{"id":16656,"date":"2023-02-07T08:53:57","date_gmt":"2023-02-07T07:53:57","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=16656"},"modified":"2023-02-07T11:59:43","modified_gmt":"2023-02-07T10:59:43","slug":"jesaja-556-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jesaja-556-13\/","title":{"rendered":"Jesaja 55,6\u201313"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Wort unter B\u00e4umen | Sexagesimae | 12.02.2023 | Jes 55,6\u201313 | Christoph Kock |<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>I. Gottesferne<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine Momentaufnahme vor rund 2.500 Jahren. Die Menschen in Israel verbindet eine Katastrophe. Ein verlorener Krieg, die Hauptstadt zerst\u00f6rt, Gottes Tempel in Tr\u00fcmmern. 50 Jahre ist das her. Nach der Niederlage gingen die Wege auseinander, gezwungenerma\u00dfen. Etliche wurden deportiert, Fachkr\u00e4fte und ihre Familien, nach Babylon, weit weg. In der Hauptstadt der Sieger mussten sie arbeiten. Andere konnten bleiben, lebten von der Hand in den Mund in den Ruinen, kaum wahrgenommen, in einer Schattenwelt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zwei Generationen sp\u00e4ter: Die persische Armee besiegt die Babylonier. Eine neue Macht mit einer neuen Strategie: Die Kinder und Enkel der Verschleppten d\u00fcrfen zur\u00fcckkehren. Sollen doch die Israeliten das Land ihrer V\u00e4ter und M\u00fctter wieder aufbauen. Egal, wo sie geboren sind: Die Menschen im Land eint der Versuch zu \u00fcberleben. Daf\u00fcr zu sorgen, dass man Essen auf dem Teller, ein Dach \u00fcber dem Kopf und einen Platz zum Schlafen hat. Das zehrt die Kr\u00e4fte auf. F\u00fcr gro\u00dfe Pl\u00e4ne haben sie keinen Kopf. Ungeheuer ersch\u00f6pft sind sie alle, ihnen fehlt der lange Atem. Mehr als fraglich geworden ist ihnen Israels Gott, der aus der Sklaverei herausruft und befreit. Ihr Gott? Gott erscheint so weit weg. Als sich in Babylon die Wende abzeichnet, tr\u00e4umt ein Prophet von einer Prachtstra\u00dfe, auf der Israels Gott mit den Seinen nach Jerusalem, zum Zionsberg, unterwegs ist. R\u00fcckkehr als Triumphzug. Sch\u00f6n w\u00e4r\u2019s. Die Prachtstra\u00dfe hat sich als Durststrecke erwiesen. <a href=\"applewebdata:\/\/C4E243AC-4FAA-494B-9042-6E8A6C4A3789#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Kein roter Teppich f\u00fcr die, die in die Fremde heimgekehrt sind. Stattdessen am Ziel verbrannte Erde, soweit das Auge reicht. Vertrockneter Glaube. Kriegsbedingter Kahlschlag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>II. Gottes Wort<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Prophet ergreift noch einmal das Wort. In Gottes Namen. Im Jesajabuch hei\u00dft es in Kapitel 55 (6\u201313):<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Suchet den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Der Gottlose lasse von seinem Wege und der \u00dcbelt\u00e4ter von seinen Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>sondern so viel der Himmel h\u00f6her ist als die Erde, so sind auch meine Wege h\u00f6her als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel f\u00e4llt und nicht wieder dahin zur\u00fcckkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und l\u00e4sst wachsen, dass sie gibt Samen zu s\u00e4en und Brot zu essen,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zur\u00fcckkommen, sondern wird tun, was mir gef\u00e4llt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Berge und H\u00fcgel sollen vor euch her frohlocken mit Jauchzen und alle B\u00e4ume auf dem Felde in die H\u00e4nde klatschen.<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><em>Es sollen Zypressen statt Dornen wachsen und Myrten statt Nesseln. Und dem HERRN soll es zum Ruhm geschehen und zum ewigen Zeichen, das nicht vergehen wird.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"font-weight: 400;\">III. Weit weg und wirksam<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Himmel und Erde sind weit voneinander entfernt. Das l\u00e4sst sich weder in Kilometern noch in Lichtjahren messen. Doch Gott ist zu finden, aber bleibt auf Abstand, verlangt von Menschen, dass sie lernen zu unterscheiden. Gottes Gedanken und der Menschen Gedanken. Gottes Wege und der Menschen Wege. Dazwischen liegen Welten. Das sind zwei Paar Schuhe. Gott spielt in einer anderen Liga. H\u00f6her, weit entfernt, anders. Und doch tritt Gott zu seinem Volk in Beziehung. Durch das, was Gott zu sagen hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Prophet vergleicht Gottes Wort mit Wasser. Beides wirkt in einem Kreislauf. Erm\u00f6glicht Leben. Stillt Durst und Hunger. Das Wasser sorgt auf seinem Weg zwischen Himmel und Erde daf\u00fcr, dass Menschen neues Saatgut erhalten und Brot backen k\u00f6nnen. Und Gottes Wort? Es wirkt ebenfalls, aber anders als erwartet. Auf dem Weg von Gott zu den Menschen und zur\u00fcck zu Gott macht es lebendig, jenseits der Spirale von Hass und Gewalt. Statt von Vergeltung ist von einem Frieden die Rede, der die Natur einbezieht und in der Natur zu erkennen ist. Jubelnde Landschaften und bl\u00fchende B\u00e4ume werden das ewige Zeichen dieses Friedens sein. Ein Auszug, ein Neubeginn unter anderen Vorzeichen. Sehnsucht w\u00e4chst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">B\u00e4ume, die in die H\u00e4nde klatschen. Was f\u00fcr ein eigenwilliges Bild hat der Prophet da im Kopf. B\u00e4ume haben keine H\u00e4nde. Gottes Frieden, ein Ding der Unm\u00f6glichkeit? Und doch vergleichbar mit dem, was Menschen vor Augen haben. B\u00e4ume, die gr\u00fcnen und bl\u00fchen. Was f\u00fcr ein Kontrast zu den verkohlten St\u00fcmpfen, die der Krieg hinterlassen hat. Ein gr\u00fcnender Baum, das bl\u00fchende Leben. Der Anblick gibt zu denken: Wer Gott vertraut, so hei\u00dft es bei einem anderen Propheten, \u201egleicht einem Baum, der am Wasser gepflanzt ist. Seine Wurzeln streckt er hin zum Bach. Vor der Hitze<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">f\u00fcrchtet er sich nicht, seine Bl\u00e4tter bleiben gr\u00fcn. Selbst ein trockenes Jahr macht ihm nichts aus, und er h\u00f6rt nicht auf, Frucht zu bringen.\u201c (Jer 17,8)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>IV. Unter B\u00e4umen<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich stehe vor einem Wegweiser. Das wei\u00dfe R steht f\u00fcr den Rennsteig. Das ist beruhigend, ich bin also richtig gelaufen. Da ist der Ort, an dem ich heute Morgen gestartet bin. Fast dreizehn Kilometer bin ich auf dem Wanderweg schon gelaufen. Da ist das Ziel, das ich heute erreichen m\u00f6chte: Noch 8,5 Kilometer. Das ist zu schaffen, auch wenn ich meine F\u00fc\u00dfe schon sp\u00fcre. Und dann f\u00e4llt mein Blick auf ein Schild ohne Pfeil. Das Gr\u00fcn etwas dunkler als die Schilder mit den Ortsnamen. Ebenfalls wei\u00df umrandet. Darauf steht: \u201eKlimawandel: alle Richtungen\u201c. Hinter dem Wegweiser erstreckt sich eine kahle Fl\u00e4che. Da standen Nadelb\u00e4ume. Vermutlich gestorben und abger\u00e4umt. Dahinter ein Gebiet mit Fichten, alle gleichhoch und gleichalt. Ein Drittel ist braun. Baumsklette. Der hei\u00dfe und trockene Sommer hat seine Spuren hinterlassen. Ebenso die Fehler der Vergangenheit. Fichtenplantagen statt Wald. Gepflanzt f\u00fcr schnelles Holz. Die B\u00e4ume verdursten, der Borkenk\u00e4fer gibt ihnen den Rest. Sie passen nicht in den Th\u00fcringer Wald, der jetzt \u00fcber Strecken wie eine Mondlandschaft wirkt. Es ist nicht die erste ger\u00e4umte Fl\u00e4che, die mir ins Auge f\u00e4llt und wird nicht die letzte sein. \u201eKlimawandel alle Richtungen\u201c \u2013 das ist beunruhigend. Ich gehe weiter. Nach drei Kilometern beginnt ein St\u00fcck Laubwald. Der Weg liegt im Schatten, f\u00fchrt unter hohen Buchen entlang. Am Abend lese ich vom geheimen Leben der B\u00e4ume.<a href=\"applewebdata:\/\/C4E243AC-4FAA-494B-9042-6E8A6C4A3789#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Peter Wohlleben, ein F\u00f6rster und inzwischen Autor, beschreibt B\u00e4ume als soziale Wesen, die miteinander kommunizieren und sich gegenseitig mit N\u00e4hrstoffen unterst\u00fctzen. Wohlleben wei\u00df, welche Bilder wirken, spricht vom \u201e<em>Wood-Wide-Web<\/em>\u201c, vergleicht also den Wald mit dem Internet. Es ist spannend, seinen Gedanken zu folgen. Als ob B\u00e4ume ein Ged\u00e4chtnis und Gef\u00fchle haben, f\u00fcreinander sorgen, auf ihre Umwelt reagieren. An was f\u00fcr interessanten Lebewesen bin ich heute vorbeigelaufen, die nach wie vor viele Fragen offenlassen. Dass sie in H\u00e4nde klatschen, wie es im Jesajabuch hei\u00dft, erscheint mir gar nicht mehr so merkw\u00fcrdig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>V. Von B\u00e4umen und Menschen<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Gott spricht: Mein Wort wird nicht wieder leer zu mir zur\u00fcckkommen, sondern wird tun, was mir gef\u00e4llt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende. Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Berge und H\u00fcgel sollen vor euch her frohlocken mit Jauchzen und alle B\u00e4ume auf dem Felde in die H\u00e4nde klatschen. Es sollen Zypressen statt Dornen wachsen und Myrten statt Nesseln. Und dem HERRN soll es zum Ruhm geschehen und zum ewigen Zeichen, das nicht vergehen wird.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich h\u00f6re: Schaut die B\u00e4ume an \u2013 sie tragen Gottes Wunder und Wunden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich h\u00f6re: Lasst neue B\u00e4ume wachsen \u2013 und ihr setzt, so Gott will, Segen ins Werk.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich h\u00f6re: Wo das Wort Gottes zum Aufbruch ermutigt, da kann Neues wachsen, da wachsen Menschen wie B\u00e4ume, da w\u00e4chst auch Gottes Wort wie ein Baum. Langsam, stetig, nachhaltig.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ihr m\u00fcsst es nur zulassen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer glaubt, setzt auf B\u00e4ume? Selbst wenn der Retter in Person naht, der Christus, der Messias. \u201eJeder Baum z\u00e4hlt.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/C4E243AC-4FAA-494B-9042-6E8A6C4A3789#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das legt Rabbi Jochanan ben Sakkai nahe. Der j\u00fcdische Gelehrte wurde geboren, als Jesus starb, und wirkte, nachdem der Tempel wieder in Schutt und Asche lag. Er sagte:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eWenn du gerade einen jungen Baum in der Hand hast und man zu dir sagt:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Da kommt der Messias! Pflanze dann zuerst den jungen Baum, und gehe ihm [erst] danach entgegen.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/C4E243AC-4FAA-494B-9042-6E8A6C4A3789#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h4 style=\"font-weight: 400;\">Liedvorschl\u00e4ge:<\/h4>\n<ul>\n<li>Tut mir auf die sch\u00f6ne Pforte EG 166<\/li>\n<li>Wir haben Gottes Spuren festgestellt EG.RWL 648<\/li>\n<li>Wer Gottes Wort h\u00f6rt (WortLaute 100)<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pfarrer Dr. Christoph Kock<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Wesel<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>E-Mail: <a href=\"mailto:christoph.kock@ekir.de\">christoph.kock@ekir.de<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dr. Christoph Kock, geb. 1967, Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland. Seit 2007 Pfarrer an der Friedenskirche in der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/C4E243AC-4FAA-494B-9042-6E8A6C4A3789#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0Vgl. zu dieser Einordnung von Dtjes Ruth Poser, Biblische Baumschule, in: GPM 77 (2022), 140\u2013147, hier 141f., mit Bezug auf Rainer Albertz, 6. Jahrhundert v. Chr. (BE 7), Stuttgart 2001, 292, der von zwei Editionen dieses Buchteils ausgeht.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/C4E243AC-4FAA-494B-9042-6E8A6C4A3789#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0Peter Wohlleben, Das geheime Leben der B\u00e4ume, M\u00fcnchen <sup>4<\/sup>2015.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/C4E243AC-4FAA-494B-9042-6E8A6C4A3789#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0Peter Wohlleben, Der lange Atem der B\u00e4ume. Wie B\u00e4ume lernen, mit dem Klimawandel umzugehen \u2013 und warum der Wald uns retten wird, wenn wir es zulassen, 197\u2013205. Das gelte f\u00fcr B\u00e4ume in der Stadt, die das lokale Klima positiv beeinflussen. Im Hinblick auf den Wald pl\u00e4diert er daf\u00fcr, den Wald in Ruhe zu lassen statt B\u00e4ume zu pflanzen, weil sich der Wald so am wirkungsvollsten regenerieren k\u00f6nne, a.a.O., 221\u2013232 (Der Wald kehrt zur\u00fcck.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/C4E243AC-4FAA-494B-9042-6E8A6C4A3789#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0Zitiert von Yehuda Aschkenasy u. a., Die j\u00fcdischen Feste, Uelzen 2010, 258.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wort unter B\u00e4umen | Sexagesimae | 12.02.2023 | Jes 55,6\u201313 | Christoph Kock | &nbsp; I. Gottesferne Eine Momentaufnahme vor rund 2.500 Jahren. Die Menschen in Israel verbindet eine Katastrophe. Ein verlorener Krieg, die Hauptstadt zerst\u00f6rt, Gottes Tempel in Tr\u00fcmmern. 50 Jahre ist das her. Nach der Niederlage gingen die Wege auseinander, gezwungenerma\u00dfen. 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