{"id":12666,"date":"2022-08-01T09:08:09","date_gmt":"2022-08-01T07:08:09","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=12666"},"modified":"2022-08-01T14:17:25","modified_gmt":"2022-08-01T12:17:25","slug":"markus-1241-44-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/markus-1241-44-2\/","title":{"rendered":"Markus 12,41-44"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Vom Eselchen, das die Witwe bekam | 8. So. nach Trinitatis | 07.08.2022 | Markus 12,41-44 | Manfred Mielke |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">der Evangelist Markus berichtet: <em>Jesus setzte sich dem Gotteskasten gegen\u00fcber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viele Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das macht zusammen einen Pfennig. Und er rief seine J\u00fcnger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. Denn sie haben alle etwas von ihrem \u00dcberfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte.<\/em> (Markus 12, 41-44) \u201eMit Jesus von Nazareth unterwegs\u201c, so lautet ein Erz\u00e4hlinteresse des Markus. Dazu geh\u00f6ren Jesu Heilungen und Redewechsel, wobei jedes Mal das Drumherum mit-wichtig ist. Er handelt nicht im luftleeren Raum. Das jeweilige Setting l\u00e4dt seine Taten und Worte auf und l\u00e4dt uns zum mit-erleben ein. &#8211; Wenn z.B. Jesus in ein Haus geht, wird es schnell eng. Mit ihm auf dem See drohen harte Windb\u00f6en. Er redet Klartext, das ist mutig, da er es auf dem Vorplatz des Tempels tut. Der hat eine imposante Kulisse, die ein starkes Reizklima schafft f\u00fcr den Sohn Gottes. Denn er hat eine andere Vision des Reiches Gottes als die einer steinernen Tempelanlage.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun setzt er sich am Rande hin und l\u00e4sst seine Blicke schweifen. Jesus macht eine Verschnaufpause \u2013 \u201ehier\u201c? Das ist \u201eunstatthaft\u201c (1) und l\u00e4sst uns fragen, was in den Stunden zuvor sein Output war. Nun, es waren viele kritische \u00c4u\u00dferungen. So z.B. schimpft er, dass der ehrw\u00fcrdige Tempel als \u201eR\u00e4uberh\u00f6hle\u201c missbraucht wird. Dagegen zitiert er seinen Vatergott mit: \u201eMein Haus soll ein Bethaus hei\u00dfen f\u00fcr alle V\u00f6lker!\u201c Wie radikal er das meint, zeigt er in einer Verfluchung eines Feigenbaums, der seitdem nur noch als Gerippe herumsteht. So w\u00e4chst bei seinen Gegnern die Frage nach seiner Vollmacht. Selbstbewusst dreht Jesus ihre Frage um nach ihrer Kompetenz. Zum Beispiel im Lavieren gegen\u00fcber den Besatzungs-R\u00f6mern und den von ihnen verlangten \u201eZinsgroschen\u201c. Aber auch zum Gebot der N\u00e4chstenliebe oder zur Auferstehung der Toten. Jesus macht dabei einen Punkt nach dem anderen. Als es auf den Abend zugeht, dreht er auf und warnt alle: <em>Seht euch alle vor vor den Schriftgelehrten, die gern in langen Gew\u00e4ndern gehen und lassen sich auf dem Markt gr\u00fc\u00dfen; \u2026 sie fressen die H\u00e4user der Witwen und verrichten zum Schein lange Gebete. Die werden ein umso h\u00e4rteres Urteil empfangen.<\/em> (12,38ff)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nach dieser Scheltrede setzt sich Jesus abseits hin, schweigend l\u00e4sst er seine Blicke schweifen. Sein Sitzplatz ist dem Gotteskasten gegen\u00fcber, einer Tempel-Spendenbox. Beim abendlichen Tempelbesuch l\u00e4sst jeder im Vor\u00fcbergehen einen Betrag hineinfallen. Markus macht dazu ein Wortspiel: <em>Die Vielhabenden legten viel ein. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Da n\u00e4hert sich eine Witwe und wirft zwei kleine M\u00fcnzen ein &#8211; mit Fingerspitzen, so, wie sie mit einer Prise Salz ihre Suppe abschmeckt. Der Kontrast zu den gro\u00dfen Gesten ist auff\u00e4llig, doch Jesus schreitet nicht ein. Vielmehr bleibt er sitzen und ruft seine J\u00fcnger herbei und ermahnt sie: <em>\u201eWahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr eingeworfen als alle anderen. Die haben von ihrem \u00dcberfluss eingeworfen, sie aber hat in ihrer Armut alles eingeworfen, was sie zum Leben hatte.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hier bricht die Episode ab. So komprimiert sie ist, sie sperrt sich dennoch gegen eine Auswalzung. Jesus bleibt fokussiert, auch wenn die Rahmenbedingungen mit-predigen. Er l\u00e4sst sich nicht die Pr\u00e4gung der M\u00fcnzen zeigen, er stilisiert die Witwe nicht als Vorreiterin, noch sichert er ihr neue Scherflein. Er entwirft keine Armutsbek\u00e4mpfung, sondern bel\u00e4sst die Reichen in ihrem Charity-Stolz. So l\u00e4sst er auch unsere Blicke umherschweifen, und wir sp\u00fcren, dass da Vieles von uns mit reinspielt und wir nicht nur Kulisse sind, sondern unsere Beweggr\u00fcnde durchleuchtet werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus \u00fcberl\u00e4sst dann den Tempel seinem Schicksal (2), sein Unterricht f\u00fcr die Kirche der Zukunft geht weiter im Garten des \u00d6lbergs. Er warnt sie vor Pseudo-Propheten, vor der Missdeutung von Kriegen als Zeichen der Endzeit und vor dem Stress, unter heidnische Obrigkeit zu geraten. Zuletzt l\u00e4sst er die Osterbotschaft aufblitzen als Impuls zu guter Wachsamkeit. So geht ein langer, intensiver Tag f\u00fcr Jesus und seine J\u00fcnger zu Ende.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Opferkasten ist mehr als nur ein Beh\u00e4ltnis, er steht f\u00fcr mehr. Er weist \u00fcber die damalige Szene hinaus und hat auch unsere Beweggr\u00fcnde im Blick, z.B. bei diakonischen Hilfsprogrammen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Martin Luther hat ihn mit \u201eGotteskasten\u201c \u00fcbersetzt, dabei dachte er an kleine Schatztruhen. Ihn emp\u00f6rte die Sammlung f\u00fcr den Neubau des Petersdomes und noch mehr, dass dabei H\u00f6llen\u00e4ngste instrumentalisiert wurden. Die Bu\u00dfprediger um Johann Tetzel schrien als Inkasso-Eintreiber: \u201eSobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!\u201c (3) Dieses Zitat warnt uns vor unlauterem Fundraising. Hinzu kommt, dass \u201eSchatzkammer\u201c eine treffendere \u00dcbersetzung ist. Alle Tempel in der Antike hatten Kammern zur Aufbewahrung z.B. der Priestergew\u00e4nder, gro\u00dfer Sachspenden, und auch privater Verm\u00f6genswerte. Der Tempel in Jerusalem hatte mehrere R\u00e4ume, mit insgesamt 13 Opferst\u00f6cken (4). Sie hatten trichterf\u00f6rmige \u00d6ffnungen, der Volksmund nannte sie: Die Posaunen. Wer hatte sie erfunden? In historischer Zeit wurde ein gewisser Joas als siebenj\u00e4hriges Kind K\u00f6nig. Er<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">fand den Tempel sanierungsbed\u00fcrftig vor und beauftragte die Priester, Sammlungen durchzuf\u00fchren. Als er 23 Jahre alt wurde, und immer noch nichts geschah, riss ihm der Geduldsfaden. Er befahl, ab jetzt einen \u00f6ffentlich sichtbaren Kollektenkasten aufzustellen (5). Da die bisherigen Spenden wirklich nicht mehr aufzufinden waren, durften sie in den Truhen der Priester-Sippen bleiben. Die Schatzkammern waren von dieser Ungerechtigkeit stumme Zeugen, zumal die Skandale nicht aufh\u00f6rten. &#8211; Vermutlich ist es so: In den Schatzkammern lagert das legend\u00e4re \u201eTafelsilber des Tempels\u201c sowie viel privates Gold (6). Davor, im fu\u00dfl\u00e4ufigen Bereich, stehen Opferst\u00f6cke. F\u00fcr die laufenden Kosten ist jeder Heller willkommen, wer verm\u00f6gend ist, gibt seinen Batzen als Deputat. Werden von der Rendite Tempelger\u00e4te angeschafft, mehrt das den Ruhm des Spenders. Falls nicht, hat er mit Gott noch eine Rechnung offen. Das Gesch\u00e4ftsmodell lautet also: Spende so viel und so laut, dass Gott Dir etwas schuldig wird! &#8211; Was f\u00fcr eine Verdrehung!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was da inszeniert wird, macht die Reichen stolz und die Armen hoffnungslos. In diesem Reizklima bezichtigt Jesus die F\u00fchrer des Volkes, Vorteilsnahme und Fr\u00f6mmigkeit so zu verquirlen, dass sie Gottes Sozialcharta aushebeln. Mit der Linken z\u00fcnden sie sch\u00f6nen Opferqualm an, mit der Rechten stecken sie sich unfaire Proze\u00dfgewinne in die Tasche. Sie fressen die H\u00e4user der Armen! Gegen ihre prunkvollen Gew\u00e4nder ist Jesus noch polemisch, gegen ihre Gier hat er einen prophetischen Zorn. Denn er hat eine andere Vision der Gerechtigkeit Gottes als die einer Bereicherung hinter frommer Miene.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun w\u00e4re es reizvoll, z.B. das kirchliche Kollektenwesen oder die Querfinanzierung gro\u00dfer Hilfswerke zu thematisieren. Auch sollten wir die politischen Instrumente der Entlastungspakete oder eines bedingungslosen Grundeinkommens durchleuchten. &#8211; F\u00fcr diese Predigt gehe ich aber einen anderen Gedankenweg und frage, ob wir bei Jesus auch einen Hoffnungsimpuls finden. Denn die Tempelszene hinterl\u00e4sst uns ratlos zwischen Hilfsbereitschaft und Eigensicherung, zwischen Vertrauen und Verzicht. Gibt sich Jesus mit dem Auseinanderdriften zufrieden oder gibt es eine Hoffnung auf einen Haltungswechsel?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zum Scherflein der Witwe entdecke ich einen Gegenimpuls in der Szene mit dem Z\u00f6llner Zach\u00e4us. Der Evangelist Lukas berichtet sie, deutet aber auch den Wechsel der Verh\u00e4ltnisse an. &#8211; Zach\u00e4us ist ein Zolleintreiber am Wegekreuz von Jericho. Er hat hohe Jahresbetr\u00e4ge abzuliefern, und so presst er m\u00f6glichst viel m\u00f6glichst schnell von den Karawanenf\u00fchrern heraus. Sein Reichtum ist legend\u00e4r, sein K\u00f6rperwuchs ist gering, alle befeinden ihn. Er will aber Jesus als F\u00fchrer seiner J\u00fcngerkarawane sehen. Daf\u00fcr klettert er in Samt und Seide auf einen niedrigen Baum, wo Jesus ihn entdeckt. Der blamiert ihn nicht vor gro\u00dfem Publikum, sondern l\u00e4dt sich in dessen Prunkvilla ein. Dort redet er so heilsam mit ihm, dass er zusagt: <em>Siehe, Herr, die H\u00e4lfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zur\u00fcck.<\/em> (Lk 19,8)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Verkn\u00fcpfe ich gedanklich die Geschichte vom Scherflein der Witwe mit der Zusage des Zach\u00e4us, dann sp\u00fcren wir, wie Bewegung in die Sache hineinkommt. Beide, die Witwe und der Z\u00f6llner, ziehen sich zur\u00fcck von einer finanziellen Absicherung eines erf\u00fcllten Lebens. Zach\u00e4us aus maximaler Fallh\u00f6he, die Witwe aus tiefster Not. Beide riskieren fast jeglichen R\u00fcckhalt. Ob die Witwe demn\u00e4chst wieder Mehl und \u00d6l kaufen kann? Ob Zach\u00e4us demn\u00e4chst ohne Job und ohne Korruption klarkommen wird?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und wir? M\u00fcssen wir den Absturz der Witwe aktiv nachvollziehen, weil wir sonst kein \u00e4hnliches Gottvertrauen hinbekommen? K\u00f6nnen wir mit Zach\u00e4us lernen, alles auf ein ehrliches Maximum zu reduzieren? Vielleicht gibt es ja f\u00fcr beide einen ersten Schritt und dann weitere. Beide sind und bleiben j\u00fcdischen Glaubens. Jahwe, ihr Bundesgott, versteht das Spenden und Annehmen nicht nur als Einbahnstra\u00dfe, sondern bindet alle Liebesdienste in seine Vision von Gerechtigkeit ein. Ziel aller Aktionen ist: Die Welt zu einem besseren Ort (tikkum olam) zu machen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im 12. Jahrhundert schlug der j\u00fcdische Gelehrte Maimonides dazu einen acht-stufigen Lernplan (7) vor. Stufe eins: Du hilfst und zeigst deinen Frust. Stufe zwei: Tu es mit ein wenig Freundlichkeit. Dann stellst Du fest, dass Du erst gibst, nachdem Du gebeten wurdest. Dann versuche zu geben, bevor der Hilferuf laut wird. Spende durchaus, ohne den Empf\u00e4nger zu kennen, der Dich aber kennt. Danach verschlie\u00dfe deine Hand nicht, auch wenn Du ihm unbekannt bleibst. Zu einer ehrlichen Barmherzigkeit gelangst Du, wenn beim Spenden ihr beide euch anonym bleibt. Dann ist es nur noch ein Schritt zum Ziel, dass der Bed\u00fcrftige die M\u00f6glichkeiten erh\u00e4lt, sich selbst\u00e4ndig zu ern\u00e4hren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese alte P\u00e4dagogik wirft ein gutes Licht auf unsere Beweggr\u00fcnde. Wir misstrauen zwar solchen Trainingsprogrammen, aber wir k\u00f6nnen ja eigene Lernschritte machen, vom sauert\u00f6pfischen Spendieren zu einer Selbsterm\u00e4chtigung der vormals Bed\u00fcrftigen zu gelangen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was sind die praktischen Aussichten? Die Witwe lernt intuitiv eine neue Selbst\u00e4ndigkeit, wenn sie wieder eine eigene Handm\u00fchle hat und einen eigenen Feigenbaum hinter ihrem Haus. (8) F\u00fcr Zach\u00e4us ist es etwas Neues, in Beziehungsarbeit zu investieren. Er k\u00f6nnte einer Witwe ein Eselsf\u00fcllen schenken. Als Leitbild daf\u00fcr, dass er sich auf den Weg macht, anderer Leute Last mit zu tragen. Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(1) Sp\u00e4tere Handschriften \u00e4nderten von \u201eer setzte sich\u201c zu \u201eer stand\u201c; EKK zur Stelle; (2) EKK J. Gnilka S.182; (3) \u201eSobald der G\u00fclden im Becken klingt &#8211; im huy die Seel im Himmel springt\u201c; (4) \u201eDreizehn <em>schofarot<\/em> waren im Heiligtum und auf ihnen war geschrieben: Neue W\u00e4hrung, alte W\u00e4hrung, Vogelopfer, Tauben zum Ganzopfer, H\u00f6lzer, Weihrauch, Gold f\u00fcr die Bundeslade. Auf den 6 \u00fcbrigen: freie Spende.\u201c Mischna Schekalim 6,5 nach Predigtmeditationen S.315; (5) 2 K\u00f6nige 12; (6) Zur Zeit Seleukos IV. waren sie voll \u201eunerme\u00dflicher Reicht\u00fcmer\u201c nach EKK S.176; (7) Begleitbuch zur Ausstellung \u201eArmut\u201c im Landesmuseum Trier, 2011, S.82ff\u00a0 \u2013 im Internet auch unter \u201eZedaka\u201c; (8) \u201eDie Witwe braucht ihr kleines Feld und ihren Esel, die Grundbesitzlosen die Sozialbrache, der arme Mann in der Nathanparabel sein Lamm, die Familie ihre Handm\u00fchle.\u201c zitiert bei Janowski, Anthropologie S.254, Anm 111<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>F\u00fcrbitten im Wechsel mit EG 423: Herr, h\u00f6re, Herr, erh\u00f6re<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Herr, unser Gott, wir rufen Dich an, dass dein Friede komme im Himmel wie auf Erden. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr, h\u00f6re, Herr, erh\u00f6re, breit deines Namens Ehre an allen Orten aus; beh\u00fcte alle St\u00e4nde durch deiner Allmacht H\u00e4nde, sch\u00fctz Kirche, Obrigkeit und Haus.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Herr, unser Gott, wir bitten Dich, dass wir Werte weitergeben k\u00f6nnen und dass sie weitergegeben werden. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gib du getreue Lehrer und unverdrossne H\u00f6rer, die beide T\u00e4ter sein; auf Pflanzen und Begie\u00dfen lass dein Gedeihen flie\u00dfen und ernte reiche Fr\u00fcchte ein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Herr, unser Gott, gib uns in unserer Demokratie zunehmend Tapferkeit und Transparenz. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lass alle, die regieren, ihr Amt getreulich f\u00fchren, schaff jedermann sein Recht, dass Fried und Treu sich m\u00fcssen in unserm Lande k\u00fcssen, und segne beide, Herrn und Knecht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Herr, unser Gott, erhalte den Gesch\u00e4digten Wut und Mut, und lass die Amtsschimmel effektiver arbeiten.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wend ab in allen Gnaden so Feur- als Wasserschaden, treib Sturm und Hagel ab, bewahr des Landes Fr\u00fcchte<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und mache nicht zunichte, was deine milde Hand uns gab.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Herr, unser Gott, mach alle Feind erm\u00fcden und verwirre die Lenkwaffen und ihre Profiteure.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gib uns den lieben Frieden, mach alle Feind erm\u00fcden, verleih gesunde Luft, lass keine teuren Zeiten auf unsre Grenzen schreiten, da man nach Brot vergebens ruft.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Herr, unser Gott, wir bitten dich, dass uns der gesellschaftliche Zusammenhalt weiterhin gelingt. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Hungrigen erquicke und bringe die zur\u00fccke, die sonst verirret sein. Die Witwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um Hilfe schrein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Herr, unser Gott, wir wurzeln in der Dankbarkeit und gehen gest\u00e4rkt auf die Fragen unserer Zeit zu.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun, Herr, du wirst erf\u00fcllen, was wir nach deinem Willen in Demut jetzt begehrt. Wir sprechen nun das Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">in unsres Jesu Namen, so ist all unser Flehn gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">___<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manfred Mielke, Pfarrer der EKiR im Ruhestand, geb 1953, verheiratet, 2 S\u00f6hne. Sozialisation im Ruhrgebiet und in Freikirchen. Studium in Wuppertal und Bonn (auch Soziologie). Mitarbeit bei Christival und Kirchentagen. Partnerschaftsprojekte in Ungarn (1988- 2011) und Ruanda (2001-2019). Musiker und Arrangeur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom Eselchen, das die Witwe bekam | 8. 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