{"id":12424,"date":"2022-07-19T03:19:28","date_gmt":"2022-07-19T01:19:28","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=12424"},"modified":"2022-07-20T15:20:58","modified_gmt":"2022-07-20T13:20:58","slug":"matthaeus-2531-46-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-2531-46-2\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 25,31-46"},"content":{"rendered":"<h3>Dem Geringsten Beachtung schenken | 6. Sonntag nach Trinitatis | 24.07.2022 | Mt 25,31-46 | Aus der Predigtreihe \u00abTiere, die Bibel und wir\u00bb | Berthold W. Haerter |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Das Weltgericht<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em><sup>31<\/sup><\/em><em>Wenn aber der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.\u00a0<sup>32<\/sup>Und alle V\u00f6lker werden sich vor ihm versammeln, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den B\u00f6cken scheidet.\u00a0<sup>33<\/sup>Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die B\u00f6cke aber zur Linken.\u00a0<sup>34<\/sup>Dann wird der K\u00f6nig denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, empfangt als Erbe das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an.\u00a0<sup>35<\/sup>Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen.\u00a0<sup>36<\/sup>Ich war nackt, und ihr habt mich bekleidet. Ich war krank, und ihr habt euch meiner angenommen. Ich war im Gef\u00e4ngnis, und ihr seid zu mir gekommen.\u00a0<sup>37<\/sup>Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben, oder durstig und haben dir zu trinken gegeben?\u00a0<sup>38<\/sup>Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen, oder nackt und haben dich bekleidet?\u00a0<sup>39<\/sup>Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gef\u00e4ngnis und sind zu dir gekommen?\u00a0<sup>40<\/sup>Und der K\u00f6nig wird ihnen zur Antwort geben: Amen, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Br\u00fcder getan habt, das habt ihr mir getan.<sup>41<\/sup>Dann wird er denen zur Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist f\u00fcr den Teufel und seine Engel!\u00a0<sup>42<\/sup>Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich war durstig, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben.\u00a0<sup>43<\/sup>Ich war fremd, und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich war nackt, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich war krank und im Gef\u00e4ngnis, und ihr habt euch meiner nicht angenommen.\u00a0<sup>44<\/sup>Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder fremd oder nackt oder krank oder im Gef\u00e4ngnis und haben nicht f\u00fcr dich gesorgt?\u00a0<sup>45<\/sup>Dann wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir nicht getan.\u00a0<sup>46<\/sup>Und diese werden in die ewige Strafe gehen, die Gerechten aber ins ewige Leben.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Mt 25,31-46<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde an diesem Sommersonntag<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist zurzeit am Tag warm, fast heiss. Aber finden Sie nicht auch, die Morgen sind herrlich!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Man kann draussen fr\u00fchst\u00fccken oder in den Wald bzw. See gehen oder fr\u00fch morgens aufs Velo steigen. Dann sieht man hoch oben die Schwalben. Sie k\u00fcnden einen sch\u00f6nen Tag an. Und auch auf der Erde tut sich etwas. Dort wo ich gegossen habe, da zeigen sich kleine L\u00f6cher der Regenw\u00fcrmer. Selbst ein paar Schnecken knabbern an meinem Husarenkopf (Blume). Eidechsen huschen \u00fcber die Steinplatten. Es sind herrliche Morgen. Man muss sie in sich aufnehmen und geniessen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jemand erz\u00e4hlte mir, morgens ginge sie gern auf den Friedhof. Es sei so still da, die kr\u00e4ftige Natur, die V\u00f6gel, Blumen, so stelle sie sich das Aufwachen bei Gott vor.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Erinnern Sie sich an den eben geh\u00f6rten Bibeltext? Dort wird auch vom Eintreffen bei Gott erz\u00e4hlt. \u00abDas Weltgericht\u00bb \u00fcberschreibt die Bibel diese letzte grosse Rede Jesu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Anforderungen, die Jesus als Weltenrichter da an uns stellt! Sechs Mal redet er davon, wie barmherzig wir sein sollen. Sechs Mal h\u00e4mmert er mir das ein. Die Wiederholungen bewirken genau das, worauf jede Lehrperson in der Schule hofft, wenn die Sch\u00fcler\/Sch\u00fclerinnen nicht begreifen. \u201eSie verstehen es im Moment nicht, aber wenigstens vergessen sie es nicht.\u201c<\/p>\n<div style=\"text-align: center;\">Hungrigen hat man Essen zu geben.<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">Durstigen hat man Trinken zu geben.<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">Fremde hat man bei sich aufzunehmen.<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">Nackte hat man zu kleiden.<\/div>\n<div style=\"font-weight: 400; text-align: center;\">Kranke und Gefangene hat man zu besuchen.<\/div>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das ist viel, was da von mir erwartet wird. Eben der Sommermorgen, der Gedanke, bei Gott k\u00f6nnte ich auch so erwachen. Und nun Jesu Rede, die sagt, wie das ist, wenn man nach dem Sterben zu Gott kommt. Das macht nicht Freude, das macht Angst. Ich weiss aber auch, dass nicht die Angst mich barmherzig machen soll, sondern ich soll ganz selbstverst\u00e4ndlich handeln, ja so, dass ich am Ende \u00fcberrascht dar\u00fcber bin, dass ich so \u00abgut\u00bb im Leben war.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich habe den Eindruck, Jesus will seine J\u00fcngerinnen und J\u00fcnger von himmlischen Sommergef\u00fchlen auf den Boden der Realit\u00e4t zur\u00fcckholen. Voller Hoffnung, ja begeistert und schw\u00e4rmerisch folgen sie Jesus auf seiner letzten Wegetappe. Es m\u00fcssen recht viel Menschen gewesen sein. Man war kurz vor Jerusalem. Dort sollte das gr\u00f6sste Fest der Juden, das Passafest gefeiert werden (das an den Auszug aus \u00c4gypten erinnerte). Dieses Fest feierte man m\u00f6glichst nahe beim Tempel. Es war die zentrale 1. Augustfeier (Nationalfeiertag Schweiz) in Israel. Da wollte man dabei sein. Auf der Reise dorthin hat Jesus seine Anh\u00e4ngerInnen nochmals zusammengerufen. Er h\u00e4lt ihnen diese Rede, so berichtet uns das Matth\u00e4usevangelium.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir, wir wissen heute mehr als Jesu Anh\u00e4nger damals. Wir wissen, dass Jesus sich hier nicht zum grossen Sommerfest aufmachte, sondern er hier seine letzten eindr\u00fccklichen Worte vor Kreuz und Auferstehung spricht. Sie alle wissen auch, dass letzte Worte, die jemand bei einem Abschied spricht, einem meistens bleiben. Ja, wenn es Worte vor dem Sterben sind, dann kann man diese sp\u00e4ter oft sehr genau wiedergeben. Sie begleiten einen \u00fcber Tage, Wochen und Monate. Sie werden manchmal zu einem Verm\u00e4chtnis. Und wie man die geh\u00f6rten Jesus-Worte auch dreht und wendet, sie sind Jesu Verm\u00e4chtnis an uns. Hier erwartet Jesus von uns, was er selbst gelebt hat: Barmherzigkeit. Jesus gibt uns mit auf den Weg, wie wir leben sollen: Seid barmherzig! Jesus merkt, man versteht ihn nicht, wie er von einem Weltgericht redet, bei dem er als K\u00f6nig mit Engeln kommen wird, um zu richten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So erz\u00e4hlt er eine Geschichte. Die Menschen, die in Pal\u00e4stina vor 2000 Jahren leben, verstehen ihn nun. Da, beim Weltgericht, ist es, als wenn ein Hirte die B\u00f6cke von den Schafen scheidet. In Pal\u00e4stina trennte man nach einem gemeinsamen Weide-Tag die Schafe und die Ziegen(-b\u00f6cke) voneinander, liess die Schafe auch in der k\u00fchlen Nacht draussen, w\u00e4hrend die Ziegen die W\u00e4rme des Stalls nachts brauchten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Scheidung uns verst\u00e4ndlich zu machen, ginge vielleicht so: Wer von Ihnen hat oder hatte in seinem Leben schon einmal f\u00fcr ein Haustier zu sorgen? Die sollen aufstehen und sich nach rechts setzen, auf die Seeseite. Alle anderen die keine Haustiere je hatten, sollen links von mir sitzen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schnell h\u00e4tte ich selektiert. Und \u2013 Hand aufs Herz \u2013 wenn ich rechts sitzen darf, \u2026 es ist die bevorzugte Seite.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus sortiert hier auch. Die Rechten, die Schafe, sind also die Guten. Und er sagt genau, wer da hingeh\u00f6rt: Alle, die in ihrem Leben Jesus gefunden haben und f\u00fcr ihn da waren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Logischer Weise m\u00fcssen wir also im Leben Jesu suchen. Aber wo findet man ihn? In der Bibel, im Gottesdienst, in der Kirche, im Besch\u00e4ftigen mit dem allen, da kann und wird man Jesus erfahren. Es ist wohl der Wunsch von jeder Pfarrperson, dass Gott den einen oder die andere im Gottesdienst \u00abanstupft\u00bb, ber\u00fchrt, ja das der eine oder andere merkt, da in dieser Viertelsekunde, da war mir Gott ganz nahe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber hier, in diesem Verm\u00e4chtnis macht Jesus unsere Suche nach Gott praktisch. Jesus beugt hier unseren erhobenen Kopf vom Blick in den Himmel zum Blick auf die Erde hinunter. Und er macht das ziemlich brutal.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus zeigt uns seine Doppelg\u00e4nger hier auf Erden. Er sagt: Wenn ich dann gestorben, auferstanden und bei Gott bin, dann findet ihr mich immer noch auf der Erde. Ihr findet mich in denen, denen es schlecht geht, die Hilfe brauchen, die Not leiden. Das sind meine Doppelg\u00e4nger: <em>\u00abWas ihr einen diesen meiner geringsten Br\u00fcder (und Schwestern) getan habt, das habt ihr mir getan.\u00bb<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer sind nun unsere geringsten Schwestern und Br\u00fcder? Bestimmt die Gefl\u00fcchteten! Bestimmt die Menschen in der Ukraine, die jetzt unsere Unterst\u00fctzung brauchen, geistig und praktisch. Sicherlich die Menschen, die hier in Not sind, Alkoholkranke, die nicht die Kraft finden, auszubrechen. Psychisch Erkrankte, die so leiden, dass sie nicht ins Leben zur\u00fcckfinden. Einsame, die nicht in die Gemeinschaft finden, die sie sich so w\u00fcnschen. Menschen, denen es so geht, haben wir im Ort.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber wir sind ja in einer Predigtreihe zu den Tieren und unser Verh\u00e4ltnis zu ihnen: Ja, Tiere sind auch die geringsten Schwestern und Br\u00fcder. Sie brauchen unsere F\u00fcrsorge, gerade weil wir Menschen uns die Erde \u00abuntertan\u00bb gemacht haben, sie ausbeuten. Nachhaltigkeit und Achten auf das \u00ab\u00d6ko-System\u00bb stecken noch in den Kinderschuhen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir haben vom \u00abGelaich und Gew\u00fcrm\u00bb gesungen (RG 100, 3: Erfreue dich, Himmel), die Gott loben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir haben von den Bienen gesungen (RG 537, 6: Geh aus mein Herz), die uns Gottes Liebe zeigen und sehr gef\u00e4hrdet sind. Jetzt kommen die Wespen wieder auf den Sitzplatz, wenn man draussen isst. Die Eintagsfliegen suchen sich unsere Obstteller, die Ameisen finden jedes offene Honigglas. Die Kirschessigfliegen vernichten die Kirschernten usw.. Wie gehen wir mit ihnen um, Jesu Schwester und Br\u00fcder, denen Gott Atem schenkte wie uns, die also von Gott gewollt sind?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Albert Schweitzer, der Theologe, Musiker, Arzt und Ethiker, Gr\u00fcnder eines Urwaldspitals in Gabun hat gesagt:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00abWahrhaft ethisch ist der Mensch nur, wenn er der N\u00f6tigung gehorcht, allem Leben, dem er beistehen kann, zu helfen, und sich scheut, irgendetwas Lebendigem Schaden zu tun \u2026 Er reisst kein Blatt ab, bricht keine Blume und hat acht, dass er kein Insekt zertritt. Wenn er im Sommer nachts bei der Lampe arbeitet, h\u00e4lt er lieber das Fenster geschlossen und atmet dumpfe Luft, als das er Insekt um Insekt mit versengten Fl\u00fcgeln auf seinen Tisch fallen sieht.\u00bb <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nat\u00fcrlich wissen wir alle um gef\u00e4hrliches \u00abGew\u00fcrm und Gelaich\u00bb wie die Malariam\u00fccke, die Tigerm\u00fccke oder den Lerchenwickler usw.. Nat\u00fcrlich muss man diese bek\u00e4mpfen, wenn sie Menschenleben gef\u00e4hrden. Aber man findet heute neue Wege, zum Beispiel mit nat\u00fcrlichen Feinden. L\u00e4ngst wird nicht mehr grossfl\u00e4chig, mit viel Chemie, schon gar nicht mit DDT gearbeitet. Die Erkenntnis ist da, dass man beobachten muss, Menschen beitragen m\u00fcssen, dass sich gef\u00e4hrliche Populationen nicht vergr\u00f6ssern, dass nachhaltiger gearbeitet werden muss, und man nicht H\u00e4userw\u00e4nde einspritzt, damit es keine Spinnen mehr gibt, was man bis heute noch tut. Auch m\u00fcssen wir bewusster mit den kleinen Tieren leben lernen, denn wir brauchen sie. Albert Schweitzers ber\u00fchmtester Satz lautet: <em>\u00abIch bin das Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.\u00bb<\/em> ( A. Schweitzer nach, S. Horstmann, Th. Ruster, G. Taxacher: Alles, was atmet, Regensburg 2018, 141)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jemand erz\u00e4hlte mir, sie sammle jeden Regenwurm auf, den sie auf dem Gehsteig entdecke und bringe ihn zur\u00fcck auf den Erdboden. So sollen wir nach Jesus mit dem Geringen umgehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn wir dar\u00fcber nachdenken, merken wir bald: Eigentlich haben wir keine Chance zu denen auf der rechten Seite zu geh\u00f6ren. Wie oft waren wir nicht barmherzig, aus Selbstschutz, weil wir Menschen in Not \u00fcbersahen, weil es \u00fcber unsere Kr\u00e4fte ging, weil so kleine \u00abViecher\u00bb uns bel\u00e4stigten oder aus welchen Gr\u00fcnden auch immer. Geh\u00f6ren wir also zu den Linken, die in der Gottesferne einmal leben m\u00fcssen? Und m\u00fcssen wir jetzt immer v\u00f6llig angespannt und bald verspannt durchs Leben gehen, um ja kein Leben, was Hilfe braucht, zu \u00fcbersehen? Ist das das Leben? Ist so das Leben, wie Gott es will?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesu letzte grosse Rede h\u00e4lt er vor seinem Tod. Jesu Tod, das Kreuz, das ist Gottes Zeichen f\u00fcr uns, das sagt: Was Du auch getan hast: Dir ist vergeben. Sooft ich also zu Gott komme und mir bewusst mache, dass ich Fehler mache, vergibt mir Gott. Daf\u00fcr steht Jesu Kreuz. Unser Chorfenster zeigt es, leuchtend strahlend, die Sonne schickt W\u00e4rme hindurch. Gott vergibt mir, wegen Jesus. Denn er liebt mich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So von Angst befreit, h\u00f6ren wir Jesu letzte Rede anders. Jesus will uns nicht \u00fcberfordern. Er gibt uns hier eine Lebensaufgabe. Wenn wir es versuchen, dem Geringsten Sorge zu tragen, ist uns Gottes Liebe gewiss.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00abBefreit\u00bb diese \u00abWeltgerichtgeschichte\u00bb h\u00f6ren, heisst aber auch, dass wir zugeben k\u00f6nnen, auch wir sind manchmal im Leben seelisch oder k\u00f6rperlich hungrig und durstig, nackt und fremd, krank und gefangen. Wenn uns geholfen wird, erfahren wir, dass Gott auch Dir und mir gr\u00f6sste Beachtung schenkt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">AMEN<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Berthold W. Haerter<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Oberrieden\/Schweiz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"mailto:Berhold.haerter@bluewin.ch\">Berhold.haerter@bluewin.ch<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geb. 1963, Pfarrer der Ev-Ref. Landeskirche Z\u00fcrich seit 1993| Oberrieden am Z\u00fcrichsee<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dem Geringsten Beachtung schenken | 6. 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