{"id":12977,"date":"2022-08-16T23:59:54","date_gmt":"2022-08-16T21:59:54","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=12977"},"modified":"2022-08-17T00:13:09","modified_gmt":"2022-08-16T22:13:09","slug":"matthaeus-517-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-517-20\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 5,17\u201320"},"content":{"rendered":"<h3>Die Tora als grundlegende, zeitlose Weisung f\u00fcr unser Leben | 10. So. n. Trinitatis | 21.08.2022 | Matth\u00e4us 5,17\u201320 | Thomas Bautz |<\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Die Bergpredigt d\u00fcrfte \u2013 zumindest in Teilen \u2013 zu den bekanntesten Texten des Neuen Testaments geh\u00f6ren; sie ist in verschiedene Abschnitte gegliedert. Der heute vernommene Text besch\u00e4ftigt sich mit der Tora, dem Identit\u00e4tszentrum des antiken Judentums. Die Tora ist die von \u201eGott\u201c gegebene Lebensordnung f\u00fcr sein erw\u00e4hltes Volk, die erm\u00f6glicht, im Bund mit ihm zu bleiben. Die hebr\u00e4ische Bibel insgesamt kann mitunter als Tora bezeichnet werden, so dass <em>das Gesetz und die Propheten<\/em> als ein Ausdruck behandelt werden.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Au\u00dferdem kann sie als Weisheit \u2013 auch im Sinne der \u201eSchriften\u201c, der Weisheitsliteratur der hebr\u00e4ischen Bibel \u2013 gelten.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> In diesem Sinn ist die gesamte Tora gemeint,<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> die der Evangelist Matth\u00e4us vor Augen hat: \u201eGlaubt ja nicht, ich sei gekommen, das Gesetz oder die Propheten aufzuheben\u201c, l\u00e4sst er Jesus sagen, noch bevor er seine Antithesen formuliert: \u201eIhr habt geh\u00f6rt [\u2026] Ich aber sage euch [\u2026].\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Wir vermeiden den Ausdruck \u201eGesetz\u201c im Kontext der Bergpredigt, weil er Missverst\u00e4ndnisse weckt, die jahrhundertelang die Bibelauslegung in eine falsche Richtung gelenkt<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> und das Verh\u00e4ltnis zum Judentum unn\u00f6tig und stark belastet haben. In der \u00e4lteren Forschung sieht man das antike Judentum als eine Art \u201eGesetzesreligion\u201c oder gar als Religion der \u201eWerkgerechtigkeit\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Polarisierend stellt \u00a0man dem Gesetz als dem Menschen auferlegtes Joch das Evangelium als Befreiung bewirkendes neues Leben gegen\u00fcber.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Erst neuere Forschung schlie\u00dft sich der These vom <em>B\u00fcndnisnomismus<\/em> an,<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> der ein Leben nach der Weisung (Tora) \u201eGottes\u201c mit der Bundestreue verbindet: Die Tora ist die von Gott gegebene Lebensordnung, die bef\u00e4higt, im Bund mit ihm zu bleiben.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Manche Exegeten sind bem\u00fcht, die Bedeutung der Tora f\u00fcr das Judentum sachlich auszuloten, dabei spricht man mitunter nicht vom Umgang mit dem Gesetz (statt Tora) in seiner Eigenheit, sondern von der \u201eBindung an die Schrift\u201c von der \u201eTreue gegen ein Buch\u201c. Das Festhalten an den Geschichten von \u201eGott\u201c und seinem Volk, das Klammern an die biblische Vergangenheit des alten Bundes bewirke die Losl\u00f6sung von der Gegenwart und der Verantwortung ihr gegen\u00fcber. Vergangene Offenbarungen seien in der Gegenwart ohne Relevanz: \u201eGott erweckt in der Gegenwart keine Propheten und K\u00f6nige mehr; er spendet den Geist nicht mehr\u201c und wird ihn erst wieder in der \u201eEndzeit\u201c bevollm\u00e4chtigen. Das Volk w\u00fcrde nicht von \u201eM\u00e4nnern der politischen oder sozialen Tat\u201c gef\u00fchrt, sondern von Lehrern, die die Schrift erkl\u00e4ren.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Abgesehen davon, dass Rudolf Bultmann (1884\u20131976) \u00fcbersieht, dass die hebr\u00e4ische Bibel (die Tora) durchaus \u00fcberzeitliche Aspekte enth\u00e4lt, die also auch f\u00fcr die Gegenwart relevant sind, nimmt sein Verst\u00e4ndnis von j\u00fcdischer Fr\u00f6mmigkeit im Verh\u00e4ltnis zu ihren \u00dcberlieferungen bizarre Z\u00fcge an; \u00a0er irrt sich gewaltig, wenn er meint: \u201eEin selbst\u00e4ndiges geistiges Leben in Wissenschaft und Kunst kann hier nicht entstehen, [\u2026] vom Austausch mit dem Kulturleben schneidet sich die [j\u00fcdische] Gemeinde [\u2026] selbst ab.\u201c Folglich werde sie isoliert und bliebe ohne eigene Geschichte (geschichtslos).<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Man darf, man muss davon ausgehen, dass die Wertsch\u00e4tzung der Tora f\u00fcr Nichtjuden nur schwer, teilweise gar nicht nachvollziehbar ist. Die g\u00f6ttliche Weisung wird empfunden als Labsal f\u00fcr die Seele (wie Honig), als Freudenspender und Wegweiser f\u00fcr das Leben (bes. bei Psalmen und Propheten). Sie ist eine B\u00fcrde, aber eher eine \u201es\u00fc\u00dfe\u201c Last. \u201eF\u00fcr Juden ist die Torah seit hundert Generationen eine aufregende, leidenschaftliche, aber vor allem liebenswerte Sache, etwas, das man genie\u00dfen, \u00fcber das man sich auch freuen kann, mit dem man sogar lachen darf. Denn sie ist Trost in der Not, Hoffnung in der Mutlosigkeit und ein Faustpfand der Zuversicht, wo immer Drangsal [\u2026] droht.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Doch l\u00e4sst der Hintergrund des geh\u00f6rten Abschnittes vermuten, dass es Streitigkeiten dar\u00fcber gibt, dass Teile der Tora wie ein Gesetz im griechischen Sinn des Wortes (Nomos) als provokativ und als Einschr\u00e4nkung pers\u00f6nlicher Freiheit missverstanden werden. Der Nazarener, der Prediger vom Berg, aber besteht auf Einhaltung der Tora als Wegweiser f\u00fcr das Leben des Einzelnen wie der Gesellschaft in Freiheit, Verantwortung, Ehrfurcht vor dem, was Wissen und Begreifen, Wissenschaft, Technik bei weitem \u00fcbersteigt. Er will uns anregen, religi\u00f6sen \u00dcberlieferungen und ihrer Weisheit zu vertrauen. Religion, Kunst und Wissenschaft bilden als Kultur der Gesellschaft die tragenden S\u00e4ulen oder \u00c4ste:<\/p>\n<p>\u201eAll religions, arts, and sciences are branches of the same tree. All these aspirations are directed toward ennobling man\u2019s life, lifting it from the sphere of mere physical existence and leading the individual towards freedom.\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p>Orientieren wir uns nur an Naturwissenschaften, Technik, Wirtschaft und Wohlstand, verlieren wir \u201eunglaublich viel: Inspiration, Trost, Gemeinsinn. Wir verlieren die M\u00f6glichkeit, Dinge zu entdecken und zu erfahren, die gr\u00f6\u00dfer [gro\u00dfartiger] sind als wir selbst. Das ist der Sinn \u00e4sthetischer Erfahrungen, ohne die wir alle in unserer Vorstellungskraft sehr viel \u00e4rmer w\u00fcrden.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/p>\n<p>\u201eDie Kunst ist die reine Verwirklichung der Religiosit\u00e4t, der Glaubensf\u00e4higkeit, Sehnsucht nach \u201aGott\u2018 [\u2026]. Die F\u00e4higkeit zu glauben, ist unsere erheblichste Eigenschaft, und sie wird nur durch die Kunst angemessen verwirklicht.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>Der kurze Text aus der Bergpredigt bleibt bedeutsam und \u00fcberzeitlich und sogar h\u00f6chst aktuell: Er kann dem Verh\u00e4ltnis zu den g\u00f6ttlichen Weisungen wie auch zu unseren Gesetzen eine neue Basis verschaffen. In Israel wird bis heute die Tora wiederholt neu diskutiert, vielf\u00e4ltig interpretiert und ist wandelbar. Sie ist von jeher \u201ekein fest umrissenes und unbewegliches St\u00fcck Lehre\u201c; sie \u201ewird st\u00e4ndig \u2013 schon in der Bibel \u2013 aktualisiert, selbst gegen ihren schriftlich fixierten Text.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Die Autorit\u00e4t bleibt als historisch gewachsene, \u00fcberlieferte Tora und Basis f\u00fcr jegliche Auslegung; auch Schriftgelehrte sind daran gebunden.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Doch \u201ewenn all diese Sinnf\u00fclle auf die kalte Vokabel \u201aGesetz\u2018 reduziert bzw. verarmt wird\u201c, wundert es nicht, \u201eda\u00df die Torah-Treue Jesu (vgl. Mt 5,17ff) und seines Volkes f\u00fcr Generationen von christlichen Theologen zum \u201atrockenen Formalismus\u2018 oder zum \u201aunfruchtbaren Legalismus\u2018 pervertiert worden sind.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n<p>Unsere Gesetze werden \u2013 mit Ausnahme des Grundgesetzes (GG) \u2013 ambivalent in der Gesellschaft aufgenommen und praktiziert: B\u00fcrgerliches Gesetzbuch, Strafrecht, Arbeitsrecht, Vertragsrecht, Steuerrecht, Immobilien- und Mietrecht, Verkehrsrecht, Presserecht, Verwaltungsrecht, Schul- und Erziehungsrecht, Hochschulgesetze und noch andere Rechtsgebiete mit ihren Vorschriften und Verordnungen regeln gesellschaftliches Leben, geben dem sozialen Gef\u00fcge eine stabile Basis und tragen zur Funktion von Warenkauf und Verkauf, zum Abwickeln von Gesch\u00e4ften in einem gesetzlich gesch\u00fctzten Rahmen bei.<\/p>\n<p>Die Einhaltung von Gesetzen in der Demokratie erm\u00f6glicht ein H\u00f6chstma\u00df an Freiheit, allerdings verbunden mit der Pflicht, Verantwortung zu \u00fcbernehmen, sich zu engagieren f\u00fcr Menschen, die Schutz und Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen. Das Rechtssystem ist aber ambivalent; das hat haupts\u00e4chlich zwei Gr\u00fcnde: Viele Gesetze sind inzwischen derart komplex, dass Juristen beklagen, sie w\u00fcrden quantitativ immer weniger \u00fcberschaubar und daher schwieriger auszulegen; sie f\u00fchren das darauf zur\u00fcck, dass viele B\u00fcrger \u201ealles und jedes\u201c durch Gesetze geregelt wissen wollen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund relativiert sich die Berechtigung, das Judentum wiederholt wegen seiner Vielzahl an Geboten und Verordnungen zu kritisieren. Au\u00dferdem ist zwischen orthodoxem und liberalem Judentum zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Mir scheint der wichtige Aspekt der Freiheit im Rahmen der Gesetzgebung und Rechtspraxis ein wenig verloren zu gehen, weil einzelnen, bestimmten Gesetzen manchmal zu viel abverlangt wird. Wir kennen das: Wenn jemand auf sein (vermeintliches) Recht pocht und dieses auch einklagen will; selbst Anw\u00e4lte sind dann nur bedingt hilfreich, weil sie schlie\u00dflich ihr gutes Geld durch Mandate verdienen wollen. Die F\u00e4lle sind juristisch wie praktisch oft so verzwickt, dass es selbst f\u00fcr Juristen schwierig ist, sich durch das Dickicht zu schlagen und einen gangbaren Weg zu weisen. Dann wird gestritten, \u201ewas das Zeug h\u00e4lt\u201c, bis schlie\u00dflich dem Richter \u201eder schwarze Peter\u201c zugeschoben wird, dem die h\u00e4ufig schwierige, undankbare Aufgabe der Rechtsprechung zuf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Aber kehren wir zur\u00fcck zum Gesetzesverst\u00e4ndnis in der Zeit Jesu. Die erste Gemeinde h\u00e4lt mit gro\u00dfer Treue am Gesetz, d.h. an den Worten Jesu \u00fcber das Gesetz und an der Forderung Gottes fest, weil \u201edas Bild seines geschichtlichen Wirkens als Lehrer des Gesetzes deutlich in der Erinnerung\u201c haftet.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Der Rabbi Jesus ist nat\u00fcrlich kein Gegner des Gesetzes (der Tora), er akzeptiert es voll und ganz, aber er \u2013 wie es bis heute im Rabbinat \u00fcblich ist \u2013 erkl\u00e4rt, interpretiert es. Wenn er den urspr\u00fcnglichen Sinn mitunter sprengt oder sein Verhalten der Tora zu widersprechen scheint, widerspricht es nicht seinem innigen Verlangen, darin den \u201eWillen Gottes\u201c zu finden.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr die Forschung bleibt \u201edas heute so umstrittene Thema der Torakontinuit\u00e4t und der Torakritik in der Verk\u00fcndigung Jesu\u201c eine Schwierigkeit, weil es Teil oder Folge eines gr\u00f6\u00dferen Problems darstellt, n\u00e4mlich der \u201eSpannung zwischen Judenchristentum und Heidenchristentum\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Den Konflikten tritt Paulus besonders im R\u00f6merbrief entgegen, indem er \u201emehr als sonst\u201c das Gesetz (die Tora) positiv wertet. J\u00fcdische und nichtj\u00fcdische<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> Herkunft derer, die zum christlichen Glauben finden, bilden also eine pr\u00e4gende Auffassung und Haltung dem Gesetz, der Tora, gegen\u00fcber.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a><\/p>\n<p>In der \u00e4ltesten Gemeinde entsteht das Bed\u00fcrfnis, in Jesus wegen seiner prophetischen Dynamik und weisheitlichen Auslegungskraft die Gestalt des \u201eMenschensohns\u201c und des Messias zu erahnen. Neue Erkenntnisse und Worte wie der heute vernommene Text \u00fcber die G\u00fcltigkeit der Tora \u201eerwachsen aus solcher \u00dcberzeugung, Worte, die in Streitfragen eine Entscheidung\u201c herbeif\u00fchren sollen\u201c:<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a> W\u00e4hnet doch nicht, meine Aufgabe sei, das Gesetz oder die Propheten [die Tora, die hebr\u00e4ische Bibel] abzuschaffen! Ich bin doch nicht gekommen, irgendetwas abzuschaffen, wohl aber, alles zur Erf\u00fcllung zu f\u00fchren.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a> \u00a0Rabbi Jesus m\u00f6chte der bleibenden, wahren Bedeutung der Tora Geltung verschaffen.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a>\u00a0 \u2013Die Aktualit\u00e4t der Kontroversen zur Kontinuit\u00e4t der Tora und ihrer Kritik oder ihrer Relativierung zeigt die Literatur.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a><\/p>\n<p>Lehre und Auftreten oder Lebenswandel des Nazareners haben offenkundig Provokationen bei den oberen Schichten des Volkes, vor allem aber bei den Gesetzeskundigen hervorgerufen. Dabei haben sie bewusst ignoriert, dass Rabbi Jesus nie die Tora als Grundlegung f\u00fcr Fr\u00f6mmigkeit und Theologie missachtet, sondern durch Befragung eine Kunst des Verstehens (Hermeneutik) entwickelt, die es erm\u00f6glicht, aus aktuellen Perspektiven Neues in den Texten zu entdecken. Seine Exegese m\u00f6chte man heute als intertextuell und pragmatisch bezeichnen, weil er es versteht, Texte der Schrift aus dem Sinn ihrer gr\u00f6\u00dferen Zusammenh\u00e4nge (und umgekehrt) zu begreifen, wie Martin Luther der Bibelauslegung den Grundsatz voranstellt: Scriptura Sacra sui ipsius interpres.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a><\/p>\n<p>Rabbi Jesus sieht sich prim\u00e4r \u201ezu den verlorenen Schafen des Hauses Israel\u201c gesandt (Mt 10,5\u20136ff) und nur in Ausnahmef\u00e4llen zu Nichtjuden; seine Mission gibt er an seine Nachfolger weiter. Aus meiner Sicht ist der Nazarener ein Reformer, der mit Religions-, Sozial- und Kulturkritik das Volk wieder an die Grundfeste der Tora heranf\u00fchrt und dabei deren Augenf\u00e4lligkeit beschreibt, indem er ihre zeitlose Anwendbarkeit in Lebensfragen und f\u00fcr das soziale Miteinander aufzeigt. Zur Freiheit will Rabbi Jesus die Menschen guten Willens befreien (cf. Gal 5,1) und vor Augen f\u00fchren, nicht die Abkehr von der Tora oder die Aufl\u00f6sung einzelner Gebote anzustreben, weil dies Unfreiheit zur Folge h\u00e4tte. Vielmehr gilt es, einzelne Inhalte der Tora mit Hilfe besonnener Auslegung zu verwirklichen. Der Nazarener f\u00fchrt dies anhand vieler Beispiele in seiner Lehre und durch sein Verhalten w\u00e4hrend der Wanderungen mit seinen J\u00fcngern in Pal\u00e4stina aus.<\/p>\n<p>In souver\u00e4ner Weise begegnet er dem religi\u00f6sen Kult und relativiert ihn partiell zugunsten einer Mitmenschlichkeit, wie sie der Praxis von Religion und Fr\u00f6mmigkeit seiner Zeit fremd erscheint und vor allem die Gem\u00fcter der Schriftgelehrten erhitzt. Die Einhaltung des Schabbats erf\u00e4hrt Grenzen, der Umgang mit Krankheit und Kranken \u00f6ffnet sich durch seelsorgliche Zuwendung, die Stellung der Frau in der Gesellschaft wird angehoben und gleichberechtigt der Position des Mannes angepasst. Rabbi Jesus sprengt Vorurteile und darauf beruhende soziale Grenzen, indem er Menschen am Rande der Gesellschaft, Ausgesto\u00dfene und Verachtete aufnimmt in seine Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Der Nazarener fragt nicht nach Fr\u00f6mmigkeit, nicht nach Einhaltung der Gebote (was keineswegs mit deren Aufl\u00f6sung oder Abschaffung gleichzusetzen ist), sondern nach einem Leben in Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit und dem Bem\u00fchen loszulassen, sich zu l\u00f6sen von all dem, was uns an einem Leben in Gottesfurcht und in der Liebe zum Mitmenschen hindern kann. Rabbi Jesus versteht es als Leben in einer Gerechtigkeit, die weit \u00fcber das hinausgehe als die der Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er: Die Befolgung \u201egrundlegender Regeln und ihrer beispielhaften Konkretisierungen, die alle Konventionen [\u2026] \u00fcbertreffen, f\u00fchrt zur Erkenntnis der vollen Wahrheit und Wirklichkeit [\u2026].\u201c <a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a><\/p>\n<p>Aber wie ist ein solches \u201eProjekt\u201c zu schaffen? Wie kann die Tora heute \u201ezur Erf\u00fcllung kommen\u201c? Weiterf\u00fchrende Kriterien finden sich in der Bergpredigt selbst \u2013 in den sog. \u201eSeligpreisungen\u201c, ein schreckliches, irref\u00fchrendes Wort, das eher die Toten als die Lebenden meint, jedenfalls wird das Wort laut Duden ambivalent gebraucht: 1) von allen irdischen \u00dcbeln erl\u00f6st und des ewigen Lebens, der himmlischen Wonnen teilhaftig, z.B. \u201esie hat ein seliges Ende gehabt\u201c, \u201ebis an mein seliges Ende\u201c, \u201eGott hab ihn selig (gebe ihm die ewige Seligkeit); Seligsprechung (kath.); aber auch 2) \u201eeinem tiefen Gl\u00fccksgef\u00fchl hingegeben\u201c, \u201ein seligem Nichtstun verharren\u201c, \u201ein seligen Schlummer versinken\u201c.<\/p>\n<p>\u201eSelig\u201c steht f\u00fcr (griech.) <em>mak\u00e1rios<\/em>; wir \u00fcbersetzen, traditionsgeschichtlich, philologisch m\u00f6glich,<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a> \u201egl\u00fccklich\u201c. Man nennt die sieben Segensspr\u00fcche aus der Bergpredigt \u201eMakarismen\u201c, verfremdet,<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a> aber konkretisiert lauten sie entsprechend:<\/p>\n<p>Gl\u00fccklich, die sich nicht so wichtig nehmen, denn sie erleichtern das soziale Miteinander. Gl\u00fccklich, die leidensf\u00e4hig sind und trauern k\u00f6nnen, denn sie erfahren Trost, und sie allein k\u00f6nnen tr\u00f6sten. Gl\u00fccklich die Sanftm\u00fctigen, die nicht auftrumpfen m\u00fcssen, denn ihnen er\u00f6ffnen sich weite R\u00e4ume, die Platz schaffen f\u00fcr viele. Gl\u00fccklich, die sich nicht abfinden mit Ungerechtigkeit, Unterdr\u00fcckung und \u00dcbervorteilung, denn sie finden Befriedigung im Kampf f\u00fcr Gerechtigkeit und den Schutz der Armen und Abgeschobenen. Gl\u00fccklich, die Mitleid \u00fcben gegen\u00fcber denen, die durch Krankheit, Behinderung, bittere Armut und Einsamkeit beeintr\u00e4chtigt sind, denn sie erfahren, wie man ihnen Mitleid erweist.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklich sind, die \u201ereinen Herzens\u201c sind, denn sie werden \u201eGott schauen\u201c. Im Judentum ist damit kein \u201einnerer Bereich\u201c des Menschen gemeint; vielmehr ist \u201edas Zentrum des menschlichen Wollens, Denkens und F\u00fchlens\u201c angesprochen, sozusagen eine \u201eganzheitlich verstandene Reinheit\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a> Gl\u00fccklich, die sich den eigenen \u00c4ngsten stellen, bereit, in den eigenen Abgrund zu schauen, denn sie werden bef\u00e4higt, hinter die Fassaden ihrer Mitmenschen zu blicken, ohne sie zu verurteilen, ja, ihre Eigenheiten und Macken sogar zu lieben und die Bereitschaft zur Mithilfe entwickelt. Gl\u00fccklich, wer vor sich selbst bestehen kann, ohne einer Kritik von au\u00dfen auszuweichen.<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a><\/p>\n<p>Rabbi Jesus \u2013 seine Weisheit und sein Handeln \u2013 sind f\u00fcr uns Vorbild und Ermutigung; aber bringen wir den Mut auf, \u00e4hnlich unkonventionell zu leben? Mit der Bergpredigt l\u00e4sst sich nicht regieren, behauptete Bismarck. Nun, der Nazarener hatte auch keine genuin politischen Ambitionen; er sagte, sein \u201eReich\u201c sei \u201enicht von dieser Welt\u201c, womit er den Vertreter der r\u00f6mischen Besatzungsmacht, Pilatus, v\u00f6llig irritierte. Aber er betreibt doch Sozialpolitik mit der Bergpredigt, mit Segensspr\u00fcchen, provozierenden Antithesen und Hinf\u00fchrungen zu einer lebendigen Fr\u00f6mmigkeit, bis hin zu einem gro\u00dfartigen Gebet, dem \u201eUnser Vater\u201c, das Gottesverehrung und menschliche Belange wunderbar zusammenfasst \u2013 und alles auf der Grundlage des \u201eGesetzes\u201c (der Tora), die es dann sehr konkret und glaubw\u00fcrdig zu erf\u00fcllen gilt.<\/p>\n<p>Als Realist akzeptiert der Bergprediger soziale Unterschiede, aber gleicherma\u00dfen nivelliert er sie, um die W\u00fcrde des Einzelnen \u00fcber gesellschaftliche Positionen zu stellen: Reinigungskraft oder ein hohes politisches Amt \u2013 beiden geb\u00fchrt zuerst Anerkennung und Ehrung als Person; ihre Stellung wird nicht bewertet im Sinn und Widersinn von \u201ehoch\u201c oder \u201eniedrig\u201c. Jesus \u00fcberwindet falsche Dualismen wie \u201eau\u00dfen\u201c und \u201einnen\u201c. Eine ohnehin oberfl\u00e4chliche Hygiene (Reinigung) ist v\u00f6llig sekund\u00e4r gegen\u00fcber einer inneren \u201eReinheit des Herzens\u201c, gegen\u00fcber barmherzigem oder gerechtem Handeln. Wo man sich anma\u00dft, Menschen auszugrenzen, weil ihr Leben einen ganz anderen Verlauf genommen hat, als es b\u00fcrgerlicher Moral und Erwartung entspricht, hat er keine Ber\u00fchrungs\u00e4ngste und Vorurteile und akzeptiert sie. Rabbi Jesus hat keine Angst vor Krankheiten,<a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a> zieht keine falschen Schl\u00fcsse, indem er hinter einer Krankheit ein frevelhaftes Leben des Kranken vermutet. Er bricht auch mit Vorstellungen von \u201eBesessenheit\u201c (D\u00e4monismus) und \u201eTeufelsaustreibung\u201c (Exorzismus).<\/p>\n<p>Er \u201ewei\u00df, was im Menschen ist\u201c, verurteilt aber nicht die menschliche Zwiesp\u00e4ltigkeit, den Hang zur Ungerechtigkeit, doppelten Moral, Heuchelei, Egozentrik, Lieblosigkeit, Gewalt u.a. Es scheint, dass Jesu unerh\u00f6rte, ungew\u00f6hnliche Philanthropie (Menschenliebe) der Macht entstammt, die der Tora grundlegend und zeitlos als g\u00f6ttliche Kraft (Dynamis) innewohnt. M\u00f6gen wir doch dieser Kraft auch schrittweise f\u00fcr unser Leben und f\u00fcr unsere Gesellschaft teilhaftig werden.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Pfarrer Thomas Bautz<\/p>\n<p>Bonn<\/p>\n<p>E-Mail: <a href=\"mailto:bautzprivat@gmx.de\">bautzprivat@gmx.de<\/a><\/p>\n<p>Pfarrer \u201eim Unruhestand\u201c<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> S. Walter Bauer: W\u00f6rterbuch zum NT (1971), s.v. Nomos, 1074; cf. Klaus Berger: Die Gesetzesauslegung Jesu. Ihr historischer Hintergrund im Judentum und im AT. Teil I: Markus und Parallelen, WMANT 40 (1972): \u201eNomos als die geschriebene Tora ist [\u2026] ebenso Ausdruck f\u00fcr die Gesamtheit des verpflichtenden Gotteswillens wie [\u2026] der Begriff \u201aGesetz und Propheten\u2018.\u201c (op.cit., 222).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Cf. bibelwissenschaft.de\/stichwort\/48920\/, Stefan Krauter: Gesetz \/ Tora (NT), WiBiLex (2013): (3.) Tora \/ Gesetz im antiken Judentum, S. 2\u20133.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Cf. Ernst K\u00e4semann: Exegetische Versuche 2 (<sup>2<\/sup>1965): Die Anf\u00e4nge christlicher Theologie, 82\u2013104: 85 u. 96; der Autor sieht \u00c4hnlichkeiten mit prophetischer Verk\u00fcndigung (ad V. 19); G\u00fcnther Bornkamm et al.: \u00dcberlieferung und Auslegung im Matth\u00e4usevangelium, WMANT 1 (<sup>7<\/sup>1975): Das Gesetzesverst\u00e4ndnis des Matth\u00e4us (Gerhard Barth), 54\u2013154: (III.) Die Auslegung des Gesetzes (70\u201398): (2. c) \u201eDas Gesetz und die Propheten\u201c, 86\u201388.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Gerhard Lohfink: Wem gilt die Bergpredigt? Beitr\u00e4ge zu einer christlichen Ethik (1988): (IV) Weshalb verlangt die Bergpredigt notwendig eine Kontrastgesellschaft? (5.) Die Bergpredigt und das Gesetz vom Sinai, 110\u2013119: 112\u2013113.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Man kontrastiert z.B. das \u201eGesetz\u201c mit \u201eWeisungen Jesu\u201c und verkennt, dass im Sinne der Tora-Kontinuit\u00e4t beides zusammengeh\u00f6rt; gegen Leonhard Goppelt: Theologie des NT, hg.v. J\u00fcrgen Roloff (<sup>3<\/sup>1981): (IV) (\u00a7 46) Die Deutung der Erscheinung Jesu durch Matth\u00e4us (5.) Die Erf\u00fcllung des Gesetzes (a) Die Problematik, 556f; (b) Das Gesetz und die Weisungen Jesu, 557\u2013561; \u00e4hnlich sieht Hans Weder \u201eDiskrepanzen\u201c: Die \u201eRede der Reden\u201c. Eine Auslegung der Bergpredigt heute (<sup>2<\/sup>1987): Gesetz und Gerechtigkeit (Mt 5,17\u201348), S. 90\u2013155: Zur Erf\u00fcllung gekommen (Mt 5,17\u201320), S. 90\u201398: Diskrepanzen, S. 91\u201392. Immerhin versteht Weder, dass die \u201eIntention des Gesetzes\u201c (der Tora), n\u00e4mlich, Leben zu erm\u00f6glichen, durch das \u201eReden und Tun\u201c Jesu in der ihm eigenen Lebensintention \u201edurch Jesus zur Vollendung gebracht\u201c, statt aufgel\u00f6st wird; op.cit.: Was hei\u00dft \u201eerf\u00fcllen\u201c?, S. 94\u201398).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> S. Krauter: Gesetz \/ Tora (NT), WiBiLex (2013), 2\u20133.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Cf. Joachim Jeremias: Jesus und seine Botschaft (1976): (III.) Die Bergpredigt (D.) Nicht Gesetz, sondern Evangelium, 60.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> (Mit Modifikationen) These Ed Parish Sanders\u2019 vom \u201eCovenantal Nomism\u201c; s. Krauter: Gesetz \/ Tora (NT), WiBiLex (2013), 3; E.P. Sanders: Jesus and Judaism (1987); Sanders: Jewish Law from Jesus to the Mishnah. Five Studies (1990).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Krauter: Gesetz \/ Tora (NT), WiBiLex (2013), 3.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Rudolf Bultmann: Das Urchristentum im Rahmen der antiken Religionen (<sup>4<\/sup>1976): (2.) Das Judentum (59\u2013108): Synagoge und Gesetz (60\u201385): Die j\u00fcdische Gesetzlichkeit, 60\u201375: 61.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Bultmann: Das Urchristentum im Rahmen der antiken Religionen (<sup>4<\/sup>1976), 62.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Pinchas Lapide: Ist die Bibel richtig \u00fcbersetzt? (<sup>2<\/sup>1987): Fehl\u00fcbersetzungen und Un\u00fcbersetzbarkeiten in der hebr\u00e4ischen Bibel (40 \u2013 59): Das Gesetz, 43\u201345: 44.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Albert Einstein, zit.n. <a href=\"https:\/\/www.kulturelleerneuerung.de\/\">https:\/\/www.kulturelleerneuerung.de\/<\/a>. Die Stiftung kulturelle Erneuerung wurde Anfang 2017 von Meinhard Miegel, Mitbegr\u00fcnder des <a href=\"http:\/\/www.denkwerkzukunft.de\/\">Denkwerks Zukunft<\/a> und ehemaligen Leiter des IWG BONN e.V. (Institut f\u00fcr Wissenschaft und Gesellschaft), ins Leben gerufen.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Kent Nagano; zit.n. kulturelleerneuerung.de; Nagano (geb. 1951) ist amerikanischer Dirigent mit japanischen Wurzeln mit einem Fable f\u00fcr Klassik, aber auch offen f\u00fcr Modernes.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Gerhard Richter (geb. 1932), zit.n. kulturelleerneuerung.de; seine \u201eBirkenau-Bilder\u201c sind weniger bekannt: <em>Birkenau<\/em>. Mit Beitr\u00e4gen von Helmut Friedel und Georges Didi-Huberman, Katalog Museum Frieda Burda (2016); Benjamin H. D. Buchloh: <em>Gerhard<\/em> Richters <em>Birkenau<\/em>-Bilder (2016).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Die Tora als Kanon f\u00fcr Juden und Christen, hg.v. Erich Zenger, HBS 10 (1996): Die Tora Gottes f\u00fcr Israel, die J\u00fcnger Jesu und die V\u00f6lker nach dem Matth\u00e4usevangelium (Hubert Frankm\u00f6lle) (379 \u2013 419):\u00a0 (2. ) Tora, Halacha und \u201eWille des Vaters\u201c im MtEv (382\u2013401): (2.1) Die Tora als Wort JHWHs, des Vaters Jesu, 382\u2013395: 382\u2013383.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Die Bergpredigt. J\u00fcdisches und christliches Glaubensdokument. Eine Synopse der Texte. Mit e. Einl. hg.v. G\u00fcnther B. Ginzel, Tachless: Zur Sache 3 (1985), 54\u201356.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Lapide: Ist die Bibel richtig \u00fcbersetzt? (<sup>2<\/sup>1987), 45.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Rudolf Bultmann: Jesus (1926; 1964): Jesu Verk\u00fcndigung: Der Wille Gottes (43 \u2013 92): Der Wille Gottes und das Kommen der Gottesherrschaft, 84 \u2013 92: 87.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Bultmann: Jesus (1964): Jesu Verk\u00fcndigung: Die Autorit\u00e4t der Schrift, 46\u201348: 46\u201347.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> J\u00fcrgen Becker: Jesus von Nazareth (1996): Methodische Fragen, 1\u201320: 14.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Man sollte das Wort \u201eHeiden\u201c vermeiden, weil es heute mit \u201eUngl\u00e4ubigen\u201c, \u201eAtheisten\u201c, oft herabsetzend gebraucht wird. Demgegen\u00fcber ist die Bedeutung von \u201eHeide(n)\u201c neutral: Altgl\u00e4ubiger (bleibt bei seinem alten Glauben); Pagane, Gentilis, Ethnicus; cf. Der digitale Grimm, <a href=\"http:\/\/dwb.uni-trier.de\/\">http:\/\/dwb.uni-trier.de\/<\/a>, Band 10, Spalte 802.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Otto Kuss: Paulus. Die Rolle des Apostels in der theologischen Entwicklung der Urkirche (<sup>2<\/sup>1976): (V. 6.) Der Brief an alle Geliebten Gottes in Rom, 165\u2013204: 191 (Belegstellen dort); G\u00fcnther Bornkamm: Paulus (<sup>2<\/sup>1970): (I.) Leben und Wirken (3.) Erstes missionarisches Wirken, 48\u201352; (4.) Der Apostelkonvent in Jerusalem, 52\u201363.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Rudolf Bultmann. Theologie des NT (8., durchges., um Vorwort u. Nachtr\u00e4ge wesentl. erw. Aufl., hg.v. Otto Merk 1980): Erster Teil (II.) Das Kerygma der Urgemeinde (\u00a7 7) Die Bedeutung Jesu f\u00fcr den Glauben der Urgemeinde, 45\u201356: 50.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Cf. Das Neue Testament in der Sprache von heute, \u00fcbers. v. Friedrich Pf\u00e4fflin (<sup>3<\/sup>1949), S. 14; der Autor war Dekan, verstand seine \u00dcbersetzung als \u201eBr\u00fccke\u201c, \u201ezu dem, was Luther seinem deutschen Volk gegeben hat.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Ulrich Luz: Das Evangelium nach Matth\u00e4us, EKK I\/1 (1983), 232.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Matt Jackson-McCabe: Jewish Christianity. The Making of the Christianity-Judaism Divide (2020); Martin Hengel: Die Urgemeinde und das Judenchristentum, Geschichte des fr\u00fchen Christentums 2 (2019); Annette Yoshiko Reed: Jewish-Christianity and the History of Judaism. Collected Essays, Texts and Studies in Ancient Judaism 171 (2018); Dan Jaff\u00e9: Les identit\u00e9s en formation. Rabbis, h\u00e9r\u00e9sies, premiers chr\u00e9tiens (2018).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> Die Heilige Schrift sei \u201edurch sich selbst glaubw\u00fcrdig, deutlich und ihr eigener Ausleger\u201c (<em>\u201eper se certissima, apertissima, sui ipsius interpres\u201c<\/em>); <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sola_scriptura#Luthers_Ansatz\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sola_scriptura#Luthers_Ansatz<\/a>. Das Prinzip wird von der evangelischen Kirche aufrecht erhalten \u2013 Sola Scriptura. Das reformatorische Schriftprinzip in der s\u00e4kularen Welt, hg.v. Hans Heinrich Schmid\/ Joachim Mehlhausen (1991) \u2013, ist aber seit dem 18. Jh. durch die historisch-kritische Bibelauslegung in eine Krise geraten: Wolfhart Pannenberg: Grundfragen systematischer Theologie. Gesammelte Aufs\u00e4tze (<sup>3<\/sup>1979): Die Krise des Schriftprinzips (1962), 11\u201321.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Hans Deidenbach: Zur Psychologie der Bergpredigt (1990): (I.) Voraussetzungen (4.) Das Gesetz und die Propheten, 26\u201328: 27\u201328.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Zur Problematik der \u00dcbersetzung, s. Weder: Die \u201eRede der Reden\u201c (<sup>2<\/sup>1987): Einzelauslegung von Mt 5,3 \u2013 12: \u201eSelig sind die Armen im Geist\u201c (Mt, 5,3), S. 45\u201356: 45\u201347.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Textbezogene Verfremdungen sind in der praktischen Bibelauslegung g\u00e4ngig und legitim; s. Horst Klaus Berg: Biblische Texte verfremdet. Bd. 1: Grunds\u00e4tze \u2013 Methoden \u2013 Arbeitsm\u00f6glichkeiten (<sup>2<\/sup>1988).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> Ulrich Luz: Das Evangelium nach Matth\u00e4us, EKK I\/1 (1983), 211.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> Cf. Eugen Drewermann: Das Matth\u00e4usevangelium. Erster Teil: Bilder der Erf\u00fcllung (1992), 404\u2013409.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9AA71AFD-8607-4EA3-8BDD-C4FC2E329B69#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> Zur sprachlichen Ausgrenzung Kranker, Susan Sontag: Illness as Metaphor (1978); Krankheit als Metapher (2003), auch zur Stigmatisierung von AIDS-Kranken; cf. den Film <em>Philadelphia<\/em> (1993) mit Tom Hanks u. Denzel Washington in den Hauptrollen sowie dem besten Originalsong <em>Streets of Philadelphia<\/em> von Bruce Springsteen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tora als grundlegende, zeitlose Weisung f\u00fcr unser Leben | 10. So. n. Trinitatis | 21.08.2022 | Matth\u00e4us 5,17\u201320 | Thomas Bautz | Liebe Gemeinde! Die Bergpredigt d\u00fcrfte \u2013 zumindest in Teilen \u2013 zu den bekanntesten Texten des Neuen Testaments geh\u00f6ren; sie ist in verschiedene Abschnitte gegliedert. Der heute vernommene Text besch\u00e4ftigt sich mit der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":12974,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[36,474,1,157,114,150,349,3,109,209],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-12977","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-matthaeus","category-10-so-n-trinitatis","category-aktuelle","category-beitragende","category-deut","category-kapitel-5-chapter-5","category-kasus","category-nt","category-predigten","category-thomas-bautz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12977","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12977"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12977\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12982,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12977\/revisions\/12982"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12974"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12977"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12977"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12977"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=12977"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=12977"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=12977"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=12977"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}