{"id":11513,"date":"2021-02-07T19:49:04","date_gmt":"2021-02-07T19:49:04","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=11513"},"modified":"2023-02-05T21:36:32","modified_gmt":"2023-02-05T20:36:32","slug":"das-wort-geht-von-dem-vater-aus-eg-223","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/das-wort-geht-von-dem-vater-aus-eg-223\/","title":{"rendered":"Das Wort geht von dem Vater aus EG 223"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><b><span style=\"color: #000099;\">Passionszeit 2006<br \/>\nTheologische und kirchenmusikalische Anregungen zu Passionsliedern<br \/>\nAlexander V\u00f6lker und Thomas Schmidt<\/span><\/b><\/h3>\n<hr \/>\n<p><strong>Zum Gr\u00fcndonnerstag (13. April 2006)<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Wort geht von dem Vater aus EG 223<\/strong><\/p>\n<p>Bei seinen Fragen an die Christen in Korinth (1. Kor 10,16-17) hat Paulus nicht irgendeine ideale \u201eGemeinschaft\u201c (\u201akoinonia\u2019) etwa im Gegensatz zum postmodernen Individualismus im Sinn, es geht ihm um die Teilhabe am Kreuzestod Jesu Christi durch die Abendmahlsfeier \u2013 in scharfer Abgrenzung zu einer von Menschen selbst gew\u00e4hlten Gemeinschaft mit wer wei\u00df welchen \u201eGeistern\u201c (vgl. 10,20b-21). \u201eDie ganze Welt ist voll von Liturgie\u201c hei\u00dft ein neuer Band \u201ezu einer integrativen Gottesdienstpraxis\u201c: Paulus\u2019 Einlassung im Predigttext macht recht sensibel f\u00fcr den erkl\u00e4rten \u201eKult\u201c-Status bestimmter \u201a Events\u2019 heute, die auf \u201eGemeinschaft\u201c, sprich Teilhabe, aus sind.<\/p>\n<p>\u201eEin Abendmahlslied f\u00fcr besinnliche Menschen im kleinen Kreis\u201c, <em>\u2013 <\/em>mit diesem Satz schlie\u00dft eine Auslegung von <em>Das Wort geht von dem Vater aus<\/em>. Hier scheint doch wohl von dem eher bescheidenen Zuschnitt evangelischer Abendmahlserfahrung aus geurteilt zu sein.<\/p>\n<p>Den Hymnus zu Fronleichnam \u201eVerbum supernum prodiens\u201c des gro\u00dfen Thomas von Aquin hat Otto Riethm\u00fcller, darin Luther mit EG 214 vergleichbar, frei \u00fcbertragen. Nach dem \u201ajohanneischen\u2019 Eingang (Joh 1,1.14; 8,35) stellt <em>zu der Welten Abendzeit <\/em>(1,3) das Wirken Jesu in einen endzeitlichen Horizont (vgl. 4,4; 5,2; 6,3f.), den Abendmahlsfeiern hierzulande nicht selten vermissen lassen. Das Heilswerk ist abgeschlossen (<em>gab<\/em>, 2,3; 3,1), jetzt gibt er <em>den Seinen sich im Sakrament <\/em>(2,4). Die Strophen 3 und 4 sprechen folgerichtig im Tempus der Gegenwart. Im Blick auf die <em>zwiefache <\/em>Gabe und die Trennung von <em>Fleisch und Blut im Tod <\/em>(Joh 19,33f.) spielt das ganz und gar meditativ angelegte Lied mit dem Verh\u00e4ltnis von Einheit und Trennung, vgl. 1. Kor 10,17! Die sonst im Kirchenlied ungew\u00f6hnliche Pr\u00e4dikation <em>Bruder <\/em>(4,1) harmoniert alliterierend mit <em>Brot <\/em>(4,1; Joh 6,51, vgl. <em>Kampf \/ Krieg <\/em>5,3). Die Bitte an den Gekreuzigten und Auferstandenen um <em>Mut, Kraft und Hilf <\/em>(5,4) sollte dem Textdichter von \u201eHerr, wir stehen Hand in Hand\u201c (<em>nicht <\/em>im EG-Stamm) keinesfalls den Vorwurf eines geistlichen Militarismus eintragen.<\/p>\n<p>Das Lied mit seinem klaren Christus- und Abendmahlsbekenntnis vermag gewiss ein wenig von der Traurigkeit wegzunehmen, die \u201ebesinnliche Menschen im kleinen Kreis\u201c an diesem Abend erfahrungsgem\u00e4\u00df zu umfangen pflegt.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/archiv-8\/Gruendonnerstag223DasWortgeht.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">-&gt; EG 223<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Gruendonnerstag223DasWortgeht.pdf\">Gruendonnerstag223DasWortgeht<\/a> <\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Alexander V\u00f6lker<br \/>\n<a href=\"mailto:asvoelker@teleos-web.de\">asvoelker@teleos-web.de<\/a> <\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Passionszeit 2006 Theologische und kirchenmusikalische Anregungen zu Passionsliedern Alexander V\u00f6lker und Thomas Schmidt Zum Gr\u00fcndonnerstag (13. 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