{"id":15464,"date":"2022-12-27T00:15:22","date_gmt":"2022-12-26T23:15:22","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=15464"},"modified":"2022-12-27T12:49:20","modified_gmt":"2022-12-27T11:49:20","slug":"von-guten-maechten-treu-und-still-umgeben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/von-guten-maechten-treu-und-still-umgeben\/","title":{"rendered":"Von guten M\u00e4chten &#8230;"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">\u201eVon guten M\u00e4chten treu und still umgeben\u201c | Altjahresabend \u2013 Silvester | 31.12.2022 | Predigt zu dem Gedicht\/Lied von Dietrich Bonhoeffer | Wochenlied f\u00fcr den Altjahresabend | Johannes L\u00e4hnemann |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201eVon guten M\u00e4chten treu und still umgeben, beh\u00fctet und getr\u00f6stet wunderbar, <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">K\u00f6nnen wir das sagen am Ende dieses Jahres 2022, k\u00f6nnen wir das sagen, wenn wir auf das Jahr 2023 vorausblicken? Wie konnte Bonhoeffer das sagen, damals, im Advent 1944? Immerhin: Auch Bonhoeffer schreibt im R\u00fcckblick auf das Jahr 1944 in der 2. Strophe seines Gedichts: \u201eNoch will das alte unsre Herzen qu\u00e4len. Noch dr\u00fcckt uns b\u00f6ser Tage schwere Last.\u201c In diesen Worten k\u00f6nnen auch wir uns wiederfinden: Denn f\u00fcr wie viele Menschen hat das Jahr 2022 unerwartete Qual, unerwartetes Leid gebracht \u2013 noch belastet von der Corona-Pandemie, und dann mit dem Paukenschlag des russischen Angriffs auf die Ukraine! Nicht vorstellbar war das f\u00fcr uns, und die \u00c4lteren unter uns sahen sich in die Zeit des 2. Weltkriegs versetzt: Bombenangriffe, Leid an den milit\u00e4rischen Fronten, brutale Angriffe, schlimmste Menschenrechtsverletzungen! Und doch: Bonhoeffers Gedicht von den Guten M\u00e4chten passt genau auch an die Schwelle dieses Jahres \u2013 mit seinen Belastungen in den vergangenen Monaten wie auch mit seinem Zukunftsausblick in eine absolut ungewisse Zukunft.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was ist so besonders an diesen Versen? Es geht von ihnen W\u00e4rme, Trost, Zuspruch aus. Und jeder merkt, dass die Worte nicht leicht dahin gesagt sind, sondern dass eine tiefe Lebenserfahrung hinter ihnen steht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Lebenserfahrung ist an einem uns fernen, eigentlich trostlosen Ort gewonnen. Wir m\u00fcssen uns dazu in die Adventszeit vor 78 Jahren zur\u00fcckversetzen, in den Kriegswinter 1944\/45, und uns in ein Gef\u00e4ngnis begeben. Es ist eine enge Zelle im Keller der Prinz Albrecht-Stra\u00dfe in Berlin, in dem diese Verse geschrieben wurden. Drau\u00dfen tobt der Krieg, in seinem letzten, vernichtenden Stadium; immer wieder gibt es Luftangriffe auf Berlin, denen auch die Gefangenen ohnm\u00e4chtig ausgesetzt sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hier sitzt Dietrich Bonhoeffer, 38 Jahre alt. Schon mit gut 20 Jahren hatte er als einer der hoffnungsvollsten jungen Theologen in Deutschland gegolten. Er stellte sich bewusst in den Dienst der Kirche, wurde Pfarrer in London, engagierte sich in der \u00f6kumenischen Bewegung, leitete danach das illegale Predigerseminar der Bekennenden Kirche in Finkenwalde bei Stettin \u2013 wurde dann aber schon mit Redeverbot belegt. Mit Beginn des 2. Weltkrieges schloss er sich aktiv dem Widerstand gegen Hitler an. Er hatte dessen F\u00fchrertum und Antisemitismus von Anfang an scharf kritisiert. Schon zwei Wochen, nachdem der Arierparagraf erlassen worden war, der die Entfernung aller Menschen j\u00fcdischer Herkunft aus \u00f6ffentlichen \u00c4mtern anordnete, verfasste Bonhoeffer einen Aufsatz \u201eDie Kirche vor der Judenfrage\u201c. Und er fordert die Kirche auf, nicht nur den Verfolgten zu helfen, sondern geht so weit zu sagen, sie sollte die Legitimation der Handlungen des Staates in Frage stellen und\u00a0 auch direkt politisch in Aktion treten, um nicht nur die Opfer unter dem Rad zu verbinden, sondern dem Rad selbst in die Speichen zu fallen. Die Beteiligung am Widerstand lag direkt in der Konsequenz dieser \u00dcberzeugung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Advent 1944 ist Bonhoeffer schon 1 \u00bd Jahre inhaftiert, hin und her gerissen zwischen Hoffnungen auf baldige Entlassung und der Erwartung von Verurteilung und m\u00f6glicherweise sogar dem Tod. Schon im Advent des Jahres 1943 hatte er sehns\u00fcchtig gehofft freizukommen. Nun wird es zum 2. Mal Weihnachten. Inzwischen ist der Putsch gegen Hitler vom 20. Juli 1944 misslungen. Viele der Gef\u00e4hrten wurden umgebracht; aus den Anderen wird in den Verh\u00f6ren so viel herausgepresst, wie man erreichen kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie h\u00e4lt man es in dieser Lage aus? F\u00fcr Bonhoeffer ist es eine Situation, in der er seinen Glauben, sein Christsein in einer ganz neuen Tiefe und Herausforderung erf\u00e4hrt. Nat\u00fcrlich leidet er unter den Kr\u00e4nkungen, den Dem\u00fctigungen, denen er als H\u00e4ftling, dazu noch als H\u00e4ftling eines verbrecherischen Regimes, ausgesetzt ist. Aber er wird nicht wehleidig, sondern er ist f\u00fcr die Anderen da, wo es nur geht. Er protestiert gegen Ungerechtigkeiten, die er und andere erleben. Er fertigt einen genauen Haftbericht an. Und er schreibt Gebete f\u00fcr Mitgefangene; er tr\u00f6stet und ermutigt sie, wo er nur kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine gro\u00dfe Hilfe sind ihm dabei seine Familie und seine Freunde, die immer wieder Vorst\u00f6\u00dfe f\u00fcr ihn unternehmen, zeigen, dass er nicht vergessen ist, besonders seine Verlobte Maria von Wedemeyer, die mit ihren erst 20 Jahren beharrlich um eine Sprecherlaubnis k\u00e4mpft, auch wenn das zunehmend schwieriger wird. Dass er so durchhalten kann, versteht man in mancher Hinsicht besser, wenn man den Briefwechsel mit seiner Braut liest.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An sie schreibt Dietrich Bonhoeffer am 19. Dezember 1944 den Brief, in dem unser Gedicht von den \u201eguten M\u00e4chten\u201c erstmals steht, in dem er auf das vergangene Jahr zur\u00fcckblickt und \u2013 in allen Ungewissheiten \u2013 auch vorausblickt auf das vor ihm liegende Jahr.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wen und was meint Bonhoeffer mit den <strong>\u201eguten M\u00e4chten\u201c<\/strong>? Am deutlichsten wird es, wenn wir den Brief lesen, den er dazu an seine Verlobte schreibt:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eMeine liebste Maria!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich bin so froh, dass ich Dir zu Weihnachten schreiben kann, und durch Dich auch die Eltern und Geschwister gr\u00fc\u00dfen und Euch danken kann. Es werden sehr stille Tage in unsern H\u00e4usern sein. Aber ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, je stiller es um mich herum geworden ist, desto deutlicher habe ich die Verbindung mit Euch gesp\u00fcrt. Es ist, als ob die Seele in der Einsamkeit Organe ausbildet, die wir im Alltag kaum kennen. So habe ich mich noch keinen Augenblick allein und verlassen gef\u00fchlt. Du, die Eltern, Ihr alle, die Freunde und Sch\u00fcler im Feld, Ihr seid mir immer ganz gegenw\u00e4rtig. Eure Gebete und guten Gedanken, Bibelworte, l\u00e4ngst vergangene Gespr\u00e4che, Musikst\u00fccke, B\u00fccher bekommen Leben und Wirklichkeit wie nie zuvor. Es ist ein gro\u00dfes, unsichtbares Reich, in dem man lebt und an dessen Realit\u00e4t man keinen Zweifel hat. Wenn es im alten Kinderlied hei\u00dft: \u201azweie die mich decken, zweie, die mich wecken\u2019, so ist diese Bewahrung am Abend und am Morgen durch gute unsichtbare M\u00e4chte etwas, was wir Erwachsenen heute nicht weniger brauchen als die Kinder.\u201c (Brautbriefe Zelle 92 Dietrich Bonhoeffer \u2013 Maria von Wedemeyer 1943-1945, hg. v. R.-A.v. Bismarck u. U. Kabitz. M\u00fcnchen\/Beck 1992, S. 208).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das also will Bonhoeffer sagen, wenn er von den \u201eguten M\u00e4chten\u201c spricht: Gott wirkt durch Menschen, die f\u00fcreinander da sind. Er wirkt durch unsere Gebete, unsere guten Gedanken. Sie sind wie Engel, wie Boten, die von Gott kommen und durch die Gef\u00e4ngnismauern hindurch dringen k\u00f6nnen bis in die Einsamkeit einer dunklen Zelle.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das ist der <strong>erste wichtige Gedanke<\/strong>, den Bonhoeffer in unserem Lied weitergibt: <strong>Gott wirkt durch unsere Gebete, unsere guten Gedanken. <\/strong>Ihm schlie\u00dfen sich <strong>zwei weitere Grundgedanken<\/strong> an, die er in den folgenden Versen entfaltet: <strong>2. Gott begleitet uns auf schweren Wegen<\/strong>, und <strong>3. Gott stellt seine sch\u00fctzenden M\u00e4chte um uns. <\/strong>Diesen Grundgedanken wollen wir mit dem Lied nachgehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Beginnen wir mit dem 1. Vers, in dem der erste dieser Gedanken entfaltet wird:<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><em> Von guten M\u00e4chten treu und still umgeben,<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 beh\u00fctet und getr\u00f6stet wunderbar, &#8211; <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 so will ich diese Tage mit euch leben<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; padding-left: 40px;\"><em>und mit euch gehen in ein neues Jahr<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer von uns k\u00f6nnte nicht sagen, dass er nicht auch diese guten M\u00e4chte kennt, die uns treu und still umgeben und die mit uns durch das Leben gehen: Es k\u00f6nnen unsere Eltern, unsere Kinder, unsere Geschwister, unsere Freunde sein \u2013 aber auch der Arzt und die Krankenschwester, der Polizist oder der Lehrer und die Lehrerin. Trotz alles Schlechten und alles B\u00f6sen, was es unter Menschen gibt: Wenn wir recht hinschauen, k\u00f6nnen wir sagen: Schutzengel sind unter uns \u2013 Menschen, die selbstverst\u00e4ndlich und ohne Eigennutz zur Stelle sind, wenn wir Hilfe brauchen, Menschen, die uns mit ihren Gebeten und guten Gedanken begleiten und die nicht lange fragen, wenn sie von einer Not wissen. In der vom Corona-Virus gepr\u00e4gten Zeit haben wir das erlebt, wo auf einmal in ganz neuer Weise Nachbarschaftshilfe ge\u00fcbt wird, wo Menschen allein sind und Unterst\u00fctzung brauchen. Und die gro\u00dfe Solidarit\u00e4t mit der angegriffenen Ukraine, mit der Hilfe f\u00fcr dort und mit der Unterst\u00fctzung der Fl\u00fcchtlinge, mit der Fantasie, mit der national und international Hilfe f\u00fcr die von dem Krieg betroffenen und unter seinen wirtschaftlichen und sozialen Folgen Leidenden organisiert wird, sind Lichtzeichen in der Dunkelheit<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Erfahrung ist die Klammer des ganzen, die \u00dcberschrift \u00fcber das, was Bonhoeffer in den n\u00e4chsten Versen schreibt, auch \u00fcber das Schwere, das ihm vor Augen tritt. Mit ihr geht er in das neue Jahr, das Jahr 1945. Spricht er in der ersten Strophe von sich, so nimmt er von der 2. Strohe an all die, an die er denkt, jetzt mit hinein in seine Worte:<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><em> Noch will das alte unsre Herzen qu\u00e4len,<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Noch dr\u00fcckt uns b\u00f6ser Tage schwere Last.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie viele qu\u00e4lende Stunden werden Dietrich Bonhoeffer vor Augen getreten sein! Er hat die Maskerade des B\u00f6sen erlebt, den Zynismus, wie er an den Gefangenen ausgelebt wird. Und trotz aller Gelassenheit, die er den Gef\u00e4ngnisw\u00e4rtern gegen\u00fcber zeigen kann, erlebt er sich doch auch, wie er selbst schreibt: \u201eUnruhig, sehns\u00fcchtig, krank, wie ein Vogel im K\u00e4fig, ringend nach Lebensatem, als w\u00fcrgte mir einer die Kehle, hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen, d\u00fcrstend nach guten Worten, nach menschlicher N\u00e4he, zitternd vor Zorn \u00fcber Willk\u00fcr und kleinlichste Kr\u00e4nkung \u2026\u201c (D. Bonhoeffer: Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft, hg. v. E.\u00a0 Bethge. M\u00fcnchen\/Hamburg 1954, S. 179)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und ich denke, wir k\u00f6nnen es ihm nachempfinden, wenn wir selbst auf manche Situationen in den vergangenen Jahren zur\u00fcckblicken, wo wir uns ohnm\u00e4chtig, hilflos erfahren haben, dem Leiden von lieben Menschen zusehen mussten, oder auch Wut und Verzweiflung empfanden gegen\u00fcber dem Unrecht und Leid, dem unschuldige Menschen und besonders Kinder in so vielen Konflikten auf der Erde ausgesetzt sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der R\u00fcckblick so belastet er ist, verwandelt sich bei Bonhoeffer direkt in ein Gebet, einen Schrei nach Gott, wie ihn auch die Psalmbeter im Alten Testament oft ausgesto\u00dfen haben:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <em>Ach, Herr, gibt unsern aufgeschreckten Seelen<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Heil, f\u00fcr das Du uns bereitet hast. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Gebet f\u00fchrt Dietrich Bonhoeffer aus der Verzweiflung, aus der L\u00e4hmung heraus. Er streckt sich danach aus, das Heil, die Heilung zu erfahren, f\u00fcr die uns Gott bereitet hat. Er ist \u00fcberzeugt davon, dass Gott mit uns ein gutes, ein heilvolles Ziel hat. Er schreibt einmal: \u201eIch glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem B\u00f6sesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Daf\u00fcr braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.\u201c (Widerstand und Ergebung S.\u00a0 18)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das ist ein gro\u00dfes, ein anspruchsvolles Wort. Aber es gibt uns eine Perspektive, die uns aus Resignation und Verzweiflung l\u00f6sen will. Vielleicht wird es uns oft schwer, uns alle Dinge zum Besten dienen zu lassen. Aber wir k\u00f6nnen dann vielleicht auf Menschen blicken, an denen wir etwas davon erkennen k\u00f6nnen: Menschen, die in einer Krankheit eine ganz besondere Tiefe und Reife des Lebens erreichen; Menschen, die im Beistand f\u00fcr Behinderte, auch Schwerstbehinderte, zu wirklicher menschlicher Gr\u00f6\u00dfe heranwachsen. Und Gott sucht sich dazu Menschen \u00fcber alle Grenzen der V\u00f6lker und Religionen hinweg aus, wie uns ein Mahatma Gandhi, ein Martin Luther King, ein Nelson Mandela zeigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hier kommt der <strong>2. Grundgedanke <\/strong>zur Geltung, den wir uns mit unserem Lied vor Augen f\u00fchren wollen: <strong>Gott begleitet uns auf schwerem Wege.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dietrich Bonhoeffer blickt im 3. Vers voraus. Er wei\u00df noch nicht, was das Jahr 1945 f\u00fcr ihn bringen wird. Aber er muss mit dem Schlimmsten rechnen \u2013 mit unmenschlichen Verh\u00f6ren, mit Verurteilung, mit dem Tod. Und da schreibt er:<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><em> Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 des Leids, gef\u00fcllt bis an den h\u00f6chsten Rand,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 aus deiner guten und geliebten Hand.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich muss Ihnen sagen, dass es mir sehr schwer f\u00e4llt, diesen Vers mitzusprechen und mitzusingen. Denn wer kann erwarten, dieses Vertrauen in Gott behalten, wenn er schlimmstes Leid erfahren muss?!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Von Dietrich Bonhoeffer wissen wir, dass es ihm geschenkt wurde, dieses Vertrauen bis in seine letzten Tage durchzuhalten. Davon haben Gef\u00e4hrten berichtet, die mit ihm zusammen waren und \u00fcberlebt haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir werden mit unserem Vers noch an eine andere Geschichte vom Leidenskelch erinnert, die Dietrich Bonhoeffer sicher vor Augen gestanden und die ihn in seinem Vertrauen gest\u00e4rkt hat: die Geschichte aus dem Garten Gethsemane, wo Jesus Gott bittet, den Kelch des Leidens an ihm vor\u00fcbergehen zu lassen \u2013 und dann doch sagt: \u201edoch nicht, was ich will, sondern was du willst!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Leiden und Sterben Jesu zeigt, dass Gott sich selbst nicht fernh\u00e4lt von menschlichem Leid, menschlicher Schuld und menschlicher Ausweglosigkeit. \u201eGott geht zu allen Menschen in ihrer Not\u201c, so dr\u00fcckt es Dietrich Bonhoeffer in einem anderen Gedicht aus (Widerstand und Ergebung S. 182): Er stirbt <strong>f\u00fcr alle<\/strong> den Kreuzestod. Gott, der in Jesus \u201eder Mensch f\u00fcr Andere\u201c ist, ist es, der Bonhoeffer in seiner schweren Situation diesen Vers dichten l\u00e4sst. Er schreibt dazu an einer Stelle: \u201eIch glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.\u201c (Widerstand und Ergebung S. 18).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kann das nicht auch mancher unter uns best\u00e4tigen? Da gibt es Notsituationen, die wir uns vorher gar nicht vorstellen k\u00f6nnen, und in denen uns dann doch auf einmal Vertrauens- und Hoffnungskr\u00e4fte zuwachsen, die wir gar nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten haben, wo wir sp\u00fcren d\u00fcrfen, wie Gott den schweren Weg mit uns geht und uns tr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und dann kann Dietrich Bonhoeffer in der 4. Strophe doch auch noch einmal von einem ganz irdischen neuen Morgen sprechen, von der M\u00f6glichkeit, frei zu werden und das Leben neu zu erfahren:<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><em> Doch willst du uns noch einmal Freude schenken <\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 dann wollen wir des Vergangenen gedenken,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 und dann geh\u00f6rt dir unser Leben ganz.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Man sieht, wie in der dunklen Zelle das Bild der Welt mit ihrer ganzen Helle und Sch\u00f6nheit vor Dietrich Bonhoeffer ersteht: ein Neuanfang nach Leiden, Schmerzen, Angst. Dabei werden die schweren wie die guten Erfahrungen nicht beiseite geschoben, sondern sie helfen, das Wesentliche im Leben zu erkennen. Wer wie Dietrich Bonhoeffer dem Tod ins Auge geschaut hat, f\u00fcr den sind auf einmal viele Dinge, denen Menschen nachrennen, f\u00fcr die sie sich anstrengen, nicht mehr so wichtig: weder der schnelle Erfolg noch der schnelle Genuss, weder die Statussymbole des Wohlstands noch die vermeintlich perfekte Absicherung des Lebens \u2013 sondern der Weg des F\u00fcreinander-Daseins, wie ihn Jesus f\u00fcr uns und vor uns gelebt hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In seiner Betrachtung geht Dietrich Bonhoeffer nun zu Bildern \u00fcber, die ihm damals in der dunklen Jahreszeit besonders nahe sein mussten:<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><em> Lass warm und still die Kerzen heute flammen, <\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die du in unsre Dunkelheit gebracht,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 f\u00fchr, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir k\u00f6nnen nicht davon ausgehen, dass Dietrich Bonhoeffer Kerzen in seiner Zelle hatte. Und doch sieht er sie leuchten, sp\u00fcrt ihre W\u00e4rme, ihre Helligkeit. Er kann sie sehen, weil sie ihm in seinem Leben so oft begegnet sind, dass sie nun ganz tief in ihm selbst leuchten. Hier wird ein ganz wesentlicher Sinn der Festzeiten in unserem Leben erkennbar: Je mehr wir uns daf\u00fcr Zeit und Ruhe nehmen, die Lichter, die uns mit dem Kommen Jesu geschenkt sind, zu sehen und uns gegenseitig zu bringen, desto mehr sind wir gest\u00e4rkt, auch durch dunkle Stunden hindurchgehen zu k\u00f6nnen und da Lichter wahrzunehmen, wo die Nacht ganz finster ist. Deshalb sind auch unsere Gottesdienste so wichtig als M\u00f6glichkeit, aus der geistlichen Kraft unseres Glaubens zu sch\u00f6pfen, und ebenso die Lichter-, Lieder- und Erz\u00e4hlstunden, die wir mit unseren Kindern und Enkeln haben. Sie brauchen die Kraft des warmen Lichts, die Kraft der guten Gedanken f\u00fcr ihre Zukunft, f\u00fcr ihre Lebenswelt, als stille, warme Macht in allen Herausforderungen, K\u00e4mpfen. Aufgaben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nat\u00fcrlich ist f\u00fcr Dietrich Bonhoeffer die Hoffnung da, die Lichter auch gerade mit seinen Lieben wieder zu sehen, die tiefen Erfahrungen seines Lebens mit ihnen zu teilen. Aber ob sich diese Hoffnung nun erf\u00fcllt oder nicht: Dietrich Bonhoeffer ist getragen von der <strong>3. Gewissheit<\/strong>, die aus unseren Versen spricht: <strong>Gott stellt seine sch\u00fctzenden M\u00e4chte um uns. <\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und so schreibt er:<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><em> Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 so lass uns h\u00f6ren jenen vollen Klang<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 all deiner Kinder hohen Lobgesang.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist schon wie ein Wunder: Die dunkle Zelle, in der Dietrich Bonhoeffer sitzt, wird zum Ort der Stille, der Einkehr, der Ruhe, der Meditation. Und da weichen auf einmal die engen Mauern. Unsichtbar weitet sich die Welt um ihn, ein Klangraum tut sich auf \u2013 gro\u00dfartiger als jeder noch so festliche Konzertsaal.\u00a0 Es erklingt ein einzigartiger \u00f6ku\u00admenischer Gesang all derer, die Gott in ihren verschiedenen Sprachen, Melodien, Rhythmen und T\u00e4nzen loben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er m\u00fcndet in die 7. Strophe, die zu Recht die bekanntesten Worte Bonhoeffers geworden sind. Wenn alle Menschen hier w\u00e4ren, die diese Worte, die die Quintessenz des ganzen Liedes bilden, in frohen wie in bangen Stunden ihres Lebens gesagt, gedacht, gesungen oder gesummt haben, dann m\u00fcsste unser Kirchenraum wohl fast unendlich gro\u00df werden. Mit diesen Worten und mit dem erneuten Singen des Liedes wollen wir vertrauensvoll in das neue Jahr gehen, wollen uns von ihnen begleiten, st\u00e4rken und aufrichten lassen.<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><em> Von guten M\u00e4chten wunderbar geborgen,<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 erwarten wir getrost, was kommen mag.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gott ist mit uns am Abend und am Morgen<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 und ganz gewiss an jedem neuen Tag.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Prof. em. Dr. Johannes L\u00e4hnemann, Goslar, <a href=\"mailto:johannes.laehnemann@gmail.com\">johannes.laehnemann@gmail.com<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Johannes L\u00e4hnemann (geb. 1941) hatte von 1981-2007 den Lehrstuhl f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik und Didaktik des Ev. Religionsunterrichts an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg inne. Er lebt im Ruhestand in Goslar. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Interreligi\u00f6ser Dialog, Interreligi\u00f6ses Lernen, Religionen und Friedenserziehung. Er ist Vorsitzender der N\u00fcrnberger Regionalgruppe der <em>Religionen f\u00fcr den Frieden<\/em>, Mitglied am Runden Tisch der Religionen in Deutschland und Mitglied der internationalen <em>Standing Commission Interreligious Education <\/em>der internationalen Bewegung <em>Religions for Peace <\/em>(RfP).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Seine Autobiografie ist erschienen unter dem Titel \u201eLernen in der Begegnung. Ein Leben auf dem Weg zur Interreligiosit\u00e4t.\u201c G\u00f6ttingen (Vandenhoeck &amp; Ruprecht) 2017.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liedempfehlungen (EG): 58 (Nun lasst uns gehen und treten), 64, 1-3.6 (Der du die Zeit in H\u00e4nden hast), (65 (Von guten M\u00e4chten treu und still umgeben \u2013 das Lied zur Predigt) 436 (Kanon: Herr, gib uns deinen Frieden)<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Predigt wird im Gottesdienst am Altjahresabend, 31.12.2022, in der Kirche St. Peter und Paul auf dem Frankenberge in Goslar gehalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eVon guten M\u00e4chten treu und still umgeben\u201c | Altjahresabend \u2013 Silvester | 31.12.2022 | Predigt zu dem Gedicht\/Lied von Dietrich Bonhoeffer | Wochenlied f\u00fcr den Altjahresabend | Johannes L\u00e4hnemann | Liebe Gemeinde! \u201eVon guten M\u00e4chten treu und still umgeben, beh\u00fctet und getr\u00f6stet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":15455,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[122,1,549,157,120,114,121,225,349,1108,109,1116],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-15464","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-adv_weihn_neujahr","category-aktuelle","category-altjahresabend","category-beitragende","category-bes_gelegenheiten","category-deut","category-festtage","category-johannes-laehnemann","category-kasus","category-liedpredigten","category-predigten","category-predigtformen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15464","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15464"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15464\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15478,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15464\/revisions\/15478"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15455"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15464"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15464"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15464"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=15464"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=15464"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=15464"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=15464"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}