{"id":18429,"date":"2023-07-11T18:17:52","date_gmt":"2023-07-11T16:17:52","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=18429"},"modified":"2023-07-11T18:17:52","modified_gmt":"2023-07-11T16:17:52","slug":"jesaja-431-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jesaja-431-7\/","title":{"rendered":"Jesaja 43,1-7"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Wer aufbricht, der kann hoffen | 6. So. n. Trinitatis| 16.07.2023| Jes 43,1-7 | Manfred Mielke |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn Gott uns auffordert: \u201eF\u00fcrchtet euch nicht!\u201c \u2013 ist damit schon alles gesagt? Und wenn Jesus uns zuruft: \u201eF\u00fcrchte dich nicht!\u201c \u2013 liegt dann alles weitere in seiner Hand? Wie geht das: sich nicht weiter f\u00fcrchten? Bei der Beendigung tiefer \u00c4ngste will uns Gott beteiligen und gibt uns dazu seine Zusagen: \u201eIch habe dich erl\u00f6st; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!\u201c So hilft uns Gott grunds\u00e4tzlich und in Krisen, so st\u00e4rkt er unseren Glauben. So ermutigt er uns auch zu neuen Sichtweisen unserer Probleme, so wie damals, als er es den Israeliten versprach. Beim Propheten Jesaja beginnt Gott neu, mit der Angst Schluss zu machen. Er hatte bis dahin sich sowohl das Eigenlob ihrer Wohlfahrt angeh\u00f6rt als auch ihre Klagelieder \u00fcber ihren Glaubensverlust (im Kap 42). Nun, am Ende der Babylonischen Gefangenschaft, gibt er ihnen eine neue Zuversicht. Dazu stellt er sich als der alleinige Sch\u00f6pfergott vor &#8211; f\u00fcr den Kosmos global und f\u00fcr sein Israelvolk im speziellen. Dabei beschreibt er sich selbst so, dass seine Absichten klarwerden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zuerst bezeichnet er sich als Angstl\u00f6ser und sagt: \u201eF\u00fcrchte dich nicht, denn ich habe dich erl\u00f6st; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!\u201c Dazu f\u00fcgt er Beispiele an, wie er in Katastrophen retten wird. Zum zweiten wird er als Befreier vorstellig und sagt: \u201eIch bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland!\u201c Dazu erinnert er an seine bisherigen Taten. Abschlie\u00dfend stellt er sich als Ermutiger vor und sagt: \u201eSo f\u00fcrchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir!\u201c und bezieht Menschen aus allen Himmelsrichtungen mit ein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als Angstl\u00f6ser, als Befreier und als Ermutiger stellt sich Gott hinein in sein wankelm\u00fctiges Volk. Es ist irritiert durch das unerwartete Ende der Babylonischen Gefangenschaft. Was Gott dazu durch den Propheten Jesaja ausrichten l\u00e4sst, ist eine Einladung auch an uns. Wir stecken in einer \u00e4hnlich komplexen Lage und k\u00f6nnen \u00fcber den Zeitensprung hinweg mit seinem Israelvolk lernen, Gott an uns ranzulassen und ihn in unseren Wagemut reinzulassen. Er versichert uns: \u201eIch habe dich erl\u00f6st, der Weg ist frei!\u201c &#8211; Da schweigen Angst und Klage, nichts gilt mehr als sein Ruf. (Jochen Klepper)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch zuerst erz\u00e4hle ich eine lange zur\u00fcckliegende Episode. Ein ungarischer Pfarrer bittet mich um eine Gastpredigt in seiner Dorfkirche. Er ist blind und findet es hilfreich, dass ich \u00fcber einen ihm gut bekannten Vers predigen werde. Doch als ich das \u201eDu bist mein!\u201c \u00fcbersetze mit: \u201eDu bist ein Du f\u00fcr mich!\u201c wird seine \u00dcbersetzung \u00fcberlang und fr\u00f6hlich. Im Nachgespr\u00e4ch sagt er, dass ihm das \u201eDu bist mein\u201c viel zu besitzergreifend ist, und er unter der sozialistischen Bevormundung sehr gelitten hat. Gottes \u201eDu bist ein Du f\u00fcr mich!\u201c beschreibe seinen Glauben viel besser.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn wir ein \u201eDu\u201c f\u00fcr Gott sein d\u00fcrfen, dann hat unsere Emanzipation bereits begonnen. Dann entdecken wir, dass sein \u201eF\u00fcrchte dich nicht!\u201c nicht wie ein versteinertes 11. Gebot daherkommt, sondern als Mut von Anfang an. Jeder von uns, wie auch das Gottesvolk, wurde herausgehoben aus dem Tohu-wa-Bohu. Indem Gott etwas erschafft, erl\u00f6st er es aus dem Nichts und der Angst. Weil er uns beim Namen nennt, haben wir in seinem Namen W\u00fcrde und Weitsicht, Leidenschaft und Lebenslust. Es ist wie das Geschenk einer neuen Vergangenheit, eine Vergewisserung unserer Herkunft. Bevor uns Gott Zukunft und Mut anvertraut, beruft er uns ins Leben und stellt uns aufrecht. \u201eF\u00fcrchte dich nicht, denn ich habe dich erl\u00f6st; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; Du bist ein Du f\u00fcr mich!\u201c So sprechen wir es uns zu bei der Taufe eines Kleinkindes, aber auch zu Freunden in einer Midlife-Krise und zu Singles nach dem Verlust eines geliebten Menschen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch Jesaja betreibt nur nebenbei eine individuelle Seelsorge. Gottes Zielgruppe sind seine ver\u00e4ngstigten Israeliten bei ihrer Freilassung aus der Gefangenschaft Babyloniens. Dort waren sie nur geduldet, hatten sich aber komfortabel eingerichtet. Nun macht ihnen der W\u00fcstentreck, der vor ihnen liegt, m\u00e4chtig Angst. Seine Aufforderung: \u201eF\u00fcrchtet euch nicht!\u201c prallt auf ihr Z\u00f6gern vor einem weiteren Exodus, damals aus \u00c4gypten, nun aus Babylon. Aber wohin? Der Glaube ihrer M\u00fctter und V\u00e4ter war gest\u00fctzt durch Gottes Pr\u00e4senz im Tempel, der David-Dynastie und dem Gelobten Land. Aber diese 3 St\u00fctzen sind zerst\u00f6rt. Sollen sie mit diesem angezweifelten Gott irgendeine Zukunft riskieren?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Daraufhin veranschaulicht er, wie er als Angstl\u00f6ser mitgehen wird: \u201eWenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Str\u00f6me nicht ers\u00e4ufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In seiner zweiten Ank\u00fcndigung stellt sich Gott als Befreier vor und sagt: \u201eIch bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland!\u201c und erinnert anschlie\u00dfend an seine bisherigen Taten: \u201eIch habe \u00c4gypten f\u00fcr dich als L\u00f6segeld gegeben, Kusch und Seba an deiner statt, weil du in meinen Augen so wertgeachtet und auch herrlich bist und weil ich dich liebhabe. Ich gebe Menschen an deiner statt und V\u00f6lker f\u00fcr dein Leben!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eHeiland\u201c, so hat Luther die Selbstbezeichnung Gottes \u00fcbersetzt. Hier ist aber etwas Spezielles gemeint. Es geht um einen F\u00fcrsten, der die geforderte Abl\u00f6sesumme zahlt, um seine inhaftierten Volksgenossen heimholen zu k\u00f6nnen. Wir h\u00f6ren heute von dem hin-und-her-Austausch von Gefangenen, zB von einer Basketballerin gegen einen Waffenh\u00e4ndler, oder wir h\u00f6ren von einem Wasser-Ingenieur aus Bad Honnef (1). J\u00f6rg Lange war in Niger \u00fcber 4 Jahre von Islamisten als Geisel verschleppt worden, bis ihn das Ausw\u00e4rtige Amt ausl\u00f6sen konnte &#8211; vermutlich gegen eine hohe Abl\u00f6sesumme.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bei Jesaja ist Gott \u201eHeiland\u201c im Sinne eines \u201eAusl\u00f6ser von Verschleppten\u201c; dazu umschreibt er, wieviel er f\u00fcr ihre Freilassung hergegeben hat. Noch singen sie ihre Klagelieder an den Wassern Babylons, da nimmt er sie mit auf eine Traumreise den Nil aufw\u00e4rts, damit sie sich mit ihm auf den Weg machen &#8211; wenigstens bis Pal\u00e4stina.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Verliebte Menschen versprechen sich noch viel mehr. Unsere Nachbarn feierten ihre Silberhochzeit als Gartenparty. Zu Beginn sangen alle G\u00e4ste inbr\u00fcnstig: \u201eEinen Stern, der deinen Namen tr\u00e4gt hoch am Himmelszelt, den schenk ich dir heut Nacht!\u201c (2) Doch vermutlich hei\u00dft es dann beim ersten K\u00e4lteeinbruch: \u201eHol mir keine Sterne vom Himmel, hol uns die Kohlen aus dem Keller!\u201c (3) Treueschw\u00fcre und Liebesschw\u00fcre haben oft \u00fcberh\u00f6hte Bilder, aber dann kommt es auf die Praxis an. Wenn Gott dich aus einer bedrohlichen Krise herausf\u00fchrt, gibt er dir auch den Mut f\u00fcr die n\u00e4chste Durststrecke. Auch bei dem Exodus, der noch vor dir liegt, versorgt er dich mit Trinkwasser der Marke \u201eFelsquell\u201c, mit Himmelsbrot der Marke \u201eManna\u201c und mit Lebenskraft der Marke \u201eOstermorgen\u201c. Vertraue ihm beim n\u00e4chsten Schritt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bei \u201e\u00c4gypten, Seba und Kusch\u201c ging es Gott also nicht um deren Bodensch\u00e4tze, um sie zu Bargeld zu machen, sondern um ein \u00fcbergro\u00dfes Vergleichsbild f\u00fcr die Wertsch\u00e4tzung seines Volkes. Seine Liebe ist \u00fcberirdisch und bodenst\u00e4ndig zugleich. Er will seine Treue zu seinem Volk \u00fcbersch\u00e4umend und kleinschrittig beweisen. Dazu spricht er es mit einem vertrauten DU an, das kommt wohltuend an.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Abschlie\u00dfend stellt sich Gott den Verzagten als Ermutiger vor und sagt: \u201eSo f\u00fcrchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir!\u201c Im gleichen Atemzug \u00f6ffnet er diese Zusage f\u00fcr Menschen aus allen Himmelsrichtungen. \u201eIch will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln, ich will sagen zum Norden: Gib her!, und zum S\u00fcden: Halte nicht zur\u00fcck! Bring her meine S\u00f6hne von ferne und meine T\u00f6chter vom Ende der Erde, alle, die mit meinem Namen genannt sind, die ich zu meiner Ehre geschaffen und zubereitet und gemacht habe!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dazu lohnt sich ein Blick auf die Landkarte der Antike, auf S\u00fcd und Nord, auf Ost und West. In Babylon hockten die Verschleppten, rund um Jerusalem gab es eine kleine Community, im Nildelta eine gro\u00dfe Auswanderergemeinde und auch einen Au\u00dfenposten an der Grenze zum Sudan (4). Und nun prophezeit Gott denen in Babylon: \u201eIhr seid nicht die einzigen, die ich zur\u00fcckf\u00fchre, ich werde alle wieder zusammenbringen. Alle, die meinen Namen verehren und alle, die ihn neu h\u00f6ren werden!\u201c Gott plant das in friedlicher Absicht. Das sch\u00e4rft unseren Blick auf die aktuelle Situation. Auf die Siedlungspolitik der Regierung Netanjahu und ebenso auf die Methoden, mit denen wir als Deutsche uns mit unserer Leitkultur behaupten wollen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn Gott uns gemeinsam auffordert: \u201eF\u00fcrchtet euch nicht!\u201c \u2013 dann ist seine Initiative als Heiland bei uns angekommen. Und wenn Jesus Dir und mir zuruft: \u201eF\u00fcrchte dich nicht!\u201c \u2013 dann hat er uns nicht g\u00e4nzlich furchtlos gemacht, aber neuen Mut anvertraut. Damit schenkt er uns eine neue Seelenlage, ein neues K\u00f6rpergef\u00fchl, eine erl\u00f6ste Zuversicht und die Verantwortung daf\u00fcr, dass unser Draufg\u00e4ngertum nicht andere \u00e4ngstigt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott pr\u00e4sentiert sich uns als Angstl\u00f6ser, als Befreier und als Mutmacher. Deswegen brauchen wir unsere Eigensicherung nicht gottlos \u00fcbertreiben und sollten unsere Glaubens\u00e4ngste nicht untersch\u00e4tzen. Singen wir lieber uns gegenseitig neuen Mut zu, \u00e4hnlich wie es Jesaja tat: \u201eVertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt, er selbst kommt uns entgegen, die Zukunft ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen, in Zeit und Ewigkeit, die Tore stehen offen, das Land ist hell und weit.\u201c Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(1) J\u00f6rg Lange war Landesdirektor der Hilfsorganisation \u201eHELP\u201c, bevor er 2018 in Niger verschleppt wurde. Auf die Frage: Was gab ihnen Halt? antwortete er: Ich las t\u00e4glich in der Bibel. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich die Zeit ohne Bibel \u00fcberstanden h\u00e4tte. (Der Spiegel; Nr 27 vom 1.7.2023, S. 86)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(2) \u201eEinen Stern\u201c; Nikolaus Presnik und <a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?rlz=1C1CHBF_deDE873DE873&amp;q=DJ+%C3%96tzi&amp;stick=H4sIAAAAAAAAAOPgE-LVT9c3NEwyqzAtK8y2UOLSz9U3MM4yyjEz11LKTrbSzy0tzkzWL0pNzi9KycxLj0_OKS0uSS2ySiwqySwuWcTK4eKlcHhaSVXmDlbGXexMHIwAPuYG9lQAAAA&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjblqmwn_r_AhVCg_0HHUSGAREQmxMoAHoECAwQAg\">DJ \u00d6tzi<\/a>; Sternstunden, 2007<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(3) Heinz Erhardt: &#8222;Ich hol\u2019 vom Himmel dir die Sterne&#8220;, so schw\u00f6ren wir den Frauen gerne. Doch nur am Anfang! Sp\u00e4ter holen wir nicht mal aus dem Keller Kohlen.\u201c siehe homepage \u201eheinz-erhardt.de\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(4) Elephantine auf einer Insel im 1. Katarakt<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lieder:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Durch die Welt ergeht ein Wort<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir haben Gottes Spuren festgestellt<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Erde ist des Herrn<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vertraut den neuen Wegen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An dunklen, kalten Tagen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn das Rote Meer gr\u00fcne Welle hat<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcrbitte:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du unser Gott, wir rufen dich an als den Sch\u00f6pfer der Welt, als den Heiligen Israels und als Christus-Heiland unseres Glaubens. &#8211; Du hast f\u00fcr dein Volk die Sklaverei \u00c4gyptens und die Gefangenschaft Babylons beendet. Der Friede Christi gelte auch f\u00fcr unsre Gegenwart und die gemeinsame Zukunft. Du Gott, der Du die Geschicke der V\u00f6lker lenkst: <em>Wir bitten dich, erh\u00f6re uns.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir sp\u00fcren viele Bef\u00fcrchtungen um uns herum und in uns selbst. Erl\u00f6se uns von der Verzagtheit, st\u00e4rke unsre Gedanken und Absichten. Du Gott unserer Herzen und Gef\u00fchle: <em>Wir bitten dich, erh\u00f6re uns.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du unser Gott, der du in aller Not und Verfolgung nahe bist, dich wollen wir bitten f\u00fcr alle, die verzweifelt sind, weil sie ihr gewohntes und geliebtes Umfeld verlassen m\u00fcssen, weil sie den Boden unter den F\u00fc\u00dfen verlieren, dass sie deine Liebe sp\u00fcren. Du Gott, der Heimat schenkt: <em>Wir bitten dich, erh\u00f6re uns. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr alle, die Angst haben vor dem Fremden, dass sie sich ihres eigenen Fremdseins bewusstwerden. Du Gott, der Erkenntnis schenkt: <em>Wir bitten dich, erh\u00f6re uns. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr alle, die Kriege beginnen oder verursachen: dass sie die Tragweite ihres Handelns erkennen und den Mut zur Beendigung finden. Du Gott, der Frieden schenkt: <em>Wir bitten dich, erh\u00f6re uns. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr alle, die sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft machen, st\u00e4rke und versorge sie und gib ihnen gute Pfadfinder zur Seite. Du Gott, der du Weg, Freiheit und Leben bist: <em>Wir bitten dich, erh\u00f6re uns. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Erforsche uns, Gott, und erkenne unser Herz; pr\u00fcfe uns und erkenne, wie wir es meinen. Und schaue hin, wo wir zuviel oder zuwenig Furcht haben. Dein Wille geschehe in uns sowie im Himmel und auf Erden. Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(vgl: Misereor: Bausteine f\u00fcr einen Gottesdienst zum Weltfl\u00fcchtlingstag 20.06.2023)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manfred Mielke, Pfarrer der EKiR im Ruhestand, geb 1953, verheiratet, 2 S\u00f6hne. Sozialisation im Ruhrgebiet und in Freikirchen. Studium in Wuppertal und Bonn (auch Soziologie). Mitarbeit bei Christival und Kirchentagen. Partnerschaftsprojekte in Ungarn (1988- 2011) und Ruanda (2001-2019). Musiker und Arrangeur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer aufbricht, der kann hoffen | 6. So. n. Trinitatis| 16.07.2023| Jes 43,1-7 | Manfred Mielke | Liebe Gemeinde, Wenn Gott uns auffordert: \u201eF\u00fcrchtet euch nicht!\u201c \u2013 ist damit schon alles gesagt? Und wenn Jesus uns zuruft: \u201eF\u00fcrchte dich nicht!\u201c \u2013 liegt dann alles weitere in seiner Hand? Wie geht das: sich nicht weiter f\u00fcrchten? 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