{"id":18111,"date":"2023-05-03T08:04:42","date_gmt":"2023-05-03T06:04:42","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=18111"},"modified":"2023-05-03T08:23:20","modified_gmt":"2023-05-03T06:23:20","slug":"1-samuei-16-14-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-samuei-16-14-23\/","title":{"rendered":"1. Samuei 16, 14-23"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Durch Musik zur\u00fcck ins Leben | Kantate | 07.05.2023 | 1. Samuei 16, 14-23 | Elisabeth Tobaben |<\/span><\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">*Hinweis: Nach der Predigt finden Sie einen Kanon zum Wochenspruch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\"><em>14\u00a0Der Geist des Herrn aber wich von Saul, und ein b\u00f6ser Geist vom Herrn verst\u00f6rte ihn. 15\u00a0Da sprachen die Knechte Sauls zu ihm: Siehe, ein b\u00f6ser Geist von Gott verst\u00f6rt dich. 16\u00a0Unser Herr befehle nun seinen Knechten, die vor ihm stehen, dass sie einen Mann suchen, der auf der Harfe gut spielen kann, damit, wenn der b\u00f6se Geist Gottes \u00fcber dich kommt, er mit seiner Hand darauf spiele, und es besser mit dir werde. 17\u00a0Da sprach Saul zu seinen Knechten: Seht nach einem Mann, der des Saitenspiels kundig ist, und bringt ihn zu mir. 18\u00a0Da antwortete einer der jungen M\u00e4nner und sprach: Ich habe gesehen einen Sohn Isais, des Bethlehemiters, der ist des Saitenspiels kundig, ein tapferer Mann und t\u00fcchtig zum Kampf, verst\u00e4ndig in seinen Reden und sch\u00f6n, und der HERR ist mit ihm. 19\u00a0Da sandte Saul Boten zu Isai und lie\u00df ihm sagen: Sende deinen Sohn David zu mir, der bei den Schafen ist. 20\u00a0Da nahm Isai einen Esel und Brot und einen Schlauch Wein und ein Ziegenb\u00f6cklein und sandte es Saul durch seinen Sohn David. 21\u00a0So kam David zu Saul und diente ihm. Und Saul gewann ihn sehr lieb, und er wurde sein Waffentr\u00e4ger. 22\u00a0Und Saul sandte zu Isai und lie\u00df ihm sagen: Lass David mir dienen, denn er hat Gnade gefunden vor meinen Augen. 23\u00a0Wenn nun der Geist Gottes \u00fcber Saul kam, nahm David die Harfe und spielte darauf mit seiner Hand. So erquickte sich Saul, und es ward besser mit ihm, und der b\u00f6se Geist wich von ihm. (1. Samuel 16, 14-23)<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Liebe Gemeinde!<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Eine spannende Episode aus der Geschichte Israels und seiner K\u00f6nige!<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Bisher hatten Propheten die Geschicke des Landes bestimmt. Aus direkter Verbindung mit Gott hatten sie das Volk geleitet und beraten, die g\u00f6ttliche Weisung weitergereicht, \u201esie hatten gerichtet\u201c sagte man damals.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Samuel ist einer von ihnen, er spielt im Leben der ersten K\u00f6nige Israels eine wichtige, kaum zu \u00fcbersch\u00e4tzende Rolle.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Wir stehen hier an einer Umbruchstelle, die Leute waren \u201eauf die Stra\u00dfe gegangen\u201c, wollten ihre Interessen durchsetzen: Sie wollen auch einen K\u00f6nig, so wie die anderen L\u00e4nder um sie herum. Samuel war alt geworden, und seine S\u00f6hne kommen als Propheten-Nachfolger nicht in Frage, sie haben andere Interessen und Berufe und scheinen wohl auch ungeeignet gewesen zu sein.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Alle Warnungen werden in den Wind geschlagen, das Volk will einen K\u00f6nig, auch wenn das hohe Abgaben bedeuten w\u00fcrde, eine F\u00fclle von Dienstleistungen f\u00fcr das K\u00f6nigshaus, auch durch Knechte, M\u00e4gde, T\u00f6chter und S\u00f6hne,<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">auch wenn sie aus all diesen Verpflichtungen nicht wieder herausk\u00e4men, wenn der K\u00f6nig erstmal da ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Und so wird Saul der erste K\u00f6nig Israels. Er soll ein sch\u00f6ner und gro\u00dfer junger Mann gewesen sein, einen ganzen Kopf gr\u00f6\u00dfer als alle anderen.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Die Bibel erz\u00e4hlt von einer unspektakul\u00e4ren, nahezu geheimen Salbungsaktion, ganz anders, als wir es von den feierlichen Kr\u00f6nungszeremonien unserer europ\u00e4ischen K\u00f6niginnen und K\u00f6nige kennen.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Saul sucht nach den verlorengegangenen Eselinnen seines Vaters, und weil die Suche erfolglos bleibt, wendet er sich hilfesuchend an Samuel. Der verspricht auch Unterst\u00fctzung, l\u00e4dt aber erstmal Saul und seinen Knecht zu einem Festessen ein.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">\u201eAls die Morgenr\u00f6te aufging\u201c hei\u00dft es (Kap.9, 26) begleitete der Prophet Saul vor die Stadt, teilte ihm kurz mit, dass Gott ihn, Saul, aus dem winzigen und in den Augen der anderen so wichtigen Volk der Benjameniter, zum K\u00f6nig vorgesehen habe. Dann nimmt er ein F\u00fcllhorn voll \u00d6l, gie\u00dft es Saul \u00fcber den Kopf und salbt ihn damit zum K\u00f6nig. Keine Feierlichkeiten, keine Kr\u00f6nungszeremonie, aber auch keine Chance zum Widerspruch. Saul wird noch nicht einmal gefragt, ob er \u00fcberhaupt K\u00f6nig werden m\u00f6chte!<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Samuel teilt ihm noch mit, dass ihm nun die schwierige Aufgabe \u00fcbertragen werde, das bedrohliche, aggressive Nachbarvolk der Philister in Schach zu halten.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Saul macht eine gro\u00dfartige milit\u00e4rische Karriere, gewinnt eine Schlacht nach der anderen.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Doch schlie\u00dflich f\u00e4llt Saul in Ungnade \u2013 f\u00fcr heutiges Verst\u00e4ndnis mit einer fragw\u00fcrdigen Begr\u00fcndung: Er hat die Amalekiter verschont. Gut, das Beste aus der Kriegsbeute haben er und seine Soldaten offenbar auch noch f\u00fcr sich behalten\u2026<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Jedenfalls kommt nach der Verwerfung Sauls wieder Samuel ins Spiel, immer noch Prophet, immer noch Vertrauter Gottes, und wieder K\u00f6nigsmacher.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Diesmal: f\u00fcr David.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Samuel wird nach Bethlehem geschickt, und dort kommen nacheinander sieben Br\u00fcder der Familie Isai zu ihm, einer stattlicher als der andere. Und doch ist keiner von ihnen der Richtige! Der j\u00fcngste, kleinste und unerfahrenste Bruder muss erst noch von der Weide geholt werden, keiner hat daran gedacht, dass er \u00fcberhaupt in Frage kommen k\u00f6nnte f\u00fcr irgendeine besondere Rolle!<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Der Kommentar des Propheten: \u201eEin Mensch sieht, was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz an\u201c. Jugendliche suchen sich den Vers gern als Konfirmationsspruch aus. Gerade in diesem manchmal ganz sch\u00f6n schwierigen Alter verstehen sie gut: Gott kennt auch meine F\u00e4higkeiten, Eigenschaften, Begabungen, auch wenn andere sie erstmal \u00fcbersehen oder mich ganz falsch einsch\u00e4tzen.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Und wieder wird es auch bei David eine K\u00f6nigssalbung im Verborgenen. Nur die engste Familie ist dabei, und David geht anschlie\u00dfend offenbar einfach zur\u00fcck zu den Schafen und Ziegen. Er darf in Ruhe erwachsen werden, bis er dem Amt gewachsen ist. Eigentlich. Denn der amtierende K\u00f6nig Saul wird krank. Mit hoher Wahrscheinlichkeit leidet er an Depressionen, phasenweise geht es ihm sehr schlecht.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Es kann sich wirklich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, wer solche Berater hat wie Saul! Sie erkennen den Zustand ihres Chefs, und sie wagen auch, ihn darauf anzusprechen, und einer von ihnen hat sogar eine Idee, was helfen k\u00f6nnte: Musiktherapie!<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Jetzt kann man interessante \u00dcberlegungen anstellen:<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Wie kommt der Knecht zu diesem Vorschlag? Wusste er vielleicht, dass es sich bei David um den Kronprinzen handelte? Und wollte er deswegen vielleicht, dass David m\u00f6glichst fr\u00fch mit dem K\u00f6nigshaus in Ber\u00fchrung k\u00e4me? Zur Ausbildung sozusagen?<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Und warum schl\u00e4gt er Musik als Heilmittel vor? Hat er eigene Erfahrungen gemacht? Hat er David schon spielen geh\u00f6rt und fand die Harfenkl\u00e4nge einfach sch\u00f6n? Oder hat er selbst Trost gefunden in der Musik, im H\u00f6ren oder Spielen, oder es bei anderen miterlebt?<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">David hat die Zwischenzeit offenbar gut genutzt und ein Instrument gelernt. Interessant, dass es nicht die Fl\u00f6te ist, die viele Hirtenjungen spielten, als Orientierung f\u00fcr die Tiere. Den zarteren T\u00f6nen einer Harfe kann es vielleicht eher gelingen, einen Menschen in tiefer Dunkelheit vorsichtig zu erreichen, ohne ihn zu erschrecken.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Wenn der alte Text von einem \u201eb\u00f6sen Geist Gottes\u201c spricht, ist das ein Versuch, zu beschreiben, was in Saul vorgeht. Wahrscheinlich sieht er keinen Sinn mehr in seinem Leben, kann sich zu nichts aufraffen, alles ist ihm zu viel.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Und David spielt, und spielt, und spielt. Stunde um Stunde, manchmal die halbe Nacht. Leise zuerst, vorsichtig, er horcht darauf, wie es seinem Patienten geht. Weint er? Spricht oder st\u00f6hnt er? Liegt er v\u00f6llig apathisch da?<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Als David h\u00f6rt, dass die Atemz\u00fcge des K\u00f6nigs ruhiger werden, f\u00e4ngt er leise an zu singen. Er ist ja auch Liedermacher, viele Psalmen sollen aus seiner Feder stammen. Und jetzt fallen ihm fast von selbst seine eigenen Texte ein:<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">\u201eDer Herr ist mein Hirte \u2026\u201c (Psalm 23) singt David, und er wiederholt es, einmal und noch einmal, \u201eDer Herr ist mein Hirte\u201c, bis er selbst die beruhigende Wirkung seines Liedes sp\u00fcrt. Er wei\u00df: Im Licht der aufgehenden Sonne wird manches schon wieder leichter aussehen. David ist m\u00fcde, er merkt, dass Teile der dunklen Gedanken Sauls sich jetzt in ihm selbst wiederfinden. \u201eIch bin ausgegossen wie Wasser\u201c dichtet er. (Psalm 22)<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Seine Gedanken gehen in die Zukunft. Wie wird es sein, wenn er selbst erstmal K\u00f6nig von Israel ist? Zweifel schleichen sich ein. Kann ich das \u00fcberhaupt? Was hat Gott sich blo\u00df dabei gedacht, mir ein solches Amt zuzumuten?\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Sein gro\u00dfer Vorteil: Er spielt ein Instrument! Und er hat gelernt, mit T\u00f6nen, Kl\u00e4ngen, Liedern seine Gef\u00fchle auszudr\u00fccken. Er kann Abstand vom Alltag gewinnen, wenn er die Harfe in die Hand nimmt und singt.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Auch Martin Luther war \u00fcbrigens \u00fcberzeugt von der therapeutischen Wirkung der Musik. Das geht aus einem Brief an den jungen Kirchenmusikerkollegen Matthias Weller hervor, von dem er geh\u00f6rt hat, dass er an der \u201eAnfechtung der Traurigkeit\u201c leide und dem er schreibt:<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\"><em>\u201eWenn ihr traurig seid, und es will \u00fcberhand nehmen, so sprecht: \u201eAuf, ich muss meinem Herrn Christus ein Lied machen&#8230;denn die Schrift lehrt mich, er h\u00f6re gern fr\u00f6hlichen Gesang und Saitenspiel\u201c. Und greifet frisch in die Tasten und singet drein, bis die Gedanken vergehen&#8230; und kommt der Teufel und gibt euch eure Sorgen oder Gedanken ein, so wehrt euch sprecht: \u201eAus, Teufel, ich muss jetzt meinem Herrn Christus singen und spielen&#8230;\u201c<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Nun hat der heutige Sonntag die Musik schon im Namen: Cantate! \u201eSingt dem Herrn ein neues Lied\u201c, sagt der Wochenspruch.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Ich glaube, dass Singen ein Beitrag zum Frieden in der Welt ist. Menschen, die singen, schlagen nicht zu und sie schie\u00dfen auch nicht. Also: \u201eSinget dem Herrn ein neues Lied\u201c!<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">\u00dcbrigens: Auch ein altes Lied wird ein neues Lied, wenn du es singst, weil es dann zu deinem Lied wird. Manches Mal, wenn wir eins unserer alten Kirchenlieder anstimmen, das uns besonders vertraut ist \u2013 dann stellt sich ein besonderes Gef\u00fchl ein. Und noch einmal mehr nach der Coronazeit, in der wir in den Gottesdiensten nicht singen durften. Lieder k\u00f6nnen eine Stimmung zur\u00fcckholen, aus anderen Situationen, in denen wir es gesungen haben, neue wie alte Lieder. Das ist wie bei einer Erkennungsmelodie, dem Jingle bei einer Radio- oder Fernsehsendung.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Und dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Melodie und Text eine Hoffnung transportieren aus alter Zeit hinein in unsere, und wir finden uns darin wieder. Wir beginnen singend die Hoffnung zu teilen und stehen zugleich in der langen Kette aller, die das Lied gesungen haben, seit es entstanden ist, die sich so ihrer Hoffnung vergewissert haben.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Wir wissen: so wie sie es in ihren Liedern beschreiben, haben Menschen Gottes Wirken an sich selbst und in unserer Welt erfahren. Indem wir diese Lieder singen, teilen wir ein St\u00fcck ihrer Geschichte, stellen uns hinein in ihre Erfahrung, leihen uns quasi ihre Worte und T\u00f6ne aus; in der Hoffnung, auch f\u00fcr das eigene Erleben eine Deutung und Hoffnung f\u00fcr die Zukunft zu finden.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Das st\u00e4rkt und vertieft die Zusammengeh\u00f6rigkeit untereinander. In manchen Augenblicken erleben wir das in unseren Kirchen dann am st\u00e4rksten, wenn viele gemeinsam mit Mut singen, wenn sich die Zaghaften anstecken lassen von denen, die sich trauen, ihre Stimme zu erheben und sich die Kirche mit unserem Gesang f\u00fcllt. Dann tragen unsere Stimmen das Lied und wir werden getragen von unserm Lied.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Dann gewinnt unser Gotteslob an Kraft, so wie damals, als David mit seiner Musik und seinem Lied Trost und Zuversicht in Saul wecken konnte.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">\u00a0\u201eIch m\u00f6chte wie Orpheus singen, dem es einst gelang, Felsen selbst zum Weinen bringen durch seinen Gesang\u201c, singt Reinhard Mey. An Felsen m\u00fcssen wir uns gar nicht versuchen. Aber im Singen k\u00f6nnen wir dazu beitragen, dass Hoffnung und Gottvertrauen wachsen, bei uns selbst und anderen, dass Menschen zuversichtlicher werden \u2013 wie Saul \u2013 und zur\u00fcckfinden in ein neues Leben.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\">Amen.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<h3 style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\"><a href=\"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Wochenspruchkanons-Jubilate-und-Kantate.pdf\">Wochenspruchkanon Jubilate und Kantate<\/a><\/span><\/h3>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #333333;\"><strong>Elisabeth Tobaben, Pastorin i.R., Juist<\/strong><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch Musik zur\u00fcck ins Leben | Kantate | 07.05.2023 | 1. Samuei 16, 14-23 | Elisabeth Tobaben | *Hinweis: Nach der Predigt finden Sie einen Kanon zum Wochenspruch. 14\u00a0Der Geist des Herrn aber wich von Saul, und ein b\u00f6ser Geist vom Herrn verst\u00f6rte ihn. 15\u00a0Da sprachen die Knechte Sauls zu ihm: Siehe, ein b\u00f6ser Geist [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":18112,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,1,2,157,853,114,847,357,1058,349,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-18111","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-1-samuel","category-aktuelle","category-at","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-elisabeth-tobaben","category-kantate","category-kapitel-16-chapter-16-1-samuel","category-kasus","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18111","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18111"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18111\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18116,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18111\/revisions\/18116"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18112"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18111"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18111"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18111"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=18111"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=18111"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=18111"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=18111"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}