{"id":11403,"date":"2021-02-07T19:48:59","date_gmt":"2021-02-07T19:48:59","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=11403"},"modified":"2023-02-07T17:08:22","modified_gmt":"2023-02-07T16:08:22","slug":"1-korinther-7-29-31-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-korinther-7-29-31-3\/","title":{"rendered":"1. Korinther 7, 29-31"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><b><span style=\"color: #000099;\">20. Sonntag nach Trinitatis, 29. Oktober 2006<br \/>\nPredigt zu 1. Korinther 7, 29-31, verfa\u00dft von Esther Kuhn-Luz<\/span><\/b><\/h3>\n<hr \/>\n<p>Die Zeit ist kurz.<br \/>\nFortan sollen auch die, die Frauen haben, sein, als h\u00e4tten sie keine;<br \/>\nUnd die weinen, als weinten sie nicht;<br \/>\nUnd die sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die kaufen, als kauften sie nicht;<br \/>\nUnd die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht.<br \/>\nDenn das Wesen dieser Welt vergeht.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>Unser Predigttext ist so etwas wie eine Zeitansage \u2013 und man hat zun\u00e4chst den Eindruck, der Apostel Paulus sieht keine Zukunft mehr.<br \/>\n\u201e Die Zeit ist kurz \u2013 das Wesen dieser Welt vergeht\u201c.<br \/>\nDas klingt fast so resignativ, wie viele heute die Entwicklung unserer Gesellschaft mit der zunehmenden Arbeitslosigkeit und Armut sehen.<br \/>\nEs geht halt alles den Bach runter.. sagen manche \u2013 und ziehen sich resigniert oder entt\u00e4uscht zur\u00fcck.<br \/>\n\u201e Die Zeit ist kurz, das Wesen dieser Welt vergeht\u2026\u201c<\/p>\n<p>Manch andere verstehen das als Aufforderung, gerade jetzt in dieser scheinbar noch kurzen Zeit sich daf\u00fcr ein zu setzen, dass die Welt in ihren sozialen Zusammenh\u00e4ngen nicht so schnell vergeht. Ich denke an die vielen TeilnehmerInnen der Kundgebungen, die in vielen St\u00e4dten Deutschlands f\u00fcr eine sozialere Politik eingetreten sind.<\/p>\n<p>Aber Paulus benennt diese Zeitansage in einem andern Kontext.<br \/>\nVon den Unverheirateten ist der Abschnitt in der Bibel \u00fcberschrieben.<\/p>\n<p>Seine Zeitansage steht inmitten von \u00dcberlegungen \u00fcber die Bedeutung und Wertung von Verheiratet sein oder Ledig sein.<br \/>\nEs sei gut um der kommenden Not willen, sagt Paulus, es sei gut f\u00fcr den Menschen, ledig zu sein. Bist du an eine Frau gebunden, so suche nicht, von ihr los zu kommen. Bist du nicht gebunden, so suche keine Frau. Wenn du aber doch heiratest, so s\u00fcndigst du nicht und wenn eine junge Frau heiratet, so s\u00fcndigt sie nicht.<br \/>\nIch aber m\u00f6chte euch gerne schonen \u2026<br \/>\nPaulus diskutiert verschiedene Lebensformen.<br \/>\nEs sind nicht einfach nur losgel\u00f6ste moralische Gedanken \u00fcber die Bedeutung der Ehe oder Ehelosigkeit, sondern entscheidend ist der Zusammenhang von Lebensformen und gesellschaftlicher Entwicklung. \u201e Die Zeit ist kurz\u2026\u201c<br \/>\nUnd da sind wir ja mitten in einer sehr aktuellen gesellschaftspolitischen Debatte:<br \/>\nEs gibt inzwischen so viele verschiedene Lebensformen.<br \/>\nDass fast jede dritte Ehe geschieden wird ist nicht nur eine statistische Nachricht, sondern pr\u00e4gt viele Beziehungen \u2013 als Patchworkfamilien, als Alleinlebende, als Alleinerziehende, als Menschen, die trotz oder gerade wegen gro\u00dfer Verletzungen auf der Suche sind, nach einer guten Partnerschaft.<br \/>\nEs ist ein Ausdruck unseres gesellschaftlichen Lebens, dass es immer schwerer wird, Beziehungen so zu leben, dass beide Partner und die Kinder zu ihrem Recht kommen k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Erwartungen in der Arbeitswelt fordern immer st\u00e4rker einen flexiblen, mobilen Menschen, der Druck w\u00e4chst enorm und dabei auch bei vielen das Gef\u00fchl, nicht mehr gen\u00fcgen zu k\u00f6nnen. Die Angst w\u00e4chst\u2026 und damit die Anstrengung, noch mehr arbeiten zu m\u00fcssen. Wenn aber das ganze Lebenshaus von Arbeit besetzt ist, dann bleibt immer weniger Luft und innere und \u00e4u\u00dfere Zeit f\u00fcrs Leben \u2013 f\u00fcr die Familie, die Partnerin, die Freunde\u2026<br \/>\nDas wiederum raubt noch mehr innere Ressourcen \u2013 ich kann noch weniger auftanken, um dann wieder den Anforderungen in der Arbeit gewachsen zu sein.<br \/>\nBei einem Vortrag \u00fcber das Thema Gesundheit habe ich neulich geh\u00f6rt, wie dramatisch die Anzahl der psychisch Erkrankten gestiegen ist \u2013 und zwar gerade bei Erwerbst\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Jetzt bin ich schon sehr in unserer Zeit gelandet, aber diese Verbindung von Zeitansage und der Diskussion des Apostel Paulus \u00fcber Lebensformen hat mich sehr ber\u00fchrt \u2013 weil ich gemerkt habe, wie aktuell seine Diskussion ist.<\/p>\n<p>Kommen wir jetzt noch einmal zu seiner Zeitansage.<\/p>\n<p>Die Zeit ist kurz.<br \/>\nDas kennen wir \u2013 und es versetzt uns sofort in eine innere Hektik.<br \/>\nNur schnell machen, bald ist die Zeit vorbei\u2026<br \/>\nDie Zeit ist kurz \u2013 das vermittelt diese innere Atemlosigkeit. Gedr\u00e4ngt zu werden , sich selber zu dr\u00e4ngen, m\u00f6glicht schnell alles zu erledigen, m\u00f6glichst viel auf einmal zu machen \u2013 und damit verbindet sich dann auch die Erfahrung, nur noch \u201e flach \u201e zu leben und zu arbeiten, keine Zeit mehr zu haben, etwas vertiefen zu k\u00f6nnen \u2013 und ganz zu vergessen, dass Zeit haben f\u00fcr etwas bedeutet, keine Zeit f\u00fcr Alles zu haben\u2026<br \/>\nDie Zeit ist kurz \u2013 also muss alles schnell gemacht werden. Nur keine Zeit verlieren\u2026<\/p>\n<p>Fortan sollen auch die, die Frauen haben, sein, als h\u00e4tten sie keine;<br \/>\nUnd die weinten, als weinten sie nicht;<br \/>\nUnd die sich freuen, als freuten sie sich nicht;<br \/>\nUnd die kaufen, als behielten sie es nicht;<br \/>\nUnd die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht.<br \/>\nDenn das Wesen dieser Welt vergeht.<\/p>\n<p>Das klingt alles nach einer Kurzatmigkeit, wie wir sie ja heute besonders gut kennen.<br \/>\nDas klingt aber auch sehr apokalyptisch \u2013 bald ist alles vorbei\u2026Legt euch auf nichts mehr fest\u2026Es hat alles keine gro\u00dfe Bedeutung mehr\u2026<br \/>\nWie hat Paulus das gemeint?<br \/>\nF\u00fcr ihn hatte diese Zeitansage durchaus etwas Befreiendes: die Zeit ist kurz, bis Jesus wieder kommt!<br \/>\nTheologisch spricht man von der Naherwartung, in der Paulus gelebt hat.<br \/>\nD.h., er hat in der Erwartung gelebt, dass Jesus in ganz kurzer Zeit wieder kommen wird; dass der Auferstandene als Messias wieder kommt und dass dann das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit f\u00fcr alle erlebbar werden wird \u2013 dass dann die Grenzen des Todes, die Grenzen der menschlichen Enge und Hartherzigkeit und Unbarmherzigkeit \u00fcberwunden werden \u2013 weil er alles verwandeln wird \u2013 und der Mensch dann nicht mehr sein Herz h\u00e4ngt an Achtung, an Geltung, an Besitz, an Position, an Status\u2026, sondern dass der Mensch sich ganz \u00f6ffnen kann f\u00fcr die F\u00fclle und die Gnade Gottes, die Gott doch in jedes Leben gelegt hat und die Freiheit endlich erkennt, die im Glauben an den auferstandenen Jesus Christus m\u00f6glich ist.<br \/>\nDie einzige tragende Beziehung, die auch durch den Tod bestehen bleibt. Nichts kann mich trennen von deiner Liebe, Jesus Christus\u2026.Such wer da will ein an der Ziel die Seligkeit zu finden\u2026<br \/>\nPaulus war der festen \u00dcberzeugung, dass die Welt mit ihrem Hass, mit ihrer Unterdr\u00fcckung, mit der t\u00f6dlichen Lust, immer besser, schneller, reicher, ber\u00fchmter werden zu wollen, zu einem Ende kommt \u2013 das Wesen dieser Welt vergeht\u2026 und f\u00fcr Paulus ist das mit Freude verbunden so wie es sp\u00e4ter Johannes formuliert hat:<br \/>\nGott wird abwischen alle Tr\u00e4nen von unseren Augen\u2026 und dann wird es keinen Tod mehr geben, noch Leid , noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein,; denn das Erste ist vergangen.<br \/>\nDas Wesen dieser Welt mit seiner Gewalt, seiner Angst und seinem Schrecken, seiner ungerechten Verteilung von Armut und unermesslichen Reichtum vergeht\u2026<\/p>\n<p>Zukunftstr\u00e4umerei???<\/p>\n<p>Wir leben zumindest nicht mehr in dieser Naherwartung. Wir versuchen, in unseren Alltag den befreienden Glauben an den Auferstandenen Jesus Christus zu leben, in dem wir Gottes Kraft und Gottes Weisheit erkennen \u2013 und die besteht oft im Wiederspruch zu dem, was in unserer Zeit an Weisheit, an Machtanspruch gilt.<br \/>\n\u201e Was schwach ist vor der Welt\u2026, was als gering gilt vor der Welt\u2026., das Verachtete hat Gott erw\u00e4hlt, damit er zuschanden mache \u2013 was sich selbst als stark und geachtet und klug aufbl\u00e4st\u2026. ( 1.Kor. 1, 27f).<br \/>\nWelche innere Freiheit ist damit verbunden, sich nicht der Wertehierarchie in unserer Gesellschaft anpassen zu m\u00fcssen. In welcher Klarheit wird hier ausgedr\u00fcckt, welche Perspektive Gott auf unser Leben, auf unser Zusammenleben hat.<br \/>\nWas vor anderen, aber oft genug auch vor uns selbst als schwach, gering, verachtet gilt, gerade das hat Gott erw\u00e4hlt.<br \/>\nAber dieser befreiende Grundgedanke ist leider oft zu wenig durchgedrungen.<br \/>\nEr wird gewisserma\u00dfen \u00fcberdeckt oder \u00fcberschattet \u2013 und das meine ich auch bildlich verstanden als einen Deckel oder als einen undurchdringbaren Nebelschatten &#8211; von einem falsch verstandenen moralischen asketischen Bewusstsein.<\/p>\n<p>\u201e Fortan sollen die, die weinen, als weinten sie nicht;<br \/>\nund die sich freuten, als freuten sie sich nicht.\u201c<\/p>\n<p>Die Verse von Paulus hatten eine gro\u00dfe Wirkung auf eine gewisse asketische Str\u00f6mung vor allem in der protestantischen Kirche. Es wurde als eine besonders starke Fr\u00f6mmigkeit verstanden, wenn man alle Gef\u00fchle m\u00f6glichst in \u201e lauer\u201c Form lebt.<br \/>\n\u201e Weinen als weinten sie nicht \u201c wurde missverstanden als w\u00e4re weinen und trauern ein Ausdruck des Zweifelns gegen\u00fcber Gott . Ich habe das in Schwenningen in meiner damaligen Gemeinde erlebt, was es bedeutet, wenn jemand denkt, er d\u00fcrfe nicht um seine geliebte verstorbene Frau trauern \u2013 er m\u00fcsse sogar eine gewisse Freude zeigen, dass sie doch nun ganz beim Auferstandenen sei. Nat\u00fcrlich ist der Glaube an die Auferstehung, an auferstehendes Leben die gr\u00f6\u00dfte Kraft und Hoffnung unseres christlichen Glaubens.<br \/>\n\u201e wo einer im Dunklen nicht verstummt, sondern dass Lied der Hoffnung summt, um Totenstille zu \u00fcberwinden, da kannst du Osterspuren, Hoffnungsspuren finden.\u201c Hei\u00dft es in einem Osterlied.<br \/>\nAber eine verwurzelte Hoffnung kann nur entstehen, wenn ich die Klage, die Trauer auch zu lasse \u2013 sonst wird und wirkt alles sehr aufgesetzt und k\u00fcnstlich und kann auch nicht wirklich zu einer inneren Kraft werden, weil Gef\u00fchle unterdr\u00fcckt werden.<br \/>\nDas tut richtig weh, das mit zu erleben, wenn sich jemand das Trauern verbietet \u2013 aus einem falsch verstandenen christlichen Glauben heraus.<br \/>\nGenauso ist es mit der Freude \u2013 nat\u00fcrlich geh\u00f6rt es zum christlichen Glauben dazu, sich unb\u00e4ndig freuen zu k\u00f6nnen, ganz aus dem H\u00e4uschen zu sein, zu tanzen , zu springen, zu jubeln\u2026<br \/>\nAuch da gelten wir Christen ja eher als moderat\u2026<br \/>\nSo\u2019n bisschen Freude ist schon o.k\u2026..<br \/>\nDas hat leider oft zu einer Karikatur v.a.der protestantischen Christen gef\u00fchrt: Christen, das sind die Menschen, die zum Lachen in den Keller gehen\u2026<\/p>\n<p>Aber ist da Paulus eigentlich richtig verstanden worden als einer, der so zu sagen nur \u201e flache, laue Gef\u00fchle\u201c vertritt?<br \/>\nWeinen, als weinten sie nicht, freuen als freuten sie sich nicht\u2026<br \/>\nWo bleibt da die Leidenschaft, die n\u00f6tig ist, um eine Position mit Energie zu vertreten?<\/p>\n<p>Nein, um flache Gef\u00fchle, um ein weltfernes Leben geht es ihm nicht, da ist Paulus sicher falsch verstanden, denn Paulus ist doch einer, der mit sehr viel Leidenschaft \u2013 im doppelten Sinne \u2013 f\u00fcr den befreienden Glauben an Jesus Christus eintritt.<br \/>\nIhm ist es aber von ganzem Herzen wichtig, gerade in allen Lebenssituationen diesen befreienden Glauben zu integrieren, bzw. von ihm her alles durchdringen zu lassen.<br \/>\n( Du durchdringest alles\u2026Gott ist gegenw\u00e4rtig\u2026)<br \/>\nWer an Christus glaubt, der muss diesen Glauben f\u00fcr alle Bereiche des Lebens fruchtbar werden lassen.<br \/>\nUnd so lautet Paulus Aufforderung:<br \/>\n\u201e Ihr k\u00f6nnt nicht so mit den Problemen dieser Welt, mit euren Alltagsthemen umgehen, als w\u00e4re Christus nicht gekommen. Als w\u00e4re er nicht in allen Bereichen gegenw\u00e4rtig.<br \/>\nJa, weint \u2013 aber vergesst nicht, dass Christus in eurem Weinen und Klage gegenw\u00e4rtig ist.<br \/>\nJa, freut euch \u2013 und vergesst nicht, dass die Freude es ist, in der Christus ganz nahe zu finden ist.<br \/>\nJa, kauft ein \u2013 geht auf den Markt\u2026aber geht nicht ganz in den Marktwerten auf. Behaltet vor allem hier im Blick, dass kein Marktwert den Menschenwert ersetzen kann.<br \/>\nKaufen, als ob sie es nicht behalten\u2026.<br \/>\nUnd macht euch klar, dass das Gekaufte nicht euren Wert als Mensch erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Dahinter steckt so etwas wie ein richtig verstandenes Lob der Distanz.<br \/>\nTrennen zu k\u00f6nnen zwischen dem, was mir gef\u00e4llt oder was ich f\u00fcr meinen Lebensunterhalt brauche \u2013 aber gleichzeitig wissen, wem mein Herz geh\u00f6rt .Sich nicht zu verlieren in den Werten, die in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert haben: hohe Rendite \u2013 ewige Jugend \u2013 Flexibilit\u00e4t\u2026<\/p>\n<p>Diese S\u00e4tze sind so etwas wie die Grunds\u00e4tze einer christlichen Wirtschaftsethik.<br \/>\nDie Marktgesetze sind nicht aufgehoben, aber sie m\u00fcssen immer in Zusammenhang mit den Themen Menschenw\u00fcrde und Gerechtigkeit diskutiert werden \u2013 oder anders gesagt muss die Kostbarkeit jedes menschlichen Lebens im Mittelpunkt stehen \u2013 und nicht der Mensch als Kostenfaktor, wie er in der heutigen Diskussion um soziale Reformen , wie er in den Kostenrechnungen sehr profitabler Unternehmer v.a vorkommt.<\/p>\n<p>Es gibt nichts, will Paulus sagen, was h\u00f6her, wichtiger , entscheidender w\u00e4re als die Beziehung, in der der Auferstandene zu uns lebt \u2013 und wir zu ihm.<br \/>\nEs ist etwas Entscheidendes in diese alte Welt getreten, sagt Paulus \u2013 dass gilt in allen Lebensfacetten, das eben ist doch das Befreiende. Nichts kann euch mehr trennen von der Liebe Gottes\u2026<br \/>\nVergesst nicht, in all euren verschiedenen Lebenssituationen das Lied der Hoffnung zu summen, und danach zu fragen, was das konkret bedeuten kann \u2013 von Hoffnung zu sprechen in einer Welt, die immer mehr von Angst und Armut gepr\u00e4gt ist.<br \/>\nDas bedeutet, sich auch konkret Gedanken zu machen, wo was ver\u00e4ndert werden muss in unserer Gesellschaft, auch in unserer Kirche\u2026<br \/>\n\u201e Erhalte mich durch dein Wort, dass ich lebe und lass mich nicht zuschanden werden<br \/>\nin meiner Hoffnung\u201c, haben wir vorhin gemeinsam mit dem PS 119 gebetet.<br \/>\nUm diese Hoffnung geht es Paulus.<br \/>\nUm diesen inneren Freiraum und auch \u00e4u\u00dferen Spielraum, der mir dadurch erm\u00f6glicht wird.<\/p>\n<p>\u201e Menschen, die aus Hoffnung leben,<br \/>\nsehen weiter.<\/p>\n<p>Menschen, die aus der Liebe leben,<br \/>\nsehen tiefer.<\/p>\n<p>Menschen, die aus dem Glauben leben,<br \/>\nsehen alles in einem andern Licht.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p>Lied: 346, 1.4.5<br \/>\nSuch wer da will ein ander Ziel, die Seligkeit zu finden.<br \/>\nMein Herz allein bedacht soll sein , auf Christus sich zu gr\u00fcnden.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Esther Kuhn-Luz, Wirtschafts \u2013 und Sozialpfarrerin Stuttgart<br \/>\n<a href=\"mailto:Esther.Kuhn-Luz@ev-akademie-boll.de\">Esther.Kuhn-Luz@ev-akademie-boll.de<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20. 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