{"id":12661,"date":"2022-08-01T18:19:11","date_gmt":"2022-08-01T16:19:11","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=12661"},"modified":"2022-08-01T22:56:39","modified_gmt":"2022-08-01T20:56:39","slug":"markus-12-41-44-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/markus-12-41-44-3\/","title":{"rendered":"Markus 12.41-44"},"content":{"rendered":"<h3><span style=\"font-size: 16px;\">Geben macht gl\u00fccklich | 8. Sonntag nach Trinitatis | 07.08.2022 | Mk 12.41-44 | Marion Werner |<\/span><\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gnade sei mir euch und Frieden von Gott unserm Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201eUnd daf\u00fcr verschenken sie ihre Zeit?\u201c fragt Paul. Er sitzt zusammen mit Louis, ebenfalls ein Konfirmand, bei Frau Schober am Esszimmertisch. Im Rahmen des Konfirmandenunterrichts sprechen sie mit Frau Schober \u00fcber ihr ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde. Im Allgemeinen gelten Louis und Paul als kluge, aber sehr vorwitzige Konfirmanden. Doch hier genieren sie sich zuerst ein wenig. Alles wirkt sehr beengt und einfach. Frau Schober ist schlicht gekleidet, die Haare zur\u00fcckgek\u00e4mmt, alles in allem eine unscheinbare Person, doch ihr warmes L\u00e4cheln l\u00e4sst den ganzen Raum heller werden. Sie erz\u00e4hlt von dem, was sie f\u00fcr die Kirchgemeinde tut: Tische herrichten f\u00fcr den Kirchenkaffee. Kaffee kochen, Kekse verteilen. Absp\u00fclen. F\u00fcrs Gemeindefr\u00fchst\u00fcck Brot holen. F\u00fcr den Frauennachmittag Kuchen backen und den Raum sch\u00f6n herrichten. \u201eUnd daf\u00fcr verschenken sie ihre Zeit?\u201c rutscht es Paul heraus. \u201eIch meine\u201c, sagt er etwas vorsichtiger \u201ef\u00fcr Tischdecken und Abwaschen f\u00fcr andere?\u201c Frau Schober muss lachen \u201eIch mag es eben, wenn Menschen sich wohlf\u00fchlen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde, \u00ab<em>Geben ist seliger als Nehmen<\/em>\u00bb &#8211; das alte Sprichwort kennen wir alle. Mit diesem Satz kann man sich und andere dazu motivieren Gutes zu tun. Nat\u00fcrlich kann man sich und andere damit auch unter Druck setzen, wenn man nur das Geben betont und vergisst, dass man im Leben auch manchmal nehmen soll und sogar muss.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00ab<em>Geben ist seliger als Nehmen<\/em>\u00bb. Diese Worte gehen auf Jesus zur\u00fcck und Paulus zitiert sie in der Apostelgeschichte 20,35. Das Wissen, dass Geben selig machen kann, teilt Jesus mit seinen J\u00fcngern im Jerusalemer Tempel.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir h\u00f6ren den Predigttext aus dem Markusevangelium im 12. Kapitel<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Markus 12,41-44: <em>Und Jesus setzte sich dem Gotteskasten gegen\u00fcber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viele Reiche legten viel ein. <\/em><em>42<\/em><em>.\u00a0Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das ist ein Heller. <\/em><em>43<\/em><em>.\u00a0Und er rief seine J\u00fcnger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. <\/em><em>44<\/em><em>.\u00a0Denn sie haben alle von ihrem \u00dcberfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>M\u00f6ge Gott sein Wort an uns segnen. Amen<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde, hier wird uns der Alltag im Tempel beschrieben. Jesus setzt sich so hin, dass er in den Gotteskasten blicken kann \u2013 er macht das, was wir als unerh\u00f6rt empfinden w\u00fcrden: jemand kontrolliert den Geldbetrag, den wir als Kollekte hineinlegen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch damals im Tempel war das anders: die freiwilligen Gaben kontrollierte ein Priester. Viele Reiche gingen vorbei und legten betr\u00e4chtliche Betr\u00e4ge hinein. Sie werden von den Priestern entgegengenommen und laut ausgerufen. Die Runde sieht wohlwollend auf die grossz\u00fcgigen Spender. Schliesslich ist es im AT gesetzlich verankert, dass man sich um Arme, Weise und Witwen k\u00fcmmern muss. Ihnen gilt ein besonderer Schutz. Dazu brauchte es solche grossz\u00fcgigen Spenden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Reichtum gilt im AT als sichtbarer Segen Gottes, der es mit sich bringt, f\u00fcr Arme Verantwortung zu \u00fcbernehmen, indem man vom eigenen Reichtum etwas abgab. Daran hat sich bis heute nichts ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und dann tritt eine Witwe auf. Dass sie Witwe war, konnte man an ihrer Kleidung erkennen. Dass sie arm war, ebenso. Ihre Witwenkleidung war schon zerschlissen. Unauff\u00e4llig, den Blick gesenkt, legt auch sie Geld in den Opferkasten: Zwei Lepton. Die kleinste griechische M\u00fcnze. Weniger als n\u00f6tig ist, um ein Brot zu kaufen. Ob der Priester ihren Beitrag auch ausgerufen hat?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir wissen es nicht. Jesus aber lenkt den Blick auf diese arme Witwe. Er sagt seinen J\u00fcngern: die Reichen geben aus ihrem \u00dcberfluss heraus, die Witwe aus ihrem Mangel. Aus dem Wenigen das sie hat, gibt sie etwas in den Gotteskasten. Damit bleibt ihr zum Leben noch weniger als bisher. Dennoch will sie etwas f\u00fcr andere geben. Vielleicht hatte sie gerade ihre Armut daf\u00fcr sensibel gemacht, dass man andern in Not helfen muss.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde: Jesus stellt das Verhalten der Frau in den Mittelpunkt. Anders als sonst, wenn er uns ein beispielhaftes Verhalten vor Augen f\u00fchrt, sagt er dieses Mal nicht: \u00ab<em>Geht hin und tut desgleichen<\/em>\u00bb. Er macht aus dem Verhalten der Witwe nicht eine ethische Forderung. Er erwartet nicht, dass wir hingehen und so viel verschenken, dass uns zum Leben zu wenig \u00fcbrigbleibt. Jesus weiss, das w\u00e4re eine \u00dcberforderung. Und daher fordert er das nicht ein. Er sagt auch nicht, die arme Frau sei ein besserer Mensch und die Wohlhabenden irgendwie schlecht, weil sie nicht mehr geben. Jesus beobachtet und weist darauf hin, dass Geben selig macht, egal wie viel es ist und wie viel man sich gerade leisten kann zu geben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was Jesus aber tut, ist darauf hinzuweisen, dass Geben selig macht. \u00abSelig\u00bb \u2013 im Griechischen ist das das Wort f\u00fcr \u00abgl\u00fccklich\u00bb. Geben macht gl\u00fccklich. Wer gerne schenkt, kann das sp\u00fcren. Die Freude, die mein Geschenk ausl\u00f6st, die freut einen gewissermassen zur\u00fcck. Ich bin gl\u00fccklich, wenn ich sehe, wie sich die andere freut, wie es ihm guttut, was ich f\u00fcr ihn getan habe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und solche Freude ist nicht nur ein gutes Gef\u00fchl. Der Ulmer Hirnforscher Manfred Spitzer sagt: Anderen zu helfen, ein ehrenamtliches Engagement f\u00fcr andere zum Beispiel, macht nicht nur gl\u00fccklich, das macht sogar gesund. Der Einsatz f\u00fcr andere kann n\u00e4mlich vorbeugen gegen Krankheiten wir Bluthochdruck, erh\u00f6hten Blutzucker oder zu hohe Blutfette. Sich f\u00fcr andere einzusetzen, f\u00fchrt zu h\u00f6herer Lebensqualit\u00e4t. Vielleicht kann man also sagen: Wer gl\u00fccklich werden will, der sollte auch f\u00fcr andere sorgen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geben ist seliger als Nehmen. Geben macht gl\u00fccklich. Und es muss ja nicht immer Geld sein, das man gibt. Man kann auch anderen zuh\u00f6ren, Enkelkinder betreuen und so die Kinder entlasten, jemanden zum Arzt fahren oder f\u00fcr ihn etwas besorgen, sich beim Kirchenkaffee einbringen, beim Besuchsdienst, oder Fl\u00fcchtlinge aufnehmen. Man kann Zeit geben, Mitgef\u00fchl, F\u00fcrsorge, Arbeitskraft. Es gibt so viele M\u00f6glichkeiten f\u00fcr andre da zu sein. Und alle, die sich irgendwo engagieren sagen: Es tut mir gut, dass ich das kann. Geben macht selig!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und vielleicht hilft einem das Geben auch, wenn man selbst in Not ist, leichter anzunehmen. Denn das Leben bringt uns immer wieder in Situationen, wo wir nehmen m\u00fcssen und sollen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zur\u00fcck zum Besuch unserer Konfirmanden:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201eWarum geben Sie sich daf\u00fcr her, Abwaschen und Tische decken f\u00fcr andere?\u201c fragt Paul Frau Schober. \u201eMachen Sie das wegen ihrem Glauben?\u201c Frau Schober ist etwas \u00fcberrascht, denkt nach, und antwortet \u201eGott hilft mir immer wieder. Darum m\u00f6chte ich andern Menschen auch helfen.\u201c \u201eIch weiss nicht\u201c mischt sich Louis ein \u201eich finde das schwierig, das alles mit Gott. Haben Sie denn keine Probleme?\u201c \u201eGott leuchtet \u00fcberall auf. Man kann ihn immer wieder entdecken\u201c sagt Frau Schober und erz\u00e4hlt \u00fcber ihr Leben. Sie erz\u00e4hlt, wie tief sie schon gefallen ist. Dass sie sogar zeitweise ihre Wohnung verloren hatte. \u201eAber eine Freundin hat mich dann eine Zeit lang bei sich wohnen lassen. Da ist mir Gott in dieser Freundin begegnet\u201c. So erz\u00e4hlt sie weiter.\u00a0 Immer wieder gab es kleine ermutigende Begebenheiten. Immer wieder Menschen, die ein freundliches Wort oder konkrete Hilfe hatten.\u00a0<\/em><em>\u201eMal war Gott in einem Nachbarn, bei dem ich was borgen konnte. Oder in dem Sachbearbeiter auf dem Sozialamt, der sich die Zeit nahm und meine Geschichte anh\u00f6rte. Oder in der B\u00e4ckerin, die mir das Brot von gestern umsonst einpackte\u201c. \u201eAber Gott ist doch keine B\u00e4ckerin!\u201c Beide Konfirmanden kicherten. \u201eWer weiss das schon\u201c antwortet Frau Schober l\u00e4chelnd. \u201eGott ist in dem, was Menschen tun. In dem, was sie Gutes tun. Gott ist da, wo jemand grossz\u00fcgig ist. Weitherzig. Man muss nur die Augen aufmachen. Ich begegne Gott \u00fcberall\u201c.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geben macht selig. F\u00fcr andre da sein macht gl\u00fccklich. Dar\u00fcber hinaus leuchtet gerade hier etwas von Gott und seinem Reich auf.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde, ich nehme die arme Witwe als Vorbild. Ich bin nicht arm. Wahrscheinlich bin ich den Wohlhabenden dort im Tempel n\u00e4her als der armen Wirte. Aber von der Frau lerne ich: Geben tut gut. Geben macht Freude. Geben macht stolz. Wer geben kann, kann sich aufrichten. Und es muss ja nicht Geld sein. Ich kann Zeit geben, Mitgef\u00fchl. F\u00fcrsorge, Arbeitskraft. Das alles lerne ich von der armen Witwe. Und vielleicht finden auch Sie sich wieder in dieser Geschichte. Mehr bei ihr \u2013 ober mehr bei den Wohlhabenden. Jesus sieht beide.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus unserm Herrn. Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">___<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dr. Marion Werner<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pfarrerin<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"mailto:pfarrerin@luther-zuerich.ch\">pfarrerin@luther-zuerich.ch<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kurvenstrasse 39, 8006 Z\u00fcrich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geben macht gl\u00fccklich | 8. Sonntag nach Trinitatis | 07.08.2022 | Mk 12.41-44 | Marion Werner | Gnade sei mir euch und Frieden von Gott unserm Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen \u201eUnd daf\u00fcr verschenken sie ihre Zeit?\u201c fragt Paul. Er sitzt zusammen mit Louis, ebenfalls ein Konfirmand, bei Frau Schober am Esszimmertisch. 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