{"id":11455,"date":"2021-02-07T19:48:55","date_gmt":"2021-02-07T19:48:55","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=11455"},"modified":"2023-02-09T17:51:02","modified_gmt":"2023-02-09T16:51:02","slug":"offenbarung-des-johannes-314-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/offenbarung-des-johannes-314-22\/","title":{"rendered":"Offenbarung des Johannes 3,14-22"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><b><span style=\"color: #000099;\">Bu\u00df- und Bettag &#8211; 22. November .2006<br \/>\nPredigt zu Offenbarung des Johannes 3,14-22, verfa\u00dft von Hans Joachim Schliep<\/span><\/b><\/h3>\n<hr \/>\n<p>Textlesung &#8211; Offenbarung 3,14-22 (Luther 1984):<br \/>\n<em>3,14Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Das sagt, der AMEN hei\u00dft, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Sch\u00f6pfung Gottes: <\/em><br \/>\n<em>15Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm w\u00e4rest! 16Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. 17Du sprichst: \u201eIch bin reich und habe genug und brauche nichts!\u201c und wei\u00dft nicht, dass du elend und j\u00e4mmerlich bist, arm, blind und blo\u00df. 18Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer gel\u00e4utert ist, damit du reich werdest, und wei\u00dfe Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Bl\u00f6\u00dfe nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen m\u00f6gest. 19Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und z\u00fcchtige ich. So sei nun eifrig und tue Bu\u00dfe! <\/em><br \/>\n<em>20Siehe, ich stehe vor der T\u00fcr und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme h\u00f6ren wird und die T\u00fcr auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir. 21Wer \u00fcberwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich \u00fcberwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron. 22Wer Ohren hat, der h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt!<\/em><\/p>\n<p>Klopfzeichen, liebe Gemeinde, geben Rettungstrupps, um versch\u00fcttete Bergleute ausfindig zu machen. Werden diese erwidert, besteht Aussicht, die Eingeschlossenen zu bergen. Klopfzeichen gibt auch Christus: \u201eSiehe, ich stehe vor der T\u00fcr und klopfe an.\u201c Solche Klopfzeichen vernimmt der Seher Johannes stellvertretend f\u00fcr die Gemeinde in Laodizea.<\/p>\n<p>Aber sind die Christinnen und Christen dort denn Eingeschlossene? Versch\u00fcttete gar: statt in unterirdischen G\u00e4ngen in ihrem Herzen, ihrem Geist, ihrer ganzen Lebensweise? Es geht ihnen doch gut! Es geht ihnen sogar bestens! Als der Stadt Laodizea nach einem Erdbeben im Jahre 60\/61 n. Chr. aus der fernen Kapitale Rom finanzielle Wiederaufbauhilfe angeboten wird, lehnt sie dankend ab. Laodizea hat ausreichend eigenes Kapital, um die Sch\u00e4den zu reparieren. Sie haben genug und brauchen nichts.<\/p>\n<p>Laodizea, am Flu\u00df Lykos gelegen, ist gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. die reichste Stadt in der r\u00f6mischen Provinz Phrygien. Dort sprudeln die Geldquellen aufgrund eines bl\u00fchenden Handels und Wandels. Prosperit\u00e4t pur. Reichen R\u00f6mern wird empfohlen, ihr Geld in einem der Bankh\u00e4user Laodizeas anzulegen, wegen der hohen Zinsen. Dazu boomt das Gesch\u00e4ft mit der Gesundheit: Im Zentrum f\u00fcr Augenheilkunde therapieren die besten Augen\u00e4rzte mit einer besonders wirksamen Augensalbe, die in alle Welt vertrieben wird. Zudem der Verdienst an den Modew\u00fcnschen der Betuchten durch den Verkauf von feinstem Tuch!<\/p>\n<p>Ein gutes Investitionsklima und hohe Renditen. Davon profitiert auch die Christengemeinde. Wie auch wir gesteigerte Einnahmen unserer Kirchen erwarten, wenn sich die Wirtschaft erholt. Was kann daran falsch sein? Es w\u00e4re doch wirklich h\u00f6chste Zeit, ginge endlich die Arbeitslosigkeit nachhaltig zur\u00fcck und k\u00f6nnten Staat und Kirche mehr f\u00fcr Bildung und soziale Sicherung tun und die Armut bek\u00e4mpfen! Nur wer hat, kann geben!<\/p>\n<p>Im Blick auf die Lage in Laodizea sieht es der Seher Johannes ganz anders. Offenbar nimmt er eine massive Verschlossenheit der Gemeinde wahr, die er als letzte von sieben Gemeinden in Kleinasien anschreibt und die er als einzige heftig kritisiert. Er er\u00f6ffnet sein Sendschreiben statt nur mit einem Klopfzeichen gleich mit einem Hammerschlag: \u201eDas sagt der AMEN hei\u00dft, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Sch\u00f6pfung Gottes\u201c. Mit dem Bekr\u00e4ftigungswort AMEN, das gemeinhin am Schlu\u00df steht, nimmt er Christus als h\u00f6chste Autorit\u00e4t in Anspruch. Kann er nur so unsichtbare Mauern des Verkennens und Verbergens der wahren Verh\u00e4ltnisse durchbrechen, verschlossene Geh\u00f6rg\u00e4nge und verstopfte Herzenswindungen \u00f6ffnen?<\/p>\n<p>Kann der Seher Johannes nur durch den Hinweis auf die SCH\u00d6PFUNG neuen Lebensraum er\u00f6ffnen, eine Kreativit\u00e4t wecken, die, wie er es wahrnimmt, in allem Handel und Wandel zu kurz kommt? Um dieser Kreativit\u00e4t willen, so verstehe ich es, verbindet er die harsche Kritik an der \u201eLauheit\u201c der Christinnen und Christen in Laodicea mit dem drastischen Bild vom \u201eAusspeien\u201c. Ihr weder \u201eWarm\u201c noch \u201eKalt\u201c, ihr unentschiedenes \u201eAnything Goes\u201c findet er \u201eeinfach zum Kotzen\u201c. Ein ur-lebendiges, h\u00f6chst kreat\u00fcrliches Bild; zum Erbrechen war uns alle schon einmal. Aber befremdlich und geschmacklos. Nun, wem alles gleich g\u00fcltig ist, ist am Ende alles gleichg\u00fcltig, also ohne Geschmack, zum Ausspeien. Aber unser Leben soll doch Geschmack haben: Farbe, Form, Gesicht! Und die Kirche \u201eProfil\u201c!<\/p>\n<p>Was genau erregt den heiligen Zorn des Sehers derma\u00dfen, dass er die Klopfzeichen Christi geradezu mit Hammerschl\u00e4gen, ja, mit Axthieben ank\u00fcndigt? Er erkennt hinter den Kulissen, wie gerade die intensive Aktivit\u00e4t die wahre Kreativit\u00e4t versch\u00fcttet: Die laodizenische Christengemeinde ist sich selbst genug. Sie meint, alles zu haben und nichts zu ben\u00f6tigen. Aus dieser Haltung resultiert ein doppelter Schaden. Nach aller Lebenserfahrung will, wer schon alles hat, paradoxerweise immer mehr haben. Wie in dem Bilderbuch von Leo Lionni \u201eDas gr\u00f6\u00dfte Haus der Welt\u201c: Eine kleine Schnecke verschafft sich durch eigenes Dr\u00fccken das pr\u00e4chtigste Schneckenhaus, das man sich vorstellen kann. Doch nun kann sie zu keinem neuen Blatt gelangen. Zum Gl\u00fcck zerf\u00e4llt aus Nahrungsmangel das gr\u00f6\u00dfte Haus der Welt auf ihrem R\u00fccken rechtzeitig. Mit einem kleinen Haus kehrt ihre alte Beweglichkeit, ihre Kreativit\u00e4t zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Dazu kommt etwas Anderes, Entscheidendes: Was kann Gott dem noch geben, der schon alles hat? Nichts! Was hat Gott dem gegeben, der alles hat? Alles! Aber kann das noch erkennen, wer alles hat und deshalb noch mehr haben will? Wer aber das nicht mehr erkennt, verkennt in Selbstgen\u00fcgsamkeit, wie er angewiesen ist auf Lebenskraft von au\u00dfen, von Gott. Verkennung &#8211; das ist eigentlich S\u00fcnde: selbstverschuldete Abkehr von der Lebenskraft. Aus dieser Verkennung holen uns Bu\u00dfe und Vergebung zur\u00fcck, um uns so zu neuer Lebenskraft zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Doch blickt der Seher Johannes noch tiefer, ohne es jetzt ausdr\u00fccklich zu erw\u00e4hnen. Das Grund\u00fcbel ist f\u00fcr ihn der Kaiserkult. Vom Kaiserkult wird das erfolgreiche wirtschaftliche System in Laodizea zusammengehalten. Es hat nat\u00fcrlich eine starke milit\u00e4rische Pr\u00e4senz der R\u00f6mer zur Folge. Zu allen Zeiten und an allen Orten jedoch lassen Menschen sich viel gefallen, solange die Gesch\u00e4fte florieren und die Kurse steigen. Besonders Domitian, von 81 bis zu seinem gewaltsamen Tod im Jahr 96 in Rom auf dem C\u00e4sarenthron, legt auf Verehrung als Gott wert. Warum sollte man sie ihm verweigern? Zu den alten G\u00f6ttern, f\u00fcr jeden Lebensbereich einer, kommt nur ein neuer Gott hinzu. Der beansprucht im Alltag der Zivilreligion zwar gesteigerte Aufmerksamkeit, aber die Vorteile liegen auf der Hand. Auch die Christen k\u00f6nnten ihm doch ihre Referenz erweisen: Was kostete es sie denn schon, sich vor seinem gro\u00dfen Standbild, ohne an ihn zu glauben, nur der Form halber zu verneigen?!<\/p>\n<p>Der Seher Johannes aber, auf die Insel Patmos wegen religi\u00f6s motiviertem Widerstand gegen die Staatsgewalt verbannt, ist unter keinen Umst\u00e4nden bereit, den r\u00f6mischen Kaiser als Gott anzuerkennen. Folglich fordert er auch von der Gemeinde in Laodizea, keine Kompromisse mehr mit dem Kaiserkult einzugehen. Jeder Kompromiss, davon ist er \u00fcberzeugt, br\u00e4chte sie, modern gesprochen, um ihre Identit\u00e4t.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr k\u00f6nnte er strategische Gr\u00fcnde ins Feld f\u00fchren. Die kleine Christenheit muss ihre eigene \u201ecorporate identity\u201c finden. Nach der Zerst\u00f6rung Jerusalems im Jahre 70 n. Chr. ger\u00e4t sie unter doppelten Druck. Das Band zum Judentum l\u00f6st sich. Ohnehin schwinden die Vorteile, bei den R\u00f6mern als j\u00fcdische Sekte zu gelten. Schon Vespasian, Domitians Vor-Vorg\u00e4nger aus dem Haus der Flavier, baut die Ausnahmerechte f\u00fcr die Anh\u00e4nger der j\u00fcdischen Religion ab und erhebt eine Sondersteuer, die &#8211; anders als fr\u00fcher an den Jerusalemer Tempel &#8211; jetzt an Rom zu entrichten ist. Domitian weitet die Steuer auf alle \u201eGottesf\u00fcrchtigen\u201c aus, die aus Sicht der R\u00f6mer dem Judentum irgendwie nahestehen, und versch\u00e4rft ihre Eintreibung. Ab wann ist nun mit der Milit\u00e4rpflicht auch f\u00fcr Christen zu rechnen, zu der der Eid auf den \u201eg\u00f6ttlichen\u201c Kaiser geh\u00f6rt? Also m\u00fcssen die Christen, immer mehr auf sich allein gestellt, gewappnet und widerstandsf\u00e4hig sein, wollen sie Gott, dem Einen, Einzigen, dem Vater Jesu Christi, treu und damit christliche Gemeinde bleiben.<\/p>\n<p>Doch wie wir den Seher Johannes aus seiner prophetischen Schrift, der \u201eOffenbarung\u201c, kennen, spielen f\u00fcr ihn ganz andere als strategische Gr\u00fcnde die entscheidende Rolle: Wo es um Christus geht, um die Freiheit des Glaubens an den, der Gottes Erbarmen und Liebe verk\u00f6rpert, kann es f\u00fcr ihn ohnehin nur eine Lebensorientierung geben: an Christus selbst. Doch warum duldet der Christusglaube keine Kompromisse mit dem Kaiserkult? Um das wirklich zu verstehen, m\u00fcssen wir unsere Augen \u00f6ffnen lassen f\u00fcr die gro\u00dfe Vision und Audition, die den Seher Johannes aus seiner Verbannung heraus auf einen ganz neuen Horizont blicken l\u00e4sst: \u201eUnd ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. &#8230; Und ich h\u00f6rte eine gro\u00dfe Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die H\u00fctte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen &#8230;; und Gott wird abwischen alle Tr\u00e4nen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein\u201c (OffJoh 21,1-4 i. A.).<\/p>\n<p>Dieser Ausblick wird f\u00fcr Johannes zum Aufbruch. Indem er die Unvereinbarkeit zwischen Christusglauben und Kaiserkult proklamiert, wagt er eine Kritik an der politischen Macht. Deren deutlichster Ausdruck war damals nun einmal der Kaiserkult. Mag diese Art politischer Macht auch mit vern\u00fcnftigen Argumenten vom Vorteil f\u00fcr alle, wenn sie sich einer starken, einzigen Macht unterstellen, daherkommen &#8211; sie ist auf Zwang gebaut und deshalb voller Gewalt. Der Seher dagegen ist beseelt von Gottes Erbarmen, von der Hingabe und Liebe des Christus, die er in das Bild des \u201eLammes\u201c kleidet. Diese Hingabe, diese Liebe bis in den Tod hinein und durch den Tod hindurch wirkt auf ihn einfach bezwingend. Der Glaube: ein zwangloser Zwang &#8211; wie ein sch\u00f6nes Bild, eine wundervolle Musik, ein gutes Wort, eine hilfreiche Tat unmittelbar zu Herzen gehen und es ganz in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p>Zwar verbirgt der Seher Johannes es im Sendschreiben an die Laodizener zun\u00e4chst noch hinter schneidenden Worten und erschreckenden Bildern. Sein Wort, Christus weise zurecht und z\u00fcchtige gar, wen er liebe, m\u00fcssen wir zur\u00fcckweisen. Nicht einmal die Liebe, die um des Geliebten willen in Zorn ger\u00e4t, k\u00f6nnte k\u00f6rperliche Z\u00fcchtigung rechtfertigen. Akzeptabel w\u00e4re es allein, von der Zucht der Liebe zu reden: von der unbedingten Verpflichtung und Anstrengung, die die Liebe zum Anderen erheischt. Auch ihre Quelle ist der Glaube, der dem Seher Johannes in seiner Vision des neuen Himmels und der neuen Erde und von dem Gott, der alle Tr\u00e4nen abwischt, zuteil wird und dessen ganz Anderes er bezeugt. Solchen Glauben vergleicht der Politologe und Philosoph Otto Kallscheuer in seinem neuen, \u00fcberraschenden Buch \u201eDie Wissenschaft vom Lieben Gott\u201c mit der unwiderstehlichen Sch\u00f6nheit: \u201eWir k\u00f6nnen gar nicht anders als (die) Sch\u00f6nheit zu bewundern &#8211; und doch \u00fcbt sie keinerlei Gewalt wider unseren Willen aus. Eher schon m\u00fcssten wir unserem Willen Gewalt antun, um unseren Blick von der sch\u00f6nen Gestalt oder Vision abzuwenden. Der Zwang der Sch\u00f6nheit ist zugleich zwingend und zwanglos.\u201c (S. 302) So schenkt auch die Schwester des Glaubens, die Liebe, Freiheit im unbedingten Ja zueinander: allein die gelebte Bindung macht frei. Ja, der Glaube: ein \u201eZwang ohne Zwang\u201c. Deshalb befreiend. Deshalb Absage an alle Gewalt und missbraucht, wo er als religi\u00f6se Rechtfertigung von Gewalt herhalten muss. Deshalb mit dem Kaiserkult unvereinbar.<\/p>\n<p>Denn diese gewaltgest\u00fctzte politische Macht wird sich zum Waffengebrauch gezwungen empfinden, wenn jemand sich ihrem Zwang entzieht. Zugleich dr\u00fcckt sich in dieser Art politischer Macht der allbekannte Allmachtsanspruch des Endlichen aus, das mit seiner Endlichkeit partout nicht einverstanden sein will. Damit wird die Verkennung des Lebens, wie es geschaffen ist, auf die Spitze getrieben. Eine der Folgen ist ein Leistungsanspruch, der auf rastlose Produktion in fehlerfreier Perfektion aus ist. Unfertiges und Unvollkommenes, Fehlerhaftes und Fragmentarisches gelten dann als das Unzul\u00e4ssige. Du darfst deine Tr\u00e4nen nicht zeigen, geschweige denn abwischen lassen! Von der Freiheit zum Totalit\u00e4ren hin sind es dann nur wenige Schritte. Machen wir uns doch nichts vor: Das ist, trotz aller Vorz\u00fcge, die sie hat, die eigentliche Logik unserer kapitalistischen Wirtschaft. Ich kenne &#8211; noch &#8211; keine bessere. Aber ihr wahres Gesicht: das Doktrin\u00e4re und Revolution\u00e4re, das ihr innewohnt, ihr explosives Gewaltpotential gegen Menschen und Mitwelt zu verschleiern, w\u00e4re doch wohl Verkennung in h\u00f6chstem Ma\u00df!<\/p>\n<p>Dagegen schlie\u00dft &#8211; in zwanglosem Zwang &#8211; der Glauben, wie Christus ihn in Gang setzt, alles Marginale und Fragmentarische in seine Hoffnung und seine Liebe ein, l\u00e4sst es teilhaben am Leben, nimmt es in seine Obhut, gibt ihm sein Recht, erweckt in ihm neue Lebenskraft. Kreativit\u00e4t und Humanit\u00e4t aus Glauben, Hoffnung, Liebe! Eine Liebe, der alles, die sich selbst verlorengeht, wenn sie nur nimmt, aber alles gewinnt, wenn sie nur gibt!<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnte ein Kaiser denn auch geben, selbst wenn er ein gerechter Kaiser w\u00e4re? Fragen wir ruhig, auch wenn zwischen dem gro\u00dfen Kaiser in Rom und der gro\u00dfen Koalition in Berlin der himmelweite Unterschied eines demokratischen Staatswesens liegt: Wof\u00fcr k\u00f6nnte eine gute Regierung allenfalls sorgen? F\u00fcr Gerechtigkeit. Das w\u00e4re ja schon ganz, ganz viel. Gerecht aber ist, dass jeder bekommt, was er verdient. Dann aber wird niemandem etwas geschenkt. Im Leben sind jedoch alle darauf angewiesen, mehr zu bekommen, als sie sich erwirken k\u00f6nnen. Vom Anfang bis zum Ende ist das Leben selbst das gn\u00e4dig Gew\u00e4hrte, das jedem Erwerben zuvorkommt, der gro\u00dfe Gewinn, der durch keinen Ertrag \u00fcberboten werden kann.<\/p>\n<p>Diesen tieferen Lebenszusammenhang deckt der Seher Johannes auf, wenn er den Laodizenern als Christuswort schreibt: \u201eIch rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer gel\u00e4utert ist, damit du reich werdest, und wei\u00dfe Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Bl\u00f6\u00dfe nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen m\u00f6gest.\u201c \u201eGold\u201c, \u201ewei\u00dfe Kleider\u201c, \u201eAugensalbe\u201c &#8211; wir wissen schon: die Einnahmequellen der Laodizener. \u201eAugensalbe\u201c von Christus dagegen &#8211; die steht f\u00fcr die tiefbetr\u00fcbten, aber doch gn\u00e4digen Augen, mit denen Jesus Christus den Verleugner Petrus angeblickt hat: dass wir also unser wahres Ansehen vom Ansehen Gottes her gewinnen. \u201eWei\u00dfe Kleider\u201c von Christus &#8211; die erinnern an das Kleid, das bei der Taufe am Auferstehungsmorgen umgelegt wird: dass wir also schon unser altes in der Kraft des neuen Lebens leben d\u00fcrfen. \u201eGold, das im Feuer gel\u00e4utert ist\u201c &#8211; der Preis des eigenen Lebens, den es Jesus Christus in seiner unbedingten Gottestreue und Menschenliebe im gl\u00fchenden Hass erlittener Gewalt gekostet hat.<\/p>\n<p>Mag seine aggressive Sprache bisweilen ganz anders klingen, der Seher Johannes entkommt doch der Falle, die r\u00f6mische Gro\u00dfmacht anzugreifen von einer g\u00f6ttlichen Allmacht her, die nur die h\u00f6chste Steigerung der C\u00e4sarenmacht w\u00e4re. Er ist kein Taliban. Er ersch\u00fcttert allein von der Macht der Liebe her, die die Ohnmacht zu ertragen vermag und sich in der Ohnmacht erweist: von dem Christus her, der sein Leben mit den Menschen teilt. Denn die Klopfzeichen, mit denen Christus Einlass in den verschlossenen Raum begehrt, bedeuten, obwohl man nach den harten Worten vorher durchaus anderes erwarten k\u00f6nnte, nicht den Beginn einer Bu\u00df- und Strafaktion. Im Gegenteil: Sie signalisieren seine Bitte um Gemeinschaft in der Feier des Abendmahls, im Brechen des Brotes, das seinen eigenen gebrochenen Leib, und im Reichen des Kelches, das seine eigene Lebenshingabe vergegenw\u00e4rtigt.<\/p>\n<p>Wo die C\u00e4sarenmacht zu Gericht sitzen m\u00fcsste, l\u00e4sst die Gottesmacht Gnade walten. Ist uns heute noch bewusst, welche Revolution im Gottesbild sich darin ausspricht? Im Bilde gesprochen: Ein Gott, der seinen hohen \u201eThron\u201c verl\u00e4sst, um selbst bei den Eingeschlossenen und Versch\u00fctteten, den gleichsam lebendig Begrabenen zu sein! Und der so &#8211; in Christus &#8211; die Menschen, auch das geringste seiner Gesch\u00f6pfe, zu h\u00f6chster W\u00fcrde erhebt! Sie alle sollen mit Christus beim \u201eVater\u201c sein, auf dem \u201eThron\u201c sitzen, auch der Niedrigste soll teilhaben am \u201eReich\u201c, an der \u201eKraft\u201c, an der \u201eHerrlichkeit\u201c. Das neue Gottesbild, das Gott tief unten im Leben erkennt, f\u00fchrt zu einem neuen Menschenbild, das un\u00fcberboten hoch vom Menschen denkt. Der Mensch &#8211; ein K\u00f6nig. Und \u201eK\u00f6nige\u201c &#8211; oder wer auch immer und wo auch immer an der Spitze steht: alle sind Menschen.<\/p>\n<p>Nun aber, liebe Gemeinde, die wichtigste Frage, die sich uns heute am Bu\u00df- und Bettag von diesem Text her stellt: Welchen Temperaturgrad w\u00fcrde der Seher Johannes bei den christlichen Kirchen im Jahr 2006 messen? G\u00e4be er sich wohl zufrieden mit den \u201eLeuchtfeuern\u201c einer \u201eKirche der Freiheit\u201c? Oder w\u00e4ren wir ihm an Lauheit nicht zu \u00fcberbieten? Eine Kirche, die &#8211; um nur wenige Beispiele zu nennen &#8211; in Fragen der Migration, der Arbeitsmarkt-, Bildungs-, Gesundheits- und Entwicklungspolitik sich auf gesellschaftliche Probleme mit stichhaltiger Kritik und durchdachten Argumenten einl\u00e4sst, die z. B. gerade eine Armutsstudie herausgebracht hat? Eine Kirche, die menschengerechte und sachgem\u00e4\u00dfe Wege in ethischen Konflikten sucht und damit notwendigerweise auch Kompromisse hinnimmt? Eine Kirche, die den Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen, auch mit anderen Religionen sucht? Eine Kirche, die die Zivilreligion \u00fcberall dort akzeptiert, wo sie nicht eklatant der biblischen Botschaft widerspricht? Eine Kirche, die sich in einem klug austarierten staatskirchenrechtlichen System bewegt? Eine Kirche, die mit wohlerwogenen Gr\u00fcnden Kirchensteuer durch die staatliche Finanzverwaltung erhebt und eine der gr\u00f6\u00dften Arbeitgeberinnen in unserem Land ist, eine \u201eFirma\u201c mit Milliardenums\u00e4tzen? Eine Kirche, die sich um \u00f6ffentliche Pr\u00e4senz bem\u00fcht und Internet-Chatr\u00e4ume er\u00f6ffnet? Eine Kirche, die den Vorzug genie\u00dft, dass aus in Rundfunknachrichten aus der Reformationspredigt ihrer Landesbisch\u00f6fin zitiert wird? Eine Kirche, die auf der Suche nach neuen Einnahmequellen durch Vereine und Stiftungen vom privaten Reichtum auch der Unkirchlichen etwas absch\u00f6pfen will? Diese Kirche ist meine Kirche, in der mitzuwirken f\u00fcr mich eine Lust und Freude ist und der ich nach 32 Dienstjahren unendlich viel verdanke.<br \/>\nFindest du, Seher Johannes, meine Kirche \u201ezum Kotzen\u201c?<\/p>\n<p>Bevor du antwortest, Seher Johannes, mache ich dich darauf aufmerksam, wie deine theologisch-politische Kritik wenigstens mittelbar zu dieser Entwicklung mit beigetragen hat. Denn wie du die K\u00f6nigsw\u00fcrde des Menschen siehst, wie du am Ende doch der Gnade Vorfahrt vor dem Recht gibst, wie du den Richter als Retter verk\u00fcndigst und Gott als den, der noch unsere hinuntergeschluckten Tr\u00e4nen \u201eabwischt\u201c, wie du die Gewalt (dann doch) durch Liebe \u00fcberwunden siehst, das hat doch auch mit zu einer demokratischen Gesellschaft gef\u00fchrt. In der wird die christliche Botschaft zwar oft an den Rand gedr\u00e4ngt, aber sie kann ungehindert weitergegeben, der Glaube kann unvermindert gelebt werden. Obwohl sie f\u00fcr dich wie f\u00fcr mich alles andere als der \u201eneue Himmel\u201c und die \u201eneue Erde\u201c sein kann, ist diese moderne, plurale, offene Gesellschaft, die sich auch in unseren Kirchen spiegelt, doch nicht v\u00f6llig jenseits des Evangeliums, das auch du, wof\u00fcr wir dir danken, an uns weitergegeben hast.<\/p>\n<p>Darum seien die heutigen christlichen Fundamentalisten aller theologischen und politischen Coleur gewarnt vor einer apokalyptischen Pose und dem Schwingen der Flagge religi\u00f6s-moralischer Eindeutigkeit, womit sie ohnehin immer einen Schritt vor dem Abgrund der Bigotterie stehen. Den Abschied vom Kaiserkult sehe ich auch in einer Verabschiedung religi\u00f6s-moralischer Bevormundung und eines schlichten Entweder-Oders, das einer komplexen und darum komplizierten Gesellschaft niemals mehr angemessen sein wird. Die Teilhabe aller, wirklich aller Menschen auf der Erde, auch kommender Generationen, an der Lebensgabe und den Lebensgaben ist das Grundkriterium, f\u00fcr das die christlichen Kirchen einzutreten haben. Auf dieser Basis aber gilt es, Verantwortung im ethischen Konflikt zu \u00fcbernehmen. M\u00f6ge uns Gott, indem er uns Freiheits- und Gerechtigkeitssinn sowie politische Klugheit schenkt, davor bewahren, politische Tyrannei aushalten oder gar beseitigen zu m\u00fcssen. Was und wie es auch kommen mag, sind alle, die Verantwortung \u00fcbernehmen, auf Vergebung angewiesen. Das wird am Bu\u00df- und Bettag besonders deutlich.<\/p>\n<p>Heute will uns der Seher Johannes den Blick daf\u00fcr sch\u00e4rfen, dass jede Christin, jeder Christ und durch sie die christlichen Kirchen Ma\u00df nehmen an dem, der anklopft, um sein Leben in letzter Hingabe mit uns zu teilen und in dessen Kraft auch uns die Vision vom \u201eneuen Himmel\u201c und der \u201eneuen Erde\u201c zuteil wird. Vor diesem Horizont sind uns erneut die Fragen gestellt: Was macht uns wirklich reich? Wie leben wir wirklich unserer W\u00fcrde gem\u00e4\u00df? Wie bekommen wir wirklich einen klaren Blick f\u00fcr das, was dem Leben dient?<\/p>\n<p>Die prophetische Vision vom Reich Gottes, das allein durch Gott selbst kommt, will uns vor der Illusion bewahren, das wirklich Neue, End- und Letztg\u00fcltige durch unser Handeln herstellen zu k\u00f6nnen. Das muss ich wissen, wenn ich mich durch kein noch so rational oder ethisch gut motiviertes Argument bisher davon \u00fcberzeugen lassen konnte, dass &#8211; um wieder nur Beispiele zu nennen &#8211; die Gentechnik wirklich lebensdienlich ist und die Kernenergienutzung wirklich der vertr\u00e4glichste Weg, unseren Energiebedarf zu decken. Deshalb muss ich die Verantwortung f\u00fcr die Folgen tragen, die ein Verzicht auf derartige Mittel zugleich immer bedeutet &#8211; und bereit sein zum Dialog, der auch zur \u00c4nderung meiner Meinung f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Das betrifft allemal die Frage, wie die Kirche Kirche ist. Denn der Seher Johannes, wollen wir ihn ernst nehmen, darf doch erwarten, dass wir Alternativen wenigstens in den Blick nehmen, zumal dann, wenn der Umbau unserer Kirchen ohnehin ansteht. Die christlichen Kirchen in unserem Land, die Freikirchen eingeschlossen, sind tief in unser politisch-kulturelles System eingebunden, das sich nicht zuletzt aus der Kraft der christlichen Botschaft speist. Deshalb k\u00f6nnen und d\u00fcrfen sie sich nicht aus dieser Gesellschaft verabschieden. Gleichwohl ist ihre Basis eine ganz andere. Gleichwohl haben sie der Gesellschaft nicht nur Werte (nach)zuliefern, sondern ihre Werte auch in Frage zu stellen (so k\u00fcrzlich Robert Leicht). Gleichwohl stehen sie einzig mit Gott, wie er sich in Jesus Christus gezeigt hat, auf dem Markt der Werte, Waren und Wahrheiten. Gleichwohl zeugte es von Glaubensmut und Geisteskraft, n\u00e4hmen wir ein ganz anderes Christ- und Kirchesein in den Blick: Nur noch drei krumme N\u00e4gel an einer nackten Wand! Nur noch ein paar Steine von den Tr\u00fcmmern des Tempels!<\/p>\n<p>H\u00f6rten wir dem Seher Johannes, diesem alten Aufdecker und Aufkl\u00e4rer, zu, wenn er uns etwa so fragte: Seid ihr nicht immer noch zu selbstgen\u00fcgsam? W\u00fcrdet ihr wirklich in den drei N\u00e4geln an der Wand den Gekreuzigten erkennen oder in den Tr\u00fcmmersteinen die ganze Kirche? Verlasst ihr euch nicht immer noch zu sehr darauf, gebraucht zu werden und durch das Staatskirchenrecht gesch\u00fctzt zu sein? Seid ihr nicht &#8211; trotz allem diakonischen Einsatz und obwohl ihr den Finger oft fr\u00fcher als andere in die Wunde legt und gangbare L\u00f6sungen zur \u00dcberwindung sozialer Schieflagen anbietet &#8211; viel zu kompromissbereit? K\u00f6nntet ihr, die ihr euch um neue finanzielle Standbeine k\u00fcmmert, euch auch vorstellen, euch nur aus eigenen Mitteln finanzieren und mit m\u00e4chtig viel weniger auskommen zu m\u00fcssen? Warum musstest du, k\u00f6nnte er mich pers\u00f6nlich fragen, unbedingt einen Beruf in der Kirche haben, statt in deinem urspr\u00fcnglich erlernten Beruf dein Christsein zu leben? Warum sind eure Pastorinnen und Pastoren nicht im Hauptberuf B\u00e4ckereifachverk\u00e4uferinnen (sie wissen um das, was n\u00e4hrt) oder Taxifahrer (sie kennen die Wege und Kreuzungen), die Diakone und Diakoninnen Lehrer, Erzieher oder Berufsberater (die kennen die jungen Leute und &#8211; hoffentlich &#8211; wie es ist, wenn man Arbeit sucht), die Personaldezernentin Vorsitzende eines Betriebsrats (wegen der \u00dcbung im Umgang mit Menschen), der Pr\u00e4sident des Landeskirchenamtes &#8211; oder was an kirchlicher Leitung und Verwaltung n\u00f6tig sein wird &#8211; Justitiar eines anderen gro\u00dfen Non-Profit-Unternehmens (der wei\u00df etwas von Finanzen und vom Recht: auch die Kirche lebt ja unter den harten Bedingungen des Diesseits), die Bisch\u00f6fin Vorstand &#8211; Oder w\u00e4re das schon zu angepasst? &#8211; eines weltweit operierenden Unternehmens, in dem sie sich f\u00fcr die Fair-Trade-Regeln einsetzt (sie hat Menschenkenntnis und dazu internationale Kontakte)?<br \/>\nHelmut Gollwitzer hatte Recht: \u201eLaodizea &#8211; das sind wir.\u201c<\/p>\n<p>Deshalb: Welche Alternativen auch immer tragf\u00e4hig und zu ergreifen sein werden, es kommt darauf an, wie wir \u201eKirche der Freiheit\u201c sind und die derzeitige Freiheit nutzen: Bereit und in der Lage, mitten im Reichtum Bettler zu sein und eine Option f\u00fcr alle, die seelische oder leibliche Not leiden, zu leben? Alles kommt darauf an, die wirkliche Lebensalternative bei uns selbst zum Tragen kommen zu lassen, die Johannes als Christuswort ausspricht: \u201eSiehe, ich stehe vor der T\u00fcr und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme h\u00f6ren wird und die T\u00fcr auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.\u201c<\/p>\n<p>Alles kommt darauf an, das wahre Lebensangebot wahrzunehmen, wodurch Christus uns vor Verschlossenheit und Versch\u00fcttetwerden bewahren will und das er uns ank\u00fcndigt mit seinem Klopfzeichen. Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Hans Joachim Schliep<br \/>\nPastor am Ev. Kirchenzentrum<br \/>\nKronsberg in Hannover (EXPO-Neubaugebiet)<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:Hans-Joachim.Schliep@evlka.de\">Hans-Joachim.Schliep@evlka.de<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bu\u00df- und Bettag &#8211; 22. 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