{"id":15406,"date":"2022-12-18T23:59:46","date_gmt":"2022-12-18T22:59:46","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=15406"},"modified":"2022-12-23T16:14:22","modified_gmt":"2022-12-23T15:14:22","slug":"lukas-2-14-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-2-14-2\/","title":{"rendered":"Lukas 2,14"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">\u201e \u2026 seines Wohlgefallens \u2026 \u201c \u2013 f\u00fcr uns und mit uns | Christvesper | 24.12.2022 | Lk 2, 14 | Thomas Schlag |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em><sup>1<\/sup><\/em><em>Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt gesch\u00e4tzt w\u00fcrde.\u00a0<sup>2<\/sup>Und diese Sch\u00e4tzung\u00a0war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.\u00a0<sup>3<\/sup>Und jedermann ging, dass er sich sch\u00e4tzen lie\u00dfe, ein jeglicher in seine Stadt. <\/em><em><sup>4<\/sup><\/em><em>Da machte sich auf auch Josef aus Galil\u00e4a, aus der Stadt Nazareth, in das jud\u00e4ische Land zur Stadt Davids, die da hei\u00dft Bethlehem<\/em><em>, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war,\u00a0<sup>5<\/sup>auf dass er sich sch\u00e4tzen lie\u00dfe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.\u00a0<sup>6<\/sup>Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie geb\u00e4ren sollte.\u00a0<sup>7<\/sup>Und\u00a0sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em><sup>8<\/sup><\/em><em>Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den H\u00fcrden, die h\u00fcteten des Nachts ihre Herde.\u00a0<sup>9<\/sup>Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie f\u00fcrchteten sich sehr.\u00a0<sup>10<\/sup>Und der Engel sprach zu ihnen:\u00a0F\u00fcrchtet euch nicht! Siehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird;\u00a0<sup>11<\/sup>denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.\u00a0<sup>12<\/sup>Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.\u00a0<sup>13<\/sup>Und alsbald war da bei dem Engel\u00a0die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:\u00a0<sup>14<\/sup><\/em><em> Ehre sei Gott in der H\u00f6he und\u00a0Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em><sup>15<\/sup><\/em><em>Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.\u00a0<sup>16<\/sup>Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.\u00a0<sup>17<\/sup>Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.\u00a0<sup>18<\/sup>Und alle, vor die es kam, wunderten sich \u00fcber die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten.\u00a0<sup>19<\/sup>Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.\u00a0<sup>20<\/sup>Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott f\u00fcr alles, was sie geh\u00f6rt und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Geburtsgeschichte Jesu erf\u00fcllt auch dieses Jahr \u2013 jetzt wieder \u2013 den weihnachtlichen Raum. Die Worte des Evangelisten Lukas zur Heiligen Nacht sind vertraut. Vielleicht haben Sie sie vorher leise mitgesprochen. Schon im Anfang \u201eEs begab sich aber zu der Zeit\u201c kristallisiert sich die Szene einer sterndurchfluteten, ganz besonderen Nacht heraus. In dem einem Moment der Geburt, f\u00e4ngt alles an \u2013 und erscheint in gl\u00e4nzendem, neuem, klarem Licht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jede weitere Zeile versetzt mich h\u00f6rend immer tiefer in eine besondere Atmosph\u00e4re hinein: Der Engel, die staunenden Hirten, die himmlischen Heerscharen, das Kind in der Krippe, das von Herzen dankbare Elternpaar (nat\u00fcrlich beide!). Man sollte sich dieses bewegte Ensemble keineswegs zuckers\u00fc\u00df vorstellen, selbst wenn sich dies gabentischorientiert nahelegen mag. Aber ein energiereicher, gabenreicher Moment ist es in jedem Fall.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der w\u00e4rmenden Szenerie und dem geradezu magischen Moment vermag ich mich jedenfalls nicht zu entziehen. Den Geschehnissen \u2013 irgendwo im Raum zwischen Erde und Himmel \u2013 folge ich ganz und gar, ruhig atmend, lauschend, zustimmend, einstimmend. Mein innerer Blick richtet sich hinaus auf den Engel, der aller Welt zuspricht: <em>\u201eF\u00fcrchtet euch nicht.<\/em><em> Siehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zugleich stockt mir aber jedes Jahr wieder an derselben Stelle der Geschichte der Atem: Bei jeder wiederkehrenden Textlesung am Heiligen Abend ahne ich im Voraus, dass in einem gewissen Moment meine inneren ruhigen Bilder hart auf dem Boden der Realit\u00e4t aufschlagen werden. So als ob die helle Sternenflut zum rasch verl\u00f6schenden Funkenflug wird. Ein einziger Satz ist es, der meine Stimmung auch dieses Jahr wieder erden- und gedankenschwer aufl\u00e4dt: Wie wenn mich jemand j\u00e4h aus einem allzu luftigen Traum herausrei\u00dft. Dieser Satz ist den himmlischen Heerscharen in den Mund gelegt:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201eEhre sei Gott in der H\u00f6he und\u00a0Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.\u201c (Lk 2,14)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dieser eine Vers stellt f\u00fcr mich diesen heiligen Moment auf geradezu unheimliche Weise in Frage. Der klare Ausblick auf das, was mit Jesu Geburt kommen soll, tr\u00fcbt sich ein. Die Weihnachtshoffnung nimmt auf ziemlich unangenehme Weise prek\u00e4re Gestalt an.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dabei kann ich den ersten Versteil \u201eEhre sei Gott in der H\u00f6he\u201c noch ganz gut und angenehm in mir weiterklingen lassen. Denn ja, dies ist die Nacht, in der allerbester Grund daf\u00fcr entsteht und besteht, um zu staunen, sich freudig die Augen zu reiben, Gott zu danken. Singend, \u201ein dulci jubilo\u201c, einzustimmen in das, was wir geh\u00f6rt haben, ist nach menschlichem Ma\u00dfstab in dieser Heiligen Nacht mehr als berechtigt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber schon die n\u00e4chsten Worte vom \u201eFrieden auf Erden\u201c l\u00f6sen zumindest bei mir sofort zweifel-hafte Assoziationen aus: Soll Frieden <em>werden<\/em>? Hoffentlich. Aber <em>ist<\/em> schon Frieden? Letzteres ist realistischerweise nicht der Fall. Im Gegenteil: Dieser Teil der himmlischen Botschaft ist auf denkbar dramatischste Weise unerledigt. Und aller schlimmen Voraussicht nach wird dies auch beim n\u00e4chsten Weihnachtsfest noch ein genauso uneingel\u00f6stes Versprechen sein wie am heutigen Heiligen Abend. F\u00fcr jenen allzu fromm-blau\u00e4ugigen Wunsch auf dem Weihnachtszettel wird sich leider auch dieses Jahr wieder niemand finden, der sich f\u00fcr die Einl\u00f6sung dieses Geschenk verantwortlich f\u00fchlt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dieser eine Vers, der mich in die eigenen Gedanken hinunterrei\u00dft, ist noch nicht an sein Ende gekommen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201eEhre sei Gott in der H\u00f6he und\u00a0Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.\u201c <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auf wen richtet sich dieses \u201eWohlgefallen\u201c? Wer soll damit angesprochen und gemeint sein? Darf nur ein bestimmter Teil \u00fcberhaupt vom Frieden tr\u00e4umen \u2013 n\u00e4mlich der Teil, der Gottes Wohlgefallen gefunden hat? Noch genauer ist zu fragen: Gilt dieser Satz aus dem Mund der himmlischen Heerscharen eigentlich <em>vorbehaltlos<\/em> <em>allen<\/em>, die ihn h\u00f6ren?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was den griechischen Ursprungstext angeht, liegen die Dinge keineswegs klar:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Einer gewissen Auslegungs- und konsequenterweise auch \u00dcbersetzungstradition zufolge, ist das Wohlgefallen Gottes im wahrsten Sinn des Wortes voraussetzungsreich: Man musste sich dieses erk\u00e4mpfen, durch intensive Glaubensleistung,<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> im schlimmsten Fall durch Kampf und Krieg und mit dem anhaftenden Siegel des \u201eGott mit uns\u201c. Durch die menschheitsgeschichtlichen Zeiten hindurch entstand so immer wieder eine h\u00f6chst unheilige Verbindung von \u201eGottes Wohlgefallen\u201c und der Erw\u00e4hlung eines besonderen Volkes, einer besonderen Gruppe oder der eigenen Person \u2013 nat\u00fcrlich bei gleichzeitigem systematischem Ausschluss aller anderen.<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">L\u00e4uten die Worte der himmlischen Heerscharen \u2013 \u00fcbrigens nicht weit vom milit\u00e4rischen Bild geschlossener Reihen entfernt<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> \u2013 also vielmehr einen unheiligen Abend ein? Wird von Beginn an eine hohe \u201eH\u00fcrde auf dem Feld\u201c g\u00f6ttlichen Wohlgefallens aufgezogen, um damit eine massive Unterscheidung zwischen den \u201ewahren\u201c und den \u201elauen\u201c Christenmenschen stark zu machen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wird in der Weihnachtsbotschaft sogleich zwischen Spreu und Weizen, Schwarz und Wei\u00df unterschieden? Werden nur einige, gar nur <em>ganz<\/em> wenige guten Grund f\u00fcr <em>ihr pers\u00f6nliches gottgef\u00e4lliges<\/em> Weihnachten haben? Und werden dann nur sie in Frieden leben k\u00f6nnen? So l\u00e4sst sich leicht Gott aus ganzer Seele singend loben?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">M\u00f6glicherweise kommt dieses unfriedliche Unterscheidungsbild der Realit\u00e4t sogar nahe. Blickt man auf die gegenw\u00e4rtige Welt- und Seelenlage, so muss man den Eindruck gewinnen, dass Gottes Wohlgefallen massiv f\u00fcr einige wenige reserviert ist \u2013 w\u00e4hrend andere tats\u00e4chlich kaum noch mit einer lebbaren Zukunft rechnen d\u00fcrfen. Man muss am Ende dieses Jahres kaum darauf hinweisen, wo weltweit und bis in unsere eigenen engeren Lebenszusammenh\u00e4nge hinein solche massiven Unterschiede zwischen Privilegierten und Ausgeschlossenen an der Tagesordnung sind. Tats\u00e4chlich sind wohl an keinem Tag des Jahres diese Unterschiede so augenf\u00e4llig und schmerzhaft wie heute:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sind also Gotteslob, Friedenshoffnung und Gottes Wohlgefallen am Ende doch nur eine Exklusivbotschaft f\u00fcr die ohnehin schon Privilegierten? W\u00e4hrend man sich im Kreis der Ausgeschlossenen mit den \u00dcberresten der Wohlstandsgesellschaft begn\u00fcgen \u201edarf\u201c.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201eEhre sei Gott in der H\u00f6he und\u00a0Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><strong>[4]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Welchen Klang kann aber dieser eine Vers dann sinnvollerweise annehmen und was macht Hoffnung?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In einer sehr viel weiter reichenden Auslegungstradition wird die Zusage von Gottes Wohlgefallen gerade nicht mit eigenen notwendigen Leistungen verbunden oder gar auf einen bestimmten Kreis begrenzt.<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit der Geburt Jesu ist Gottes Wohlgefallen bedingungs- und grenzenlos. Gottes Frieden gilt allen, unabh\u00e4ngig von Volks- oder Gruppenzugeh\u00f6rigkeit \u2013 und jenseits aller Exklusivit\u00e4t.<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Die weihnachtliche Hoffnung auf eine neue, friedliche Zeit erfolgt gerade nicht nach den Standards menschlicher Erfahrung, Vernunft und Ausgrenzungsabsichten. Die Weihnachtsgeschichte erf\u00fcllt also nicht nur auch dieses Jahr wieder \u2013 erneut und erneuernd \u2013 den Raum, sondern weist auch weit \u00fcber alle menschlichen Erfahrungsr\u00e4ume hinaus. Ihre Versprechen und ihre m\u00f6gliche Erf\u00fcllung geht weit \u00fcber alle menschlichen M\u00f6glichkeiten hinaus. Dies ist am Heiligen Abend sehr wohl h\u00f6rbar \u2013 vorausgesetzt, man kommt diesen Worten der himmlischen Heerscharen <em>auf h\u00f6rende Weise<\/em> etwas entgegen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber ich will doch noch weiterfragen: Was ist mit \u201eden anderen\u201c, die nicht h\u00f6ren oder nicht h\u00f6ren wollen oder nicht h\u00f6ren k\u00f6nnen? Hat Gott f\u00fcr einen Teil der Menschen \u2013 und mir w\u00fcrden da schon einige einfallen \u2013 vielleicht zu Recht <em>kein<\/em> Wohlgefallen vorgesehen, weil sie es aufgrund eigener Grausamkeiten schlichtweg nicht verdient haben?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Steckt in dieser Botschaft also doch das ganz eindeutige Signal, dass Friede jedenfalls f\u00fcr diejenigen nicht sein wird, die <em>unserer Ansicht nach<\/em> Gottes Willen nicht entsprechen. W\u00e4re nicht der Gedanke gerechtfertigt, dass nur einem Teil der H\u00f6renden die weihnachtliche Botschaft nahekommen kann?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber wer will dar\u00fcber eigentlich entscheiden \u2013 und kann das wirklich an Weihnachten so gemeint sein? Einfach gesagt: Dieser eine Satz des hoffnungsvollen, friedlichen Ausblicks richtet sich an <em>alle, die diese Worte h\u00f6ren<\/em>.<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Weil wir <em>h\u00f6ren k\u00f6nnen<\/em>, kann sich Gottes Wohlgefallen in der Heiligen Nacht ausbreiten \u2013 als kristallisierte Gabe weit \u00fcber alle profane, tauschorientierte Geschenklogik hinaus. Und zugleich als besondere \u201eWeihnachtspolitik\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> im \u201eGlanz und Gloria des ge\u00f6ffneten Himmels\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sch\u00f6n spricht der Soziologe Hartmut Rosa in die aktuellen gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse hinein \u2013 in einem j\u00fcngst erschienenen kleinen Essay: \u201eDemokratie bedarf eines h\u00f6renden Herzens, sonst funktioniert sie nicht. Ein solches h\u00f6rendes Herz f\u00e4llt aber nicht vom Himmel, \u00fcberhaupt ist diese Haltung in einer Aggressionsgesellschaft besonders schwer einzunehmen.\u201c Und er f\u00e4hrt fort: Meine \u2026 These lautet, dass es insbesondere die Kirchen sind, die \u00fcber Narrationen, \u00fcber ein kognitives Reservoir verf\u00fcgen, \u00fcber Riten und Praktiken, \u00fcber R\u00e4ume, in denen ein h\u00f6rendes Herz einge\u00fcbt und vielleicht auch erfahren werden kann.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die weihnachtliche Friedensbotschaft ist uns verk\u00fcndet und zugesprochen, <em>weil wir alle bereits l\u00e4ngst Gottes Wohlgefallen gefunden haben<\/em>. Die Botschaft ergeht an alle \u00ad\u2013 und sie trifft auch diejenigen, die sie nach unseren Ma\u00dfst\u00e4ben nicht \u201everdient\u201c haben. Gott hat an Weihnachten das erste, neugeborene Wort. Er bestimmt dar\u00fcber, was seinem Wohlgefallen entspricht. Gerade deshalb ist aber auch zu betonen, dass <em>nicht wir<\/em> \u00fcber die Botschaft der Engel verf\u00fcgen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir bleiben im Zwischenraum zwischen Himmel und Erde. Uns bleibt nicht mehr, als <em>heute<\/em> zu h\u00f6ren und auf Frieden zu hoffen \u2013 und <em>in all dem<\/em> ein wenig Vertrauen in den offenen Raum zwischen Himmel und Erde hineinzuwerfen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das mag nun zynisch klingen f\u00fcr diejenigen, die wenig Grund haben, Weihnachten zu feiern. Einen solchen drohenden Zynismus ist nur zu entgehen, wenn wir fragen, wo wir selbst sofort und unbedingt zur Ver\u00e4nderung der gegenw\u00e4rtigen Zust\u00e4nde aufgerufen sind. Damit Not-leidende Menschen eben nicht systematisch aus unserem Bewusstsein und damit aus der Gesellschaft ausgeschlossen bleiben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Botschaft von <em>Gottes Wohlgefallen allen gegen\u00fcber<\/em> mag auch zynisch und geradezu absurd klingen, wenn sie auch f\u00fcr diejenigen gelten soll, die auf dunkelste Weise Leben bedrohen und zerst\u00f6ren. Tats\u00e4chlich ist zu sagen: Weihnachten liefert keine Legitimation f\u00fcr irgendwelche nationalistischen, rassistischen, grausamen Exzesse auf dem Hintergrund absurder \u00dcberlegenheits- und Erw\u00e4hlungsvorstellungen. Man kann sich nicht f\u00fcr jeden nur denkbaren Unsinn und erst recht nicht f\u00fcr jegliche Form von Gewalt darauf berufen, dass diese im Namen Gottes geschehe. Dies ist nur denen m\u00f6glich, die ihre Ohren und Sinne bewusst verschlie\u00dfen und f\u00fcr die menschliche Verletzlichkeit grunds\u00e4tzlich au\u00dferhalb des eigenen Wahrnehmungsverm\u00f6gens liegt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dieser Absurdit\u00e4t entgehen wir aber nur, wenn wir immer wieder daran erinnern, was mit diesem souver\u00e4nen g\u00f6ttlichen<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> <em>Wohlgefallen f\u00fcr alle<\/em> gemeint ist. Auch wenn ein solcher gn\u00e4diger Blick realit\u00e4tsblind erscheinen mag.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber \u2013 gegen alle n\u00e4chtliche Furcht (nicht nur der Hirten!) \u2013 kommt mit der Geburt Jesu eine neue Urerfahrung in den Blick: die alles \u00fcberw\u00f6lbende Liebe Gottes leuchtet in den Raum der erdenschweren Gedanken und beginnt diesen zu ver\u00e4ndern. Der \u2013 in dieser Woche verstorbene \u2013 Philosoph Dieter Henrich hat es so formuliert: \u201eDie vollkommene Liebe, welche der Furcht jeden Ansatz entzieht, wird dann also nur die Liebe sein k\u00f6nnen, in der Gottes Wesen besteht und zu begreifen ist: Sie allein b\u00fcrgt f\u00fcr den letztlich richtigen und guten Sinn oder doch Ausweg in allem bedrohlichen Geschehen.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jetzt ist die Zeit des wachen H\u00f6rens und des Beschenktwerdens und Weiterschenkens. Ein energiereicher, gabenreicher, liebe-voller Moment <em>in jedem Fall<\/em> und <em>f\u00fcr jede einzelne Kreatur<\/em>. So dass sich unser Sinn in die Richtung wenden m\u00f6ge, die Gott gef\u00e4llt. Und dies <em>im Anfang<\/em> ganz ohne unser eigenes Zutun. Jetzt d\u00fcrfen wir darauf verzichten, <em>allem<\/em> <em>nur den<\/em> <em>einen eigenen Sinn<\/em> <em>einzuschreiben<\/em>.<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie beginnt doch die geschriebene Geschichte des heiligen Geschehens, indem sie erneut und erneuernd den weihnachtlichen Raum erf\u00fcllt: \u201eEs begab sich aber zu der Zeit\u2026\u201c Ja, dies ist von Geburtsbeginn an ein Geschehen, dass sich unserer Verf\u00fcgbarkeit entzieht. Und das zugleich doch <em>alles<\/em> von uns fordert, was menschenm\u00f6glich ist \u2013 und zugleich alles Weitere und Wesentliche Gott selbst \u00fcberl\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und so mag man es auch anf\u00e4nglich-weihnachtlich mit C.G. Jung fassen: \u201eSelbst der erleuchtete Mensch bleibt der, der er ist, und ist nie mehr als sein beschr\u00e4nktes Ich gegen\u00fcber dem, der ihm einwohnt, und dessen Gestalt keine erkennbaren Grenzen hat, der ihn allseits umfa\u00dft, tief wie die Gr\u00fcnde der Erde und weitr\u00e4umig wie der Himmel.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dies ist der Richtungssinn dieses weihnachtlichen Geburtsgeschenks: Gottes Wohlgefallen beginnt in der heutigen Heiligen Nacht <em>f\u00fcr uns alle.<\/em> Er f\u00fchrt uns von dort aus \u00fcberall dorthin, wo in allem bedrohlichen Geschehen Friede <em>in uns<\/em> und <em>\u00fcber uns hinaus<\/em> <em>dringlicher und m\u00f6glicher<\/em> ist als je zuvor.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jetzt darf jeder erdenschwere Gedanke weichen und sich der eigene Blick neu ausrichten: <em>\u201eEhre sei Gott in der H\u00f6he und\u00a0Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><strong>[15]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Absurd erscheint in mehrfacher Hinsicht die \u201e\u00dcbersetzung\u201c von Lk 2,14 in einer Ausgabe der Volx-Bibel, wenn es dort hei\u00dft: \u201eDer Gott, der im Himmel wohnt, soll gro\u00df rauskommen! Er hat all den Menschen ein Friedensangebot gemacht, die bereit sind, dieses Angebot auch anzunehmen!\u201c, M\u00fcnchen 2012.<\/p>\n<p>Da gef\u00e4llt mir doch, auch wenn dies in eigener Weise etwas \u201ecreepy\u201c ist, die Antwort des gegenw\u00e4rtig in aller Munde seienden GPT3-OpenAI (<a href=\"https:\/\/beta.openai.com\/playground\">https:\/\/beta.openai.com\/playground<\/a>) deutlich besser:<\/p>\n<p>Diese(n?) habe ich am 19.12.2022 gefragt: <em>Was bedeutet der biblische Vers: <\/em>\u201e<em>Ehre sei Gott in der H\u00f6he und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens?<\/em>\u201c Die Antwort lautete: \u201e<em>Dieser Vers aus dem Lukasevangelium (2:14) dr\u00fcckt den Dank und die Anerkennung Gottes, der die Menschen seines Wohlgefallens segnet, aus. Es erinnert uns daran, dass Gott uns mit seiner unendlichen Liebe und Gnade beschenkt, und dass wir uns dieser Liebe und des Friedens bewusst sein sollten, die sie uns schenkt. Der Vers ermutigt uns, Gottes Liebe zu erkennen und uns dem Frieden auf Erden zu widmen.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Meine R\u00fcckfrage \u201e<em>Heisst dies, dass nur ein bestimmter Teil der Menschen Gottes Wohlgefallen finden wird?<\/em>\u201c wurde wie folgt beantwortet: \u201e<em>Nein, das bedeutet nicht, dass nur ein bestimmter Teil der Menschen Gottes Wohlgefallen finden wird. Der Vers sagt aus, dass Gott seine Liebe und Gnade f\u00fcr alle Menschen ausstrahlt, nicht nur f\u00fcr eine bestimmte Gruppe. Jeder kann seine Liebe und seinen Frieden erfahren, egal welche Hintergr\u00fcnde oder kulturellen Unterschiede er hat.<\/em>\u201c Schon sehr erstaunlich\u2026<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. etwa: \u201eGott wird euch nicht verlassen um seines gro\u00dfen Namens willen; denn es hat ihm wohlgefallen, sich euch zum Volk zu erschaffen!\u201c (1Sam 12, 22).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> \u201e\u03c0\u03bb\u1fc6\u03b8\u03bf\u03c2 \u03c3\u03c4\u03c1\u03b1\u03c4\u03b9\u1fb6\u03c2 \u03bf\u1f50\u03c1\u03b1\u03bd\u1f77\u03bf\u03c5.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Auf der Grundlage des griechischen Textes von Lk 2,14: \u201e\u03b4\u1f79\u03be\u03b1 \u1f10\u03bd \u1f51\u03c8\u1f77\u03c3\u03c4\u03bf\u03b9\u03c2 \u03b8\u03b5\u1ff7 \u03ba\u03b1\u1f76 \u1f10\u03c0\u1f76 \u03b3\u1fc6\u03c2 \u03b5\u1f30\u03c1\u1f75\u03bd\u03b7 \u1f10\u03bd \u1f00\u03bd\u03b8\u03c1\u1f7d\u03c0\u03bf\u03b9\u03c2 \u03b5\u1f50\u03b4\u03bf\u03ba\u1f77\u03b1\u03c2.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Dies wird auch der Grundidee dessen, wof\u00fcr die himmlischen Heerscharen stehen, sehr viel gerechter, vgl. \u201eDer Himmel ist durch das Wort des Herrn gemacht und all sein Heer durch den Hauch seines Mundes.\u201c (Ps 33,6), aber auch etwa Dtn 4,19; 1K\u00f6n 22,19; Jer 8,2.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> In einer exegetischen Studie zu Lk 2,14 aus den friedensbewegten Zeiten des Jahres 1983 hei\u00dft es frappierend: \u201eIn einer Welt des vielfachen Overkills hat der Ruf der Engel bis auf diesen Tag seine<\/p>\n<p>dringliche Realit\u00e4t, und es wird auch kaum milit\u00e4rischen Frieden oder Sicherheit geben,<\/p>\n<p>wenn die Friedenswirker nicht von den Gottesboten lernen, ihre militante Selbstwiderlegung<\/p>\n<p>aufzugeben. Die besseren M\u00f6glichkeiten sind vorgegeben! Insofern erweist sich der Genitiv \u03b5\u03c5\u03b4\u03bf\u03ba\u03af\u03b1\u03c2 in Lk 2 14 als gewichtiger und unaufgebbarer Bestandteil des Engelsrufes\u201c, P. R. Berger, Lk 2 14: \u03ac\u03bd\u03b8\u03c1\u03c9\u03c0\u03bf\u03b9 \u03b5\u03c5\u03b4\u03bf\u03ba\u03af\u03b1\u03c2<\/p>\n<p>Die auf Gottes Weisung mit Wohlgefallen beschenkten Menschen, in: ZNW 74 (1983),144.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Sch\u00f6n bringt diese pr\u00e4sentische Botschaft an alle die \u00f6kumenische \u00dcbersetzung der Neuen Jerusalemer Bibel zum Vorschein, wenn es hei\u00dft: \u201eVerherrlicht ist Gott in der H\u00f6he und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.\u201c und ebenso deutlich mit allumfassendem und zudem in sch\u00f6nem, ausrufezeichenstarken Klanggewand formuliert die BasisBibel: \u201eGottes Herrlichkeit erf\u00fcllt die Himmelsh\u00f6he! Sein Frieden kommt auf die Erde zu den Menschen, denen er sich in Liebe zuwendet!\u201c, Stuttgart 2021.<\/p>\n<p>vgl. auch die \u00dcbersetzung Luthers in der Version von 1545 \/ 1912 \u201eund den Menschen ein Wohlgefallen\u201c von der Grundlage \u03b4\u1f79\u03be\u03b1 \u1f10\u03bd \u1f51\u03c8\u1f77\u03c3\u03c4\u03bf\u03b9\u03c2 \u03b8\u03b5\u1ff7 \u03ba\u03b1\u1f76 \u1f10\u03c0\u1f76 \u03b3\u1fc6\u03c2 \u03b5\u1f30\u03c1\u1f75\u03bd\u03b7 \u1f10\u03bd \u1f00\u03bd\u03b8\u03c1\u1f7d\u03c0\u03bf\u03b9\u03c2 \u03b5\u1f50\u03b4\u03bf\u03ba\u1f77\u03b1 aus.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> S. Schreiber, Weihnachtspolitik. Lukas 1\u20132 und das Goldene Zeitalter, G\u00f6ttingen 2009.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> H. Schroeter-Wittke, Lk 2, 1-20. F\u00fcrchtet euch nicht! Vom Gloria zum Susaninne, Predigtstudien f\u00fcr das Kirchenjahr 2022\/2023. Perikopenreihe V \u2013 Erster Halbband, Freiburg i. Br. 2022, 44.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> H. Rosa, Demokratie braucht Religion. \u00dcber ein eigent\u00fcmliches Resonanzverh\u00e4ltnis, M\u00fcnchen 2022, 55fs; aus j\u00fcngerer Zeit lesenswert zu diesem Zusammenhang auch O. H\u00f6ffe, Ist Gott demokratisch? Zum Verh\u00e4ltnis von Demokratie und Religion, Stuttgart 2022 sowie I.U. Dalferth, Die Krise der \u00f6ffentlichen Vernunft. \u00dcber Demokratie, Urteilskraft und Gott, Leipzig 2022.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Vgl. zur Deutung der Calvin\u2019schen Auslegung etwa https:\/\/www.apologia.info\/bedingungslose-erwaehlung-lapsarianismus-teil-ii-prof-dr-laurence-m-vance\/<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> D. Henrich, Furcht ist nicht in der Liebe. Philosophische Betrachtungen zu einem Satz des Evangelisten Johannes, Frankfurt a.M. 2022, 19.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Erinnert sei hier an Phl 2,13: \u201eDenn Gott ist\u2019s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> C.G. Jung, Antwort auf Hiob, M\u00fcnchen 2001, 114.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2D3E7047-71D0-4A17-A51B-25C8714AF6CB#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Auf der Grundlage des griechischen Textes von Lk 2,14: \u201e\u03b4\u1f79\u03be\u03b1 \u1f10\u03bd \u1f51\u03c8\u1f77\u03c3\u03c4\u03bf\u03b9\u03c2 \u03b8\u03b5\u1ff7 \u03ba\u03b1\u1f76 \u1f10\u03c0\u1f76 \u03b3\u1fc6\u03c2 \u03b5\u1f30\u03c1\u1f75\u03bd\u03b7 \u1f10\u03bd \u1f00\u03bd\u03b8\u03c1\u1f7d\u03c0\u03bf\u03b9\u03c2 \u03b5\u1f50\u03b4\u03bf\u03ba\u1f77\u03b1\u03c2.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Prof. Dr. Thomas Schlag<\/strong><\/p>\n<p><strong>thomas.schlag@theol.uzh.ch<\/strong><\/p>\n<p><strong>Theologisches Seminar<\/strong><br \/>\n<strong>Kirchgasse 9<\/strong><br \/>\n<strong>CH-8001 Z\u00fcrich<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201e \u2026 seines Wohlgefallens \u2026 \u201c \u2013 f\u00fcr uns und mit uns | Christvesper | 24.12.2022 | Lk 2, 14 | Thomas Schlag | 1Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt gesch\u00e4tzt w\u00fcrde.\u00a02Und diese Sch\u00e4tzung\u00a0war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":15341,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[38,1,157,853,545,114,636,349,3,109,642],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-15406","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lukas","category-aktuelle","category-beitragende","category-bibel","category-christvesper","category-deut","category-kapitel-02-chapter-02-lukas","category-kasus","category-nt","category-predigten","category-thomas-schlag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15406","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15406"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15406\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15438,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15406\/revisions\/15438"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15341"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15406"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15406"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15406"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=15406"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=15406"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=15406"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=15406"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}