{"id":11676,"date":"2021-02-07T19:48:50","date_gmt":"2021-02-07T19:48:50","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=11676"},"modified":"2023-03-10T09:16:21","modified_gmt":"2023-03-10T08:16:21","slug":"markus-218-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/markus-218-22\/","title":{"rendered":"Markus 2,18-22"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3><b><span style=\"color: #000099;\">2. Sonntag nach Epiphanias, 14. Januar 2007<br \/>\nPredigt zu Markus 2,18-22, verfa\u00dft von Peter Wick <\/span><\/b><\/h3>\n<hr \/>\n<p><em>18 Und die J\u00fcnger des Johannes und die Pharis\u00e4er fasteten viel; und es kamen einige, die sprachen zu ihm: Warum fasten die J\u00fcnger des Johannes und die J\u00fcnger der Pharis\u00e4er, und deine J\u00fcnger fasten nicht? <\/em><br \/>\n<em>19 Und Jesus sprach zu ihnen: Wie k\u00f6nnen die Hochzeitsg\u00e4ste fasten, w\u00e4hrend der Br\u00e4utigam bei ihnen ist? Solange der Br\u00e4utigam bei ihnen ist, k\u00f6nnen sie nicht fasten. <\/em><br \/>\n<em>20 Es wird aber die Zeit kommen, da\u00df der Br\u00e4utigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten, an jenem Tage. <\/em><br \/>\n<em>21 Niemand flickt einen Lappen von neuem Tuch auf ein altes Kleid; sonst rei\u00dft der neue Lappen vom alten ab, und der Ri\u00df wird \u00e4rger. <\/em><br \/>\n<em>22 Und niemand f\u00fcllt neuen Wein in alte Schl\u00e4uche; sonst zerrei\u00dft der Wein die Schl\u00e4uche, und der Wein ist verloren und die Schl\u00e4uche auch; sondern man soll neuen Wein in neue Schl\u00e4uche f\u00fcllen.<\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>Fasten hat eine lange Tradition im alten Israel und im Judentum. Doch alles hat seine Zeit spricht der Prediger. Dies gilt auch f\u00fcr uns im Glauben. Gott hat uns seine Gnade geschenkt. Und doch ist f\u00fcr uns nicht alles gleichzeitig, wie es auch f\u00fcr die J\u00fcnger Jesu verschiedene Zeiten gab, Zeiten zum Fasten und Zeiten, um auf das Fasten zu verzichten. So gibt es T\u00e4tigkeiten, die zur einen Zeit richtig, zur anderen aber falsch am Platz sind. Es gibt Zeiten f\u00fcr die Kirche Jesu Christi, in denen Traditionen und Ordnungen das Zusammenleben der Gemeindeglieder regeln, sichern und das Glaubensleben tragen. Es ist f\u00fcr uns gut, wenn unser Alltag durch feste Zeiten des Gebets gestaltet wird. Viele Menschen haben das Tischgebet verloren und dies ist ein gro\u00dfer pers\u00f6nlicher, kirchlicher und gesellschaftlicher Verlust. Es ist gut, wenn Sonntag f\u00fcr Sonntag in fester Abfolge dieselben Gebete zur selben Zeit im Gottesdienst gesprochen werden. Es ist gut, wenn uns Pfarrern Sonntag f\u00fcr Sonntag in einem mehrj\u00e4hrigen Zyklus festgelegte Predigttexte vorgeschlagen werden und es ist gem\u00e4\u00df unserem so vorgegebenen Text eine evangelische M\u00f6glichkeit, dass Menschen regelm\u00e4\u00dfig fasten, auch wenn diese M\u00f6glichkeit in evangelischer Tradition selten wahrgenommen wird.<\/p>\n<p>Auch Jesus fastete vierzig Tage gem\u00e4\u00df den Evangelien in der W\u00fcste. Er lie\u00df sich dort trotz Hunger nicht vom Satan dazu bringen, gegen die Ordnungen der Sch\u00f6pfung aus Steinen Brot zu machen. Er widerstand der Versuchung, am Tempel, dem Ort der institutionalisierten und verdichteten Gottespr\u00e4senz sein Glauben zu demonstrieren. Er st\u00fcrzte sich nicht von der Zinne des Tempels. Er widerstand auch dem Angebot des Satans, Herrscher \u00fcber alle Reiche der Welt zu werden.<\/p>\n<p>Als er aus der W\u00fcste zur\u00fcckkehrte und seine J\u00fcnger berief, traten alle alten Ordnungen in den Hintergrund. Da gab es kein Fasten mehr. Ja, im Gegensatz zu anderen frommen j\u00fcdischen Gruppen verrichtete Jesus mit seinen J\u00fcngern auch keine Gebete, wie der Paralleltext bei Lukas zeigt: Weshalb fastet Jesus mit seinen J\u00fcnger nicht und weshalb verrichtet er mit ihnen keine Gebete? Jesus betete stets f\u00fcr sich alleine. Erst als er unterwegs nach Jerusalem war, hielten die J\u00fcnger das nicht mehr aus und baten ihn, er solle sie doch beten lehren. Jesus lehrte sie daraufhin nach Lukas das Vaterunser in einer noch einfacheren und k\u00fcrzeren Version, als wir es heute im Gottesdienst beten werden.<\/p>\n<p>Jesus war f\u00fcr seine J\u00fcnger da. Die alten Ordnungen traten in den Hintergrund. Gebet und Fasten spielte keine besondere Rolle mehr. Es war eine besondere Zeit. Der Br\u00e4utigam war leiblich pr\u00e4sent. Gebet und Fasten sind in der Bibel immer auch Mittel, um den Willen Gottes zu beeinflussen. Jetzt trat ihre Bedeutung zur\u00fcck, denn Jesus selbst war bei seinen J\u00fcngern. Sie mussten nicht wie die Bewohner Ninives im Buch Jona durch Fasten das Gericht Gottes abwenden. Der Br\u00e4utigam war bei ihnen. Die J\u00fcnger sind \u2013 w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt \u2013 die S\u00f6hne des Br\u00e4utigams, dass hei\u00dft, sie geh\u00f6ren zu ihm. Sie m\u00fcssen also nicht wie in der Luther\u00fcbersetzung die Hochzeitsg\u00e4ste sein, sondern sie k\u00f6nnen auch diejenigen sein, die mit ihm die Verlobung feiern. Denn den Lesern bleibt noch verh\u00fcllt, wer die Braut ist und der Br\u00e4utigam wird nicht bleiben, sondern weggehen. Dann werden seine Anh\u00e4nger auch fasten.<\/p>\n<p>Das Johannesevangelium und die Offenbarung malen das Bild der Hochzeit viel deutlicher aus. Jesus ist der Br\u00e4utigam, wie Johannes der T\u00e4ufer sagt. Er hat die Braut. J\u00fcnger und J\u00fcngerinnen, die Gemeinde, die Kirche ist die Braut. Doch die Hochzeit, die Hochzeit des Lammes wird erst am Ende der Tage stattfinden. Jetzt ist die Verlobungsfeier mit den J\u00fcngern. Mit Tod, Auferstehung und Himmelfahrt geht Jesus hin, um alles f\u00fcr seine Braut vorzubereiten. Bei der Wiederkunft wird nach diesem Bild die Hochzeit gefeiert. Liebe Gemeinde, wir leben zwischen Himmelfahrt und Wiederkunft, zwischen Verlobung und Hochzeit. Wir leben in der Zeit, in der wieder gefastet werden kann. Wir leben in der Zeit, in der es sinnvoll ist, Traditionen zu haben, feste Gebetszeiten, Rituale, Gottesdienstordnungen.<\/p>\n<p>Die Apostelgeschichte berichtet \u00fcber das Wirken der Apostel nach Himmelfahrt. In keinem neutestamentlichen Buch wird so viel gefastet wie hier. Paulus erw\u00e4hnt im zweiten Korintherbrief in der harten Auseinandersetzung mit den \u201e\u00dcberaposteln\u201c, dass er viel gefastet habe. In der korinthischen Gemeinde wirkten immer wieder solche, die behaupten, jetzt sei den Gl\u00e4ubigen schon das ganze Heil gegeben. Jetzt seien sie schon von den Toten auferstanden oder anders gesagt, mit unserem Bild gesprochen: Die Hochzeit habe bereits stattgefunden. Paulus bek\u00e4mpft diese Irrlehre dadurch, dass er von seinem Leiden f\u00fcr Christus und seinem Fasten spricht.<\/p>\n<p>Jesus verk\u00fcndigt in den Evangelien mit gro\u00dfer charismatischen Vollmacht, dass jetzt das Himmelreich nahe herbeigekommen ist. Viele alte Ordnungen treten dadurch in den Hintergrund. Aber er k\u00fcndet auch an, dass eine Zeit kommen wird, wo viele dieser Ordnungen wieder neu aufgenommen werden und dass das kein Verrat an seiner Verk\u00fcndigung ist, sondern dass das gut und richtig ist. Jesus verk\u00fcndete das Reich Gottes, gekommen ist die Kirche. Das ist Gottes Wille und gut so.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, wir k\u00f6nnen nicht in der charismatischen Aufbruchsstimmung jener Verlobungszeit leben. Ein Mann in den Evangelien steht daf\u00fcr ganz besonders: Josef von Arimath\u00e4a.<\/p>\n<p>Josef von Arimath\u00e4a wird in allen Evangelien erw\u00e4hnt, weil er Jesus vom Kreuz abgenommen und in seinem eigenen Felsengrab bestattet hat. In den Evangelien steht er f\u00fcr das positive Aufeinanderprallen von Charisma und Institution, von geistbewegter Freiheit und den Verpflichtungen des Lebens. Jesus rief eine Geist erf\u00fcllte, charismatische Bewegung ins Leben, die in freier Distanz zu den Traditionen und mit gro\u00dfem Interpretationsspielraum gegen\u00fcber den geltenden Ordnungen in Israel wirkte. So wollte einer, der von Jesus aufgefordert wurde, ihm nachzufolgen, zuerst gem\u00e4\u00df Gebot und Sitte seinen eben gestorbenen Vater begraben. Jesus erwiderte: \u201eLass die Toten ihre Toten begraben, du aber geh hin und verk\u00fcndige das Reich Gottes\u201c (Lk 9,60).<\/p>\n<p>Josef von Arimath\u00e4a war im Gegensatz zu Jesus ein Vertreter der Institution. Er war ein reicher und frommer Ratsherr. Wahrscheinlich war er Mitglied des Sanhedrins, des hohen Rats der Juden, der in Jerusalem im Tempelbezirk tagte. Er lie\u00df f\u00fcr sich bereits im Voraus eine eigene Grabkammer aus dem Felsen hauen. Offensichtlich konnte er sich das finanziell leisten und teilte nicht die Vorbehalte Jesu, der solches den \u201eToten\u201c \u00fcberlassen wollte.<\/p>\n<p>Das Johannesevangelium berichtet, dass er aus Furcht verheimlicht hat, dass er ein Anh\u00e4nger Jesu war. Sympathien mit solch einer charismatischen, radikalen Bewegung k\u00f6nnten dem Ruf eines Ratsherrn schaden. Doch nach dem Tod von Jesus wagte er es, den r\u00f6mischen Statthalter Pilatus um den Leichnam zu bitten. Bei der Grablegung half ihm Nikodemus, ein anderes Mitglied der j\u00fcdischen Oberschicht (Joh 19,38-42). Offensichtlich waren schon damals Mitglieder der gesellschaftlichen Eliten eng miteinander verbunden und die Wege zueinander waren f\u00fcr sie k\u00fcrzer als f\u00fcr andere Menschen<\/p>\n<p>Am Abend des Hinrichtungstages bestattete er den toten Jesus in seinem unben\u00fctzten Felsengrab. Da Jesus zwar seinen Tod angek\u00fcndigt, aber keinerlei Vorbereitungen f\u00fcr die Bestattung getroffen hatte, war seine Anh\u00e4ngerschaft auf diese Dienste des Ratsherrn angewiesen.<\/p>\n<p>Keine Bewegung kann auf die Dauer frei und ungebunden bleiben. Entweder sie schafft Ordnungen f\u00fcr das Neue, das ihr gegeben ist, oder sie l\u00f6st sich auf. Mit dem ordentlichen Begr\u00e4bnis Jesu durch den Amtsinhaber Josef von Arimath\u00e4a f\u00e4ngt die Institutionalisierung der Reich-Gottes-Bewegung Jesu gewisserma\u00dfen in den Evangelien selbst an. Das institutionell verfasste Kirchen ihr Existenzrecht aus den Evangelien ableiten k\u00f6nnen, verdanken sie solchen Person wie Josef von Arimath\u00e4a. Alle Evangelisten haben ihm ein kurzes \u201eDenkmal\u201c geschaffen, weil er den toten Jesus begraben hatte.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, wir leben &#8211; anders als Jesus und seine J\u00fcnger, bevor er gekreuzigt worden ist &#8211; in einer Zeit, wo es zu den St\u00e4rken der Kirche geh\u00f6ren muss, ordentlich, gut und sinnstiftend zu bestatten. Es wird eine Zeit kommen, wo es keinen Tod, keine Tr\u00e4ne und kein Klagen mehr geben wird, doch soweit sind wir noch nicht. Wir leben noch nicht in dieser \u201ehohen Zeit\u201c. Wir k\u00f6nnen fasten, wir sollen zu fest gesetzten Zeiten beten. Es gibt viele Ordnungen, die f\u00fcr uns gut sind.<\/p>\n<p>Dennoch gab es in der Kirche immer wieder Zeiten und Bewegungen, wo die Pr\u00e4senz Gottes st\u00e4rker sp\u00fcrbar war, wo es radikale Aufbr\u00fcche gab, die die alten Ordnungen in Frage stellten, wo der Br\u00e4utigam n\u00e4her schien. Eine dieser unz\u00e4hligen Bewegungen war diejenige von Franz von Assisi, der Jesus so w\u00f6rtlich nachfolgte, dass er damit radikal in Frage stellte, wie seine Zeit und die Kirche mit Geld und Ehre umging. Ein weiser Papst gab dieser Bewegung einen Freiraum und integrierte sie dadurch in die Kirche. Dies ist f\u00fcr die katholische Kirche bis heute fruchtbar gewesen. Zur Reformationszeit verpasste die Kirche, den radikalen Aufbruch, der vom Augustinerm\u00f6nch Luther ausging, zu integrieren. Wenn die Katholische Kirche dieser Bewegung einen Freiraum gegeben h\u00e4tte und innerhalb weniger Jahre das integriert h\u00e4tte, was sie bis heute von der Reformation \u00fcbernommen hat, w\u00e4re es vielleicht nicht zu diesem Bruch gekommen.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, wie gehen wir als Kirche mit neuen Aufbr\u00fcchen um. Gibt es \u00fcberhaupt Raum f\u00fcr solche. Es ist nicht unsere Aufgabe, Aufbr\u00fcche zu schaffen. Das kann nur Gott. Wir sollen unseren Glauben ordentlich leben und das ist schon sehr, sehr viel. Doch wir k\u00f6nnen Freir\u00e4ume schaffen. Gerade jetzt, wo viele Kirchen und Gemeindeh\u00e4user geschlossen werden m\u00fcssen, k\u00f6nnten manche auch als Freiraum f\u00fcr einige Jahre zur Verf\u00fcgung gestellt werden, bevor sie abgebrochen oder umgebaut werden. Es gibt so viele von Gott talentierte junge Menschen an unseren theologischen Fakult\u00e4ten, denen die Kirchen keine geordnete Anstellung bieten k\u00f6nnen. Die Kirchen signalisieren ihnen dann oft, dass sie sie nicht wollen oder noch schlimmer, durch fragw\u00fcrdige Auswahlverfahren wird ihnen nach vielen Jahren Studium gesagt, dass sie gar nicht geeignet und begabt sind, nur um sie nicht in die alten Ordnungen aufnehmen zu m\u00fcssen, die sich jetzt als viel zu starr erweisen. Dabei k\u00f6nnte man sie wenigstens f\u00fcr einige Jahre, mit wenig Mittel, ohne Beamtenstatus aber mit gro\u00dfer Freiheit und Enthusiasmus als Gemeindegr\u00fcnderinnen und Gemeindegr\u00fcnder aussenden. Die meisten wachsenden Kirchen machen uns das weltweit erfolgreich vor. Sind wir zu vornehmen, um von ihnen zu lernen? Sind dies eben nur Freikirchen, die nicht die Ehre und die w\u00fcrdigen Ordnungen unserer gro\u00dfen institutionellen Kirchen haben? Dabei gibt es in vielen L\u00e4ndern wie zum Beispiel der USA nur Freikirchen. Und schon in der Schweiz sind auch die Lutheraner eine Freikirche. Liebe Gemeinde, es muss uns allen elend werden, wenn wir nur die schwindenden Privilegien verwalten d\u00fcrfen. Sicher, dies muss ordentlich geschehen. Doch wir k\u00f6nnen um neuen Wein beten, ja sogar daf\u00fcr fasten. Doch dieses Gebet hat keinen Sinn, wenn wir den neuen Wein dann direkt in unseren alten Schl\u00e4uchen haben wollen. Das geht nicht. Wir m\u00fcssen Freir\u00e4ume zur Verf\u00fcgung stellen, in denen nicht alle Ordnungen von uns sofort eingehalten werden, in denen auch mal ein alter Schlauch zerrei\u00dfen darf.<\/p>\n<p>22 Und niemand f\u00fcllt neuen Wein in alte Schl\u00e4uche; sonst zerrei\u00dft der Wein die Schl\u00e4uche, und der Wein ist verloren und die Schl\u00e4uche auch; sondern man soll neuen Wein in neue Schl\u00e4uche f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Solches d\u00fcrfen wir durch unser Gebet, mit Gro\u00dfz\u00fcgigkeit und Segen begleiten, selber aber d\u00fcrfen wir getrost unseren Glauben in unseren Ordnungen leben. Denn auch unsere alten Kirchen und Ordnungen haben ihren unsch\u00e4tzbaren, einzigartigen Wert f\u00fcr viele Menschen. Nach Lukas beschlie\u00dft Jesus die Bibelworte der heutigen Predigt mit folgendem weiteren Satz:<\/p>\n<p>Lk 5,39 Und niemand, der vom alten Wein trinkt, will neuen; denn er spricht: Der alte ist milder.<\/p>\n<p>Und dies gilt auch f\u00fcr unser Leben. Wir m\u00fcssen nicht um jeden Preis jugendliche Frische demonstrieren und die Aufbr\u00fcche aus unserer Pubert\u00e4tszeit immer und immer wieder wiederholen. Das ist nur peinlich. Es ist viel mehr an uns, die guten Ordnungen, die unser Leben erhalten und gestalten, zu pflegen und zu f\u00f6rdern und eine Milde gegen\u00fcber unseren N\u00e4chsten wachsen zu lassen. Aber in dem allem d\u00fcrfen wir hoffen, dass der Heilige Geist auch in uns und unserem famili\u00e4ren, beruflichen und gemeindlichem Umfeld immer wieder kleine Aufbr\u00fcche schenkt. Lassen Sie uns diese nicht durch allzu starre Ordnungen ersticken.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Prof. Dr. Peter Wick<br \/>\n<a href=\"mailto:wickpebe@ruhr-uni-bochum.de\">wickpebe@ruhr-uni-bochum.de <\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Sonntag nach Epiphanias, 14. Januar 2007 Predigt zu Markus 2,18-22, verfa\u00dft von Peter Wick 18 Und die J\u00fcnger des Johannes und die Pharis\u00e4er fasteten viel; und es kamen einige, die sprachen zu ihm: Warum fasten die J\u00fcnger des Johannes und die J\u00fcnger der Pharis\u00e4er, und deine J\u00fcnger fasten nicht? 19 Und Jesus sprach zu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":17243,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[37,659,1,727,157,853,114,561,349,3,1384,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-11676","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-markus","category-2-so-n-epiphanias","category-aktuelle","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-kapitel-02-chapter-02-markus","category-kasus","category-nt","category-peter-wick","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11676","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11676"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11676\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17416,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11676\/revisions\/17416"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17243"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11676"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11676"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11676"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=11676"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=11676"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=11676"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=11676"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}