{"id":17913,"date":"2023-04-01T12:32:02","date_gmt":"2023-04-01T10:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=17913"},"modified":"2023-04-01T12:32:02","modified_gmt":"2023-04-01T10:32:02","slug":"lukas-2239-46","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-2239-46\/","title":{"rendered":"Lukas 22,39-46"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Wie Jesus das Ja zu seinem Sterben fand | Gr\u00fcndonnerstag | 06.04.2023 | Lk 22,39-46| Barbara Pfister |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liturgischer Hinweis:<strong> Hinf\u00fchrung zur Predigt<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Passion \u2013 wir stehen kurz vor dem H\u00f6hepunkt der Leidensgeschichte Jesu. An diesem letzten Abend ist viel passiert: Jesus diente seinen J\u00fcngern, indem er ihnen die F\u00fcsse wusch. Er sprach beim Festessen \u00fcber sein baldiges Sterben und dass sein Freund Judas ihn verraten und seinen Henkern ausliefern wird. Ein anderer Freund, Petrus, ereifert sich und verspricht Jesus ihn zu besch\u00fctzen. Doch Jesus sagt ihm voraus, dass er, bevor der neue Morgen anbricht, leugnen wird, Jesus zu kennen, um so sein eigenes Leben zu sch\u00fctzen. Jesus teilt an diesem Abend das Brot mit seinen J\u00fcngern und best\u00e4tigt ihnen, dass er bereit ist sein Leben zu lassen f\u00fcr seine Freunde. Der ereignisreiche Abend schliesst mit einem gemeinsamen Loblied.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liturgischer Hinweis:<strong> Lesung Ausz\u00fcge aus Psalm 118 <\/strong>(Hoffnung f\u00fcr alle)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">oder alternativ das Lied <strong>\u00abNun saget Dank und lob den Herren\u00bb <\/strong><br \/>\n(Text von Ambrosius Lobwasser 1573 aus Psalm 118)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>1 Dankt dem HERRN, denn er ist gut, und seine Gnade h\u00f6rt niemals auf!<br \/>\n4 Alle, die Ehrfurcht vor Gott haben, sollen rufen: Seine Gnade h\u00f6rt niemals auf!<br \/>\n5 In auswegloser Lage schrie ich zum HERRN. Da holte er mich aus der Bedr\u00e4ngnis heraus und schenkte mir wieder die Freiheit.<br \/>\n6 Der HERR ist auf meiner Seite, ich brauche mich vor nichts und niemandem zu f\u00fcrchten. Was kann ein Mensch mir schon antun?<br \/>\n7 Der HERR steht f\u00fcr mich ein und hilft mir; darum werde ich die Niederlage meiner Feinde erleben.<br \/>\n8 Es ist viel besser, beim HERRN Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen.<br \/>\n13 [Meine Feinde] haben mich erbittert bek\u00e4mpft, um mich zu Fall zu bringen, doch der HERR hat mir geholfen.<br \/>\n14 Er hat mir Kraft gegeben und mich gerettet; nun kann ich wieder fr\u00f6hlich singen.<br \/>\n17 Ich werde nicht sterben, sondern am Leben bleiben und erz\u00e4hlen, was der HERR getan hat!<br \/>\n21 Ich danke dir, HERR, denn du hast mich erh\u00f6rt! Du selbst hast mich gerettet.<br \/>\n22 Der Stein, den die Bauleute wegwarfen, weil sie ihn f\u00fcr unbrauchbar hielten, ist zum Grundstein des ganzen Hauses geworden!<br \/>\n23 Was keiner f\u00fcr m\u00f6glich gehalten hat, das tut der HERR vor unseren Augen!<br \/>\n24 Diesen Freudentag hat er gemacht, lasst uns fr\u00f6hlich sein und jubeln!<br \/>\n25 O HERR, hilf uns doch! Gib uns Gelingen!<br \/>\n29 Preist den HERRN, denn er ist gut, und seine Gnade h\u00f6rt niemals auf!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Predigt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ein denkw\u00fcrdiger Abend<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vor 2 Jahren bekam ich zu Ostern diese dicke Biografie geschenkt: \u00abJesus \u2013 eine Weltgeschichte\u00bb, verfasst vom Journalisten und Historiker Markus Spieker.<a href=\"applewebdata:\/\/D5480C30-3C1C-4B65-9185-07F356ADA09E#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Da drin steht \u00fcber diesen Gr\u00fcndonnerstag Abend:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Bevor Jesus und die nunmehr elf J\u00fcnger die Stadt in Richtung \u00d6lberg verlassen, stimmen sie ein Lied an. Welches, das verraten die Evangelisten nicht. Einiges aber spricht daf\u00fcr, dass es sich um den Psalm 118 handelte, das grosse Finale des Passalieder-Zyklus, der die Psalme 113-118 umfasst. [\u2026]<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00abDanket dem Herrn, denn er ist gut, und seine Gnade h\u00f6rt niemals auf.\u00bb<br \/>\nDie Worte, die sich daran anschliessen, klingen fast, als w\u00e4ren sie eigens f\u00fcr diesen Abend gedichtet worden. Sie nehmen das vorweg, was in den n\u00e4chsten Stunden passieren wird: \u00abIn auswegloser Lage schrie ich zum Herrn. Da holte er mich aus der Bedr\u00e4ngnis heraus und schenkte mir wieder die Freiheit. Der Herr ist auf meiner Seite, ich brauche mich vor nichts und niemandem zu f\u00fcrchten. Was kann ein Mensch mir schon antun?\u00bb<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Jesus f\u00fchrt die J\u00fcnger in Richtung \u00d6lberg [\u2026 und] sucht ein G\u00e4rtchen auf, das Gethsemane heisst, \u00fcbersetzt: \u00d6lpresse. Fr\u00fcher wurden hier Oliven zu Oliven\u00f6l zerquetscht. Tats\u00e4chlich f\u00fchlt sich Jesus, als h\u00e4tte ihn jemand durch eine M\u00fchle gedreht. Sein Hirn sch\u00fcttet Stresshormone aus. Die Angst kriecht in ihm hoch. Seinen J\u00fcngern gegen\u00fcber bezeichnet er sich als \u00abtodtraurig\u00bb. Nie zuvor hat er die Last seiner Verantwortung so intensiv gef\u00fchlt, nie die bevorstehenden Leiden so konkret vor Augen gehabt.<a href=\"applewebdata:\/\/D5480C30-3C1C-4B65-9185-07F356ADA09E#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><strong>[2]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es war ein denkw\u00fcrdiger Abend. Einerseits steht da Psalm 118 mit seinen wunderbaren Verheissungen: Gott ist auf meiner Seite. Ich muss mich vor nichts und niemandem f\u00fcrchten. Wenn ich in einer ausweglosen Lage bin, holt Gott mich heraus. Andererseits wissen wir alle, was am folgenden Tag, an Karfreitag, passiert ist: Von Gott verlassen, in Todesangst wird Jesus ans Kreuz genagelt. Keine Legion von Engeln kommt ihn zu befreien und auch Gott spricht kein Machtwort, um sein Sohn aus diesem Elend herauszuholen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In diesem Ausmass kennen wir Druck, Angst und Leid wohl nicht. Aber trotzdem ist uns das Gef\u00fchl bekannt zerquetscht und ausgepresst zu werden, wie wenn wir zwischen zwei schwere M\u00fchlsteine geraten w\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auf der einen Seite dr\u00fccken all die Verheissungen Gottes, die wir aus der Bibel kennen z.B. dass er immer da ist und denen, die ihn bitten gerne Gutes schenkt. Auf der anderen Seite dr\u00fcckt unsere Erfahrung und das momentane Erleben, wo Gebetserh\u00f6rungen ausbleiben, die Lage ausweglos bleibt, weil wir nicht von Gott aus unserer Bedr\u00e4ngnis herausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zwischen diesen M\u00fchlsteinen spielt sich der Kampf zwischen unserem Willen und Gottes Willen ab. Der auch uns nicht selten Tr\u00e4nen, Schweiss und schlaflose N\u00e4chte kostet und ans Eingemachte geht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich lese die Szene, wie sie uns der Evangelist Lukas berichtet:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Predigttext: Lukas 22,39-46 <\/strong>(Z\u00fcrcher Bibel)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>39 Und er ging hinaus und begab sich auf den \u00d6lberg, wie es seine Gewohnheit war, und die J\u00fcnger folgten ihm.<br \/>\n40 Als er dort angelangt war, sagte er zu ihnen: Betet, dass ihr nicht in Versuchung kommt!<br \/>\n41 Und er selbst entfernte sich etwa einen Steinwurf weit von ihnen, kniete nieder und betete:<br \/>\n43 Vater, wenn du willst, lass diesen Kelch an mir vor\u00fcbergehen. Doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe.[1] Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und st\u00e4rkte ihn.<br \/>\n44 Und er geriet in Todesangst und betete inst\u00e4ndiger, und sein Schweiss tropfte wie Blut zur Erde.<br \/>\n45 Und er erhob sich vom Gebet, ging zu den J\u00fcngern und sah, dass sie vor lauter Kummer eingeschlafen waren.<br \/>\n46 Und er sagte zu ihnen: Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Alle 4 Evangelien erz\u00e4hlen diese Begebenheit. Nur lautet bei Matth\u00e4us und Markus die Bitte, die Jesus an seine J\u00fcnger richtet etwas anders: <em>Bleibet hier und wachet mit mir. (Mt 26,38; Mk 14,34). <\/em>Diese Aufforderung kennen wir als Taiz\u00e9 Lied, welches wir zwischen den folgenden 3 Gedanken jeweils singen werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lied: Bleibet hier und wachet mit mir! Wachet und betet, wachet und betet! <\/strong>(Taiz\u00e9 1984)<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Betet, dass ihr nicht in Versuchung kommt<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Von dieser Aufforderung Jesus wird die Szene am \u00d6lberg gerahmt. Gleich zweimal l\u00e4sst Lukas Jesus sagen: <em>Betet, dass ihr nicht in Versuchung kommt.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was meint er wohl hier mit \u00abVersuchung\u00bb. Um S\u00fcssigkeiten, Schokolade, Kaffee, Alkohol, Fleisch oder den \u00fcberm\u00e4ssigen Social Media Konsum kann es ja wohl nicht gehen. Das passt nicht in die Geschichte. Auch wenn viele, die ich kenne w\u00e4hrend dieser Passions- und Fastenzeit darauf verzichten und dann in Versuchung geraten, wenn diese Dinge vor ihnen auf dem Tisch stehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In unserem Sprachgebrauch wird \u00abVersuchung\u00bb meist negativ verwendet. Es geht um das Verf\u00fchrt werden zu etwas, was wir eigentlich nicht wollen oder das negative Folgen f\u00fcr uns hat. Versuchungen f\u00fchlen sich an wie Fallen, die uns gestellt werden, die schonungslos zuschnappen, wenn wir ihnen zu nahe kommen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch diese negative Seite der Versuchung ist nur eine H\u00e4lfte. Im biblischen Sprachgebrauch klingt da viel mehr auch noch die Bedeutung eines zielgerichteten Versuchs, einer Pr\u00fcfung oder Probe mit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das muss keinesfalls immer negativ sein. Denken wir doch an uns bekannte Pr\u00fcfungen und Proben wie die Abschlusspr\u00fcfung einer Ausbildung. Da muss das erworbene Wissen unter Beweis gestellt werden um ein Diplom zu erhalten. Oder beim Vorf\u00fchren des Autos (Motorfahrzeugpr\u00fcfung), wird das Gef\u00e4hrt auf die Probe gestellt, damit offensichtlich wird, ob es weiterhin fahrtauglich und sicher ist. Die \u00c4lteren unter uns kennen auch den j\u00e4hrlichen, verkehrsmedizinischen Sicherheitscheck ab F\u00fcnfundsiebzig. Da wird gepr\u00fcft. Ob man weiterhin Autofahren darf. Bei all diesen Beispielen ist es m\u00f6glich an der Pr\u00fcfung zu scheitern oder sie zu bestehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Absicht hinter all diesen genannten unangenehmen Situationen ist durchwegs eine positive: Qualifikation, Sicherheit und Unf\u00e4lle vermeiden. Ganz allgemein, viel weitergefasst, erleben wir immer wieder unterschiedlichste Pr\u00fcfungen im Leben. Es geh\u00f6rt zum Menschsein Schweres, Unverst\u00e4ndliches und N\u00f6te, die uns ratlos zur\u00fccklassen, durchzustehen. Vielleicht deshalb sprechen wir ja auch von \u00ableidgepr\u00fcften\u00bb Menschen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In solchen Situationen stellt uns Gott auf den Pr\u00fcfstand, aber nie mit der Absicht, dass wir versagen, sondern immer mit dem Ziel, dass wir bestehen \u2013 mit seiner Hilfe. Deshalb ist es wohl eine gute Aufforderung von Jesus, daf\u00fcr zu beten, dass wir erst gar nicht in Versuchung kommen. Nicht erst im Garten Getsemane lehrt er uns so zu beten, sondern bereits im \u00abUnser Vater\u00bb: <em>F\u00fchre uns nicht in Versuchung, sondern erl\u00f6se uns von dem B\u00f6sen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch nicht immer f\u00fchrt Gott unsern Weg an Versuchung und Anfechtung vorbei. In dieser Nacht am \u00d6lberg wurde das Gottvertrauen von Jesus und den J\u00fcngern hart auf die Probe gestellt. Es gab die M\u00f6glichkeit im Glauben Schiffbruch zu erleiden oder auch durchzuhalten bis zum Sieg am Ostermorgen. W\u00e4hrend Judas durch seinen Verrat, Petrus durch sein Verleugnen und die anderen J\u00fcnger durch ihr Fl\u00fcchten und Jesus im Stich lassen, dieser Versuchung erlagen, bestand Jesus die harte Probe. Doch wie nur schaffte er das?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lied: Bleibet hier und wachet mit mir! Wachet und betet, wachet und betet! <\/strong>(Taiz\u00e9 1984)<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Blut und Wasser schwitzen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>\u00a0<\/strong>Diese Redewendung wurde auf Deutsch zu einem Synonym f\u00fcr Todes\u00e4ngste auszustehen. Genau das erlebte Jesus in dieser Nacht:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>41 Er selbst \u2026 kniete nieder und betete.<br \/>\n44 Er geriet in Todesangst und betete inst\u00e4ndiger, und sein Schweiss tropfte wie Blut zur Erde.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">W\u00e4hrend seine J\u00fcnger vor lauter Kummer eingeschlafen sind und nicht wachten und beteten, k\u00e4mpfte Jesus mit der Angst. Ich selbst bin noch nie in solche Todesangst geraten. Vielleicht gibt es unter uns jedoch Menschen, die schon mal wegen Herzbeschwerden oder Atemnot sowas \u00e4hnliches durchgemacht haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch grosse Angst kann uns auch befallen und l\u00e4hmen, wenn wir eine Schreckensmeldung erhalten, die \u00c4rztin uns eine Diagnose er\u00f6ffnet, ein operativer Eingriff auf uns wartet, wir Menschen oder Situationen hilflos ausgeliefert sind oder allein gelassen werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In solche Angst geriet Jesus, der Gottes Sohn, in dieser letzten Nacht vor seinem Tod. Ohne inst\u00e4ndiges Beten und sich an Gott klammern, h\u00e4tte er diese Belastung wohl nicht ausgehalten und durchgestanden. Nirgends sonst kommt so eindr\u00fccklich zum Vorschein, dass Jesus nicht nur Gottes Sohn, sondern auch ganz und gar Mensch, mit allen Schw\u00e4chen, war.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Durch sein Leiden wird Jesus f\u00e4hig, all unsere menschlichen N\u00f6te und \u00c4ngste zu verstehen und uns durch diese hindurch zu begleiten. Wir k\u00f6nnen zusammen mit dem Hebr\u00e4erbriefschreiber sagen, dass es dank dieser furchtbaren Erfahrung, f\u00fcr uns kein verst\u00e4ndnisvollerer und vollm\u00e4chtigerer Seelsorger gibt als Jesus. Denn er versteht uns und kann mitleiden, weil er am eigenen Leibe erfahren hat, was wir in den dunkelsten Stunden erleben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>7 Als Christus hier auf der Erde war \u2013 ein Mensch von Fleisch und Blut \u2013, hat er] mit lautem Schreien und unter Tr\u00e4nen gebetet und zu dem gefleht, der ihn aus der Gewalt des Todes befreien konnte, und weil er sich seinem Willen in Ehrfurcht unterstellte, wurde sein Gebet erh\u00f6rt.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>8 Allerdings blieb es selbst ihm, dem Sohn Gottes, nicht erspart, durch Leiden zu lernen, was es bedeutet, gehorsam zu sein.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>9 Doch jetzt, wo er durch sein Leiden vollkommen gemacht ist, kann er die retten, die ihm gehorsam sind; ihm verdanken sie alle ihr ewiges Heil.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>(Hebr\u00e4er 5,7-9; neue Genfer\u00fcbersetzung)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Jesus ist ja <\/em><strong><em>nicht<\/em><\/strong><em> ein[er \u2026], der uns in unserer <\/em><strong><em>Schwachheit nicht verstehen<\/em><\/strong><em> k\u00f6nnte. Vielmehr war er \u2013 genau wie wir \u2013 Versuchungen aller Art ausgesetzt, allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass er ohne S\u00fcnde blieb. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>(Hebr\u00e4er 4,15; neue Genfer\u00fcbersetzung)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Weder Todesangst noch Leiden, schafften es, den Menschensohn von Gott zu trennen und die Beziehung von Jesus zu seinem himmlischen Vater zu zerbrechen. Wir k\u00f6nnen der Angst nicht fliehen, aber wir k\u00f6nnen es machen wie Jesus: mit aller Angst, allem Leid und Schmerz zu Gott fliehen. F\u00fcr solch schlaflose Getsemane-N\u00e4chte hat Antje Sabine Naegeli ein hilfreiches Gebet formuliert:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Nicht vor dem Schmerz fliehen,<br \/>\nsondern wissen,<br \/>\nwohin wir mit dem Schmerz fliehen k\u00f6nnen,<br \/>\ndarin liegt die Befreiung. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Der Schlaf verweigert sich mir.<br \/>\nDunkle Schatten<br \/>\nlegen sich \u00fcber die Gedanken.<br \/>\nWie der Nebel dem Boden entsteigt,<br \/>\nso steigt der Schmerz auf<br \/>\naus den Tiefen der Seele<br \/>\nund deckt alle Getrostheit zu.<br \/>\nIch bek\u00e4mpfe ihn nicht.<br \/>\nIch fliehe mit ihm zu dir,<br \/>\nmein Gott,<br \/>\nund bette mich in deine Arme.<br \/>\nGeborgen bin ich<br \/>\nan deinem Herzen. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>(Antje Sabine Naegeli)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn diese Geborgenheit sp\u00fcrbar wird, ist das wunderbar. Doch bei Jesus hat sich dieses Gef\u00fchl wohl an jenem Abend nicht eingestellt. Da blieb es beim Kampf und dem Durchringen zu seinem Ja zu Gottes Willen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lied: Bleibet hier und wachet mit mir! Wachet und betet, wachet und betet! <\/strong>(Taiz\u00e9 1984)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus bat seinen Vater im Himmel: <em>43 Vater, [\u2026] lass diesen Kelch an mir vor\u00fcbergehen. <\/em>Oder mit unseren Worten: Ich will nicht sterben! Aber dies ist noch nicht sein ganzes Gebet. Was ich ausgelassen habe beim Vorlesen ist:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Dein Wille geschehe<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch diese Bitte ist uns bekannt aus dem \u00abUnser Vater\u00bb. Wie oft sagen wir sie gedankenlos, weil uns der Wortlaut einfach so vertraut ist. Doch mit dem heutigen Bibeltext im Hinterkopf merken wir auf einmal, was es uns kosten kann zu beten: <em>Dein Wille geschehe. <\/em>Jesus kostete es das Leben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ist es denn immer Gottes Wille einfach alles widerspruchslos anzunehmen und zu ertragen? Will uns Jesus hier ein Beispiel absoluter Schicksalsergebenheit geben, ganz entsprechend dem Pop-Schlager \u00abQu\u00e9 ser\u00e1, ser\u00e1, whatever will be, will be\u00bb?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das w\u00e4re ein fatalistisches Missverst\u00e4ndnis, das weder der \u00abUnser Vater\u00bb-Bitte noch dem Todeskampf Jesu gerecht w\u00fcrde. Denn wenn es sich da einfach um eine zuf\u00e4llige, willk\u00fcrliche Macht handeln w\u00fcrde, gegen die Jesus entweder ank\u00e4mpfen oder sich ihr f\u00fcgen m\u00fcsste, w\u00e4re das wirklich blosse Schicksalsergebenheit. Aber es geht hier ja nicht um ein unpers\u00f6nliches Schicksal, sondern um die Beziehung zu einer Person, um den Willen Gottes, unseres himmlischen Vaters.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Evangelien erz\u00e4hlen uns, dass es Jesu Auftrag war und Menschen den Willen Gottes bekannt zu machen. Dazu brachte Jesus seinen eigenen Willen immer wieder mit dem von Gott in Einklang, wie wir es z.B. im Johannesevangelium lesen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ich lebe davon, dass ich Gottes Willen erf\u00fclle und sein Werk zu Ende f\u00fchre. Dazu hat er mich in diese Welt gesandt. (Joh 4,34; Hoffnung f\u00fcr alle)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Dabei kann ich <\/em><strong><em>nicht eigenm\u00e4chtig handeln<\/em><\/strong><em>, sondern ich entscheide so, wie Gott es mir sagt. [\u2026]. Denn mir geht es <\/em><strong><em>nicht<\/em><\/strong> <em>darum, meinen eigenen Willen zu tun, sondern ich erf\u00fclle den Willen Gottes, der mich gesandt hat.\u00ab (Joh 5,30; Hoffnung f\u00fcr alle)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Willenseinigung nennt die Bibel Gehorsam. Das heisst, wenn wir Gottes Willen tun, ihm gehorsam sind, dann sind sein Wille und unser Wille deckungsgleich. Wir wollen dann nicht l\u00e4nger mehr etwas anderes als Gott will, sondern wir wollen dasselbe, was Gott will. Und genau zu diesem Einklang ringt sich Jesus hier durch:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Vater, wenn du willst, lass diesen Kelch an mir vor\u00fcbergehen. Doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus ringt mit Gott und sich selbst. Er will nicht sterben, aber er kommt zur Einsicht, dass der Weg ans Kreuz der einzig gangbare ist um Gottes Willen umzusetzen, n\u00e4mlich, dass alle Menschen gerettet werden k\u00f6nnen. Gott will, dass die Trennung zwischen Mensch und Gott \u00fcberwunden wird, dass die Menschen nicht mehr l\u00e4nger nur ihrem Eigenwillen folgen und ihm davonlaufen oder gegen ihn ank\u00e4mpfen. Er will, dass wir wieder sein Wille tun k\u00f6nnen und wollen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">W\u00e4re Jesus dem menschlichen Willen gefolgt oder h\u00e4tte auf den Willen seiner J\u00fcnger geh\u00f6rt, h\u00e4tte er diesen Weg ans Kreuz bestimmt nicht gew\u00e4hlt. Doch in dieser Nacht hat er sich zu einem Ja durchgerungen: Ich will das, was Gott will! Weil ich davon ausgehe, dass dies das Beste f\u00fcr mich und die gesamte Menschheit ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aufgrund von diesem Entscheid erlebte Jesus gerade nicht, dass sich Psalm 118 bewahrheitete:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>In auswegloser Lage schrie ich zum Herrn. Da holte er mich aus der Bedr\u00e4ngnis heraus und schenkte mir wieder die Freiheit. [\u2026] Ich werde nicht sterben, sondern am Leben bleiben. (Psalm 118, 5+17)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn sogar Jesus auf eines seiner tiefsten Gebete um Rettung ein Nein von seinem himmlischen Vater erhielt, erstaunt es uns das, wenn auch wir das ab und an so erleben?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus wurde nicht vor Leid und Tod bewahrt. Aber trotzdem schenkte ihm Gott Freiheit. N\u00e4mlich die Freiheit freiwillig den Willen Gottes zu tun und so sein Auftrag hier auf Erden zu Ende zu f\u00fchren \u2013 zu Gunsten von uns, wie wir es im Hebr\u00e4er gelesen haben:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Doch jetzt, wo er durch sein Leiden das Ziel erreicht hat und alles vollbracht ist, kann er die retten, die ihm gehorsam sind; Ihm verdanken wir alle unser ewiges Heil. (Hebr\u00e4er 5,9; neue Genfer\u00fcbersetzung)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Antwort auf Jesu Gebet in dieser Nacht ist die Auferstehung nach dem Tod und nicht das bewahrt werden vor dem Tod. Dieses endg\u00fcltige Ja Gottes \u00fcber unserem Leben, die Auferstehung zum ewigen Leben durch Schmerzen, Leid und Tod hindurch, gilt auch f\u00fcr uns. Paulus gibt uns passende Worte, wie wir unser Hingabegebet an Gottes Willen formulieren k\u00f6nnten:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Sein Leiden m\u00f6chte ich mit ihm teilen und mein Leben ganz f\u00fcr Gott geben, so wie es Jesus am Kreuz getan hat. &#8211; Ich will [aber auch] die Kraft seiner Auferstehung erfahren.<br \/>\n(Phil 3,10; Hoffnung f\u00fcr alle; Reihenfolge umgestellt)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Liturgischer Hinweis: Gebet nach der Predigt<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Vater, wenn du willst, lass diesen Kelch an mir vor\u00fcbergehen. Doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe. Da erschien ihm ein Engel vom Himmel, und st\u00e4rkte ihn. (Lk 22,43)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dieser Engel liess Jesus nicht ausrichten, er m\u00fcsse den bitteren Kelch nicht austrinken oder sein Leiden werde ihm erspart. Im Gegenteil: weil ihm das Leiden nicht erspart blieb, schickte ihm Gott diesen Engel, um ihn zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dass Gott auch uns solch eine St\u00e4rkung schicken m\u00f6ge, mitten in all dem, was uns belastet, schmerzt und leiden l\u00e4sst, darum wollen wir bitten:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Schick mir keinen Engel der alle Dunkelheit bannt<br \/>\naber einen der mir ein Licht anz\u00fcndet<br \/>\nSchick mir keinen Engel der alle Antworten kennt<br \/>\naber einen der mit mir die Fragen aush\u00e4lt<br \/>\nSchick mir keinen Engel der allen Schmerz wegzaubert<br \/>\naber einen der mit mir Leiden aush\u00e4lt<br \/>\nSchick mir keinen Engel der mich \u00fcber die Schwelle tr\u00e4gt<br \/>\naber einen der in dunkler Stunde noch fl\u00fcstert<br \/>\nF\u00fcrchte dich nicht<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>(Elisabeth Bernet)<br \/>\n&#8212;<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">VDM (Verbi Divini Ministra) Barbara Pfister, CH-Bubikon<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:barbara_pfister@gmx.ch\">barbara_pfister@gmx.ch<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Barbara Pfister, geb. 1977, Pfarrerin in der ev. ref. Kirche Wetzikon (Z\u00fcrich). Diese Predigt wurde im Altersheim Wildbach und im Seniorenzentrum Oase gehalten.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D5480C30-3C1C-4B65-9185-07F356ADA09E#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Spieker Markus; Jesus eine Weltgeschichte; fontis Verlag Basel, 2020<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D5480C30-3C1C-4B65-9185-07F356ADA09E#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ebd. S. 463f<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie Jesus das Ja zu seinem Sterben fand | Gr\u00fcndonnerstag | 06.04.2023 | Lk 22,39-46| Barbara Pfister | Liturgischer Hinweis: Hinf\u00fchrung zur Predigt Passion \u2013 wir stehen kurz vor dem H\u00f6hepunkt der Leidensgeschichte Jesu. An diesem letzten Abend ist viel passiert: Jesus diente seinen J\u00fcngern, indem er ihnen die F\u00fcsse wusch. Er sprach beim Festessen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":17914,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[38,1,812,157,114,708,198,349,3,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-17913","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lukas","category-aktuelle","category-barbara-pfister","category-beitragende","category-deut","category-gruendonnerstag","category-kapitel-22-chapter-22","category-kasus","category-nt","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17913","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17913"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17913\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17916,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17913\/revisions\/17916"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17914"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17913"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17913"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17913"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=17913"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=17913"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=17913"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=17913"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}