{"id":13034,"date":"2022-08-23T21:11:26","date_gmt":"2022-08-23T19:11:26","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=13034"},"modified":"2022-08-23T21:35:59","modified_gmt":"2022-08-23T19:35:59","slug":"2-sam-121-1013-15a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/2-sam-121-1013-15a\/","title":{"rendered":"2. Sam. 12,1-10,13-15a"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Tatsachen, die eine andere Sprache sprechen | 11. Sonntag nach Trinitatis | 28.08.2022 | Predigt zu 2. Sam. 12,1-10,13-15a | verfasst von Markus Kreis |<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache. Das hei\u00dft: Viel von dem, was so gesagt und behauptet wird, das ist falsch, das widerspricht der Wirklichkeit. Sprache kann n\u00e4mlich abgehoben sein. Zu emotional aufgeputscht. Oder zu bedacht in der Wortwahl formuliert. Sprache kann so abgehoben sein, dass sie die Bindung an die Realit\u00e4t verliert oder vort\u00e4uscht, anstatt sie abzubilden. Das ahnen wir Menschen, und diese Tatsache missf\u00e4llt uns.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie gut, dass es dann das gibt: Tatsachen, die eine andere Sprache sprechen. Die herrschen offensichtlich \u00fcber jene abgehobene Sprache, gewinnen Macht \u00fcber sie. Ja, diese Tatsachen sprechen offensichtlich eine eigene Sprache. Und es gibt welche, die diese eigene Sprache beherrschen und darin gut miteinander klarkommen. Und es gibt welche, denen dieses K\u00f6nnen abgeht, obwohl sie gerne mitreden. Die also besser die Klappe halten w\u00fcrden \u2013 solange sie sich weigern, diese eigene Sprache zu lernen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer spricht die Sprache dieser Tatsachen? Schwer zu beantworten, die Frage. Dar\u00fcber wird gerne und heftig gestritten, meist ohne Ergebnis. Fake News lautet da ein Stichwort, auf gut Deutsch Falschmeldung. Unser Bibeltext f\u00fcr die heutige Predigt enth\u00e4lt eine doppelte Falschmeldung. Also sowohl etwas Erfundenes als auch den Hinweis: Da ist was falsch!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>2.Sam. 12, 1Und der Herr sandte Nathan zu David. Als der zu ihm kam, sprach er zu ihm: Es waren zwei M\u00e4nner in einer Stadt, der eine reich, der andere arm. <sup>2<\/sup>Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder; <sup>3<\/sup>aber der Arme hatte nichts als ein einziges kleines Sch\u00e4flein, das er gekauft hatte. Und er n\u00e4hrte es, dass es gro\u00df wurde bei ihm zugleich mit seinen Kindern. Es a\u00df von seinem Bissen und trank aus seinem Becher und schlief in seinem Scho\u00df, und er hielt\u2019s wie eine Tochter. <sup>4<\/sup>Als aber zu dem reichen Mann ein Gast kam, brachte er\u2019s nicht \u00fcber sich, von seinen Schafen und Rindern zu nehmen, um dem Gast etwas zuzurichten, der zu ihm gekommen war. Und er nahm das Schaf des armen Mannes und richtete es dem Mann zu, der zu ihm gekommen war. <sup>5<\/sup>Da geriet David in gro\u00dfen Zorn \u00fcber den Mann und sprach zu Nathan: So wahr der Herr lebt: Der Mann ist ein Kind des Todes, der das getan hat! <sup>6<\/sup>Dazu soll er das Schaf vierfach bezahlen, weil er das getan und sein eigenes geschont hat. <sup>7<\/sup>Da sprach Nathan zu David: Du bist der Mann! So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe dich zum K\u00f6nig gesalbt \u00fcber Israel und habe dich errettet aus der Hand Sauls <sup>8<\/sup>und habe dir deines Herrn Haus gegeben, dazu seine Frauen in deinen Scho\u00df, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und ist das zu wenig, will ich noch dies und das dazutun. <sup>9<\/sup>Warum hast du denn das Wort des Herrn verachtet, dass du getan hast, was ihm missfiel? Uria, den Hetiter, hast du erschlagen mit dem Schwert, seine Frau hast du dir zur Frau genommen, ihn aber hast du umgebracht durch das Schwert der Ammoniter. <sup>10<\/sup>Nun, so soll von deinem Hause das Schwert nimmermehr lassen, weil du mich verachtet und die Frau Urias, des Hetiters, genommen hast, dass sie deine Frau sei<\/em>&#8230;\u00a0\u00a0\u00a0 &#8230;<em><sup>13<\/sup>Da sprach David zu Nathan: Ich habe ges\u00fcndigt gegen den Herrn. Nathan sprach zu David: So hat auch der Herr deine S\u00fcnde weggenommen; du wirst nicht sterben. <sup>14<\/sup>Aber weil du die Feinde des Herrn durch diese Sache zum L\u00e4stern gebracht hast, wird der Sohn, der dir geboren ist, des Todes sterben. <sup>15<\/sup>Und Nathan ging heim.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine Falschmeldung, was ist das \u00fcberhaupt? Eine Nachricht ist gef\u00e4lscht. Falsch ist sie entweder im Hinblick auf die Wirklichkeit, \u00fcber die sie berichtet. Oder hinsichtlich der Zeichen und Codes, die sie zum \u00dcbertragen der Infos benutzt. Bleiben wir bei dem eben genannten. Die Urkunden von Texten und Fotos f\u00e4lschen, ja, ganze Filme zu manipulieren &#8211; dank neuer Software hat sich da die Palette der T\u00e4uschungen leider sehr erweitert. Um vom gefilmten, gestelltem Live Ereignis gleich zu schweigen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kommen wir zum anderen Punkt. Also zu der Wirklichkeit, von der die Falschmeldung berichtet. Da gilt: Entweder ist alles komplett erstunken und erlogen, es hat sich also nie so ereignet was einem da zugetragen wird. Ok, manchmal wird auch nur in Teilen gelogen. Oder handelt sich um vereinzelte Tatsachen, die geschehen. Und deren Entstehen, obwohl zuf\u00e4llig, wird wie ein Gesetz dargestellt. Das angeblich zwangsl\u00e4ufig wirkt und massenhaft auftritt. So wie in diesem erfundenen Beispiel: Arbeitsloser Asylant \u00fcberf\u00e4hrt mit italienischem Sportwagen trotz roter Ampel s\u00fc\u00dfen Chihuahua, der nur noch drei Beine hatte. Passiert in jeder deutschen Kleinstadt zehnmal am Tag. Der Text ist so ausgereizt formuliert, dass der Haushalt der Gef\u00fchle leicht aufwallt. So hat \u00fcbrigens schlie\u00dflich Nathan den David mit seiner Story hinters Licht und in das Licht gef\u00fchrt: Emp\u00f6rung aus Gerechtigkeit. Und als letztes Merkmal: Man bleibt zwar bei den Tatsachen, rahmt die aber in ein anderes Verst\u00e4ndnis ein. Kann man die Welt doch schlie\u00dflich so oder so sehen, oder? Man deutet also die Story hinter der Tatsache anders als andere. Meist im Sinne eines Vorurteils oder Verdachts, welche die Gef\u00fchle vieler beherrschen. Und beansprucht in eins damit, allein \u00fcber die wahre Wahrheit zu verf\u00fcgen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So gesehen kann man Gottes Wort als Falschmeldung verstehen. Auch wenn es f\u00fcr uns Gl\u00e4ubige die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit ist. Einige sagen: Alles erfundene Geschichten, auch wenn manches einzelne da stimmt! Mit Bedacht gew\u00e4hlte Worte. Um die Leute klein und dumm zu halten. Was da so alles getextet wird, das gibt es doch gar nicht in der Welt. Gerechtigkeit! Vergebung! Liebe! Auferstehung! Seifenblasen. Wunschdenken. Ammenm\u00e4rchen. Diesen Vorwurf m\u00fcssen wir uns als Gl\u00e4ubige anh\u00f6ren. Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ja, und das stimmt. Denn zu den Tatsachen, die eine andere Sprache sprechen, geh\u00f6rt die Stimme Gottes in seinem Wort. Sie spricht aus, was wahr und was falsch ist. Gott spricht Falschmeldungen aus. Er meldet uns, was falsch l\u00e4uft in unserem Leben. Verschl\u00e4gt uns damit unsere Sprache. Und begr\u00e4bt zugleich darin unsere Lebensl\u00fcgen. Gott meldet uns nat\u00fcrlich auch, was wahr ist und gilt f\u00fcr unser Leben. Schenkt uns mit seiner Stimme in seinem Wort Kraft und Mut und Vertrauen: Dass alles gut wird, obwohl einer selbst und die anderen bisher kaum dazu beitragen. Wie zu sehen bei David.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDu bist der Mensch!\u201c Obwohl noch ohne Ohren und Mund, schon vor seiner Geburt begleitet die Stimme Gottes David, also sein ganzes Leben lang und dar\u00fcber hinaus: \u201eIch kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest: \u201eDu bist der Mensch!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dann sicher wieder mit der Geburt, als er beschnitten wurde und seinen Namen erhielt. Ob er die Stimme da schon mit eigenen Ohren vernommen hat? Als der fremde Alte, der Samuel, ihm vor seinen gro\u00dfen Br\u00fcdern \u00d6l \u00fcbers Haupt gegossen hat, das hat der Kleine verstanden. In der ganzen Tragweite dessen, was das alles f\u00fcr sein Leben bedeuten mochte? Wie dem auch sei: Und als der Kleine sp\u00e4ter allein auf dem Feld vor dem Riesenkerl stand, sp\u00e4testens da hat er diesen Satz sicher geh\u00f6rt und zu sich selber gesagt: \u201eDu bist der Mensch!\u201c Und in eins damit: \u201eIch bin der Mensch!\u201c Und zack.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So manches Unm\u00f6gliche ist mit Gott manchmal m\u00f6glich. Es gilt aber auch umgekehrt: So manches M\u00f6gliche ist mit Gott manchmal unm\u00f6glich. \u201eDu bist der Mensch! Ich bin der Mensch!\u201c Die Stimme in einem und die eigene Stimme. Der innere Wortwechsel. Das kann auch bedeuten: Du bist dieser eine Mensch! Und ganz bestimmt nicht jener andere! Also Gottes Falschmeldung, die mir bedeutet: \u201eSo einer bist du nicht, bin ich also nicht!\u201c Es gibt Sachen, die sind ganz bestimmt unm\u00f6glich. Auch einem, der von Gott laufend signalisiert bekommt: \u201eDu bist der Mensch!\u201c Der kriegt von Gott zuweilen zu h\u00f6ren: \u201eAls mein Mensch bist du nicht so einer!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch David hat das gekannt. Zu ersehen an dieser Geschichte: K\u00f6nig Saul verfolgt ihn mit all seiner Macht, um ihn zu t\u00f6ten. Zweimal f\u00e4llt der K\u00f6nig dabei in Davids H\u00e4nde, so dass der den Saul umbringen k\u00f6nnte. Einmal in einer H\u00f6hle, in der sich weit hinten David vor Saul versteckte. In die der K\u00f6nig aber alleine ging, um darin etwas weiter vorne seine Notdurft zu verrichten. Ein anderes Mal schleicht sich David nachts mitten ins Lager seiner k\u00f6niglichen Verfolger, die im Tiefschlaf sind. Und er l\u00e4sst Saul das Leben, obwohl seine Leute wollen, dass er die Gelegenheit am Kragen packt. David hat Gottes Falschmeldung vernommen: Nicht so! So einer bist du nicht, so einer bin ich nicht! Gott wird es richten! Ohne Gewalt, nur durch das Wort! Ein Lehrst\u00fcck in politischer Werbung, \u00fcbrigens. David hat Saul zwar k\u00f6rperlich verschont. Schande hat er ihm aber zugef\u00fcgt. Denn er hat sch\u00f6n laut rumposaunt, dass und wie der K\u00f6nig ein ganz schwaches Bild vor ihm abgegeben hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDu bist der Mensch!\u201c sagt die Stimme in einem. \u201eIch bin der Mensch!\u201c sagt einer zu sich selbst. Dieser innere Wortwechsel hat sich einen Weg nach au\u00dfen gebahnt. Wurde zu Gespr\u00e4chen in Wortwechseln zwischen David und seinen Mitmenschen. Jonathan, Michal Abigail, Saul, all jene haben ihm den Satz ins Gesicht gesprochen: \u201eDu bist der Mensch!\u201c David hat deren Stimme laut vernommen. Mal leiser, mal lauter, mal im Guten, mal im B\u00f6sen, voller Liebe oder hasserf\u00fcllt, auf ewig oder auf Zeit. Und David hat vernehmlich dem Mitmenschen gesprochen: Du bist der Mensch! Mal leiser, mal lauter, mal im Guten, mal im B\u00f6sen, voller Liebe oder hasserf\u00fcllt, auf immer und ewig oder auf Zeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und dann das: Ein vernehmliches \u201eIch bin der Mensch!\u201c Bei dem David \u00fcberh\u00f6rte, dass diesmal die Stimme stumm geblieben war, die in ihm tief drin: \u201eDu bist der Mensch!\u201c Obwohl sie ihm von Anfang an zeitlebens zugesprochen hat. Er \u00fcberh\u00f6rte, dass Gottes Falschmeldung ert\u00f6nte \u201eDu bist nicht dieser Mensch!\u201c. Von au\u00dfen, von Seiten der Mitmenschen blieb ein Kommentar dazu jedenfalls aus. Kann man nachvollziehen. Wer heute auf der wenig sicheren Seite steht, der geigt einem gro\u00dfen Gegen\u00fcber ungern die Meinung. Selbst wenn es \u00e4u\u00dferst angebracht w\u00e4re. Zu heftig erscheint einem das Risiko.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bibel und Weltgeschichte wimmeln von Menschen, die Gutes wollen und dabei Gottes Falschmeldung verdr\u00e4ngen, mal mehr, mal weniger ahnungslos. Und die dann pl\u00f6tzlich erkennen m\u00fcssen, in aller Stille oder laut: Du bist der Mensch! Du bist der, der es verbumbeitelt hat, der die unm\u00f6gliche M\u00f6glichkeit ergriffen. Jahrelang geglaubt, dass man damit durchkommt. So dass man selbst aus allen Wolken f\u00e4llt, als die Falschmeldung pl\u00f6tzlich vernehmlich auftaucht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Siehe zum Beispiel die Geschichte von der Steinigung der S\u00fcnderin. \u201eDu bist die Frau!\u201c Sagt ihr die Stimme. \u201eIch bin die Frau!\u201c, sagt die T\u00e4terin, die im Blick und in der Flucht steht. Aber sch\u00f6n steht sie zusammen mit ihren Ankl\u00e4gern. Den Werfern, die gedachten, der S\u00fcnderin geb\u00fchrend den Prozess zu machen. Jeder einzelne vernimmt die Stimme in sich: \u201eDu bist der Mann!\u201c Du w\u00e4rst doch selbst gerne mit ihr ins Bett gegangen. Oder vielleicht hast Du das sowieso schon getan. Dann k\u00e4me Dir der Tod der Frau ganz sch\u00f6n gelegen. Zeugenmord, hier in der Planung gestoppt. Von David damals geplant und vollstreckt an Uria, dem Ehemann seiner Geliebten und seinem Obersten. Nachdem der auf Heimaturlaub wieder an die Front zur\u00fcckgekehrt ist, ohne mit seiner Gattin zu schlafen. Weil er es nicht besser haben wollte, als die ihm Anbefohlenen. Der also zwangsl\u00e4ufig erkannt h\u00e4tte, dass seine Frau zu der Zeit nicht von ihm schwanger sein konnte. Soweit wie David sind die Steinwerfer dank der Stimme nicht gekommen. Selbst der Rufmord ist den Werfern misslungen und fast auf sie zur\u00fcckgefallen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ankl\u00e4ger und Angeklagte stehen sich manchmal n\u00e4her, als man so meinen m\u00f6chte. Sei es von Angesicht zu Angesicht. Sei es nacheinander, von Generation zu Generation. Wenn man den ausgel\u00f6ffelten Joghurtbecher sch\u00f6n absp\u00fclt, dann glaubt man vielleicht eher, dass der im Ernst recycelt wird. Und weniger, dass der nur verbrannt wird wie das meiste. Ja, ja, man ahnt es, die b\u00f6se M\u00fcllentsorgemafia, hier und im Ausland. F\u00fcr weniger M\u00fcll und eine bessere Entsorgung k\u00e4mpfen wir nur recht bescheiden. Ganz zu schweigen vom weniger M\u00fcll produzieren. Wir k\u00f6nnen gar nicht ohne all das. Mitgefangen, mitgehangen in unserer Gesellschaft. Auch als die wirklich Guten, die M\u00fclltrenner, die Energiesparer, die gerechte Sprache Sprecher. Wir verm\u00fcllen mit, ob wir wollen oder nicht. Denn wir leben unser Leben nur dank der Zuarbeit unserer Mitmenschen. Und die haben es manchmal weniger so mit dem M\u00fcll trennen, Energie sparen, sich gew\u00e4hlt ausdr\u00fccken usw. Und das aus allerlei Gr\u00fcnden, guten und weniger guten. Den Guten r\u00fccken auch b\u00f6se Folgen auf den Pelz, sie werden in Mitleidenschaft gezogen. Gut sind sie trotzdem, genauso wie die anderen nicht nur B\u00f6se sind. Beim Thema Klimawandel gilt desgleichen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gottes gute Falschmeldung begr\u00e4bt unsere Lebensl\u00fcgen. Wir h\u00e4ngen mit drin, und wenn es nur als Anh\u00e4ngsel ist. Das ist eine Tatsache, die eine andere Sprache spricht. Dazu hat Gott mit Bedacht Worte gew\u00e4hlt. Die lauten f\u00fcr alle, die es reut, dass sie Gutes wollen und dabei eine Falschmeldung verdr\u00e4ngen: \u201eDu bist der Mensch! Und wenn Du auch so bist, wie einer, der nicht mein Mensch ist. Dir vergebe ich! Auf dass Du wieder mein Mensch bist und ein neues Ich!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer will, der m\u00f6ge das alles ruhig weiterhin als Falschmeldung bezeichnen, als abgehoben emotional oder abgehoben kunstvoll formuliert. Gott meldet vernehmlich die Wahrheit, die Macht in unserer Sprache und Wirklichkeit gewinnt: Schwache besiegen \u00dcberlegene. Starke spielen ihre Macht nur zu Gunsten Schwacher aus. Arme Leute bekommen ihr Recht gegen den Einfluss von M\u00e4chtigen. Rechtsbrecher werden entdeckt und ihrer Strafe zugef\u00fchrt. Gro\u00dfe und kleine \u00dcbelt\u00e4ter kommen mit oder ohne Anklage zur Einsicht, und bereuen und \u00e4ndern, wie sie sich verhalten. F\u00fcr uns Gl\u00e4ubige entsprechen diese Nachrichten der Stimme Gottes in seinem Wort. Seine Tatsachen sind die, die eine andere Sprache sprechen und so Macht gewinnen in unserer Sprache und Welt. Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">OStR Markus Kreis<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Werner von Siemens Schule<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Neckarpromenade 17<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">68167 Mannheim<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">markus_kreis@web.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tatsachen, die eine andere Sprache sprechen | 11. Sonntag nach Trinitatis | 28.08.2022 | Predigt zu 2. Sam. 12,1-10,13-15a | verfasst von Markus Kreis | Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache. Das hei\u00dft: Viel von dem, was so gesagt und behauptet wird, das ist falsch, das widerspricht der Wirklichkeit. Sprache kann n\u00e4mlich abgehoben sein. 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