorf<br \/>\n<a href=\"mailto:ev.pauluski.ost.schorndorf@t-online.de\">ev.pauluski.ost.schorndorf@t-online.de<\/a><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>9. Sonntag nach Trinitatis, 13. August 2006 Predigt zu Jeremia 1, 4-10, verfasst von Thomas und Margarete Oesterle Der heutige Predigttext erz\u00e4hlt die Berufung des Jeremia zum Propheten. 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