{"id":14965,"date":"2022-11-14T20:44:08","date_gmt":"2022-11-14T19:44:08","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=14965"},"modified":"2022-11-17T15:45:56","modified_gmt":"2022-11-17T14:45:56","slug":"offenbarung-3-1-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/offenbarung-3-1-6\/","title":{"rendered":"Offenbarung 3,1-6"},"content":{"rendered":"<h3>Sardes ist Dinkelsb\u00fchl | Bu\u00df-und Bettag | 16.11.22 | Predigt zu Offb. 3, 1-6 | Uland Spahlinger |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Der Brief an die Gemeinde in Sardes<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">3<sup>1<\/sup>\u00bbSchreib an den Engel der Gemeinde in Sardes: \u203aSo spricht der, der Macht \u00fcber die sieben Geister Gottes hat und der die sieben Sterne h\u00e4lt: Ich kenne deine Taten. Ich wei\u00df, dass du in dem Ruf stehst, lebendig zu sein. Aber du bist tot. <sup>2<\/sup>Wach auf! St\u00e4rke die, die \u00fcbrig sind und fast gestorben w\u00e4ren. Denn ich habe festgestellt, dass deine Taten nicht vollkommen waren in den Augen meines Gottes. <sup>3<\/sup>Denk doch daran, wie du meine Botschaft empfangen und geh\u00f6rt hast. Befolge sie wieder und \u00e4ndere dich. Wenn du nicht aufwachst, werde ich so unerwartet kommen wie ein Dieb. Und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich gegen dich vorgehen werde. <sup>4<\/sup>Aber es gibt einige Leute in Sardes, die ihre Kleider nicht schmutzig gemacht haben. Sie werden wei\u00dfe Gew\u00e4nder tragen und mit mir zusammen auf dem Weg sein. Denn sie sind es wert. <sup>5<\/sup>Wer siegreich ist und standhaft im Glauben, dem wird ein wei\u00dfes Gewand angezogen. Niemals werde ich seinen Namen aus dem Buch des Lebens streichen. Vielmehr werde ich mich vor meinem Vater und vor dessen Engeln offen zu ihm bekennen.\u2039 <sup>6<\/sup>Wer ein Ohr daf\u00fcr hat, soll gut zuh\u00f6ren, was der Geist Gottes den Gemeinden sagt!\u00ab (Offb. 3, 1-6 BasisBibel)<br \/>\nLiebe Gemeinde,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">so etwas m\u00f6chte man nicht h\u00f6ren, oder? Kein sch\u00f6ner, kein freundlicher Brief das! Gut nur, dass der Brief nach Sardes gehen soll! Da muss es ja schlimm zugehen\u2026. Und so weiter.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vielleicht ist das beim H\u00f6ren auch Ihr erster Reflex gewesen. Gl\u00fcck gehabt, wir sind ja nicht gemeint. Sie w\u00e4ren damit nicht allein. Viele Ausleger und Prediger haben Zeit und Gedanken darauf verwendet, dieses geheimnisvolle \u201eSardes\u201c zu finden, zu beschreiben und abzugrenzen vom eigenen Leben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es gab eine solche Stadt in Kleinasien. Aber es lohnt sich nicht, dass wir uns damit aufhalten. Sardes k\u00f6nnte ebensogut \u201e\u00dcberall\u201c hei\u00dfen. So wie der Reiche in Hugo von Hofmannsthals ber\u00fchmtem St\u00fcck, der hartherzig bleibt angesichts der Not in seiner Umwelt und erst angesichts des bevorstehenden Todes zur Umkehr kommt, \u201eJedermann\u201c hei\u00dft \u2013 vielleicht haben Sie das St\u00fcck schon einmal gesehen. Sardes ist \u201e\u00dcberall\u201c. Denn der Brief, den wir geh\u00f6rt haben \u2013 und der ja erst geschrieben werden soll \u2013 ist einer von sieben Briefen, die im Aufbau alle gleich, im Inhalt aber sehr unterschiedlich sind. So wie Menschen sich \u00e4hneln, aber doch gleichzeitig ganz unterschiedlich sind. Und noch eines: sieben Briefe \u2013 das erinnert an die sieben Tage der Sch\u00f6pfung: ein Hinweis auf die Vollkommenheit. Das Ganze ist gemeint, die ganze Welt, alle Menschen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So ist in geheimnisvollen Bildern die ganze Offenbarung aufgebaut. Sie ist einerseits ganz gro\u00df, ganz abstrakt \u2013 und dann packt sie dich auf der anderen Seite ganz konkret. Wenn Sardes \u00dcberall ist, dann ist Sardes auch Berlin-Wilmersdorf oder M\u00fcnchen-Giesing oder G\u00fctersloh oder Z\u00fcrich oder Obermichelbach. \u201eJesus von Nazareth an die Niederrheiner\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/92C0966F-6860-46A2-93BC-482EB1223B3F#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> hat Hanns Dieter H\u00fcsch einen seiner kleinen geistlichen Texte \u00fcberschrieben. Will sagen: die Anrede ist konkret, sie ist direkt, sie gilt allen und sie gilt heute. \u201eDie Sendschreiben gelten als Gesamtpaket allen Christinnen und Christen\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/92C0966F-6860-46A2-93BC-482EB1223B3F#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Wir sind es, die die Gedanken und Bilder entschl\u00fcsseln m\u00fcssen. Dem kommen wir nicht aus.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Engel der Gemeinde von Sardes bekommt also einen Brief. Aber dieser Engel ist hier nicht Bote Gottes, sondern Repr\u00e4sentant der Gemeinde. Immer wieder wird die Gemeinde, werden wir auf uns selbst zur\u00fcckgeworfen. Und das Urteil, das hier \u00fcber die Gemeinde und ihre Glieder ausgesprochen wird, ist hart: du bist tot. Die Mehrzahl deiner Leute f\u00e4llt durch bei der Pr\u00fcfung. Nur wenige kommen durch, haben \u201eihre Kleider nicht schmutzig gemacht\u201c (V.4) und werden als rein und w\u00fcrdig betrachtet werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schuld, Fehler, Versagen eingestehen: das ist schwer. Wir winden uns, wir versuchen, abzuw\u00e4lzen auf andere, wir weichen aus, wir schweigen tot. Aber \u2013 das macht der Brief unzweifelhaft deutlich: \u201eGott durchschaut die einge\u00fcbten Abwehrreflexe seit Adam und Eva, die Verteidigungstaktiken der Ertappten, die erlernte Kunst, es nicht gewesen zu sein\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/92C0966F-6860-46A2-93BC-482EB1223B3F#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eigene Schuld einzugestehen ist schwer. \u00d6ffentlich gar, vor den Augen und Ohren anderer. Es braucht Einsicht in das, was richtig und was falsch ist; es braucht Mut, eine ganz eigene Art von Zivilcourage. Du setzt dich damit ja der Kritik der \u00d6ffentlichkeit aus, nicht erst seit es soziale Netzwerke und shitstorms gibt. Wird dein Schuldeingest\u00e4ndnis akzeptiert werden? Wird es Bestand haben vor den anderen? Wirst du die Worte richtig w\u00e4hlen? Werden deine Handlungen danach den Worten Recht geben? Denn sie werden ja geh\u00f6rt und gewogen \u2013 im Privaten wie im \u00d6ffentlichen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mir sind dazu zwei Beispiele in den Sinn gekommen, ein \u00f6ffentliches, das sich nach au\u00dfen wendet, und eins, das die Innenseite ber\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zuerst das nach au\u00dfen gewendete; es passt in die Tage im November mit Friedensdekade und Gedenken der Reichspogromnacht \u2013 und mit immer weiter um sich greifenden antisemitischen Gedanken und Handlungen, die sich auch bei uns in Deutschland wieder einhausen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die evangelischen Kirchen standen nach Ende des zweiten Weltkriegs vor den Tr\u00fcmmern ihrer Allianz mit den Nazis und dem Anteil, den das \u201earische Evangelium\u201c der Deutschen Christen an den Verheerungen hatte, die Herrenwahn, Rassenhass und das ungebremste Morden angerichtet hatten. In der Stuttgarter Schulderkl\u00e4rung vom 18. und 19. Oktober 1945 hei\u00dft es: \u201eDer Rat der Evangel. Kirche in Deutschland begr\u00fcsst bei seiner Sitzung in Stuttgart Vertreter des \u00d6kumenischen Rates der Kirchen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir sind f\u00fcr diesen Besuch um so dankbarer, als wir uns mit unserem Volk nicht nur in einer grossen Gemeinschaft der Leiden wissen, sondern auch in einer Solidarit\u00e4t der Schuld. Mit grossem Schmerz sagen wir: Durch uns ist unendliches Leid \u00fcber viele\u00a0V\u00f6lker und L\u00e4nder gebracht worden. Was wir unseren Gemeinden oft bezeugt haben, das sprechen wir jetzt im Namen der ganzen Kirche aus: Wohl haben wir lange Jahre hindurch im Namen Jesu Christi gegen den Geist gek\u00e4mpft, der im nationalsozialistischen Gewaltregiment seinen furchtbaren Ausdruck gefunden hat; <strong>aber wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fr\u00f6hlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun soll in unseren Kirchen ein neuer Anfang gemacht werden. Gegr\u00fcndet auf die Heilige Schrift, mit ganzem Ernst ausgerichtet auf den alleinigen Herrn der Kirche gehen sie daran, sich von glaubensfremden Einfl\u00fcssen zu reinigen und sich selber zu ordnen. Wir hoffen zu dem Gott der Gnade und Barmherzigkeit, dass er unsere Kirchen als sein Werkzeug brauchen und ihnen Vollmacht geben wird, sein Wort zu verk\u00fcndigen und seinem Willen Gehorsam zu schaffen bei uns selbst und bei unserem ganzen Volk. \u2026\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/92C0966F-6860-46A2-93BC-482EB1223B3F#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Handschriftlich unterzeichnet ist die Erkl\u00e4rung unter anderem von: Theophil Wurm, Hans Christian Asmussen, Hans Meiser, Hanns Lilje, Rudolf Smend, Gustav Heinemann, Otto Dibelius, Martin Niem\u00f6ller.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vielleicht geht es Ihnen ja so wie mir: ich sp\u00fcre diesem Text ab, wie schwer es den Verfassern gefallen ist, die richtigen Worte zu finden. Wie schwer die Schuld wiegt, die da benannt wird. Was f\u00fcr ein Akt an Einsicht und Umkehr es gewesen sein muss, die Verblendung der Kirche, die Angst, die Feigheit zu erkennen und \u00f6ffentlich zu machen. Denn: ja, die evangelische Kirche in Deutschland hatte sich durch ihren Pakt mit Hitlers Staat und Ideologie beschmutzt \u2013 um das in den Worten unseres Sendschreibens zu sagen. Es gab die wenigen, die widerstanden hatten, die anderen aber waren strammen Schrittes mitmarschiert in die Katastrophe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun waren die Unterzeichner tats\u00e4chlich zum gro\u00dfen Teil im Widerstand oder in Opposition zur Nazidiktatur gewesen, aber dennoch: \u201ewir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fr\u00f6hlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben.\u201c Mit anderen Worten: wir klagen uns an, unserem Auftrag nicht gerecht geworden zu sein. Wir klagen uns an, die Nachfolge Christi vers\u00e4umt zu haben. Wir klagen uns an, als Kirche nicht mehr Kirche Jesu Christi gewesen zu sein. Wir suchen, das zu benennen und bitten um die Chance auf einen Neuanfang gemeinsam mit der weltweiten Kirche.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ob wir heute noch so formulieren w\u00fcrden, so bem\u00fcht und etwas gestelzt: das m\u00f6chte ich bezweifeln. Wir reden anders. Was uns aber als Aufgabe bleibt, das ist das ehrliche Bem\u00fchen, Schuld zu benennen, wo sie geschehen ist und wo wir sie zu verantworten haben \u2013 und um Vergebung zu bitten. Es tut nicht gut, Vergebung zu predigen, aber der Vergebungsbitte auszuweichen. Die \u00d6ffentlichkeit hat ein feines Gesp\u00fcr f\u00fcr Ehrlichkeit. Und l\u00e4sst v\u00f6llig zu Recht Unehrlichkeit und taktierendes Ausweichen nicht durchgehen \u2013 die Art und Weise, in der manche Kirchenvertreter mit ihrer Verantwortung im Zusammenhang mit Gewalt, vor allem auch sexualisierter Gewalt umgehen, st\u00f6\u00dft zu Recht auf Abscheu und Entsetzen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun vollzieht sich \u00d6ffentlichkeit immer in einem vorl\u00e4ufigen Raum. Und wie schwer es ist, im vorl\u00e4ufigen Raum richtig von falsch zu unterscheiden: das wissen wir sehr gut. Ohne das B\u00f6se, das Falsche, die Schuld relativieren zu wollen: es ist wirklich nicht immer leicht, die richtigen Worte und die richtigen Beurteilungen zu finden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber es ist ja nicht nur die \u00d6ffentlichkeit, die uns als Kirchen beobachtet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Instanz, die das Sendschreiben uns vor Augen f\u00fchrt, hat nichts Relatives mehr, nichts Vorl\u00e4ufiges: Das Schreiben \u2013 so der Zusammenhang \u2013 kommt von Gott selbst.\u00a0 Gott klagt hier an. Gott macht die Rechnung auf. Gott ruft zur Umkehr, zur Auferstehung aus dem Tod. Und da ist es dann mit einem allgemeinen Text nicht mehr getan. Da wird die Gemeinde zur Einkehr gerufen, zur Umkehr, da werden M\u00e4nner wie Frauen, Junge wie Alte direkt angesprochen: Wendet euch wieder hin zu Gott. Lasst euch von seiner Weisung leiten. Sucht den Kontakt, das Gespr\u00e4ch. Lasst euch ansprechen und antwortet. Sprecht Gott an \u2013 er wird auf die eine oder andere Weise Antwort geben. Das ist es, was Bu\u00dfe bedeutet: das Gespr\u00e4ch mit Gott suchen. Nicht umsonst hei\u00dft der heutige Tag \u201eBu\u00df- und Bettag\u201c, \u201edenn das Gebet ist die protestantische Grundform der Bu\u00dfe\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/92C0966F-6860-46A2-93BC-482EB1223B3F#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zweites Beispiel. Es gibt in unserem Gesangbuch ein Lied, das bei den Morgenliedern zu finden ist: \u201eMorgenglanz der Ewigkeit\u201c. Ich finde aber nicht, dass es ein Morgenlied ist. Vielmehr ist es ein Lied von den letzten Dingen, von der Grenze zwischen unserer Zeit und Gottes Ewigkeit. Es ist ein Bittgebet um Gottes F\u00fchrung. Durchaus ein Bu\u00dfgebet \u2013 denn der Dichter wei\u00df sehr genau: wir bewegen uns im Dunklen, wir brauchen den Morgenglanz der Ewigkeit, um die Orientierung zu bewahren. Wir brauchen Gottes G\u00fcte f\u00fcr unser mattes \u2013 schwaches \u2013 Gewissen; wir brauchen Gottes \u201es\u00fc\u00dfen\u201c Trost, weil unser Lebensraum, unsere Lebens-Au, d\u00fcrr ist, sehr k\u00e4rglich. Wir brauchen Gottes gl\u00fchende Liebe, um unsere kalten Werke zu \u00fcberwinden. Wir sind angewiesen auf Gottes Auf-Erweckung, damit wir nicht vorzeitig ganz und gar vergehen. Und wir brauchen, dass wir in Gottes ewigen Frieden hineingerettet werden. Wir sind sehr, sehr bed\u00fcrftige Menschen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Lied entstand teils w\u00e4hrend des drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges, teils danach. Gewalt, Machtgier, Pl\u00fcnderungen, Morde \u2013 kurz: jede m\u00f6gliche Form der S\u00fcnde gegen den N\u00e4chsten waren allgegenw\u00e4rtig und in den Ged\u00e4chtnissen. Ein monstr\u00f6ses Unrecht und Unheil. Was kann helfen, was kann retten? Dass wir \u2013 wir miteinander \u2013 uns zu Gott hinwenden, sagt der Dichter. Sein Hoffnungslied ist zugleich ein Bu\u00dfgesang. Und heute so aktuell wie damals, \u201edenn das Gebet ist die protestantische Grundform der Bu\u00dfe\u201c. Nehmen wir es uns zu Herzen, machen wir uns die alten Worte zu eigen. Zeichnen wir sie ein in unsere Lebensgeschichten. Und legen wir unsere begrenzten M\u00f6glichkeiten, unsere Fehler und unsere Schuld dem gn\u00e4digen Gott vor: aufrichtig, ernsthaft und ehrlich. Denn Sardes ist \u00fcberall. Heute, am 16. November 2022, ist mein Sardes Dinkelsb\u00fchl. Wo ist Ihres?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dekan Uland Spahlinger, Dinkelsb\u00fchl<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Email: <a href=\"mailto:uland.spahlinger@elkb.de\">uland.spahlinger@elkb.de<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als Predigtlied schlage ich EG 450 \u201eMorgenglanz der Ewigkeit\u201c vor, als Beichtgebet das im EG, Regionalteil der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, unter der Nummer 801 abgedruckte Gebet:<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">S 801<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich bekenne vor dir, mein Gott:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich vergesse dich oft.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Oft glaube ich nicht, dass du mich siehst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich h\u00f6re nicht, wenn du mich rufst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vor deinem Urteil kann ich nicht bestehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Darum bitte ich dich: Gott, sei mir S\u00fcnder gn\u00e4dig.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich bekenne vor dir, mein Gott:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich bin nicht so, wie du mich haben willst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich t\u00e4usche andere.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich denke schlecht von anderen und rede \u00fcber sie.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich \u00fcbersehe ihre Not und dr\u00fccke mich, wo ich helfen sollte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Darum bitte ich dich: Gott, sei mir S\u00fcnder gn\u00e4dig.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich bitte dich, mein Gott:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lass mein Leben nicht verderben, bringe es zurecht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Richte mich auf, wenn ich den Mut verliere.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Rette mich, wenn ich verzweifle.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hilf mir, deiner Gnade zu vertrauen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/92C0966F-6860-46A2-93BC-482EB1223B3F#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> H.D. H\u00fcsch, Das kleine Buch zwischen Himmel und Erde, D\u00fcsseldorf 2000, S. 23<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/92C0966F-6860-46A2-93BC-482EB1223B3F#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Annette Gruschwitz in G\u00f6ttinger Predigtmeditationen Heft 4\/2022, S.533<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/92C0966F-6860-46A2-93BC-482EB1223B3F#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Ebd. S. 534<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/92C0966F-6860-46A2-93BC-482EB1223B3F#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> https:\/\/www.ekd.de\/Stuttgarter-Schulderklaerung-11298.htm<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/92C0966F-6860-46A2-93BC-482EB1223B3F#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Gruschwitz, a.a.O. S. 538<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sardes ist Dinkelsb\u00fchl | Bu\u00df-und Bettag | 16.11.22 | Predigt zu Offb. 3, 1-6 | Uland Spahlinger | Der Brief an die Gemeinde in Sardes 31\u00bbSchreib an den Engel der Gemeinde in Sardes: \u203aSo spricht der, der Macht \u00fcber die sieben Geister Gottes hat und der die sieben Sterne h\u00e4lt: Ich kenne deine Taten. 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