{"id":17917,"date":"2023-04-01T12:35:30","date_gmt":"2023-04-01T10:35:30","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=17917"},"modified":"2023-04-01T12:35:30","modified_gmt":"2023-04-01T10:35:30","slug":"lukas-2239-46-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-2239-46-2\/","title":{"rendered":"Lukas 22,39-46"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Dein Wille geschehe |\u00a0Gr\u00fcndonnerstag | 06.04.2023 | Lk 22, 39-46 | Sabine Handrick |<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Heute Abend sind wir hier, um zu wachen und zu beten. Mit dem eing\u00e4ngigen Gesang im Ohr (Bleibet hier und wachet mit mir) tr\u00e4gt uns die schlichte Melodie. &#8211;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber die Gedanken wandern weiter &#8230; Ja, ich w\u00fcrde schon gern \u2013 bleiben und wachen und beten, doch&#8230; so einfach diese Bitte klingt, so schwer ist sie wohl zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wachen, wenn ich ersch\u00f6pft den Schlaf herbeisehne nach den M\u00fchen des Tages.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wachen, wenn ich den Blick abwende, weil ich nicht ertragen kann, was ich sehe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wachen, wenn ich dem Schlaf in die Arme sinken und in Traumwelten verschwinden m\u00f6chte wenigstens f\u00fcr ein paar Stunden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es geht ums Bleiben im Sinne von dabei sein, mittragen, aushalten. Nicht abhauen, sondern ausharren, nicht aufgeben, sondern es ertragen &#8211; bewusst und wach.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sehen, was ist und es Gott hinhalten!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Den Menschen, die mit Jesus auf den \u00d6lberg gehen, gelingt dies nicht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unter ihnen liegt die Stadt, die langsam zur Ruhe kommt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Rufe werden leiser.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Lichter verl\u00f6schen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das feiert\u00e4gliche Vibrieren in den Gassen verstummt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Oben auf dem H\u00fcgel mit den alten Olivenb\u00e4umen weht ein angenehmes L\u00fcftchen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die letzten Abendschimmer versinken im Westen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dunkelheit breitet sich aus.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Schutz der knorrigen B\u00e4ume liegend, haben sie die Worte Jesu im Ohr:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00abBetet, dass ihr nicht in Versuchung kommt!\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So viele Gedanken gehen ihnen durch den Kopf. Mit den aufgeregten Diskussionen sind sie lange nicht fertig, die Spannungen in der Gruppe noch l\u00e4ngst nicht ausger\u00e4umt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00abPetrus und seine M\u00e4rtyrersehnsucht \u2013 der kann einem wirklich auf die Nerven gehen.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00abDieses Positionsgerangel, wer wo sitzen darf an Gottes Festtafel \u2013 Habt ihr keine anderen Sorgen?!\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer wenigstens noch ein wenig bei Sinnen war, hatte gemerkt, dass diese Nacht tats\u00e4chlich nicht wie die anderen N\u00e4chte war. Ja, sie konnten das Pessach-Mahl miteinander halten, so wie es ihnen vertraut war. Den Frauen war es gelungen, ein Lamm zuzubereiten. Die M\u00e4nner fanden eine gastfreie Familie, wo sie miteinander feiern konnten. Das frischgebackene Brot duftete verlockend, dazu der Salat aus Bitterkr\u00e4utern und das fruchtig-s\u00fcsse Mus \u2013 alle langten beherzt zu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mitten in den angeregten Tischgespr\u00e4chen aber, gab es einen Moment, wo sie alle innehielten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sie schwiegen und schauten auf Jesus.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der hatte einen Laib Brot in der Hand und brach ihn auseinander. \u2018So wie dieses Brot gebrochen wird, so wird mein Leib gebrochen werden. Erinnert Euch daran. Bleibt zusammen, teilt und esst.\u2019<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als er schliesslich auch noch vom neuen Bund und vom vergossenen Blut sprach und der Kelch mit dem schweren Wein von Hand zu Hand ging \u2013 da war einen Moment lang das Besondere dieses Abends mit H\u00e4nden zu greifen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch kaum war die Runde mit dem Becher beendet, gingen die Diskussionen weiter, streitlustig und lautstark. Von Herr &#8211; oder Diener-Sein war die Rede und von Reiseproviant und Mantel und Schwert &#8230; bis Jesus aufstand! \u00a0&#8211; \u2018Es ist genug!\u2019 &#8211; Mit einem Schlag war der Abend zu Ende.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sie liessen die Gassen der Stadt hinter sich, durchquerten das Kidrontal, um auf den H\u00fcgel gegen\u00fcber zu steigen. Unterwegs senkte sich Schweigen auf sie. Im letzten Abendlicht gingen sie auf dem vertrauten Pfad. Oben angekommen, h\u00f6ren sie von Jesus: \u00abBetet, dass ihr nicht in Versuchung geratet!\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und sie sehen, wie er noch ein paar Schritte weiter geht. Sein helles Gewand hebt sich ab vor der Schw\u00e4rze der B\u00e4ume. Erst lehnt er sich an den knorrigen Stamm, dann sinkt er in sich zusammen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sie liegen einen Steinwurf entfernt. Sie lauschen und h\u00f6ren bald nichts mehr als die eigenen Gedanken. Ab und zu unterbricht der Ruf eines K\u00e4uzchens die Stille.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Von dieser Nacht, die anders ist als alle anderen N\u00e4chte, die uns zum wachen und beten ruft, hat der Evangelist Lukas erz\u00e4hlt. Ich habe bis hierher versucht, uns die \u00e4usseren Umst\u00e4nde vor Augen zu stellen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die inneren Prozesse aber, das angstvolle Ringen Jesu \u2013 die sehen wir nicht. Und wir k\u00f6nnen sie kaum erahnen. Jesus steht ein Weg bevor, den kein Mensch vor ihm gegangen ist. In aller unvorstellbaren Einsamkeit und Todesangst bleibt ihm als einziges das g\u00f6ttliche Du. Er verbindet sich im Gebet mit dem Vater im Himmel. Wenige Worte sind von diesem Gebet Jesu \u00fcberliefert worden: \u00abVater, wenn du willst, lass diesen Kelch an mir vor\u00fcbergehen. Doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sehr treffend hat der d\u00e4nische Gottsucher S\u00f6ren Kierkegaard \u00fcber das Beten geschrieben:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00abAls mein Gebet immer and\u00e4chtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger zu sagen. Zuletzt wurde ich ganz still. Ich wurde, was wom\u00f6glich noch ein gr\u00f6\u00dferer Gegensatz zum Reden ist, ich wurde ein H\u00f6render. Ich meinte erst, Beten sei Reden. Ich lernte aber, dass Beten nicht blo\u00df Schweigen ist, sondern H\u00f6ren. So ist es: Beten hei\u00dft nicht, sich selbst reden h\u00f6ren. Beten hei\u00dft: still werden und still sein und warten, bis der Betende Gott h\u00f6rt.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde, Jesus war ganz und gar ein H\u00f6render in jener Nacht auf dem \u00d6lberg.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich habe euch ein Lied mitgebracht, mit dem Leonhard Cohen die Worte aus Jesu Gebet aufgreift und auf sehr ber\u00fchrende Weise dem Wunsch nachsp\u00fcrt, den Willen Gottes zu h\u00f6ren. \u00a0Selbst wenn das, was auf ihn zukommt, ihn brechen wird, er h\u00e4lt an diesem DU fest.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Folter und Schmerz voraussehend, weicht er nicht aus, sondern bleibt und betet oben auf dem \u00abbroken hill\u00bb, dem gebrochenen H\u00fcgel.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In Cohens Lied wird die Liebe h\u00f6rbar, die ihn in aller Zerrissenheit tr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lauschen wir dem Lied: If it be your will. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fICsHinJNbc\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fICsHinJNbc<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ich bleibe, bis f\u00fcr mich gesprochen wird<\/em> &#8230; Jesus bleibt im Gebet und \u00fcberl\u00e4sst sich dem g\u00f6ttlichen Willen. Er weiss, die Verbindung mit Gott wird nicht abreissen. Er wartet und harrt aus und ringt mit seinem Gott, bis er h\u00f6rt, was er braucht, bis ihn ganz und gar die unendliche Liebe erf\u00fcllt, die ihn halten wird \u00fcber den Abgrund des kommenden Tages.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Den Kelch des Leidens hat er nicht gesucht, aber er nimmt ihn an und trinkt ihn bis zum letzten Tropfen. Jesus ist am Vorabend der Kreuzigung kein \u00fcberm\u00e4chtiger Held. Die Bitte, dass der Kelch an ihm vor\u00fcbergehen m\u00f6ge und sein Zittern, Blut, Schweiss und Tr\u00e4nen sind sprichw\u00f6rtlich geworden. Er ist ein Mensch \u2013 suchend, weinend, k\u00e4mpfend, von Angst \u00fcberw\u00e4ltigt. Diese Nacht auf dem \u00d6lberg zeigt uns Jesus menschlich und nahbar. Er ist auf Rufweite, nur ein paar Schritte, einen Steinwurf weit entfernt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Meine Lieben, wer mit ihm wacht und betet, hat in ihm einen Begleiter f\u00fcr das Beten in den eigenen dunklen N\u00e4chten. Lernen wir auf Gott zu h\u00f6ren, bis sich die Seele einschwingt und ganz und gar mit Gott in Resonanz ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gottes Liebe macht die Landschaft des Herzens weit und tief und grenzenlos. Wenn Gottes Wille in uns Raum greift, dann stellt sich Frieden ein, ein Frieden, dem das \u00e4ussere Chaos nichts mehr anhaben kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Leonhard Cohen bringt diese Dimension ins Spiel. Er, der in den j\u00fcdischen Texten zuhause war, der die Psalmentradition und die prophetischen Bilder kannte, nimmt den jubelnden Gesang der Berge und der Leben schenkenden Fl\u00fcsse vorweg&#8230; (Jes. 55,12) &#8211; Er l\u00e4sst die \u00fcberfliessende Liebe Gottes mit seiner sanften Melodie h\u00f6rbar werden. Mitten in der Dunkelheit erklingt ein Loblied Gottes.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dass Gebete uns st\u00e4rken, dass sie uns Kraft geben, wenn uns Anfechtung, Bedr\u00e4ngnis, Zerrissenheit, Kummer&#8230; umtreiben, das haben viele Menschen in ihren einsamen N\u00e4chten erfahren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch Dietrich Bonhoeffer war so jemand. Wenige Wochen vor seinem Tod schrieb er das Gedicht: \u00abVon guten M\u00e4chten wunderbar geborgen\u00bb&#8230; Als gesungenes Lied entfaltet es immer wieder seine tr\u00f6stende Wirkung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Meine Lieben, gehen wir bei Jesus in die Schule des Betens: Bleibet hier und wachet mit mir &#8230; ja, und \u00abBetet, dass ihr nicht in Versuchung kommt!\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Versuchung, die er hier meint, ist die sich von Gott zu l\u00f6sen; zu schlafen, wenn man wachen sollte; sich der Hoffnungslosigkeit zu \u00fcberlassen und das Vertrauen auf Gott zu verlieren; sich einzig um die eigenen W\u00fcnsche und Gedanken zu drehen, anstatt offen zu sein, f\u00fcr das was Gott von uns will.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sicherlich, es ist nicht einfach, den Willen Gottes zu erkennen. Selbst f\u00fcr Jesus bedeutete es einen schweren Weg, der ihn mehr als Blut, Schweiss und Tr\u00e4nen gekostet hat. \u00abDoch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe.\u00bb So betete er, so lehrte er uns im Unservater: <em>Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. <\/em>Erinnern wir uns daran, liebe Gemeinde, wenn wir in das Gebet Jesu einstimmen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist gut, nach dem Willen Gottes zu fragen und danach zu handeln.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ja, es gibt Krisen und schwere Zeiten, in denen wir nicht aus noch ein wissen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Leider schickt Gott uns ganz selten einen Engel, zumindest einen, der sich sehen l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch Gott ist da, auch mitten in der Not, in der Nacht, in der Krise \u2013 dicht bei uns. Selbst wenn Gott uns unh\u00f6rbar bleibt, hilft die Stille des Betens und d\u00e4mpft das Zittern und Flattern, wenn uns Angst bef\u00e4llt. Wenn Du es wagst, dich auf Gott auszurichten, wirst du Zuversicht bekommen. Es wird einen Unterschied machen und Du wei\u00dft: Ich bin nie allein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nach seinem Gebet, kehrt Jesus zu seinen schlafenden Gef\u00e4hrten zur\u00fcck und weckt er sie auf. W\u00f6rtlich steht im griechischen bei Lk. 22, 46: <em>Auferstehend betet, damit ihr nicht in<\/em><em> die Versuchung hineinlauft<\/em><em>! <\/em>\u00a0&#8211; Wenn das kein Weckruf ist!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In seinen Worten klingt bereits etwas an, was die verschlafenen J\u00fcnger wohl kaum schon verstehen. &#8211; Aber wir, wir h\u00f6ren mit, was drei Tage nach Jesu Tod geschehen wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auferstehend beten wir \u00abDein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden\u00bb.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pfarrerin Sabine Handrick<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Reformierte Kirchgemeinde D\u00fcdingen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">E-Mail: <a href=\"mailto:pfarramt@refdue.ch\">pfarramt@refdue.ch<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Teilnehmenden der Tischabendmahlsfeier Gr\u00fcndonnerstag erhalten ein Liedblatt, auf dem auch der Text von \u00abIf it be your will\u00bb auf englisch und deutsch zum Mitlesen enthalten ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Folgende Lieder geh\u00f6ren zur Liturgie:<\/p>\n<ul>\n<li>Bleibet hier und wachet mit mir, RG 294<\/li>\n<li>Manches Holz &#8211; Ilona Schmitz-Jeromin, Martina Pohl<\/li>\n<li>Aus der Tiefe rufe ich zu dir, EG 629<\/li>\n<li>Dans nos obscurit\u00e9s, RG 705<\/li>\n<li>Von guten M\u00e4chten, Durch Hohes und Tiefes 27,1-6<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dein Wille geschehe |\u00a0Gr\u00fcndonnerstag | 06.04.2023 | Lk 22, 39-46 | Sabine Handrick | Liebe Gemeinde Heute Abend sind wir hier, um zu wachen und zu beten. 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