{"id":11560,"date":"2021-02-07T19:49:01","date_gmt":"2021-02-07T19:49:01","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=11560"},"modified":"2023-02-24T19:59:40","modified_gmt":"2023-02-24T18:59:40","slug":"hebraeer-12-1-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/hebraeer-12-1-13\/","title":{"rendered":"Hebr\u00e4er 12, 1-13"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3 style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><b><span style=\"color: #000099;\">Bibel und Sport<br \/>\nPredigten aus Anla\u00df der Fu\u00dfballweltmeisterschaft 2006<br \/>\nVon der Halbzeit bis kurz vor Toresschlu\u00df<br \/>\nPredigt \u00fcber Hebr\u00e4er 12, 1-13, verfasst von Ralf Hoburg<\/span><\/b><\/h3>\n<hr \/>\n<p align=\"center\"><strong>Von der Halbzeit bis kurz vor Toresschlu\u00df<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\">Es gibt Fu\u00dfballspiele, die lie\u00dfen sich auf f\u00fcnfzehn Minuten verk\u00fcrzen. Und zwar gerade auf die letzte Viertelstunde vor dem Abpfiff. Da fangen die Spieler allesamt an zu laufen was das Zeug h\u00e4lt. Das Tor kurz vor Ende k\u00f6nnte den Sieg f\u00fcr die eigene Mannschaft bringen. Was 75 Minuten misslang, soll kurz vor dem Ende geschafft werden. Aber da sind die Spieler schon etwas abgek\u00e4mpft und ersch\u00f6pft. Und in genau diesem Moment l\u00e4sst sich bei vielen Fussball-spielen etwas interessantes beobachten: W\u00e4hrend manche Mannschaften hektisch werden und das Tor erzwingen wollen, gibt es andere, bei denen sich bei aller konzentrierten Bem\u00fchung eine innere Ruhe beobachten l\u00e4sst. In der letzten Viertelstunde zeichnen sich die Profis durch Geduld im Kampf aus, die auf Ausdauer baut, auf den richtigen Moment wartet und sich als Mannschaft von ihrem Kapit\u00e4n f\u00fchren l\u00e4sst. Die professionellen Mannschaften setzen nicht nur auf das K\u00f6nnen begabten Einzelspieler, sondern erinnern sich an die eigenen Erfahrun-gen aus der Vergangenheit. Sie wissen, dass sie es k\u00f6nnen. Und im Vertrauen auf die Wolke eigener Erfahrungen heraus legen sie die Hektik ab, werden innerlich konzentriert und errei-chen dann oft fast spielerisch leicht und ungezwungen das Tor. So wird das Spiel \u00fcber 90 Minuten unerwartet zu einem inneren Lauf zwischen Bem\u00fchung und Vertrauen. Mich erinnert das an einen Text des Schriftstellers \u00d6don von Horvarth, der in einem kleinen Buch \u00fcber Sportm\u00e4rchen sinnierte:<\/p>\n<p>\u201eManchmal plaudern Start und Ziel miteinander.<br \/>\nEs sagt das Ziel: \u201aSt\u00e4nde ich nicht hier \u2013 w\u00e4rest Du ziellos!\u2019<br \/>\nUnd der Start sagt: \u201aDas ist schon richtig; doch denke: w\u00e4re ich ziellos \u2013 was dann?\u2019<br \/>\n\u201aDas w\u00e4re mein Tod.\u2019 Da l\u00e4chelt der Start: \u201aJa, ja, so ist das Leben, Herr Vetter!\u201c<\/p>\n<p>Humorvoll vermittelt Horvarth uns hier die Erkenntnis, dass schon vom Start an Geduld und Ausdauer notwendig sind, um das Ziel zu erreichen. Wer also die letzte Viertelstunde zum Prinzip erhebt und in jedem Fall darauf baut, irgendwie das Tor zu machen, der kann auch scheitern und muss damit rechnen, das Spiel zu verlieren und nicht ans Ziel zu kommen. Den Kairos bzw. den richtigen Zeitpunkt kann man nicht erzwingen. So w\u00e4re eigentlich den Fu\u00dfballspielern, die jetzt bei der Weltmeisterschaft das Langstreckenziel des Pokalgewinns im letzten Spiel vor Augen haben, zu raten, die Kr\u00e4fte zwischen Start und Ziel so zu gewichten, dass der Mannschaft nicht in der Mitte des Tourniers die Puste ausgeht wie einem erm\u00fcdenden Langstreckenl\u00e4ufer, dem das Ziel vor den Augen verschwimmt, weil die Kondition abnimmt. Von der Mitte seines Laufes an fehlt ihm die Ausdauer und man k\u00f6nnte vermuten, dass er falsch gestartet ist, zu hastig und zu schnell, indem er nur den Blick nach vorne gewandt hielt. Jetzt, da ihm die Kr\u00e4fte fehlen, muss er umdisponieren, sich gleichsam neu ordnen, um das Ziel \u00fcberhaupt noch zu erreichen. Es w\u00e4re interessant zu beobachten, ob sich auch bei der Fu\u00dfballweltmeisterschaft die Tugend der Geduld und Ausdauer bew\u00e4hrt. Denn das hei\u00dft: jede gegnerische Mannschaft gleich ernst nehmen und jedes Spiel so zu f\u00fchren als ginge es schon im ersten Spiel um das Ziel. Die Taktik der letzten Viertelstunde f\u00fchrt sicherlich nicht in jedem Fall zur Weltmeisterschaft, auch wenn sich in der Zeit kurz vor Toresschluss Erfahrung und K\u00f6nnen miteinander verbinden und hin und wieder ein Sieg auf diese Weise gelingt.<\/p>\n<p>Aber da gibt es noch etwas anderes, was zur Voraussetzung zum Erfolg geh\u00f6rt: das Vertrauen oder die F\u00e4higkeit einer Mannschaft, sich einem Anderen anzuvertrauen. Das Ziel, am Ende Weltmeister zu werden gelingt wohl am ehesten mit der inneren Haltung. Dazu z\u00e4hlt die Erkenntnis, nicht immer als Individualist der Beste sein zu wollen, sondern ein Vorbild zu haben, auf das man sich getrost einlassen kann. Bei vielen Fu\u00dfballspielern, die jenseits PR-wirksamer Modetrends sich spirituell der Kraft eines H\u00f6heren anvertrauen, beten oder sich offen auf dem Spielfeld \u201ebekreuzigen\u201c, kann man diese Haltung erkennen: sie verdanken ihre Leistung einem religi\u00f6sen Vertrauen, das sie befreit zu einer Hingebung an die Kunst des Fu\u00dfballspielens. Wenn man hier \u00fcberhaupt von Glaube reden kann, dann meint dies ein Respekt vor dem Gabecharakter der eigenen F\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Was hier einleitend als Beobachtung von einem Fu\u00dfballspiel hergeleitet wird, das passt in gewisser Weise zu dem Bild der Geduld im Kampf, wie sie die Vorstellungswelt des Predigttextes zu Hebr. 12,1-3 benennt. Vom Sport ist hier auf keinen Fall die Rede und die religi\u00f6se Deutung sportlicher Ereignisse lag den biblischen Autoren sicherlich fern. Auch heute d\u00fcrfen wir trotz des Fu\u00dfballfiebers dieser Tage bei der Weltmeisterschaft diese religi\u00f6se Deutung nicht \u00fcberstrapazieren. Dennoch k\u00f6nnen beide Erfahrungswelten sich gegenseitig erg\u00e4nzen und interpretieren und der Fernsehzuschauer von heute hat konkrete Bilder und Vorstellungen im Kopf, wenn von der letzten Viertelstunde beim Fu\u00dfball die Rede ist. Der Bibeltext aus dem Hebr\u00e4erbrief erz\u00e4hlt von \u00e4hnlichen Erfahrungen. Er richtet sich an eine bestimmte Gemeinde. Die Menschen, die der Brief anredet, sind ersch\u00f6pft und m\u00fcde von einem l\u00e4ngeren Wettkampf. Und wie der Trainer einer Fu\u00dfballmannschaft w\u00e4hrend der Spielpause nach der ersten Halbzeit eher die psychologische Funktion des Mahnens, Tr\u00f6stens aber auch des wachr\u00fcttelns hat, so will der Verfasser des Hebr\u00e4erbriefes seine Mannschaft tr\u00f6sten und ermahnen. Eine erlahmende und m\u00fcde werdende Gemeinde soll zu einem lebendigen christlichen Glauben zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Es fehlt die richtige Motivation. Die \u201eGlaubensmannschaft\u201c hat nicht nur die Motivation verloren, sondern auch die Orientierung. Das macht die Textstelle dieses Briefes \u00fcber die Aktualit\u00e4t innerhalb der gegenw\u00e4rtigen Fu\u00dfballbegeisterung f\u00fcr heutige Gemeinden aktuell.<\/p>\n<p>Und auch das Bild des K\u00e4mpfers kommt \u00fcber den engeren Erfahrungsbereich des Sports den Erfahrungen vieler Menschen heute entgegen. Der Alltag in Beruf und Familie ist vielfach gepr\u00e4gt von Leistung und Kampf, Konkurrenz und den Gef\u00fchlen des eigenen Scheiterns. Da kann man schon manchmal m\u00fcde werden, die Orientierung auf dem eigenen Lebensweg verlieren und st\u00f6hnen unter der schweren Last. \u201eHoffnungsm\u00fcdigkeit\u201c, so ein Wort von Christa Wolf, greift um sich. Die Zeit wird zu einer Mangelware im Leben ebenso wie Langmut und Geduld \u2013 auch zwischen den Menschen \u2013, die in dem Text dem Langstreckenl\u00e4ufer oder der Fu\u00dfballmannschaft der letzten Viertelstunde abverlangt werden. Die Hektik und die Hast unserer Welt machen m\u00fcde, wir stehen permanent unter dem Druck der \u201eletzten Viertelstunde\u201c und wie oft kann man Menschen davon reden h\u00f6ren, wie sehr sie sich danach sehnen, einfach nur die Beine hochlegen zu k\u00f6nnen und sich auszuruhen. Die verstorbene Theologin Dorothee S\u00f6lle formulierte in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs 1974 folgende Gedanken:<\/p>\n<p>\u201eWie lange soll der Marsch noch dauern\/<br \/>\nwas bedeutet das vierzig Jahre\/<br \/>\nist es unsere Generation, die verheizt wird?\/<br \/>\noder die n\u00e4chste noch und wozu\/<br \/>\nlohnt sich das Ziel f\u00fcr ein ganzes Leben\/<br \/>\nvoll M\u00fche und Konferenzen\/<br \/>\nkommen wir je heraus aus der Erstarrung?\/<br \/>\nimmer nur Sand und Steine und keine Menschen&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Es kann schnell passieren, dass einem das Ziel aus den Augen ger\u00e4t und alles sinnlos erscheint. Und die Kr\u00e4fte schwinden in der letzten Viertelstunde, obwohl das Ende doch zum Greifen nah ist und damit der Gewinn des Lebensspiels. Wozu k\u00e4mpfen? F\u00fcr die Weltmeisterschale? Dann schon eher f\u00fcr die horrende Pr\u00e4mie, die den Spielern beim Gewinn der Fu\u00dfballweltmeisterschaft winkt. Sind wir heute so korrupt und dekadent, dass eigentlich nur noch das Geld das Ziel ist? Ich bef\u00fcrchte es fast! Aber zum Gewinnen ist nicht nur das K\u00f6nnen erforderlich, sondern auch der Glaube an ein Ziel und die Vision mit dem Gewinnen einen \u201einneren\u201c Wert erreicht zu haben. Deutschlands Fu\u00dfballspieler einschlie\u00dflich des gesamten Verbandsmanagements sind allerdings ein Haufen visionsloser Gesellen, die nur noch auf das Gl\u00fcck der letzten Viertelstunde bauen. Es ist durch den Fernsehbildschirm hindurch fast zum Greifen nahe zu sp\u00fcren, dass diesen unreifen Milchgesichtern die Begeisterung f\u00fcr die Sache einfach fehlt und nicht die Lust des Spiels, sondern die Macht des Geldes sie beherrscht.<\/p>\n<p>Was aber k\u00f6nnte der Bibeltext aus dem Hebr\u00e4erbrief den Fu\u00dfballspielern dieser Tage f\u00fcr einen Tipp mit auf den Weg geben? Ich m\u00f6chte dem Text aus dem Hebr\u00e4erbrief weiter nachgehen, um einer Antwort dieser Frage auf die Spur zu kommen. Der Verfasser des Briefes m\u00f6chte der allgemein in der Gemeinde seiner Tage um sich greifenden M\u00fcdigkeit entgegentreten. Man stelle sich vor, die Situation, in die der Brief hinein formuliert wurde, sind die 30 Minuten Halbzeitpause. W\u00e4hrend der Fernsehzuschauer die Kommentare zur ersten Halbzeit verfolgt und die Torchancen mit einer R\u00fcckblende Revue passieren l\u00e4sst, ereignet sich in der Mannschaftskabine des Stadions die Gardinenpredigt des Trainers. So wie ein guter Trainer seine Mannschaft aufmuntert und sie an ihre F\u00e4higkeiten erinnert, so fordert auch der Autor des Hebr\u00e4erbriefes von der Gemeinde, an die er sich wendet, das Bekenntnis zu Jesus Christus und er erinnert sie an ihre eigene Kraftquelle. Es geht ihm um die Forderung eines Lebens in Hoffnung. Die Gemeinde ist auf dem Weg, hat eine Halbzeit bereits hinter sich und kann auf der eigenen Leistung aufbauen. Und wie die Fu\u00dfballmannschaft ist auch die christliche Gemeinde auf dem Weg und sie mu\u00df sich stets vor Augen f\u00fchren, dass sie nicht auf der Trib\u00fcne die Ereignisse aus der sicheren Distanz des Zuschauers verfolgt, sondern mitten in der Arena steht und das Geschehen auf dem Fu\u00dfballplatz aktiv mitgestalten kann. Der Weg der aktiven Teilnahme f\u00fchrt \u00fcber H\u00f6hen und Tiefen und \u00fcber Leiden und Kreuz. Auch wenn der Aktionsradius in der zweiten H\u00e4lfte des Spiels kleiner wird und die letzte Viertelstunde des Fu\u00dfballspiels in jedem Fall naht, ist Angst in dieser Hinsicht sicherlich der falsche Ratgeber.<\/p>\n<p>Stattdessen richtet sich die Halbzeitpredigt des biblischen Text-Trainers auf einen Punkt: die Hoffnung des Reiches Gottes. Auf dem Weg Jesu zwischen Bethlehem und Jerusalem blieb diese Vision nicht auf der Strecke. In der Begegnung mit anderen Menschen, mit Frauen, Kranken oder Randgruppen der Gesellschaft steckt die Kraft des Aufbruchs, die Ver\u00e4nderung herbeif\u00fchrt. Die Vision des Reiches Gottes und damit der Anfang des Glaubens brachte Menschen in Bewegung. Sie verstanden, dass Jesus Christus sie aus der eigenen Krise befreit und sie auf einen Weg gebracht hatte, f\u00fcr dessen Vollendung sich einzusetzen sich allemal lohnte. Die Erfahrung, die sich dahinter verbirgt, ist bis heute bedeutsam: Die Menschen, die diesen Jesus von Nazareth erlebt hatten, erfuhren durch seinen Tod und seine Auferstehung, dass sie in einer ganz neuen Beziehung zu Gott standen. Im Glauben an Jesus Christus war die eigene \u201eHoffnungsm\u00fcdigkeit\u201c gewichen. Der Kampf des Lebens, die Suche nach den Zielen und dem Sinn des Lebens, war gek\u00e4mpft. Nun soll die Gemeinde in jeder Zeit zu Jesus Christus aufsehen, so wie es die Zeugen der ersten Stunde taten, um mit ihm das Ziel der Vollendung im Glauben zu erreichen. Die Kraft, Dynamik und der Elan des Anfangs sind zwar im Verlauf der Zeit der ersten Weltspielhalbzeit von damals bis heute gewichen. Aber um die Hoffnung nicht aus den Augen zu verlieren kann es heilsam sein, dass mit Kreuz und Auferstehung Jesu Christi die Vers\u00f6hnung Wirklichkeit geworden ist und damit das Ziel in greifbare N\u00e4he ger\u00fcckt ist. F\u00fcr den Hebr\u00e4erbrief ist also die Erinnerung an den Anfang in Jesus Christus die \u201eMuntermacher-Predigt\u201c zur Halbzeit und das Rezept gegen die Ermattung des Sportlers. Auf dem Weg zum Ziel soll der Mensch alles ablegen, was ihn belastet und nur auf Christus schauen. Das Rezept des Trainers in der Halbzeitpause ist also zun\u00e4chst ein psychologisches: Bei aller Routine des Alltags, die den Fu\u00dfballmannschaften dieser Tage ein ganzes Heer von Betreuern, Masseuren, Mannschafts\u00e4rzten und Therapeuten zur Seite gestellt hat oder durch bessere High-Tech-Ausr\u00fcstung den Wettkampf zu gewinnen versucht, steht fest: Wenn das Eine fehlt, n\u00e4mlich aus dem Vertrauen und dem Glauben heraus die Konzentration auf die Ziel hin, dann n\u00fctzt auch das K\u00f6nnen nichts und das Spiel geht verloren. Und das Ziel ist und bleibt die Vision des Reiches Gottes, das mit Christus angebrochen ist.<\/p>\n<p>Bleibt jetzt noch am Ende die Frage zu beantworten, was denn die christliche Gemeinde dieser Tage auf der Grundlage des Bibeltextes aus dem Hebr\u00e4erbrief von einer Fu\u00dfballmannschaft lernen k\u00f6nnte und welchen Rat die christliche Botschaft andererseits den Fu\u00dfballmannschaften mitten in der Fu\u00dfballweltmeisterschaft geben k\u00f6nnte? Wenn denn das Rezept in der Halbzeitpause lautet: Besinnung auf den Anfang und Erinnerung daran, welche Kr\u00e4fte von der Begeisterung ausgehen k\u00f6nnen, dann kann die Kirche von Profi-Sportlern lernen auf die Kr\u00e4fte einer positiven Motivation zu setzen. Das Krisengerede schrumpfender Gemeinden und wegbrechender Finanzierung l\u00e4hmt die Lust, neue Spielz\u00fcge auszuprobieren oder sich darauf zu besinnen, dass man auch was kann und die eigene Leistung gut ist. Man kennt dies von Profi-Sportlern, dass gerade das Leistungstief zu neuen Kr\u00e4ften f\u00fchrt und den Sportler von seiner eigenen Sache \u00fcberzeugt sein l\u00e4sst. Ich w\u00fcrde mir von der Kirche mehr Selbstbewusstsein w\u00fcnschen. Wir haben nicht soviel Geld wie in den Fu\u00dfball flie\u00dft. Aber das Management ist nicht so schlecht, die Spieler haben Potentiale und warum sollte es uns nicht gelingen, die Zuschauer zu begeistern?<\/p>\n<p>Und welchen Rat k\u00f6nnen wir den Fu\u00dfballspielern mit auf den Weg geben? Vielleicht, dass der Sieg am Ende weniger das Ergebnis eines Kraftaktes von Taktik, Ballkunst oder Finanzkraft ist, sondern getragen wird von der inneren Einstellung einer Mannschaft, die von Anfang an das Ziel im Blick beh\u00e4lt. Die Hoffnung ist der geheime Motor aller Bem\u00fchungen. Wenn das klar ist, dann kann die Mannschaft den Sieg als das nehmen, was er ist: als Gabe und ein Geschenk! In manchen Spielen bedankt sich nach dem Schlusspfiff die Mannschaft bei den Zuschauern und verbeugt sich vor ihnen. Mit dieser Geste dr\u00fccken die Fu\u00dfballspieler durch das Stilmittel eines Symbols aus, dass sie wissen, was der Sieg ist und worauf er letzten Endes beruht! Der Fu\u00dfball hat eben doch eine religi\u00f6se Seite.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Prof. Dr. Ralf Hoburg<br \/>\nEvangelische Fachhochschule Hannover<br \/>\ne-mail: <a href=\"mailto:hoburg@efh-hannover.de\"> hoburg@efh-hannover.de<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bibel und Sport Predigten aus Anla\u00df der Fu\u00dfballweltmeisterschaft 2006 Von der Halbzeit bis kurz vor Toresschlu\u00df Predigt \u00fcber Hebr\u00e4er 12, 1-13, verfasst von Ralf Hoburg Von der Halbzeit bis kurz vor Toresschlu\u00df Es gibt Fu\u00dfballspiele, die lie\u00dfen sich auf f\u00fcnfzehn Minuten verk\u00fcrzen. Und zwar gerade auf die letzte Viertelstunde vor dem Abpfiff. 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