{"id":15976,"date":"2023-01-17T12:25:24","date_gmt":"2023-01-17T11:25:24","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=15976"},"modified":"2023-01-17T12:25:24","modified_gmt":"2023-01-17T11:25:24","slug":"roemer-116-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/roemer-116-17\/","title":{"rendered":"R\u00f6mer 1,16-17"},"content":{"rendered":"<h3>Die Gerechtigkeit wird handfest | 3. Sonntag nach Epiphanias | 22.01.2023 |\u00a0R\u00f6m 1,16-17 | Thomas Muggli-Stokholm |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich sch\u00e4me mich des Evangeliums nicht; eine Kraft Gottes ist es zur Rettung f\u00fcr jeden, der glaubt, f\u00fcr die Juden zuerst und auch f\u00fcr die Griechen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gottes Gerechtigkeit n\u00e4mlich wird in ihm offenbart, aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: Der aus Glauben Gerechte aber wird leben. (R\u00f6mer 1,16 und 17)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese zwei Verse ver\u00e4ndern vor 500 Jahren die Welt: Sie l\u00f6sen bei Martin Luther die reformatorische Wende aus. Zuvor bem\u00fcht er sich jahrelang, ein gutes, gerechtes und Gott wohlgef\u00e4lliges Leben zu f\u00fchren. So studiert er Theologie, gegen den Willen seines Vaters, der f\u00fcr ihn eine Laufbahn als Jurist vorgesehen hatte. Er tritt in den Augustinerorden ein und befolgt dessen Regeln minuti\u00f6s und perfektionistisch.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Je l\u00e4nger je mehr erkennt Luther jedoch, dass er sein Ziel nie erreichen kann. Zum einen wird ihm zunehmend die Verlogenheit und Heuchlerei der damaligen Kirche bewusst. Zum andern erkennt er seine eigene Schw\u00e4che und damit die Unm\u00f6glichkeit, vor Gott und seiner Gerechtigkeit zu bestehen. Luther ist der Verzweiflung nahe. Ja, er hasst sich und mit der Zeit sogar Gott selbst, weil der ihn mit seinen \u00fcbermenschlichen Forderungen ins Elend st\u00fcrzt.<br \/>\nIrgendwann zwischen 1511 und 1513 kommt es zur befreienden Erleuchtung. Die Legende erz\u00e4hlt, wie Luther nachts in seinem Arbeitszimmer im Turm des Augustinerklosters Wittenberg unseren Predigttext meditiert. Und pl\u00f6tzlich geht ihm ein Licht auf: Er erkennt, dass die Gerechtigkeit Gottes keine Forderung, sondern ein Geschenk ist. Gott rechtfertigt in seiner Barmherzigkeit den s\u00fcndigen Menschen und schenkt ihm \u2013 der eigentlich den Tod verdient h\u00e4tte, das Leben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr Luther ist dies die rettende Wende, der Weg aus seiner tiefen Lebenskrise. So schreibt er<a href=\"applewebdata:\/\/8AA36397-B224-44D2-A804-F5828B415E75#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>: \u00a0Hier sp\u00fcrte ich, dass ich v\u00f6llig neu geboren sei &#8230; Und so sehr ich die Vokabel Gerechtigkeit Gottes gehasst hatte, so viel mehr nun hob ich dieses s\u00fcsse Wort in meiner Liebe empor, so dass jene Stelle bei Paulus mir zur Pforte des Paradieses wurde.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich sch\u00e4me mich des Evangeliums nicht; eine Kraft Gottes ist es zur Rettung f\u00fcr jeden, der glaubt, f\u00fcr die Juden zuerst und auch f\u00fcr die Griechen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gottes Gerechtigkeit n\u00e4mlich wird in ihm offenbart, aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: Der aus Glauben Gerechte aber wird leben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vor 500 Jahren l\u00f6sten diese Worte die Reformation aus, ohne welche die Gegenwart ganz anders auss\u00e4he. W\u00e4re so etwas in der heutigen Zeit denkbar? Um diese Frage zu kl\u00e4ren, las ich unseren Predigttext kirchlich distanzierten Freunden vor. Ich erntete nur ratloses Schulterzucken und verlegenes Lachen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Darum will ich versuchen, unseren Text mit m\u00f6glichst weltlichen Worten in die Gegenwart zu \u00fcbersetzen \u2013 eine Herausforderung, denn Paulus packt in die beiden Verse eine F\u00fclle an theologischen Schl\u00fcsselbegriffen: Evangelium, Kraft Gottes, Rettung, Gerechtigkeit, Offenbarung, Glaube.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine Br\u00fccke bildet die Gerechtigkeit, deren Bedeutung bis heute zentral bleibt. So wird eine Menge Geld in die Justiz investiert. Und deren Unabh\u00e4ngigkeit ist ein zentraler Gradmesser f\u00fcr den demokratischen Staat: Nur wenn das Gericht frei und unabh\u00e4ngig von der Legislative und Exekutive einzig aufgrund der Gerechtigkeit entscheidet, kann Machtmissbrauch verhindert und ein Zusammenleben in Freiheit und Gleichberechtigung garantiert werden. Zugleich ist Gerechtigkeit als Grundwert heftig umstritten. Je nach politischer Haltung herrschen sehr unterschiedliche Ansichten zur Frage, wann die Mittel und M\u00f6glichkeiten gerecht verteilt sind. Die Diskussion um faire L\u00f6hne ist ein Beispiel: Die einen fordern im Namen der Gerechtigkeit m\u00f6glichst geringe Lohnunterschiede. Andere meinen, dass es nur recht und billig ist, wenn Personen, die eine grosse Verantwortung \u00fcbernehmen, entsprechend mehr verdienen. Die Diskussion zur Gerechtigkeit wird noch komplexer im internationalen Zusammenhang: Dass nicht nur der Reichtum weltweit ungerecht verteilt ist, sondern auch dessen Schattenseiten und ihre Folgen wie Klimakrise und Zerst\u00f6rung der Lebensgrundlagen. Das ist unbestritten. Betreffend Konsequenzen ist man sich aber v\u00f6llig uneinig. Werden alle gleich wohlhabend wie die Reichsten, f\u00fchrt das mit Garantie zum Kollaps. Will man die vorhandenen Ressourcen gerechter verteilen, m\u00fcssen die Reichsten verzichten, wozu sie nicht bereit sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So ist und bleibt die Welt ungerecht. F\u00fcr viele Menschen ist das der Anlass, die Existenz Gottes in Frage zu stellen. Wie kann man an einen guten und gerechten Gott glauben, wenn man sich das Unrecht dieser Welt vor Augen h\u00e4lt?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Klar, manche machen es sich mit dem Abschied von Gott allzu leicht. Sie lassen ausser Acht, dass ein grosser Teil des Unrechts menschengemacht ist. Anderes stellt Gott tats\u00e4chlich in Frage: Warum m\u00fcssen die einen Menschen leiden und fr\u00fch sterben, w\u00e4hrend andere sorglos uralt werden? Warum l\u00e4sst Gott Naturkatastrophen zu, die Unschuldige in den Tod reissen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Gerechtigkeit Gottes bleibt auch in religi\u00f6ser Sicht ein schmerzvolles und unl\u00f6sbares Geheimnis. Die Vorstellung eines J\u00fcngsten Gerichts, wo die Guten belohnt und die B\u00f6sen bestraft werden, stiftet mehr Schaden als Nutzen. Denn die Vertr\u00f6stung auf ein gerechtes Jenseits verhindert, dass wir hier und jetzt nach der Gerechtigkeit trachten, wie Jesus in der Bergpredigt fordert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So zentral die Gerechtigkeit bis heute bleibt, so vertrackt ist es, sie zu realisieren. Und der Abschied von einem gerechten Gott macht die Lage nicht einfacher. Es stellt sich n\u00e4mlich jetzt die Frage, worin der Massstab f\u00fcr eine Gerechtigkeit ohne Gott besteht. Hier kommt die Scham ins Spiel, mit welcher Paulus unseren Predigttext beginnt: Ich sch\u00e4me mich des Evangeliums nicht \u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Scham kennen wir alle. Wir sch\u00e4men uns, wenn wir uns daneben benommen haben, wenn wir Erwartungen entt\u00e4uschen, uns nicht so verhalten, wie es sich geh\u00f6rt. Im Zusammenhang mit Gerechtigkeit k\u00f6nnen wir zwei Haltungen ausmachen: Die schamlose und jene, wo Scham erdr\u00fcckt. Der schamlose Mensch legt die Latte tief. Er ist froh, dass es keinen Gott und keine moralische Instanz mehr gibt, die ihn in seiner Freiheit einschr\u00e4nkt. Er setzt sich seine Werte so, dass es am besten f\u00fcr ihn passt und immer mit dem Argument, dass es noch Schlimmere gibt als er selbst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auf der anderen Seite stehen die vielen Menschen, welche \u00e4hnliche Lebenskrisen durchmachen wie seinerzeit Martin Luther: Sie sehen das Unrecht der Welt. Sie k\u00e4mpfen f\u00fcr bessere Verh\u00e4ltnisse und \u00fcberfordern sich mit ihren Massst\u00e4ben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus geh\u00f6rt wie Martin Luther zu dieser zweiten Gruppe: Bis zu seiner Bekehrung in Damaskus ist er \u00fcberzeugter pharis\u00e4ischer Jude. Er setzt alles daran, ein gutes und gerechtes Leben zu f\u00fchren, indem er die Gebote der Tora minuti\u00f6s h\u00e4lt. Und er scheitert t\u00e4glich an diesem \u00fcbermenschlichen Anspruch, sch\u00e4mt sich vor Gott und vor sich selbst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich sch\u00e4me mich des Evangeliums nicht \u2026 Evangelium heisst w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt gute Nachricht. Gerade in der heutigen Zeit sind gute Nachrichten rar. Wir h\u00f6ren vor allem Schlechtes: Best\u00fcrzendes aus der Ukraine und anderen Kriegsgebieten, Alarmierendes aus Afghanistan und weiteren L\u00e4ndern, wo Menschenrechte mit F\u00fcssen getreten werden, Hoffnungsloses aus Konferenzen zur Zukunft der Erde.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Da ist der Hunger nach guten Nachrichten gross. Was aber ist eine gute Nachricht? Die Antwort auf diese Frage h\u00e4ngt von unseren Lebensumst\u00e4nden ab. F\u00fcr den einen ist es eine unerwartete Bef\u00f6rderung, f\u00fcr die andere eine bestandene Pr\u00fcfung. Im Allgemeinen bewerten wir die Nachrichten als gut, welche unsere Erwartungen und W\u00fcnsche erf\u00fcllen. Bei der guten Nachricht, von welcher Paulus spricht, verh\u00e4lt es sich anders. Das hat er selbst erfahren: Als ihm Jesus vor Damaskus begegnet, wird er zu Boden geworfen und sieht drei Tage lang nichts mehr. Die gute Nachricht begegnet Paulus als fremdes Wort, welches seine W\u00fcnsche und Ziele durchkreuzt und sein Leben von Grund auf ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine wahrhaft gute Nachricht sagen wir uns nicht selbst. Sie wird uns zugesprochen. Und sie l\u00e4sst nicht alles beim Alten. Sie kommt uns in die Quere, st\u00f6rt uns auf, bringt Dynamik ins Leben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Darum spricht Paulus vom Evangelium als einer Kraft Gottes, zur Rettung f\u00fcr jeden, der glaubt, f\u00fcr die Juden zuerst und auch f\u00fcr die Griechen. Juden und Griechen sollen gerettet werden, sollen herausgerissen werden aus dem Gewohnten, aus Leid, Unrecht und Tod in das Leben, wo allein der Glaube z\u00e4hlt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Juden und Griechen, Gl\u00e4ubige und Heiden: Paulus z\u00e4hlt bewusst beide auf. Die Dynamik des Evangeliums sprengt die herk\u00f6mmlichen Verh\u00e4ltnisse, die Volkszugeh\u00f6rigkeit, die traditionellen Muster und Werte. Nicht mehr die Herkunft z\u00e4hlt, sondern die Kraft, die im Evangelium auf jene zukommt, die glauben, die dem Wort, das sie sich nicht selber sagen k\u00f6nnen, Vertrauen schenken und sich von ihm bewegen lassen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im n\u00e4chsten Vers macht Paulus noch deutlicher, was er meint: Gottes Gerechtigkeit wird im Evangelium offenbart aus Glauben zu Glauben. In diesen Worten liegt eine gewaltige Sprengkraft. Eben haben wir doch erkannt, dass die Gerechtigkeit schon in weltlicher Sicht ein diffuser und hoch umstrittener Wert ist und Gottes Gerechtigkeit erst recht r\u00e4tselhaft bleibt. Und nun kommt Paulus und behauptet, die Gerechtigkeit Gottes offenbare sich im Evangelium \u2013 aus Glauben, zu Glauben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich versuche wieder, mich diesem Anspruch m\u00f6glichst weltlich anzun\u00e4hern. So fromm das Wort Glaube in unseren heutigen Ohren t\u00f6nt. Eigentlich ist damit Urmenschliches gemeint. Glaube meint zuerst Vertrauen. Ohne Vertrauen, ohne Beziehungen, die Halt und Geborgenheit schenken, \u00fcberlebt kein Mensch. Aber auch am Glauben im Sinn des F\u00fcrwahrhaltens von nichtbeweisbaren Gegebenheiten kommt niemand vorbei. Selbst der Mensch, welcher behauptet, er glaube nur, was er sehe, trifft eine nicht beweisbare Vorentscheidung: Er geht davon aus, dass das, was er sieht, der Wirklichkeit entspricht. Doch woher will er das wissen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus l\u00e4dt uns zu einem Sehen und H\u00f6ren ein, das der Wirklichkeit Raum l\u00e4sst, die ganz anders sein kann, als unser begrenzter Verstand es annimmt:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gottes Gerechtigkeit wird im Evangelium offenbart. H\u00f6ren wir, was uns die gute Nachricht sagt, erkennen wir Gottes Gerechtigkeit. Die gute Nachricht ist untrennbar verkn\u00fcpft mit dem, was Jesus uns vorlebt und verk\u00fcndigt. Das Wort Gottes wird in Jesus Mensch. Das heisst: Gottes Gerechtigkeit bleibt nicht im Himmel. Sie kommt hinab zur Erde und begegnet uns im Menschen Jesus. Gottes Gerechtigkeit wird im Evangelium offenbar, nicht als abstraktes Prinzip, sondern als Einladung, uns mit Gott vers\u00f6hnen zu lassen und Jesus nachzufolgen auf seinem Weg zu den Menschen, auf dem Weg, wo das B\u00f6se nicht mit Gewalt, sondern mit Liebe und Hingabe bis in den Tod besiegt wird. Im Glauben stellen wir uns dieser Zumutung. Wir gehen den Weg im Vertrauen, dass niemand und nichts uns aus der Hand von Jesus reissen kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unser Text endet mit einem Zitat aus dem Buch Habakuk: Der aus Glauben Gerechte wird leben. \u00a0Leben wollen wir alle, Juden und Griechen, Gl\u00e4ubige und Ungl\u00e4ubige. Und wahrscheinlich unterscheiden sich unsere Vorstellungen von erf\u00fclltem Leben gar nicht so sehr. Leben verdichtet sich bei H\u00f6hepunkten wie zum Beispiel einer Wanderung in unber\u00fchrter Natur, beim festlichen Zusammensein mit Menschen, die uns vertraut und wohlgesinnt sind, an einem Konzert, einer Theaterauff\u00fchrung oder einer anderen kulturellen Veranstaltung. Sowohl Paulus wie sp\u00e4ter auch Martin Luther sind diesbez\u00fcglich keine Kostver\u00e4chter. Und doch machen sie uns ein Mehr an Leben schmackhaft \u2013 als im Glauben Gerechte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir sind eingeladen, unser Leben, alles, was wir tun und lassen, denken und planen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">ins Licht des Evangeliums zu stellen, in welchem sich die Gerechtigkeit Gottes offenbart.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die ignatianische Tradition kennt das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit: Es l\u00e4dt uns ein, am Ende des Tages einen Moment zu verweilen und im Licht der Liebe Gottes Bilanz zu ziehen: Manches, was wir heute getan haben, wird dabei enth\u00fcllt als leerer Schein. Anderes leuchtet kostbar auf \u2013 vielleicht ganz unerwartet. Anschliessend schauen wir voraus auf den kommenden Tag mit seinen Chancen und Herausforderungen. Und wir bitten Gott um Weisheit, die Geister zu unterscheiden, und die Einsicht, Wege des Segens zu gehen und als Gerechtgesprochene zu leben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gottes Gerechtigkeit n\u00e4mlich wird im Evangelium offenbart,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der aus Glauben Gerechte aber wird leben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vor 500 Jahren gaben diese Worte Martin Luther Boden unter die F\u00fcsse und Kraft, f\u00fcr die Erneuerung der Kirche und die Wiederentdeckung des Evangeliums zu k\u00e4mpfen. Wir leben in einer ganz anderen Zeit, einer Zeit, wo die meisten Menschen die Sprache des Glaubens nicht mehr verstehen. Die Sehnsucht nach dem Evangelium, nach der Kraft Gottes, die gerecht macht und Vertrauen schenkt, bleibt aber gross. So sind wir herausgefordert, uns nicht zu sch\u00e4men und nicht zu verzagen, sondern dieses Evangelium mit Worten und Taten in die Welt zu tragen. Amen.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/8AA36397-B224-44D2-A804-F5828B415E75#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vorrede zum ersten Band der Wittenberger Ausgabe seiner lateinischen Schriften 1545<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gerechtigkeit wird handfest | 3. Sonntag nach Epiphanias | 22.01.2023 |\u00a0R\u00f6m 1,16-17 | Thomas Muggli-Stokholm | Ich sch\u00e4me mich des Evangeliums nicht; eine Kraft Gottes ist es zur Rettung f\u00fcr jeden, der glaubt, f\u00fcr die Juden zuerst und auch f\u00fcr die Griechen. 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