{"id":18590,"date":"2023-07-25T08:04:36","date_gmt":"2023-07-25T06:04:36","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=18590"},"modified":"2023-07-25T14:32:15","modified_gmt":"2023-07-25T12:32:15","slug":"matthaeus-513-16-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-513-16-4\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 5,13-16"},"content":{"rendered":"<h3>Was ist Gl\u00fcck? |\u00a08. So. n. Trinitatis |\u00a030.7.2023\u00a0| Mt 5,13-16 | Udo Schmitt\u00a0|<\/h3>\n<p><em>13\u00a0Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt[3], womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr n\u00fctze, als dass man es wegsch\u00fcttet und l\u00e4sst es von den Leuten zertreten. 14\u00a0Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15\u00a0Man z\u00fcndet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. 16\u00a0So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was ist Gl\u00fcck? Gl\u00fccklich sind nicht die Armen, die nichts haben. Gl\u00fccklich sind nicht die Reichen, die viel haben. Sondern die Barmherzigen. Sagt Jesus. Es kommt nicht darauf an, was du hast.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gl\u00fccklich sind nicht die, die nichts wissen. Gl\u00fccklich sind nicht die, die viel wissen. Sondern die sich vor Gott geistlich arm wissen, bescheiden bleiben, sanftm\u00fctig sind, dem\u00fctig denken und danach handeln. Sagt Jesus. Es kommt nicht darauf an, was du im Kopf hast. Sondern im Herzen. Die das beherzigen, was Jesus sagt. Die Barmherzigen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber was ist mit uns?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir wollen ja. Aber was ist mit uns, wenn wir nichts k\u00f6nnen. Nichts mehr wissen. Und den Rest vergessen? Wenn dir die Dunkelheit duster droht, mit Nichtsein und Vergessen? Was k\u00f6nnen wir dann noch tun, wenn wir nichts mehr tun k\u00f6nnen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sein. Sagt Jesus. Denn ihr seid ja schon was: das Salz der Erde. Ihr gebt dieser Welt den n\u00f6tigen Pfiff, den rechten und echten Geschmack \u2013 nach Ewigkeit. Einfach, indem ihr da seid und da bleibt. Und dabei bleibt, dass Gott diese Welt liebt \u2013 und nicht verloren gibt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein Christ, der nicht mehr glaubt \u2013 an die Rettung \u2013, ist rettungslos verloren. Sinnlos wie Salz, das nicht mehr salzt. Eine Christin, die nicht mehr hofft \u2013 auf Erl\u00f6sung \u2013 ist wie ein L\u00e4cheln ohne Z\u00e4hne, eine Frisur ohne Haare, ein Spaziergang ohne Beine, eine Melodie ohne T\u00f6ne. Ein Ding der Unm\u00f6glichkeit. Als wollte man einem Frosch die Locken drehen. Geht gar nicht. Das will Jesus sagen, wenn er vom Salz spricht, das nicht mehr salzt. Salz salzt immer. Oder es ist nicht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt. Die Stadt, die auf dem Berg steht. Sie kann nicht verborgen bleiben. Das spricht Jesus zu uns. Er spricht es uns zu. Ihr schmeckt nach mehr. Nach mir. Nach Ewigkeit. Ihr seid das Licht. Ihr habt es von mir. Und durch euch hindurch scheint es in die Welt hinein. Wie am fr\u00fchen Morgen hier durchs Kirchenfenster.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber wie?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was kann denn ich schon tun? Ich dummes Ding, ich tr\u00fcbe Tasse? Ich kann doch nichts tun! Ja. Tue nichts. Sei ganz still und lieg einfach da wie eine Pf\u00fctze nach dem Regen. Und gib wieder, das Licht der Sonne, das auf dich f\u00e4llt. Der Widerschein eines h\u00f6heren Seins. Verweise mit deinem Verweilen auf den Glanz der Ewigkeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir leben in einer so hektischen Zeit. Eine Zeit, in der keiner Zeit hat. \u201eSchnell weg da, weg da, weg da weg, mach\u2018 Platz sonst gibt\u2019s noch Streit, wir sind sp\u00e4t dran und haben keine Zeit.\u201c (H. van Veen). Wir haben keine Zeit. Und wenn du nun der eine, die eine bist, die die Ruhe weg hat? Gibst du dann nicht einen Moment des Ausruhens, Aufatmens? Auch f\u00fcr andere. Bedenke: \u201eWer nicht liebt, ruht nicht. Und wer nicht ruht, der liebt nicht\u201c (Jan van Ruysbroeck).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus l\u00e4dt uns ein \u2013 zu sein. Einfach so. Und einfach da. Soda. Wie das Salz, das den Geschmack und die Haltbarkeit verleiht. Wie das Licht, das Halt und Orientierung gibt in Dunkelheit und Nacht. Wie die Ruhe, die den L\u00e4rm verstummen l\u00e4sst. Der um uns ist. Und manchmal auch in uns ist. Und weiterl\u00e4rmt. So viele Sorgen, so viele Fragen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was ist Gl\u00fcck?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nicht zu haben. Nicht zu wissen. Sondern zu sein. Gl\u00fccklich. Selig: Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schm\u00e4hen, sagt Jesus. Wenn sie euch verfolgen und reden allerlei \u00dcbles gegen euch, ihre L\u00fcgen verbreiten, dann seid fr\u00f6hlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Selig seid ihr, wenn ihr Gott bekennt, seinen Namen nennt \u2013 in einer Zeit, die nichts davon wissen will, nichts davon h\u00f6ren will.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Selig seid ihr, wenn ihr die Armen nicht verachtet, die Fl\u00fcchtlinge nicht verfolgt mit falschen Verd\u00e4chtigungen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Selige seid ihr, wenn ihr die Kleinen wachsen lasst, der Jugend eine Chance gebt. Etwas f\u00fcr sie \u00fcbrig lasst und nicht alles selber verprasst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Selige seid ihr, wenn ihr die Alten achtet, nicht abschiebt und vergesst. Hinter hohen Mauern und kleinen Ausreden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gl\u00fcck hei\u00dft nicht viel haben. Hei\u00dft nicht viel wissen. Es hei\u00dft, Jesus auf der Spur bleiben. Gottes Weg zu den Menschen \u2013 sehen, gehen, nachvollziehen, nachgehen. Ein St\u00fcck weit. \u201eSo weit die F\u00fc\u00dfe tragen\u201c. So weit es eben geht. Auf dem Weg bleiben, der Gott zu den Menschen f\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was sollen wir tun? Bleibt! So wie ihr seid. Das Salz in der Suppe. Das Licht auf dem Eimer. Die Pf\u00fctze, die die Sonne nicht tr\u00fcbt, sondern weitergibt. Eine Schulter zum Anlehnen. Eine helfende Hand. Ein mahnendes Wort. Ein Licht in der Nacht. \u201eWhatever it takes\u201c. Was auch immer es braucht. Um Gottes Liebe und Freundlichkeit zu den Menschen zu tragen. Gerade heute. In dieser Zeit. Lass dir Zeit. Und bleib.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Liedvorschl\u00e4ge<\/strong>:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Morgenglanz der Ewigkeit (EG 450)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Selig seid ihr (EG 666)<br \/>\nWo Menschen sich vergessen \/ Da ber\u00fchren sich Himmel und Erde (HuE 2)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vergiss es nie \/ Du bist du (HuE 353)<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Udo Schmitt, geb. 1968, Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland, von 2005-2017 am Niederrhein, seit 2017 im Bergischen Land.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Dorfstr. 19 \u2013 42489 W\u00fclfrath (D\u00fcssel)<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>udo.schmitt@ekir.de<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist Gl\u00fcck? |\u00a08. 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