{"id":12889,"date":"2022-08-10T07:39:14","date_gmt":"2022-08-10T05:39:14","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=12889"},"modified":"2022-08-11T07:48:59","modified_gmt":"2022-08-11T05:48:59","slug":"matthaeus-2514-30-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-2514-30-3\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 25,14\u201330"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Anfangen! | 9. Sonntag nach Trinitatis | 14.08.2022 | Mt 25,14\u201330 | Christoph Kock |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\">I. Matth\u00e4us muss nachsitzen<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Matth\u00e4us ist sauer. Nur er steht noch im Klassenraum. Die anderen sind schon auf dem Weg nach Hause. Es ist warm. Durch die offenen Fenster weht ein L\u00fcftchen. Ein vergessenes Arbeitsblatt segelt vom Pult zu Boden. Matth\u00e4us muss nachsitzen. Darauf l\u00e4uft es doch hinaus. Herr Gotthilf hat ihm zwar nicht sauer, aber doch bestimmt zu verstehen gegeben, dass er ihn nach der 6. Stunde zu sprechen w\u00fcnscht. Und dass es etwas dauern k\u00f6nnte. Wo bleibt er denn nur? Matth\u00e4us schaut auf die Uhr \u00fcber der T\u00fcr. F\u00fcnf vor Zw\u00f6lf. Da stimmt doch was nicht. Bevor er sich dar\u00fcber wundern kann, \u00f6ffnet sich mit einem energischen Ruck die T\u00fcr und Herr Gotthilf steht, leicht au\u00dfer Atem, vor ihm. \u201eDa bin ich endlich. Setz dich. Wir haben zu tun.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Gotthilf sieht Matth\u00e4us an. \u201eWir m\u00fcssen \u00fcber das Ende sprechen.\u201c \u201eDas Ende?\u201c wiederholt Matth\u00e4us. Herr Gotthilf nickt und kramt in seiner Tasche. \u201eMachen wir es so: Ich lese das St\u00fcck vor, dass du heute Morgen abgegeben hast, und du h\u00f6rst zu.\u201c Dann hat er gefunden, was er gesucht hat, und beginnt zu lesen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\">II. Von den anvertrauten Talenten<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus sprach:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Mit dem Himmelreich ist wie mit einem Menschen, der au\u00dfer Landes ging:<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Er rief seine Knechte und vertraute ihnen sein Verm\u00f6gen an; dem einen gab er f\u00fcnf Zentner Silber, dem andern zwei, dem dritten einen, jedem nach seiner T\u00fcchtigkeit, und ging au\u00dfer Landes.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Sogleich ging der hin, der f\u00fcnf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann weitere f\u00fcnf dazu. Ebenso gewann der, der zwei Zentner empfangen hatte, zwei weitere dazu. Der aber einen empfangen hatte, ging hin, grub ein Loch in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Nach langer Zeit kam der Herr dieser Knechte und forderte Rechenschaft von ihnen. Da trat herzu, der f\u00fcnf Zentner empfangen hatte, und legte weitere f\u00fcnf Zentner dazu und sprach:<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Herr, du hast mir f\u00fcnf Zentner anvertraut; siehe da, ich habe f\u00fcnf Zentner dazugewonnen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Da sprach sein Herr zu ihm:<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Recht so, du guter und treuer Knecht, du bist \u00fcber wenigem treu gewesen, ich will dich \u00fcber viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Da trat auch herzu, der zwei Zentner empfangen hatte, und sprach:<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Herr, du hast mir zwei Zentner anvertraut; siehe da, ich habe zwei dazugewonnen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Sein Herr sprach zu ihm:<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Recht so, du guter und treuer Knecht, du bist \u00fcber wenigem treu gewesen, ich will dich \u00fcber viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach:<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist: Du erntest, wo du nicht ges\u00e4t hast, und sammelst ein, wo du nicht ausgestreut hast; und ich f\u00fcrchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in der Erde. Siehe, da hast du das Deine.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm:<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Du b\u00f6ser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht ges\u00e4t habe, und einsammle, wo ich nicht ausgestreut habe? Dann h\u00e4ttest du mein Geld zu den Wechslern bringen sollen, und wenn ich gekommen w\u00e4re, h\u00e4tte ich das Meine wiederbekommen mit Zinsen. Darum nehmt ihm den Zentner ab und gebt ihn dem, der zehn Zentner hat. Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die F\u00fclle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. Und den unn\u00fctzen Knecht werft hinaus in die \u00e4u\u00dferste Finsternis; da wird sein Heulen und Z\u00e4hneklappern.<\/em><\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\">III. Herrn Gotthilf hat Fragen<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Gotthilf blickt Matth\u00e4us an. \u201eWas liegt Jesus am Herzen? Warum erz\u00e4hlt er diese Geschichte?\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sofort sprudelt es aus Matth\u00e4us heraus. \u201eJesus will, dass die Menschen ihre Gaben nutzen, die sie von Gott bekommen haben. Um von ihm zu erz\u00e4hlen. Um in seinem Namen Gutes zu tun. Dass sie ihr Talent entdecken, damit arbeiten und die Gemeinde dadurch gr\u00f6\u00dfer wird. Bis Jesus wiederkommt.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDas f\u00e4llt aber in deinem Text kaum ins Gewicht\u201c, gibt Herr Gotthilf zu bedenken. \u201eDer Dialog mit den ersten beiden Knechten wirkt h\u00f6lzern, beinahe langweilig. Sie sagen ihr Spr\u00fcchlein auf und bekommen dasselbe Spr\u00fcchlein zu h\u00f6ren: \u201aRecht so, du guter und treuer Knecht, du bist \u00fcber wenigem treu gewesen, ich will dich \u00fcber viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!\u2018 Was denn f\u00fcr eine Freude, frag ich mich. Die Musik spielt bei dir an anderer Stelle.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eBeim dritten Knecht\u201c, gibt Matth\u00e4us z\u00f6gernd zu. \u201eSo ist es\u201c, redet sich Herr Gotthilf in Fahrt. \u201eDem depressiven Verweigerer gibst du die B\u00fchne. Der den Herrn f\u00fcr hartherzig h\u00e4lt und von Anfang an wei\u00df, dass er selbst scheitern wird. Und genau so schlimm, wie er es sich vorstellt, wird es denn auch. Was sage ich, noch schlimmer!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Gotthilf atmet durch. \u201eDu magst das mit dem Heulen und Z\u00e4hneklappern.\u201c Mehr eine Feststellung als eine Frage.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Matth\u00e4us schaut auf den Boden. \u201eSie haben recht. Das kommt bei mir schon mal vor. Menschen k\u00f6nnen ihre Chance vertun. Jesus warnt eindringlich davor. Klar, das ist drastisch. Aber manchmal muss er das klar und deutlich sagen. Sonst kommt die Warnung nicht an und niemand nimmt sie ernst.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sie schweigen. Allein das Ticken der Uhr ist im Klassenzimmer zu h\u00f6ren.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\">IV. Der Schluss<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Matth\u00e4us fasst sich ein Herz und fragt: \u201eIhnen gef\u00e4llt der Schluss also nicht?\u201c Herr Gotthilf \u00fcberlegt. \u201eLass es mich so sagen: Ich h\u00e4tte gern mehr \u00fcber den 1. und 2. Knecht erfahren. \u00dcber die Freude, die ihnen bevorsteht. Dein Schluss, lieber Matth\u00e4us, macht mich traurig. Wie f\u00fcrchterlich Jesus wird, wie grausam, wie unbarmherzig. Warum verflucht Jesus jemanden, den er liebt. Sonst h\u00e4tte er dem dritten Knecht doch gar nicht den Auftrag und das Talent gegeben. Heulen und Z\u00e4hneklappern. V\u00f6llige Finsternis. So kann es doch nicht aufh\u00f6ren!\u201c Herr Gotthilf schnieft und reibt sich verstohlen mit dem \u00c4rmel eine Tr\u00e4ne aus dem Gesicht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eAber Jesus ist doch gar nicht grausam. Das wollte ich nicht.\u201c Matth\u00e4us ist \u00fcberrascht. Ihn irritiert die Reaktion seines Gegen\u00fcbers. \u201eWie konnte das passieren?\u201c Herr Gotthilf l\u00e4chelt: \u201eStell dir vor, du willst ein Bild aufh\u00e4ngen und brauchst einen Hammer. Du denkst: Der Nachbar m\u00fcsste einen haben. Du denkst: Ob er mir den Hammer leiht? Er hat doch neulich kaum gegr\u00fc\u00dft. Du denkst: Ich habe ihm doch gar nichts getan. Aber manche Leute sind so. Der w\u00fcrde mir den Hammer sowieso nicht geben, eigensinnig, wie der ist. Solche Menschen k\u00f6nnen die Nachbarschaft vergiften. Vielleicht glaubt der noch, ich bin auf ihn angewiesen. Auf ihn und seinen bl\u00f6den Hammer. Du rennst w\u00fctend her\u00fcber und klingelst. Als der Nachbar die T\u00fcr \u00f6ffnet, schreist du ihn an: &#8218;Sie k\u00f6nnen ihren Hammer behalten, Sie R\u00fcpel!&#8216;. Herr Gotthilf schaut Matth\u00e4us an und fragt ihn: &#8222;Was wird der Nachbar \u00fcber dich denken?&#8220;<a href=\"applewebdata:\/\/56967C6B-7C18-4604-97F9-A32E95EFF7BA#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Matth\u00e4us braucht einen Moment, bevor er antwortet: \u201eDer Nachbar wird denken: Was f\u00fcr ein Verr\u00fcckter wohnt da neben mir, mit dem will ich nichts zu tun haben.\u201c Herr Gotthilf nickt. \u201eH\u00e4ttest du weniger gegr\u00fcbelt, einfach nur geklingelt und nach dem Hammer gefragt, w\u00e4re es mit euch beiden anders weitergegangen. Manche Gedanken machen viel kaputt.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">\u201eSie meinen, der 3. Knecht denkt sich Jesus kaputt? Das geht doch gar nicht.\u201c. Herr Gotthilf seufzt. \u201eDoch, leider geht das. Indem sich der dritte Knecht von seiner Angst leiten l\u00e4sst, wird Jesus zu dem Herrn, vor dem sich der Knecht f\u00fcrchtet. Manche Gedanken machen viel kaputt.\u201c<\/span><\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\">V. Wohin damit<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eWas mach ich denn nur mit meiner Geschichte?\u201c, will Matth\u00e4us wissen. \u201eWenn dich meine bescheidene Meinung interessiert\u201c, antwortet Herr Gotthilf. \u201eSo darf es nicht enden. F\u00fcr das Ganze brauchst du einen anderen Schluss. Matth\u00e4us strahlt: \u201eIch hab da auch schon eine Idee. Darf ich es Ihnen eben noch vorlesen? Dauert auch nicht lange.\u201c Herr Gotthilf ist einverstanden. Jetzt kramt Matth\u00e4us in seinem Rucksack und zieht schlie\u00dflich einen Zettel hervor.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eUnd Jesus trat herzu, redete mit seinen J\u00fcngern und sprach:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Darum gehet hin und lehret alle V\u00f6lker:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr Gotthilf nickt versonnen. \u201eDer Auftrag zu taufen und ein Versprechen. Das gef\u00e4llt mir, Matth\u00e4us. Das Beste hast du dir wirklich f\u00fcr den Schluss aufgehoben. Jesus ist gar nicht weg, sondern da. Jeden Tag. Bei denen, die tun, was ihm wichtig ist. In dem, was sie tun. Mit den Gaben und Talenten, die sie in sich tragen. In den Grenzen, die ihnen gesetzt sind. Mich \u00fcberzeugt das, andere hoffentlich auch. Den letzten Satz muss ich mir merken: Jesus sagt: \u201aUnd siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.\u2018\u201c Matth\u00e4us\u2018 Blick f\u00e4llt wieder auf die Uhr \u00fcber der T\u00fcr. Eigenartig, immer noch f\u00fcnf vor Zw\u00f6lf.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/56967C6B-7C18-4604-97F9-A32E95EFF7BA#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0Die Parabel mit dem Hammer hat Herr Gotthilf von Paul Watzlawick, Anleitung zum Ungl\u00fccklichsein, M\u00fcnchen 1983. Den Hinweis auf zerst\u00f6rerische Kommunikation sowie auf Zusammenhang der Perikope mit Mt 28,20 verdanke ich Lars Hillebold, Lamento Mori. Von Talentschmieden und Z\u00e4hneklappern, GPM 76 (2022), 409\u2013416. Hillebolds \u201eGebet dazwischen\u201c (a.a.O., 413), das mit Mt 28,20 endet, ist ein Schatz.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Baustein f\u00fcr eine Begr\u00fc\u00dfung in einem Abendmahlsgottesdienst<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Worte wirken, Gedanken entwickeln Kraft. Im Guten wie im Schlechten. Manche Gedanken machen eine Menge kaputt. Gedanken \u00fcber Gott und Jesus sind da keine Ausnahme. Leider. Es gibt Vorstellungen, die wirken zerst\u00f6rerisch. In der Bibel gibt es Abschnitte, die mit Vorsicht zu h\u00f6ren sind. Deshalb wirkt diese Begr\u00fc\u00dfung fast schon wie ein Warnhinweis auf einer Zigarettenschachtel.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Welche Worte uns ansprechen und welche Gedanken den Ausschlag geben, liegt an uns. Wo wir hinh\u00f6ren. Jesus sagt: \u201eSeid gewiss: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.\u201c Seine Gegenwart feiern wir als G\u00e4ste an seinem Tisch.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Schuldbekenntnis<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du hast uns viel geschenkt, Gott.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber wir trauen uns nur wenig zu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du hast Talente in uns angelegt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber wir lassen sie verk\u00fcmmern.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du stellst Anspr\u00fcche an uns,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und wir haben Angst,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">dass wir ihnen nicht gerecht werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer kann das schon?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, manchmal ist das schwer:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Erkennen und tun, was in unserer Hand liegt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Verantwortung \u00fcbernehmen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">f\u00fcr uns selbst ebenso wie f\u00fcr andere.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Grenzen anerkennen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">ohne sie gr\u00f6\u00dfer zu machen als sie es sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hilf uns dabei.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr, erbarme dich.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gnadenzusage mit Am 5,4<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Tagesgebet:<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebender Gott<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du willst, dass wir dich suchen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und l\u00e4sst dich finden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sei du der Schatz unseres Lebens,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">das Ziel unserer Sehnsucht,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">der Grund unserer Freude,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">heute und jeden Tag<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">bis in Ewigkeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(nach: Evangelisches Gottesdienstbuch, S. 423)<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pr\u00e4fation<\/strong> (nach \u201eSingt dem Herrn ein neues Lied\u201c (EG.RWL 599)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Heilsam ist es und gut, dein Lob zu singen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">du Gott des Lebens,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">ein neues Lied oder ein altes,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">dir gef\u00e4llt beides.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit dir hat alles angefangen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sternenstaub und Pusteblume,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sonnenlicht, das durch gr\u00fcne Bl\u00e4tter f\u00e4llt,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und f\u00fcr Luft zum Atmen sorgt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du hast dir die Ehre gegeben<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">in Jesus Christus Mensch zu werden,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gastgeber an einem Tisch,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">an dem mehr G\u00e4ste Platz finden<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">als wir es uns vorstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du h\u00e4ltst unser Heimweh wach,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">nach einem Ort,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">den noch niemand kennt<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und an dem wir doch Zuhause sein werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das ist uns wunderbar und unbegreiflich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Daf\u00fcr danken wir dir und stimmen ein<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">in den Lobgesang,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">der Himmel und Erde erf\u00fcllt<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und die Grenzen von Raum und Zeit \u00fcberwindet.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lieder:<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eTut mir auf die sch\u00f6ne Pforte\u201c (EG 166)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eMeine engen Grenzen\u201c (EG.E 12)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eIch sage ja\u201c (EG.E 10)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDie Erde ist des Herrn\u201c (EG 677; EG.E 32)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eSinget dem Herrn eines neues Lied\u201c (EG.RWL 599)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDa wohnt ein Sehnen\u201c (EG.E 24)<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pfarrer Dr. Christoph Kock<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wesel<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">E-Mail: <a href=\"mailto:christoph.kock@ekir.de\">christoph.kock@ekir.de<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dr. Christoph Kock, geb. 1967, Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland. Seit 2007 Pfarrer an der Friedenskirche in der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfangen! | 9. Sonntag nach Trinitatis | 14.08.2022 | Mt 25,14\u201330 | Christoph Kock | \u00a0 I. Matth\u00e4us muss nachsitzen Matth\u00e4us ist sauer. Nur er steht noch im Klassenraum. Die anderen sind schon auf dem Weg nach Hause. Es ist warm. Durch die offenen Fenster weht ein L\u00fcftchen. 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