{"id":11632,"date":"2021-02-07T19:48:49","date_gmt":"2021-02-07T19:48:49","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=11632"},"modified":"2023-03-10T12:14:48","modified_gmt":"2023-03-10T11:14:48","slug":"jesaja-111-9-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jesaja-111-9-3\/","title":{"rendered":"Jesaja 11,1-9"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><b><span style=\"color: #000099;\">Heiliges Christfest II, 26. Dezember 2006<br \/>\nPredigt zu Jesaja 11,1-9, verfa\u00dft von Isolde Karle <\/span><\/b><\/h3>\n<hr \/>\n<p>Der Predigttext f\u00fcr den heutigen Gottesdienst steht in Jesaja 11 die Verse 1-9. Es handelt sich dabei um die ber\u00fchmte Verhei\u00dfung des Kommens eines Retters. Es ist eine der gro\u00dfartigsten Visionen der Bibel \u00fcber eine Erde ohne Leid und Unterdr\u00fcckung, eine Erde, die erf\u00fcllt ist von Vers\u00f6hnung und Gerechtigkeit, Weisheit und Erkenntnis. Selbst die Sch\u00f6pfung wird von der Herrschaft des angek\u00fcndigten Retters ergriffen. Die Vision ist Ausdruck eine uralten Sehnsucht: Der Sehnsucht nach Heil auf dieser Welt, der Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit, der Sehnsucht nach Heimat und Geborgenheit.<br \/>\nIch lese den Predigttext:<\/p>\n<p>Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der St\u00e4rke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. Und Wohlgefallen wird er haben an der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren h\u00f6ren, sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande, und er wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewaltt\u00e4tigen schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen t\u00f6ten. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und die Treue der Gurt seiner H\u00fcften. Da werden die W\u00f6lfe bei den L\u00e4mmern wohnen und die Panther bei den B\u00f6cken lagern. Ein kleiner Knabe wird K\u00e4lber und junge L\u00f6wen und Mastvieh miteinander treiben. K\u00fche und B\u00e4ren werden zusammen weiden, dass ihre Jungen beieinander liegen, und L\u00f6wen werden Stroh fressen wie die Rinder. Und ein S\u00e4ugling wird spielen am Loch der Otter, und ein entw\u00f6hntes Kind wird seine Hand stecken in die H\u00f6hle der Natter. Man wird nirgends S\u00fcnde tun noch freveln auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land wird voll Erkenntnis des HERRN sein, wie Wasser das Meer bedeckt.<\/p>\n<p>Die jesajanische Vision ist eine \u201ePerle der hebr\u00e4ischen Poesie\u201c, wie ein Kommentator formuliert. Bemerkenswert ist die Vielfalt, Treffsicherheit und Ungezwungenheit der Bilder. Vor allem f\u00e4llt die Lebendigkeit in der Beschreibung des Tieridylls auf: Wolf, Panther, Jungl\u00f6we, B\u00e4r, L\u00f6we, Viper und Otter werden dem Lamm, dem B\u00f6cklein, dem Kalb, dem kleinen Knaben, der Kuh, dem Rind, dem S\u00e4ugling, dem Kind gegen\u00fcbergestellt. Dabei wird jeder Schematismus vermieden, jedes Paar bezeugt auf eigene Weise, dass Frieden eingekehrt ist. Endlich Frieden. Keine Bedrohung mehr durch unterdr\u00fcckende M\u00e4chte von au\u00dfen, keine Bedrohung mehr durch Selbstbezogenheit, Irrt\u00fcmer und mangelnde Erkenntnis von innen, sondern Frieden. Ein Friede, der das Verh\u00e4ltnis von klein und gro\u00df, von Schwachen und Starken auf den Kopf stellt und uns ganz neue Spielregeln des Lebens und der Sch\u00f6pfung vor Augen f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Es ist augenf\u00e4llig: Der Friede in der Vision des Jesaja l\u00e4sst sich nicht auf den inneren Seelenfrieden von Gl\u00e4ubigen reduzieren, w\u00e4hrend die \u00e4u\u00dferen Verh\u00e4ltnisse weiterhin katastrophal bleiben. Die Sehnsucht, die in den prophetischen Worten erkennbar wird, beschr\u00e4nkt sich nicht auf das eigene innere Erleben, sie l\u00e4sst sich auch nicht in ein Jenseits oder in eine jenseitige Welt verlagern. Nein, sie hat ganz und gar irdische Dimensionen: Die Sch\u00f6pfung wird miteinbezogen, das ganze Land wird voll Erkenntnis des Herrn sein wie Wasser das Meer bedeckt, nirgends wird man mehr Gottes Gebote missachten \u2013 und zwar hier, auf dieser alten und m\u00fcde gewordenen Erde, nirgendwo sonst. Erkenntnis, Weisheit und Verstand werden sich endlich durchsetzen und Dummheit, Hochmut und mangelnder Einsicht ein Ende bereiten. Welch eine Vision! Wie sehr sehnte man sich ihre Erf\u00fcllung herbei!<\/p>\n<p>Doch wagen wir es \u00fcberhaupt noch, eine solch gro\u00dfe Sehnsucht zu entwickeln? Ist eine solche Vision nicht g\u00e4nzlich unrealistisch \u2013 oder sogar gef\u00e4hrlich? Wir sind skeptisch gegen\u00fcber Visionen, gegen\u00fcber allzu hochfahrenden Erwartungen geworden. Zu viele Entt\u00e4uschungen, zu viele Missbrauchserfahrungen mit gro\u00dfen politischen Utopien sind uns gegenw\u00e4rtig. Zu oft ist das Reich Gottes auf Erden verk\u00fcndet worden und die Folge waren Terror und Krieg, nicht Vers\u00f6hnung und Gerechtigkeit.<\/p>\n<p>Wir leiden unter diesem Leben, unter seiner Banalit\u00e4t und unter den katastrophalen Bedingungen, die dieses Leben vielen Menschen auf dieser Welt aufzwingt. Doch zugleich f\u00e4llt es uns schwer, noch an die Vision einer gerechten und vers\u00f6hnten Welt voll Weisheit und Verstand zu glauben und damit Sehns\u00fcchte zu kultivieren, die \u2013 so hat es den Anschein \u2013 doch nur unerf\u00fcllt bleiben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Vision des Jesaja ist eine Form, mit der Zukunft umzugehen. Vielleicht erschlie\u00dft sich uns ihr besonderes Potential, wenn wir die Alternativen dazu in Betracht ziehen. Ich sehe drei M\u00f6glichkeiten, mit der Zukunft umzugehen:<\/p>\n<p>(1) Die erste M\u00f6glichkeit ist: Dieses Leben ist eben so wie es ist. Und daran l\u00e4sst sich auch nichts \u00e4ndern. Ich muss mich mit dem Leben, wie es ist, abfinden. Alles andere w\u00e4re unrealistisch. Die Sehnsucht nach einem erf\u00fcllten Leben, die Hoffnung, Zukunft gestalten zu k\u00f6nnen hat kaum noch eine Chance. Die Entt\u00e4uschungen und Verletzungen sind so bestimmend, dass jede Zuversicht auf ein besseres Leben, auf eine gl\u00fcckliche Liebesbeziehung, auf gerechtere Verh\u00e4ltnisse begraben ist. Fatalistisch und entmutigt ergibt man sich seinem Schicksal.<\/p>\n<p>In einem Kinderbuch von Kirsten Boie \u00fcber den kleinen Ritter Trenk wird diese Art der Resignation und Verbitterung eindr\u00fccklich beschrieben. Trenk ist der Junge eines leibeigenen Bauern. Der Bauer ist so arm, dass er beim besten Willen nicht seinen Abgabepflichten an den Ritter nachkommen kann. Da kommt der B\u00fcttel des Ritters, um ihn abzuholen. Es ist klar, was den Bauern auf der Burg erwartet \u2013 zu oft schon hat er es erlebt und nur knapp hat er es jedes Mal \u00fcberlebt. Er wird gr\u00fcndlich ausgepeitscht und dann in den Kerker der Burg geworfen. Die Verzweiflung in der Familie des kleinen Trenk ist gro\u00df. Doch f\u00fcr die Mutter ist klar: \u201eWir k\u00f6nnen es nicht \u00e4ndern.\u201c \u201eLeibeigen geboren, leibeigen gestorben, leibeigen ein Leben lang!\u201c. Immer wieder fl\u00fcstert sie verzweifelt: \u201eWir k\u00f6nnen es nicht \u00e4ndern.\u201c \u201eWo man nichts tun kann, da kann man nichts tun.\u201c Sie ergibt sich in ihr Schicksal. Das Leben ist alternativlos dunkel geworden. Es hat nicht viel mehr \u00fcbrig als Leid \u2013 f\u00fcr die Unterprivilegierten, f\u00fcr die Armen, f\u00fcr die abgrundtief Entt\u00e4uschten und von tiefen Depressionen Geplagten.<\/p>\n<p>(2) Die zweite M\u00f6glichkeit, mit der Zukunft umzugehen ist diejenige, die f\u00fcr uns vermutlich die typischste ist. Viele Menschen haben heute Zukunfts\u00e4ngste. Besonders Jugendliche sehen in globaler Hinsicht keine Zukunft mehr. Der Klimakollaps scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein \u2013 und das warme Weihnachten, das wir dieses Jahr erleben, best\u00e4tigt solche Bef\u00fcrchtungen einmal mehr. Das Artensterben ist beispiellos und kaum mehr r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. Auch dass der internationale Terrorismus von der Bildfl\u00e4che verschwindet, erscheint derzeit nicht als wahrscheinlich. Von den vielen Kriegen und Katastrophen an vielen Orten dieser Welt gar nicht zu reden.<\/p>\n<p>Doch so perspektivlos viele von uns in globaler und politischer Hinsicht sind, so sehr glauben viele gleichzeitig daran, das eigene pers\u00f6nliche Leben erf\u00fcllt und perspektivenreich gestalten zu k\u00f6nnen. Im Hinblick auf das eigene Leben trauen wir uns in aller Regel noch, Tr\u00e4ume und Visionen zu entwickeln. Bei Kindern und Jugendlichen sind diese Tr\u00e4ume manchmal reichlich unrealistisch \u2013 so wollen viele kleine Jungs einmal Fu\u00dfballstar werden und viele junge M\u00e4dchen tr\u00e4umen von einer Karriere als Schauspielerin oder als Model. Als Erwachsene sind wir abgekl\u00e4rter. Und doch haben auch die meisten von uns noch Erwartungen an die Entwicklungsm\u00f6glichkeiten ihrer Karriere und Biographie. Oder wir verlegen unsere Tr\u00e4ume in unsere Kinder hinein \u2013 sie sind gewisserma\u00dfen die Zukunft, f\u00fcr die es sich zu leben lohnt. Diese individualisierte Form der Zukunftsvision ist heute die g\u00e4ngigste Form. Sie ist ohne politischen Horizont und in ihren Erwartungen sehr bescheiden auf das eigene, individuelle Leben konzentriert.<\/p>\n<p>(3) Damit komme ich zum dritten, zum jesajanischen Umgang mit der Zukunft. Die Vision ist ungem\u00fctlich, weil sie uns herausfordert, nicht nur bei den Hoffnungen f\u00fcr unser ganz kleines Leben stehen zu bleiben, sondern uns als Teil der umfassenden Welt Gottes zu verstehen. Die Vision des Jesaja mutet uns zu, uns nicht abzufinden mit dem Unheil und der Katastrophalit\u00e4t dieser Welt. Sie fordert uns heraus, uns nicht zu bescheiden mit dem pers\u00f6nlichen \u201epursuit of happiness\u201c. Aber sie tut dies nicht mit erhobenem moralischem Zeigefinger, sondern indem sie aus Bildern neuen Mut wachsen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Mit eindringlichen Worten wird der Blick aus dem Denken, das einem vorspiegelt, dass global betrachtet nichts zu machen ist, herausgelenkt. Jesaja stellt uns Bilder vor Augen, die nur Gott zeigen kann \u2013 Bilder, die einem nicht das Unheil, nicht das Ende der Welt vor Augen halten und auch nicht das eigene Nichtk\u00f6nnen, sondern die zeigen, was m\u00f6glich ist und wie eine heilvolle Zukunft aussehen kann. Es sind Bilder, die es uns verwehren, das verzweifelte K\u00e4mpfen f\u00fcr eine bessere Welt und die Aidsprobleme S\u00fcdafrikas nur als Aufgabe von einigen Gutmenschen zu betrachten.<\/p>\n<p>Da w\u00e4chst ein Zweig aus einem Stamm hervor, der in v\u00f6llig ungeahnter Weise Frucht bringen wird. Dieser Zweig wird einen Geist verbreiten, den diese Welt dringend bedarf: Den Geist der Weisheit und des Verstandes, des Rates und der St\u00e4rke, der Erkenntnis und der Gottesfurcht. Schon diese Erde, nicht erst das Jenseits ist Ort der Heilsgegenwart Gottes. Genau das verbindet die Vision mit Weihnachten. Inmitten der kalten und dunklen Welt wird das Christuskind geboren und erhellt die Nacht. Das zarte und zerbrechliche Kind wird zur Hoffnung f\u00fcr die Hirten auf dem Feld und damit f\u00fcr diejenigen, die abseits des Lebens stehen. Maria, eine junge Frau, wird unter \u00e4u\u00dferst prek\u00e4ren Umst\u00e4nden die Mutter dieses Kindes. Und sogar die Tiere im Stall sind zugegen \u2013 die Sch\u00f6pfung nimmt Anteil am Kommen Gottes in die Welt. Selbst ein Stern leuchtet weithin sichtbar \u00fcber Bethlehem.<\/p>\n<p>Ich will eine Erz\u00e4hlung aus unseren Tagen, die von der Heilsgegenwart Gottes zeugt, hinzuf\u00fcgen. Sie war am 4. Dezember (unter dem Titel \u201eHimmlischer L\u00e4rm\u201c) in Spiegel online zu lesen. Vor wenigen Wochen war im bayrischen Miltenberg ein gro\u00dfer NPD-Aktionstag geplant. Die Kundgebung wurde zuerst nicht genehmigt, sp\u00e4ter aber hat das Verwaltungsgericht in W\u00fcrzburg die Veranstaltung dann doch erlaubt. Als die Anh\u00e4nger der NPD in Miltenberg eintreffen, werden sie mit Trillerpfeifen eines Protestzuges empfangen. Der L\u00e4rm schwillt an. Der erste NPD-Redner setzt das Megafon an. Da entscheidet sich der katholische Pfarrer Ulrich Boom, 59 Jahre alt, zum ersten Mal in seinem Leben f\u00fcr eine Tat, die ihn straff\u00e4llig werden l\u00e4sst. Er und sein K\u00fcster verst\u00e4ndigen sich kurz und gehen hin\u00fcber zur Kirche. Er wei\u00df jetzt, was er zu tun hat. Sechs Glocken h\u00e4ngen in den beiden T\u00fcrmen der St. Jakobus Kirche. Miltenberg besitzt nach W\u00fcrzburg das schwerste Gel\u00e4ut der Di\u00f6zese. Alle sechs Glocken kommen nur an Hochfesten zum Einsatz. Boom schaltet die Glocken ein, alle sechs. Boom ist beeindruckt von der Gewalt, die sich in den T\u00fcrmen entwickelt. Eine wilde Freude erfasst ihn. Die Glocken lassen die Stimme Gottes sprechen. Und Gott kann laut werden. Und die Neonazis m\u00fcssen verstummen. Zwanzig Minuten l\u00e4sst Boom es donnern, dann schaltet er die Glocken ab. Wenig sp\u00e4ter trotten die Rechtsextremen davon. Boom bekommt ein Ermittlungsverfahren wegen St\u00f6rung der Versammlungsfreiheit an den Hals, aber das war es ihm Wert.<\/p>\n<p><em>Diese<\/em> Erde ist Ort der Heilsgegenwart Gottes. Gott bleibt nicht in sicherer Distanz oben, sondern kommt selbst zu uns herab, um Unsicherheit und Angst zur\u00fcckzudr\u00e4ngen und Menschen eine neue Zukunft zu er\u00f6ffnen. Im Christuskind erscheint Gottes klares und wirksames Nein gegen allen Fatalismus und gegen bleibende Dunkelheit. Und das Christuskind entz\u00fcndet die Herzen der Menschen und bef\u00e4higt sie, auch in scheinbar ausweglosen Situationen Hoffnung zu verbreiten und zu handeln. Man kann etwas tun!<\/p>\n<p>Das war auch die entscheidende Erkenntnis des kleinen Trenk. Der kleine Trenk findet sich nicht mit der Resignation und Verzweiflung seiner Mutter ab. Ihn packt eine unb\u00e4ndige Wut \u00fcber soviel Ungerechtigkeit. Obwohl er es selbst kaum glaubt, fl\u00fcstert er seiner Schwester zu: \u201eMan kann etwas tun!\u201c Und da packt Trenk seine Sachen und macht sich auf einen langen und gef\u00e4hrlichen Weg, ein Wegn, der ihm und seiner Familie am Ende die Freiheit bescheren wird. Trenk hat dabei oft Angst und will immer wieder aufgeben. Aber innere Bilder der Hoffnung halten ihn aufrecht. Am Ende wird Trenk Ritter und schafft als erstes die Leibeigenschaft ab.<\/p>\n<p>Wir brauchen solche Bilder \u2013 die Bilder von Jesaja und die Bilder der Weihnachtserz\u00e4hlung \u2013 um unsere Sehnsucht nicht zu vergessen, um unseren Schmerz an dieser Welt zu sp\u00fcren und um nicht zu resignieren, sondern Gott \u2013 und uns \u2013 mehr und Nachhaltigeres zuzutrauen und dazu beizutragen, dass sich <em>in dieser Welt<\/em> Heil und Gerechtigkeit verbreiten. Das Kreuz Jesu zeigt uns, dass es dabei nicht um ein idyllisches und gefahrloses Leben geht. Es zeigt aber auch, dass diese Welt des Unheils von Gott des Heils gew\u00fcrdigt worden ist und immer wieder neu zum Ort der Heilserfahrung werden kann. Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"Stil1\"><strong>Prof. Dr. Isolde Karle <\/strong><br \/>\n<strong>Ruhr-Universit\u00e4t Bochum <\/strong><br \/>\n<strong><a href=\"mailto:isolde.karle@rub.de\">isolde.karle@rub.de <\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heiliges Christfest II, 26. Dezember 2006 Predigt zu Jesaja 11,1-9, verfa\u00dft von Isolde Karle Der Predigttext f\u00fcr den heutigen Gottesdienst steht in Jesaja 11 die Verse 1-9. Es handelt sich dabei um die ber\u00fchmte Verhei\u00dfung des Kommens eines Retters. Es ist eine der gro\u00dfartigsten Visionen der Bibel \u00fcber eine Erde ohne Leid und Unterdr\u00fcckung, eine [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":16964,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22,1,2,727,157,853,545,114,1037,641,349,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-11632","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-jesaja","category-aktuelle","category-at","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-christvesper","category-deut","category-isolde-karle","category-kapitel-11-chapter-11-jesaja","category-kasus","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11632","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11632"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11632\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17436,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11632\/revisions\/17436"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16964"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11632"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11632"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11632"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=11632"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=11632"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=11632"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=11632"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}